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	<title>Nomotheten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T15:04:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nomotheten&amp;diff=2553903&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tolanor: /* Literatur */ + 1, sozialhistorische Kat</title>
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		<updated>2024-12-13T23:32:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + 1, sozialhistorische Kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nomotheten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|νομοθέται|de=Gesetzgeber}}) wurden in der griechischen [[Antike]] allgemein Gesetzgeber, Antragsteller zu neuen oder zur Änderung bestehender Gesetze oder die gewählten Mitglieder einer Verfassungskommission im [[Athen]] des späten 5. oder frühen 4. Jahrhunderts v. Chr. genannt. In [[Cumae|Kyme]], [[Magnesia am Mäander]] und [[Korfu|Korkyra]] wurden sie als &amp;#039;&amp;#039;Nomographoi&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Im Athen des 7. und 6. Jahrhunderts v. Chr. waren es diejenigen, die das zuvor nur mündlich tradierte Gewohnheitsrecht aufschrieben. Es war in Attika vorher zu einem Kampf um die Aufzeichnung des geltenden Rechts gekommen, das bisher nur mündlich überliefert war und sich in den Händen der alteingesessenen Geschlechter befand, die dessen unveränderten Fortbestand unter Berufung auf seinen angeblich göttlichen Ursprung absichern wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übergang vom ursprünglichen Adelsstaat zur [[Timokratie|timokratischen]], das heißt vermögensbezogenen [[Hoplit]]enpolis und von dieser zu einer demokratisch gefärbten Staatsform – am Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr. etwa in Athen – war einerseits das Ergebnis sozialer Auseinandersetzungen im Inneren, andererseits von militärischen Notwendigkeiten, die dazu führten, immer weitere Kreise zum Waffendienst heranzuziehen. Wie später im [[Römische Republik|republikanischen Rom]], so bedingten sich in [[Hellas]] die Staatsverfassung und die Heeresordnung gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfängliche soziale Spannungen waren noch durch [[Griechische Kolonisation|Kolonisation]] gelindert worden. Trotzdem blieben die Spannungen in den griechischen Mutterstädten erhalten. Die drastischen Vermögensunterschiede, die Verschiedenheit der Einkunftsquellen, die rechtliche Absicherung der Armen, die Angst vor drohender Versklavung, der Kampf um die politischen Rechte der Besitzer von beweglichem Vermögen gegen die Landbesitzer – alles das drohte den staatlichen Zusammenhalt zu gefährden. Um die Auseinandersetzungen vor Gericht gerechter und kontrollierbar für die ärmeren Schichten zu machen, war als erster Schritt die schriftliche Fixierung der Rechtsprechung erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige dieser &amp;#039;&amp;#039;Gesetzgeber&amp;#039;&amp;#039; treten uns als historische Persönlichkeiten entgegen, besonders [[Drakon]] und [[Solon]] in Athen, [[Zaleukos]] in Lokri und [[Charondas]] in Katane.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das griechische Rechtsbewusstsein wurde zwar auf sehr verschiedene Weise praktiziert, fand aber im Attischen Recht seine Vollendung und beeinflusste von dort aus andere Staaten und auch bedingt das Römische Recht. Es wurde im Gegensatz zu Rom nicht von einem berufsmäßigen Juristenstand geprägt, sondern von Gesetzestechnikern und Prozesspraktikern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frühzeit kannte demgegenüber kein öffentliches Recht. Vielmehr dominierte in der Familie die Strafgewalt des Vaters und die Rache des verletzten Familienverbandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Rechtsvorschriften und deren Aufzeichnung in Athen veranlasste Drakon, doch gab es noch unter Solon keine Strafe, die durch staatliche Organe vollstreckt worden wäre. Erst im 6. Jahrhundert v. Chr. wurde allmählich die private Exekutive unterbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige original erhaltene große Rechtskodifikation aus [[Antikes Griechenland#Griechenland in klassischer Zeit (um 500–336/323 v. Chr.)|klassischer Zeit]] ist das [[Stadtrecht von Gortys]] auf [[Kreta]], das an einem öffentlichen Bau angeschrieben und für jedermann zugänglich in 12 Kolumnen Personen-, Familien-, Erb-, Vermögens- und Schuldrecht umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Speziellen waren Nomotheten im Athen des 4. Jahrhunderts v. Chr. die Angehörigen eines Gremiums, dessen Gesetze &amp;#039;&amp;#039;(nomoi)&amp;#039;&amp;#039; zu dieser Zeit von den Beschlüssen der Volksversammlung &amp;#039;&amp;#039;(psephismata)&amp;#039;&amp;#039; unterschieden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hermann Bengtson]]: &amp;#039;&amp;#039;Griechische Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Beck, München 1977, S. 106.&lt;br /&gt;
* {{KlP|4|149||Nomothetai|[[Erich Berneker (Rechtshistoriker)|Erich Berneker]]}}&lt;br /&gt;
* Norbert Brockmeyer: &amp;#039;&amp;#039;Sozialgeschichte der Antike.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1972, S. 30.&lt;br /&gt;
* {{DNP|8|||Nomothetai|Peter J. Rhodes}}&lt;br /&gt;
* [[Mirko Canevaro]]: &amp;#039;&amp;#039;Nomothesia and financial administration: ‘Constitutionalization’ and institutional Development in fourth-century Athens.&amp;#039;&amp;#039; In: Mirko Canevaro, Matteo Barbato, Alberto Esu (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rediscovering Greek Institutions: New Institutionalist Approaches to Greek History.&amp;#039;&amp;#039; Edinburgh University Press, Edinburgh 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte (griechische Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Rechtsquelle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaft (griechische Antike)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tolanor</name></author>
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