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	<title>Nordertor - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nordertor&amp;diff=509962&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aktiver Autor 2: Revert - Unsinn</title>
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		<updated>2026-02-03T13:36:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Revert - Unsinn&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Stadttor von Flensburg. Zu gleichnamigen Objekten siehe [[Nordertor (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nordertor, Flensburg 2013, Bild 04.JPG|mini|hochkant|Nordertor, Nordseite (2013)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nordertor (1972).jpg|hochkant|mini|Nordertor, Südseite (1972)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nordertor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Dänische Sprache|dänisch]]: Nørreport) ist ein [[Stadttor]], das die Stadt [[Flensburg]] einst nach Norden begrenzte. Es war damit ein wichtiger Teil der ehemaligen [[Flensburger Stadtbefestigung]]. Heute ist es ein [[Wahrzeichen]] der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Vorgängerbau ===&lt;br /&gt;
Spätestens seit dem Jahr 1345 entstand schrittweise die [[Stadtmauer]] Flensburgs mit zugehörigen Stadttoren und Pforten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.stadtgeschichte-flensburg.de/Stadtmauer_und_Tore.pdf | wayback=20160304045338 | text=Stadtmauer und Stadttore. Lese und Arbeitsheft zur Geschichte Flensburgs für den Heimat- und Sachunterricht .. von der Universität Flensburg}} (PDF; 1,8&amp;amp;nbsp;MB), Seite 5&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nach Norden wurde ein Zugangstor zur Stadt errichtet. Über diesen Vorgängerbau des heutigen Nordertors, die &amp;#039;&amp;#039;Norderpforte&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(Norderporte)&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Broder Schwensen (Hg.): Flensburg um 1600: Ausgewählte Beiträge. Flensburg 2006, Seite 228&amp;lt;/ref&amp;gt; ist jedoch nicht viel bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.stadtgeschichte-flensburg.de/Stadtmauer_und_Tore.pdf | wayback=20160304045338 | text=Stadtmauer und Stadttore. Lese und Arbeitsheft zur Geschichte Flensburgs für den Heimat- und Sachunterricht .. von der Universität Flensburg}} (PDF; 1,8&amp;amp;nbsp;MB), Seite 10&amp;lt;/ref&amp;gt; Es befand sich 100 Meter weiter südlich bei der [[Norderstraße]] Nr. 122.&amp;lt;ref&amp;gt;Broder Schwensen in: Flexikon. 725 Aha-Erlebnisse aus Flensburg!. Flensburg 2009, Artikel: Nordertor&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Schriften der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Flensburg in Geschichte und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Flensburg 1972, Seite 22&amp;lt;/ref&amp;gt; In einer Stadtansicht von [[Georg Braun]] und [[Franz Hogenberg]], die ungefähr 1572 entstand, wurde aber offenbar dennoch die Gestalt dieses Vorgängerbaus festgehalten. Die Norderpforte diente, wie auch ihr späterer Nachfolgebau, vor allem als Kontrolltor für Ein- und Ausreisende, das zur Nacht geschlossen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Taufel, Kay Wohlsen: &amp;#039;&amp;#039;Flensburg&amp;#039;&amp;#039;, Glossar: Nordertor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Flensburg waren an allen Ausfallstraßen Stadttore und Pforten zu finden. Neben großen Tore gab es noch kleinere Tore an den Wegen auf das Stadtfeld sowie zum Hafen hin, soweit zum Hafen eine Befestigung existierte. Zudem war die [[Flensburger Stadtbefestigung|Stadtbefestigung]] mit der seit 1411 hoch über der Stadt gelegenen Festung [[Duburg]] verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Schriften der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Flensburg in Geschichte und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Flensburg 1972, Seite 50&amp;lt;/ref&amp;gt; Die wichtigsten Tore waren das [[Rotes Tor (Flensburg)|Rote Tor]] an der Ausfallstraße nach Süden, das [[Friesisches Tor|Friesische Tor]] an der Hauptstraße nach Westen, das [[Kompagnietor]] zum Hafen und das [[Johannistor (Flensburg)|Johannistor]] an der östlichen Stadtgrenze. Zudem gab es Tore zwischen den mit einer Stadtmauer geschützten mittleren Stadtteilen um [[Marienkirche (Flensburg)|St. Marien]] und [[Nikolaikirche (Flensburg)|St. Nikolai]] einerseits und den nur mit Palisadenwerk umgebenen Stadtteilen [[Ramsharde]] (Neues Tor) und [[Johanniskirche (Flensburg)|St. Johannis]] (Mühlentor).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Braun Flensburg 1572.jpg|Die Stadtansicht von [[Georg Braun]] und [[Franz Hogenberg]], in der auch die Norderpforte abgebildet ist.&lt;br /&gt;
Datei:Ehemaliger Standort der Norderpforte.jpg|Ehemaliger Standort der Norderpforte&lt;br /&gt;
Datei:Blick vom Standort der ehemaligen Norderpforte in Richtung Nordertor.jpg|Blick vom Standort der ehemaligen Norderpforte in Richtung Nordertor&lt;br /&gt;
Datei:Stadtmauer Flensburgs (Town Wall).jpg|Heutiger [[Flensburger Stadtbefestigung|Stadtmauerrest]] bei der [[Nikolaikirche (Flensburg)|Nikolaikirche]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nordertor Flensburg Wappen Flensburg u Christian IV.JPG|mini|hochkant|Wappen von Christian IV und [[Flensburger Wappen|Wappen von Flensburg]] an der Nordseite des Nordertors]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Errichtung des Nordertors ===&lt;br /&gt;
Das heutige Tor wurde errichtet, als sich die Stadtbebauung im Bereich des nördlichen Stadtviertels [[Ramsharde]] um einige hundert Meter nach Norden ausgedehnt hatte. Die genaue Datierung der Erbauung des heutigen Nordertors ist nicht gesichert, da es keine eindeutige Quelle gibt, die aussagt, wann es erbaut wurde. Daher schwanken die Zahlen zwischen den Jahren 1595 und 1596.&amp;lt;ref&amp;gt;Broder Schwensen (Hg.): Flensburg um 1600: Ausgewählte Beiträge. Flensburg 2006, Seite 233&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Nordertor besteht aus rotem [[Backstein]], einem [[Bogen (Architektur)|Torbogen]] und [[Stufengiebel]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Nordseite des Tores wurden zwei [[Gedenktafel|Tafeln]] angebracht. Die linke Tafel trägt das [[Wappen]] des [[Dänemark|dänischen]] Königs [[Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|Christian IV.]] (1577–1648) und darunter den [[Lateinische Sprache|lateinischen]] [[Wahlspruch]]: &amp;#039;&amp;#039;Regna Firmat Pietas&amp;#039;&amp;#039; – „Frömmigkeit stärkt das Königtum“. Auf der rechten Tafel befindet sich das [[Flensburger Wappen|Flensburger Stadtwappen]]. Das Tor schmückt zudem über dem Flensburg-Wappen die Inschrift die [[Deutsche Sprache|deutsche]] Inschrift &amp;#039;&amp;#039;Friede ernährt, Unfriede verzehrt&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Taufel, Kay Wohlsen: &amp;#039;&amp;#039;Flensburg&amp;#039;&amp;#039;, Glossar: Nordertor&amp;lt;/ref&amp;gt; Über dem  Stadtwappen ist zudem offensichtlich das Datum einer späteren Renovierung vermerkt. An der Tafel ist zu lesen &amp;#039;&amp;#039;Renov. 1767.&amp;#039;&amp;#039; Das Stadttor wurde also in der Zeit von König [[Christian VII. (Dänemark und Norwegen)|Christian VII.]] (1749–1808) renoviert.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Scharnweber: &amp;#039;&amp;#039;Flensburg&amp;#039;&amp;#039;, 44&amp;lt;/ref&amp;gt; Die linke Tafel soll die ältere der beiden Tafeln sein, die vermutlich aus der Zeit stammt, als das Nordertor errichtet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Flensburger Straßennamen&amp;#039;&amp;#039;. Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Flensburg 2005, ISBN 3-925856-50-1, Artikel: Am Nordertor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dietrich Nacke, der von 1587 bis 1595 [[Liste der Stadtoberhäupter von Flensburg|Flensburger Bürgermeister]] für [[Marienkirche (Flensburg)|St. Marien]] gewesen war,&amp;lt;ref&amp;gt;Schriften der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Flensburg in Geschichte und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Flensburg 1972, Seite 428&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Broder Schwensen (Hg.): Flensburg um 1600: Ausgewählte Beiträge. Flensburg 2006, Seite 229&amp;lt;/ref&amp;gt; verstarb am 23. Juni 1595. Testamentarisch verfügte dieser die Einrichtung eines Armenhauses am Nordertor, das kurz nach der Fertigstellung des Tores als Anbau realisiert wurde. Das [[Nackestift]]sgebäude bestand als einstöckiges Gebäude mit [[Giebeldach]], das sich östlich unmittelbar dem Nordertor anschloss.&amp;lt;ref&amp;gt;Broder Schwensen (Hg.): Flensburg um 1600: Ausgewählte Beiträge. Flensburg 2006, Seite 229 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutungsverlust und Gefährdung ===&lt;br /&gt;
Bis 1796 bildete das Nordertor auch die nördliche Grenze der geschlossenen Bebauung. Erst zu diesem Zeitpunkt wurde das nicht mehr haltbare Bauverbot auf dem Stadtfeld außerhalb der Mauern aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Flensburger Tageblatt]]: [http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/stadtgeschichte-vor-der-haustuer-id866616.html Engelsby, Mürwik, Jürgensby -j Stadtgeschichte vor der Haustür], 5. Februar 2009; abgerufen am: 14. April 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Seither entstand unmittelbar nördlich des Nordertors die [[Neustadt (Flensburg)|Neustadt]], die sich bis zur Gabelung der alten Hauptstraße in die Landstraßen nach [[Aabenraa|Apenrade]] und [[Bov|Bau]] erstreckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1881 sprachen sich einige Anlieger des Nordertores sowie Stadtverordnete wiederholt dafür aus, das Nordertor abreißen zu lassen, da sie es als ein Verkehrshindernis einstuften.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Broder Schwensen und Bernd Köster [Hrsg.]: &amp;#039;&amp;#039;Paul Ziegler – Magistratsbaurat in Flensburg 1905–1939.&amp;#039;&amp;#039; Flensburg 1998, ISBN 3-925856-31-5. (= &amp;#039;&amp;#039;Kleine Reihe der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 29.), Seite 45&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den Abbruch boten Anlieger der Stadt 5.250 Reichsmark an, die sie zuvor gesammelt hatten. Ein von den Stadtverordneten in Auftrag gegebenes [[Gutachten]] behauptete, dass das Tor keine Zierde der Stadt sei, und empfahl den gewünschten Abbruch.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.marschundfoerde.de/artikel/nordertor.html Marsch und Förde, Nordertor]; abgerufen am: 15. April 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1890 wurde aber stattdessen das benachbarte Nackestift zur Verbesserung der Verkehrsführung abgerissen und in der [[Liste der Straßen und Plätze in Flensburg/S|Stiftstraße]] neu errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Eva-Maria Bast und Jørn Precht: &amp;#039;&amp;#039;Flensburger Geheimnisse&amp;#039;&amp;#039;, Überlingen 2016, Seite 181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast alle anderen Stadttore Flensburgs waren zuvor schon im besagten 19. Jahrhundert abgerissen worden, zuletzt das Rote Tor 1872. Außer dem Nordertor hat nur das [[Kompagnietor]] die Zeiten überdauert. Allerdings hatte das Kompagnietor als Sitz der Schiffergesellschaft &amp;#039;&amp;#039;(Kompagnie)&amp;#039;&amp;#039; und der Stadtwaage in der Zwischenzeit andere Funktionen erhalten. Doch die in der Folgezeit eingereichten Abbruchsanträge für das Nordertor wurden vom preußischen Regierungspräsidenten in Schleswig konsequent abgelehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.marschundfoerde.de/artikel/nordertor.html Marsch und Förde, Nordertor]; abgerufen am: 15. April 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; So wurde nach einer anderen Lösung für das Verkehrsproblem gesucht: Ursprünglich reichte die Bebauung der Westseite der Norderstraße bis an das Tor heran, 1890 wurden die Nebengebäude des Nordertores abgerissen.&amp;lt;ref&amp;gt;Broder Schwensen in: Flexikon. 725 Aha-Erlebnisse aus Flensburg!. Flensburg 2009, Artikel: Nordertor&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei abgerissen wurde auch das auf der Ostseite vom Tor gelegene Nackestift, in dem sich bis zu dieser Zeit weiterhin die Armenwohnungen des nördlichen Stadtteils befunden hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Broder Schwensen in: Flexikon. 725 Aha-Erlebnisse aus Flensburg!. Flensburg 2009, Artikel: Nordertor&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus den alten Steinen des Armenhaus-Anbaus wurde beim [[Liste der Straßen und Plätze in Flensburg/J|Junkerhohlweg]] das Nackestift neu errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Eva-Maria Bast und  Jørn Precht: &amp;#039;&amp;#039;Flensburger Geheimnisse&amp;#039;&amp;#039;, Überlingen 2016, Seite 181&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lutz Wilde]]: &amp;#039;&amp;#039;Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Flensburg, Seite 348&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wegführung wurde nach dem Abriss östlich ums Nordertor herumgeführt, womit wieder Platz für den zunehmenden Verkehr bestand und der Erhalt des Nordertores sichergestellt war.&amp;lt;ref&amp;gt;Broder Schwensen in: Flexikon. 725 Aha-Erlebnisse aus Flensburg!. Flensburg 2009, Artikel: Nordertor&amp;lt;/ref&amp;gt; Offenbar wurde, nachdem das Verkehrsproblem durch die Abrissarbeiten gelöst war, der Abriss des Nordertores wohl letztlich durch den Oberbürgermeister [[Hermann Bendix Todsen]] und die [[Provinz Schleswig-Holstein|zuständige preußische Staatsbehörde]] endgültig unterbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Politische Bedeutung gewann Hermann Bendix Todsen offenbar erst nach 1890. Sein Einspruch kann demnach erst nach der realisierten Problemlösung erfolgt sein. Vgl. Eva-Maria Bast und  Jørn Precht: &amp;#039;&amp;#039;Flensburger Geheimnisse&amp;#039;&amp;#039;, Überlingen 2016, Seite 181&amp;lt;/ref&amp;gt; Im folgenden Jahrhundert sollten zudem umfassende [[Restaurierung]]sarbeiten folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rettung im 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Flensburg-staedtische-strassenbahn-tw-35-725647.jpg|mini|hochkant|Linie 1 der [[Straßenbahn Flensburg|Städtischen Straßenbahn Flensburgs]] auf einer Sonderfahrt am 8. Oktober 1972]]&lt;br /&gt;
Am 31. Oktober 1902 erzwang der Regierungspräsident in Schleswig mittels einer Verfügung die Einstellung von 2.400 Reichsmark in den Etat der Stadt. Mit diesem Geld sollte das Baudenkmal gesichert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Broder Schwensen und Bernd Köster [Hrsg.]: &amp;#039;&amp;#039;Paul Ziegler – Magistratsbaurat in Flensburg 1905–1939.&amp;#039;&amp;#039; Flensburg 1998, ISBN 3-925856-31-5. (= &amp;#039;&amp;#039;Kleine Reihe der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 29.), Seite 272&amp;lt;/ref&amp;gt; 1903 wurde eine Klage des Flensburger Stadtverordnetenkollegs gegen die Schleswiger Regierungsentscheidung, die die Bewahrung des Nordertor erzwang, abgewiesen. Sodann begannen die Instandsetzungsarbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.marschundfoerde.de/artikel/nordertor.html Marsch und Förde, Nordertor]; abgerufen am: 15. April 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1907 fuhr die elektrische [[Straßenbahn Flensburg|Straßenbahn]] um das Tor herum. Erst kurz vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] kam es zu einer Grundinstandsetzung des Nordertores.&amp;lt;ref&amp;gt;Broder Schwensen und Bernd Köster [Hrsg.]: &amp;#039;&amp;#039;Paul Ziegler – Magistratsbaurat in Flensburg 1905–1939.&amp;#039;&amp;#039; Flensburg 1998, ISBN 3-925856-31-5. (= &amp;#039;&amp;#039;Kleine Reihe der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 29.), Seite 272&amp;lt;/ref&amp;gt; 1913/14 wurde das Tor durch den Architekten [[Paul Ziegler (Architekt, 1874)|Paul Ziegler]] renoviert und mit einer Uhr versehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lutz Wilde]]: &amp;#039;&amp;#039;Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Flensburg, Seite 140&amp;lt;/ref&amp;gt; In den 1920er Jahren wurde der Platz durch ein ansprechendes Verwaltungsgebäude in rotem Backstein wieder geschlossen. Beim [[Luftangriffe auf Flensburg#Schwerer Tagesangriff durch US-amerikanische Bomber am 19. Mai 1943|schweren Tagesangriff durch US-amerikanische Bomber am 19. Mai 1943]] wurde das Nordertor im Zweiten Weltkrieg beschädigt. Nach dem Abbruch des Verwaltungsgebäudes in den 1970er Jahren und dem zwischenzeitlichen Verlust der westlichen Nachbarhäuser des Tores wurde die städtebauliche Situation im Umfeld des Flensburger Wahrzeichens von einigen als unbefriedigend empfunden. Ebenfalls in den 1970er Jahren fuhr die letzte Straßenbahn ums Nordertor. Um 1990&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.marschundfoerde.de/artikel/nordertor.html Marsch und Förde, Nordertor]; abgerufen am: 15. April 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde der Platz, auf dem das Nordertor steht, dann weitgehend umgestaltet. Dabei verlor das Nordertor den Status einer Art Verkehrsinsel. Auch die in ihren Mauern eingelassene Uhr, die auch auf den zwei erschienen Briefmarken zu sehen war (1913/14–1990), wurde entfernt und später in den Kirchturm der [[St. Michaelkirche (Flensburg-Friesischer Berg)|St. Michael-Kirche]] eingebaut. Die Straße zum Nordertor wurde mittels Pflastersteinen neu gestaltet. Mauern, die eine Stadtmauer suggerieren sollen und zudem einen effektiveren Schallschutz vor dem Straßenverkehr bieten, wurden zu beiden Seiten des Nordertors errichtet. Außerdem wurden [[Arkade|Glasarkaden]] vor den neuen Mauern gebaut. Später wurden die Mauern auf einer der beiden Seiten wieder abgerissen und ein Gebäude erbaut; damit wurde auch die Glasarkade zur linken entfernt. Dieses Gebäude diente der örtlichen Sparkasse als Zweigniederlassung. Die Umgestaltung wurde von vielen Bürgern allerdings nicht als Verbesserung empfunden, zumal die Glasarkaden sehr schnell verschmutzten und unansehnlich wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklungen 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Nordertor-Uhr an der St. Michaelkirche, Südseite des Kirchturms, Bild 02.JPG|mini|hochkant|Die Nordertor-Uhr an der [[Sankt-Michael-Kirche (Flensburg)|St. Michael-Kirche]] an der Südseite des Kirchturms (Foto 2014)]]&lt;br /&gt;
Seit 2004 werden [[Zivilehe|standesamtliche Trauungen]] im Nordertor, alternativ zu Trauungen im eigentlichen [[Villa Besenbruch|Standesamt in der Villa Besenbruch]] angeboten.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Taufel, Kay Wohlsen: &amp;#039;&amp;#039;Flensburg&amp;#039;&amp;#039;, Glossar: Nordertor&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007/08 wurde das nahegelegene Wissenschaftsmuseum [[Phänomenta (Flensburg)|&amp;#039;&amp;#039;Phänomenta&amp;#039;&amp;#039;]] erweitert. Die alte Fassade des [[Flensburger Sparkasse|Sparkassen]]-Gebäudes wurde durch einen Phänomenta-Anbau verdeckt, der nun direkt an das Nordertor anschließt. Die Glasarkade auf der Westseite sowie der zugehörige Mauerabschnitt wurden bei dieser Baumaßnahme entfernt. Des Weiteren wurde ein Zugang von der &amp;#039;&amp;#039;Phänomenta&amp;#039;&amp;#039; zum Tor aus geschaffen. So gehört das Nordertor nun zum Gebäudekomplex der Phänomenta und wird von dieser genutzt. Der Anbau stieß auf die Kritik vieler Bürger, insbesondere die glatte blaue Glasfassade des Neubaus ist bis heute in Flensburg umstritten. Ein weiterer ähnlich gestalteter, geplanter Anbau wurde nicht mehr realisiert. Auf dem Platz direkt vor dem Nordertor, Nordertorplatz genannt, wurde zudem ein Flussbett aus rostfarbenem Metall angelegt, in dem ein [[Rinnsal]] langsam vor sich hinplätschert.&amp;lt;ref&amp;gt;Eiko Wenzel: Zeitzeichen, Architektur in Flensburg nach 1945, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;  Auch diese Umgestaltung wurde allerdings von vielen Flensburger Bürgern bedauert. Der Brunnen, den Paul Ziegler seitlich ans Nordertor hatte anbringen lassen, wurde entfernt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Flensburger Tageblatt]]: [http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/flensburg-stadt-der-brunnen-id2385121.html Geführter Spaziergang: Flensburg - Stadt der Brunnen], vom: 4. August 2017; abgerufen am: 17. April 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lutz Wilde]]: &amp;#039;&amp;#039;Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Flensburg, Seite 140&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2013 wurde ein ähnlich modern gestalteter Bau wie die &amp;#039;&amp;#039;Phänomenta&amp;#039;&amp;#039; auf der Westseite, nur wenige Meter entfernt vom Nordertor, direkt oberhalb der Adresse Neustadt Nr. 1, am Anfang der [[Liste der Straßen und Plätze in Flensburg/G|Gartenstraße]] geplant. Dieses Wohnprojekt namens &amp;#039;&amp;#039;Skolehaven&amp;#039;&amp;#039; (teilweise auch &amp;#039;&amp;#039;Skolegaarden&amp;#039;&amp;#039; genannt) wurde von 2016 bis 2019&amp;lt;ref&amp;gt;[[Flensburger Tageblatt]]: [https://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/die-gartenstrasse-erblueht-id13045886.html Flensburger Norden: Die Gartenstraße erblüht], vom: 19. März 2016; abgerufen am: 6. November 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Flensburger Tageblatt]]: [https://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/wie-in-der-flensburger-neustadt-eine-neue-stadt-entsteht-id23811002.html Serie Top-Regional: Wie in der Flensburger Neustadt eine neue Stadt entsteht], 14. Mai 2019; abgerufen am: 6. November 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; als Teil der Sanierung und geplanten Neubebauung der Neustadt realisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Flensburger Tageblatt]]: [http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/grosses-interesse-an-neustadt-plaenen-id3516476.html Großes Interesse an Neustadt-Plänen], vom: 16. August 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wahrzeichenfunktion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nordertor symbolisiert neben dem Flensburger Stadtwappen die gesamte Stadt und wird häufig in ähnlicher Weise wie das Stadtwappen verwendet. Es verdeutlicht dabei die Grenzlage Flensburgs, als Tor zum Norden. Die Verwendung des Nordertors als Wahrzeichen ähnelt ansonsten dem des [[Holstentor|Lübecker Holstentors]]. Neben dem Nordertor existieren heute noch weitere städtische Wahrzeichen. Die [[Alexandra (Schiff, 1908)|Dampfschiff Alexandra]] gilt als maritimes Wahrzeichen. Der [[Wasserturm Flensburg-Mürwik]] symbolisiert häufig das gesamte Ostufer der Stadt. Für den dortigen großen Stadtteil [[Mürwik]] dient die  [[Marineschule Mürwik]], das „Rote Schloss“, als Wahrzeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Briefmarkenmotiv ==&lt;br /&gt;
1966 erschien das Tor auf einer [[Deutsche Bauwerke aus zwölf Jahrhunderten|Briefmarke]] der [[Deutsche Bundespost|Deutschen Bundespost]] und der Deutschen Bundespost Berlin. Zunächst war die Wertstufe von (30 [[Pfennig]]) in der Dauerserie &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Bauwerke&amp;#039;&amp;#039; ein Ergänzungswert, und die Marke erschien in grüner Farbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kurz darauf folgende Portoerhöhung führte dazu, dass Standardbriefe statt 20 nunmehr 30 Pfennig kosten sollten. Dadurch wurde die Marke mit dem Nordertor für die kommenden Jahre zum &amp;quot;Bestseller&amp;quot; der Deutschen Bundespost, und sie wurde nun in roter Farbe herausgegeben, wie es damals noch bei Werten für Standardbriefe üblich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schönes Haus 1975, Dank der Bürger, Südermarkt 16, Abzeichen am Pastorat der Nikolaikirche.JPG|Plakette des Flensburger Verschönerungsvereins, Schönes Haus 1975, an einem Haus am [[Südermarkt]]&lt;br /&gt;
Ehemals genutztes Brunnenteil, abgestellt direkt beim Nordertor, Flensburg 2013.JPG|Ehemals aufgestellter Brunnen wie er 2013 abgestellt beim Nordertor lag&lt;br /&gt;
Northern Side of Nordertor 2011.jpg|Die Nordseite im Sommer 2011&lt;br /&gt;
Das Nordertor hinter der Phänomenta verbaut, Flensburg, 2013.JPG|Das Nordertor heute fast vollständig verdeckt durch den Betonbau der Phänomenta von der Westseite&lt;br /&gt;
Flensburg Am Nordertor 0248.jpg|Südseite des Nordertors 2015 mit der neuen Fassade des Phänomenta-Gebäudes zur linken und Glasarkaden zur rechten&lt;br /&gt;
Phänomenta Nordertor Nacht 2015.jpg|Das Nordertor mit der rangebauten Phänomenta bei Nacht (2015).&lt;br /&gt;
Das Wahrzeichen der Stadt Flensburg, das Nordertor (DK, Nørreport) - panoramio.jpg|Das Nordertor 2002 in der Weihnachtszeit, noch frei stehend&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* C. Mühlke: &amp;#039;&amp;#039;Die Erhaltung des Nordertores in Flensburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Denkmalpflege.&amp;#039;&amp;#039; Bd.  5 (1903), Nr. 4 (18. März 1903), S. 25–26.&lt;br /&gt;
* K. Mühlke: &amp;#039;&amp;#039;Die Erhaltung des Nordertores in Flensburg&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Heimat. Monatsschrift des Vereins zur Pflege der Natur- und Landeskunde in Schleswig-Holstein, Hamburg und Lübeck&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 13 (1903), Heft 9, September 1903, S. 201–204 ([https://digitalisate.sub.uni-hamburg.de/recherche/detail?tx_dlf%5Bid%5D=18971&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=211&amp;amp;tx_dlf_navigation%5Baction%5D=main&amp;amp;tx_dlf_navigation%5Bcontroller%5D=Navigation&amp;amp;cHash=783f05e09325a964ab8eeea882165471 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Eiko Wenzel: &amp;#039;&amp;#039;Das Nordertor als Denkmal.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Grenzfriedenshefte&amp;#039;&amp;#039; (1995), Heft 4, S. 142–149 ([https://www.dein-ads.de/fileadmin/download/pdf_grenzfriedenshefte/1995/grenzfriedenshefte-4-1995.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.phaenomenta.com/flensburg/service/rueckblick/2006/anbau/index.html | wayback=20080828110236 | text=Informationen zur Phänomenta-Erweiterung}}&lt;br /&gt;
* [http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/phaenomenta-anbau-erschreckendes-ergebnis-id462196.html Phänomenta-Anbau: &amp;quot;erschreckendes Ergebnis&amp;quot;] (Zeitungsartikel des Flensburger Tageblattes vom 10. März 2008)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4664642-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadttor in Flensburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Flensburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Aktiver Autor 2</name></author>
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