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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Nmin</id>
	<title>Nmin - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T14:23:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nmin&amp;diff=551499&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;JFH-52: /* Schutzgebiets- und Ausgleichsverordnung in Baden-Württemberg */  tk entsprechend WP:TYP#Kursiv auszeichnen</title>
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		<updated>2023-08-13T13:31:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schutzgebiets- und Ausgleichsverordnung in Baden-Württemberg: &lt;/span&gt;  tk entsprechend &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:TYP&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:TYP (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:TYP#Kursiv auszeichnen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{SEITENTITEL:N&amp;lt;sub&amp;gt;min&amp;lt;/sub&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;N&amp;lt;sub&amp;gt;min&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man den Gehalt eines [[Kulturboden|Bodens]] an verfügbarem mineralisierten [[Stickstoff]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== N&amp;lt;sub&amp;gt;min&amp;lt;/sub&amp;gt;-Methode ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der N&amp;lt;sub&amp;gt;min&amp;lt;/sub&amp;gt;-Methode erfolgt für landwirtschaftliche Böden üblicherweise im Frühjahr die Ermittlung einer bedarfsgerechten Stickstoffdüngermenge. Mit dieser Untersuchungsmethode wird der pflanzenverfügbare, derzeit mineralisierte Stickstoff im Boden durch Auswertung von [[Bodenprobe]]n ermittelt. Vorteil der Methode ist eine relativ exakte Erfassung des mobilen [[Stickstoff]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;gehaltes, der von den Pflanzen unmittelbar aufgenommen werden kann. Je nach Mineralisationsrate wird dieser Wert später während der Wachstumsphase der Pflanzen durch den weiteren Temperatur- und Feuchteverlauf im Boden stark verändert. Dies ist bei der Düngung zu berücksichtigen. Gegebenenfalls kann die Mineralisation durch ein agrarmeteorologisches Vorhersagemodell abgeschätzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine aussagekräftige Düngeempfehlung erstellen zu können, müssen die Bodenproben für die N&amp;lt;sub&amp;gt;min&amp;lt;/sub&amp;gt;-Analyse bis zur durchwurzelbaren Bodentiefe entnommen werden. Der pflanzenverfügbare Stickstoff ist im Boden sehr mobil und wird bei Regen in tiefere Schichten verlagert und bei Erwärmung durch Kapillarwirkung zur Oberfläche transportiert. Für eine Beprobung bis zu einer Tiefe von 90&amp;amp;nbsp;cm steht für die manuelle Entnahme der [[Pürckhauer]]-Bohrstock zur Verfügung, für eine maschinelle Entnahme sind verschiedene Varianten im Einsatz. Um den zum Zeitpunkt der Probenahme im Boden vorhandenen N&amp;lt;sub&amp;gt;min&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalt exakt ermitteln zu können, müssen die gezogenen Proben sofort nach der Entnahme in ein Bodenlabor gebracht oder bei einer Temperatur von 2–4 °C zwischengelagert werden. Andernfalls kann es durch die Aktivität von Mikroorganismen zu einer Erhöhung des N&amp;lt;sub&amp;gt;min&amp;lt;/sub&amp;gt;-Wertes kommen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Probenahme mit Pürckhauer-Bohrstock.jpg|N&amp;lt;sub&amp;gt;min&amp;lt;/sub&amp;gt;-Probenahme mit Pürckhauer-Bohrstock&lt;br /&gt;
Probenahme mit Leichtfahrzeug.jpg|N&amp;lt;sub&amp;gt;min&amp;lt;/sub&amp;gt;-Probenahme mit einem Leicht&amp;amp;shy;fahrzeug, das mit Stromaggregat, elektrischem Schlag&amp;amp;shy;hammer und Zieh&amp;amp;shy;gerät ausgestattet ist&lt;br /&gt;
Nitrat-Bodenproben in ordnungsgemäßer Isolierbox.jpg|N&amp;lt;sub&amp;gt;min&amp;lt;/sub&amp;gt;-Proben müssen in Isolierboxen vor Erwärmung und Sonneneinstrahlung geschützt werden, um eine aussage&amp;amp;shy;kräftige Düngeemp&amp;amp;shy;fehlung erstellen zu können.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erfassung des N&amp;lt;sub&amp;gt;min&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehaltes im Boden ermöglicht eine sparsame, bedarfsgerechte [[Düngung]], vermeidet Folgeschäden durch [[Nitratauswaschung]] ins Grundwasser und erhöht die Qualität der Pflanzenkultur – Vermeidung von Überdüngung (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Lagergetreide]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung der N&amp;lt;sub&amp;gt;min&amp;lt;/sub&amp;gt;-Methode ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Mineralstickstoffgehalt des Bodens als Maßstab für den Stickstoffdüngerbedarf.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
Die N&amp;lt;sub&amp;gt;min&amp;lt;/sub&amp;gt;-Methode geht auf die Forschungsarbeit von [[Jürgen Wehrmann]] und [[Hans-Christof Scharpf]] am Institut für Pflanzenernährung&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ipe.uni-hannover.de/de/institut/profil/ |titel=Profil – Institut für Pflanzenernährung |sprache=de |abruf=2021-08-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[Technische Universität Hannover|Technischen Universität Hannover]] sowie die Dissertation von Hans-Christof Scharpf mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Der Mineralstickstoffgehalt des Bodens als Maßstab für den Stickstoffdüngerbedarf&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 1977 zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die korrekte Bestimmung des Nitratgehalts im Boden war für die Landwirtschaft und im Gartenbau essentiell, um Unter- bzw. Überdüngung der Kulturen zu vermeiden. Neben den wirtschaftlichen Schäden durch Ernteausfälle wurden die hohen Nitratgehalte in Gemüse und Grundwasser in Folge von Überdüngung unter gesundheitlichen und ökologischen Gesichtspunkten zunehmend kritisch gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den entscheidenden Durchbruch in der Forschungsarbeit brachte die Erkenntnis, dass zur Bestimmung des Stickstoffgehalts (überwiegend in Form von Nitrat) die Bodenschicht bis zu 100&amp;amp;nbsp;cm Tiefe heranzuziehen sind. Bis dahin war man von einer Bestimmung ausschließlich in der sog. Krume (obersten Bodenschicht bis 20&amp;amp;nbsp;cm Tiefe) ausgegangen. Am Beispiel von Winterweizen wurde nachgewiesen, dass auch die im Unterboden vorhandenen Nitratvorräte durch die Kulturen vollumfänglich aufgenommen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der für den Höchstertrag notwendige N&amp;lt;sub&amp;gt;min&amp;lt;/sub&amp;gt;-Sollwert lässt sich durch die Addition des N&amp;lt;sub&amp;gt;min&amp;lt;/sub&amp;gt;-Vorrats im Boden (Summe des löslichen Stickstoffs im Boden bis 1&amp;amp;nbsp;m Tiefe) und dem zu düngenden Mineralstickstoffs erzielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ermittlung des Düngerbedarfes ==&lt;br /&gt;
Wenn eine Kultur wie [[Zuckerrübe]]n 150&amp;amp;nbsp;kg Stickstoff/[[Hektar|ha]] erhalten soll (Sollwert), so ist der N&amp;lt;sub&amp;gt;min&amp;lt;/sub&amp;gt;-Wert des Bodens abzuziehen (zum Beispiel 60&amp;amp;nbsp;kg/ha). Das Ergebnis ist die Düngermenge (90&amp;amp;nbsp;kg Stickstoff/ha), die ausgebracht werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nmin-Sollwerte werden für die meisten Pflanzenarten in Düngungsversuchen ermittelt. Diese Sollwerte können in Abhängigkeit von der Ertragserwartung und den Standortbedingungen regional unterschiedlich sein.  Daher wird empfohlen, die Nmin-Sollwerte von Getreide, Kartoffeln und Mais durch standortabhängige Zu- oder Abschläge zu korrigieren.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Baumgärtel u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Empfehlungen zur Stickstoffdüngung nach der Nmin-Methode.&amp;#039;&amp;#039; 2010. {{Webarchiv |url=http://www.lufa-nord-west.de/data/documents/Downloads/IFB/Nmin__Empfehlungen_zur_N-Duengung.pdf |text=(online) |wayback=20150529013649}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den Anbau von Gemüse wurde ein System von kulturspezifischen Nmin-Sollwerten entwickelt, das die besonderen Anforderungen des gartenbaulichen Pflanzenbaus berücksichtigt.&amp;lt;ref&amp;gt;C. Feller, M. Fink, H. Laber, A. Maync, P. Paschold, H. C. Scharpf, J. Schlaghecken, K. Strohmeyer, U. Weier, J. Ziegler: &amp;#039;&amp;#039;Düngung im Freilandgemüsebau.&amp;#039;&amp;#039; In: M. Fink (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ).&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Heft 4, Großbeeren 2011. [https://www.igzev.de/publikationen/IGZ_Duengung_im_Freilandgemuesebau.pdf (online)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutzgebiets- und Ausgleichsverordnung in Baden-Württemberg ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wasserschutzgebiet in Baden-Württemberg.jpg|mini|hochkant|Im Rahmen der SchALVO werden in Wasserschutzgebieten von Mitte Oktober bis Mitte November N&amp;lt;sub&amp;gt;min&amp;lt;/sub&amp;gt;-Proben gezogen]]&lt;br /&gt;
In Baden-Württemberg gilt seit 1988 die &amp;#039;&amp;#039;Schutzgebiets- und Ausgleichsverordnung&amp;#039;&amp;#039; (SchALVO). Diese Verordnung wurde zum 1.&amp;amp;nbsp;März 2001 novelliert und regelt den Schutz des Grundwassers vor Beeinträchtigung durch Stoffeinträge aus der Landbewirtschaftung. Insbesondere ist dabei vorgeschrieben, dass in Wasserschutzgebieten Düngung und Pflanzenschutzmaßnahmen nach guter fachlicher Praxis erfolgen müssen. Im Rahmen der SchALVO sind bestimmte Nitrat-Boden-Werte einzuhalten. Jährlich vom 15.&amp;amp;nbsp;Oktober bis 15.&amp;amp;nbsp;November werden die Böden auf Nitratreste kontrolliert. Werden die N&amp;lt;sub&amp;gt;min&amp;lt;/sub&amp;gt;-Überwachungswerte überschritten, hat dies Anordnungen bzw. Auflagen zur Folge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Stickstoffkreislauf]]&lt;br /&gt;
* [[Hauptnährelement]]&lt;br /&gt;
* [[Bodenuntersuchung]]&lt;br /&gt;
* [[Bodenprobe]]&lt;br /&gt;
* [[Agrarmeteorologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |url=https://hortipendium.de/Stickstoffd%c3%bcngung_nach_den_N-Sollwert-Systemen_-_Nmin,_KNS_und_N-Expert&lt;br /&gt;
   |titel=Stickstoffdüngung nach den N-Sollwert-Systemen - Nmin, KNS und N-Expert&lt;br /&gt;
   |zugriff=2013-07-04}}&lt;br /&gt;
* [https://www.lfl.bayern.de/iab/duengung/ Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft]&lt;br /&gt;
* [https://foerderung.landwirtschaft-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Foerderwegweiser/Schutzgebiets_+und+Ausgleichsverordnung+_SchALVO_+fuer+Wasserschutzgebiete Schutzgebiets- und Ausgleichsverordnung (SchALVO)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenernährung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodenfruchtbarkeit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JFH-52</name></author>
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