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	<title>Nootropikum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T12:39:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nootropikum&amp;diff=1281060&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-61790-3: /* Begriffsbestimmung */ &quot;auf Geist&quot; gelöscht</title>
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		<updated>2025-09-15T17:32:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Begriffsbestimmung: &lt;/span&gt; &amp;quot;auf Geist&amp;quot; gelöscht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nootropikum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|νόος|de=Verstand}}, {{lang|grc|τρόπος|de=Art und Weise}}) ist ein unscharf definierter Begriff, der sowohl in der [[Pharmakologie]] als auch in anderen Bereichen wie [[Komplementärmedizin]], [[Wellness]] und [[Anti-Aging]] Anwendung findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weitesten Sinne handelt es sich um [[Arzneimittel]], [[Nahrungsergänzungsmittel]] oder andere Substanzen, denen eine vorteilhafte Wirkung auf das [[zentrales Nervensystem|zentrale Nervensystem]] zugesprochen wird. Sie werden auch als „Gehirndoping-Mittel“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.dak.de/content/filesopen/Gesundheitsreport_2009.pdf | wayback=20110626210126 | text=DAK Gesundheitsreport 2009, Schwerpunktthema: Doping am Arbeitsplatz}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder „intelligente Drogen“ ({{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;smart drugs&amp;#039;&amp;#039;}}) bezeichnet. Im engeren und wissenschaftlich-[[Pharmakologie|pharmakologischen]] Sinne sind unter anderem Arzneimittel gemeint, die als [[Antidementivum|Antidementiva]] für die Behandlung einer [[Demenz]] zugelassen sind oder gerade erprobt werden. So z.&amp;amp;nbsp;B. auch die Antidementiva [[Huperzin A]] und [[Piracetam]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es entwickelt sich zunehmend ein Markt um Nootropika. Abnahme finden unter anderem Substanzen ohne einstweilige Zulassung und solche ohne nachgewiesene Wirkung oder Langzeitstudien zu Nebenwirkungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Sammelwerk=[[The Guardian]] |Online=[https://www.theguardian.com/science/2014/oct/24/smart-drugs-seizure-rising-sales-sunifiram theguardian.com] |Titel=£200,000 ‘smart’ drugs seizure prompts alarm over rising UK sales |Abruf=2014-10-24 |Sprache=en }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsbestimmung ==&lt;br /&gt;
Das Wort „Nootropikum“ wurde im Jahre 1972 vom rumänischen Arzt [[Corneliu E. Giurgea]] (1923–1995) geprägt. Giurgea war im Jahr 1964 an der Synthetisierung des Stoffes [[Piracetam]] beteiligt, das mittlerweile zu den bekanntesten Nootropika zählt. Er wählte den Begriff in lexikalischer Analogie zur Bezeichnung [[Psychotrope Substanz|Psychotropikum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giurgea war als Professor für [[Neurophysiologie]] an der medizinischen Fakultät in Bukarest tätig und wurde in Belgien im Jahr 1963 Leiter der Abteilung für [[Neuropharmakologie]] des Unternehmens [[UCB (Unternehmen)|UCB]].&amp;lt;ref name=unamur&amp;gt;{{Literatur | Autor=Doru Georg Margineanu | Titel=A Weird Concept with Unusual Fate: Nootropic Drug | Sammelwerk=[[Revue des Questions Scientifiques]] | Band=182 | Nummer=1 | Jahr=2011 | Seiten=33–52 | DOI= | Online=[https://www.unamur.be/sciences/philosoc/revueqs/textes-en-ligne/RQS_182_1et2Nootropic.pdf PDF] | Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Giurgea sind unter Nootropika Medikamente zu verstehen, die die wesentlichen Merkmale von Piracetam teilten, und zwar:&amp;lt;ref name=unamur /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Eine direkte Aktivierung der integrativen Aktivitäten des Gehirns, die eine unmittelbare positive Wirkung vermitteln.&lt;br /&gt;
# Diese Aktivierung sollte selektiv das [[Großhirn|Telencephalon]] betreffen und sich nicht in anderen Gehirnebenen manifestieren.&lt;br /&gt;
# Um so eine wiederherstellende Wirkung auf Probleme der höheren Hirnaktivität auszuüben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Definition erweiterte er in den folgenden Jahren um weitere Kriterien. Um als Nootropikum zu gelten, sollte eine Substanz:&amp;lt;ref name=unamur /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Lernen und Gedächtnis verbessern.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
5. Die Widerstandsfähigkeit von erlernten Verhaltensweisen/Erinnerungen gegen die Bedingungen, die sie zu stören neigen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Elektrokonvulsionstherapie|Elektroschocks]] und [[Hypoxie (Medizin)|Hypoxie]]), erhöhen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
6. Das Gehirn gegen verschiedene physikalische oder chemische Verletzungen (z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[Barbiturate]] oder [[Scopolamin]]) schützen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
7. Die Wirksamkeit der tonischen Kontrollmechanismen der Hirnrinde auf der subkortikalen Ebenen des Gehirns verbessern.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
8. Nicht über die übliche Pharmakologie von anderen psychoaktiven Medikamenten (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Sedierung]], motorische Stimulation) wirken.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
9. Das Medikament sollte nur sehr wenige Nebenwirkungen und extrem niedrige Toxizität aufweisen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgrenzung von „Gehirndoping-Mitteln“ und Antidementiva ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begriffe „Nootropikum“  und „cognitive Enhancer“, „Gehirndoping-Mittel“ oder Antidementiva werden bisweilen als äquivalent aufgefasst. Jedoch sollte eine Unterscheidung stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede nach den Kriterien Giurgeas nootropische Substanz kann tatsächlich die Kognition verbessern. Ein Stoff mit positiver kognitiver Wirkung ist nur dann ein Nootropikum im Sinne der Definition, wenn er auch neuroprotektive Wirkung hat und frei von Toxizität ist. Gehirn-Stimulanzien wie [[Amphetamin]] sind im engeren Sinne keine Nootropika, obwohl sie kognitive Verbesserung mit sich bringen können, da diese mit toxischen Wirkungen einhergehen können.&amp;lt;ref name=unamur /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersuchungen der Wirkungsweisen von Nootropika haben verschiedene pharmakologische Effekte offenbart; doch eine einzelne vorherrschende Art von Effekt, die die gesamte Wirkstoffklasse teilt, herrscht nicht vor.&amp;lt;ref name=ijp&amp;gt;{{Literatur | Autor= R. Balaraman, J. Shingala | Titel=Molecule of the Millenium | Sammelwerk=[[Indian Journal of Pharmacology]] | Band=34 | Nummer= | Jahr=2002 | Seiten=439-440 | DOI= | Online=[http://medind.nic.in/ibi/t02/i6/ibit02i6p439.pdf PDF] | Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Alle Fakten beeinflussen die [[cholinerge]] Funktion: Durch die Erhöhung der [[Cholin]]-Aufnahme wird die Produktion und der Umsatz von [[Acetylcholin]] gesteigert, was auf [[Muscarinischer Acetylcholinrezeptor|Muscarin-]] und [[Nikotinrezeptoren]] wirkt. Piracetam erhöht auch die Dichte der [[Acetylcholinrezeptor]]en des [[frontaler Kortex|frontalen Kortex]] um 30–40 %.&amp;lt;ref name=ijp /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Energiebereitstellung in Form von [[Adenosintriphosphat]] (ATP) ist entscheidend für das Überleben des Gehirns. Gehirnzellen müssen ihr eigenes ATP aus [[Glucose]] und [[Sauerstoff]] gewinnen und können ATP nicht aus anderen Zellen aufnehmen. Piracetam steigert die Aktivität des [[Adenylat-Kinase]]-Enzyms, das [[Adenosindiphosphat]] (ADP) in ATP und [[Adenosinmonophosphat]] (AMP) umwandelt. Dies verringert den Abfall der ATP-Konzentration im Gehirn unter Sauerstoffmangel und beschleunigt die Erholung von Hypoxie, ebenfalls bedingt durch die Verstärkung der oxidativen [[Glykolyse]].&amp;lt;ref name=ijp /&amp;gt; Piracetam erhöht weiterhin die Hirndurchblutung, den zerebralen Sauerstoffverbrauch, die Stoffwechselrate und den zerebralen [[Glukosemetabolismus]] bei chronisch eingeschränkter Funktion des menschlichen Gehirns.&amp;lt;ref name=ijp /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Wirkmechanismus ist eine Reduzierung der [[Thrombozytenaggregation]] und eine Verbesserung der zellulären Membranfluidität, vermutlich durch Einbindung von [[Phospholipide]]n in die Membran.&amp;lt;ref name=ijp /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vertreter ==&lt;br /&gt;
Nootropika werden pharmakologisch als eine Gruppe der [[Antidementiva]] eingeordnet. Therapeutisch als Nootropika verwendet wurden oder werden [[Meclofenoxat]], [[Nicergolin]], [[Piracetam]] und [[Pyritinol]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Mutschler: &amp;#039;&amp;#039;Arzneimittelwirkungen&amp;#039;&amp;#039;. 7. Auflage 1996, WVG Stuttgart, ISBN 3-8047-1377-7, S.&amp;amp;nbsp;172.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Rote Liste (Arzneimittel)|Rote Liste]] führt einige in Deutschland zugelassene Nootropika zusammen mit antidementiv wirksamen Stoffen in der Hauptgruppe 11 „Antidementiva (Nootropika)“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rote-liste.de/suche/hauptgruppe/11 www.rote-liste.de, Hauptgruppe 11], abgerufen am 25. Oktober 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Nootropika, die insbesondere auch als &amp;#039;&amp;#039;Smart Drugs&amp;#039;&amp;#039; bzw. [[Neuro-Enhancement|Neuroenhancer]] missbraucht werden, sind bspw. die in Russland zugelassenen Stoffe [[N-Phenylacetyl-L-prolylglycinethylester]] (&amp;#039;&amp;#039;Noopept&amp;#039;&amp;#039;) und [[Carphedon]] sowie (teilweise experimentelle) Wirkstoffe wie [[Oxiracetam]], [[Sunifiram]], [[Citicolin]] und [[Aniracetam]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Helga Blasius |url=https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2014/10/30/rekordfang-in-grossbritannien |titel=Rekordfang in Großbritannien |werk=deutsche-apotheker-zeitung.de |datum=2014-10-30 |abruf=2023-10-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirksamkeit ==&lt;br /&gt;
Die Wirksamkeit vieler &amp;lt;!-- wo? --&amp;gt;als Nootropika bezeichneter Substanzen ist umstritten. Am besten an größeren Kollektiven belegt ist die Wirkung von Antidementiva wie den [[Acetylcholinesterase]]&amp;amp;shy;hemmern [[Donepezil]], [[Rivastigmin]] und [[Galantamin]] sowie des [[NMDA-Rezeptor|NMDA]]-Antagonisten [[Memantin]]. Auch wenn diese Einschätzung nicht ganz unumstritten geblieben ist, werden diese Medikamente in [[Medizinische Leitlinie|Leitlinien]] zur Behandlung der meisten Demenz-Formen empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{AWMF|https://register.awmf.org/assets/guidelines/038-013l_S3-Demenzen-2016-07-abgelaufen.pdf| &amp;quot;Demenzen&amp;quot;|S3| |Januar 2016 (abgelaufen)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Studienergebnisse über die übrigen Substanzen sind widersprüchlich. Dies gilt vor allem für [[Ginkgo]], das 2004 eines am meisten verordneten Antidementiva war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alexander Kurz, B. Van Baelen |Titel=Ginkgo biloba compared with cholinesterase inhibitors in the treatment of dementia. A review based on meta-analyses by the cochrane collaboration |Sammelwerk=Dementia and Geriatric Cognitive Disorders |Band=18 |Nummer=2 |Datum=2004 |ISSN=1420-8008 |Seiten=217–226 |Kommentar=Epub, 28. Juni 2004 |PMID=15237280 |Sprache=en }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere Mittel gelten in der [[evidenzbasierte Medizin|evidenzbasierten Medizin]] zur Behandlung kognitiver Störungen im Rahmen der Demenz als unwirksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Neuro-Enhancement]]&lt;br /&gt;
* [[Bioenhancer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Nootropics|Nootropikum}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4202974-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arzneimittel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gedächtnis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-61790-3</name></author>
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