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	<title>Nikolaus Cisnerus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nikolaus_Cisnerus&amp;diff=61357&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Reinhard Dietrich: /* Leben */ ergänzt</title>
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		<updated>2026-02-26T16:27:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Nikolaus Cisnerus iurisconsultus (cropped).jpg|mini|Nikolaus Cisnerus]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nikolaus Cisnerus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nicolaus Kistner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nicolaus Cisner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; * [[24. März]] [[1529]] in [[Mosbach]]; † [[6. März]] [[1583]] in [[Heidelberg]]) war ein [[Kurpfalz|pfälzischer]] Gelehrter der [[Renaissance]]zeit. Er war Rektor der [[Universität Heidelberg]] und Richter am [[Reichskammergericht]] zu [[Speyer]]. Er war [[Humanismus|Humanist]], [[Reformation|reformierter]] Christ, [[Jurist]] und [[Lyriker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nikolaus Cisnerus wurde am 24. März 1529 in [[Mosbach]] als Sohn des [[Kaufmann]]s und [[Ratsmitglied|Ratsherrn]] Jodocus Kistner geboren. Er entstammte einer innerhalb der [[Kurfürst|kurfürstlichen]] [[Kurpfalz|Pfalzgrafschaft bei Rhein]] angesehenen Mosbacher [[Bürgerrolle|Bürgerfamilie]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Teresa Baier |Titel=Germania-Allegorien in Heroiden und heroidenähnlicher Dichtung der Frühen Neuzeit (1529 – ca. 1700) |Reihe=Frühe Neuzeit |BandReihe=248 |Verlag=[[Walter de Gruyter (Verlag)|Walter de Gruyter]] |Ort=Berlin |Datum=2022 |ISBN=978-3-11-078865-5 |Seiten=413}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die im Laufe des [[16. Jahrhundert]]s neben Ratsverwandten sowie [[Pfarrer|Pfarrherren]] mehrere [[Bürgermeister|Gemeinde]]- und Ratsbürgermeister in der Oberamtsstadt stellte. Dazu gehörte auch sein Großvater, der 1494 verstorbene Mosbacher Ratsherr Nicolaus Johannes Kistner. Ein Fenster im Hauptgeschoss des Mosbacher [[Rathaus (Mosbach)|Rathauses]] zeigt die von Mauritius Bräunle dedizierte [[Glasmalerei#Kabinettscheiben|Wappenscheibe]] Kistners.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Mosbach |Hrsg=[[Adolf von Oechelhäuser]] |Sammelwerk=[[Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden]] |Band=Band 4 (Kreis Mosbach) |Nummer=Vierte Abtheilung (Amtsbezirke Mosbach und Eberbach) |Ort=Tübingen |Datum=1906 |OCLC=1042903360 |Seiten=70 |Online=[https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kdm4bd4/0083/image,info Digitalisat]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nikolaus hatte drei Brüder und wuchs in Mosbach auf. Zuerst wurde er Zuhause unterrichtet, dann bereits früh nach [[Heidelberg]] geschickt, wo er bis zu seinem 15. Lebensjahr die Neckarschule, damals eine berühmte Lehranstalt der Stadt, besuchte. Dort erlernte er die [[Latein|lateinische Sprache]] in Wort und Schrift, wie das dem humanistischen Bildungsideal seiner Zeit entsprach. 1544 war er Student in Heidelberg am [[Dionysianum|Collegium Dionysianum]] ([[Sieben freie Künste|Artes liberales]], [[Altsprachlicher Unterricht|alte Sprachen]]). Das Dionysianum wurde später zu Ehren des Kurfürsten [[Johann Kasimir (Pfalz-Simmern)|Johann Casimir]] in Casimirianum umbenannt. Während seines Studiums kam er in Kontakt mit der [[Reformation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1547 wurde er Doktor und [[Magister]] der [[Philosophie]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Magister artium]]&amp;#039;&amp;#039;) und lehrte er an der Philosophischen Fakultät der [[Universität Heidelberg]] [[Mathematik]] und Philosophie. Kistner begab sich zu einem Studienaufhalt nach [[Straßburg]], das ein wichtiges Zentrum der Reformationsbewegung war, und wo er mit dem Hebraist [[Paul Fagius]], dem lutherischen Theologen [[Martin Bucer]] und weiteren Persönlichkeiten der Reformation zusammentraf. Martin Bucers erste Frau Elisabeth Silbereisen stammte aus Mosbach und gehörte dem Verwandtenkreis Kistners an. 1549 kehrte Kistner von Straßburg nach Heidelberg zu seinem Lehramt an der Heidelberger Philosophischen Fakultät zurück. Zwei Jahre später begab er sich zu einem Studienaufenthalt nach [[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]], wo er Freundschaft mit [[Philipp Melanchthon]] schloss. 1552 wurde er Ethikprofessor in Heidelberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1553 hielt er sich zu einem Studium der römischen Rechtswissenschaft in [[Bourges]] in Frankreich, später in [[Angers]] und [[Poitiers]] und danach in [[Bologna]] und [[Padua]] in Italien auf. Auf der Reise dorthin fand er im Hause des Schweizer Reformators [[Johannes Calvin]] in [[Genf]] herzliche Aufnahme. In seiner Berufsausbildung zum Juristen wurde Kistner großzügig durch Kurfürst [[Friedrich II. (Pfalz)|Friedrich II.]] und dessen Nachfolger Kurfürst [[Ottheinrich]] gefördert. So wurde es ihm ermöglicht, in Italien, dem klassischen Land der römischen Rechtswissenschaft, den Doktorgrad zu erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Wunsch des kunstsinnigen und vielseitig gebildeten Kurfürsten [[Ottheinrich]] besuchte Cisnerus viele Bibliotheken in [[Frankreich]] und [[Italien]] und erwarb dort seltene [[Manuskript|Handschriften]] für die kurfürstliche Bibliothek in Heidelberg. 1559 erlangte er der Doktorgrad (Dr. jur.) in [[Pisa]]. Seit 1559 war er Juradozent (seit 1561 über die [[Pandekten]]) in Heidelberg und kurfürstlicher Ratgeber und [[Hofrichter|Vizehofrichter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er heiratete 1562 Anna [[Hartmanni]], eine Tochter [[Hartmannus Hartmanni der Ältere|Hartmannus Hartmannis des Älteren]] aus einer angesehenen Juristen- und Hofbeamtenfamilie der Pfalz. Die Ehe blieb kinderlos, so dass später die Erbschaft seinen Neffen zufiel. Schon zu Lebzeiten vermachte er 400 [[Gulden]] dem Casimirianum als [[Stipendium|Stipendien]] für seine Familie und seine indirekten Nachkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mosbach Kistnerdenkmal.JPG|mini|hochkant|Denkmal in Mosbach]]&lt;br /&gt;
Von 1562 bis 1564 amtierte Cisnerus als [[Rektor]] der [[Universität Heidelberg]]. Um die Jahreswende 1566/67 wurde Cisnerus [[Reichskammergericht#Assessoren|Assessor]] (Richter) am [[Reichskammergericht]] in [[Speyer]], dem er bis zu seinem Tod 1583 angehörte. Er war einer der ersten Richter reformierter [[Konfession]] an diesem Gericht.&amp;lt;ref&amp;gt;Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung e. V.: &amp;#039;&amp;#039;Reichskammergerichtsmuseum&amp;#039;&amp;#039; [Katalog]. 2. Auflage. Wetzlar 1997. ohne ISBN, S. 79, Nr. 56.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1580 war er Vizehofrichter und [[Geheimrat|Rat]] in Heidelberg und bekleidete eine außerordentliche Professur der Rechtswissenschaft an der Universität Heidelberg, wo er ein Gehalt von 350 Gulden pro Jahr erhielt. Er war Berater bei der Abfassung der pfälzischen Landesordnung und des [[Pfälzisches Landrecht|pfälzischen Landrechts]] von 1582.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nkg-mosbach.de/ Bruno König: &amp;#039;&amp;#039;Nicolaus Kistner - Ein Lebensbild&amp;#039;&amp;#039;, Website nkg-mosbach.de] (Ausführlicher Lebenslauf auf der Webseite des Nicolaus-Kistner-Gymnasiums in Mosbach, abgerufen am 16. März 2023)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seinen zahlreichen juristischen Werken machte sich Cisnerus auch als Lyriker einen Namen. Fast sein gesamtes literarisches Schaffen veröffentlichte er in [[Neulateinische Philologie|neulateinischer]] Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. März 1583 starb er in Heidelberg im Alter von knapp 54 Jahren. Sein Grabdenkmal wurde wie fast alle anderen Grabdenkmäler der [[Heidelberger Heiliggeistkirche|Heiliggeistkirche]] bei der Zerstörung Heidelbergs 1689 vernichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Neffe, der 1558 ebenfalls in [[Mosbach]] geborene Theologe [[Quirin Reuter]] († 1613), gab im Jahre 1611 viele der weitverstreuten kleinen Schriften von Nicolaus Kistner heraus. Dr. theol. Quirin Reuter aus Mosbach war Sohn des Bürgers Joh. R. und der Barbara Kistner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Mitglied der Familie, [[Johannes Cisnerus]] aus Mosbach, [[Schulmeister]], reformierter Pfarrer und ab 1617 Spitalprediger in Heidelberg, engagierte sich gegen [[Hexenprozesse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Im Gedenken an Nicolaus Kistner, der vielfach als der „berühmteste Sohn der Stadt Mosbach“ gepriesen wird, erfolgte 1985 die Benennung des dortigen [[Gymnasium]]s als [[Nicolaus-Kistner-Gymnasium Mosbach]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.s197410804.online.de/Personen/KistnerN.htm Heidelberger Geschichtsverein: &amp;#039;&amp;#039;Nikolaus Kistner (Cisnerus)&amp;#039;&amp;#039;, Website s197410804.online.de] (abgerufen am 15. März 2023)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* Cisnerus, Nicolaus (1529–1583): &amp;#039;&amp;#039;Idyllion De Veris Et Autumni Comparatione. De Eodem Argumento oratio scripta&amp;#039;&amp;#039;, Crato, Wittenberg 1551.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Delitiae Poetarum Germanorum&amp;#039;&amp;#039;,&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Idyllion de comparatione veris et autumni&amp;#039;&amp;#039;, 1571.&lt;br /&gt;
* zahlreiche Studien und Commentarii zu den römischen Institutionen und Pandekten.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Opuscula historica et politico-philologica&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt/Main 1611, kleine Schriften zur deutschen Verfassungsgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|4|267|268|Cisnerus, Nikolaus (Kistner)|[[Roderich von Stintzing]]|ADB:Kistner, Nicolaus}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|11|690|691|Kistner, Nicolaus|[[Günther Dickel]]|116517735}}&lt;br /&gt;
* [[Walther Killy]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Literaturlexikon&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Seite 419&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Gustav C. Knod&lt;br /&gt;
   |Titel=Deutsche Studenten in Bologna (1289-1562) Biographischer Index zu den  Acta natiois Germanicae universitatis Bononiensis.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Verlag R. v. Decker, G. Schenck&lt;br /&gt;
   |Datum=1899}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{VerzDtDrucke |VD=17 |PPN=004242785}}&lt;br /&gt;
* [http://www.nkg-mosbach.de/ Bruno König: &amp;#039;&amp;#039;Nicolaus Kistner - Ein Lebensbild&amp;#039;&amp;#039;, Website nkg-mosbach.de] (Ausführlicher Lebenslauf auf der Webseite des Nicolaus-Kistner-Gymnasiums in Mosbach, abgerufen am 16. März 2023).&lt;br /&gt;
* Strinzig: [https://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN372047610%7CLOG_0109 Geschichte der Wissenschaften in Deutschland Bd. 18, Abt. 1, S. 503]&lt;br /&gt;
* [http://www.sino.uni-heidelberg.de/students/tjuelch/Illustrationen/Kistner_gross.htm Illustration Kistners]&lt;br /&gt;
* [http://www.s197410804.online.de/Personen/KistnerN.htm Heidelberger Geschichtsverein: &amp;#039;&amp;#039;Nikolaus Kistner (Cisnerus)&amp;#039;&amp;#039;, Website s197410804.online.de] (abgerufen am 15. März 2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116517735|LCCN=n00063729|VIAF=27824415}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Cisnerus, Nikolaus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Renaissance-Humanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatrechtler (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Reformation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mosbach)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Baden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1529]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1583]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Cisnerus, Nikolaus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kistner, Nicolaus; Cisner, Nicolaus&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Humanist und Jurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. März 1529&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mosbach]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. März 1583&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Heidelberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Reinhard Dietrich</name></author>
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