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	<title>Nollendorfplatz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Nolli|Zum italienischen Ingenieur, Architekten, Kupferstecher und Kartografen siehe [[Giovanni Battista Nolli]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Platz&lt;br /&gt;
| Name = Nollendorfplatz&lt;br /&gt;
| Alternativnamen = „Nolle“, „Nolli“&amp;lt;!-- quelle? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Stadtwappen = DEU Berlin COA.svg&lt;br /&gt;
| Kategorie = Platz in Berlin&lt;br /&gt;
| Bild = Nollendorfplatz B-Schoeneberg 06-2017 img2.jpg&lt;br /&gt;
| Bild zeigt = Luftaufnahme mit dem [[U-Bahnhof Nollendorfplatz]] in der Mitte&lt;br /&gt;
| Ort = Berlin&lt;br /&gt;
| Ortsteil = [[Berlin-Schöneberg|Schöneberg]]&lt;br /&gt;
| Angelegt = 1862–1864&lt;br /&gt;
| Neugestaltet = &lt;br /&gt;
| Straßen = &amp;lt;br /&amp;gt;[[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Schöneberg#Kleiststraße*|Kleiststraße]], &amp;lt;br /&amp;gt;[[Bülowstraße]], &amp;lt;br /&amp;gt;[[Motzstraße]], &amp;lt;br /&amp;gt;[[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Schöneberg#Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße*|Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße]], &amp;lt;br /&amp;gt;[[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Schöneberg#Maaßenstraße*|Maaßenstraße]], &amp;lt;br /&amp;gt;[[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Schöneberg#Else-Lasker-Schüler-Straße*|Else-Lasker-Schüler-Straße]]&lt;br /&gt;
| Bauwerke = [[Neues Schauspielhaus (Berlin-Schöneberg)|Metropol-Theater]], &amp;lt;br /&amp;gt;[[U-Bahnhof Nollendorfplatz|Bahnhof Nollendorfplatz]]&lt;br /&gt;
| Nutzergruppen = [[Fußgänger]], [[Radfahrer]], [[Straßenverkehr]], [[ÖPNV]]&lt;br /&gt;
| Platzgestaltung = [[Peter Joseph Lenné]]&lt;br /&gt;
| Platzfläche = &lt;br /&gt;
| Baukosten = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nollendorfplatz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; liegt im Norden des [[Berlin]]er Ortsteils [[Berlin-Schöneberg|Schöneberg]] im [[Bezirk Tempelhof-Schöneberg]] und ist mit einer weitläufigen Straßenkreuzung ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt der Hauptstadt. Der [[U-Bahnhof Nollendorfplatz|gleichnamige U-Bahnhof]] wird von vier Linien der [[U-Bahn Berlin|Berliner U-Bahn]] bedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der im Norden am [[Großer Stern|Großen Stern]] mit der [[Berliner Siegessäule|Siegessäule]] im [[Großer Tiergarten|Tiergarten]] beginnenden Straßenachse folgen [[Lützowplatz|Lützow-]] und Nollendorfplatz. Rund 200&amp;amp;nbsp;Meter weiter südlich liegt der [[Winterfeldtplatz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1864 trug das Areal den Namen der nordböhmischen Ortschaft [[Nakléřov|Nollendorf (tschechisch: &amp;#039;&amp;#039;Nakléřov&amp;#039;&amp;#039;)]], Schauplatz der [[Schlacht bei Kulm|Schlacht bei Kulm und Nollendorf]], und wurde 1880 als [[Platz]] auf der Grenze zwischen der damaligen Stadt [[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburg]] und der Gemeinde Schöneberg angelegt. Sein ursprünglicher Charakter als typischer Berliner Schmuckplatz des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts und Teil des [[Generalszug]]s ist heute nicht mehr erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Benennung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nollendorfplatz Berlin 1903.JPG|mini|Nollendorfplatz, um 1905/1906; oben rechts der Turm der &amp;#039;&amp;#039;Amerikanischen Kirche&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nollendorfplatz Berlin 1907, Missmann.jpg|mini|Nollendorfplatz, 1907]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nollendorfplatz entstand als Teil des Generalszugs, einer Folge von Straßen und Plätzen, die im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert&amp;amp;nbsp;– bis etwa 1880&amp;amp;nbsp;– in den heutigen Ortsteilen Schöneberg und [[Berlin-Kreuzberg|Kreuzberg]] ausgebaut wurden. Die Arbeiten basierten auf älteren Planungen des [[Königreich Preußen|königlich-preußischen]] Generalgartendirektors [[Peter Joseph Lenné]] (1789–1866) und auf dem [[Hobrecht-Plan]] von 1862, einem umfassenden [[Bebauungsplan (Deutschland)|Bebauungsplan]], der unter anderem eine Gürtelstraße an der Peripherie des damaligen Berlin vorsah. Die Bezeichnungen der einzelnen Abschnitte beziehen sich auf Heerführer und Schauplätze aus den [[Befreiungskriege]]n 1813–1815 gegen [[Napoleon Bonaparte]]. Der Nollendorfplatz erhielt seinen Namen am 27.&amp;amp;nbsp;November 1864. Er erinnert an die für das [[Königreich Preußen]] siegreiche Schlacht bei Kulm und Nollendorf (heute in [[Tschechien]]) Ende August 1813. Kommandierender General war [[Friedrich von Kleist]], der nach dem Sieg den Adelstitel [[Graf]] mit dem [[Beiname]]n ‚von Nollendorf‘ erhielt; er ist Namensgeber der [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Schöneberg#Kleiststraße*|Kleiststraße]], die vom im Westen liegenden [[Wittenbergplatz]] zum Nollendorfplatz hin führt. Die nach Osten zum [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Schöneberg#Dennewitzplatz*|Dennewitzplatz]] weiterführende [[Bülowstraße]] ist nach General [[Friedrich Wilhelm von Bülow]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gestaltung und Veränderung ==&lt;br /&gt;
Der Platz wurde 1880 nach den Vorstellungen von Peter Josef Lenné angelegt. In der Mitte des Platzes befand sich eine kleine, parkähnliche Anlage, charakteristisch für die städtischen Schmuckplätze der Zeit: Eine kreisrunde Rasenfläche, zum Teil mit Blumen bepflanzt und von Baumreihen umgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der südöstliche Teil des Platzes gehörte zu Schöneberg, der nordwestliche, etwas größere Teil zu [[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburg]], beide seinerzeit noch selbstständige Gemeinden. Die Grenze der Stadt Berlin verlief etwa 200&amp;amp;nbsp;Meter nördlich des Platzes. Die geteilten Zuständigkeiten führten wiederholt zu Differenzen in Angelegenheiten, die den Platz betrafen. Umstritten war beispielsweise die Frage, an welcher Stelle die von Osten herangeführte [[Geschichte der Berliner U-Bahn#Die Anfänge|Hochbahn]] zur Untergrundbahn werden sollte; Anwohner hatten gegen Lärmbelästigung und ungünstigere Lichtverhältnisse protestiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Berliner Bezirke#Berliner Gebietsreform 1938|Berliner Gebietsreform]] mit Wirkung zum 1.&amp;amp;nbsp;April 1938 hatte zahlreiche Begradigungen der Bezirksgrenzen sowie einige größere Gebietsänderungen zur Folge. So wurde auch das gesamte Areal des Nollendorfplatzes Schöneberger Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Фото &amp;quot;Разрушения у станции метро «Шлезишес Тор»&amp;quot; (184943 5).jpg|mini|Der zerstörte Hochbahnhof, 1945]]&lt;br /&gt;
Der Bau des [[U-Bahnhof Nollendorfplatz|U-Bahnhofs Nollendorfplatz]] mit dem Hochbahn[[viadukt]] um die Wende zum 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert war ein erheblicher Eingriff in die Struktur des Platzes (→&amp;amp;nbsp;[[Geschichte der Berliner U-Bahn]]). Nach Beendigung der umfangreichen Arbeiten wurden jedoch die Grünanlagen nach Plänen der Stadt Charlottenburg und auf Kosten der [[Hochbahngesellschaft]] aufwendig wiederhergestellt. Zeitgenössische Fotografien zeigen, dass die Anmutung des Platzes als Schmuckplatz im Wesentlichen erhalten geblieben war. Unterhalb der Hochbahnkonstruktion wurde 1904 der &amp;#039;&amp;#039;Nickelmannbrunnen&amp;#039;&amp;#039; des Bildhauers [[Ernst Westphal (Bildhauer)|Ernst Westphal]] angebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jörg Kuhn |url=https://bildhauerei-in-berlin.de/bildwerk/wassermann/ |titel=Wassermann |werk=BiB - Bildhauerei in Berlin |abruf=2021-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] erlitten der Nollendorfplatz und die umliegenden Bauten bei den [[Luftangriffe der Alliierten auf Berlin|Luftangriffen der Alliierten]] und der [[Schlacht um Berlin]] schwere Schäden. Die zerstörten Gebäude wurden ohne ersichtliches Gesamtkonzept durch Neubauten ersetzt. Der Platz selbst wurde nach 1971 verkehrsgerecht ausgebaut; das geschah vor allem zugunsten der Kleist- und der Bülowstraße, die als vielbefahrene Durchgangsstraßen Teil der schnellsten Verbindung zwischen den Ortsteilen Kreuzberg und Charlottenburg sind. Heute besteht der Platz hauptsächlich aus dem U-Bahn-Gebäude, zwei breiten Straßen beidseitig der Hochbahntrasse und einem ausgedehnten Kreuzungsbereich. Auf einer Restfläche wurde ein Parkplatz angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bebauung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nollendorfplatz B-Schoeneberg 06-2017 img1.jpg|mini|Einstiges Neues Schauspielhaus, später &amp;#039;&amp;#039;Metropol-Theater&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Goya&amp;#039;&amp;#039; heute wieder &amp;#039;&amp;#039;Metropol&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Schöneberger Seite hatten einst große Baugesellschaften und Banken die Erschließung und Bebauung des umliegenden Areals übernommen. Am Rand des Nollendorfplatzes entstanden repräsentative Gebäude, dagegen wurden die Grundstücke in der Bülowstraße kompakt bebaut mit Häusern, die wegen ihrer beengten Wohnverhältnisse bald [[Mietskaserne]]n genannt wurden. Bis zum [[Gründerkrach]] von 1873 war diese Entwicklung im Wesentlichen beendet. Nördlich des Platzes entwickelte sich eine ganz andere Siedlungsstruktur. Der Gemüsegärtner und Landbesitzer Georg Friedrich Kielian (1806–1876) ließ zwischen 1867 und 1870 auf seinen nun parzellierten Äckern eine Villenkolonie ausschließlich für zahlungskräftige und vornehme Interessenten anlegen. Heute sind nur noch wenige der einst rund 60 Villen vorhanden. Die Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;[[Kielgan-Viertel]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Kielganstraße&amp;#039;&amp;#039; erinnern, wenn auch in falsch übernommener Schreibweise, an den Gründer des Stadtviertels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden am Nollendorfplatz drei markante Bauwerke errichtet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin - U-Bahnhof Nollendorfplatz, 13-12-2020 by Marek Śliwecki.jpg|mini|Kuppel des [[U-Bahnhof Nollendorfplatz|U-Bahnhofs Nollendorfplatz]] leuchtet in den [[Regenbogenfahne|Regenbogenfarben]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nollendorfplatz Berlin Fragment 1.jpg|mini|hochkant|Fragment der zerstörten &amp;#039;&amp;#039;Amerikanischen Kirche&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Am Anfang der [[Motzstraße]] entstand nach Plänenen und unter Leitung des Architekten [[Otto March]] 1900–1902 die &amp;#039;&amp;#039;Amerikanische Kirche&amp;#039;&amp;#039;. Auftraggeber war die seit 1896 bestehende Berliner Gemeinde der unabhängigen &amp;#039;&amp;#039;American Church&amp;#039;&amp;#039;, der Bau kostete damals rund 225.000 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digital.zlb.de/viewer/image/14192916_1905/222/ Abb. Amerikanische Kirche mit Kurzangaben zum Architekten und zu den Baukosten], [[Berliner Architekturwelt]], 1904, Heft 6, Seiten 208–210.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude mit formaler Anlehnung an die  [[Gotik#England|englische Gotik]] wurde im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] stark beschädigt und 1958 abgerissen. Auf dem Hof des neu bebauten Grundstücks stehen ein Architekturfragment mit Säulen und eine steinerne Statue, offenbar nach griechischem Vorbild. Beides wird der zerstörten Kirche zugerechnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Twardawa: &amp;#039;&amp;#039;Der Nollendorfplatz in Berlin&amp;#039;&amp;#039;. Motzbuch, Berlin 2001, ISBN 3-935790-02-3, S.&amp;amp;nbsp;10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1905/1906 entstand als [[Neues Schauspielhaus (Berlin-Schöneberg)|Neues Schauspielhaus]] ein Theaterbau, der später &amp;#039;&amp;#039;Theater am Nollendorfplatz&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Metropol&amp;#039;&amp;#039; hieß. Architekt des stilistisch zwischen Tradition und Moderne angesiedelten Bauwerks war Albert Fröhlich für das Büro [[Boswau &amp;amp; Knauer]]. Neben dem Theatersaal und einem holzgetäfelten Konzertsaal gab es im Haus ein Weinrestaurant, ein Bierrestaurant und im Hof einen Konzertgarten. Historisch besonders bedeutsam waren die Jahre 1927 bis 1931, als [[Erwin Piscator]] hier mit modernster Bühnentechnik seine revolutionären, zeitkritischen Theateraufführungen inszenierte. Heute erhalten ist nur noch das prachtvolle Vorderhaus (Foyerbereiche), der eigentliche Bühnenbau mit seinen Hinter- und Seitenbühnenbereichen sowie den Garderoben fiel den Bomben zum Opfer. Nacheinander fand das Gebäude als Theater, Operettenbühne, Kino, [[Varieté]], [[Diskothek]] und kurzzeitig als Speise- und Tanzklub Verwendung. Besonders erwähnenswert ist hierbei der Musikclub &amp;#039;&amp;#039;Loft,&amp;#039;&amp;#039; den Gäste durch einen Seiteneingang an der rechten Seite des Hauses betrat. Unter der Leitung von [[Monika Döring]] avancierte der Veranstaltungsort zwischen 1983 und 1987 zu einer der Top-Adressen der [[Avantgarde#Avantgarde in der Musik|Avantgarde]]-Musikszene der 1980er Jahre in [[West-Berlin]] und verhalf der Stadt zu dessen Ruf als Musikmetropole. Zuletzt firmierte es unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Goya&amp;#039;&amp;#039; und wurde unter anderem für Galaveranstaltungen genutzt. Im Mai 2014 wurde das &amp;#039;&amp;#039;Goya&amp;#039;&amp;#039; erneut geschlossen. Seit April 2019 finden dort wieder Veranstaltungen unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Metropol&amp;#039;&amp;#039; statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.vogue.de/mode/galerie/montblanc-event-berlin |titel=Montblanc holt die Stars nach Berlin |abruf=2019-06-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://metropol-berlin.de/ |titel=Metropol Berlin |abruf=2019-06-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der [[U-Bahnhof Nollendorfplatz]] besteht aus einem Hochbahnhof und einem zweigeschossigen unterirdischen Bahnhof. Für den 1902 eröffneten Haltepunkt hatte die Stadt Charlottenburg eine besonders anspruchsvolle Gestaltung verlangt, dem Charakter des Platzes entsprechend. Die Architekten [[Cremer &amp;amp; Wolffenstein|Wilhelm Cremer und Richard Wolffenstein]] entwarfen ein Gebäude mit vielen Schmuckelementen und einer Kuppel als besonderem Merkmal. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude einschließlich der Kuppel schwer beschädigt und danach vereinfacht wieder soweit instand gesetzt, dass es seine Funktion erfüllen konnte. 1999 begann eine denkmalgerechte Sanierung, die ursprünglich verglaste Kuppel wurde als stilisierte, offene Eisenkonstruktion in den alten Abmessungen neu errichtet. Hier erinnert an der Südseite der Fassade seit 1989 eine Gedenktafel an die [[Homosexuelle während der Zeit des Nationalsozialismus|homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus]]. Es war das erste öffentliche Denkmal für diese Opfergruppe in einer deutschen Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt; Thomas Beckmann: &amp;#039;&amp;#039;Totgeschlagen – Totgeschwiegen. 30 Jahre Rosa Winkel am Nollendorfplatz in Berlin&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche|HuK]]-Info 206 (2019), S.&amp;amp;nbsp;23. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Denkmäler für homosexuelle Opfer des Nationalsozialismus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewohner und Besucher ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Rosa Winkel Nollendorfplatz.jpg|mini|hochkant|Erinnerungstafel am U-Bahnhof an den &amp;#039;&amp;#039;[[Rosa Winkel]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Biografien bekannter Persönlichkeiten, überwiegend aus künstlerischen Berufen, sind mit dem Nollendorfplatz und seiner näheren Umgebung verbunden. Eine Auswahl (alphabetisch):&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste|breite=40em|liste=&lt;br /&gt;
* [[Max Beckmann]] (1884–1950), Maler und Grafiker, hatte zeitweilig eine Wohnung am Nollendorfplatz 6.&lt;br /&gt;
* [[Walter Benjamin]] (1892–1940), [[Philosophie|Philosoph]] und Übersetzer, verbrachte seine Kindheit in der [[Kurfürstenstraße (Berlin-Tiergarten)|Kurfürstenstraße]].&lt;br /&gt;
* [[Georg Büchmann]] (1822–1884), [[Philologe]] &amp;#039;&amp;#039;([[Geflügelte Worte]])&amp;#039;&amp;#039; wohnte in der [[Bülowstraße]] 1.&lt;br /&gt;
* [[Samuel Fischer (Verleger)|Samuel Fischer]] (1859–1934), Verleger, betrieb sein Unternehmen seit 1897 in der Bülowstraße 90/91.&lt;br /&gt;
* Georg Fromberg (1854–1915), Privatbankier, um 1900 einer der reichsten Männer Berlins, bewohnte die noch erhaltene Villa Kurfürstenstraße 132 im Kielgan-Viertel.&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Furtwängler]] (1886–1954), langjähriger Chefdirigent der [[Berliner Philharmoniker]], geboren Maaßenstraße 1.&lt;br /&gt;
* [[Ödön von Horváth]] (1901–1938), Schriftsteller, wohnte Ende der 1920er Jahre in einer Pension in der [[Motzstraße]].&lt;br /&gt;
* [[Christopher Isherwood]] (1904–1986), Schriftsteller, wohnte von 1929 bis 1933 in der Nollendorfstraße 17.&lt;br /&gt;
* [[Else Lasker-Schüler]] (1869–1945), Prosaschriftstellerin und [[Lyrik]]erin, lebte von 1924 bis 1933 in der Motzstraße 7.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Luft]] (1911–1990), Theaterkritiker („Die Stimme der Kritik“) in [[West-Berlin]], bewohnte von 1940 bis 1990 ein Landhaus in der Maienstraße 4.&lt;br /&gt;
* [[Walter Mehring]] (1896–1981), Schriftsteller, wurde in der Derfflingerstraße 3 geboren.&lt;br /&gt;
* [[Henny Porten]] (1890–1960), Schauspielerin, Star des deutschen [[Stummfilm]]s, besaß angeblich das Haus Kurfürstenstraße 58. An zahlreichen anderen Stellen wird allerdings vermerkt, dass dies nicht belegt ist.&lt;br /&gt;
* [[Nelly Sachs]] (1891–1970), Dichterin und [[Nobelpreis für Literatur|Literatur-Nobelpreisträgerin]], geboren Maaßenstraße 12&lt;br /&gt;
* [[Helmut Schmidt]] (1918–2015), [[Bundeskanzler (Deutschland)|Altbundeskanzler]], verlobte sich 1942 mit [[Loki Schmidt|Hannelore („Loki“) Schmidt]] (1919–2010) auf einer Bank auf dem Nollendorfplatz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-74735269.html Nachruf auf Loki Schmidt.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; Nr. 43/2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]] (1861–1925), [[Anthroposoph]], hatte seit 1903 eine Wohnung in der Motzstraße.&lt;br /&gt;
* [[Lesser Ury]] (1861–1931), Maler und Grafiker, lebte seit 1920 am Nollendorfplatz 1.&lt;br /&gt;
* [[Frank Wedekind]] (1864–1918), Schriftsteller und Schauspieler, wohnte in der Kurfürstenstraße.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Salomè, Stele, Berlin Nollendorfplatz.jpg|mini|hochkant|links|&amp;#039;&amp;#039;Regenbogenstele&amp;#039;&amp;#039; des Künstlers [[Salomé (Künstler)|Salomé]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ernst Ludwig Kirchner - Nollendorfplatz.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Nollendorfplatz&amp;#039;&amp;#039;, [[Ernst Ludwig Kirchner]], 1912, [[Stiftung Stadtmuseum Berlin]]]]&lt;br /&gt;
Die Umgebung rund um den Nollendorfplatz ist Schauplatz des Kinderbuches &amp;#039;&amp;#039;[[Emil und die Detektive]]&amp;#039;&amp;#039; (1929) von [[Erich Kästner]]. [[Christopher Isherwood]]s Bücher &amp;#039;&amp;#039;Mr. Norris steigt um&amp;#039;&amp;#039; (1935) und &amp;#039;&amp;#039;Leb wohl, Berlin&amp;#039;&amp;#039; (1939) spielten teilweise in der nahe liegenden [[Nollendorfstraße]] und den traditionsreichen Schwulenkneipen wie dem &amp;#039;&amp;#039;[[Eldorado (Berlin)|Eldorado]]&amp;#039;&amp;#039;, das auch von [[Erika Mann|Erika]] und [[Klaus Mann]] beschrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nollendorfplatz gilt seit langem als das westliche Zentrum der [[Lesben- und Schwulenbewegung|Lesben- und Schwulenszene]] in Berlin. Für Besucher ist es einer der Höhepunkte des [[LGBT-Tourismus]] in der gesamten Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |author= |url=https://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/politik-und-verwaltung/service-und-organisationseinheiten/wirtschaftsfoerderung/tourismus/artikel.449066.php|website=www.berlin.de|title=Kieztour: Regenbogenkiez|accessdate=2024-11-07 |date=|format= |publisher= |pages= |language=de |quote= |comment= |archiveurl= |archivedate= |url-status= }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr Bereich umfasst die traditionsreiche Kneipenszene und multikulturelle Restauration der umliegenden Straßen wie Motzstraße, Maaßenstraße, Eisenacher Straße und Nollendorfstraße bis hin zur Goltzstraße am nicht weit entfernten [[Winterfeldtplatz]]. In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] wurden die von Homosexuellen besuchten Lokale rund um den Nollendorfplatz geschlossen oder durch [[Razzia|Razzien]] „zur Anlegung von ‚[[Rosa Winkel|Rosa Listen]]‘ [Homosexuellen-Karteien] missbraucht“. {{Hauptartikel|Homosexualität in der Zeit des Nationalsozialismus}} Heute befinden sich am Nollendorfplatz das schwule Beratungs- und Informationszentrum [[Mann-O-Meter]], sowie der schwul-lesbische Buchladen &amp;#039;&amp;#039;Bruno’s&amp;#039;&amp;#039;. An der Einmündung der Motzstraße auf den Nollendorfplatz steht das Objekt &amp;#039;&amp;#039;Regenbogenstele&amp;#039;&amp;#039; des Künstlers [[Salomé (Künstler)|Salomé]], gestiftet von der Vereinigung der schwulen Wirte des Viertels. Seit 1993 findet alljährlich an zwei Sommertagen&amp;amp;nbsp;– im Regelfall am dritten Juniwochenende, eine Woche vor dem [[Christopher Street Day]]&amp;amp;nbsp;– in mehreren Straßen um den Nollendorfplatz das [[Lesbisch-schwules Stadtfest Berlin|Lesbisch-schwule Stadtfest Berlin]] statt. 2007 hatte es 420.000 Besucher, es ist heute das größte homosexuelle Straßenfest in Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich einer [[Demonstration]] gegen den Besuch des damaligen [[Präsident der Vereinigten Staaten|US-Präsidenten]] [[Ronald Reagan]] kam es am 11. Juli 1982 zu einer der schwersten [[Straßenschlacht]]en der [[West-Berlin]]er Geschichte. Trotz eines berlinweit geltenden Demonstrationsverbots, das der [[Senat von Berlin|Senat]] verhängt hatte, versammelten sich zahlreiche Personen auf dem Nollendorfplatz. Die [[Der Polizeipräsident in Berlin|Berliner Polizei]] versuchte, die Anwesenden über Blockaden der Zufahrtsstraßen auf dem Platz einzukesseln. Daraufhin begannen [[Autonome]], die Polizei mit Pflastersteinen zu bewerfen. Ihnen gelang es, über die [[Bülowstraße]] einen Fluchtweg freizukämpfen. Das Geschehen verlegte sich auf die Gegend um den [[Winterfeldtplatz]], wo die Polizei Jagd auf flüchtende Demonstranten machte. Insgesamt kam es zu Verletzten auf beiden Seiten sowie hohen Sachschäden. Das Pressefoto eines ausgebrannten Polizeitransporters auf dem Nollendorfplatz gewann in der autonomen Szene als Poster Kultstatus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Antje Kraschinski |Titel=Juni 1982: Im Kessel vom Nollendorfplatz |Sammelwerk=Berliner Zeitung |Online=https://www.berliner-zeitung.de/berlin/juni-1982-im-kessel-vom-nollendorfplatz-27782192 |Abruf=2018-06-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Susanne Twardawa]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Nollendorfplatz in Berlin&amp;#039;&amp;#039;. Motzbuch, Berlin 2001, ISBN 3-935790-02-3.&lt;br /&gt;
* Werner Klünner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Berliner Plätze. Photographien von [[Max Missmann]]&amp;#039;&amp;#039;. Nicolai Berlin, ISBN 3-87584-610-9, S.&amp;amp;nbsp;108/109.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Nollendorfplatz (Berlin-Schöneberg)|Nollendorfplatz}}&lt;br /&gt;
* {{LuiseLexStr|art=a|bez=11|id=N261|zlb98=1442|kaupert=Nollendorfplatz-10777-Berlin|name=Nollendorfplatz}}&lt;br /&gt;
* [https://blog.inberlin.de/2024/04/aus-der-brunnenanlage-am-nollendorfplatz-sprudelte-wasser-in-einen-rosenteich/ &amp;#039;&amp;#039;Aus der Brunnenanlage am Nollendorfplatz sprudelte Wasser in einen Rosenteich.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;inBerlin-Blog&amp;#039;&amp;#039;, 10. April 2024&lt;br /&gt;
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