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	<title>Nominaldefinition - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T20:51:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nominaldefinition&amp;diff=492019&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Seemannssonntag: Kategorie:Logik und Kategorie:Wissenschaftstheorie sind Unterkategorien von Kategorie:Wissenschaft</title>
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		<updated>2025-03-16T09:48:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Logik&quot; title=&quot;Kategorie:Logik&quot;&gt;Kategorie:Logik&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Wissenschaftstheorie&quot; title=&quot;Kategorie:Wissenschaftstheorie&quot;&gt;Kategorie:Wissenschaftstheorie&lt;/a&gt; sind Unterkategorien von &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Wissenschaft&quot; title=&quot;Kategorie:Wissenschaft&quot;&gt;Kategorie:Wissenschaft&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nominaldefinition&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der [[Logik]] die sprachliche [[Erklärung]] eines [[Wort]]es, aber keine eigentliche [[Definition]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max Apel]]/Peter Ludz, &amp;#039;&amp;#039;Philosophisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, 1958, S. 204; ISBN 978-3-11-006729-3&amp;lt;/ref&amp;gt; Pendant ist die [[Realdefinition]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Nominaldefinitionen ({{laS|definitiones nominales}}) sind Wortdefinitionen,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joseph Maria Bocheński]], &amp;#039;&amp;#039;Die zeitgenössischen Denkmethoden&amp;#039;&amp;#039;, 1954, S. 90 ff.; ISBN 978-3-7720-0001-0&amp;lt;/ref&amp;gt; führen neue [[Begriff (Philosophie)|Begriffe]] ein und legen deren Bedeutung durch Erklärungen fest. In den [[Sozialwissenschaft|Sozial-]], [[Wirtschaftswissenschaft|Wirtschafts-]] und [[Geisteswissenschaft]]en besitzen Nominaldefinitionen keinen allgemein gültigen und zeitlos geltenden [[Wahrheit]]sanspruch. Ihre Aufgabe ist, den wissenschaftlichen [[Sprachgebrauch]] festzulegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Albert]], &amp;#039;&amp;#039;Probleme der Wissenschaftslehre in der Sozialforschung&amp;#039;&amp;#039;, in [[René König]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der empirischen Sozialforschung&amp;#039;&amp;#039;, 1973, S. 73; ISBN 978-3-432-89352-5&amp;lt;/ref&amp;gt; Nominaldefinitionen sind Festlegungen eines Begriffsverständnisses durch den Autor, bei denen die Nähe zum allgemeinen Sprachgebrauch keine zwingende Voraussetzung ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Fans/P3e5oPytzD0C?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Was+sind+Fans%3F+Eine+Nominal-+und+eine+Realdefinition&amp;amp;pg=PA11&amp;amp;printsec=frontcover Jochen Roose/Mike S. Schäfer/Thomas Schmidt-Lux, &amp;#039;&amp;#039;Fans: Soziologische Perspektiven&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 11]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sind deshalb nicht richtig oder falsch, sondern lediglich für eine Thematik geeignet oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definitionstechnik ==&lt;br /&gt;
Bereits [[Aristoteles]] beschrieb Nominal- und Realdefinitionen im 4. Jahrhundert [[vor Christus]].&amp;lt;ref&amp;gt;Aristoteles, &amp;#039;&amp;#039;[[Analytica posteriora]] (Zweite Analytik)&amp;#039;&amp;#039;, Buch II, 8–10&amp;lt;/ref&amp;gt; [[William von Ockham]] griff im [[Mittelalter]] (1324) diese Unterscheidung zwischen Nominal- und Realdefinitionen ({{laS|definitio quid nominis}} bzw. {{laS|definitio quid rei}}) auf,&amp;lt;ref&amp;gt;William von Ockham, &amp;#039;&amp;#039;Summa Logicae&amp;#039;&amp;#039;, Teil I, 1324, Kapitel 26&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Christian Wolff (Aufklärer)|Christian Wolff]] folgte 1712.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Wolff, &amp;#039;&amp;#039;Vernünftige Gedanken (Deutsche Logik)&amp;#039;&amp;#039;, 1712, Kapitel 1 § 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu definierende Begriff einer Definition ist das [[Definiendum]], die Menge der definierenden [[Merkmal]]e wird [[Definiens]] genannt. Bei der Nominaldefinition wird das Definiendum durch das Definiens ersetzt, wobei letzteres möglichst bereits selbst erklärt oder definiert sein soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Kommunikation/ykmGBwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=realdefinitionen&amp;amp;pg=PA31&amp;amp;printsec=frontcover Klaus Merten, &amp;#039;&amp;#039;Kommunikation: Eine Begriffs- und Prozessanalyse&amp;#039;&amp;#039;, 1977, S. 31]&amp;lt;/ref&amp;gt; Definiendum und Definiens werden als [[Synonym]]e betrachtet. Die [[Intension]] eines nominal definierten Begriffes beschreibt die Menge der [[Eigenschaft]]en, welche die Bedeutung des Begriffes konstituieren. Hingegen bezieht sich die [[Extension und Intension|Extension]] auf die Menge der [[Gegenstand|Objekte]], die unter die Definition fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gelten folgende Adäquatheitsbedingungen:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eliminierbarkeit&amp;#039;&amp;#039;: Eine Nominaldefinition muss angeben, wie der neu eingeführte Ausdruck aus jedem [[Kontext (Sprachwissenschaft)|Kontext]], in dem er grammatikalisch auftauchen kann, eliminiert werden kann.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Konservativität&amp;#039;&amp;#039;: Eine Nominaldefinition darf innerhalb einer Theorie nicht die Ableitung neuer Theoreme gestatten, die ohne die Nominaldefinition aus der Theorie nicht hätten abgeleitet werden können.&lt;br /&gt;
Nominaldefinitionen enthalten keine [[Empirie|empirischen]] [[Information]]en und erleichtern so z.&amp;amp;nbsp;B. [[Diskussion]]en im [[Fachjargon]]. Sie können folglich auch nicht wahr oder falsch sein, sondern erweisen sich in der konkreten Verwendung als brauchbar/zweckmäßig bzw. als unbrauchbar/unzweckmäßig. Sie sind [[normativ]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
Eine Nominaldefinition kommt zustande, indem bereits bekannten [[Wort]]en ein neues, bisher unbekanntes Wort gleichgesetzt wird (auch &amp;#039;&amp;#039;[[Tautologie (Sprache)|tautologische]] Definition&amp;#039;&amp;#039; genannt). So ist der [[Schimmel (Pferd)|Schimmel]] die Nominaldefinition für „weißes Pferd“.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Seiffert, &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Wissenschaftstheorie&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 2003, S. 62; ISBN 978-3-406-54135-3&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wort „Schimmel“ ist willkürlich gewählt; es hätte auch „Kubbel“ heißen können. Auch die Aussage „Unter &amp;#039;AWT&amp;#039; wird im nachfolgenden Text &amp;#039;[[Arbeitswerttheorie]]&amp;#039; verstanden“ ist eine Nominaldefinition, die häufig in [[Vertrag|Verträgen]] vorkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine mögliche Nominaldefinition des [[Fan]]s als „[[Enthusiasmus|enthusiastisch]] und [[exzessiv]] ihrer [[Leidenschaft]] nachgehende [[Person]]“&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Winter, &amp;#039;&amp;#039;Die Produktivität der Aneignung: Zur Soziologie medialer Fankulturen&amp;#039;&amp;#039;, in: Werner Holly/Ulrich Püschel (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Medienrezeption als Aneignung&amp;#039;&amp;#039;, 1993, S. 71; ISBN 978-3-322-87281-4&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigt, dass diese Erklärung nur einem bestimmten Untersuchungszweck dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nominaldefintionen erfassen auch nicht existierende Dinge. So ist etwa die [[eierlegende Wollmilchsau]] ein [[Tier]], das „Eier legen, Wolle tragen, Milch produzieren und dessen Fleisch der Ernährung des Menschen dienen kann“. Das [[Einhorn]] ist ein „Tier in [[Pferde]]- oder [[Ziegen]]gestalt mit einem [[Horn]] in der [[Stirn]]mitte“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Die Nominaldefinition ist mit der &amp;#039;&amp;#039;Akzidentaldefinition&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|[[definitio accidentalis]]}}) verwandt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/System_der_Logik_und_Geschichte_der_logi/c80AAAAAcAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=realdefinition+Definitio+essentialis&amp;amp;pg=PA124&amp;amp;printsec=frontcover  Friedrich Ueberweg, &amp;#039;&amp;#039;System der Logik und Geschichte der logischen Lehren&amp;#039;&amp;#039;, 1865, S. 124]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Robert Bolton&lt;br /&gt;
   |Titel=Essentialism and Semantic Theory in Aristotle&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Philosophical Review&lt;br /&gt;
   |Band=85&lt;br /&gt;
   |Datum=1976&lt;br /&gt;
   |Seiten=514–544&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Nominaldefinition und natürliche Arten bei Aristoteles&lt;br /&gt;
   |JSTOR=2184277}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abstraktum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Definition]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Logik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftstheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Seemannssonntag</name></author>
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