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	<title>Noach - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T11:25:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Noach&amp;diff=78095&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Redaktor GLAM: Higher resolution version of image</title>
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		<updated>2026-01-22T20:42:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Higher resolution version of image&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Noah}} &lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Noach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Noah&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (seltener &amp;#039;&amp;#039;Noé&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Noe&amp;#039;&amp;#039;; {{HeS|נֹחַ|Nṓaḥ}} „Ruhe“; [[Griechische Sprache|griechisch]] Νῶε &amp;#039;&amp;#039;Nôe&amp;#039;&amp;#039;; {{arS|نُوح|w=Nuh|d=Nūḥ}}) ist eine biblische Figur und soll nach dem Buch [[1. Buch Mose|Genesis (1. Buch Moses)]] der [[Bibel]] der zehnte Urvater nach [[Adam und Eva|Adam]] gewesen sein. Wegen seiner Glaubenstreue wurde er gemäß der biblischen Überlieferung von [[Gott]] auserwählt, durch den Bau der [[Arche Noah|Arche]] mit seiner Familie die [[Sintflut]] zu überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Noachs drei Söhne [[Sem (Bibel)|Sem]], [[Ham (Bibel)|Ham]] und [[Jafet]] geht nach {{B|Genesis|10|1–32}} die Aufspaltung der Menschheit in die drei damals bekannten unterschiedenen Völkerschaften zurück. In der Geschlechterfolge der Bibel ist Noach der zehnte Vorfahre [[Abraham]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Noahs Einzug in die Arche Hans Jordaens.jpg|mini|hochkant=1.5|[[Hans Jordaens]]: &amp;#039;&amp;#039;Noahs Einzug in die Arche&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Noach im 1. Buch Mose (Genesis) ==&lt;br /&gt;
=== Stammfolge ===&lt;br /&gt;
{{Stammbaum/Start |style=margin:1em auto;}}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum|Adam |Adam=[[Adam und Eva]]}}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum| |!| }}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum| Set |Set=[[Set (Bibel)|Set]]}}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum| |!| }}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum| Eno |Eno=[[Enosch]]}}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum| |!| }}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum| Ken |Ken=[[Kenan (Bibel)|Kenan]]}}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum| |!| }}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum| Mah |Mah=[[Mahalalel]]}}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum| |!| }}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum| Jer |Jer=[[Jered]]}}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum| |!| }}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum| Hen |Hen=[[Henoch]]}}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum| |!| }}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum| Met |Met=[[Methusalem|Metuschelach]]}}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum| |!| }}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum| Lam |Lam=[[Lamech]]}}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum| |!| }}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum| Noa |Noa=Noach}}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum/Ende}}&lt;br /&gt;
{{B|Gen|5|3–29}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übersicht ===&lt;br /&gt;
Nach dem Buch Genesis, dem Bereschit ({{heS|בְּרֵאשִׁית|de=Im Anfang}}), war Noach der Sohn von [[Lamech]] ({{B|Gen|5|28}}). Sein Name Noach bzw. Noah könnte von dem hebräischen Wort für &amp;#039;&amp;#039;Ruhe/ausruhen&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet sein. Im Alter von 500 Jahren zeugte er seine drei Söhne [[Sem (Bibel)|Sem]], [[Ham (Bibel)|Ham]] und [[Jafet]]. Über deren genaues Geburtsjahr wird keine Auskunft gegeben ({{B|Gen|5|32}}). Mit Ham als Jüngstem ({{B|Gen|9|24}}) entspricht die übliche Aufzählung der Bedeutung für das Nachfolgende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt wird sein [[Lebensalter]] mit 950 Jahren angegeben {{Bibel|Gen|9|29}}. Mit ihm endet die Ära der ersten [[Erzväter|Patriarchen]], deren Lebensdauer mit Ausnahme von [[Henoch]] weit über 700 Jahre war. Bei den folgenden Generationen nahm das Alter sprunghaft ab (vgl. [[Biblisches Alter]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|flut}}Die Sintflut ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rom, Domitilla-Katakomben, Steintafel mit Taube und Ölzweig.jpg|mini|Steintafel mit Taube und Olivenzweig, [[Domitilla-Katakomben]], [[Rom]]]]&lt;br /&gt;
Nach der biblischen Erzählung will der Gott [[JHWH]] die Menschheit wegen ihrer [[Sünde|Sündhaftigkeit]] auslöschen, erbarmt sich aber Noachs und dessen Familie wegen seiner [[Frömmigkeit]]. In der [[Arche Noah|Arche]] kann Noah sich, seine Frau, seine Söhne und deren Frauen sowie viele Tiere vor einer Vernichtung durch die [[Sintflut]] retten und sichert so den Fortbestand der Menschheit und der Tiere auf der Erde. Die [[Friedenstaube#Taube in der Bibel|Taube]] spielt in der biblischen Sintflut-Erzählung die Rolle des frohen Botschafters: Eine von Noach ausgelassene Taube kehrt mit einem frischen [[Olivenbaum|Olivenzweig]] im Schnabel zur Arche zurück {{Bibel|Gen|8|11}}. Nach der Flut übergibt JHWH den Menschen die unbeschränkte Herrschaft über alles Leben auf der Erde {{Bibel|Gen|9|1–2}}. JHWH schließt einen [[Bund (Bibel)|Bund]] mit Noach, verspricht, es werde nie wieder eine Sintflut geben, und setzt den Regenbogen als Zeichen hierfür in die Wolken {{Bibel|Gen|9|8–17}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche mythologische Fluterzählungen sind aus vielen Kulturen überliefert. Eine besonders enge Verwandtschaft lässt sich mit dem viel älteren sumerisch-babylonischen [[Atraḫasis-Epos]] (etwa 1800 v. Chr.) und seinem Sintfluthelden &amp;#039;&amp;#039;[[Ziusudra]]&amp;#039;&amp;#039; sowie mit dem griechischen [[Deukalion]]-Epos (etwa 1400 v. Chr.) erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Noachs drei Söhne werden in der sogenannten [[Völkertafel (Bibel)|„Völkertafel“]] der Genesis die damals den Hebräern bekannten Völker zurückgeführt ({{B|Gen|10|1–32}}; {{B|1 Chr|1|5–23}}): Auf Sem die [[Semiten]], auf Ham die [[Hamiten]] (dunkelhäutige Afrikaner) und auf Jafet die [[Jafetiten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verfluchung Hams durch Noach ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Drunkenness of Noah bellini.jpg|mini|[[Giovanni Bellini]]: [[Die Trunkenheit Noahs (Bellini)|Die Trunkenheit Noahs]]; der betrunkene Noah wird von seinen Söhnen entdeckt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Noah curses Ham (89393683).jpg|mini|[[Gustave Doré]]: Noah verflucht seinen Enkel Kanaan (links)]]&lt;br /&gt;
Noach ist der biblischen Erzählung nach ein Mann des Ackerbodens und der ersterwähnte Weinberg-Pflanzer ({{B|Gen|9|20}}). Der ersterwähnte Ackerboden-Bearbeiter war gemäß der Bibel {{Bibel|Gen|4|2|ELB}} hingegen bereits [[Kain]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noachs Sohn Ham entdeckte den nach Alkoholkonsum in seinem Zelt unbekleidet eingeschlafenen Vater. Er erzählte seinen Brüdern Sem und Japhet davon, die daraufhin die Blöße des Vaters mit einem Tuch bedeckten, ohne diesen dabei anzusehen. Als der Vater erwachte und erfuhr, was passiert war, verfluchte er Hams Sohn [[Kanaan (biblische Person)|Kanaan]] und alle seine Nachkommen dazu, Knechte seiner Brüder zu sein ([[Ham (Bibel)#Der Fluch über Hams Sohn Kanaan|Der Fluch über Ham]]). Zugleich werden Hams Brüder durch den besonderen Segen ihres Vaters ausgezeichnet, da sie ihn zugedeckt hatten.{{Bibel|Gen|9|21–27}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Bibelübersetzungen in neuzeitliche Sprachen legen nahe, dass Ham seinen betrunkenen Vater zufällig nackt gesehen habe und dieser dafür dessen Sohn Kanaan verfluchte. Die Strafe erscheint dafür jedoch unverhältnismäßig und unverständlich, so dass in der Regel mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen der Umgang Hams mit den Ereignissen als die eigentliche Verfehlung interpretiert wird: er verhöhnte seinen schutzlosen Vater statt ihn zu ehren und zu schützen, wie es seine Pflicht als Sohn gewesen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere moderne Interpretationen identifizieren die Tat durch eine Analyse der [[Hebräische Sprache|hebräischen]] Originalpassage als einen sexuellen Übergriff; Varianten sprechen von [[Voyeurismus]] oder [[Inzest]] mit der Mutter, für den die Aufdeckung der Nacktheit des Vaters nur ein stellvertretendes Bild darstelle; vor diesem Hintergrund scheint der Fluch gegen den Sohn als Folge der Verfehlung und die Schwere der Strafe plausibel. Eine verbreitete Lesart sieht das Vergehen in einer am hilflosen Vater begangenen [[Homosexualität|homosexuellen]] Handlung, sie findet sich bereits in jüdischen Texten des 5. Jahrhunderts. Ausschließlich in alten jüdischen Texten findet sich daneben die Ansicht, das Vergehen bestehe in einer [[Kastration]] des Vaters.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die Übersicht der Interpretationen bei Nicholas Oyugi Odhiambo: &amp;#039;&amp;#039;Ham&amp;#039;s Sin and Noah&amp;#039;s Curse and Blessing Utterances.&amp;#039;&amp;#039; Author House, 2014, S. 20–30, ISBN 978-1-496-93273-0 ({{Google Buch |BuchID=__lzBQAAQBAJ |SeitenID=PT35}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung dieser Passage ist umstritten, es wurde unterschiedlich ausgelegt, ob der Fluch Ham galt, der die Verfehlung beging, oder tatsächlich seinem Sohn Kanaan. Daraus folgen unterschiedliche Auslegungen, welche Völker durch den Fluch getroffen werden. Er wurde so etwa als [[Legitimation (Politikwissenschaft)|Legitimationsfigur]] für die gottgewollte Überlegenheit der [[Hebräer]] in der Auseinandersetzung mit den [[Kanaaniter]]n verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Interpretationen identifizieren die Nachkommen des Ham als [[Afrika]]ner, damit wurde von Christen später die Versklavung schwarzer Völker biblisch gerechtfertigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephen R. Haynes A.&amp;amp;nbsp;B. Curry Chair of Religious Studies Rhodes College: &amp;#039;&amp;#039;Noah&amp;#039;s Curse. The Biblical Justification of American Slavery.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, USA, 2002, ISBN 978-0-198-03260-1, S.&amp;amp;nbsp;11 ({{Google Buch |BuchID=KS3fXC7X3jcC |Seite=11}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Noach im Talmud: Noachidische Gebote ==&lt;br /&gt;
Der [[Talmud]] leitet aus der biblischen Erzählung den [[Noachidischer Bund|Noachidischen Bund]] und dazugehörige sieben [[Noachidische Gebote]] ab. Diese sind nach jüdischem Verständnis allen Menschen vermacht und daher in den großen Religionen oft angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Nichtjude, der sich an die Noachidischen Gebote hält, kann nach jüdischem Verständnis Anteil an der kommenden Welt wie ein Jude erlangen. Aus diesem Grund besteht aus jüdischer Sicht kein Bedarf an [[Missionierende Religion|Mission]], andere Religionen verdienen Respekt, solange sie umgekehrt auch die jüdische Identität achten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Konversion (Religion)|Konversionswillige]] werden sogar ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie durch die Befolgung der wenigen Noachidischen Gebote bereits vor Gott bestehen können, wogegen sie als Juden alle dem Judentum übergebenen Gebote zu erfüllen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Noach im Neuen Testament ==&lt;br /&gt;
Nach {{B|Lk|17|26–27}} hat Jesus die Tage des [[Menschensohn]]es mit den Tagen vor der [[Sintflut]] verglichen. In {{B|Hebr|11|7}} wird gesagt, dass Noach durch den Glauben die [[Arche Noah|Arche]] gebaut habe und auf diese Weise seine [[Hausgemeinschaft]] habe retten können. {{B|1 Petr|3|20}} vergleicht die Rettung Noachs durch das Wasser mit der Taufe. In {{B|2 Petr|2|5}} wird er „Prediger der Gerechtigkeit“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demnach dürften Jesus und die Autoren des [[Neues Testament|Neuen Testamentes]] Noach als geschichtliche Person und die Sintflut als Realität verstanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Noach in den Apokryphen und Pseudepigraphien ==&lt;br /&gt;
Auch in den [[Apokryphen]] finden sich Spuren Noachs. Im [[Jubiläenbuch]] („Kleine Genesis“) wird die biblische Erzählung viel ausführlicher nacherzählt und erweitert (Jub 5,1–10,17, siehe auch [[Apokalypse des Adam|Die Apokalypse des Adam]]&amp;#039; 69.2–71.5). Die Arche landete auf dem Gipfel des Lubar, einem der Berge des [[Ararat]] ([[Jubiläenbuch|Jub]] 5,28). Nach dem [[Pseudo-Titus-Brief]] suchten die Söhne Noachs nach der Sintflut Orte zum Städtebauen und benannten sie nach ihren Frauen. Die Namen der Städte sind Neelatamauk (Ham), Adataneses (Jafet), Sedeketelebab (Sem) (Jub 7,14–16). Später verlost Noach die Erde an seine Söhne. Die Erdmitte bekommt Sem, der Süden geht an Ham, Jafet erhält den Norden (Jub 8,10–30, [[Apokalypse des Adam|ApokAd]] 72.15). In der [[Apokalypse des Paulus (NHC)|Apokalypse des Paulus]] trifft [[Paulus von Tarsus|Paulus]] in einer Vision auf Noach. Dieser erzählt ihm, er habe an der Arche 100 Jahre gebaut, ohne sich zu waschen und die Kleidung zu wechseln (ApkPaul 50). Nach dem [[Apokryphon des Johannes]] überlebten Noach und seine Nachkommen nicht in einer Arche, sondern in einer Lichtwolke ([[Apokryphon des Johannes|AJ]] 28.30–29.10).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name von Noachs Gattin wird in der Bibel selbst nirgends erwähnt. Im 14. Kapitel der apokryphen Schrift „[[Syrische Schatzhöhle|Die Schatzhöhle]]“ wird ihr Name allerdings genannt: Dort heißt sie Haikal und ist Tochter der Namos und Enkelin des Henoch, der hier als Bruder des Metusala genannt wird. Wie auch im ersten Buch Mose sind die gemeinsamen Kinder von Haikal und Noach Sem, Cham (Ham) und Japhet. Noach heiratete [[Haikal (Apokryh)|Haikal]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerard P. Luttikhuizen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Eve&amp;#039;s Children: The Biblical Stories Retold and Interpreted in Jewish and Christian Traditions.&amp;#039;&amp;#039; (Band 5 Themes in Biblical Narrative Series)Brill, Leiden 2003, ISBN  978-9-00412-615-2, S.&amp;amp;nbsp;198&amp;lt;/ref&amp;gt; demnach auf Geheiß Gottes, als er bereits fünfhundert Jahre alt war, wobei ihm auch gleich die Sintflut angekündigt wurde. Nach rabbinischer Tradition heißt sie dagegen [[Naama (Bibel)|Naama]] und ist die Tochter von [[Lamech]] und [[Zilla (Bibel)|Zilla]]. Im [[Buch der Jubiläen]] heißt sie Emzara (Jub 4,33).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Noah im Koran ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Noah islam.jpg|mini|Detail einer muslimischen Darstellung aus dem 16. Jh.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gora Nûh Cizîra Botan 2009 2.JPG|mini|Grabmal Noachs in [[Cizre]]]]&lt;br /&gt;
Im [[Koran]] wird Noah an 26&amp;lt;ref&amp;gt;Brinner: Artikel Noah in Encyclopedia of Qur&amp;#039;án &amp;lt;/ref&amp;gt; Stellen erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu Heinrich Speyer: &amp;#039;&amp;#039;Die biblischen Erzählungen im Qoran&amp;#039;&amp;#039;. Gräfenhainchen 1931. S. 89–116.&amp;lt;/ref&amp;gt; So enthält [[Sure 11]], 25–48 eine Version der Sintfluterzählung. Wie in der biblischen Erzählung belädt Noach hier sein Schiff jeweils mit einem Paar von jeder Tiergattung, mit seiner Familie und mit den wenigen Menschen, die noch gläubig sind (Sure 11:40). Ein besonderes Element der koranischen Noah-Erzählung ist der ungläubige Sohn Noahs, der nicht in seinem Schiff mitfahren, sondern sich auf einen Berg begeben will, dort aber in den Fluten ertrinkt (Sure 11:42–43). Als Noah Gott wegen seines Sohnes anruft, wird er von diesem belehrt, dass sein Sohn nicht zu seiner Familie gehört, und aufgefordert, sich nicht in unrechter Weise für ihn einzusetzen (Sure 11:45–46), weil über ihn bereits der Ausspruch (der Vorherbestimmung) vorliegt (Sure 11:40). Eine genaue Parallelerzählung zu dem koranischen Bericht ist in der christlichen und jüdischen Tradition nicht zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Speyer, 106.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der islamische Mystiker und Dichter [[Dschalal ad-Din ar-Rumi|Rumi]] interpretiert die Arche als die göttliche Führung durch den Propheten [[Mohammed]] und bezieht sich auf ein [[Hadith]], das dem Propheten zugeschrieben wird und in dem dieser sich mit der Arche Noah vergleicht (Wer einsteigt, wird gerettet).&amp;lt;ref&amp;gt;Band IV, Verse 3357 ff. Siehe dazu das Furunzanfar: Ahadithe Mathnawi, Nummer 698 und 575.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser sicheren Führung durch göttliche Inspiration (Arche) stellt er die menschliche Erkenntnisfähigkeit als Schwimmen gegenüber, die letzten Endes zum Ertrinken führt, wie beim Sohn Noahs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Koranstellen zum Thema sind [[Sure 7]]:59–64, [[Sure 10]]:71–73, [[Sure 26]]:105–122, [[Sure 37]]:75–81. Außerdem ist die [[Sure 71]] nach Noah ({{arF|نوح|w=Nuh|d=Nūḥ}}) benannt. In dieser Sure sind die Bitten und Drohungen des von Gott gesandten Noah beschrieben, die die Menschen zur Umkehr bewegen sollten. In Vers 23 werden mehrere Götter genannt. „Und sie sagen (zueinander): ‚Lasst eure Götter nicht im Stich. Und verlasst weder Wadd noch Suwa’ noch Yaguth und Ya’uq und Nasr.‘“ Als nicht auf Noah gehört wird, schlägt er Gott vor, keinen der Ungläubigen auf Erden zu lassen (Sure 71:26).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach islamischer Tradition landete Noah mit seiner Arche nicht auf dem Berg Ararat, sondern auf dem al-Dschudi, der mit dem Berg [[Cudi Dağı]] in der Türkei gleichgesetzt wird. Von dort machte er sich auf und gründete die Stadt [[Şırnak]], deren Name sich von &amp;#039;&amp;#039;Şehr-i Nuh&amp;#039;&amp;#039; – Noahs Stadt – ableiten soll. Noah soll in [[Cizre]] (Südostanatolien) bestattet worden sein, wo sein Grab als [[Türbe]] verehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Noach im Bahaitum ==&lt;br /&gt;
Das [[Bahaitum]] interpretiert die Symbolik der Noachlegende [[Allegorie|allegorisch]]: Zum einen erscheint Noach als der Kapitän, der „Heilige Seefahrer“, der mit seiner Lehre (die Arche) die Gläubigen zur Erkenntnis Gottes führt („heiligen Stränden“)&amp;lt;ref&amp;gt;Sours: The Tablet of the Holy Mariner, S. 46 f. Diese Bild taucht auch im frühen Christentum auf, z. B. bei Ephraim dem Syrer, der in seiner Nisibensischen Hymne 1,35 Christus als den „Piloten der Arche“ bezeichnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Annahme des neuen Offenbarers durch geistig offene Menschen wird mit der Landung der Arche auf dem Berg [[Ararat]] verglichen.&amp;lt;ref&amp;gt;Balyuzi: Der Herr der Herrlichkeit, S. 224.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Sintflut wird ausgelegt als der Untergang der überkommenen Welt- und Gesellschaftsordnung, wenn die neue Religion erscheint (Untergang des [[Römisches Reich|Römischen Reiches]] in seiner antiken Form).&amp;lt;ref&amp;gt;Abud&amp;#039;l-Fadl: Fará&amp;#039;id. S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem erscheint die Arche als Sinnbild für die durch den Offenbarer Religionsgemeinschaft bzw. der gestifteten Institutionen, z. B. das Universale Haus der Gerechtigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Bahaullah: Botschaften aus Akka 1:4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Noach bei den Mormonen ==&lt;br /&gt;
In der Theologie der [[Mormonen]] ist Noach die Verkörperung des [[Gabriel (Erzengel)|Erzengels Gabriel]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://denversnuffer.com/2015/12/adams-religion/ |titel=Adam’s Religion |hrsg=denversnuffer.com |datum=2015-12-21 |zugriff=2017-08-26 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fairmormon.org/Antworten/Mormonismus_und_Tempel/Elias_und_Elijah_im_Kirtland_Tempel |titel=Elias und Elijah im Kirtland Tempel |hrsg=www.fairmormon.org |datum=2017 |zugriff=2017-08-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziusudra bei den Sumerern und Babyloniern ==&lt;br /&gt;
Im [[Sumerer|sumerischen]] [[Atraḫasis-Epos]] ([[Mesopotamien]], etwa zwischen 2000 v. Chr. und 1800 v. Chr. verfasst) rettet Atraḫasis, gewarnt vom Erdgott [[Enki]], die Menschheit vor einer von den Göttern entfesselten Sintflut durch den Bau eines Schiffes. Eine Version der [[sumerische Königsliste|sumerischen Königsliste]] verzeichnet Atraḫasis mit dem Namen [[Ziusudra]] als Sohn des Königs [[Ubar-Tutu]] von [[Šuruppak]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Sintflut-Geschichte findet sich später auch im [[Babylonien|babylonischen]] [[Gilgamesch-Epos]] (um 1200 v. Chr.) wieder, in der Atraḫasis [[Uta-napišti]] genannt wird. Laut Gilgamesch-Epos soll die Flut ihren Ausgang in Šuruppak genommen haben und das Schiff am Berg [[Nisir]] gestrandet sein. Uta-napišti sendet dann zuerst eine Taube, später eine Schwalbe und schließlich einen Raben aus. Als der Rabe nicht zurückkehrt, wusste er, dass das Land wieder begehbar war. Das Gilgamesch-Epos war in immer neuen Fassungen über Jahrhunderte grundlegende Schullektüre im Vorderen Orient. Es wurde ins [[Hethitische Sprache|Hethitische]] und [[Hurritische Sprache|Hurritische]] übersetzt, zudem ist eine [[Elamische Sprache|elamische]] Version bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Igor Michailowitsch Djakonow]], N. B. Jankowska |Titel=An Elamite Gilgameš Text from Argištihenele, Urartu (Armavir-blur, 8th Century B. C.) |Sammelwerk=Zeitschrift für Assyriologie |Band=80 |Datum=1990 |Seiten=102–123}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenktage ==&lt;br /&gt;
* evangelisch: [[29. November]] im Kalender der [[Lutheran Church – Missouri Synod|Lutherischen Kirche – Missouri-Synode]]&lt;br /&gt;
* römisch-katholisch: [[16. Dezember]] (wird hier nicht als Heiliger oder Seliger geführt)&lt;br /&gt;
* orthodox: [[10. Mai]], 3. Advent&lt;br /&gt;
* armenisch: [[26. Dezember]]&lt;br /&gt;
* koptisch: [[1. August]], [[7. September]]&lt;br /&gt;
* syrisch: [[2. Mai]]&lt;br /&gt;
* islamisch: [[Aschura]] (10. [[Muharram]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Noah in den Medien ==&lt;br /&gt;
siehe: [[Arche Noah#Literatur|Arche Noah in Film und Literatur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Ebach]]: &amp;#039;&amp;#039;Noah. Die Geschichte eines Überlebenden.&amp;#039;&amp;#039; Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2001.&lt;br /&gt;
* Bernhard Kirchmeier: &amp;#039;&amp;#039;Der Noachbund. Eine umfassende Analyse.&amp;#039;&amp;#039; Grin, München 2009, ISBN 978-3-640-48301-3.&lt;br /&gt;
* [[Gabrielle Oberhänsli-Widmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Biblische Figuren in der rabbinischen Literatur. Gleichnisse und Bilder zu Adam, Noah und Abraham im [[Midrasch]] Bereschit Rabba.&amp;#039;&amp;#039; Lang, Bern 1998.&lt;br /&gt;
* [[Elie Wiesel]]: &amp;#039;&amp;#039;Noah oder die Verwandlung der Angst. Biblische Porträts.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg im Breisgau 2000.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070609100701/http://www.bautz.de/bbkl/n/noe.shtml |band=6|spalten=963–968|autor=[[Georgios Fatouros]]|artikel=Noe (Noah)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Noah (Biblical figure)}}&lt;br /&gt;
* {{WiBiLex|29356|Noah|Autoren=[[Kathrin Gies]]|Abruf=2023-10-02}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118641328}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118641328|LCCN=n82052547|VIAF=11187922}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Noach| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Buch Genesis|Noah]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des evangelischen Namenkalenders]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prophet des Islam]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Redaktor GLAM</name></author>
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