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	<title>Nisibis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchmiAlf: /* Geschichte */ WP-Link ergänzt</title>
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		<updated>2025-12-29T17:12:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; WP-Link ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Positionskarte&lt;br /&gt;
 |Türkei&lt;br /&gt;
 |label=&lt;br /&gt;
 |lat=37/4/12/N&lt;br /&gt;
 |long=41/12/52/E&lt;br /&gt;
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 |caption=Lage der Stadt Nisibis in der Türkei&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nisibis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Akkadische Sprache|akkadisch]] &amp;#039;&amp;#039;Naṣībīna&amp;#039;&amp;#039;, im Hellenismus zeitweilig &amp;#039;&amp;#039;Antiochia in [[Mygdonien]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Strabon]], &amp;#039;&amp;#039;Geographika&amp;#039;&amp;#039; 16, 1, 23; [[Plinius der Ältere|Plinius]], &amp;#039;&amp;#039;[[Naturalis historia]]&amp;#039;&amp;#039; 6, 42; [[Stephanos von Byzanz]] s.&amp;amp;nbsp;v. {{lang|grc|Ἀντιόχεια}} Nr. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Syrische Sprache|syrisch-aramäisch]] ܨܘܒܐ, Ṣōbā, armenisch &amp;#039;&amp;#039;Medzpine&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;J. G. Taylor: &amp;#039;&amp;#039;Travels in Kurdistan, with Notices of the Sources of the Eastern and Western Tigris, and ancient Ruins in their Neighbourhood&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the Royal Geographical Society of London&amp;#039;&amp;#039; 35, 1865, 53.&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist eine [[antike]] Stadt im oberen [[Mesopotamien]] im heutigen Bezirk Nusaybin der [[Türkei|türkischen]] Provinz [[Mardin (Provinz)|Mardin]] an der [[Grenze zwischen Syrien und der Türkei|türkisch-syrischen Grenze]]. Der moderne Name ist &amp;#039;&amp;#039;[[Nusaybin]]&amp;#039;&amp;#039; (zur modernen Geschichte siehe dort).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nisibis Mesopotamien.JPG|mini|Stadtgöttin von Nisibis, den Flussgott zu Füßen, auf einer römischen Bronzemünze aus der Zeit von [[Philippus Arabs]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mar Jacob Church, Nisibis.jpg|mini|Ruinen der Sankt-Jakobskirche in Nusaybin, erbaut um 315 von [[Jakob von Nisibis]].]]&lt;br /&gt;
Die Stadt Nisibis ist seit dem 10. Jahrhundert v. Chr. belegt. 901 v. Chr. zog der [[Assyrer|assyrische]] König [[Adad-nirari II.]] gegen den [[Tayma|Temaniten]] [[Nūr-Adad]] von Nisibis zu Felde. Ab der Mitte des 9. Jahrhunderts v. Chr. bis 612 v. Chr. ist sie als assyrische Provinzhauptstadt belegt. Die [[Mygdonien|Mygdonier]] lebten nach [[Strabon]]&amp;lt;ref&amp;gt;Strabon, &amp;#039;&amp;#039;Geographika&amp;#039;&amp;#039; 16, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Gegend von Nisibis. Nach Strabon lag Nisibis zu Füßen des Mons [[Tur Abdin|Masius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den [[Seleukidenreich|Seleukiden]] trug Nisibis den Namen &amp;#039;&amp;#039;Antiochia in Mygdonia&amp;#039;&amp;#039;, der aber wieder außer Gebrauch kam, als die Stadt ab 141 v. Chr. zuerst Teil des unter [[Parther|parthischer]] Oberherrschaft stehenden Königreichs [[Adiabene]] wurde, dann zu [[Geschichte Armeniens|Armenien]] kam. Nach der Eroberung und kurzfristigen Besetzung durch den römischen Feldherrn [[Lucius Licinius Lucullus|Lucullus]] im Rahmen des [[Mithridatische Kriege|Dritten Mithridatischen Krieges]] gehörte Nisibis ab etwa 36/38 n. Chr. zum Partherreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt gelangte im [[Partherkriege|Partherkrieg]] des [[Septimius Severus]] Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr. unter [[Römisches Reich|römische]] Herrschaft und war vor allem in der [[Spätantike]] aufgrund ihrer günstigen Lage und wirtschaftlichen und militärischen Bedeutung zwischen Rom und dem das Partherreich ablösenden [[Sassanidenreich]] heftig umkämpft. Zuvor hatte noch im vom römischen Kaiser [[Caracalla]] begonnenen Partherkrieg im Jahr 217 bei Nisibis die letzte große Feldschlacht zwischen Rom und den Parthern stattgefunden. Die Stadt wechselte aber auch danach noch wiederholt den Besitzer. Im Jahr 298 wurden im [[Friede von Nisibis|Frieden von Nisibis]] (für die Sassaniden ein „Schmachfrieden“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Josef Wiesehöfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte Irans von den Achaimeniden bis in frühislamische Zeit.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wilfried Seipel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;7000 Jahre persische Kunst. Meisterwerke aus dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran: Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien und des [[Iranisches Nationalmuseum|Iranischen Nationalmuseums]] in Teheran.&amp;#039;&amp;#039; Kunsthistorisches Museum, Wien 2001, ISBN 3-85497-018-8, S. 55–74, hier: S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt;) wichtige Teile Nordmesopotamiens römisch, darunter auch Nisibis, und die Stadt wurde als einer von drei Standorten bestimmt, in denen der Handel zwischen den beiden Großmächten abgewickelt werden sollte. Von 309 bis 338 war [[Jakob von Nisibis]] [[Bischof]] der [[Christentum|Christen]] von Nisibis. Er ließ die Kirche erbauen, die später nach ihm benannt wurde und in deren Ruine sich sein Grab befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Perserkönig [[Schapur II.]] belagerte die Stadt im vierten Jahrhundert dreimal vergeblich (338, 346 und 350), doch nach dem gescheiterten Persienfeldzug des Kaisers [[Julian (Kaiser)|Julian]] musste dessen Nachfolger [[Jovian]] Nisibis in dem darauffolgenden [[Frieden von 363|Friedensvertrag von 363]] den Sassaniden überlassen. Die meisten römischen Einwohner mussten die Stadt verlassen, darunter auch der [[Kirchenlehrer]] [[Ephräm der Syrer]], und wurden durch persische Familien ersetzt, die in Nisibis angesiedelt wurden; diese Schmach blieb in Rom sehr lange unvergessen. Noch über 120 Jahre später sollten die [[Byzantinisches Reich|Oströmer]] die Rückgabe des Ortes verlangen, und im 6. Jahrhundert versuchten kaiserliche Truppen mindestens zweimal (543 und 572) vergeblich, Nisibis zu erobern. Der Ort lag sehr nah am römischen Territorium, stellte eine der stärksten, größten und wichtigsten persischen Festungen dar und beherbergte eine mehrere tausend Mann starke Besatzung. Um der Bedrohung, die von Nisibis ausging, begegnen zu können, bauten die Oströmer im 6. Jahrhundert den unweit der Stadt auf der anderen Seite der Grenze gelegenen Ort [[Dara-Anastasiupolis]] zur Gegenfestung aus und stationierten dort ebenfalls starke Truppen. Durch den Friedensvertrag von 591 gelangte Nisibis dann wieder unter römische Kontrolle und war zur Zeit [[Chosrau II.|Chosraus II.]] erneut schwer umkämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nisibis war bereits im frühen 5. Jahrhundert Sitz eines [[Metropolit]]en; dieser wurde wenig später [[Nestorianismus|nestorianisch]]. Nestorianische Christen und andere im [[Römisches Reich|Römischen Reich]] verfolgte religiöse Minderheiten siedelten sich in großer Zahl in Nisibis an. Die Stadt war damit auch ein sehr wichtiges religiöses und – seit dem Umzug der berühmten [[Schule von Edessa]] nach Nisibis im Jahr 489 (siehe [[Schule von Nisibis]]) – akademisches Zentrum. Sie wurde wohl 639/640 im Zuge der [[Islamische Expansion|islamischen Expansion]] durch die [[Araber]] erobert und in der Folgezeit, von einigen kurzen Episoden abgesehen, von Moslems kontrolliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich war Nisibis einer der Orte, an denen das Wissen der griechisch-römischen Antike besonders intensiv an die arabischen Eroberer weitergegeben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Peter Watson (Journalist)|Peter Watson]] |Titel=Ideen. Eine Kulturgeschichte von der Entdeckung des Feuers bis zur Moderne |Verlag=Goldmann |Ort=München |Datum=2005 |ISBN=978-3-442-15512-5 |Seiten=402}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit einem schweren Erdbeben im Jahr 717 verlor die Stadt, die bereits unter dem Wegfall des Grenzhandels zwischen Römern und Persern gelitten hatte, stark an Bedeutung. Ab 1515 beherrschten die [[Osmanisches Reich|Osmanen]] die Stadt (siehe [[Nusaybin]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Erinnerung an das Wirken von Jakob von Nisibis und Ephräm dem Syrer in der Stadt und insbesondere der ansässigen Schule von Nisibis wurde die [[NISIBIN – Forschungsstelle für Aramäische Studien]] an der [[Universität Konstanz]] nach der antiken Stadt benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter der Stadt ==&lt;br /&gt;
* [[Ephräm der Syrer]], Kirchenlehrer&lt;br /&gt;
* [[Elias von Nisibis]] (975–1046), Bischof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Adam H. Becker: &amp;#039;&amp;#039;Fear of God and the Beginning of Wisdom: The School of Nisibis and the Development of Scholastic Culture in Late Antique Mesopotamia.&amp;#039;&amp;#039; University of Pennsylvania Press, Philadelphia 2013, ISBN 978-0-8122-0120-8.&lt;br /&gt;
* [[Michael Sommer (Historiker)|Michael Sommer]]: &amp;#039;&amp;#039;Roms orientalische Grenze. Palmyra – Edessa – Dura Europos – Hatra. Eine Kulturgeschichte von Pompeius bis Diokletian&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Oriens et Occidens]].&amp;#039;&amp;#039; Band 9). Franz Steiner, Wiesbaden 2005, ISBN 3-515-08724-9.&lt;br /&gt;
* Hendrik J. W. Drijvers: &amp;#039;&amp;#039;Nisibis&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Theologische Realenzyklopädie]].&amp;#039;&amp;#039; Band 24 (1994), S. 573–576.&lt;br /&gt;
* J.-M. Fiey: &amp;#039;&amp;#039;Nisibe, métropole syriaque orientale et ses suffragants des origines à nos jours&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Corpus Scriptorum Christianorum Orientalium]].&amp;#039;&amp;#039; Band 388). Louvain 1977.&lt;br /&gt;
* [[Arthur Võõbus|Arthur Vööbus]]: &amp;#039;&amp;#039;History of the School of Nisibis&amp;#039;&amp;#039;. Louvain 1965.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Nusaybin|Nisibis}}&lt;br /&gt;
* {{LiviusNeu|place|nisibis-nusaybin|||Nisibis (Nusaybin)|}}&lt;br /&gt;
* [https://www.newadvent.org/cathen/11084c.htm Nisibis in der Catholic Encyclopedia (1911)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike mesopotamische Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Spätantike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Provinz Mardin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in der Türkei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum in Syrien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grenze zwischen Syrien und der Türkei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nusaybin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[arc:ܨܘܒܐ]]&lt;br /&gt;
[[el:Νίσιβις]]&lt;br /&gt;
[[en:Nisibis]]&lt;br /&gt;
[[fi:Nisibis]]&lt;br /&gt;
[[it:Nisibis]]&lt;br /&gt;
[[nl:Nisibis]]&lt;br /&gt;
[[no:Nisibis]]&lt;br /&gt;
[[pl:Nisibis]]&lt;br /&gt;
[[tr:Nusaybin, Mardin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchmiAlf</name></author>
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