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	<title>Nikolaus Simmer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 19. Januar 2026 um 13:19 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nikolaus Simmer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Pseudonym: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Klaus Simmer-Jochem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) (* [[11. November]] [[1902]] in [[Besch]]; † [[17. März]] [[1986]] ebenda) war ein deutscher [[Diplom-Kaufmann]] und [[Politiker]] ([[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]). Von 1940 bis 1945 war er [[Oberbürgermeister]] von [[Koblenz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Romeyk&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|3770075854|Seiten=747&amp;amp;nbsp;f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
Simmer besuchte die Präparandenanstalt und das Lehrerseminar in Wittlich, wo er 1923 sein Lehrerexamen ablegte. Im Anschluss arbeitete er als kaufmännischer Angestellter in Saarbrücken. Er studierte als [[Werkstudent]] von 1925 bis 1926 [[Rechtswissenschaft|Rechts-]] und [[Wirtschaftswissenschaft]]en an der [[Handelshochschule Berlin]] und dann bis 1929 Wirtschafts- und [[Sozialwissenschaften]] an der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main]]. In Frankfurt wurde er Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;[[Burschenschaft]] Marcomannia&amp;#039;&amp;#039; im [[Verband Deutscher Burschen]]. Zum 12. Februar 1927 trat er in die NSDAP ein ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 56.310).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/41600984&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1929 bis 1930 arbeitete er als Handelslehrer an der Städtischen Höheren Handelsschule der Stadt Frankfurt am Main. Er holte sein [[Abitur]] nach und wurde 1929 Diplom-Kaufmann und 1931 [[Diplom-Handelslehrer]]. 1931 wurde er an der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Universität Frankfurt am Main]] zum [[Dr. rer. pol.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Nachdem er ein [[Stipendium]] des &amp;#039;&amp;#039;Institute of International Education (New York)&amp;#039;&amp;#039; erhalten hatte, ging er 1931/1932 für ein Jahr an die [[University of Pennsylvania|Universität Pennsylvania]] (USA), wo er auch Propagandavorträge für die NSDAP hielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr übernahm er das Amt des NSDAP-Kreisleiters in [[Trier]], wo er auch Vorsitzender der NSDAP-Fraktion im Stadtrat war. Er betätigte sich ab 1932 als [[Gauredner]]. In Trier war er ab 1933 als Kreisführer des [[Deutsches Rotes Kreuz|DRK]] tätig. Von März bis zur Auflösung der Körperschaft im Herbst 1933 war er Mitglied des [[Preußischer Landtag|Preußischen Landtages]]. Im März 1933 wurde er in den [[Provinziallandtag der Rheinprovinz|Rheinischen Provinziallandtag]] gewählt, der im Dezember aufgelöst wurde. Am 23. April 1933 wurde er [[Landrat (Deutschland)|Landrat]] in Trier, wo er 1935 in den einstweiligen Ruhestand versetzt wurde. 1933, 1936 und 1938 war er erfolglos für den [[Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus)|Reichstag]] vorgeschlagen worden. 1935 war er ehrenamtlich als Gauwirtschaftsberater in Trier tätig. Er war [[NS-Ranggefüge|Standartenführer]] im [[Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps|NSKK]]. Nachdem ihm fahrlässiger Landesverrat vorgeworfen worden war, wurde er in den einstweiligen Ruhestand versetzt. 1936 wurde er vertretungsweise, dann von 1937 bis 1939 kommissarischer Landrat in [[Bad Kreuznach]]. 1940 bis 1944 war er [[Staatskommissar]] im luxemburgischen [[Bad Mondorf]] und kommissarischer Leiter des Staatsbads Mondorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken als Koblenzer Oberbürgermeister ==&lt;br /&gt;
Sein Vorgänger [[Theodor Habicht]] wurde nach nur vier Monaten Amtszeit zum Kriegsdienst einberufen. Am 6. Januar 1940 folgte ihm Simmer im Amt des Oberbürgermeisters von Koblenz. Im September 1943 wurde er zuständig für die Wirtschaftsabteilung im besetzten [[Luxemburg]]. Im Jahr 1942 wurden aus der Region 870 [[Juden]] über den [[Bahnhof Koblenz-Lützel]] in die [[Nationalsozialisten|nationalsozialistischen]] [[Konzentrationslager|Konzentrations-]] und [[Vernichtungslager]] [[Deportation von Juden aus Deutschland|deportiert]]. Ein Jahr später folgten 149 Koblenzer [[Sinti]], die über den [[Koblenz Hauptbahnhof|Hauptbahnhof]] nach [[KZ Auschwitz-Birkenau|Auschwitz]] verschleppt und dort [[Gaskammern und Krematorien der Konzentrationslager Auschwitz|vergast]] wurden. Von den 800 Juden (1929) in Koblenz hatten nur 22 den [[Holocaust]] überlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vvn-bda-kl.de/spuren/ww/kore.html Rassische Verfolgung und Euthanasie in Koblenz] in: [[Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten|VVN-BdA]] Kaiserslautern&amp;lt;/ref&amp;gt; 1943 erhielt Simmer aus bisher nicht geklärten Gründen vom [[Reichspropagandaamt]] ein vorübergehendes [[Redeverbot]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Petra Weiß |Titel=Die Stadtverwaltung Koblenz im Nationalsozialismus |Verlag=Fernuniversität Hagen (Dissertation) |Datum=2011 |Seiten=294}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Luftkrieg]] auf deutsche Städte wurde Koblenz zunächst verschont. Am 22. April 1944 fand der erste größere [[Luftangriffe auf Koblenz|Luftangriff auf Koblenz]] statt, bei dem 130 Menschen getötet und 300 verletzt wurden. Der schwerste Luftangriff vom 6. November 1944 zerstörte die Stadt vollständig, ein [[Feuersturm]] machte jede Löschversuche aussichtslos. Die Stadtverwaltung evakuierte die Koblenzer Bevölkerung bis Ende 1944 nach [[Thüringen]]. Seit dem 24. September 1944 verließen täglich mehrere Züge mit jeweils 600 Menschen die Stadt. Der endgültige Räumungsbefehl kam am 13. Januar 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Herbst 1944 entzündete sich ein Machtkampf mit dem regionalen [[Reichsverteidigungskommissar]] Simon, in dem es um die Modalitäten der Evakuierung und die Heranziehung von Kriegsgefangenen zur Trümmerbeseitigung ging. Diese Auseinandersetzung hatte schlussendlich im Januar 1945 Simmers Absetzung als Oberbürgermeister zur Folge. Am 11. Februar musste er als einfacher Gefreiter zur [[Wehrmacht]] einrücken und tags darauf folgte ihm [[Konrad Gorges]] im Amt des Oberbürgermeisters nach.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Petra Weiß |Titel=Die Stadtverwaltung Koblenz im Nationalsozialismus |Verlag=Fernuniversität Hagen (Dissertation) |Datum=2011 |Seiten=299ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit ==&lt;br /&gt;
Simmer geriet im März 1945 bei [[Oppenheim]] in US-amerikanische [[Kriegsgefangenschaft]], wurde 1945/46 in Saarbrücken interniert und befand sich 1947 bis 1948 als mutmaßlicher [[Kriegsverbrechen|Kriegsverbrecher]] in luxemburgischer Untersuchungshaft. Das Verfahren wurde schließlich eingestellt und Simmer entlassen. Sein Entnazifizierungsverfahren wurde am 16. März 1950 eingestellt, da er nach Ansicht des Untersuchungsausschusses der [[Spruchkammerverfahren#Rechtsgrundlagen|Gruppe III (Minderbelastete)]] zuzuordnen war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Petra Weiß |url=http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/nikolaus-simmer/DE-2086/lido/57c9512443d468.10396907 |titel=Nikolaus Simmer |werk=Internetportal Rheinische Geschichte |hrsg= |datum= |zugriff=2019-03-20 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeit fand er als [[Versicherungsvertreter]]. Später war er als [[Steuerberater]] in [[Gerolstein]] und Kobern tätig. Ab 1951 bemühte er sich erfolglos um eine Rückkehr in den Staatsdienst. 1954 wurde er pensioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Familie ==&lt;br /&gt;
Nikolaus Simmer war ein Sohn des aus Luxemburg stammenden Landwirts und Mühlenbesitzers Johann Simmer und dessen Ehefrau Anna, geb. Jochem. Er war seit 1935 mit Hedwig Dujardin (* 29. Juli 1913), Tochter eines Rechtsberaters verheiratet. Ein jüngerer Bruder von ihm war der frühere Landrat des [[Kreis Ahrweiler|Kreises Ahrweiler]] [[Peter Simmer]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Romeyk&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wandlungen in der Kapitalanlagepolitik der privaten deutschen Versicherungsgesellschaften seit der Währungsstabilisierung.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation Universität Frankfurt am Main 1931.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Lösung des Saargrenzproblems im Landkreise Trier.&amp;#039;&amp;#039; Schweich 1933.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Lösung der Winzerfrage.&amp;#039;&amp;#039; Trier um 1933/34.&lt;br /&gt;
* Unter dem Pseudonym Klaus Simmer-Jochem: &amp;#039;&amp;#039;Generation ohne Hoffnung. Aufzeichnungen des Robert Grenzmann aus den Jahren 1913–1933.&amp;#039;&amp;#039; Hannover 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Erich Stockhorst: &amp;#039;&amp;#039;Fünftausend Köpfe. Wer war was im Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, 1967.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Schütz: &amp;#039;&amp;#039;Koblenzer Köpfe. Personen der Stadtgeschichte – Namensgeber für Straßen und Plätze.&amp;#039;&amp;#039; 2. überarb. u. erw. Auflage. Verlag für Anzeigenblätter GmbH, Mülheim-Kärlich 2005.&lt;br /&gt;
* Energieversorgung Mittelrhein GmbH (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Koblenz&amp;#039;&amp;#039;. Gesamtredaktion: Ingrid Bátori in Verbindung mit Dieter Kerber und Hans Josef Schmidt.&lt;br /&gt;
** Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;Von den Anfängen bis zum Ende der kurfürstlichen Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Theiss, Stuttgart 1992, ISBN 3-8062-0876-X.&lt;br /&gt;
** Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;Von der französischen Stadt bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Theiss, Stuttgart 1993, ISBN 3-8062-1036-5.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Kienast]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch für den Preußischen Landtag&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe für die 5. Wahlperiode, Berlin 1933, S. 384.&lt;br /&gt;
* Petra Weiß: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/persoenlichkeiten/S/Seiten/NikolausSimmer.aspx Nikolaus Simmer (1902-1986), nationalsozialistischer Funktionär, Landrat und Oberbürgermeister von Koblenz]&amp;#039;&amp;#039;, Koblenz 2013.&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 9: &amp;#039;&amp;#039;Nachträge.&amp;#039;&amp;#039; Koblenz 2021, S. 160–162. ([http://www.burschenschaftsgeschichte.de/pdf/biographisches-lexikon-deutsche-burschenschaft-dvorak-kaupp-politiker-nachtrag.pdf Online-PDF])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{SaarBiogr|5352|Simmer Nikolaus}}&lt;br /&gt;
* {{RPPD Vw|nr=pkc0287}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Landräte des Landkreises Bad Kreuznach&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Landräte des Landkreises Trier&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Oberbürgermeister von Koblenz&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1051186110|VIAF=308714119}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Simmer, Nikolaus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberbürgermeister (Koblenz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Luxemburgs 1940–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Landtags (Freistaat Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Provinziallandtages der Rheinprovinz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preußischer Landrat (Kreis Kreuznach)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preußischer Landrat (Landkreis Trier)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berufsschullehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSKK-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener der Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1986]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Simmer, Nikolaus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Diplom-Kaufmann und Politiker (NSDAP)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. November 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Besch]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. März 1986&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Besch]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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