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	<title>Nogaier - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T13:12:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nogaier&amp;diff=84489&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MicBy67: /* Untergruppen */ Raus, steht anders formliert auch im bestehenden Teil. War also doppelt enthalten.</title>
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		<updated>2026-01-29T19:26:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Untergruppen: &lt;/span&gt; Raus, steht anders formliert auch im bestehenden Teil. War also doppelt enthalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Nogai flag.svg|mini|Flagge der Nogaier]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nogai girls (beginning of XX century).jpg|miniatur|Nogaiische Mädchen zu Beginn des 20. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Caucasus-ethnic de.svg|mini|Ethnolinguistische Karte der Kaukasusregion mit dem Siedlungsraum der Nogaier]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nogaier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Nogaische Sprache|nogaisch]] {{lang|nog-Cyrl|ногай|}}&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;/{{lang|nog-Latn|noġaj/}}&amp;#039;&amp;#039;, {{lang|nog-Cyrl|ногайлар|}}&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;/{{lang|nog-Latn|noġajlar/}}&amp;#039;&amp;#039;; {{RuS|ногайцы}}&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;/nogajzy/&amp;#039;&amp;#039;) sind eine [[Turksprachen|turksprachige]] [[Ethnie]] des [[Kaukasus]]gebietes. Sie sind ein [[Turkvölker|westtürkisches]] Volk der kiptschakischen Untergruppe.&lt;br /&gt;
Weltweit gibt es rund 130.000 Nogaier,&amp;lt;ref name=&amp;quot;books-NwvoM-ZFoAgC-493&amp;quot;&amp;gt;James Minahan: &amp;#039;&amp;#039;One Europe, Many Nations.&amp;#039;&amp;#039; Greenwood Publishing Group, 2000, ISBN 978-0-313-30984-7, S.&amp;amp;nbsp;493 ({{Google Buch |BuchID=NwvoM-ZFoAgC |Seite=493}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; von denen die große Mehrheit, knapp 104.000, in Russland lebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alternative Bezeichnungen ==&lt;br /&gt;
Für die Volksgruppe der Nogaier ist im [[Deutsche Sprache|Deutschen]] auch „Noghaier“ gebräuchlich. Frühere Bezeichnungen sind auch „Karatataren“ bzw. „Schwarz-Tataren“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brockhaus&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Neue Brockhaus&amp;#039;&amp;#039;, 3. Band L–R, Leipzig 1938, S. 388&amp;lt;/ref&amp;gt;  „Nogai-Tataren“, „[[Berg-Tataren]]“ oder einfach nur „[[Tataren]]“. Im [[Türkische Sprache|Türkischen]] ist die Bezeichnung „Nogay Türkleri“ (Nogay-Türken) gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft und Ethnogenese ==&lt;br /&gt;
Der Volksname „Nogaier“ leitet sich von einem Nachfahren [[Dschingis Khan]]s ab. [[Nogai Khan]] spaltete sich 1260 mit verschiedenen tatarischen Regionalstämmen von der [[Goldene Horde|Goldenen Horde]] ab und errichtete ab 1280 ein autonomes [[Khanat]]. „Nogai“ stammt vom [[mongolische Sprache|mongolischen]] Wort нохой&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;/nochoj/&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;(Hund) ab und war im mongolischen kulturellen Kontext, im Gegensatz zum islamischen, ein respekteinflößender Name&amp;amp;nbsp;– vgl. auch die Flagge der Nogaier, die auf die persönliche Standarte Nogai Khans zurückgeht. Unter Umständen war es damit auch eine mögliche [[Turksprachen|turksprachig]]e Bezeichnung für „Nomade“, besonders als die Nogaier größere westliche Teile der eurasischen Steppen beherrschten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
Der [[Religion]] nach sind die Nogaier überwiegend [[sunnitisch]]e Muslime, daneben existiert mit dem [[Clan]] der Karaagatsch eine kleine schiitische Minderheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brockhaus&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siedlungsraum ==&lt;br /&gt;
=== Russland und Europa ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Расселение ногайцев в ЮФО и СКФО по городским и сельским поселениям, в %.png|mini|Nogaische Siedlungsgebiete nach der Volkszählung 2010 in Südrussland und dem russischen Nordkaukasus. In Nord-Dagestan meist Kara-Nogaier, in der westlich angrenzenden Region Stawropol meist Atschikulak-Nogaier; im Südwesten, in Karatschai-Tscherkessien und Umgebung meist Kuban- oder Ak-Nogaier; im Nordosten noch eine Minderheit im Ausgangsgebiet an der unteren Wolga bei Astrachan]]&lt;br /&gt;
Die Nogaier leben heute vor allem im südlichen [[Russland]]. Ihr russisches Hauptsiedlungsgebiet bildet der [[Nordkaukasus]] und dort hauptsächlich die [[Steppe]]ngebiete des nördlichen Kaukasus. Die russische Volkszählung von 2010 ermittelte für ganz Russland 103.660 Nogaier,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.gks.ru/free_doc/new_site/perepis2010/perepis_itogi1612.htm |wayback=20160605223320 |text=Excel-Tabelle 5, Zeile 128 |archiv-bot=2022-12-22 00:52:18 InternetArchiveBot }}.&amp;lt;/ref&amp;gt; davon 40.407 in der russischen Teilrepublik [[Dagestan]], hier vor allem im [[Nogaiski rajon (Dagestan)|Nogaiski rajon]], 22.006 in westlichen Nachbargebieten der [[Region Stawropol]], 15.654 in der Republik [[Karatschai-Tscherkessien]], wo seit 2007 ebenfalls ein [[Nogaiski rajon (Karatschai-Tscherkessien)|Nogaiski rajon]] besteht, und 3.444 in [[Tschetschenien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dagestan existiert mit dem [[Nogaiski rajon (Dagestan)|Nogaiski rajon]] ein autonomer Bezirk der Nogaier; Hauptort ist [[Terekli-Mekteb]]. Dieses Gebiet wird nach ihnen auch als „Nogaier-Steppe“ bezeichnet. Die Nogaier-Steppe, und damit das größte zusammenhängende nogaische Siedlungsgebiet, erstreckt sich von Dagestan bis in den angrenzenden Teil der [[Region Stawropol]] ([[Neftekumski rajon]]) und bis in den nördlichsten Teil Tschetscheniens ([[Schelkowski rajon]]). Während die Zahl der Nogaier in Stawropol steigt, ist ihr Bevölkerungsanteil in Tschetschenien stark rückläufig und hat sich dort zwischen 1989 und 2010 mehr als halbiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.gks.ru/free_doc/new_site/perepis2010/perepis_itogi1612.htm |wayback=20160605223320 |text=Ergebnisse der Volkszählung Russlands 2010 |archiv-bot=2022-12-22 00:52:18 InternetArchiveBot }}, Excel-Tabelle 7, Zeilen in der Reihenfolge im Text: Zeile 454; Zeile 535; Zeile 493; Zeile 519.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ethno-kavkaz.narod.ru/rnchechenia.html andere Auflistung der Volkszählungen für Tschetschenien], Tabelle 1989, drittletzte Spalte oben.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aber auch im nördlichen Tschetschenien gibt es noch immer mehrheitlich nogaische Ortschaften, wie etwa [[Karschyga-Aul]], [[Sary-Suu]] und [[Oras-Aul]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2007 wurde darüber hinaus in [[Karatschai-Tscherkessien]] ein weiterer, allerdings kleinerer [[Nogaiski rajon (Karatschai-Tscherkessien)|Rajon der Nogaier]] gegründet. Dieser ist räumlich nicht mit dem restlichen nogaischen Siedlungsgebiet verbunden. Hauptort ist [[Erken-Schachar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres, isoliertes Siedlungsgebiet der Nogaier ist die untere [[Wolga]] nahe [[Astrachan]]s, wo heute rund 8.000 Nogaier leben. Sie verfügen dort allerdings über keine Autonomie und sind wegen ihrer geringen Anzahl einem hohen Assimilierungsdruck von Seiten der bevölkerungsreicheren Nachbarvölker ausgesetzt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Tatari Romania 2002.png|mini|Die ethnische Minderheit der „Tataren“ in Rumänien sind faktisch alle Nachkommen nogaischer Stammesföderationen]]&lt;br /&gt;
Nogaische Minderheiten waren und sind auch außerhalb Russlands anzutreffen. Eines der nogaischen Siedlungsgebiete war die heutige [[Ukraine]], wo Nogaier in den Gebieten [[Budschak]], [[Jedisan]] und [[Taurien]] lebten. Als die russischen Zaren im 18. Jahrhundert den Süden der heutigen Ukraine von den Osmanen eroberten, leiteten sie eine Umsiedlung der Nogaier in den Kaukasus ein, da sie befürchteten, die Nogaier würden als muslimisches Turkvolk weiterhin mit den Osmanen kooperieren. Tausende Nogaier widersetzten sich den Umsiedlungen und flohen daraufhin ins Osmanische Reich. In der [[Dobrudscha]] leben heutige noch einige tausend [[Rumänien|rumänische]] Nogaier, die dort offiziell als „Tataren“ summiert werden. In Rumänien siedeln die Nogaier hauptsächlich in den Regionen rund um die Ortschaften [[Mihail Kogălniceanu (Constanța)|Kogălniceanu]], Kocali, Valea Dacilor und Kubadin.&lt;br /&gt;
Sehr kleine nogaische Minderheiten leben darüber hinaus in [[Litauen]], [[Polen]] und [[Bulgarien]]. Eine ungewisse Anzahl von Nogaier lebt auch in [[Westeuropa]] als [[ethnische Minderheit]]. Doch dort werden sie von den jeweiligen Ländern nicht nach ihrer Nationalität, sondern nach der Staatsangehörigkeit erfasst. So sind die meisten von ihnen dann auch amtlich als „Russen“ summiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Türkei]] leiten bis zu eine Million Menschen ihre Herkunft von den Nogaiern ab. Es handelt sich dabei um Nachkommen nogaischer Emigranten und Flüchtlinge aus dem Russischen Zarenreich, die sich in der Türkei in den Provinzen Ceyhan/Adana, Eskişehir und Ankara, ferner auch Tokat, Konya und Istanbul niederließen. Wenngleich sich in der Türkei noch mehrere tausend Menschen als Nogaier bezeichnen, sind sie dort heute fast vollständig assimiliert und sprechen nur in den seltensten Fällen noch die nogaische Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Untergruppen ===&lt;br /&gt;
In den verschiedene Siedlungsräumen bildeten sich im Laufe der Geschichte sechs Untergruppen aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die [[Kuban]]-Nogaier östlich des [[Asowsches Meer|Asowschen Meeres]], heute vor allem in [[Karatschai-Tscherkessien]], auch Ak-Nogaier (= Weiß-Nogaier) genannt&lt;br /&gt;
* die Kara-Nogaier (= Schwarz-Nogaier) in [[Dagestan]], manchmal die Zentral- oder Atschikulak-Nogaier in der [[Region Stawropol]] einschließend, manchmal beide als getrennte Gruppen unterschieden&lt;br /&gt;
* die Bujak (oder Bicak), die ursprünglich zwischen [[Donau]] und [[Dnjestr]] beheimatet waren (die heutige Region [[Budschak]])&lt;br /&gt;
* Jedsan (oder Cedsan), ursprünglich zwischen Dnjestr und [[Südlicher Bug|Südlichem Bug]] (das Gebiet hieß daher auch [[Jedisan]])&lt;br /&gt;
* Jamboyluk, ursprünglich zwischen Bug und [[Krim]]&lt;br /&gt;
* Jedischkul, ursprünglich nördlich der Krim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nogaier wurden mitunter auch nur in drei Territorialgruppen eingeteilt:&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz-Gerhard Zimpel: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Weltbevölkerung&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;386.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Atschikulak-Nogaier (Zentral-Nogaier), meistens in der [[Region Stawropol]]&lt;br /&gt;
* Kara-Nogaier (Schwarz-Nogaier), meistens in Nord-[[Dagestan]]&lt;br /&gt;
* Ak-Nogaier (Weiß-Nogaier), meistens heute in [[Karatschai-Tscherkessien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Unterteilung umfasst nur die Nogaier, die in Russland als gesonderte ethnische Minderheit registriert werden und die [[nogaische Sprache]] als Schrift-, Schul- und Literatursprache verwenden. Die Regionalgruppen, die in der Ukraine, Rumänien und anderen Ländern leben, und dort meist als „Tataren“ gezählt werden und das Tatarische als Schriftsprache mit verwenden, sind in dieser Unterteilung nicht enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ногайская орда.jpg|mini|Nomadisierungsgebiete der Nogaier. Orange: Nogaier-Khanat Ende 13. Jahrhundert unter Nogai Khan; Dunkleres orange am [[Ural (Fluss)|Uralfluss]]: Resthorde Ende 16. Jahrhundert kurz vor der Niederlage gegen die Kalmücken; Violett: Kleine Horde; Helles orange: Große Horde Mitte 17. Jahrhundert.]]&lt;br /&gt;
Um 1260 spalteten sich die Vorfahren der heutigen Nogaier von der [[Goldene Horde|Goldenen Horde]] ab und gründeten um ca. 1280 das unabhängige [[Khanat]] der [[Nogaier-Horde]]. Später waren sie [[Vasall]]en des mongolischen [[Khanat Astrachan|Khanats Astrachan]]. Die Nogaier besaßen lange eine [[Nomaden|nomadische]] Tradition und zogen ihren Viehherden zu den Weidegründen nach. Daneben betrieben sie aber auch vereinzelt den Anbau von Getreide. Allerdings hatten die Nogaier der russischen Expansion in Richtung Schwarzes Meer und Kaukasus wenig entgegenzusetzen und wurden Anfang des 17. Jahrhunderts von den [[Kalmücken]], bzw. dem [[Kalmückisches Khanat|Kalmückischen Khanat]] unterworfen und ihre Stammesverbände wanderten kurz danach nach Westen ab. Dort gründeten sie zwei neue Nomadenhorden: die „Große Horde der Nogaier“ im nördlichen Steppenvorland des [[Kaukasus]] und die „Kleine Horde der Nogaier“ nördlich des [[Krimkhanat]]s, die zeitweilig bis [[Jedisan]] und [[Budschak]] im Westen und bis zum [[Kuban]] im Osten reichte. Nachdem dieses 1556 von Russland unterworfen wurde, schloss sich die Kleine Horde dem [[Khanat der Krim|Krim-Khanat]] an, für das sie den nördlichen Grenzschutz übernahmen. Damit waren sie zeitweise die Herrscher des pontischen Steppengebietes bis zur [[Dobrudscha]]. Nogaier trugen zur Ausbreitung des Islam in der Ukraine bei. Die Nogaier der Großen Horde wichen dagegen Mitte 17. Jahrhundert nach der Invasion der Kalmücken ins nördliche Vorland des Kaukasus aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatten die ständigen Raubzüge der Nogaier zunächst ein Vordringen slawischer Siedler verhindert, wurden die Muslime nach dem Sieg Russlands über das Krim-Khanat und die Annexion der entsprechenden Gebiete im Jahre 1783 nach Süden verdrängt. Ihre Zeltsiedlungen wurden nun oft von Russen in Brand gesteckt, ihr Besitz konfisziert, sodass die meisten Nogaier im Gebiet der [[Tscherkessen]] am Fuß des Kaukasus Zuflucht suchten oder in das Osmanische Reich emigrierten. So siedelten vor allem Angehörige der Bujak und der Jedsan (insgesamt rund 7.000 Menschen) im Gebiet der Dobrudscha, von denen aber später viele weitere nach Anatolien zogen. Der größte Exodus fand allerdings um das Jahr 1859 statt, als etwa 50.000 der insgesamt 70.000 um Stawropol und am Kuban lebenden Nogaier das Zarenreich Richtung Osmanisches Reich verließen. Ihnen schlossen sich auch Nogaier an, die auf der Krim und in der Ukraine lebten. 1860 zogen auch rund 300.000 Krimtataren, mit denen die Nogaier traditionell verbündet waren, ins Osmanische Reich. Andere Nogaier zogen, gemeinsam mit Tscherkessen, direkt aus dem Kaukasus in die Türkei. Fast alle Nogaier außerhalb Russlands sind heute assimiliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 wurde in der Sowjetunion mit dem „Karanogaiski rajon“ der erste autonome Kreis der Nogaier gegründet. Dieser wurde 1966 umbenannt und heißt heute [[Nogaiski rajon (Dagestan)|Nogaiski rajon]]. 2007 wurde darüber hinaus in [[Karatschai-Tscherkessien]] ein weiterer, allerdings kleinerer [[Nogaiski rajon (Karatschai-Tscherkessien)|Rajon der Nogaier]] gegründet. Daneben existieren bis heute einzelne Dörfer in den Steppen der Küstengebieten der Ukraine und Rumäniens, deren Bewohner auf die Nogaier der Kleinen Horde zurückgehen. Im Gegensatz zu Russland werden diese aber häufig als „Tataren“ bezeichnet und damit ethnisch nicht von den [[Tataren]] unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Nagaibaken]]&lt;br /&gt;
* [[Islam in der Ukraine]]&lt;br /&gt;
* [[Islam in Russland]]&lt;br /&gt;
* [[Islam in Rumänien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinz-Gerhard Zimpel: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Weltbevölkerung. Geografie – Kultur – Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, Nikol Verlagsgesellschaft mbh &amp;amp; Co. KG Hamburg 2000, ISBN 3-933203-84-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.tatar.net/ Tatar.Net ]&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20151222124108/http://de.sputniknews.com/german.ruvr.ru/radio_broadcast/17350884/37097587/ Die Lesginen, Laken und Nogaier] Reportage des Radiosenders „Stimme Russlands“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Turksprachige Ethnie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Russland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Islam in Russland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dagestan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie im Kaukasus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MicBy67</name></author>
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