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	<title>Nikolaus Poppe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nikolaus_Poppe&amp;diff=1580988&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;René Thiemann: Linkfix.</title>
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		<updated>2025-12-20T18:14:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Linkfix.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum Klosterpropst ähnlichen Namens siehe [[Nicolaus Poppe]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nikolaus Poppe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Nicholas Poppe&amp;#039;&amp;#039;; {{ruS|Николай Николаевич Поппе}}, &amp;#039;&amp;#039;Nikolai Nikolajewitsch Poppe&amp;#039;&amp;#039;; * [[27. Juli]] [[1897]] in [[Yantai]], China; † [[8. August]] [[1991]] in [[Seattle]], [[Washington (Bundesstaat)|Washington]]) war ein vielseitiger [[Linguist]], der auf das [[Mongolische Sprache|Mongolische]] und die hypothetische [[Altaische Sprachen|altaische Sprachfamilie]] spezialisiert war. Bis 1943 arbeitete Poppe in der [[Sowjetunion]], danach in [[Deutschland]] und den [[Vereinigte Staaten|USA]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Poppes Vater stand als Konsulatsbeamter im diplomatischen Dienst Russlands und war zum Zeitpunkt von dessen Geburt in China stationiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 begann Poppe, an der [[Universität Leningrad]] zu lehren und betrieb Feldforschung in der Mongolei. 1931 wurde er Leiter der Abteilung für [[Mongolistik]] am Institut für Asienwissenschaften der [[Akademie der Wissenschaften der UdSSR|Sowjetischen Akademie der Wissenschaften]]. 1932 wurde er mit 34 Jahren zum korrespondierenden Mitglied der Akademie gewählt. Nikolai Poppe war ein weltbekannter Fachmann für die Innere Mongolei und Professor für Orientalistik in Leningrad.&amp;lt;ref&amp;gt;Marina Sorokina: Within Two Tyrannies - The Soviet Academic Refugees of the Second World War, Proceedings of the British Academy 169 (2011), S. 231.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1946 wurde er aus der Akademie ausgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.ras.ru/win/db/show_per.asp?P=.id-51795.ln-ru.dl-.pr-inf.uk-12| titel=Korrespondierende Mitglieder der Russischen Akademie der Wissenschaften seit 1724: Поппе, Николай Николаевич| hrsg=Russische Akademie der Wissenschaften| zugriff=2021-12-11| sprache=ru}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er hatte aufgrund seiner deutsch-estnischen Abstammung Glück, Stalins [[Großer Terror (Sowjetunion)|Großen Terror]] in den 30er Jahren zu überstehen. Er konnte nach dem deutschen Überfall Leningrad im Sommer 1941 noch rechtzeitig verlassen und unterrichtete bis Juni 1942 Sprachen in [[Elista]]. Von hier setzte er sich mit seiner Familie zu einem ihm bekannten Institut nach [[Karatschajewsk]] im Kaukasus ab, da er zuvor dort die Sprache der Karatschaier studiert hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeit für den Sicherheitsdienst der SS ==&lt;br /&gt;
Im [[Kaukasus]] lief Poppe zu den [[NS-Staat|Nazis]] über, half den Deutschen, ein [[Kollaborateur|Quisling]]-Regime in der [[Karatschai-Tscherkessien#Geschichte|Region Karatschai]] zu installieren, das sofort sämtliche jüdische Vermögen beschlagnahmte und bald darauf die jüdische Bevölkerung ermordete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1942 begann Poppe im nahen [[Kislowodsk]] im Kaukasus für den russischen Bürgermeister und die deutsche Ortskommandantur Übersetzungen und Studien anzufertigen. Poppe setzte sich dann für die Rettung des Stammes der [[Tat (Volk)|Taten]] ein, die zu den Bergjuden gehörten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christopher Simpson |Titel=Der amerikanische Bumerang |Verlag=Ueberreuter |Ort=Wien |Datum=1988 |ISBN=3-8000-3277-5 |Seiten=150.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Deren Rettung wird jedoch auch von [[Theodor Oberländer]] reklamiert, der für die Abwehr II im Kaukasus mit seinem [[Sonderverband Bergmann]] stationiert war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Philipp-Christian Wachs |Titel=Der Fall Theodor Oberländer |Verlag=Campus |Ort=Frankfurt / New York |Datum=2000 |ISBN=3-593-36445-X |Seiten=119-121}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist gut möglich, dass sich die beiden Professoren Oberländer und Poppe darüber verständigt haben. Poppe selbst kam jedenfalls auch in Kontakt mit Führungspersonal der Einsatzgruppe D und deren Einsatzkommandos. Der Leiter der SS-Einsatzgruppe D, [[Walther Bierkamp]], nahm tatsächlich im Dezember 1942 die Bergjuden von der Vernichtung aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andrej Angrick |Titel=Besatzungspolitik und Massenmord |Verlag=Hamburger Edition |Ort=Hamburg |Datum=2003 |ISBN=3-930908-91-3 |Seiten=612}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Poppe wurde Ende 1942 mit der Familie und anderen Wissenschaftler nach [[Lemberg]] evakuiert. Hier kam er in Kontakt mit Oberführer im SD [[Horst Hoffmeyer]], der ihn im Mai 1943 an das [[Wannsee-Institut]] des [[Reichssicherheitshauptamt]]es (RSHA) verwies, wo er im Juni 1943 zu arbeiten begann. Poppe schrieb für den SD-Auslandsgeheimdienst Arbeiten über die sowjetische Nationalitätenpolitik, das Hochschulsystem der UdSSR und die Bevölkerung Sibiriens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Evakuierung des Wannsee-Instituts nach Österreich blieb Poppe in Berlin und begann auf Vermittlung von Prof. [[Gerhard von Mende]] als Lehrbeauftragter für Sprachen am [[Deutsche Hochschule für Politik#Integration in Auslandswissenschaftliche Fakultät und Deutsches Auslandswissenschaftliches Institut (DAWI)|Deutschen Auslandswissenschaftlichen Institut]] der Universität in Berlin zu unterrichten. Nachdem Poppes Haus im November 1943 in Berlin ausgebombt wurde, zog er mit seiner Familie nach Plankenwarth in der Steiermark zum Wannsee-Institut. Hier war er nicht ausgelastet und erhielt mit Hilfe von Prof. [[Walter Donat (Japanologe)|Walter Donat]] im Januar 1944 eine Stelle beim Ostasien-Institut in Berlin, das gleichfalls für den Auslandsnachrichtendienst der SS im RSHA tätig war. Er schrieb für das Ostasien-Institut ein Buch über die Mongolei und erstellte Arbeiten über den [[Pantürkismus]] und die Psychologie der Mongolen. Im Juli 1944 wurde das Ostasien-Institut nach [[Marienbad]] verlegt. Hier erlebte Poppe das Kriegsende und begab sich in die Britische Besatzungszone nach [[Bünde]] in Westfalen.&amp;lt;ref&amp;gt;CIA, Freedom of Information Act, [https://www.cia.gov/readingroom/docs/POPPE%2C%20NIKOLAI%20%20%20VOL.%201_0011.pdf Poppe, Nikolai, Vol. 1_0011], Blatt 17–19, &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeit für den britischen und amerikanischen Geheimdienst ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Kapitulation Deutschlands|Niederlage Deutschlands]] wurde er von den sowjetischen Behörden wegen [[Kriegsverbrechen]] gesucht. Im Zeitraum 1946 bis 1948 war Poppe für den britischen Geheimdienst unter einem Decknamen als Lehrer an der Schule für Geheimdienstoffiziere tätig. 1948 trat Poppe mit den Amerikanern in Verbindung und wurde von Carmel Offie, einem Mitarbeiter des Office of Policy Coordination der [[Central Intelligence Agency|CIA]] im Rahmen der Geheimoperation „Father Christmas“ aus der britischen Zone nach [[Camp King]] bei [[Oberursel (Taunus)|Oberursel]] und dann 1949 in die USA gebracht. Dort erhielt er Papiere auf den Namen Karl Bergström, um ihn vor den Sowjets zu schützen.&amp;lt;ref&amp;gt;CIA, Freedom of Information Act, [https://www.cia.gov/readingroom/docs/POPPE%2C%20NIKOLAI%20%20%20VOL.%201_0001.pdf Poppe, Nikolai, Vol. 1_0001].&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort lebte er zunächst unter falschem Namen, erstellte Studien für die CIA und das [[State Department|Außenministerium]] und lehrte dann von 1949 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1968 an der [[University of Washington]] in [[Seattle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr erhielt er eine [[Ehrendoktorwürde]] von der [[Universität Bonn]]. Seit 1978 war er korrespondierendes Mitglied der [[British Academy]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.thebritishacademy.ac.uk/documents/2528/Deceased_Fellows.pdf| titel=Deceased Fellows| hrsg=British Academy| zugriff=2020-07-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* А.И. Востриков, Н.Н. Поппе ([[Andrei Iwanowitsch Wostrikow|A. I. Wostrikow]], N.N. Poppe): &amp;#039;&amp;#039;Летопись баргузинских бурят: Тексты и исследования&amp;#039;&amp;#039; (Die Annalen der Bargusiner Burjaten: Texte und Studien); Moskau Leningrad 1935&lt;br /&gt;
* Nicholas Poppe: &amp;#039;&amp;#039;Reminiscences.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Henry Schwartz. Western Washington University Center for East Asian Studies, Bellingham, WA, 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Walther Heissig]] und Klaus Sagaster: &amp;#039;&amp;#039;Gedanke und Wirkung. Festschrift zum 90. Geburtstag von Nikolaus Poppe.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;[[Asiatische Forschungen]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 108, Otto Harrassowitz, Wiesbaden 1989, {{ISSN|0571-320X}}.&lt;br /&gt;
* Arista Maria Cirtautas: &amp;#039;&amp;#039;Nicholas Poppe. A bibliography of publications from 1924–1977.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Parerga&amp;#039;&amp;#039;. Band 4, Institute for Comparative and Foreign Area Studies, University of Washington, Seattle 1977.&lt;br /&gt;
* Christopher Simpson: &amp;#039;&amp;#039;Der Amerikanische Bumerang. NS-Kriegsverbrecher im Sold der USA&amp;#039;&amp;#039;. Carl Ueberreuter, Wien 1988.&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
| autor=N. S. Jachontowa&lt;br /&gt;
| url=http://www.orientalstudies.ru/rus/index.php?option=com_personalities&amp;amp;Itemid=74&amp;amp;person=575&lt;br /&gt;
| titel=Николай Николаевич Поппе&lt;br /&gt;
| hrsg=[[Institut für Orientstudien der Russischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
| zugriff=2021-12-11&lt;br /&gt;
| sprache=ru&lt;br /&gt;
| kommentar=mit Publikationsverzeichnis}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Arista Maria Cirtautas&lt;br /&gt;
 | Titel=Nicholas Poppe: Bibliography 1977–1982&lt;br /&gt;
 | Sammelwerk=Central Asiatic Journal&lt;br /&gt;
 | Band=26&lt;br /&gt;
 | Nummer=3–4&lt;br /&gt;
 | Jahr=1982&lt;br /&gt;
 | Seiten=161–166}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20060505010649/http://depts.washington.edu/centasia/symposium.htm Nikolas-Poppe-Symposium an der University of Washington] (enthält biographisches Material und Fotos)&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118641735}}&lt;br /&gt;
* [https://bigenc.ru/linguistics/text/3159077 Поппе (Poppe), Николай Николаевич (Николас)] Eintrag in der Großen Russischen Enzyklopädie (russisch)&lt;br /&gt;
* [https://altaica.ru/personalia/e_poppe.php Liste online verfügbarer Texte Poppes]&lt;br /&gt;
* {{JSTOR|41927364}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118641735|LCCN=n50023198|VIAF=22157344|NDL=00473218}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Poppe, Nikolaus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Linguist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (University of Washington)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der British Academy]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korrespondierendes Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (russische Kollaboration)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1991]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Poppe, Nikolaus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Poppe, Nicholas; Poppe, Nikolai Nikolajewitsch; Поппе, Николай Николаевич (russisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=russischer Linguist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Juli 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Yantai]], [[China]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. August 1991&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Seattle]], [[Washington (Bundesstaat)|Washington]], [[Vereinigte Staaten]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;René Thiemann</name></author>
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