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	<title>Nikolaus Ehlen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T20:02:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nikolaus_Ehlen&amp;diff=665593&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Leyo: falsches Minuszeichen durch Halbgeviertstrich ersetzt</title>
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		<updated>2025-06-04T20:45:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;falsches &lt;a href=&quot;/index.php/Minuszeichen&quot; title=&quot;Minuszeichen&quot;&gt;Minuszeichen&lt;/a&gt; durch &lt;a href=&quot;/index.php/Halbgeviertstrich&quot; title=&quot;Halbgeviertstrich&quot;&gt;Halbgeviertstrich&lt;/a&gt; ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nikolaus Ehlen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. Dezember]] [[1886]] in [[Graach an der Mosel]]; † [[18. Oktober]] [[1965]] in [[Essen]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Friedensbewegung|friedensbewegter]] Lehrer. Er gilt als im [[Katholizismus]] verwurzelter Pionier des &amp;#039;&amp;#039;Selbsthilfe-Siedlungsbaus&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nikolaus Ehlen wurde als Sohn des Moselwinzers Johann Peter Ehlen in Graach bei Bernkastel geboren. Er fühlte sich bereits in jungen Jahren zum [[Priester]] berufen und trat nach dem Abitur in das [[Priesterseminar Trier]] ein. Nach zwei Semestern Theologiestudium änderte er jedoch seine Pläne und belegte von 1910 bis 1913 an der [[Westfälische Wilhelms-Universität|Westfälischen Wilhelms-Universität]] in [[Münster]] die Fächer [[Physik]], [[Chemie]], [[Mathematik]] und [[Philosophie]]. Er war Schüler von [[Joseph Geyser]]. Nach [[Staatsexamen]] und [[Promotion (Doktor)|Promotion]] wechselte er als [[Studienassessor]] zum [[Hohenzollern-Gymnasium Sigmaringen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab November 1916 nahm er als [[Freiwilliger (Militär)|Kriegsfreiwilliger]] am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] in der [[Champagne]] und vor [[Schlacht um Verdun|Verdun]] teil. Im Anschluss setzte er seine Tätigkeit als Assessor in Sigmaringen fort, bis ihn die Stadt Velbert 1919 als [[Oberlehrer]] bzw. [[Studienrat (Deutschland)|Studienrat]] für Mathematik und Chemie in ihren Dienst übernahm. Unter dem Einfluss der Pädagogik [[Friedrich Wilhelm Foerster]]s war es ihm wichtig, den Schülern Selbsterkenntnis und „Selbsterziehung“ zu vermitteln. Seine Reformpädagogik wird durch folgendes Selbstzeugnis deutlich:&lt;br /&gt;
::{{&amp;quot;|&amp;#039;&amp;#039;Eines Tages stand an der Tafel meiner Obertertia das gelungene Zerrbild eines Lehrers. Empört kommt der Herr Direktor (jener im schwarzen Gehrock mit blendend weißem Kragen) zu mir: ‚Eine Schande für diese Klasse und Schule! Wir werden den Urheber rauskriegen. Sonst würde er schwer bestraft werden.‘ Ich bat den Direktor um freie Hand in der Untersuchung. Danach sprach ich mit meiner Klasse. Ich lobte die gelungene Zeichnung. – ‚Aber für den alten ergrauten Professor auf der Tafel muß das doch sehr schmerzlich sein! Ihr seid viel zu anständig für eine solche Kränkung. Ich erwarte heute nachmittag in meiner Wohnung den Schüler, der es getan hat.‘ Und er kam. Wir setzten gemeinsam die Bestrafung fest. Von diesem Tag an hatte ich das unbeschränkte Vertrauen des alten Direktors und meiner Klasse.&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;wolandt&amp;quot;&amp;gt;Barbara Wolandt und Gerd Wolandt: &amp;#039;&amp;#039;Nikolaus Ehlen – ein Leben für den Nächsten&amp;#039;&amp;#039; (= Historische Beiträge, Band 7). Stadtverwaltung, Velbert 1986, ISBN 3-926133-03-1 ({{Webarchiv|url=http://www.service-civil-international.org/archives/scid/pdf/NE86_11_00_1.pdf |wayback=20131225033843 |text=Ausschnitte |archiv-bot=2019-05-04 03:17:54 InternetArchiveBot }}; PDF; 88&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das innerstädtische Gymnasium in Velbert, wo Ehlen über viele Jahrzehnte als Lehrer arbeitete, wurde 1982 nach ihm benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.neg-velbert.de/geschichte.php |titel=Wer war Nikolaus Ehlen? |werk= |hrsg= |datum= |zugriff=2018-02-11 |sprache=de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210416210500/https://neg-velbert.de/geschichte.php |archiv-datum=2021-04-16 |offline=ja |archiv-bot=2024-04-01 09:30:54 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Eingangsbereich der Schule steht eine Büste und seit 2017 eine interaktive Wandinstallation, die das Leben und Wirken des Menschen Nikolaus Ehlen darstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Yvonne Szabo |Titel=Velberter Schule ehrt ihren Namensgeber |Online=https://www.waz.de/staedte/velbert/velberter-schule-ehrt-ihren-namensgeber-id212573911.html |Abruf=2018-02-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Aus seiner Ehe mit Maria Stummel gingen acht Kinder hervor (Maria, Ludwig, Ruth, Norbert, Elisabeth, Johannes, Genoveva (Veva) und Nikolaus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Ehlens älterer Freund und [[Mentoring|Mentor]] seit frühen Studententagen, [[Ernst Thrasolt]], machte ihn mit dem Gedankengut der [[Katholische Jugendbewegung|katholischen Jugendbewegung]] bekannt, die sich kurz vor dem Ersten Weltkrieg parallel zu den bestehenden Gruppen des [[Wandervogel]]s herausbildete. Ehlen profilierte sich nachhaltig in der jungen Bewegung. Die von ihm vertretenen Maximen basierten auf der [[Lebensreform]], der [[Bergpredigt]] sowie auf Natur- und Heimatverbundenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Thrasolts Einfluss fand er zum [[Friedensbund Deutscher Katholiken]]. Er war auch Mitglied im [[Internationaler Versöhnungsbund|Internationalen Versöhnungsbund]]. Zunächst war Ehlen auch Mitglied der [[Zentrumspartei]], wurde aber dort ausgeschlossen. 1928 stellte er sich bei der Reichstagswahl als Spitzenkandidat der von [[Vitus Heller]] gegründeten radikal-pazifistischen [[Christlich-Soziale Reichspartei|Christlich-Sozialen Reichspartei]] zur Wahl. Die errungenen 110.000 Stimmen reichten allerdings nicht für einen Parlamentssitz. Seitens der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] erfuhr Nikolaus Ehlen wegen seiner pazifistischen und auf Völkerversöhnung ausgerichteten Haltung Schmähungen, Inhaftierung und Schreibverbot. Kurzzeitig 1933 verhaftet, unterschrieb er zwar eine Erklärung, die von ihm herausgegebene, im Sommer 1939 endgültig von der Naziregierung verbotene Siedlerzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Lotsenrufe]]&amp;#039;&amp;#039; nicht mehr im Sinn der Friedensbewegung zu verfassen, blieb aber ungebrochen, wie aus seiner posthum in Teilen veröffentlichten Verteidigungsrede hervorging. Aus dem Zweiten Weltkrieg kehrte Ehlen als [[Leutnant]] der [[Artillerie]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutung erlangte Ehlen als Pionier des Selbsthilfe-Siedlungsbaus. Tausende von Siedlern, organisiert in dem von ihm gegründeten [[Ring Deutscher Siedler]] (RDS), verdanken ihm ihr familiengerechtes Heim auf eigener Scholle. Staat und Kirche würdigten seine Verdienste. Nach seinem Tode in Essen am 18. Oktober 1965 würdigte der damalige Wohnungsbauminister [[Paul Lücke]] die Bedeutung Ehlens für die Wohnungsbaupolitik der Nachkriegszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielhaft für das Wirken des „Siedlervaters“ Nikolaus Ehlen sind die Pläne zur Errichtung der [[Kleinsiedlung|Selbsthilfe-Siedlung]] im [[Langenhorst (Velbert)|Langenhorst]] in Velbert. Ab 1934 wurde die von den Nationalsozialisten übernommene Planung umgesetzt und 1936 konnte der erste Siedler sein Haus beziehen. Nur wenige Tage nach Kriegsende rief Nikolaus Ehlen erneut Siedler zusammen, um den zweiten Bauabschnitt zu beginnen. Seine Wirkungsstadt [[Velbert]] ernannte Nikolaus Ehlen zum [[Ehrenbürger]] und benannte die Schule seines Wirkens nach ihm. Im westdeutschen Raum sind zahlreiche Straßen nach ihm benannt und im [[Worms]]er Vorort Horchheim gibt es eine Nikolaus-Ehlen-Siedlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Niemand darf entgegen der Majestät des persönlichen Gewissens zum Kriegsdienst gezwungen werden.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;wolandt&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1951: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstkreuz]] (Steckkreuz) der Bundesrepublik Deutschland&amp;lt;ref&amp;gt;{{BVK|VK1|250/1951|nokat=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1961: Großes Bundesverdienstkreuz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123705533}}&lt;br /&gt;
* Hans-Martin Flaskühler: [https://www.neg-velbert.de/dateien/ehlen.pdf &amp;#039;&amp;#039;Nikolaus Ehlen – der Namenspatron unserer Schule.&amp;#039;&amp;#039;] auf der Seite des Nikolaus-Ehlen-Gymnasiums Velbert&lt;br /&gt;
* {{BBF Personaldaten|p91274}}&lt;br /&gt;
* {{archINFORM|arch|216100}}&lt;br /&gt;
* [https://www.neg-velbert.de/ehlen Wandinstallation] zur Person im Nikolaus-Ehlen-Gymnasium Velbert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123705533|LCCN=nb/2003/30805|VIAF=37832383}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ehlen, Nikolaus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformpädagoge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentrum-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CSRP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Lebensreform)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Internationalen Versöhnungsbundes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Friedensbundes Deutscher Katholiken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Religiöser Sozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtplaner (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger im Kreis Mettmann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Velbert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1886]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1965]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ehlen, Nikolaus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Lehrer und Pionier des Selbsthilfe-Siedlungsbaus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Dezember 1886&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Graach an der Mosel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Oktober 1965&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Essen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leyo</name></author>
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