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	<title>Norbert Geis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Norbert_Geis&amp;diff=92778&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BrunoBoehmler: /* Publizistische Tätigkeiten */ Namens-, Werks- oder Zitatauszeichnungen korrigiert</title>
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		<updated>2026-03-18T20:34:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Publizistische Tätigkeiten: &lt;/span&gt; Namens-, Werks- oder Zitatauszeichnungen korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Norbert Geis 2012.jpg|mini|Norbert Geis (2012)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Norbert Geis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Januar]] [[1939]] in [[Großwallstadt]]) ist ein deutscher [[Politiker]] ([[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]]). Er war von 1987 bis 2013 [[Mitglied des Deutschen Bundestages]] und aktiv in der [[Europa-Union Parlamentariergruppe Deutscher Bundestag]]. Geis erregte durch seine dezidiert [[Römisch-katholische Kirche|katholisch]]-[[Konservatismus|konservativen]] Positionen Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und Beruf ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Abitur]] am [[Kronberg-Gymnasium Aschaffenburg|Humanistischen Gymnasium Aschaffenburg]] absolvierte Geis ein Studium der [[Philosophie]], der [[Theologie]] und der [[Rechtswissenschaft]]en an der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]] und der [[Julius-Maximilians-Universität Würzburg|Universität Würzburg]], welches er 1966 mit dem ersten juristischen [[Staatsexamen]] beendete. Das anschließende [[Referendariat]] schloss er 1969 mit der Großen Juristischen Staatsprüfung ab. Danach war er kurzfristig als wissenschaftlicher Assistent beim [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] tätig. Seit 1970 ist er selbständiger [[Rechtsanwalt]] in Aschaffenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Partei und Abgeordnetentätigkeit ===&lt;br /&gt;
1967 wurde Geis Mitglied der [[Junge Union|Jungen Union]] und der CSU. Von 1971 bis zur Gebietsreform 1972 war Geis [[Bürgermeister]] von Edelbach, das im Zuge dieser Gebietsreform eine [[Gemarkung]] der Gemeinde Kleinkahl wurde. Von 1972 bis 2007 war er langjähriger Vorsitzender des CSU-Kreisverbandes Aschaffenburg und ist seit 2007 Ehrenvorsitzender des CSU-Kreisverbandes Aschaffenburg-Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1972 bis 1978 gehörte Geis dem [[Gemeinderat (Deutschland)|Gemeinderat]] von [[Kleinkahl]] an. Seit 1972 ist er Mitglied des [[Kreistag]]es des [[Landkreis Aschaffenburg|Landkreises Aschaffenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die [[Unterfranken|unterfränkische]] Wahlkreisliste rückte er 1981 in den [[Bayerischer Landtag|Bayerischen Landtag]] nach, dem er bis 1986 angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1987 bis 2013 war Geis [[Mitglied des Deutschen Bundestages]]. Hier war er von 1990 bis 2002 Vorsitzender der Arbeitsgruppe &amp;#039;&amp;#039;Recht&amp;#039;&amp;#039; der [[CDU/CSU-Bundestagsfraktion]]. Zuletzt gehörte er dem [[Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend]] an (17. Wahlperiode). Er war Mitbegründer des [[Kardinal-Höffner-Kreis]]es, einem Zusammenschluss von christlichen Abgeordneten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Norbert Geis ist stets als direkt gewählter Abgeordneter des [[Bundestagswahlkreis Aschaffenburg|Bundestagswahlkreises Aschaffenburg]] in den Deutschen Bundestag eingezogen. Bei der [[Bundestagswahl 2009]] erreichte er hier 42,8 % der [[Erststimme]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geis wollte auch 2013 als Direktkandidat für den Bundestag kandidieren, unterlag jedoch im Oktober 2012 bei der parteiinternen Kandidatenwahl seiner Konkurrentin [[Andrea Lindholz]] in der Stichwahl mit 71 zu 87 Stimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://www.main-echo.de/regional/stadt-kreis-aschaffenburg/art11846,2303163|title=Bundestag – Das Ende der Ära Geis|publisher=Main-Echo|date=2012-10-03|accessdate=2017-08-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Ausscheiden aus dem Bundestag wurde von Teilen der politischen Gegner sowie der Medien begrüßt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://www.main-echo.de/regional/stadt-kreis-aschaffenburg/art11846,2305133|title=»Ein Reaktionär« – Grünen-Politiker begrüßt Geis’ Scheitern|publisher=Main-Echo|date=2012-10-04|accessdate=2017-08-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/csu-politiker-norbert-geis-abschied-eines-besserwissers-1.1487773|title=Abschied eines Besserwissers|publisher=Süddeutsche Zeitung|date=2012-10-05|accessdate=2017-08-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Grünen-Politiker [[Volker Beck]] schrieb in der SZ, Geis’ schrille und oft menschenverachtende Thesen ließen „seine Gegner dabei meist als Inkarnation des gesunden Menschenverstandes erscheinen. Insofern verdanke ich ihm objektiv viel. Als Gegner wird er mir fehlen.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Volker Beck]] |Titel=„Als Gegner wird er mir fehlen“. Eine schonungslose Würdigung |Sammelwerk=sueddeutsche.de |Datum=2012 |ISSN=0174-4917 |Online=https://www.sueddeutsche.de/politik/volker-beck-zum-abschied-von-csu-hardliner-norbert-geis-als-gegner-wird-er-mir-fehlen-1.1487970 |Abruf=2018-11-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Publizistische Tätigkeiten ===&lt;br /&gt;
2006 unterzeichnete er den von der Wochenzeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Junge Freiheit]]&amp;#039;&amp;#039; inszenierten „Appell für die Pressefreiheit“ gegen den Ausschluss der &amp;#039;&amp;#039;Jungen Freiheit&amp;#039;&amp;#039; von der [[Leipziger Buchmesse]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=nz |url=http://www.netzeitung.de/nachrichten_archiv/381288_564_Prominente_setzen_sich_fuer_Junge_Freiheit_ein.html |titel=&amp;#039;&amp;#039;Prominente setzen sich für „Junge Freiheit“ ein.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140113201034/http://www.netzeitung.de/nachrichten_archiv/381288_564_Prominente_setzen_sich_fuer_Junge_Freiheit_ein.html |archiv-datum=2014-01-13 |abruf=2013-01-02 |kommentar=in &amp;#039;&amp;#039;[[Netzeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 7. Februar 2006}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Norbert Geis ist regelmäßiger Kolumnist der Zeitung.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Gessenharter: &amp;#039;&amp;#039;Strategien und Einflusssphären der ‚Neuen Rechten‘.&amp;#039;&amp;#039; In: Mechtild Gomolla, Ellen Kollender, Marlene Menk (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rassismus und Rechtsextremismus in Deutschland. Figurationen und Interventionen in Gesellschaft und staatlichen Institutionen.&amp;#039;&amp;#039; Beltz Juventa, Weinheim 2018, S. 52&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstiges Engagement ===&lt;br /&gt;
Geis ist Mitglied im Kuratorium des [[Forum Deutscher Katholiken|Forums Deutscher Katholiken]] sowie im Vorstand von [[Kirche in Not]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geis ist Präsident des Vereins „Rhein-Donau-Stiftung“, die dem [[Opus Dei]] nahesteht. Diese Nebentätigkeit hatte Geis, entgegen den Bestimmungen, beim Bundestag nach eigenen Angaben „aus Versehen“ zunächst nicht angegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://www.spiegel.de/politik/deutschland/wieczorek-zeul-ahnungslos-entwicklungshilfe-fuer-opus-dei-a-588096.html|title=Entwicklungshilfe für Opus Dei|publisher=Spiegel Online|date=2008-11-04|accessdate=2017-08-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://taz.de/Bundestagsabgeordnete/!5163666/|title=Trend zum heimlichen Nebenjob|publisher=taz.de|date=2009-05-04|accessdate=2017-08-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Privates ===&lt;br /&gt;
Norbert Geis ist verheiratet und hat vier Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
=== Innenpolitik und Partei ===&lt;br /&gt;
1993 erregte Norbert Geis Aufsehen, als er einen Deutschland-Auftritt von [[Madonna (Künstlerin)|Madonna]] im Rahmen ihrer &amp;#039;&amp;#039;The-Girlie-Show&amp;#039;&amp;#039;-Tournee verbieten lassen wollte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/2013/27/ausscheider-bundestag &amp;#039;&amp;#039;Raus und vorbei&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 27/2013&amp;lt;/ref&amp;gt; 2002 verteidigte Geis in der [[Hr-fernsehen|hr]]-Fernsehsendung &amp;#039;&amp;#039;Vorsicht! Friedman&amp;#039;&amp;#039; gegenüber [[Michel Friedman]] einen Wahlkampfspruch [[Edmund Stoiber]]s aus dem Jahr 1988 von der „durchrassten Gesellschaft“ und zog damit Kritik auf sich.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/wahlkampf-wirbel-um-geis-gerede-von-durchrasster-gesellschaft-149596.html &amp;#039;&amp;#039;Wirbel um Geis’ Gerede von „durchrasster Gesellschaft“&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]]&amp;#039;&amp;#039;, 6. Februar 2002&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er wandte sich 2003 gegen den Parteiausschluss des CDU-Abgeordneten [[Martin Hohmann]], da dessen umstrittene Rede missverstanden worden und Hohmann kein [[Judenfeindlichkeit|Antisemit]] sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/fraktionsausschlussverfahren-geis-nimmt-hohmann-in-schutz-1127885.html|title=Geis nimmt Hohmann in Schutz|publisher=Frankfurter Allgemeine Zeitung|date=2003-11-12|accessdate=2017-08-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 2006 schlug Geis vor, sogenannte „Rail-Marshalls“ (bewaffnete [[Schaffner (Beruf)|Zugbegleiter]]) zur Abwehr von Terroranschlägen auf den Bahnverkehr einzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://rp-online.de/politik/deutschland/rail-marshalls-und-mehr-ueberwachungskameras-gefordert_aid-8883731|title=&amp;quot;Rail-Marshalls&amp;quot; und mehr Überwachungskameras gefordert|publisher=Rheinische Post|date=2006-08-21|accessdate=2017-08-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juli 2007 befürwortete er in einem Interview die „gezielte Tötung von potenziellen Aggressoren“ als [[Kriminalprävention|Präventivmaßnahme]] sowie die [[Sicherungsverwahrung]] von „Gefährdern“ ohne Prozess.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://www.deutschlandfunk.de/geis-haelt-freiheitsentzug-ohne-prozess-fuer-gerechtfertigt.694.de.html?dram:article_id=64694|title=Geis hält Freiheitsentzug ohne Prozess für gerechtfertigt|publisher=Deutschlandfunk|date=2007-07-09|accessdate=2017-08-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im November 2010 sprach sich Geis dafür aus, terroristische [[Gefährder]] vorsorglich in Gewahrsam zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |werk=[[n-tv]] |url=https://www.n-tv.de/politik/Gefaehrder-sollen-in-Haft-article1973186.html |titel=„Gefährder“ sollen in Haft |datum=2010-11-20 |abruf=2010-11-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2009&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2009/koalition-will-kriegsverraeter-rehabilitieren/|title=Koalition will Kriegsverräter rehabilitieren|publisher=Junge Freiheit|date=2009-07-02|accessdate=2017-08-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; blockierte Geis als Berichterstatter der Unionsfraktion die generelle Rehabilitierung für [[Kriegsverrat im Nationalsozialismus]]. Im Mai 2007 hielt er in dieser Funktion die Rede zum Antrag der Linksfraktion, mit dem Titel „Pauschale Aufhebung von Urteilen, die auf Kriegsverrat gestützt sind, abzulehnen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://www.csu-landesgruppe.de/themen/recht/pauschale-aufhebung-von-urteilen-die-auf-kriegsverrat-gestuetzt-sind-abzulehnen|title=Pauschale Aufhebung von Urteilen, die auf Kriegsverrat gestützt sind, abzulehnen|publisher=CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag|date=2007-05-10|accessdate=2017-08-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehe und Familie ===&lt;br /&gt;
1995 lehnte Geis einen von der damaligen Justizministerin [[Sabine Leutheusser-Schnarrenberger]] vorbereiteten Gesetzesentwurf zur Strafbarkeit der [[Vergewaltigung]] in der Ehe ab. Geis argumentierte, dass es einen Unterschied mache, ob der Ehemann Täter ist oder ein Fremder oder auch der nichteheliche Lebensgefährte, da in der Ehe eine „besondere Nähe“ existiere. Der Ehefrau solle deshalb ein „Widerspruchsrecht“ und die Möglichkeit eingeräumt werden, „aus dem Strafverfahren wieder herauszukommen“ und den Ehemann vor weiterer Strafverfolgung zu schützen. Das Widerspruchsrecht sah Geis als eine „Chance, die Ehe zu retten“, auch im Fall, wenn der Täter sein Opfer zwingt, davon Gebrauch zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.berliner-zeitung.de/streit-um-die-strafbarkeit-von-vergewaltigung-in-der-ehe-kann-noch-lange-dauern-die-herrenriege-stellt-sich-quer-17618444 &amp;#039;&amp;#039;Streit um die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe kann noch lange dauern&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 20. März 1995&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kommentare und Berichte&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Blätter für deutsche und internationale Politik&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S. 787.&amp;lt;/ref&amp;gt; Geis hatte bereits 1991 ein Gesetz gegen Vergewaltigung in der Ehe für unpraktikabel und systemwidrig erklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=13490882 |Titel=Körperlich wirksam |Jahr=1991 |Nr=49 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geis sprach sich 2002 gegen das [[Lebenspartnerschaftsgesetz]] aus, da er eine rechtliche Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ablehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Von Abartigkeiten und Widernatürlichem oder: Was der CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis über Homosexuelle denkt&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Rundschau]]&amp;#039;&amp;#039;, 6. Februar 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2009 unterzeichnete Geis die Erklärung „[[Marburger Erklärung (2009)|Für Freiheit und Selbstbestimmung – gegen totalitäre Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände]]“ im Konflikt um den [[Internationaler Kongress für Psychiatrie und Seelsorge|6. Internationalen Kongresses für Psychiatrie und Seelsorge]] in Marburg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://www.medrum.de/?q=node/2450|title=&amp;quot;Für Freiheit und Selbstbestimmung&amp;quot;|publisher=Medrum Christliches Informationsforum|accessdate=2017-08-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Februar 2013 erklärte das [[Bundesverfassungsgericht]] bisher bestehende Einschränkungen beim [[Adoption]]srecht für homosexuelle Lebenspartner (die sog. Sukzessivadoption) für verfassungswidrig. Demnach dürfen nun Homosexuelle, die in einer eingetragenen Partnerschaft leben, künftig ein von ihrem Partner zuvor angenommenes Kind adoptieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://www.spiegel.de/panorama/bundesverfassungsgericht-staerkt-adoptionsrecht-homosexueller-a-884190.html|title=Bundesverfassungsgericht stärkt Adoptionsrecht Homosexueller|publisher=Spiegel Online|date=2013-02-19|accessdate=2017-08-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Geis kritisierte dieses Urteil scharf. Das Gericht sei „auf dem Holzweg“, homosexuelle Eltern seien „nicht naturgemäß“ und das Urteil gehe „an der Wirklichkeit vorbei“. Weder könne das Bundesverfassungsgericht die Ehe „einfach wegrichtern“ noch das Parlament sie „einfach egalisieren“. In der Frage der Ehe sei die Natur zu beachten. Dem Bundesverfassungsgericht gehe es mittlerweile nicht mehr um das Wohl des Kindes, sondern nur noch darum, gleichgeschlechtliche Partnerschaften der Ehe gleichzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/das-verfassungsgericht-ist-auf-dem-holzweg-csu-politiker-homo-eltern-sind-nicht-naturgemaess_aid_923469.html &amp;#039;&amp;#039;„Verfassungsgericht auf Holzweg“CSU-Politiker: Homo-Eltern sind „nicht naturgemäß“&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Focus]]&amp;#039;&amp;#039;, 20. Februar 2013. Abgerufen am 23. Februar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 2012 riet er dem Bundespräsidentenkandidaten [[Joachim Gauck]], „seine Lebensverhältnisse zu ordnen“ und seine langjährige Partnerin [[Daniela Schadt]] zu heiraten. Schließlich sei es „nicht ganz gewöhnlich, dass jemand nicht geschieden ist und schon seit sehr langer Zeit mit einer Freundin zusammenlebt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.main-netz.de/nachrichten/politik/politik-kurz/kurzberichtet01/art20492,2001775 &amp;#039;&amp;#039;Verheirateter Gauck mit Freundin – Geis fordert »geordnete Verhältnisse«&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Main-Echo]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. Februar 2012. Abgerufen am 22. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gauck ist seit 1959 verheiratet, lebt jedoch seit 1991 getrennt von seiner Ehefrau. Für seine Bemerkungen wurde Geis von Politikern aus Opposition und Koalition sowie in den Medien kritisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/politik/neuer-bundespraesident-politiker-streiten-ueber-gaucks-wilde-ehe-1.1289861 &amp;#039;&amp;#039;Politiker streiten über Gaucks „wilde Ehe“&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 21. Februar 2012. Abgerufen am 21. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,816585,00.html &amp;#039;&amp;#039;„CSU-Politiker empfiehlt Gauck zu heiraten“&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 21. Februar 2012. Abgerufen am 21. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Willkommen-im-21-Jahrhundert-article5563911.html &amp;#039;&amp;#039;Gauck und seine „wilde Ehe“ Willkommen im 21. Jahrhundert!&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[n-tv]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. Februar 2012. Abgerufen am 22. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religionspolitik ===&lt;br /&gt;
Am 2. Mai 2012 erklärte Geis in der Talkshow [[Anne Will (Fernsehsendung)|Anne Will]], dass „gottlose Menschen“ als „Tätervolk“ im Rahmen der Menschheitsverbrechen im 20. Jahrhundert bezeichnet werden können. Dafür wurde er von dem anwesenden [[Volker Beck]] kritisiert. [[Frieder Otto Wolf]] erstattete Strafanzeige wegen [[Volksverhetzung]], da er die Behauptung als „erheblichen Angriff auf die Würde aller Menschen ohne Gottesglauben“ bewertete. Ebenfalls Strafanzeige erstattete Michael Bauer, Vorstand des Humanistischen Verbandes Bayern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.diesseits.de/perspektiven/saekulare-gesellschaft/aktualisiert-weitere-strafanzeige-wegen-volksverhetzung-gegen-cs |hrsg=diesseits.de |titel=Weitere Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen CSU-Politiker Norbert Geis |abruf=2012-05-21 |datum=2012-05-15 |autor=Thomas Hummitsch}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geis hält es für vereinbar, im Biologieunterricht sowohl den Schöpfungsglauben als auch die [[Evolutionstheorie]] zu lehren. Er konkretisiert seine Vorstellung wie folgt: „Es muss allerdings ein vernünftiger Zusammenhang hergestellt werden.“ In einigen Medien wurde dies als Unterstützung des [[Kreationismus]] im Schulunterricht aufgefasst.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/politik/article1006014/CSU-Politiker-unterstuetzt-Wolffs-Bio-Schoepfungslehre.html Kreationismus-CSU-Politiker unterstützt Wolffs Bio-Schöpfungslehre welt.de, 7. Juli 2007], abgerufen am 5. Juni 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2012 kritisierte er das Urteil des Landgerichts Köln zur [[Zirkumzision#Beschneidungskritik in der Gegenwart|religiös motivierten Beschneidung von Jungen]]. Beschneidungen aus religiösen Gründen sollten nach seiner Ansicht in Deutschland weiterhin möglich bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/nach-koelner-urteil-csu-politiker-setzt-sich-fuer-beschneidung-ein/6851674.html handelsblatt.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das von Justizministerin [[Sabine Leutheusser-Schnarrenberger]] vorgelegte Eckpunktepapier, nach dem Beschneidungen weiterhin erlaubt sein sollen, begrüßte er. Eine Beschneidung sei laut Geis „nicht so ein schwerer Eingriff“ und könne deshalb auch von einem geschulten Nicht-Mediziner vorgenommen werden, jedoch müsse die Frage der [[Betäubung]] noch geklärt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/beschneidung-fachpolitiker-im-bundestag-lehnen-eckpunkte-ab-11908331.html &amp;#039;&amp;#039;Beschneidung. Fachpolitiker im Bundestag lehnen Eckpunkte ab &amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 29. September 2012. Abgerufen am 29. September 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufbau von Internetsperren ===&lt;br /&gt;
Geis setzt sich für den Aufbau von [[Sperrungen von Internetinhalten in Deutschland|Internetsperren in Deutschland]] ein. Ziel der technischen Zensurmaßnahmen soll es sein, Pornographie generell in Deutschland im Internet zu sperren. Erst durch einen schriftlichen Antrag beim Provider sollen Pornoinhalte wieder zugänglich sein, Zugang soll durch persönliche Anmeldung erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt-118728744&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/politik/deutschland/article118728744/Jugendschuetzer-will-Pornosperre-fuer-Deutschland.html |titel=Internet: Jugendschützer will Pornosperre für Deutschland |autor=Ulrich Clauß |werk=[[Die Welt#Online-Ausgabe|welt.de]] |datum=2013-08-06 |abruf=2018-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Norbert Geis ist Träger des [[Bayerischer Verdienstorden|Bayerischen Verdienstordens]] und des [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland]] am Bande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. Februar 2008 erhielt Norbert Geis aus der Hand des Würzburger Bischofs [[Friedhelm Hofmann]] den päpstlichen [[Gregoriusorden]] in Würdigung seines Einsatzes für die Wahrung christlicher Werte in der Gesetzgebung und für den Schutz ungeborener Kinder in den Auseinandersetzungen um die Abtreibungsgesetzgebung und die Forschung mit embryonalen Stammzellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.bistum-wuerzburg.de/bwo/dcms/sites/bistum/information/medien/pressestelle/nachrichten/index.html?f_action=show&amp;amp;f_newsitem_id=20279 |wayback=20120831105833 |text=&amp;#039;&amp;#039;Katholischen Glauben öffentlich bekannt&amp;#039;&amp;#039;.}} Pressestelle Ordinariat Würzburg&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* mit [[Mechthild Löhr]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Homo-Ehe. Nein zum Ja-Wort aus christlicher Sicht.&amp;#039;&amp;#039; Bernardus-Verlag Langwaden, Grevenbroich 2001, ISBN 3-934551-34-3.&lt;br /&gt;
* mit Albrecht Immanuel Herzog &amp;amp; [[Klaus Motschmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Zukunft der Demokratie und die Christen. Referate der Jahrestagung „Die Wende e.&amp;amp;nbsp;V. 2002“.&amp;#039;&amp;#039; Die Wende, Wendelstein 2002, ISBN 3-00-013496-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.rechtsanwalt-geis.de/de/index.html Website von Norbert Geis]&lt;br /&gt;
* {{Biographie beim Deutschen Bundestag|Norbert Geis}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.bayernkurier.de/zeitung/artikel/ansicht/9945-eine-hohe-auszeichnung.html |archive-is=20130813141028 |text=Eine hohe Auszeichnung}}. In: [[Bayernkurier]] 32 (2013).&lt;br /&gt;
* {{Abgeordnetenwatch|norbert_geis-575-37585}}&lt;br /&gt;
* {{cducsu.de|Norbert Geis}}&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,588096,00.html Artikel über Entwicklungshilfe für die Rhein-Donau-Stiftung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=13148205X|VIAF=311423827}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Geis, Norbert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CSU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Gregoriusordens (Ausprägung unbekannt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kleinkahl]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Landkreis Aschaffenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1939]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kirche in Not)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Rechtsausschusses (Deutscher Bundestag)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Geis, Norbert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CSU), MdL und MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Januar 1939&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Großwallstadt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BrunoBoehmler</name></author>
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