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	<title>Nordpol - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nordpol&amp;diff=18346&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Special Circumstances: Die letzte Textänderung von ~2026-16829-19 wurde verworfen: Siehe Abschnitt &quot;Gegensätzlichkeit von physikalischer und geographischer Bezeichnung der magnetischen Pole&quot; weiter unten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nordpol&amp;diff=18346&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-17T19:37:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die letzte Textänderung von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-16829-19&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-16829-19&quot;&gt;~2026-16829-19&lt;/a&gt; wurde verworfen: Siehe Abschnitt &amp;quot;Gegensätzlichkeit von physikalischer und geographischer Bezeichnung der magnetischen Pole&amp;quot; weiter unten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel| behandelt die verschiedenen Nordpole der Erde. Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Nordpol (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Positionskarte+&lt;br /&gt;
| Arktis&lt;br /&gt;
| position= right&lt;br /&gt;
| float= right&lt;br /&gt;
| width= 330&lt;br /&gt;
| Alternativkarte=&lt;br /&gt;
| caption= Lage der verschiedenen Nordpole (Magnetischer Pol: Berechnung für 2020)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ngdc.noaa.gov/geomag/GeomagneticPoles.shtml &amp;#039;&amp;#039;Wandering of the Geomagnetic poles&amp;#039;&amp;#039;.] In: ngdc.noaa.gov, abgerufen am 30. Dezember 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| places={{Positionskarte~&lt;br /&gt;
  | Arktis&lt;br /&gt;
  | label= [[#Geographischer Nordpol|Geographischer Nordpol]]&lt;br /&gt;
  | position= right&lt;br /&gt;
  | lat= 90.0&lt;br /&gt;
  | long= 0.0&lt;br /&gt;
  | region= XN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Positionskarte~&lt;br /&gt;
  | Arktis&lt;br /&gt;
  | label= [[#Arktischer Magnetpol|Arktischer Magnetpol]]&lt;br /&gt;
  | position= 10&lt;br /&gt;
  | lat= 86.50&lt;br /&gt;
  | long= −164.04&lt;br /&gt;
  | region= XN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Positionskarte~&lt;br /&gt;
  | Arktis&lt;br /&gt;
  | label= [[#Arktischer geomagnetischer Pol|Arktischer geomagnetischer Pol]]&lt;br /&gt;
  | position=left&lt;br /&gt;
  | lat= 80.02&lt;br /&gt;
  | long= -72.21&lt;br /&gt;
  | region= XN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Positionskarte~&lt;br /&gt;
  | Arktis&lt;br /&gt;
  | label=[[Pol der Unzugänglichkeit#Nordpol der Unzugänglichkeit|Nordpol der Unzugänglichkeit]]&lt;br /&gt;
  | position=2&lt;br /&gt;
  | lat= 84/3/0&lt;br /&gt;
  | long=174/51/0/W&lt;br /&gt;
  | region=XN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OmegaNasaNOrwayJapanDakota.png|mini|hochkant|Die Polarregion aus Richtung der Erdachse (Meereis in der Bildbearbeitung entfernt)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nordpol&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist – als einer von zwei [[Pol (Geographie)|geografischen Polen]] – im allgemeinen Sprachgebrauch der [[Norden|nördlichste]] Punkt der [[Erde]]. Er entspricht dem nördlichen Drehpunkt der [[Erdachse]] und wird auch als &amp;#039;&amp;#039;geographischer Nordpol&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Daneben gibt es den &amp;#039;&amp;#039;arktischen Magnetpol&amp;#039;&amp;#039;, den &amp;#039;&amp;#039;arktischen geomagnetischen Pol&amp;#039;&amp;#039; und den &amp;#039;&amp;#039;Nordpol der Unzugänglichkeit&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Derzeit liegen die drei verschiedenen Pole der [[Nordhalbkugel|nördlichen Hemisphäre]] bei jeder Definition im [[Arktischer Ozean|Arktischen Ozean]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Nordpolarmeer&amp;#039;&amp;#039; genannt) bzw. auf dessen Inseln. Mit Verschiebung des [[Erdmagnetfeld]]es ändert sich die Lage des &amp;#039;&amp;#039;arktischen Magnetpols&amp;#039;&amp;#039; und des &amp;#039;&amp;#039;arktischen geomagnetischen Pols&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die vier Pole der nördlichen Hemisphäre ==&lt;br /&gt;
=== Geographischer Nordpol ===&lt;br /&gt;
[[Datei:North Pole, Arctic Ocean, sea ice 07.jpg|mini|Forschungscamp auf dem arktischen Packeis am geographischen Nordpol, besucht von zwei Flugzeugen der Canadian Coast Guard auf einem Erkundungsflug]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;[[Geographie|geographische]] Nordpol (1)&amp;#039;&amp;#039; ist der nördlichste Punkt der Erde und gemäß der Definition des [[Pol (Geographie)|geographischen Poles]] der Schnittpunkt der [[Erdachse]] mit der nördlichen Erdoberfläche. Der geographische Nordpol ist der [[Antipode]] des geographischen [[Südpol]]s und hat eine feste Position bei der [[Geographische Breite|geographischen Breite]] von {{Coordinate | article=DMS | text=DM|NS=90/0//N|EW=0/0//E|type=landmark|region=XN|name=Geographischer Nordpol}}, was generell für Himmelskörper mit einer Rotationsachse gilt. Somit richtet sich der Blick von hier aus in der Waagrechten nur nach einer Himmelsrichtung: nach Süden. Der Nordpol hat keine eindeutige geographische Länge. Das gilt jedoch nur für den Punkt und nicht für die Blickrichtung, die eindeutig ist. Der geographische Nordpol liegt auf der [[Nordamerikanische Platte|Nordamerikanischen Platte]], jedoch nicht auf [[Landfläche|Festland]], sondern auf einer 2 bis 3 m dicken schwimmenden Eisdecke.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://news.nationalgeographic.com/news/2004/11/1108_041108_north_pole.html |titel=Beyond “Polar Express”: Fast Facts on the Real North Pole |werk=National Geographic News |datum=2004-11-04 |sprache=en |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20041111044309/http://news.nationalgeographic.com/news/2004/11/1108_041108_north_pole.html |archiv-datum=2004-11-11 |abruf=2019-03-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter liegt das Nordpolarmeer, welches an dieser Stelle 4087&amp;amp;nbsp;m tief ist.[[Datei:Presseisrücken am Nordpol, April 1990.jpg|mini|[[Presseisrücken]] am geographischen Nordpol, 17. April 1990]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nahe dem [[Zenit (Richtungsangabe)|Zenit]] steht über dem geographischen Nordpol der [[Polarstern]] in nur 42&amp;#039; Abstand (2008) und die Sonne geht hier vom 21.&amp;amp;nbsp;März bis zum 23.&amp;amp;nbsp;September nicht unter ([[Polartag]]). Es folgen langsamer Sonnenuntergang, mehrwöchige [[Dämmerung]], mehrere Monate [[Polarnacht]], mehrwöchige Morgendämmerung und langsamer [[Sonnenaufgang]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sich die Lage der Erdachse langfristig verlagert, ist der geografische Nordpol keineswegs ortsgebunden. Zwischen dieser langfristigen Bewegung des geografischen Nordpols und der Massenumverteilung im Rahmen der [[globale Erwärmung|globalen Erwärmung]] besteht dabei ein enger Zusammenhang.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GSR-2013&amp;quot;&amp;gt;Chen, J. L., Wilson, C. R., Ries, J. C., &amp;amp; Tapley, B. D. (2013). Rapid ice melting drives Earth’s pole to the east. Geophysical Research Letters, 40(11), 2625–2630. {{DOI|10.1002/grl.50552}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Geodätische Beobachtungen der Polbewegung aus dem Weltraum zeigen, dass die durchschnittliche jährliche Polposition nach einer längeren Bewegung in Richtung des westlichen [[Grönland]]s ab etwa 2005 nach Osten zu driften begann, was eine abrupte Abweichung von der im letzten Jahrhundert beobachteten Driftrichtung darstellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GSR-2013&amp;quot; /&amp;gt; Schwerkraftmessungen mithilfe von Satelliten ergeben, dass etwa 90 % dieser Änderung auf das beschleunigte Abschmelzen der Eisdecken und Berggletscher und den damit verbundenen [[Meeresspiegelanstieg seit 1850|Anstieg des Meeresspiegels]] zurückzuführen sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GSR-2013&amp;quot; /&amp;gt; Der Effekt ist allerdings sehr klein und keinesfalls mit der weiter unten beschriebenen Verschiebung des Magnetpols vergleichbar: Die Polverschiebung beträgt nur etwa 3 Millimeter pro Jahr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Franziska Konitzer |url=https://www.br.de/nachrichten/wissen/klimawandel-schmelzende-gletscher-verschieben-erdpole,SW4D9S7 |titel=Klimawandel: Schmelzende Gletscher verschieben Erdpole {{!}} BR24 |werk=br.de |datum=2021-04-30 |abruf=2024-03-13 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Magnetischer Nordpol}} Arktischer Magnetpol ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Erdmagnetfeld}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;arktische Magnetpol (2)&amp;#039;&amp;#039; ist jener Punkt der nördlichen Hemisphäre, an dem die magnetischen Feldlinien des Erdmagnetfelds vertikal zur Erdoberfläche in die Erde eintreten. Es handelt sich im physikalischen Sinne um einen magnetischen Südpol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die üblichen Kompasse, deren Nadel nur um die vertikale Achse drehbar ist, können sich innerhalb des Radius von circa 2000&amp;amp;nbsp;km um den Magnetpol nicht mehr nach Norden ausrichten, weil dort die waagerechte Komponente des Erdmagnetfelds für die Anzeige zu schwach ist. Ein speziell für solche Messungen konstruierter [[Kompass]]&amp;amp;nbsp;– ähnlich einem Schiffskompass&amp;amp;nbsp;– zeigt am arktischen Magnetpol gemäß den Gesetzen des [[Magnetismus]] mit seiner „Norden“-Markierung senkrecht nach unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals aufgesucht wurde der arktische Magnetpol am 1.&amp;amp;nbsp;Juni 1831 von [[James Clark Ross]] nahe Kap Adelaide, [[Boothia]]-Halbinsel, [[Kanada]]; seinerzeit wurden {{Coordinate|text=DM|NS=70/5//N|EW=96/28//W|type=landmark|region=XN|name=Arktischer Magnetpol 1831}} als Koordinaten ermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Expedition des [[Geological Survey of Canada]] im Jahre 2001 wurde seine Position ermittelt und die jährliche Wanderung bis zum Jahr 2005 hochgerechnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://gsc.nrcan.gc.ca/geomag/nmp/northpole_e.php |titel=Geomagnetism – North Magnetic Pole |hrsg=Geological Survey of Canada |datum=2008-01-16 |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20111206041530/http://gsc.nrcan.gc.ca/geomag/nmp/northpole_e.php |archiv-datum=2011-12-06 |abruf=2009-04-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im April 2007 wurde die Position erneut bestimmt:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=L. R. Newitt, Arnaud Chulliat, J.-J. Orgeval |url=http://www.terrapub.co.jp/journals/EPS/pdf/2009/6106/61060703.pdf |titel=Location of the North Magnetic Pole in April 2007 |werk=Earth Planets Space 61 |datum=2009 |seiten=703–710 |format=pdf, 3,2&amp;amp;nbsp;MB |sprache=en |abruf=2019-03-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magnetic North Pole Positions 2015.svg|mini|400px|Wanderung des arktischen Magnetpols: berechnete Positionen sind blau, gemessene rot.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Geographische Koordinaten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1996&lt;br /&gt;
| {{Coordinate|text=DMS|NS=78/35.7//N|EW=104/11.9//W|type=landmark|region=XN|name=Arktischer Magnetpol 1996}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2001&lt;br /&gt;
| {{Coordinate|text=DEC|NS=81.3|EW=-110.8|type=landmark|region=XN|name=Arktischer Magnetpol 2001}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2002&lt;br /&gt;
| {{Coordinate|text=DEC|NS=81.6|EW=-111.6|type=landmark|region=XN|name=Arktischer Magnetpol 2002}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2003&lt;br /&gt;
| {{Coordinate|text=DEC|NS=82.0|EW=-112.4|type=landmark|region=XN|name=Arktischer Magnetpol 2003}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2004&lt;br /&gt;
| {{Coordinate|text=DEC|NS=82.3|EW=-113.4|type=landmark|region=XN|name=Arktischer Magnetpol 2004}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| {{Coordinate|text=DEC|NS=82.7|EW=-114.4|type=landmark|region=XN|name=Arktischer Magnetpol 2005}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2007&lt;br /&gt;
| {{Coordinate|text=DEC|NS=83.95|EW=-120.72|type=landmark|region=XN|name=Arktischer Magnetpol 2007}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der arktische Magnetpol ist also nicht ortsfest, sondern er verlagert sich ständig nach einem mehrschichtigen Muster:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Jahr zu Jahr verlagert sich der Magnetpol in einer grob vorhersagbaren Art. Derzeit wandert er jährlich um etwa 40&amp;amp;nbsp;Kilometer nordwestwärts und hat die kanadischen Inseln im Nordpolarmeer verlassen. Betrag und Richtung der jährlichen Verlagerung sind aber nicht langfristig konstant. &amp;lt;!---Bei konstanter Geschwindigkeit würde er in etwa 50&amp;amp;nbsp;Jahren [[Sibirien]] erreichen, allerdings haben Messungen ergeben, dass sich die Wanderung zurzeit beschleunigt. ---- bitte belegen -----&amp;gt; Laut einer Studie aus dem Jahr 2020 bewegt sich der magnetische Nordpol innerhalb des nächsten Jahrzehnts aufgrund von Änderungen an der [[Kern-Mantel-Grenze]] wahrscheinlich um ca. 500&amp;amp;nbsp;km (390–660&amp;amp;nbsp;km) weiter in Richtung [[Sibirien]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;bbc-pole&amp;quot;&amp;gt;{{cite news |first1=Jonathan |last1=Amos |url=https://www.bbc.com/news/science-environment-52550973 |title=Scientists explain magnetic pole’s wanderings |work=BBC News |date=2020-05-06 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |first1=Philip W. |last1=Livermore |first2=Christopher C. |last2=Finlay |first3=Matthew |last3=Bayliff |year=2020 |title=Recent north magnetic pole acceleration towards Siberia caused by flux lobe elongation |journal=Nature Geoscience |volume=13 |issue=5 |pages=387–391 |bibcode=2020NatGe..13..387L |doi=10.1038/s41561-020-0570-9 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sich stetig verändernde Abweichung von geographischem Nordpol und arktischem Magnetpol ([[Deklination (Geographie)|Deklination]]) macht für Zwecke der [[Navigation]] regelmäßige Anpassungen der Umrechnung für Navigationshilfsmittel wie Karten und [[Funkfeuer]] notwendig ([[Kursbeschickung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der arktische Magnetpol wandert täglich auf einer elliptischen Bahn um seine mittlere Position.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Störungen des Erdmagnetfeldes können den Magnetpol – solange die Störung dauert – um bis zu 50&amp;amp;nbsp;km von seiner mittleren Position verlagern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lauf der Erdgeschichte hat sich das Magnetfeld der Erde mehrmals umgepolt. Diese [[Erdmagnetfeld#Polsprung|Polsprünge]] konnten durch die Ausrichtung von Eisenablagerungen in Sedimenten verschiedener Tiefen nachgewiesen werden. Einige Wissenschaftler sehen in der oben genannten Beschleunigung der jährlichen Verlagerung ein Indiz für eine langfristig bevorstehende Umpolung der Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arktischer geomagnetischer Pol ===&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;arktische [[Pol (Geomagnetismus)|geomagnetische Pol]] (3)&amp;#039;&amp;#039; auf der nördlichen Halbkugel ist ein theoretischer Pol des unregelmäßigen [[Geomagnetismus|Erdmagnetfeldes]], dem die Annahme entspricht, dass sich im Erdmittelpunkt ein [[Stabmagnet]] befände. Er lag 2010 bei etwa {{Coordinate|text=DM|NS=80.02|EW=-72.21|type=landmark|region=CA-NU|name=Arktischer geomagnetischer Pol 2010}} auf der Darling-Halbinsel der zu Kanada gehörenden [[Ellesmere-Insel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Geographische Koordinaten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ngdc.noaa.gov/geomag/data/poles/NP.xy |titel=Geomagnetic Data: poles |werk=National Geophysical Data Center |hrsg=[[National Oceanic and Atmospheric Administration]] |datum=2015-01-30 |abruf=2019-03-05 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008&lt;br /&gt;
| {{Coordinate|text=DEC|NS=84.36|EW=-126.1|type=landmark|region=XN|name=Arktischer Geomagnetpol 2008}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2009&lt;br /&gt;
| {{Coordinate|text=DEC|NS=84.7|EW=-129.25|type=landmark|region=XN|name=Arktischer Geomagnetpol 2009}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
| {{Coordinate|text=DEC|NS=85.01|EW=-132.66|type=landmark|region=XN|name=Arktischer Geomagnetpol 2010}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011&lt;br /&gt;
| {{Coordinate|text=DEC|NS=85.29|EW=-136.34|type=landmark|region=XN|name=Arktischer Geomagnetpol 2011}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2012&lt;br /&gt;
| {{Coordinate|text=DEC|NS=85.53|EW=-140.29|type=landmark|region=XN|name=Arktischer Geomagnetpol 2012}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2013&lt;br /&gt;
| {{Coordinate|text=DEC|NS=85.75|EW=-144.46|type=landmark|region=XN|name=Arktischer Geomagnetpol 2013}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Vergleich der Koordinaten von arktischem Magnetpol und antarktischem Magnetpol fällt auf, dass sich die beiden Magnetpole weniger genau gegenüberliegen als die geomagnetischen Pole. Der eigentliche Unterschied zwischen den Magnetpolen und den geomagnetischen Polen besteht darin, dass die Magnetpole durch Messungen bestimmt werden und die geomagnetischen Pole durch Berechnungen. Die geomagnetischen Pole sind nicht ortsfest; sie folgen einem ähnlichen Bewegungsmuster wie die Magnetpole.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nordpol der Unzugänglichkeit ===&lt;br /&gt;
Siehe [[Nordpol#Sonstiges,_Trivia|Sonstiges, Trivia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegensätzlichkeit von physikalischer und geographischer Bezeichnung der magnetischen Pole ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Erdmagnetfeld.png|mini|Magnet im Erdinneren]]Ursprünglich wurde dasjenige Ende einer [[Magnetit]]&amp;amp;shy;nadel, das in Richtung geographischer Norden zeigte, Nordpol der Nadel genannt. Damals hatte man noch keine Kenntnis von dem dahinter liegenden Mechanismus. Erst sehr viel später wurde man sich dessen bewusst, dass diese von der Physik übernommene Benennung dazu führte, dass die Erde in Richtung des geographischen Nordpols physikalisch gesehen einen magnetischen Südpol hat, und in Richtung geographischer Südpol den magnetischen Nordpol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wird die Stelle an der Erdoberfläche, an der die Feldlinien des Erdmagnetfeldes senkrecht eintreten (&amp;#039;&amp;#039;physikalisch&amp;#039;&amp;#039; verstanden als „der Pol, der der magnetische &amp;#039;&amp;#039;Süd&amp;#039;&amp;#039;pol der Erde ist“), in &amp;#039;&amp;#039;geographischen&amp;#039;&amp;#039; Zusammenhängen fast immer als „magnetischer &amp;#039;&amp;#039;Nord&amp;#039;&amp;#039;pol“ bezeichnet (geographisch verstanden als: „der magnetische Pol, der im Norden liegt“). Um Missverständnisse zu vermeiden, könnten zwar die eindeutigen geographischen Begriffe „Arktischer Magnetpol“ und „Antarktischer Magnetpol“ verwendet werden. Diese Bezeichnungen werden aber nur sehr selten genutzt (obwohl sie angesichts der physikalischen [[Erdmagnetfeld#Stabilität|Polaritätswechsel]] über geologische Zeiträume hinweg sinnvoll sind). In der Regel wird mit „magnetischer Nordpol“ in einem geographischen Zusammenhang immer der magnetische Pol nahe dem geographischen Nordpol bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christian Mašin, Gerald Grois |Titel=Physik verstehen 4 |Verlag=Österreichischer Bundesverlag Schulbuch GmBH &amp;amp; Co. KG |Ort=Wien |Datum=2020 |ISBN=978-3-209-10232-4 |Seiten=43 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erforschung ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Geschichte der Nordpolexpeditionen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:1606 Mercator Hondius Map of the Arctic (First Map of the North Pole) - Geographicus - NorthPole-mercator-1606.jpg|mini|Eine Karte von [[Gerhard Mercator]] von 1595 stellt den Nordpol als biblisches Land dar, aus dem vier Flüsse entspringen.]]&lt;br /&gt;
Solange niemand den Nordpol erreicht hatte, wurden Spekulationen über sein Erscheinungsbild angestellt. Seit dem Mittelalter behaupteten Geografen, anknüpfend an die antike Vorstellung vom paradiesischen Land „[[Hyperborea]]“ im höchsten Norden, in der Arktis würde ein mildes und lebensfreundliches Klima herrschen. Bis ins 19. Jahrhundert gingen Fachleute von einer polaren Aufhängung oder Verankerung des Globus aus. Einige nahmen an, dass am Nordpol die Erdachse sichtbar wäre. Andere glaubten, dass die Abflachung der Erdkugel zur Entstehung eines Vulkans geführt habe, der von der Arktis aus das [[Meeresströmung|Strömungssystem]] der Ozeane antrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christian Holtorf |Titel=Das offene Polarmeer. Ein Bilddiskurs im 19. Jahrhundert |Hrsg=Franz X. Eder, Oliver Kühschelm, Christina Linsboth |Sammelwerk=Bilder in historischen Diskursen |Verlag=Springer |Ort=Wiesbaden |Datum=2014 |ISBN=978-3-658-05397-0 |Seiten=148 f. |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Datei:Northpole polarstern hg.jpg|mini|Schilder mit Entfernungen vom Nordpol zu den Heimatorten von Besatzungsmitgliedern; aufgestellt auf einer Eisscholle am Nordpol anlässlich seines Erreichens durch den schwedischen Eisbrecher &amp;#039;&amp;#039;Oden&amp;#039;&amp;#039; und das deutsche Forschungsschiff &amp;#039;&amp;#039;Polarstern&amp;#039;&amp;#039; am 6.&amp;amp;nbsp;September 1991]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals wurde der geographische Nordpol nach eigenen Angaben von den US-amerikanischen Forschern [[Robert Edwin Peary]] und [[Matthew Henson]] sowie den [[Inughuit]] Iggiánguaĸ (1883–1918, in Pearys Aufzeichnungen Egingwah), Sigdluk (1883–1927, Seeglo) und Uvkujâĸ (1880–1921, Ooqueah) unter der Führung von Iggiánguaĸs Bruder [[Ôdâĸ]] (1880–1955, Ootah) am 6.&amp;amp;nbsp;April 1909 erreicht. Es gilt jedoch nicht als wissenschaftlich gesichert, dass diese Gruppe den Pol tatsächlich erreicht hat. Pearys Aufzeichnungen sind hierfür nicht ausreichend genau und Matthew Henson berichtet in seinen Memoiren, er sei kurz vor Expeditionsleiter Peary am Nordpol gewesen und habe diesen dort getroffen. Gemeinsam habe man die Frage klären wollen, wer wohl als Erster am Pol gewesen sei. Zu dieser Klärung ist es jedoch offenbar nie gekommen. Die grönländischen Begleiter Pearys nannten den Nordpol &amp;#039;&amp;#039;qimmersoriartorfissuaq&amp;#039;&amp;#039;, den Ort, an dem man gezwungen ist, seine Hunde zu essen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bryan u. Cherry Alexander: &amp;#039;&amp;#039;Eskimo – Jäger des hohen Nordens.&amp;#039;&amp;#039; (aus dem Englischen von Susanne Stephan) Belser, Stuttgart, Zürich 1993, ISBN 3-7630-2210-4. S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den Vorgenannten nahm auch [[Frederick Cook]] für sich in Anspruch, als Erster den Nordpol erreicht zu haben, und zwar bereits am 21.&amp;amp;nbsp;April 1908, also ein Jahr vor Peary. Peary startete daraufhin eine Kampagne, um die Glaubwürdigkeit von Cook zu untergraben. Ein zentraler Teil dieser Kampagne war es, Cooks angebliche Erstbesteigung des [[Denali]] als Lüge anzuprangern (Cook erstieg den Berg tatsächlich nicht). Auch andere Ungereimtheiten lassen darauf schließen, dass Cook nie in der Nähe des Nordpols war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pearys Aufzeichnungen sprechen nicht dafür, dass er am Nordpol war: Als er sich von seinen Begleitern trennte, war er mindestens 120&amp;amp;nbsp;km vom Pol entfernt; nach nur 56 Stunden traf er wieder bei ihnen ein. Alle Polarforscher jener Zeit, zum Beispiel Größen wie [[Fridtjof Nansen]], hielten ein solches Pensum für völlig unmöglich und bestritten auch die angeblichen vorherigen Tagesleistungen Pearys von über 50&amp;amp;nbsp;km durch das Packeis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wille186&amp;quot;&amp;gt;Hermann Heinz Wille: &amp;#039;&amp;#039;Lockende Pole.&amp;#039;&amp;#039; 1979, Urania-Verlag Leipzig, S. 186.&amp;lt;/ref&amp;gt; Pearys Glaubwürdigkeit sank noch weiter, als&amp;lt;!--wann? Beleg?--&amp;gt; das [[United States Hydrographic Office|US Navy Hydrographic Office]] fünf der von Peary in diesem Zusammenhang gemeldeten geografischen Entdeckungen als nicht existent streichen musste.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wille186&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überfliegung des Nordpols im Jahr 1926 durch [[Umberto Nobile]], [[Roald Amundsen]] und [[Lincoln Ellsworth]] an Bord des Luftschiffs &amp;#039;&amp;#039;[[Norge (Luftschiff)|Norge]]&amp;#039;&amp;#039; ist zweifelsfrei nachgewiesen und unbestritten; ebenso, dass 1937 eine Gruppe [[Sowjetunion|sowjetischer]] Wissenschaftler unter der Leitung von [[Iwan Dmitrijewitsch Papanin|Iwan Papanin]] in die Nähe des Nordpols flog (Entfernung ca. 20&amp;amp;nbsp;km), um die erste Polarstation [[Nordpol-1]] zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. April 1948 flog die sowjetische Forschungsexpedition &amp;#039;&amp;#039;Nord-2&amp;#039;&amp;#039; unter [[Alexander Alexejewitsch Kusnezow|Alexander Kusnezow]] bis zum Nordpol und erreichte ihn anschließend zu Fuß. Damit wurden sie die ersten Menschen, die erwiesenermaßen den Nordpol betraten.&amp;lt;ref&amp;gt;Fergus Fleming: &amp;#039;&amp;#039;[[iarchive:ninetydegreesnor00flem/page/417|Ninety Degrees North: The Quest for the North Pole]]&amp;#039;&amp;#039;. Grove Press, New York 2001, S. 417. ISBN 978-0-8021-1725-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;R. K. Headland: [https://www.spri.cam.ac.uk/resources/infosheets/polarapproaches.pdf Concise Chronology of Approach to the Poles], [[Scott Polar Research Institute]], 18. Mai 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Mensch, der den Pol nachweislich auf dem Weg über das Eis erreichte, war der US-Amerikaner [[Ralph Plaisted]] (1927–2008), der 1968 eine vierköpfige Expedition auf [[Schneemobil]]en zum nördlichsten Punkt der Erde führte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Guy Lawson |url=https://www.nytimes.com/2016/03/20/magazine/an-insurance-salesman-and-a-doctor-walk-into-a-bar-and-end-up-at-the-north-pole.html |titel=An Insurance Salesman and a Doctor Walk Into a Bar, and End Up at the North Pole |werk=[[The New York Times|The New York Times Magazine]] |datum=2016-03-17 |sprache=en |abruf=2016-03-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Jahr später erreichte der Brite Sir [[Wally Herbert|Walter William Herbert]] mit Hundeschlitten den Nordpol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Atom-U-Boot|nukleargetriebene U-Boot]] &amp;#039;&amp;#039;[[Nautilus (U-Boot, 1954)|Nautilus]]&amp;#039;&amp;#039; erreichte am 3.&amp;amp;nbsp;August 1958 als erstes Schiff den geographischen Nordpol. Ein Dreivierteljahr später, am 17. März 1959 durchbrach die &amp;#039;&amp;#039;[[Skate (U-Boot, 1957)|Skate]]&amp;#039;&amp;#039; als erstes U-Boot die Eisschicht und tauchte am geografischen Nordpol auf. Am 17.&amp;amp;nbsp;August 1977 gegen 04:00&amp;amp;nbsp;Uhr [[UTC+3|Moskauer Zeit]] erreichte der sowjetische [[Atomeisbrecher]] &amp;#039;&amp;#039;[[Arktika (Schiff, 1975)|Arktika]]&amp;#039;&amp;#039; als erstes über Wasser fahrendes Schiff den Nordpol. Hunderte Besatzungsmitglieder, Wissenschaftler und Fahrgäste betraten feierlich das direkte Polumfeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Arctic World.jpg|mini|Deutsch-schweizerische Expedition mit [[Ski-doo]] bei Bohrungen im Packeis am Nordpol, April 1990]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1990 erreichte eine deutsch-schweizerische Expedition unter Leitung eines Teams der [[Universität Gießen]] den geographischen Nordpol, um Untersuchungen zur Verschmutzung von Eis, Schnee und Luft durchzuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=Schmitt, Elisabeth |year=1990 |month=June |title=Eisige Ruhe – grandios, überwältigend und bedrohlich (Bericht über Gießener Nordpol-Expedition im April 1990) |journal=Uni-Forum, Universität Gießen |volume=3 |url=https://commons.wikimedia.org/wiki/File:North_Pole_expedition_1990.pdf |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die entnommenen Proben wurden in Zusammenarbeit mit dem [[Geological Survey of Canada]] und dem [[Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung]] analysiert. Weitere Stationen für Probenentnahmen waren in mehrjährigem [[Packeis]] auf 86° N, am [[Kap Columbia]] und bei [[Ward Hunt Island]]. Im Jahr 1991 konnten nach schwerer Eisfahrt die beiden ersten konventionell angetriebenen Schiffe bis zum Nordpol vordringen: Der schwedische Eisbrecher &amp;#039;&amp;#039;[[Oden (Schiff)|Oden]]&amp;#039;&amp;#039; und das deutsche Forschungsschiff &amp;#039;&amp;#039;[[Polarstern (Schiff, 1982)|Polarstern]]&amp;#039;&amp;#039; erreichten den Pol am 7.&amp;amp;nbsp;September während einer dreimonatigen Expedition. Der Meeresgrund in 4087 m Tiefe wurde hier erstmals 2007 von einer russischen Forschungsexpedition erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umwelt und Klima ==&lt;br /&gt;
Die beiden Pole der Erde sind von [[Polare Eiskappen|polaren Eiskappen]] bedeckt; am Nordpol handelt es sich um wenige Meter dickes Meereis, am Südpol um über 1000 m dickes Gletschereis. Unter den Eismassen des Südpols befinden sich an einigen Stellen [[Subglazialer See|subglaziale Seen]] und [[Subglazialer Vulkan|Vulkane]]. Die polaren [[Schelfeis|Eisschelfe]] sind infolge der [[Globale Erwärmung|menschengemachten globalen Erwärmung]] von sich verstärkender Eisschmelze betroffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christoph Seidler, Der Spiegel |url=https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimawandel-in-der-arktis-das-eis-am-nordpol-ist-nicht-mehr-zu-retten-a-d923c467-e6ff-4e94-92c1-03fe20c20d1b |titel=Klimawandel in der Arktis: Das Eis am Nordpol ist nicht mehr zu retten - Der Spiegel - Wissenschaft |sprache=de |abruf=2020-04-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Folgen der globalen Erwärmung in der Arktis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Pole sind im Rahmen der globalen [[Telekonnektion]] Zentren des globalen Wettergeschehens, z. B. mit den [[Polarwirbel]]n im Rahmen der [[Arktische Oszillation|arktischen Oszillation]] oder ihrem Einfluss auf den [[Jetstream]] und ihrer Rolle bei der [[Thermohaline Zirkulation|thermohalinen Zirkulation]] der [[Ozean]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politischer Status ==&lt;br /&gt;
Am 2.&amp;amp;nbsp;August 2007 landeten zwei russische [[Mir (U-Boot)|&amp;#039;&amp;#039;Mir&amp;#039;&amp;#039;-Tauchboote]] auf dem Meeresgrund am Nordpol in 4261&amp;amp;nbsp;m Tiefe und setzten dort eine Kapsel aus [[Titan (Element)|Titan]] mit der russischen Flagge ab. Die Expedition hatte das Ziel, Bodenproben zu sammeln, um die russischen [[Gebietsanspruch|Territorialansprüche]] mit Beweisen zu stützen, dass der Nordpol zum sibirischen [[Schelf|Festlandsockel]] gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Dänemark]], [[Kanada]] und [[Norwegen]] könnten territoriale Ansprüche erheben. In einem [[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]]-Gespräch 2007 bezeichnete der [[Polarforschung|Polarforscher]] [[Arved Fuchs]] einen politisch-wirtschaftlichen Wettlauf um den Nordpol als wahrscheinlich, es gehe schließlich um fossile Brennstoffe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Matthias Hannemann |url=https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/bilder-und-zeiten-1/gespraech-mit-einem-polar-abenteurer-schmilzt-die-arktis-herr-fuchs-1407494.html |titel=Gespräch mit einem Polar-Abenteurer: Schmilzt die Arktis, Herr Fuchs? |werk=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ.net]] |datum=2007-02-03 |abruf=2019-03-05 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Politischer Status der Arktis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges, Trivia ==&lt;br /&gt;
2007 waren die britischen TV-Reporter [[Jeremy Clarkson]] und [[James May]] sowie die Mitglieder ihres Support-Teams im Rahmen des [[Top Gear: Polar Special]] die ersten Menschen, die den in der [[Polar Challenge]] festgelegten arktischen Magnetpol von 1996 bei 78° 35,7′ N, 104° 11,9′ W ({{Coordinate|text=DMS|NS=78/35.7//N|EW=104/11.9//W|type=landmark|region=XN|dim=1|name=Arktischer Magnetpol 1996}}) mit einer Abweichung von weniger als einem Kilometer mit einem Auto erreichten. Sie stoppten bereits bei {{Coordinate|text=DMS|NS=78/35/7/N|EW=104/11/9/W|type=landmark|region=XN|dim=1|name=Verwechselung mit arktischem Magnetpol 1996 bei Top Gear - Polar Special}}, weil das Ziel in ihrem Gerät zur Positionsmessung ohne Umrechnung von Zehntelminuten in Sekunden programmiert wurde. Für die Expedition wurden stark modifizierte Varianten des [[Toyota Hilux]] sowie [[Toyota Land Cruiser]] benutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Top Gear: [https://www.bbc.co.uk/programmes/b007v18p Staffel 9, Episode 7 &amp;#039;&amp;#039;Polar Challenge.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;BBC&amp;#039;&amp;#039;, 25. Juli 2007, [https://www.youtube.com/watch?v=q0hoPNmY4oU Polar Special, Teil 3/3 online.] Abgerufen am 23. Dezember 2013 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Nord[[pol der Unzugänglichkeit]]&amp;#039;&amp;#039; ist ein Begriff zur Benennung des küstenfernsten Punktes im Nordpolarmeer. Ermittelt wird er als [[Inkreis]]mittelpunkt der umliegenden Meeresufer. Er befindet sich bei {{Coordinate|text=DM|NS=84/03//N|EW=174/51//W|type=landmark|region=XN|name=Nordpol der Unzugänglichkeit}} und damit etwa 660&amp;amp;nbsp;km vom geographischen Nordpol entfernt. Seine Position kann sich mit steigendem [[Meeresspiegel]] etwas verändern. Er wurde das erste Mal 1927 erreicht. Unterhalb des &amp;#039;&amp;#039;Nordpols der Unzugänglichkeit&amp;#039;&amp;#039; befindet sich kein [[Landfläche|Festland]], sondern nur Eis und Wasser des hier etwa 3000&amp;amp;nbsp;m tiefen Nordpolarmeeres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Nordpol der Unzugänglichkeit&amp;#039;&amp;#039; ist ein irreführender Ausdruck, weil er nahelegt, dass Expeditionen in die [[Arktis]] hauptsächlich von den benachbarten Küsten aus unternommen würden, was nicht der Fall ist. Unzugänglichkeitspole haben keine praktische Bedeutung. Siehe auch: [[Liste geographischer Mittelpunkte]] von Ländern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hampton Sides: &amp;#039;&amp;#039;Die Polarfahrt – Von einer unwiderstehlichen Sehnsucht, einem grandiosen Plan und seinem dramatischen Ende im Eis&amp;#039;&amp;#039;. Mare Verlag. ISBN 978-3-86648-243-2.&lt;br /&gt;
* Frank Berger: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurt und der Nordpol – Forscher und Entdecker im ewigen Eis&amp;#039;&amp;#039;, Schriften des Historischen Museums, Frankfurt am Main, Band 26, Michael Imhof Verlag Petersberg 2007. ISBN 978-3-86568-285-7.&lt;br /&gt;
* [[Fergus Fleming]]: &amp;#039;&amp;#039;Neunzig Grad Nord. Der Traum vom Pol&amp;#039;&amp;#039;, Piper, 2004, ISBN 3-492-24205-7.&lt;br /&gt;
* Christoph Seidler: &amp;#039;&amp;#039;Arktisches Monopoly. Der Kampf um die Rohstoffe der Polarregion.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, München 2009, ISBN 978-3-421-04415-0.&lt;br /&gt;
* Heinz Strathmann: &amp;#039;&amp;#039;Auf Mokassins zum Nordpol. Die Geschichte und Hintergründe eines kalten Abenteuers. 8 Jahre später.&amp;#039;&amp;#039; Books on Demand, Norderstedt 2008, ISBN 978-3-8370-3133-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|North Pole|Nordpol|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
* [http://www.abmcdonald.freeserve.co.uk/north.htm abmcdonald.freeserve.co.uk: &amp;#039;&amp;#039;Nördliche Eisbedeckung&amp;#039;&amp;#039;] von 1998 bis heute (täglich aktualisiert)&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Truls Lynne Hansen |url=https://www.tgo.uit.no/articl/derwegzum.html |titel=Der Weg zum magnetischen Nordpol |werk=[[Universität Tromsø|Tromsø Geophysical Observatory]] |datum=1996 |abruf=2019-03-05 |abruf-verborgen=1 |kommentar=Zur Geschichte der wissenschaftlichen Bestimmung des arktischen Magnetpols; übersetzt von Ralph Leucht, 2012 |sprache=de}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Josef Girshovich |url=https://www.nzz.ch/articlee3az2-1.38130 |titel=Wem gehört eigentlich der Nordpol? |werk=[[Neue Zürcher Zeitung]] |datum=2007-03-14 |abruf=2019-03-05 |abruf-verborgen=1 |sprache=de}}&lt;br /&gt;
* visualcapitalist.com, 24. Dezember 2019, Nicholas LePan: [https://www.visualcapitalist.com/magnetic-north-pole-moving-to-russia/ &amp;#039;&amp;#039;Santa’s New Home: The North Pole is Moving to Russia&amp;#039;&amp;#039;] (&amp;quot;Die neue Heimat des Weihnachtsmanns: Der [magnetische] Nordpol zieht nach Russland&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4117914-6|LCCN=sh85092525|VIAF=236847368}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronomisches Koordinatensystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematische Geographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arktischer Ozean]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Arktis)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Special Circumstances</name></author>
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