<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Norbert_Prager</id>
	<title>Norbert Prager - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Norbert_Prager"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Norbert_Prager&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-30T09:35:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Norbert_Prager&amp;diff=2686514&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan: /* Werdegang */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Norbert_Prager&amp;diff=2686514&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-03-28T09:34:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Werdegang&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Norbert Prager&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. Januar]] [[1891]] in [[Dobrzyń]], [[Polen]]; † [[29. Juni]] [[1965]] in [[Hannover]]) war ein deutscher [[Kaufmann]] und unter anderem der erste [[Vorsitzender|Vorsitzende]] der [[Jüdische Gemeinde Hannover|Jüdischen Gemeinde Hannover]] nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] sowie Mitinitiator der [[Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;SLH&amp;quot;&amp;gt;Waldemar R. Röhrbein: &amp;#039;&amp;#039;Prager, Norbert.&amp;#039;&amp;#039; In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Stadtlexikon Hannover]]. Von den Anfängen bis in die Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 507 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Der in Polen geborene Norbert Prager war verheiratet mit der Nichtjüdin&amp;lt;ref name=&amp;quot;SLH&amp;quot; /&amp;gt; Frieda (* 17. März 1900; † 30. Oktober 1980).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Foto Frieda&amp;quot;&amp;gt;siehe [[:Datei:Grabstein Norbert Prager Frieda Jüdischer Friedhof an der Strangriede Hannover II.jpg|&amp;#039;&amp;#039;dieses&amp;#039;&amp;#039;]] Foto des gemeinsamen Grabmals auf dem Jüdischen Friedhof An der Strangriede&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werdegang ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Norbert Prager Frieda Jüdischer Friedhof an der Strangriede Hannover.jpg|miniatur|Grabmal von Norbert Prager und Frieda; [[Jüdischer Friedhof An der Strangriede]]]]&lt;br /&gt;
Norbert Prager sprach [[Polnische Sprache|Polnisch]], [[Jiddisch]], [[Russische Sprache|Russisch]] und [[Deutsche Sprache|Deutsch]] und erhielt seine religiöse Ausbildung in Polen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HBL&amp;quot;&amp;gt;Waldemar R. Röhrbein: &amp;#039;&amp;#039;PRAGER, Norbert.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Hannoversches Biographisches Lexikon]]&amp;#039;&amp;#039;, S. 289 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 kam Prager nach [[Deutschland]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;HBL&amp;quot; /&amp;gt; und war laut dem [[Adressbuch der Stadt Hannover]] seit 1928 als Gold- und Silberwarenhändler in der Stadt ansässig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SLH&amp;quot; /&amp;gt; Er engagierte sich in der örtlichen jüdischen Gemeinde&amp;lt;ref name=&amp;quot;HBL&amp;quot; /&amp;gt; und war – obwohl sogenannter „[[Ostjude]]“ – vollständig in der [[Neue Synagoge (Hannover)|Synagogen-Gemeinde]] sowie das von den hannoverschen Juden bestimmte religiöse und gesellschaftliche Leben integriert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SLH&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3./4. September 1941 wurde Prager in das Haus [[Herschelstraße 31 (Hannover)|Herschelstraße 31]] eingewiesen, das im Rahmen der von [[Gauleiter]] [[Hartmann Lauterbacher]] angeordneten [[Aktion Lauterbacher]] zu einem der 16 „[[Judenhaus|Judenhäuser]]“ in Hannover bestimmt worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Schulze: &amp;#039;&amp;#039;Aktion Lauterbacher.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Stadtlexikon Hannover&amp;#039;&amp;#039;, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraufhin wurde er in das [[Konzentrationslager Buchenwald]] [[Deportation von Juden aus Deutschland|deportiert]], nach kurzer Zeit aber wieder von dort entlassen, da er mit einer nichtjüdischen Frau verheiratet war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SLH&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Befreiung vom Nationalsozialismus]] blieb Prager bewusst in Hannover, um – mit Genehmigung der britischen Militärregierung im August 1945 – erneut eine [[jüdische Gemeinde]] aufzubauen. Schon am 8. September des Jahres hielt Norbert Prager den ersten Gottesdienst in Hannover ab und wurde noch im Dezember desselben Jahres zum Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde gewählt. Zugleich hatte sich 1945 jedoch eine zweite Gemeinde in Hannover aus dem [[Jewish Committee]] gegründet, die den Vorhaben von Prager ablehnend gegenüberstanden. Erst, nachdem Pragers eigene Gemeinde 1954 in das [[Vereinsregister]] eingetragen worden war (heute ist die Gemeinde eine [[Körperschaft des öffentlichen Rechts (Deutschland)|Körperschaft des öffentlichen Rechts]]), fand er sich bereit, Mitglieder der zweiten Gemeinde in seiner eigenen aufzunehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SLH&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Vater der jüdischen Gemeinde“ sah Prager diese in der Fortführung der ehemaligen Gemeinde der während der [[Reichspogromnacht]] zerstörten [[Neue Synagoge (Hannover)|Neuen Synagoge]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SLH&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Amt des Gemeinde-Vorstehers nahm Norbert Prager auch die Ämter des [[Seelsorger]]s sowie des [[Chasan (Kantor)|Vorbeters]] wahr. In Hannover [[Weihe (Religion)|weihte]] er&amp;lt;ref name=&amp;quot;HBL&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1953 das jüdische [[Altersheim]] in der Haeckelstraße,&amp;lt;ref name=&amp;quot;HBL&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1960 die neue Friedhofshalle auf dem [[Jüdischer Friedhof Bothfeld|Jüdischen Friedhof Bothfeld]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;HBL&amp;quot; /&amp;gt;, und&lt;br /&gt;
* am 9. November 1963 die neue Synagoge in der Haeckelstraße.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HBL&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Norbert Prager war Mitgründer und auch Vorsitzender des [[Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen|Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen]] und Mitglied im [[Zentralrat der Juden in Deutschland]]. Er gehörte außerdem zu den [[Führung (Sozialwissenschaften)|Initiatoren]] der Gesellschaft für Brüderlichkeit (heutiger Name: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit).&amp;lt;ref name=&amp;quot;HBL&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Norbert Prager und seine Ehefrau Frieda wurden begraben auf dem [[Jüdischer Friedhof An der Strangriede|Jüdischen Friedhof An der Strangriede]] im Stadtteil [[Hannover-Nordstadt|Nordstadt]] von Hannover.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Foto Frieda&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Als [[Deutscher]] jüdischen Glaubens strebte Norbert Prager mit [[Menschlichkeit]] und [[Toleranz]] eine [[Aussöhnung]] mit den Deutschen an. Er wurde ausgezeichnet mit dem Großen Verdienstkreuz des [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;HBL&amp;quot;/&amp;gt; sowie dem Großen Verdienstkreuz des [[Niedersächsischer Verdienstorden|Niedersächsischen Verdienstordens]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;HBL&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leben und Schicksal. Zur Einweihung der Synagoge in Hannover&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von der Landeshauptstadt Hannover, Presseamt, in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Hannover e.V., (o.&amp;amp;nbsp;O., o.&amp;amp;nbsp;J.) [Hannover 1963], S. 41–47&lt;br /&gt;
* Anke Quast: &amp;#039;&amp;#039;Jewish Committee und Jüdische Gemeinde in Hannover.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Herbert Obenaus]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Im Schatten des Holocaust. Jüdisches Leben in Niedersachsen nach 1945&amp;#039;&amp;#039; / hrsg. vom Arbeitskreis Geschichte des Landes Niedersachsen (nach 1945), Hannover: Hahn, 1997, ISBN 3-7752-5840-X, S. 55–74, in den Reihen:&lt;br /&gt;
** Historische Kommission für Niedersachsen und Bremen: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen&amp;#039;&amp;#039;; Bd. 38&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Untersuchungen zur Geschichte Niedersachsens nach 1945&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 12&lt;br /&gt;
** Arbeitskreis Geschichte des Landes Niedersachsen (nach 1945): &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Arbeitskreises Geschichte des Landes Niedersachsen (nach 1945)&amp;#039;&amp;#039;, [Bd. 12]&lt;br /&gt;
* Anke Quast: Suchbegriff [https://books.google.de/books?id=jGZfUizEJzcC&amp;amp;pg=PA207&amp;amp;lpg=PA207&amp;amp;dq=norbert+prager+zentralrat+der+juden+in+deutschland&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=9UuVyG3QnR&amp;amp;sig=hrK3SlUQELoNHqM2wRWF95hVZEk&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=_o39T9q1PMzZ4QSd5ZHgBg#v=snippet&amp;amp;q=prager&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Prager&amp;#039;&amp;#039;] (passim, über [[Google-Bücher]]), in: &amp;#039;&amp;#039;Nach der Befreiung. Jüdische Gemeinden in Niedersachsen seit 1945. Das Beispiel Hannover&amp;#039;&amp;#039;, zugleich [[Dissertation]] an der Universität Hannover, 1999, in der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Arbeitskreis Geschichte des Landes Niedersachsen (nach 1945): Veröffentlichungen des Arbeitskreises Geschichte des Landes Niedersachsen (nach 1945)&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 17&lt;br /&gt;
* [[Waldemar R. Röhrbein]]: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Persönlichkeiten in Hannover Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Hannover: Lutherisches Verlags-Haus, 1998, ISBN 3-7859-0758-3, S. 59–62&lt;br /&gt;
* Waldemar R. Röhrbein: &amp;#039;&amp;#039;PRAGER, Norbert.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Hannoversches Biographisches Lexikon]]&amp;#039;&amp;#039;, S. 289 f.&lt;br /&gt;
* Waldemar R. Röhrbein: &amp;#039;&amp;#039;Prager, Norbert.&amp;#039;&amp;#039; In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Stadtlexikon Hannover]]. Von den Anfängen bis in die Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 507 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1035111438|VIAF=301903385}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Prager, Norbert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Überlebender des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Hannover)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Hannover)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Verdienstkreuzes des Niedersächsischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1965]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Geburts- oder Sterbeort unbekannt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Prager, Norbert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kaufmann und Vorsteher der Jüdischen Gemeinde in Hannover&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Januar 1891&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dobrzyń]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Juni 1965&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hannover]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
	</entry>
</feed>