<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Nikos_Kazantzakis</id>
	<title>Nikos Kazantzakis - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Nikos_Kazantzakis"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nikos_Kazantzakis&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T12:22:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nikos_Kazantzakis&amp;diff=39531&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Uto: Kategorie &quot;Übersetzer der Göttlichen Komödie&quot; hinzugefügt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nikos_Kazantzakis&amp;diff=39531&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-05-11T13:59:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie &amp;quot;Übersetzer der Göttlichen Komödie&amp;quot; hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Nikos Kazantzakis.jpg|mini|Nikos Kazantzakis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nikos Kazantzakis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{elS|Νίκος Καζαντζάκης}}, * {{JULGREGDATUM|2|3|1883|Link=1}} in [[Iraklio]], [[Kreta]], [[Osmanisches Reich]]; †&amp;amp;nbsp;[[26. Oktober]] [[1957]] in [[Freiburg im Breisgau]]) war einer der bedeutendsten [[Griechische Literatur|griechischen Schriftsteller]] des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. Sein bekanntester Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Alexis Sorbas]]&amp;#039;&amp;#039; (1946) wurde 1964 von [[Michael Cacoyannis]] mit [[Anthony Quinn]] in der Hauptrolle [[Alexis Sorbas (Film)|verfilmt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft, Studium ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Nikos Kazantzakis 1904.jpg|mini|hochkant|Kazantzakis (1904)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nikos Kazantzakis wuchs als Sohn eines Kaufmanns in der Stadt Megalo Kastro, dem heutigen Iraklio, im damals osmanisch besetzten Kreta auf. Sein Vater kämpfte gegen die türkischen Besatzer, seine Mutter stammte aus einer Familie von Bauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1902 bis 1906 studierte er an der [[Nationale und Kapodistrias-Universität Athen|Universität Athen]] [[Rechtswissenschaft]]en. Bereits damals entstanden seine ersten Werke. Mit dem Roman &amp;#039;&amp;#039;Der Tag bricht an&amp;#039;&amp;#039; (1907) wurde Kazantzakis in ganz [[Griechenland]] bekannt. Nachdem er das Studium in Athen mit der Note „sehr gut“ abgeschlossen hatte, erlaubte ihm sein strenger Vater, drei Monate durch Griechenland zu reisen; ein Erlebnis, welches den Autor nachhaltig prägte. 1907 begab er sich nach Paris, um am [[Collège de France]] [[Staatswissenschaft]]en bei [[Henri Bergson]] zu studieren, den er später als einen seiner wichtigsten Lehrer bezeichnete. In dieser Zeit entstanden weitere [[Roman]]e, [[Drama|Dramen]] und [[Philosophie|philosophische]] Texte. Kazantzakis schloss sein Studium mit einer [[Dissertation]] über [[Friedrich Nietzsche]] ab, der für ihn insbesondere wegen seines unbeugsamen Freigeistes zu einem Vorbild wurde. Ebenfalls 1907 wurde Nikos Kazantzakis [[Freimaurerei|Freimaurer]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://freimaurer-wiki.de/index.php/Nikos_Kazantzakis:_Dichter_und_Freimaurer |titel=Nikos Kazantzakis: Dichter und Freimaurer – Freimaurer-Wiki |sprache=de |abruf=2023-09-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.historical-museum.gr/webapps/kazantzakis-pages/de/life/chronology-det.php |titel=Akten von Nikos Kazantzakis : Sein Leben : Detaillierte Chronologie |abruf=2023-09-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kazantzakis kehrte 1909 nach Griechenland zurück. Dort lernte er die junge Intellektuelle Galateia Alexiou kennen, die er 1911 heiratete. Die Ehe scheiterte; 1926 ließ sich das Paar scheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wanderjahre ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Nikos Kazantzakis Berliner Gedenktafel.JPG|mini|[[Liste der Berliner Gedenktafeln|Gedenktafel]] am Haus Unter den Eichen&amp;amp;nbsp;63, [[Berlin-Steglitz]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun begann eine unstete Phase in Kazantzakis’ Leben. Er bereiste unter anderem Griechenland, Deutschland, Österreich, die Schweiz, Russland, China, Japan, Italien, Ägypten, Palästina und Spanien. In einigen dieser Länder ließ er sich für kurze Zeit nieder (z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Berlin]] von 1920 bis 1923). Er arbeitete als [[Journalist]], [[Auslandskorrespondent]], [[Übersetzer]] und [[Autor]]. Von 1916 bis 1917 versuchte er sich mit Hilfe seines Freundes Georgios Sorbas, den er kurz zuvor auf dem Heiligen Berg [[Athos]] kennengelernt hatte, als Pächter eines Bergwerks im Dorf Prastova auf der Halbinsel [[Mani (Peloponnes)|Mani]], im Süden der [[Peloponnes]]. Das Projekt scheiterte, lieferte ihm aber 30 Jahre später die Vorlage für seinen bekanntesten Roman, &amp;#039;&amp;#039;[[Alexis Sorbas]]&amp;#039;&amp;#039;, in dem er seinem Freund Georgios Sorbas ein literarisches Denkmal setzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Scheitern der Bergbaupläne engagierte sich Kazantzakis in der griechischen Politik. Einige Monate war er Generaldirektor des Ministeriums für Soziales unter [[Eleftherios Venizelos|Venizelos]] (1919/1920). In dieser Funktion organisierte er im Auftrag von Venizelos die [[Rückholdienst #Auslandsrückholung|Repatriierung]] von 150.000 der sogenannten [[Pontosgriechen]] aus dem [[Kaukasus]] ins Mutterland. Dabei begleitete ihn wieder Georgios Sorbas.&amp;lt;ref name=&amp;quot;historical-museum.gr Chronologie&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Phase seines Lebens entstanden wichtige Übersetzungen (Dantes &amp;#039;&amp;#039;[[Göttliche Komödie]]&amp;#039;&amp;#039;, Goethes &amp;#039;&amp;#039;[[Faust. Eine Tragödie.|Faust]]&amp;#039;&amp;#039;), das Werk &amp;#039;&amp;#039;Askitiki&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Asketik&amp;#039;&amp;#039;) und viele Reiseberichte. Immer wieder bereiste Kazantzakis die [[Sowjetunion]]. Er begeisterte sich für die Ideen des [[Kommunismus]] und des Sozialismus, schrieb [[Drehbuch|Drehbücher]], [[Essay]]s und Artikel in der &amp;#039;&amp;#039;[[Prawda]]&amp;#039;&amp;#039;. Wegen seiner politischen Aktivitäten wurde Kazantzakis in Griechenland kurzfristig verhaftet. Nach einiger Zeit wandte er sich jedoch enttäuscht vom Kommunismus ab. Kazantzakis hat sich in seinem Leben für viele Ideale leidenschaftlich eingesetzt. Doch schließlich sagte er selbst: „Ich war ein [[Küfer]], ein Anwalt der [[Katharevousa|Katharévousa]], ein Nationalist, ein Anwalt der [[Dimotiki|Dimotikí]], ein Intellektueller, ein Poet, ein religiöser Fanatiker, ein Atheist, ein Ästhet – und nichts davon kann mich je wieder täuschen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1928 und 1932 lebte er insgesamt für mehrere Monate im kleinen erzgebirgischen Ort [[Myslivny (Boží Dar)|Försterhäuser]] (&amp;#039;&amp;#039;Myslivny&amp;#039;&amp;#039;) in der [[Tschechoslowakei]], um in Ruhe arbeiten zu können und sich inspirieren zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ägina ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1936 fand Kazantzakis zum ersten Mal eine Heimat: Er ließ sich auf der Insel [[Ägina]] nieder. Hier lebte er mit seiner neuen, langjährigen Weggefährtin Eleni Samiou zusammen, die er 1945 heiratete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Ägina begann für ihn eine sehr produktive Zeit. Kazantzakis beendete eines seiner Hauptwerke, die &amp;#039;&amp;#039;Odyssee&amp;#039;&amp;#039;, und begann mit der Niederschrift von &amp;#039;&amp;#039;Alexis Sorbas&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Die letzte Versuchung]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Freiheit oder Tod&amp;#039;&amp;#039; und arbeitete an seinem Werk über [[Buddha]]. Außerdem war er weiter in der Politik aktiv, unternahm Reisen und arbeitete ein Jahr lang für die [[UNESCO]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 beauftragte ihn die griechische Regierung, [[Verbrechen der Wehrmacht|Kriegsverbrechen]] der [[Unternehmen Merkur|deutschen Besatzungsmacht auf Kreta]] zu untersuchen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung wurden 1983 von der Gemeinde Iraklio unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Bericht des zentralen Ausschusses zur Feststellung von Kriegsverbrechen auf Kreta&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|el|Έκθεσις της Κεντρικής Επιτροπής Διαπιστώσεως Ωμοτήτων εν Κρήτη|Ektesis tis kendrikis Epitropis Diapistoseos Omotiton en Kriti}}) veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1946 &amp;#039;&amp;#039;Alexis Sorbas&amp;#039;&amp;#039; erschienen war, konnte Kazantzakis von seiner Arbeit als Schriftsteller leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Antibes ===&lt;br /&gt;
1948 zog Kazantzakis mit seiner Frau Eleni nach [[Antibes]]. In den nächsten Jahren erschienen &amp;#039;&amp;#039;Die letzte Versuchung Christi&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Griechische Passion]]&amp;#039;&amp;#039;, als Oper 1958 von dem tschechischen Komponisten [[Bohuslav Martinů]] komponiert. Die [[Römisch-katholische Kirche|katholische]] und die [[Orthodoxe Kirchen in Griechenland|orthodoxe Kirche]] verurteilten Kazantzakis aufgrund seiner Bücher und der darin beschriebenen Auslegungen des Lebens Christi sowie der kritischen Darstellung der großen Kirchen. Papst [[Pius&amp;amp;nbsp;XII.]] setzte &amp;#039;&amp;#039;Die letzte Versuchung Christi&amp;#039;&amp;#039; auf den [[Index Librorum Prohibitorum|Index]] der verbotenen Bücher (1954).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1953 wurde bei Nikos Kazantzakis [[Leukämie]] diagnostiziert, daher lebte er einige Monate im Kurhaus von [[Cademario]]. In den Jahren, die ihm verblieben, beendete er die Werke &amp;#039;&amp;#039;Kapitän Michalis&amp;#039;&amp;#039;, den autobiografischen Roman &amp;#039;&amp;#039;Rechenschaft vor [[El Greco]]&amp;#039;&amp;#039; sowie &amp;#039;&amp;#039;Mein [[Franz von Assisi]]&amp;#039;&amp;#039;. Am 28.&amp;amp;nbsp;Juni 1956 verlieh ihm der [[Weltfriedensrat]] in Wien den [[Internationaler Friedenspreis (Weltfriedensrat)|Internationalen Friedenspreis]] für das Jahr 1955. &amp;lt;!-- BITTE NICHT WIEDER DIE LENIN-/STALIN-ARIE EINFÜGEN! DIESEN UNFUG HABEN VIELE AUTOREN VONEINANDER ABGESCHRIEBEN! --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nikos Kazantzakis Postkarte an Max-Hermann Hörder 1957 aus China.jpg|mini|hochkant|Postkarte von Eleni und Nikos Kazantzakis an den Freiburger Arzt [[Max-Hermann Hörder]], abgeschickt am 13.&amp;amp;nbsp;Juli 1957 in [[Chongqing]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kazantzakisgrave.jpg|mini|Kazantzakis’ Grabmal auf einer Zitadelle in Iraklio]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabmal von Nikos Kazantzakis-1.jpg|mini|Inschrift auf dem Grabmal: &amp;lt;br&amp;gt; „Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1957 trat Kazantzakis eine Reise nach [[China]] an. Da er über Japan zurückreiste, musste er sich zuvor in [[Guangzhou|Kanton]] impfen lassen. Beim Rückflug über den Nordpol brachen heftige Symptome aus, sein Arm schwoll an der Injektionsstelle an. Kazantzakis ließ sich in der [[Universitätsklinikum Freiburg|Universitätsklinik Freiburg]] behandeln. Die Erkrankung schien zunächst abzuklingen, doch Kazantzakis war geschwächt und starb am 26. Oktober. Er wurde 74 Jahre alt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;historical-museum.gr Chronologie&amp;quot;&amp;gt;[https://www.historical-museum.gr/webapps/kazantzakis-pages/de/life/chronology-det.php Lebenslauf] Gesellschaft für Kretische Historische Studien, Historisches Museum von Kreta (deutsche Version)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner unorthodoxen Ansichten wurde ihm die Bestattung auf einem kirchlichen Kirchhof verweigert. Sein Grab befindet sich auf der südlichen Martinengo-Bastion der venezianischen Stadtmauer von Iraklio (geographische Koordinaten {{Coordinate|NS=35/19/57.54/N|EW=25/07/50.73/E|region=GR-M|type=landmark|name=Grab Kazantzakis|text=DMS}}). Die von ihm selbst gewählte Grabinschrift lautet:&lt;br /&gt;
:: {{lang|el|Δεν ελπίζω τίποτα. Δε φοβούμαι τίποτα. Είμαι λέφτερος.}}&lt;br /&gt;
:: ({{lang|el-Latn|Den elpízo típota. De fovoume típota. Íme léfteros.}})&lt;br /&gt;
:: „Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
Der [[Flughafen Iraklio|größte Flughafen Kretas]] in seiner Heimatstadt Iraklio wurde nach ihm benannt: englisch {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;Heraklion International Airport “Nikos Kazantzakis”&amp;#039;&amp;#039;}}, griechisch {{lang|el|Κρατικός Αερολιμένας Ηρακλείου «&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;/small&amp;gt;Νίκος Καζαντζάκης&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;/small&amp;gt;»}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Geburtsort seines Vaters, dem Dorf Myrtia auf Kreta, wurde 1983 ein Nikos-Kazantzakis-Museum eröffnet (siehe [[Nikos Kazantzakis (Archanes-Asterousia)#Myrtia|Myrtia]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kazantzaki.gr/en/home Kazantzakis-Museum] in [[Archanes-Asterousia]] (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1994 wurden Myrtia und weitere Ortschaften zu einer neuen Gemeinde namens [[Nikos Kazantzakis (Archanes-Asterousia)|Nikos Kazantzakis]] vereinigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Historischen Museum von Kreta in Iraklio sind mehrere Säle Nikos Kazantzakis gewidmet. Hier befindet sich der größte Teil des Archivs von Nikos Kazantzakis: unter anderem seine Bibliothek, Manuskripte, Fotografien, Ausgaben seiner Werke in mehr als 30 Sprachen und persönliche Gegenstände. In einem Raum wurde sein Büro in Antibes rekonstruiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.historical-museum.gr/webapps/kazantzakis-pages/de/atmuseum/intro.php Nikos-Kazantzakis-Säle] im Historischen Museum von Kreta (deutsch), siehe dort auch [https://www.historical-museum.gr/webapps/kazantzakis-pages/de/introduction/intro.php Anmerkung der Redaktion].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Nikos Kazantzakis ist vor allem durch seine Romane bekannt. Seine zentralen Themen sind die [[Turkokratie|Türkenherrschaft auf Kreta]], Religion und Heuchelei, die animalische Vitalität des Lebens und die Frage nach dem Sinn des Lebens. Es finden sich immer wieder starke Vaterfiguren in Kazantzakis’ Büchern. Insbesondere „Kapitan Michalis“ ist eine Hommage an seinen eigenen Vater. In vielen Büchern wird die schwierige Beziehung von Vätern und ihren Söhnen beschrieben. Andere wichtige Figuren sind die lebensfrohen, vitalen Menschen wie „Alexis Sorbas“ oder der „Hirtenjunge Nikolios“. Denen gegenüber stehen die innerlich zerrissenen Personen wie der Erzähler in &amp;#039;&amp;#039;Alexis Sorbas&amp;#039;&amp;#039; oder sein „Jesus von Nazareth“ in &amp;#039;&amp;#039;Die letzte Versuchung Christi&amp;#039;&amp;#039;, die erst nach langem Kampf zu sich selber finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Auswahl:&lt;br /&gt;
* 1927 Askitiki&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Askese = Salvatores Dei&amp;#039;&amp;#039;, deutsch von [[Argyris Sfountouris]], Zürich: Arche 1973, ISBN 3-7160-1475-3.&lt;br /&gt;
* 1938 Odyssee&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Odyssee: ein modernes Epos&amp;#039;&amp;#039;, deutsch von Gustav A. Conradi, München: Desch 1973, ISBN 3-420-04684-7.&amp;amp;nbsp;— Zweisprachige Neuausgabe (Griechisch&amp;amp;nbsp;— Deutsch) mit einem Geleitwort von [[Thanassis Lambrou]]: Berlin: [[Elfenbein Verlag]] 2017, ISBN 978-3-941184-67-1.&lt;br /&gt;
* 1946 {{lang|el|Βίος και πολιτεία του Αλέξη Ζορμπά|Vios ke politia tou Alexi Zorba}}&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Alexis Sorbas]]. Abenteuer auf Kreta&amp;#039;&amp;#039;, deutsch von Alexander Steinmetz, 1952.&lt;br /&gt;
* 1948 {{lang|el|Ο Χριστός ξανασταυρώνεται|O Christos xanastavronete}}&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Griechische Passion&amp;#039;&amp;#039;, deutsch von Werner Krebs, Berlin: Herbig 1951.&lt;br /&gt;
* 1949 {{lang|el|Οι αδερφοφάδες|I aderfofades}}&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Brudermörder&amp;#039;&amp;#039;, deutsch von Chlodwig Plehn, München, Berlin, Wien: Herbig 1969.&lt;br /&gt;
* 1950 {{lang|el|Ο καπετάν Μιχάλης|O kapetan Michalis}}&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Freiheit oder Tod&amp;#039;&amp;#039;, deutsch von [[Helmut von den Steinen]], Berlin (West): Herbig 1954&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Kapitän Michalis&amp;#039;&amp;#039;, gleiche Übersetzung, Berlin (Ost): Volk und Welt 1973.&lt;br /&gt;
* 1951 {{lang|el|Ο τελευταίος πειρασμός|O telefteos pirasmos}}&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Die letzte Versuchung]]&amp;#039;&amp;#039;, deutsch von Werner Kerbs, Berlin: Herbig 1952&lt;br /&gt;
* 1954 {{lang|el|Ο Φτωχούλης του Θεού|O Ftochoulis tou theou}}&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Mein Franz von Assisi&amp;#039;&amp;#039;, deutsch von Helmut von den Steinen, Hamburg: Wegner 1956.&lt;br /&gt;
* 1961 {{lang|el|Αναφορά στον Γκρέκο|Anafora ston Greko}}&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Rechenschaft vor El Greco&amp;#039;&amp;#039;, deutsch von [[Isidora Rosenthal-Kamarinea]], Berlin: Herbig 1978.&lt;br /&gt;
* 1966  &amp;#039;&amp;#039;Im Zauber der griechischen Landschaft&amp;#039;&amp;#039;, deutsch von Isidora Rosenthal-Kamarinea, München: Herbig 1966, 1967; Frankfurt a. M.: Ullstein 1996; München: Herbig 2001.&lt;br /&gt;
* 2022  &amp;#039;&amp;#039;O Ανήφορος&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Der Weg nach oben&amp;#039;&amp;#039;), posthum 2022 im Verlag Dioptra (Athen) veröffentlicht. Übersetzung in Vorbereitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adaptionen ==&lt;br /&gt;
=== Verfilmungen ===&lt;br /&gt;
* 1957: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Mann, der sterben muß]]&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|fr|&amp;#039;&amp;#039;Celui qui doit mourir&amp;#039;&amp;#039;}}; Regie: [[Jules Dassin]]) nach dem Roman &amp;#039;&amp;#039;Griechische Passion&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1964: &amp;#039;&amp;#039;[[Alexis Sorbas (Film)|Alexis Sorbas]]&amp;#039;&amp;#039; (Regie: [[Michael Cacoyannis]]; mit  [[Alan Bates]] und [[Anthony Quinn]], Musik von [[Mikis Theodorakis]])&lt;br /&gt;
* 1978: &amp;#039;&amp;#039;Höllenkommando Kreta&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;Dawn of victory&amp;#039;&amp;#039;}}; Regie: Dimis Dadiras)&lt;br /&gt;
* 1988: &amp;#039;&amp;#039;[[Die letzte Versuchung Christi]]&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;The last temptation of Christ&amp;#039;&amp;#039;}}; Regie: [[Martin Scorsese]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musiktheater ===&lt;br /&gt;
* [[Bohuslav Martinů]]: &amp;#039;&amp;#039;[[The Greek Passion]]&amp;#039;&amp;#039; („Griechische Passion“, Oper, UA 1958)&lt;br /&gt;
* [[John Kander]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Sorbas (Musical)|Zorba]]&amp;#039;&amp;#039; („Sorbas“, Musical, UA 1968)&lt;br /&gt;
* Irineos Triandafillou: &amp;#039;&amp;#039;Alexis Zorbás – Die Geschichte eines Griechen&amp;#039;&amp;#039; (Ballett, 2006 – Uraufführung am 20. Februar 2009 durch das Nordharzer Städtebundtheater in Choreographie von Jaroslaw Jurasz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Bien: &amp;#039;&amp;#039;Kazantzakis – Politics of the spirit.&amp;#039;&amp;#039; Princeton University Press, Princeton 1998, ISBN 0-691-06786-4.&lt;br /&gt;
* Daniel A. Dombrowski: &amp;#039;&amp;#039;Kazantzakis and God.&amp;#039;&amp;#039; State Univ. of New York Press, Albany 1997, ISBN 0-7914-3492-3.&lt;br /&gt;
* Michael und Renate Hertl: &amp;#039;&amp;#039;[[Rainer Maria Rilke]], [[Hermann Hesse]], Nikos Kazantzakis. Lebens-Leidens-Jahre mit Leukämie.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2004, ISBN 978-3-8260-2872-4.&lt;br /&gt;
* Birgit Igla: &amp;#039;&amp;#039;Die Tragödien des Nikos Kasantzakis. Thematik, gemeinsame Züge, philosophische Ausrichtung.&amp;#039;&amp;#039; (= Bochumer Studien zur neugriechischen und byzantinischen Philologie. 5). Hakkert, Amsterdam 1984, ISBN 90-256-0874-4.&lt;br /&gt;
* Thomas Irmer: &amp;#039;&amp;#039;Von griechischer Antike in Europas Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; / Nikos Kazantzakis’ wiedergefundene Übertragung des „Faust“ in Zypern uraufgeführt. In: &amp;#039;&amp;#039;Theater der Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Heft&amp;amp;nbsp;12; Berlin 2002.&lt;br /&gt;
* [[Ardian Klosi]]: &amp;#039;&amp;#039;Mythologie am Werk. Kazantzakis, [[Ivo Andrić|Andrić]], [[Ismail Kadare|Kadare]]. Eine vergleichende Untersuchung am besonderen Beispiel des Bauopfermotivs.&amp;#039;&amp;#039; (= Slavistische Beiträge. 277). Sagner, München 1991, ISBN 3-87690-494-3.&lt;br /&gt;
* [[Leopold Kretzenbacher]]: &amp;#039;&amp;#039;Versöhnung im Jenseits. Zur Widerspiegelung des [[Apokatastasis]]-Denkens in Glaube, Hochdichtung und Legende.&amp;#039;&amp;#039; (= Sitzungsberichte / Bayerische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse. 1971;7). Beck, München 1971, ISBN 3-7696-1441-0.&lt;br /&gt;
* James F. Lea: &amp;#039;&amp;#039;Kazantzakis. The politics of salvation.&amp;#039;&amp;#039; University of Alabama Press, 1979, ISBN 0-8173-7002-1.&lt;br /&gt;
* Darren J. N. Middleton: &amp;#039;&amp;#039;Novel theology. Nikos Kazantzakis’s encounter with Whiteheadian process theism.&amp;#039;&amp;#039; Mercer Univ. Press, Macon, Ga. 2000, ISBN 0-86554-624-X.&lt;br /&gt;
* Lewis Owens: &amp;#039;&amp;#039;Creative destruction. Nikos Kazantzakis and the literature of responsibility.&amp;#039;&amp;#039; Mercer Univ. Press, Macon, Ga. 2003, ISBN 0-86554-803-X.&lt;br /&gt;
* Paraskevi Petropoulou: &amp;#039;&amp;#039;Die Subjektkonstitution im europäischen Roman der Moderne. Zur Gestaltung des Selbst und zur Wahrnehmung des Anderen bei Hermann Hesse und Nikos Kazantzakis.&amp;#039;&amp;#039; deutsch Univ.-Verlag, Wiesbaden 1997, ISBN 3-8244-4235-3.&lt;br /&gt;
* Richard Reschika: &amp;#039;&amp;#039;Nikos Kazantzakis als Philosoph – &amp;#039;Ich hoffe nichts, ich fürchte nichts, ich bin frei&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Rebellen des Geistes. Sieben Profile.&amp;#039;&amp;#039; Arnshaugk Verlag, Neustadt an der Orla 2014, ISBN 978-3-944064-21-5, S.&amp;amp;nbsp;199–242.&lt;br /&gt;
* [[Adolf J. Schmid]]: &amp;#039;&amp;#039;Nikos Kazantzakis - Der Autor von &amp;quot;Alexis Sorbas&amp;quot; starb in Freiburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Freiburger Almanach.&amp;#039;&amp;#039; 2003, S. 117 ff.&lt;br /&gt;
* Peter Sinnemann: &amp;#039;&amp;#039;Der an Leukämie erkrankte griechische Schriftsteller Nikos Kazantzakis ließ sich mehrmals in der Uniklinik behandeln. Er starb 1957 – „Alexis Sorbas“ tanzt weiter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Badische Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; Freiburg/Breisgau, 27. Oktober 1997, „Freiburger Zeitung“, S. 2.&lt;br /&gt;
* Peter Sinnemann: &amp;#039;&amp;#039;„Deshalb werde ich das Stück aufführen.“ Über eine Welturaufführung und einen Skandal in einem wenig bekannten Stück Mannheimer Theatergeschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Badische Heimat.&amp;#039;&amp;#039; Karlsruhe 4/1998, S.&amp;amp;nbsp;556–565.&lt;br /&gt;
* [[Pavlos Tzermias]]: &amp;#039;&amp;#039;Nikos Kazantzakis und die Gerechtigkeit. Eine Analyse der ‚Griechischen Passion‘.&amp;#039;&amp;#039; (= Beiträge zur Förderung der Beziehungen Griechenlands mit dem Ausland. 2). Flamberg, Zürich u.&amp;amp;nbsp;a. 1963.&lt;br /&gt;
* Pavlos Tzermias: &amp;#039;&amp;#039;Kazantzakis und die Vertriebenen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Deutsche Hefte.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1959, S.&amp;amp;nbsp;1014–1024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.kazantzaki.gr/en/home Kazantzakis-Museum] in [[Archanes-Asterousia]] (englische Version)&lt;br /&gt;
* [https://www.historical-museum.gr/webapps/kazantzakis-pages/de/introduction/intro.php Kazantzakis-Archiv] im Historischen Museum von Kreta in Iraklio (deutsche Version), mit detailliertem [https://www.historical-museum.gr/webapps/kazantzakis-pages/de/life/chronology-det.php Lebenslauf]&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118560867}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm0443611}}&lt;br /&gt;
* [https://www.owen-leinert.com/PHAEDRA_and_FAUST.htm Uraufführung Goethes &amp;#039;&amp;#039;Faust&amp;#039;&amp;#039; in der griechischen Übertragung von Nikos Kazantzakis]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118560867|LCCN=n/79/100889|NDL=00445325|VIAF=14771803}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kazantzakis, Nikos}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dichterjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Deutschen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Italienischen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer der Göttlichen Komödie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer ins Neugriechische]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Auslandskorrespondent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Neugriechisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kreta)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grieche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1883]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1957]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nikos Kazantzakis| ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kazantzakis, Nikos&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=griechischer Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. März 1883&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Iraklio]], Kreta, Griechenland&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Oktober 1957&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Freiburg im Breisgau]], Baden-Württemberg, Deutschland&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Uto</name></author>
	</entry>
</feed>