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	<title>Nolana - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nolana&amp;diff=1169499&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Externe Systematik */ mehrfache geschützte Leerzeichen korrigiert</title>
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		<updated>2026-01-12T19:14:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Externe Systematik: &lt;/span&gt; mehrfache geschützte Leerzeichen korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Nolana&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné (Sohn)|L.f.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Nachtschattengewächse&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Solanaceae&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Nachtschattenartige&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Solanales&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Euasteriden I&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Asteriden&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Kerneudikotyledonen&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Nolana coelestis 2.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana coelestis]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nolana&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Gattung (Biologie)|Gattung]] innerhalb der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Nachtschattengewächse]] (Solanaceae). Mit 89 Arten gehört sie neben den Gattungen [[Nachtschatten]] (&amp;#039;&amp;#039;Solanum&amp;#039;&amp;#039;, über 1000 Arten), &amp;#039;&amp;#039;[[Lycianthes]]&amp;#039;&amp;#039; (etwa 200 Arten), [[Hammersträucher]] (&amp;#039;&amp;#039;Cestrum&amp;#039;&amp;#039;, etwa 175 Arten), [[Bocksdorne]] (&amp;#039;&amp;#039;Lycium&amp;#039;&amp;#039;, etwa 83 Arten) und [[Tabak (Gattung)|Tabak]] (&amp;#039;&amp;#039;Nicotiana&amp;#039;&amp;#039;, etwa 75 Arten) mit zu den artenreichsten innerhalb der Familie. Ihr Vorkommen beschränkt sich auf Gebiete in [[Peru]] und [[Chile]], eine Art ist auf den [[Galápagos-Inseln]] [[Endemit|endemisch]], kommt also nur dort vor. Vor allem aufgrund der fünfzähligen [[Fruchtknoten]] und der daraus entstehenden [[Sammelfrucht|Sammelfrüchte]], die sonst innerhalb der Nachtschattengewächse nicht auftreten, war ihre taxonomische Einordnung lange Zeit umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nolana galapagensis.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Nolana galapagensis]]&amp;#039;&amp;#039;, eine der Arten mit sukkulenten Blättern]]&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Nolana&amp;#039;&amp;#039;-Arten sind niedrige oder niederliegend wachsende [[Einjährige Pflanze|einjährige]] oder [[Ausdauernde Pflanze|ausdauernde]] [[krautige Pflanze]]n oder verholzende sowie halb-verholzende [[Strauch|Sträucher]]. Sie besitzen eine [[Rübe]]nwurzel. Oftmals sind die Pflanzen mehr oder weniger [[Sukkulente|sukkulent]]. Die [[Sprossachse]] wächst aufrecht, aufsteigend, niederliegend oder aufliegend, sie ist kahl bis filzig behaart; im Querschnitt sind Wachstumsringe erkennbar. In Phasen extremer Trockenheit stellen die Pflanzen ihr Wachstum fast vollständig ein. Werden sie jedoch gleichmäßig mit ausreichend Wasser versorgt, bilden viele der [[Rosette (Botanik)|rosettenbildenden]] Arten einen verlängerten Mittelspross aus, der in einer weiteren Blattrosette endet. Auf diese Weise können sich die Pflanzen mattenartig auf einer Fläche von mehreren Metern Durchmesser ausbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind einfach und [[nebenblatt]]los, können [[Blattstiel|gestielt]] oder aufsitzend sein. Sie bilden eine Rosette und/oder sind stängelständig. Sie sind wechselständig, allerdings beinahe gegenständig bis büschelig angeordnet. Die [[Blattspreite]]n sind ganzrandig, fleischig, [[Blatt (Pflanze)#Einteilung nach anatomischen Gesichtspunkten|dorsiventral]], eiförmig bis linealisch oder spatelförmig, gelegentlich läuft die Blattbasis ungleichmäßig an den Sprossachsen herab. Die größten Blätter besitzt die Art &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana rupicola]]&amp;#039;&amp;#039; mit bis zu 15&amp;amp;nbsp;cm langen und 10&amp;amp;nbsp;cm breiten Blättern. In einigen Fällen sind die Blattspreiten stark reduziert und nur noch rund und linealisch ausgebildet, dann nur 1 bis 5&amp;amp;nbsp;mm lang und 1&amp;amp;nbsp;mm im Durchmesser. Diese reduzierten Blätter sind oft dicht mit einfachen bis sternförmigen oder verzweigten [[Trichom]]en besetzt, die manchmal drüsige Spitzen ausbilden. Gelegentlich sind einige dieser Spitzen stark ausgeprägte Salzdrüsen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NolanaFGVP&amp;quot;&amp;gt;Michael O. Dillon: &amp;#039;&amp;#039;Nolanaceae&amp;#039;&amp;#039;. In: K. Kubitzki (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;The Families and Genera of Vascular Plants.&amp;#039;&amp;#039; Volume ??. Springer Verlag, Berlin 200x. Vorab veröffentlichtes Manuskript von [http://www.sacha.org/famil/nolana/FGVP_Nolana.htm www.sacha.org].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüten und Blütenstände ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Nolana leptophylla.jpg|mini|Blüten von &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana leptophylla]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nolana paradoxa atriplicifolia BotGardBln07122011D.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Nolana paradoxa]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nolana volcanica.jpg|mini|Blüten von &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana volcanica]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Einige Arten der Gattung blühen bereits sehr jung, wenn die Pflanzengröße nur wenige Zentimeter beträgt. Die auffälligsten Blüten treten im Artenkomplex um &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana acuminata]]&amp;#039;&amp;#039; (entspricht [[Klade]] A, vergleiche [[#Interne Systematik|Interne Systematik]]) mit Durchmessern von 3 bis 5&amp;amp;nbsp;cm auf&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dillon07c&amp;quot; /&amp;gt;. Die [[Blüte]]n stehen typischerweise einzeln in den Blattachseln, nur selten werden an aufsteigenden, modifizierten Zweigen [[Traube|traubige]] [[Blütenstand|Blütenstände]] ausgebildet, in denen jede Blüte aus der Achsel eines kreisförmigen [[Tragblatt]]s entspringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fünfzähligen, [[radiärsymmetrisch]]en bis [[zygomorph]]en Blüten sind zwittrig. Sind die Blüten zygomorph, können sowohl Blütenhülle als auch das [[Androeceum]] (die Gesamtheit aller [[Staubblatt|Staubblätter]]) oder auch nur das Androeceum asymmetrisch sein. Die fünf [[Kelchblatt|Kelchblätter]] sind gleich oder ungleich geformt, miteinander verwachsen und regelmäßig bis beinahe zweilippig. Selten sind sie zu einer ungelappten Röhre reduziert. Der Kelch bleibt an der Frucht bestehen und umschließt diese. Die [[Kronblatt|Krone]] ist trichterförmig, glockenförmig oder röhrenförmig, seltener auch fast urnenförmig oder stieltellerförmig. Die fünf verwachsenen Kronblätter sind gleichgestaltig und zwischen den Kronlappen gefaltet, regelmäßig oder beinahe zweilippig geformt. Sie sind blau, violett, lavendelfarben oder weiß, der Kronsaum ist an der Basis dunkelviolett oder weiß und kann blassgelbe, weiße oder grüne Streifen aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fünf Staubblätter stehen vor den Kelchblättern. Drei der Staubblätter haben längere [[Staubfaden|Staubfäden]] als die anderen beiden Staubblätter. Die Staubfäden sind an der Basis miteinander verwachsen und oftmals behaart. Die [[Staubbeutel]] öffnen sich über nach innen gerichtete Längsschlitze. Aus ihnen tritt der [[Pollen]] in Form von einzelnen, blauen oder weißen, dreifurchigen Pollenkörnern aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Blütenboden]] ist eine hochstehende, kreisförmige, gekerbte oder gelappte Scheibe, aus der [[Nektar (Botanik)|Nektar]] abgesondert wird. Der [[Fruchtknoten]] besteht aus fünf verwachsenen [[Fruchtblatt|Fruchtblättern]]. Der [[Griffel (Botanik)|Griffel]] ist in der Untergattung &amp;#039;&amp;#039;Alona&amp;#039;&amp;#039; endständig, in der Untergattung &amp;#039;&amp;#039;Nolana&amp;#039;&amp;#039; steht er auf dem Fruchtknotenwulst (gynobasisch). Die [[Narbe (Botanik)|Narbe]] ist köpfchenförmig und feucht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NolanaFGVP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Früchte und Samen ===&lt;br /&gt;
Die Früchte der &amp;#039;&amp;#039;Nolana&amp;#039;&amp;#039;-Arten werden entwicklungsgeschichtlich als abgeleitete [[Beere]]n interpretiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Knapp02&amp;quot;&amp;gt;Sandra Knapp: &amp;#039;&amp;#039;Tobacco to tomatoes: a phylogenetic perspective on fruit diversity in the Solanaceae.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Experimental Botany&amp;#039;&amp;#039;, Band 53, Nummer 377, Oktober 2002. S. 2001–2022. {{DOI|10.1093/jxb/erf068}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Untergattung &amp;#039;&amp;#039;Alona&amp;#039;&amp;#039; sind die Fruchtblätter zu einem meist fünfkammerigen (aber auch drei- bis sechskammerigen) Fruchtknoten vereint. Die [[Plazenta (Botanik)|Plazentation]] ist dabei basal-axial, der Fruchtknoten entwickelt sich zu einer trockenen Frucht aus fünf (beziehungsweise drei bis sechs) mehrsamigen Teilfrüchten. In der Untergattung &amp;#039;&amp;#039;Nolana&amp;#039;&amp;#039; hingegen sind die Fruchtblätter stark gelappt, wobei sich in jedem Lappen meist eine [[Samenanlage]] befindet. Der Fruchtknoten entwickelt sich hierbei in eine trockene Frucht, die aus bis zu 30 meist einsamigen Teilfrüchten besteht. In den [[Samen (Pflanze)|Samen]] befindet sich ein gebogener oder geschraubter [[Embryo (Botanik)|Embryo]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;NolanaFGVP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chromosomensätze und Inhaltsstoffe ===&lt;br /&gt;
Die [[Chromosom#Nicht-diploide Chromosomensätze|Chromosomengrundzahl]] ist x = 12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Pflanzenchemie|pflanzenchemischen]] Untersuchungen wurden in den Pflanzen [[Flavonoide|Hydroxyflavonole]], [[Quercetin]] und [[Kaempferol]] nachgewiesen, Stoffe, die auch in anderen Nachtschattengewächsen vorkommen. Weiterhin wurden [[Terpene#Diterpene|Diterpenoide]] und [[Terpene#Sesquiterpene|Sesquiterpenoide]] gefunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NolanaFGVP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Die Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Nolana&amp;#039;&amp;#039; haben ihre Verbreitungsgebiete zwischen dem nördlichen [[Peru]] und dem Süden [[Chile]]s, nur &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana galapagensis]]&amp;#039;&amp;#039; ist auf den [[Galápagos-Inseln]] [[Endemit|endemisch]]. Die meisten Arten besitzen ein recht kleines [[Verbreitungsgebiet|Areal]], mit &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana adansonii]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana gracillima]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana lycioides]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana jaffuelii]]&amp;#039;&amp;#039; sind nur vier Arten in einem größeren Verbreitungsgebiet zwischen dem südlichen Peru und dem nördlichen Chile beheimatet. Es können zwei besonders artenreiche Zentren unterschieden werden: Eines im südperuanischen Departement [[Region Arequipa|Arequipa]], das andere im Norden Chiles zwischen [[Región de Antofagasta|Antofagasta]] und [[Región de Atacama|Atacama]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Arten sind prägende Bestandteile der sogenannten [[Loma-Formation]]en – küstennahe, extrem trockene Gebiete, die bis in eine Höhe von 1000&amp;amp;nbsp;m reichen. Die Formationen erstrecken sich zwischen 5 und 30° [[Breitengrad|südlicher Breite]] über eine Länge von 3500&amp;amp;nbsp;km und werden nur gelegentlich durch Flusstäler unterbrochen. An einigen Stellen sind die Gebiete nur 25&amp;amp;nbsp;km breit. Die [[Vegetation]] dieser Formationen ist vor allem von der Feuchtigkeit abhängig, die durch Nebel vom Ozean dorthin gelangt. Zudem ist eine starke Verbindung mit dem Auftreten des [[El Niño|El-Niño-Phänomens]] zu beobachten. Durch die erhöhte Feuchtigkeit, die während dieser Phasen vorhanden ist, verwandeln sich die sonst wüstenartigen Gebiete in dicht bewachsene Landschaften. Die größte Artenvielfalt der Gattung hat sich nur wenige Kilometer von der [[Pazifischer Ozean|Pazifikküste]] in Höhenlagen zwischen 50 und 600&amp;amp;nbsp;m entwickelt. Nur wenige &amp;#039;&amp;#039;Nolana&amp;#039;&amp;#039;-Arten wachsen auch im Landesinneren oder in Höhen bis 4000&amp;amp;nbsp;m.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dillon03&amp;quot;&amp;gt;Michael O. Dillon: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=http://www.sacha.org/Solanaceae/Lomas_Solanaceae.pdf |wayback=20070713202506 |text=The Solanaceae Of The Lomas Formations of Costal Peru and Chile |archiv-bot=2022-12-22 01:37:56 InternetArchiveBot }} (PDF; 11&amp;amp;nbsp;MB).&amp;#039;&amp;#039; In: V. Hollowell, T. Keating, W. Lewis, T. Croat (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Solanaceae: William G. D’Arcy Memorial&amp;#039;&amp;#039;, Monographs in Systematic Botany from the Missouri Botanical Garden, 2004. S. 131–156.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Freyre05&amp;quot;&amp;gt;Rosanna Freyre, Amy C. Douglas, Michael O. Dillon: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.sacha.org/famil/nolana/NolanaChileHortsci05.pdf Artificial Hybridizations in Five Species of Chilean Nolana (Solanaceae)] (PDF; 1,7&amp;amp;nbsp;MB).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;HortScience&amp;#039;&amp;#039;, Volume 40, Heft 3, 2005. S. 532–536.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dillon07&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Standortbeobachtungen zeigten, dass die Blüten von einer Vielzahl von Bestäubern besucht werden, darunter [[Käfer]], [[Schmetterlinge]], [[Fliegen]], [[Ameisen]] und [[Echte Wespen|Wespen]]. Die Käfergattung &amp;#039;&amp;#039;[[Epicante]]&amp;#039;&amp;#039; ernährt sich ausschließlich von &amp;#039;&amp;#039;Nolana&amp;#039;&amp;#039;-Kronen. Vermutlich fungieren diese Käfer auch als Bestäuber. Des Weiteren wurden verschiedene [[Thripidae]] in den Blüten beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Ausbreitungsmechanismen von Pflanzen|Ausbreitungsmechanismen]] der Samen sind bisher noch nicht umfassend untersucht worden. Es wird angenommen, dass [[Vögel]] an der Ausbreitung beteiligt sind, auch wurden in den Ausscheidungen von Nagetieren Früchte gefunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NolanaFGVP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
=== Externe Systematik ===&lt;br /&gt;
Obwohl die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Nolana&amp;#039;&amp;#039; aufgrund ihrer außergewöhnlichen Blüten und Früchte von einigen Autoren aus der Familie der [[Nachtschattengewächse]] (Solanaceae) ausgeschlossen wurde (so beispielsweise Hunziker (2001)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hunziker01&amp;quot; /&amp;gt;), zeigten bereits relativ frühe [[Molekularbiologie|molekularbiologische]] Untersuchungen eine nahe Verwandtschaft zu den [[Bocksdorne]]n (&amp;#039;&amp;#039;Lycium&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Olmstead92&amp;quot;&amp;gt;Richard G. Olmstead, Jeffrey D. Palmer: &amp;#039;&amp;#039;[http://depts.washington.edu/phylo/OlmsteadPubs/OlmsteadPalmer1992AMBG.pdf A chloroplast DNA phylogeny of the Solanaceae: Subfamilial relationships and character evolution] (PDF; 2,0&amp;amp;nbsp;MB).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Annals of the Missouri Botanical Garden&amp;#039;&amp;#039;, Volume 89, 1992. S. 346–360.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In der 2007 von [[Richard Olmstead]] und [[Lynn Bohs]] veröffentlichten, verschiedene [[Phylogenese|phylogenetische]] Untersuchungen zusammenfassenden [[Systematik der Nachtschattengewächse]] wird die Gattung neben den Bocksdornen und der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Sclerophylax]]&amp;#039;&amp;#039; in eine Gruppe ohne Rang namens „Lyciina“ eingeordnet. Zusammen mit der [[Tribus (Biologie)|Tribus]] Hyoscyameae und den Gattungen &amp;#039;&amp;#039;[[Jaborosa]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Latua]]&amp;#039;&amp;#039; bilden sie eine ebenfalls ranglose Gruppe namens „Atropina“, welche innerhalb der Unterfamilie Solanoideae platziert ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Olmstead07&amp;quot;&amp;gt;Richard G. Olmstead, Lynn Bohs: &amp;#039;&amp;#039;A Summary of Molecular Systematic Research in Solanaceae: 1982-2006&amp;#039;&amp;#039;. In: D. M. Spooner et&amp;amp;nbsp;al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Solanaceae VI: Genomics Meets Biodiversity&amp;#039;&amp;#039;, ISHS Acta Horticulturae 745, Juni 2007. ISBN 978-90-6605-427-1. S. 255–268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interne Systematik ===&lt;br /&gt;
Gelegentlich wird die Gattung in die zwei Untergattungen &amp;#039;&amp;#039;Nolana&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Alona&amp;#039;&amp;#039; unterteilt, vor allem ältere Bearbeitungen sehen in den Gruppen auch eigenständige Gattungen. Sie unterscheiden sich vor allem durch Eigenschaften der Früchte&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraPeru&amp;quot;&amp;gt;J. Francis Macbride: &amp;#039;&amp;#039;Nolanaceae.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Flora of Peru&amp;#039;&amp;#039;, Field Museum of History, Botany Series, Volume XIII, Teil V, Nummer 2, 1960. S. 829–854.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Phylogenetische Untersuchungen von 63 der 89 derzeit anerkannten Arten durch Dillon et&amp;amp;nbsp;al. (2007) ergaben jedoch keine deutliche Unterstützung für diese Gliederung. Eine Gruppe von Arten innerhalb der &amp;#039;&amp;#039;Nolana&amp;#039;&amp;#039;, die zuvor zum Teil als &amp;#039;&amp;#039;Sorema&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Lindl.}} aus der Gattung ausgegliedert wurden, könnte eventuell den Status einer Untergattung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die phylogenetischen Untersuchungen von Dillon et&amp;amp;nbsp;al. ergaben, dass die Gattung selbst [[monophyletisch]] ist und wiederum in drei monophyletische Gruppen gegliedert ist, wovon eine aus der Art &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana sessiliflora]]&amp;#039;&amp;#039; besteht und als basales Schwestertaxon zur restlichen Gattung steht. Die beiden anderen Gruppen werden von Dillon et al. als [[Kladistik|Klade]] I und II bezeichnet:&lt;br /&gt;
{{Klade&lt;br /&gt;
|1={{Klade&lt;br /&gt;
   |1=&amp;#039;&amp;#039;Nolana sessiliflora&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
   |2={{Klade&lt;br /&gt;
      |1=Klade I&lt;br /&gt;
      |2=Klade II&lt;br /&gt;
      }}&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Kladen I und II konnten insgesamt acht weitere monophyletische, mit A bis H bezeichnete Unterkladen identifiziert werden, deren Stellung innerhalb der Kladen jedoch nicht vollständig geklärt werden konnte. Innerhalb der Klade II konnte &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana tarapacana]]&amp;#039;&amp;#039; keiner Klade zugeordnet werden. Ein untersuchtes Individuum von &amp;#039;&amp;#039;Nolana peruviana&amp;#039;&amp;#039; wurde unerwartet in Klade H eingeordnet, andere jedoch erwartungsgemäß in Klade F.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dillon07&amp;quot;&amp;gt;Michael O. Dillon et&amp;amp;nbsp;al.: &amp;#039;&amp;#039;Phylogeny of Nolana (Nolaneae, Solanoideae, Solanaceae) as inferred from granule-bound starch synthase I (GBSSI) sequences.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Taxon&amp;#039;&amp;#039;, Volume 56, Nummer 4, November 2007. S. 1000–1011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fünf Unterkladen unterhalb von Klade I werden gebildet von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Klade A: &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana acuminata]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana baccata]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana elegans]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana paradoxa]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana parviflora]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana pterocarpa]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana reichei]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana rupicola]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Klade B: &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana aticoana]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana chancoana]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana chapiensis]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana humifusa]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana inflata]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana laxa]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana lezamae]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana plicata]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana scaposa]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana spathulata]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana urubambae]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana weissiana]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Klade C: &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana carnosa]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana coelestis]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana filifolia]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana rostrata]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Klade D: &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana balsamiflua]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana linearilifolia]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana stenophylla]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Klade E: &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana adansonii]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana arenicola]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana galapagensis]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Unterkladen unterhalb von Klade II werden gebildet von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Klade F: &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana albescens]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana aplocaryoides]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana clivicola]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana diffusa]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana flaccida]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana lachimbensis]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana leptophylla]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana mollis]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana onoana]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana peruviana]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana ramosissima]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana salsoloides]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana sedifolia]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana sphaerophylla]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana villosa]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Klade G: &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana arequipensis]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana cerrateana]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana confinis]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana gayana]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana intonsa]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana johnstonii]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana lycioides]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana pallida]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana pilosa]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana thinophila]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana tomentella]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana volcanica]]&amp;#039;&amp;#039;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Klade H: &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana crassulifolia]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana divaricata]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana incana]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana peruviana]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana werdermannii]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arten, die bei der Untersuchung nicht betrachtet wurden, waren meist nur durch das [[Typus (Nomenklatur)|Typusexemplar]] bekannte [[Endemit]]en, so beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana foliosa]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana insularis]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana pearcei]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana platyphylla]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana polymorpha]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana weberbaueri]]&amp;#039;&amp;#039;. Andere sind vermutlich durch Zerstörung des Standorts bereits ausgestorben, so beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana minor]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dillon07&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 wurden durch Michael Dillon und seine Mitarbeiter zehn weitere Arten beschrieben, die zum Teil ebenfalls noch nicht Bestandteil der phylogenetischen Untersuchungen waren. Die neu beschriebenen Arten sind &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana aenigma]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana arequipensis]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana chancoana]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana chapiensis]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana lezamae]]&amp;#039;&amp;#039; aus Peru&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dillon07b&amp;quot;&amp;gt;Michael O. Dillon, Segundo Leiva Gonzáles, Victor Quipuscoa Silvestre: &amp;#039;&amp;#039;Five new species of Nolana (Solanaceae-Nolaneae) from Peru and notes on the classification of additional taxa.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Arnaldoa&amp;#039;&amp;#039;, Band 14, Nummer 2, 2007. S. 171–190.&amp;lt;/ref&amp;gt;, sowie &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana dianae]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana reichei]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana onoana]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana lachimbensis]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Nolana philippiana]]&amp;#039;&amp;#039; aus Chile.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dillon07c&amp;quot;&amp;gt;[[Michael Dillon (Botaniker)|Michael Owen Dillon]], Gina Arancio, Federico Luebert: &amp;#039;&amp;#039;Five new species of Nolana (Solanaceae-Nolaneae) from Chile.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Arnaldoa&amp;#039;&amp;#039;, Band 14, Nummer 2, 2007. S. 191–212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Einige Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Nolana&amp;#039;&amp;#039; haben begrenzte Bedeutung als Zierpflanzen. Bereits 1760 wurde &amp;#039;&amp;#039;Nolana humifusa&amp;#039;&amp;#039; aus Peru nach Europa eingeführt, gelegentlich sind Samen im kommerziellen Handel erhältlich, jedoch sind keine benannten Sorten bekannt. Die chilenische Art &amp;#039;&amp;#039;Nolana paradoxa&amp;#039;&amp;#039; ist seit etwa 1820 aus europäischen Gärten bekannt und ist die bekannteste kultivierte Art, bekannte Sorten sind beispielsweise ‘Blue Bird’ und ‘Cliff Hanger Blue’.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Freyre05&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Geschichte und Etymologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nolana coelestis.jpg|mini|hochkant|Historische Darstellung von &amp;#039;&amp;#039;Nolana coelestis&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1844]]&lt;br /&gt;
Die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Nolana&amp;#039;&amp;#039; wurde 1762 von [[Carl von Linné (Sohn)|Carl von Linné jr.]] in &amp;#039;&amp;#039;Decas Prima Plantarum Rariorum Horti Upsaliensis&amp;#039;&amp;#039; Tafel 2 aufgestellt. Der von ihm gewählte Name der Gattung leitet sich vom lateinischen &amp;#039;&amp;#039;nola&amp;#039;&amp;#039; ab, was so viel wie „kleine Glocke“ bedeutet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Freyre05&amp;quot; /&amp;gt; Eine Platzierung in eine eigenständige Familie Nolanaceae wurde 1820 von [[Friedrich von Berchtold]] und [[Jan Svatopluk Presl]] vorgeschlagen, jedoch ordneten die systematischen Behandlungen von [[George Don junior|George Don]] (1838) und [[Michel Félix Dunal]] (1852) die Gattung jeweils den Nachtschattengewächsen (Solanaceae) unter. [[George Bentham]] und [[Joseph Dalton Hooker]] platzierten die Arten in eine [[Tribus (Biologie)|Tribus]] innerhalb der [[Windengewächse]] (Convolvulaceae). Auch später wurde die Gattung an unterschiedlicher Position platziert, so als eigene Familie Nolanaceae von [[Arthur John Cronquist]] (1981) und [[Armen Tachtadschjan]] (1980), oder innerhalb der Nachtschattengewächse als Unterfamilie Nolanoideae oder als Tribus Nolaneae, beispielsweise von [[Rolf Martin Theodor Dahlgren]] (1980), [[William D’Arcy]] (1979, 1991) und [[Robert Folger Thorne]] (1983). Bereits 1992 zeigten [[Richard Olmstead]] und [[Jeffrey Palmer]], dass &amp;#039;&amp;#039;Nolana&amp;#039;&amp;#039; phylogenetisch den [[Bocksdorne]]n (&amp;#039;&amp;#039;Lycium&amp;#039;&amp;#039;) nahesteht; diese Ansicht wurde jedoch von einigen Bearbeitern, so auch [[Armando Hunziker]] (2001)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hunziker01&amp;quot;&amp;gt;Armando T. Hunziker: &amp;#039;&amp;#039;The Genera of Solanaceae.&amp;#039;&amp;#039; A.R.G. Gantner Verlag K.G., Ruggell, Liechtenstein 2001. ISBN 3-904144-77-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; abgelehnt. Weitere molekularbiologische Arbeiten bestätigten jedoch diese Einordnung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dillon07&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die innere Systematik der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Nolana&amp;#039;&amp;#039; wurde oft sehr unterschiedlich verstanden; die Anzahl der Gattungen und Arten, in die der heute anerkannte Umfang der Gattung aufgeteilt wurde, schwankte sehr stark. [[Michael Dillon (Botaniker)|Michael Dillon]] (2007)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dillon07&amp;quot; /&amp;gt; stellt dabei fest, dass systematische Behandlungen, die nur auf Untersuchung von [[Herbarium|Herbarbelegen]] beruhen, sehr wenige Arten anerkennen; Forscher, die auch Untersuchungen im Feld vornahmen, erkannten meist deutlich mehr Arten an. Dies begründet Dillon damit, dass viele Eigenschaften, die eine Artabgrenzung ermöglichen, in Herbarexemplaren nicht erhalten sind. [[John Lindley (Botaniker)|John Lindley]] (1844) erkannte fünf Gattungen (&amp;#039;&amp;#039;Nolana&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Alonia&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Dolia&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Sorema&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Aplocarya&amp;#039;&amp;#039;) mit insgesamt 17 Arten an. [[Michel Félix Dunal]] (1852), der &amp;#039;&amp;#039;Nolana&amp;#039;&amp;#039; als Tribus anerkannte, teilte sie ebenfalls in fünf Gattungen (&amp;#039;&amp;#039;Nolana&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Dolia&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Alibrexia&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Aplocarya&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Bargemontia&amp;#039;&amp;#039;) mit 33 Arten ein. [[George Bentham]] und [[Joseph Dalton Hooker]] (1873) erkannten vier Gattungen (&amp;#039;&amp;#039;Nolana&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Alona&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Dolia&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Bargemontia&amp;#039;&amp;#039;) mit insgesamt 27 Arten an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dillon07&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste moderne monographische Behandlung durch [[Ivan Murray Johnston]] (1936) nennt zwei Gattungen (&amp;#039;&amp;#039;Nolana&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Alona&amp;#039;&amp;#039;) mit 63 Arten. [[Aldo Mesa]], der 1981 zunächst nur 18 Arten in einer einzelnen Gattung einordnete und diese in die Untergattungen &amp;#039;&amp;#039;Nolana&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Alona&amp;#039;&amp;#039; einteilte, erweiterte seine Betrachtung der Gattung und erkannte in Werken von 1997 und 1998 70 Arten an. Durch umfangreiche Untersuchungen und Feldarbeiten, bei denen auch neue Arten beschrieben wurden, werden aktuell 89 Arten unterschieden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dillon07&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Nolana|&amp;#039;&amp;#039;Nolana&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
* [http://www.sacha.org/famil/nolana/nolana.htm Nolaneae Informationen] von Michael O. Dillon (englisch)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[{{Tropicos|ID=40028723|WissName=Nolana|Linktext=nein}} Nolana]&amp;#039;&amp;#039; – Eintrag in der W3Tropicos-Datenbank (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Exzellent|15. Juli 2008|48414762}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nachtschattengewächse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Solanaceae]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
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