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	<title>Nixdorf System 820 - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T11:25:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nixdorf_System_820&amp;diff=1167319&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fridolin freudenfett: Archivlink geprüft</title>
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		<updated>2026-02-13T21:14:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Archivlink geprüft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Systeme vom Typ &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nixdorf 820&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gehörten einer Modellfamilie an, die ab 1965 vom [[Labor für Impulstechnik]] (LFI), dem Vorgängerunternehmen der [[Nixdorf Computer]] (NCAG), entwickelt wurden. Zunächst trat das LFI nur als Zulieferer auf; vertrieben wurden die Rechner unter dem Namen Logatronic durch die [[Wanderer-Werke]]. Ab ca. 1968 übernahm Nixdorf Computer die Vermarktung selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Produktphasen – Buchungsautomat, [[Magnetkonten-Computer]] und Terminalsysteme – lassen sich ausmachen. Das System erschien von 1967 bis 1979 und wurde in verschiedenen Modellvarianten über 40.000 Mal verkauft. Zur Anwendung kam das System beispielsweise bei der Lohn- und Gehaltsabrechnung und der Fakturierung. Daneben wurde der Rechner (als 820P) aber auch erfolgreich für die Prozessautomatisierung und -steuerung eingesetzt, z.&amp;amp;nbsp;B. für Spulautomaten der Firma W. Schlafhorst &amp;amp; Co. in [[Mönchengladbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Durch das im Jahr 1952 in [[Essen]] von [[Heinz Nixdorf]] gegründete Labor für Impulstechnik verwirklichte der Computerpionier den Bau eines Elektronenrechners. Zunächst trat das Unternehmen nur als Zulieferer elektronischer [[Rechenwerk]]e für Büromaschinenhersteller wie die Exacta Büromaschinen GmbH – ab 1963 [[Wanderer-Werke]] – in [[Köln]] und die [[Bull Computer|Compagnie des Machines Bull]] in [[Paris]] auf. Die in den 1950er Jahren entwickelten Rechenanlagen basierten auf Röhrentechnik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1965 kam die Wanderer Logatronic, die unter Beteiligung von [[Otto Müller (Computerpionier)|Otto Müller]] in Transistortechnik konstruiert wurde, auf den Markt. Dieser Rechner wurde kontinuierlich weiterentwickelt und erschien 1968, nach der Übernahme der Wanderer-Werke durch Nixdorf, unter dem Namen Nixdorf 820.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem nicht frei programmierbaren Kleincomputer erschloss sich die NCAG einen neuen Markt: die [[Mittlere Datentechnik]], speziell für [[kleine und mittlere Unternehmen]]. Die Systemfamilie 820, mittlerweile vertrieben über das übernommene Geschäftsstellennetz der Wanderer-Werke, war ein großer wirtschaftlicher Erfolg und ebnete den Weg der NCAG zum viertgrößten Computerhersteller Europas.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.technikum29.de/de/rechnertechnik/kommerzielle.shtm |wayback=20080114234638 |text=Dipl.Phys. H. Müller: &amp;#039;&amp;#039;„Frühe kommerzielle Rechner“&amp;#039;&amp;#039; }} Im Museum „technikum29“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Details ==&lt;br /&gt;
=== Basis ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Nixdorf 820 von 1968.jpg|miniatur|Nixdorf 820 von 1968]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die technischen Hauptbestandteile des Nixdorf-820-Systems&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.technikum29.de/de/geraete/nixdorf820.shtm |text=Dipl.Phys. H. Müller: &amp;#039;&amp;#039;„Nixdorf 820 Konsole mit Magnetkontenaufsatz, zwei Lochkartenleser der Marke Forster“&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20111203224606}} Im Museum „technikum29“&amp;lt;/ref&amp;gt; (Baujahr 1968) waren&lt;br /&gt;
* ein 12-Bit-Parallelrechenwerk, nicht zufällig den gültigen Werten einer [[Lochkarte]] per Spalte entsprechend, daran angeschlossen&lt;br /&gt;
** eine numerische [[Tastatur|Funktionstastatur]],&lt;br /&gt;
** ein [[Drucker (Gerät)|Serialdrucker]] basierend auf einem modifizierten IBM-[[Schreibmaschinen-Kugelkopf]]-OEM-Schreibwerk,&lt;br /&gt;
* zwei [[Festwertspeicher]] [[ROM]], einer (Mikro) für die Gerätesteuerung ([[Betriebssystem]]), der zweite (Makro) für [[Anwenderprogramm]]e. Es gab 2 Bauformen: den Ringkernspeicher und den Stäbchenspeicher.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.technikum29.de/de/rechnertechnik/speichermedien.shtm#staebchenspeicher |text=Dipl.Phys. H. Müller: &amp;#039;&amp;#039;„Gefädeltes ROM, Festwertspeicher“&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20111201185517}} Im Museum „technikum29“&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ringkernspeicher kam ursprünglich von der Logatronic, funktionierte aber ebenso bei der Nixdorf 820.&lt;br /&gt;
* ein [[Magnetkernspeicher]], der die [[Variable (Programmierung)|Variablen]] speicherte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Foto ist neben dem Schreibwerk außerdem ein [[Kassettenrekorder]] erkennbar, der dazu diente, Daten [[Frequenzmodulation|frequenzmoduliert]] digital zu speichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Magnetkernspeicher, intern als Leb(end)-Speicher bezeichnet, diente üblicherweise nur zur Aufnahme der Anwenderprogramme während der Entwicklung. War das Programm ausgetestet, wurde dies auf dem Einschubmodul für den Stäbchenspeicher (intern als Festspeicher bezeichnet) „gefädelt“. Spätere Korrekturen und Erweiterungen waren deshalb nur sehr schwierig zu handhaben, indem intern ein „Programmsprung“ an einen unbenutzten Speicherbereich gemacht, dort die gewünschte Programmsequenz eingebaut wurde, und anschließend zur ursprünglichen Programmsequenz zurückgesprungen wurde, und dabei natürlich den fehlerhaften Code zu überspringen. Diese Methode wurde als „Rucksack“ bezeichnet. Da eine Trennung von Programm- und Datenspeicher vorlag, basierte die 820 auf einer [[Harvard-Architektur]]. Sie war somit im Gegensatz zu [[Von-Neumann-Architektur|Von-Neumann-Rechnern]] nicht „frei programmierbar“. Die verwendeten Festspeicher hatten allerdings den Vorteil, dass der Rechner nach dem Einschalten sofort betriebsbereit war und keine Programme geladen werden mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Peripherie ===&lt;br /&gt;
Für die Datenein- und -ausgabe standen [[Lochkarte]]nleser/-stanzer, [[Lochstreifen]]leser/-stanzer, Lochstreifenkartenleser sowie [[Magnetkonto|Magnetkonten]] zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christian Berg: &amp;#039;&amp;#039;Heinz Nixdorf.&amp;#039;&amp;#039; Eine Biographie, (Studien und Quellen zur Westfälischen Geschichte, Bd. 82), [[Verlag Ferdinand Schöningh|Schoeningh]], Paderborn / München / Wien / Zürich 2016, ISBN 978-3-506-78227-4.&lt;br /&gt;
* Klaus Kemper: &amp;#039;&amp;#039;Heinz Nixdorf – eine deutsche Karriere&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Moderne Industrie, 1986, ISBN 3-478-30120-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.technikum29.de/de/geraete/nixdorf820.shtm : &amp;#039;&amp;#039;Nixdorf 820 Konsole mit Magnetkontenaufsatz, zwei Lochkartenleser der Marke Forster&amp;#039;&amp;#039;] Im Museum „technikum29“&lt;br /&gt;
* [https://www.einstieg-informatik.de/technikum29-kelkheim/ www.einstieg-informatik.de]&lt;br /&gt;
* [https://www.heise.de/newsticker/meldung/Glanz-und-Elend-der-deutschen-EDV-zum-65-Geburtstag-von-Ilse-Mueller-92269.html Otto Müller]&lt;br /&gt;
* [http://www.technikum29.de/de/rechnertechnik/kommerzielle.shtm Bild Nixdorf 820]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Computer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Minirechner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Midrange-Rechner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heinz Nixdorf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fridolin freudenfett</name></author>
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