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	<title>Njoya - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T13:27:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Njoya&amp;diff=946654&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dreizung: /* Leben */ Link und Großschreibung</title>
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		<updated>2025-01-07T12:30:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Link und Großschreibung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zu weiteren Personen dieser Familie siehe [[Seidu Njimoluh Njoya]], [[Ibrahim Mbombo Njoya]] und [[Nabil Mbombo Njoya]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Njoya of Bamun.jpg|mini|Njoya, König von Bamum]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Njoya&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, seltener auch: &amp;#039;&amp;#039;Njoja&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Njoya Ibrahim&amp;#039;&amp;#039; († [[1933]]) war von 1894 bis 1933 Sultan des [[Königreich Bamum|Königreiches Bamum]] des [[Bamum|Bamum-Volkes]] im Westen des heutigen [[Kamerun]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem Tode seines Vaters [[Nsangou]] 1885 bemächtigte sich zunächst sein Onkel [[Nzi Monkuob]] des Throns, den Njoya schließlich durch ein Bündnis mit den [[Fulbe]] stürzen konnte. Nzi Monkuob durfte aber weiterhin als königlicher Berater fungieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Bernhardt: &amp;#039;&amp;#039;Die Ferne im Blick – Westfälisch-lippische Sammlungen zur Fotografie aus Mission und Kolonien&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Münster 2006, ISBN 3-927204-65-X, S. 146.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Njoya receiving an oil painting.jpg|mini|links|König Njoya erhält ein Ölgemälde mit dem Porträt des Kaisers Wilhelm als Geschenk (1906).]]&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Kolonien|deutschen Kolonisatoren]] hatten, nachdem sie mit den Chiefs der [[Duala (Volk)|Duala]] 1884 „[[Schutzvertrag|Schutzverträge]]“ geschlossen und damit die [[Kamerun (Kolonie)#Inbesitznahme|Inbesitznahme und Unterwerfung Kameruns]] begonnen hatten, bei ihrem Vormarsch ins Hinterland etliche Ethnien massakriert, Dörfer verwüstet und Überlebende zur [[Sklaverei|Sklavenarbeit]] verpflichtet – ein Schicksal, vor dem der junge König Njoya sein Volk durch kluge Diplomatie bewahrt hatte. Er entwickelte ein starkes Interesse für die Kultur des neuen „[[Deutsches Kaiserreich|Mutterlandes]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
König Njoya begrüßte die Deutschen mit großen Feierlichkeiten in seiner [[Residenzstadt]] [[Foumban]], was ihm bald den Titel eines offiziellen [[Indirect rule|Statthalters]] des deutschen Gouvernements einbrachte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Njoja.jpg|mini|Sultan Njoya von Bamoun vor dem Eingang seines Palastes auf dem neuen Perlenthron, Fotografie von [[Marie Pauline Thorbecke]], Bildarchiv der [[Deutsche Kolonialgesellschaft|Deutschen Kolonialgesellschaft]] (Januar 1912)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Njoya and father&amp;#039;s throne.jpg|mini|links|König Njoya, gekleidet in einer deutschen Uniform, neben dem Perlenthron &amp;#039;&amp;#039;Mandu Yenu&amp;#039;&amp;#039;, der ganze Thron ist mit wertvollen [[Glasperle]]n aus Europa und [[Kaurischnecke]]n aus dem [[Indischer Ozean|Indischen Ozean]] bestickt (1906).]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2023 Thron und Fußbank für König Nsangu.jpg|mini|Der umstrittene Kameruner Königsthron zog als Teil des Ethnologischen Museums ins [[Humboldt Forum]] ins neue Berliner [[Berliner Schloss|Stadtschloss]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Afrikaabteilung in Ethnological Museum Berlin 23.JPG|mini|Die Königshaube, Berlin.]]&lt;br /&gt;
König Njoya bemühte sich zeit seines Lebens um ein gutes Verhältnis zum deutschen Kaiserreich, was er auch 1908 unterstrich. Zum [[Kaisers Geburtstag (Deutsches Kaiserreich)|Geburtstag]] [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Kaiser Wilhelms II.]] unternahm er eine aufwendige Reise nach [[Buea]] nahe der Küste, wo der deutsche Gouverneur [[Theodor Seitz]] seinen Sitz hatte. Ihm übergab er den kostbaren Königsthron, genannt &amp;#039;&amp;#039;Mandu Yenu&amp;#039;&amp;#039; („reich an Perlen“), seiner Vorfahren als Geschenk an den deutschen Kaiser Wilhelm II.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seitz war über den Gunstbeweis Njoyas sehr erfreut und ermöglichte [[Felix von Luschan]], dem Direktor des Berliner Museums für Völkerkunde, den Kameruner Königsthron, der in größter Kunstfertigkeit mit gefärbten Perlen besetzt worden war, auszustellen. Bis heute ist der Thron in Berlin zu sehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeller&amp;quot;&amp;gt;Joachim Zeller: &amp;#039;&amp;#039;Kunstwerke aus deutschen Kolonien im Ethnologischen Museum.&amp;#039;&amp;#039; In: Joachim Zeller, Ulrich Van der Heyden: &amp;#039;&amp;#039;Kolonialmetropole Berlin – Eine Spurensuche.&amp;#039;&amp;#039; Berlin-Edition, Berlin 2002, ISBN 3-8148-0092-3, S. 281ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sebastian-Manès Sprute |Hrsg=Mikaél Assilkinga, Lindiwe Breuer, Fogha Mc. Cornilius Refem, Albert Gouaffo, Dieu Ly Hoang |Titel=Njoya (Nzueya) |Sammelwerk=Atlas der Abwesenheit. Kameruns Kulturerbe in Deutschland |Verlag=Reimer Verlag |Ort=Berlin |Datum=2023 |ISBN=978-3-496-01700-4 |Seiten=417-419}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
König Njoya trennte sich damals sehr schwer vom kostbaren Perlthron seiner Vorfahren, hatten doch nicht weniger als 14 Vorfahren auf ihm gesessen. Die Geschichte des Kameruner Perlenthrons, genannt &amp;#039;&amp;#039;Mandu Yenu&amp;#039;&amp;#039;, muss erst noch erzählt werden. Der Präsident der [[Stiftung Preußischer Kulturbesitz]], [[Hermann Parzinger]], kündigte 2019 an, dass die Deutschen demnächst das Gespräch über ihre Kolonialzeit beginnen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Bommarius: [https://www.fr.de/kultur/reich-offenen-fragen-11084215.html Reich an offenen Fragen], Frankfurter Rundschau, 9. Januar 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegenzug schickte Kaiser Wilhelm II. für seinen „&amp;#039;&amp;#039;königlichen Bruder&amp;#039;&amp;#039;“, wie er sich ausdrückte, eine deutsche [[Kürassiere|Kürassier]]-[[Uniform]] der [[Kaiserliche Garde|Kaiserlichen Garde]]. Ebenso wie ein Ölgemälde Wilhelms II. wird die Uniform heute im Palast-Museum zu Foumban ausgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeller&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Njoya war davon überzeugt, dass deutsche und Bamun-Kultur zu vereinbaren sind. In Zusammenarbeit mit der deutschen Verwaltung ließ er Schulen errichten, an denen die Bamun-Kinder die Kenntnisse ihrer Muttersprache erweitern und darüber hinaus die von Njoya eingeführte [[Bamun-Schrift]] erlernen konnten, aber auch Grundkenntnisse der [[Deutsche Sprache|deutschen Sprache]] weitergegeben wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[John Iliffe]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Afrikas.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Verlag C.H. Beck, 2003, ISBN 3-406-46309-6, S. 301.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Technik der Deutschen hielt auch in der Nahrungsverarbeitung Einzug, was die Einführung einer handbetriebenen, mechanischen Getreidemühle verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1917 ließ König Njoya den alten, in traditioneller Holzbauweise errichteten Palast abreißen und an seiner Stelle eine neue Residenz im [[Preußen|preußischen]] [[Backstein]]stil bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jahr zuvor hatte die [[Dritte Französische Republik|französische Besatzungsmacht]] die Kontrolle über die deutsche Kolonie Kamerun übernommen, wodurch das Königreich Bamun seine Teilautonomie vollends verlor. Da Njoya trotz seiner formellen Absetzung durch Frankreich bis 1931 in Foumban residierte, erhielt er sich bis dahin de facto die Rolle des Königs. Doch deshalb schickte man ihn im selben Jahr nach [[Yaoundé]] ins Exil, wo er 1933 im Alter von 66 Jahren verstarb.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Grosse Leistung eines Königs.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Erwachet!]]&amp;#039;&amp;#039; Dezember 2007, S. 26–27.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Nachfolger wurde [[Seidu Njimoluh Njoya]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner großen Verdienste um die Bamun wird er bis heute von seinem Volk verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Manga Bell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Anna Oehler: &amp;#039;&amp;#039;Der Negerkönig Ndschoya&amp;#039;&amp;#039;. Basler Missionsbuchhandlung, Basel 1913.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* Patrice Nganang: Der Schatten des Sultans. Roman. Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2012. ISBN 978-3-7795-0415-3.&lt;br /&gt;
* Christraud M. Geary, Adamou Ndam Njoya: &amp;#039;&amp;#039;Mandu Yenu. Bilder aus Bamum, einem westafrikanischen Königreich. 1902–1915.&amp;#039;&amp;#039; Trickster-Verlag, München 1985, ISBN 3-923804-08-3.&lt;br /&gt;
* Eugène Désiré Eloundou, Arouna Ngapna: &amp;#039;&amp;#039;Un souverain bamoun en exil. Le roi Njoya Ibrahima à Yaoundé, 1931–1933.&amp;#039;&amp;#039; L&amp;#039;Harmattan, Paris 2011, ISBN 978-2-296-54594-6.&lt;br /&gt;
* Denys Ferrando-Durfort, Text, Bernard Johner, Illustrationen: &amp;#039;&amp;#039;Njoya, the Reformer&amp;#039;&amp;#039;. EdiSavana, Yaounde, Kamerun, ISBN 2-7027-0404-2.&lt;br /&gt;
* Christraud M. Geary: &amp;#039;&amp;#039;The Voyage of King Njoya&amp;#039;s Gift: A Beaded sculpture from the Bamun Kingdom, Cameroon, in the National Museum of African Art, Smithsonian Institution&amp;#039;&amp;#039;. University of Washington Press, Seattle, Washington, USA 1994, ISBN 0-295-97428-1.&lt;br /&gt;
* Alexandra Loumpet-Galitzine: &amp;#039;&amp;#039;Njoya et le royaume bamoun. Les archives de la [[Société des missions évangéliques de Paris]]. 1917–1937&amp;#039;&amp;#039;. Durch die Verfasserin ausgewählte und mit Anmerkungen versehene Texte. Èditions Karthala, Paris 2006, ISBN 2-84586-786-7.&lt;br /&gt;
* Adamou Ndam Njoya: &amp;#039;&amp;#039;Njoya. Réformateur du royaume bamoun.&amp;#039;&amp;#039; Éditions ABC, Paris 1978, ISBN 2-85809-101-3.&lt;br /&gt;
* Sebastian-Manès Sprute: [https://books.ub.uni-heidelberg.de/arthistoricum/reader/download/1219/1219-16-103984-1-10-20230530.pdf Njoya,] in: Atlas der Abwesenheit. Kameruns Kulturerbe in Deutschland (Hrsg. kollektiv), Berlin 2023, S. 417–419.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|AMT=[[Fon (Titel)|Fon]] des [[Königreich Bamum|Königreiches Bamum]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=1894 bis 1933&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Nsangou]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Seidu Njimoluh Njoya]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ibrahim Njoya|Njoya}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118761536|LCCN=n87887586|VIAF=139134918}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Kamerun)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrscher (Zentralafrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Kolonialgeschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kameruner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 19. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1933]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Njoya&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Njoja; Njoya Ibrahim&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=König vom Bamoun&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1933&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Yaoundé]], [[Kamerun]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dreizung</name></author>
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