<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=No-show</id>
	<title>No-show - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=No-show"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=No-show&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T05:37:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=No-show&amp;diff=1106722&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gak69: Bildbeschreibung eingefügt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=No-show&amp;diff=1106722&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-11T23:29:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bildbeschreibung eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:AUT — Bundesland Salzburg — Salzburg (Stadt) — Rainerstraße 12—14 (Hotel Brunauer · Rechnung “No Show”) Mattes Scan 2022.jpg|mini|Rechnung für das Nichterscheinen bei gebuchtem Hotelaufenthalt, sog. “No Show”]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;No-show&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS}} für „Nichterscheinen“) ist vor allem im [[Tourismus]] der [[Anglizismus]] für das Nichterscheinen [[Reisender#Reiserecht|Reisender]] trotz bestätigter [[Buchung (Reise)|Buchung]] und ohne Ankündigung gegenüber dem [[Reiseveranstalter]], der [[Fluggesellschaft]], dem [[Beherbergungsbetrieb]] oder Ähnlichem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Der No-show gehört zu den [[Fluktuation]]en wie [[Stornierung]] oder [[Umbuchung]]. Anders als bei diesen wird das Nichterscheinen jedoch dem Veranstalter vorher nicht angekündigt, so dass mindestens ein [[Sitzplatz]] im [[Flugzeug]], ein [[Zimmer]] im [[Hotel]] oder eine [[Kabine]] im [[Schiff]] unbesetzt bleiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kompakt-Lexikon Management&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Kompakt-Lexikon Management |Hrsg=Springer Fachmedien Wiesbaden |Verlag=Springer Gabler |Ort=Wiesbaden |Datum=2013 |ISBN=978-3-658-03024-7 |Seiten=426 |Online={{Google Buch |BuchID=5ZkuBAAAQBAJ |Seite=426}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch bei [[Veranstaltung]]en kommt der No-show vor, wenn jemand trotz gültiger [[Eintrittskarte]] nicht erscheint. Neben dem No-show ist noch die [[Verspätung]] ({{enS|late-show}}) oder – hier nicht relevant – der [[Qualitätsmangel]] ({{enS|bad-show}}) bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
No-shows führen dazu, dass einstmals verkaufte [[Dienstleistung]]en plötzlich wieder verfügbar sind, aber durch fehlende oder zu geringe [[Überbuchung]] nicht belegt werden ({{enS|spoilage}}). Lässt man in dieser Situation Überbuchungen zu, kann eine angestrebte [[Vollbeschäftigung|Vollauslastung]] erreicht werden. Erscheinen dann jedoch gleichzeitig auch die No-Show-Kunden, kommt es zur Überbuchung mit der Folge der Abweisung von Kunden ({{enS|spill}}).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kompakt-Lexikon Management&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfragen ==&lt;br /&gt;
Durch [[Flugbuchung]]en, Hotelbuchungen oder sonstigen [[Eintrittskarte|Kartenverkauf]] ist ein [[Vertrag]] zustande gekommen. Dieser verpflichtet die Fluggesellschaft, das Hotel oder den Veranstalter, dem Kunden einen Sitzplatz oder ein Zimmer zu einem bestimmten [[Termin]] zu reservieren. Es obliegt dem Kunden, diesen Termin durch sein Erscheinen beim [[Check-in]] einzuhalten. Kommt der Kunde dem nicht nach, so wird der Veranstalter bei einem [[Absolutes Fixgeschäft|absoluten Fixgeschäft]] gemäß {{§|275|bgb|juris}} Abs. 1 BGB von seiner Leistungspflicht befreit. Fixgeschäfte – wie bei einem einzigen Veranstaltungstermin – erfordern die Einhaltung einer genau bestimmten [[Leistungszeit]] (fester Termin) als wesentlicher Inhalt der [[vertrag]]lichen [[Leistung (Recht)|Leistungspflicht]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dirk Looschelders]]: &amp;#039;&amp;#039;Schuldrecht Allgemeiner Teil.&amp;#039;&amp;#039; 10. Auflage. Vahlen, München 2012, ISBN 978-3-8006-3990-8, §&amp;amp;nbsp;35 Rn.&amp;amp;nbsp;705.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein späteres Nachholen durch [[Nacherfüllung]] ist daher nicht möglich und folglich auch nicht geschuldet. Weil der Kunde als Gläubiger gemäß {{§|293|bgb|juris}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] in [[Annahmeverzug]] gerät, behält der Veranstalter auch seinen Anspruch auf die Gegenleistung, hier die Zahlung des Gelds für das Ticket. Das Ticket verfällt entschädigungslos. Der Fluggast [[Stornierung|storniert]] [[konkludent]] durch sein endgültiges Nichterscheinen seine Sitzplatzbuchung auf dem entsprechenden Flug.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jens Peter Janköster |Titel=Fluggastrechte im internationalen Luftverkehr |Verlag=Mohr Siebeck |Ort=Tübingen |Datum=2009 |ISBN=978-3-16-150038-1 |Seiten=113 |Online={{Google Buch |BuchID=xyrfErVRTuoC |Seite=113}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Pauschalreise]] sieht dagegen die [[herrschende Meinung]] mit [[Ernst Führich]] im Nichterscheinen zur Abreise einen durch [[schlüssiges Verhalten]] erklärten [[Rücktritt (Zivilrecht)|Rücktritt]] gemäß {{§|651h|bgb|juris}} Abs. 1 BGB.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ernst Führich |Titel=Basiswissen Reiserecht: Grundriss des Pauschal- und Individualreiserechts |Auflage=4 |Verlag=Vahlen |Ort=München |Datum=2018 |ISBN=978-3-8006-5221-1 |Seiten=63 f. |Online={{Google Buch |BuchID=Wo5jDwAAQBAJ |Seite=63}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierbei verliert der Reiseveranstalter den Anspruch auf den vereinbarten Reisepreis, er kann jedoch eine angemessene Entschädigung ([[Storno]]kosten) verlangen. Ein [[Verkehrsstau]] oder eine Zugverspätung bei der Anreise zum Flughafen sind ein Risiko in der [[Privatsphäre]] des Reisenden, sein Anspruch auf den Flugpreis bleibt bestehen ({{§|326|bgb|juris}} Abs. 2 BGB).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ernst Führich |Titel=Basiswissen Reiserecht: Grundriss des Pauschal- und Individualreiserechts |Auflage=4 |Verlag=Vahlen |Ort=München |Datum=2018 |ISBN=978-3-8006-5221-1 |Seiten=164}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Fluggesellschaften verwenden in ihren [[Allgemeine Geschäftsbedingungen (Deutschland)|AGB]] die [[Klausel (Recht)|Klausel]], dass der Rückflug oder Weiterflug entschädigungslos verfällt, wenn der Hinflug nicht angetreten wird. Sie machen zur Bedingung, dass die Flüge in der im [[Ticket (Luftfahrt)|Flugschein]] angegebenen Reihenfolge angetreten werden müssen. Der [[Bundesgerichtshof]] (BGH) erklärte diese Klausel im Falle der [[Lufthansa]] und [[British Airways]] für [[Unwirksamkeit|unwirksam]].&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 29. April 2010, Az.: Xa ZR 5/09 = {{Rspr|BGH NJW 2010, 1958}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lufthansa hat daraufhin ihre AGB angepasst und verlangt einen Preisaufschlag. Gegen Kunden, die den Rückflug verfallen lassen, geht sie rechtlich vor, um den Preisaufschlag nachträglich einzutreiben. Ein Gerichtsverfahren hierzu ist noch offen (siehe: [[Ticket (Luftfahrt)#No-Show]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== No-Show-Prognose-Management ==&lt;br /&gt;
No-shows sind überall dort von Bedeutung, wo die knappen – und kurzfristig nicht vergrößerbaren [[Kapazität (Wirtschaft)|Kapazitäten]] – eine Vollauslastung erfordern. Es bedarf daher in betroffenen Unternehmen eines No-Show-Managements im Rahmen des [[Ertragsmanagement]]s. So beginnt beispielsweise die [[Lufthansa]] bereits 361 Tage vor dem [[Abflug]]termin, das Prognoseprogramm für jeden Flug mit Informationen zu versorgen. Hierzu gehören etwa das [[Kundenverhalten]] an jedem Abflugort, [[Feiertag]]skonstellationen, aktuelle [[Wettervorhersage]]n oder landesbedingte Eigenheiten. Während die No-Show-Quote in [[Japan]] sehr gering ist, liegt sie in [[Indien]] sehr hoch. [[Vielfliegerprogramm|Vielflieger]] weisen geringe No-Show-Quoten, Spätbucher (englisch {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;[[last minute]]&amp;#039;&amp;#039;}}) höhere auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Tobias von Martens |Titel=Kundenwertorientiertes Revenue Management im Dienstleistungsbereich |Verlag=Gabler |Ort=Wiesbaden |Datum=2009 |ISBN=978-3-8349-1598-6 |Seiten=170 |Online={{Google Buch |BuchID=3Cvr67_cS3cC |Seite=170}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jährlich verzeichnet die Lufthansa etwa 3 Millionen Kunden, die nicht am Check-in erscheinen, etwa 300.000 Passagiere wurden 2015 auf eigentlich ausgebuchten Flügen doch noch befördert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.t-online.de/leben/reisen/reisetipps/id_79681692/-no-shows-wie-airlines-mit-fernbleibenden-passagieren-umgehen.html &amp;#039;&amp;#039;Wenn Passagiere trotz Ticket nicht ins Flugzeug steigen.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;T-online.de.&amp;#039;&amp;#039; 13. Januar 2017, abgerufen am 18. Juli 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei ausgebuchten Flügen werden bis zum Abflugtag durchschnittlich 10 % Überbuchungen – abhängig von den Ergebnissen des Prognoseprogramms – angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Fluggesellschaften oder Hotels müssen bei ihrer [[Planung]] davon ausgehen, dass durch kurzfristige Stornierungen oder No-shows stets eine unbestimmte Zahl von Sitzplätzen oder Zimmern unbesetzt bleiben würde, sodass die angestrebte Vollauslastung nicht erreicht würde. Um dies zu vermeiden, nehmen sie Überbuchungen vor, gehen jedoch hiermit das Risiko ein, dass die No-shows plötzlich doch auftauchen, was die Überbuchung sichtbar werden lässt. No-shows erreichen bei den meisten Flügen etwa zehn Prozent, manchmal aber bis zu 40 % aller [[Flugbuchung]]en. So konnte [[United Airlines]] 1975 mehr als 840.000 ihrer 30 Millionen Passagiere auf Plätzen von No-shows befördern, Plätzen also, die sonst leer geblieben wären.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Strafgebühr für „No-shows“ nicht durchsetzbar.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit.&amp;#039;&amp;#039; 5. Januar 1979 ([https://www.zeit.de/1979/02/strafgebuehr-fuer-no-shows-nicht-durchsetzbar Online]; Anmeldung erforderlich).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Fußball-Bundesliga]] liegt die No-Show-Rate, also der Anteil der Ticket-Inhaber, die am Spieltag nicht ins Stadion kommen, bei rund 10 Prozent und ist in der [[Tendenz]] leicht steigend.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dominik Schreyer, Daniel Däuper |Titel=Determinants of spectator no-show behaviour: first empirical evidence from the German Bundesliga |Sammelwerk=Applied Economics Letters |Band=25 |Nummer=21 |Datum=2018-12-15 |ISSN=1350-4851 |Online=https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/13504851.2018.1430314 |DOI=10.1080/13504851.2018.1430314 |Seiten=1475–1480 |Abruf=2019-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dominik Schreyer |Titel=Football spectator no-show behaviour in the German Bundesliga |Sammelwerk=Applied Economics |Datum=2019-05-07 |ISSN=0003-6846 |Online=https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/00036846.2019.1602709 |DOI=10.1080/00036846.2019.1602709 |Seiten=1–20 |Abruf=2019-05-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den [[USA]] verzeichnete der [[Major League Soccer]] Club [[Atlanta United]] im Jahr 2018 eine No-Show-Rate von etwa 11 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Tim Tucker |url=https://www.ajc.com/sports/here-are-the-real-numbers-falcons-atlanta-united-attendance/pDaXREGesQjRWlUlZfx29L/ |titel=Here are the real numbers on Falcons, Atlanta United attendance |datum=2019-03-08 |zugriff=2019-03-14 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim [[Schweiz]]er Fußball-Club [[FC Basel]] beträgt die No-Show-Rate je nach Spiel bis zu 25 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christoph Kieslich |url=https://tageswoche.ch/sport/der-fcb-umwirbt-sein-muede-gespieltes-stammpublikum/ |titel=Der FCB kämpft um sein müdes Stammpublikum |datum=2018-02-24 |zugriff=2019-03-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da bei Sportveranstaltungen oftmals noch keine Überbuchungen vorgenommen werden, kann bei ausverkauften Spielen interessierten Zuschauern ohne Ticket kein Zutritt gewährt werden. Dementsprechend kommt es oft zu Mindereinnahmen in den Bereichen Catering und Merchandising.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dominik Schreyer, Sascha L. Schmidt, Benno Torgler |Titel=Football Spectator No-Show Behavior |Sammelwerk=Journal of Sports Economics |Band=20 |Nummer=4 |DOI=10.1177/1527002518784120 |Seiten=580-602}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Stimmung in den Stadien wird in Mitleidenschaft gezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Noshow}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Logistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Management]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Planung und Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrswirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Phrase]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gak69</name></author>
	</entry>
</feed>