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	<title>Nienover - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T18:04:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nienover&amp;diff=187626&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Burg und Schloss */ doppelte Leerzeichen entfernt</title>
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		<updated>2026-02-12T20:03:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Burg und Schloss: &lt;/span&gt; doppelte Leerzeichen entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil                = Nienover&lt;br /&gt;
| Gemeindeart             = Flecken&lt;br /&gt;
| Gemeindename            = Bodenfelde&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen              = Wappen Nienover.png&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = Wappen der ehemaligen Gemeinde Nienover&lt;br /&gt;
| Breitengrad             = 51/40/50/N&lt;br /&gt;
| Längengrad              = 09/31/18/E&lt;br /&gt;
| Bundesland              = Niedersachsen&lt;br /&gt;
| Höhe                    = &lt;br /&gt;
| Höhe-von                = 175&lt;br /&gt;
| Höhe-bis                = 210&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug              = DE-NN&lt;br /&gt;
| Fläche                  = &lt;br /&gt;
| Einwohner               = 353&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum   = 2009-08-01&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle        = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Einwohner&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bodenfelde.de/staticsite/staticsite.php?menuid=11&amp;amp;topmenu=3&amp;amp;keepmenu=inactive |wayback=20130609134709 |text=Flecken Bodenfelde: Zahlen, Daten, Fakten |archiv-bot=2024-04-01 01:15:55 InternetArchiveBot }}. Abgerufen am 23. März 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum     = 1974-03-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1           = 37194&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2           = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1                = 05572&lt;br /&gt;
| Vorwahl2                = &lt;br /&gt;
| Lagekarte               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung  = &lt;br /&gt;
| Poskarte               = Deutschland Niedersachsen&lt;br /&gt;
| Bild                   = &lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nienover&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Ortschaft des Fleckens [[Bodenfelde]] im [[Landkreis Northeim]] in [[Südniedersachsen]] und besteht aus den [[Ortslage]]n Nienover, [[Amelith]] und [[Polier (Bodenfelde)|Polier]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Satzung&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bodenfelde.de/pics/medien/1_1358160768/Hauptsatzung_des_Fleckens_Bodenfelde_vom_18.12.2012.pdf |titel=Hauptsatzung des Fleckens Bodenfelde |abruf=2019-01-22 |format=PDF |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160129134357/http://www.bodenfelde.de/pics/medien/1_1358160768/Hauptsatzung_des_Fleckens_Bodenfelde_vom_18.12.2012.pdf |archiv-datum=2016-01-29 |offline=ja |archiv-bot=2024-04-01 01:15:55 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1.&amp;amp;nbsp;März 1974 wurde die vormalige Gemeinde Nienover in den Flecken Bodenfelde eingegliedert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Statistisches Bundesamt |Titel=Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982 |Verlag=W. Kohlhammer GmbH |Ort=Stuttgart und Mainz |Datum=1983 |ISBN=3-17-003263-1 |Seiten=214}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gebiet befand sich im 12. und 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert unterhalb der [[Schloss Nienover#Burg als Vorgängeranlage|Burg Nienover]] eine Stadt, die nach ihrer Zerstörung zur [[Stadtwüstung Nienover]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nienover Carolinenteich.jpg|mini|Der 1971 angelegte Carolinenteich nahe dem Schloss]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Die Ortslage Nienover, bestehend aus Wohnhäusern, einer Domäne, einer Wassermühle und dem Mittelalterzentrum, hat 42 Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einwohner&amp;quot; /&amp;gt; und befindet sich im Südteil des [[Solling]]s rund fünf Kilometer ([[Luftlinie]]) nordnordwestlich des Kernortes [[Bodenfelde]], ca. drei Kilometer westlich der [[Bundesstraße 497|B&amp;amp;nbsp;497]] an der L551 nahe der [[Bundesstraße 241|B&amp;amp;nbsp;241]]. Sie liegt auf etwa 175 bis {{Höhe|210|DE-NN|link=1}} im Tal des [[Reiherbach (Weser)|Reiherbachs]], der aus zwei namensgleichen Quellbächen entsteht. Unterhalb des Schlosses im Wald liegt der 1971 angelegte &amp;#039;&amp;#039;Carolinenteich&amp;#039;&amp;#039;, der nach [[Caroline von Brandenburg-Ansbach]] benannt ist und vom Reiherbach gespeist wird. Unmittelbar angrenzend lag ein Teich als  historischer Vorläufer, dessen Damm durchstochen worden ist. Umgeben ist Nienover von [[wald]]reichen Höhen, deren höchste Erhebung der nördlich gelegene Berg [[Alte Schmacht]] ({{Höhe|447.5}} über NN) ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Burg und Schloss ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Nienover Schloss.jpg|mini|Jagdschloss Nienover von Süd-Ost]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Schloss Nienover}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1144 wurde die auf einem Bergsporn errichtete Burg Nienover erstmals erwähnt. Später kam die Burg wahrscheinlich zunächst an [[Hermann II. von Winzenburg]] in Besitz und anschließend an die [[Grafschaft Dassel|Grafen von Dassel]], die ungefähr im Jahre 1200 ihren Hauptsitz dorthin verlegten.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Max: Geschichte des Fürstenthums Grubenhagen, Erster Theil, 1862, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Burg kam 1303 an [[Albrecht II. (Braunschweig-Wolfenbüttel-Göttingen)|Albrecht&amp;amp;nbsp;II.]] Von hier aus unternahmen die Herzöge von Braunschweig Jagdausflüge in den Solling. Auch Herzog [[Heinrich Julius (Braunschweig-Wolfenbüttel)|Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel]] benutzte die Burg regelmäßig als Jagdresidenz. Die Burg wurde 1626 während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Kriegs]] zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1640 und 1656 entstand aus den Resten der Burg das heutige Schloss, das [[Albrecht Anton Meldau]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kruppa&amp;quot;&amp;gt;Nathalie Kruppa: &amp;#039;&amp;#039;Dassel. C.: Nienover&amp;#039;&amp;#039;, in Jörg Wettläufer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Ein dynastisch-topographisches Handbuch. Grafen und Herren&amp;#039;&amp;#039; ( = &amp;#039;&amp;#039;Residenzenforschung&amp;#039;&amp;#039;, Band 15. IV, Teil 1), 1. Auflage, Ostfildern: Thorbecke, 2012, ISBN 978-3-7995-4525-9, S. 301–304; {{Webarchiv |url=https://adw-goe.de/en/digital-library/hoefe-und-residenzen-im-spaetmittelalterlichen-reich/gsn/rf15_IV-633/ |text=Digitalisat |wayback=20200223185112 |archiv-bot=2024-04-01 01:15:55 InternetArchiveBot}} über die Seite der [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit einem Fachwerkobergeschoss und einem [[Wesersandstein|Sandsteindach]] errichtete. Bis 1962 war das Schloss Dienstsitz eines [[Oberförster|Forstmeisters]]. Ab 1964 war es in Privatbesitz. 1979 kaufte es das Land Niedersachsen unter Ministerpräsident [[Ernst Albrecht]] für 1,8 Millionen [[Deutsche Mark|DM]], um es als Gästehaus für die Landesregierung [[Niedersachsen]]s zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landtag-niedersachsen.de/Drucksachen/Drucksachen%5F15%5F2500/1001-1500/15-1392.pdf &amp;#039;&amp;#039;Niedersächsischer Landtag - 15. Wahlperiode, Drucksache 15/1392&amp;#039;&amp;#039;] (pdf)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Niedersächsische Landesregierung]] ließ das Schloss später für fast 5&amp;amp;nbsp;Millionen DM baulich sanieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landtag-niedersachsen.de/Drucksachen/Drucksachen%5F11%5F5000/3501-4000/11-3892.pdf &amp;#039;&amp;#039;Niedersächsischer Landtag - 11. Wahlperiode, Drucksache 11/3892&amp;#039;&amp;#039;] (pdf)&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1984 bis 2005 war darin eine Außenstelle der Forstlichen Fakultät der [[Georg-August-Universität Göttingen]] untergebracht. Im November 2005 verkaufte die Landesregierung Niedersachsen unter Federführung von [[Hartmut Möllring]] das Schloss in private Hand. Es wurde als [[Gestüt]] genutzt und ist nun wieder in Privatbesitz. Die Anlage wird hauptsächlich zur Pferdezucht genutzt. Das Schloss ist von einer neuzeitlichen Mauer umgeben, und für die Öffentlichkeit ist nur das [[Hochzeit|Trauzimmer]] zugänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtwüstung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Nienover, Nachbau eines historischen Gehöfts.jpg|mini|Rekonstruiertes mittelalterliches Fachwerkhaus auf dem Gelände der Stadtwüstung]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Stadtwüstung Nienover}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der [[Schloss Nienover#Burg als Vorgängeranlage|Burg Nienover]] gründeten die [[Grafschaft Dassel|Grafen von Dassel]] um 1180 eine Siedlung, bei der es sich aufgrund ihrer Größe und laut späteren Urkunden um eine [[Stadt]] handelte. Die Siedlung wurde als [[Dreistraßensystem]] angelegt, das auf die Burg zulief. Auf der Nordseite war die Stadt mit Graben und Wall gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet der bereits im 13. Jahrhundert zerstörten Stadt wurde seit dem [[Wüstung|Wüstfallen]] ohne Überbauung als Acker- und Weidefläche genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Georg Stephan: &amp;#039;&amp;#039;Nienover - eine untergegangene mittelalterliche Stadt im Solling, &amp;#039;&amp;#039;in:&amp;#039;&amp;#039; Archäologie in Niedersachsen&amp;#039;&amp;#039; 1 (1998), S. 97ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Erdboden haben sich der [[Wallanlage|Stadtwall]], Keller, Reste der Straßen des Dreistraßensystems und andere Zeugnisse der mittelalterlichen Besiedlung erhalten. Die Anlage ist ein seltenes Beispiel einer Stadtwüstung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wüstung wurde durch die archäologischen Forschungen zwischen 1996 und 2004 untersucht. Dort entstand im Jahr 2007 über einem ausgegrabenen Keller eines straßennahen Hauses auf wissenschaftlicher Grundlage ein städtisches [[Fachwerkhaus]] aus der Zeit um 1230.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwehr ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reiherbach bei Nienover Dammdurchstich.jpg|mini|[[Reiherbach (Weser)|Reiherbach]] nahe dem Schloss Nienover, am Durchstich eines als Landwehrelement fehlgedeuteten Teichdamms]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich die Wallanlage als ungeeignete Befestigung erwiesen hatte, wurde ca. 200&amp;amp;nbsp;Meter nördlich der Burg eine [[Landwehr]] errichtet. Der genaue Zeitpunkt ist unbekannt. [[Johannes Krabbe (Kartograf)|Johannes Krabbe]] skizzierte ihre Lage 1603 in seiner Karte des Sollings. Zu ihren Elementen liegt zwar eine Urkunde vor, die aber als Phrase gedeutet wird, so dass von einer Anlage in damals üblicher Bauweise ausgegangen wird. Eine Bodenwelle von ca.&amp;amp;nbsp;200 × 8&amp;amp;nbsp;Meter, die parallel zur B&amp;amp;nbsp;241 bis zu einer feuchten Senke verläuft, wird als Überrest der Anlage gedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Küntzel: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Landesgrenze und äußerer Befestigung: Städtische Landwehren des Mittelalters im südlichen Niedersachsen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Göttinger Jahrbuch]], Bd. 2004, S. 31 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Nähe Nienovers befinden sich Reste von Dämmen. In ersten neuzeitlichen Forschungen wurden sie als Landwehrbestandteile fehlgedeutet, indem vermutet wurde, dass sie, mit dem dadurch aufgestauten Wasser, zur Verteidigung die Heerstraße geflutet worden wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;Balzer Rock: Die Landwehranlagen im südwestlichen Solling, in: Northeimer Heimatblätter, 1967, S. 3–15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorwerk und Gestüt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Amtsscheune Nienover.jpg|mini|Scheune des Vorwerks]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des Schlosses stehen als Reste eines [[Vorwerk (Gutshof)|Vorwerks]] die herrschaftliche, ehemals mit Wasser betriebene, Mühle die besichtigt werden kann; ebenso wie der ehemalige Amtskrug und eine [[Zehntscheune]]. Am gegenüberliegenden Hang, auf der anderen Seite der L551, steht das &amp;#039;&amp;#039;Wildenhaus&amp;#039;&amp;#039;, ein Bau des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, der an das herzogliche Gestüt erinnert, das sich vom 16.&amp;amp;nbsp;bis zum 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in Nienover befand.&lt;br /&gt;
Die Anfänge der [[Pferdezucht]] im Solling gehen bereits auf [[Erich I. (Braunschweig-Calenberg-Göttingen)|Erich]] und Elisabeth von Calenberg-Göttingen zurück. Das Hauptgebäude des damaligen Gestüts stand dort, wo heute das im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert errichtete Wildenhaus (das heißt Stutenstall) am Hang ostwärts des Schlosses steht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=xZw7AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA283&amp;amp;dq=nienover+moosberge+wildenhaus&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Uu4QUvWWHMz04QSF0oCADg&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=nienover%20moosberge%20wildenhaus&amp;amp;f=false Karl Löffler: Encyclopädie für Pferdefreunde, Pferdebesitzer und Pferdezüchter, Band 1, Ausgabe 2, 1863, S. 283]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1760 wurde das Gestüt nach [[Neuhaus im Solling#Hannoversches Neuhaus|Neuhaus im Solling]] verlegt.&lt;br /&gt;
Die Gründung des neuen Gestütes im Jahr 2005 knüpft an die Tradition der örtlichen Pferdehaltung an. In dem Gestüt werden [[Trakehner]] gezüchtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.schlossnienover.com/home/gangpferdezucht/die_rassen |text=Schlossgestüt Nienover - Die Rassen |wayback=20130527171341 |archiv-bot=2019-05-04 01:07:20 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Nutzung des Geländes als [[Weide (Grünland)|Weide]] dient der Pflege der historischen Kulturlandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Amt ===&lt;br /&gt;
Zeitweise gab es auch das [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Amt]] Nienover.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.at/books?id=U_0HAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA297&amp;amp;dq=amt+nienover&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=J4JiTNj0NYHm4gbGipnICg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=2&amp;amp;ved=0CC8Q6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=amt%20nienover&amp;amp;f=false Anton Friedrich Büsching: Erdbeschreibung, Neunter Theil, 1792, S. 297]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu dem im [[Fürstentum Calenberg]] gelegenen Amt gehörten die Orte Bodenfelde, [[Wahmbeck (Bodenfelde)|Wahmbeck]], [[Schönhagen (Uslar)|Schönhagen]] und [[Kammerborn]]. In Nachbarschaft lagen im Nordwesten das Amt Fürstenberg, im Osten das [[Amt Uslar]], im Südosten das Amt Sababurg, im Südwesten das Amt Karlshafen und im Westen das Amt Lauenförde. Letzteres wurde schließlich mit dem Amt Nienover zum Amt Nienover-Lauenförde zusammengelegt, das 1852 mit dem Amt Uslar, Vorläufer des [[Kreis Uslar|Kreises Uslar]], vereinigt wurde. Unter [[Königreich Westphalen|westphälischer]] Besatzung gehörte es als Kanton zum [[Distrikt Göttingen]], danach zur [[Landdrostei Hildesheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Kulturlandschaft ===&lt;br /&gt;
Nienover liegt innerhalb der 5&amp;amp;nbsp;km² großen historischen [[Kulturlandschaft]] &amp;#039;&amp;#039;Reiherbachtal und Nienover&amp;#039;&amp;#039;, die von landesweiter Bedeutung ist. Diese Zuordnung zu den [[Kulturlandschaften in Niedersachsen]] hat der [[Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz|Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz]] (NLWKN) 2018 getroffen. Ein besonderer, rechtlich verbindlicher Schutzstatus ist mit der Klassifizierung nicht verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Wiegang: &amp;#039;&amp;#039;HK61 Reiherbachtal und Nienover&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Kulturlandschaftsräume und historische Kulturlandschaften landesweiter Bedeutung in Niedersachsen. Landesweite Erfassung, Darstellung und Bewertung&amp;#039;&amp;#039;, Hannover, 2019, S. 290–291&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
Das Ortswappen stammt aus der Zeit, als Nienover eine eigenständige Gemeinde war und wie heute aus drei Ortslagen Nienover, [[Amelith]] und [[Polier (Bodenfelde)|Polier]] bestand,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bodenfelde.de/staticsite/staticsite.php?menuid=10&amp;amp;topmenu=3&amp;amp;keepmenu=inactive |wayback=20110311034235 |text=Flecken Bodenfelde: Ortschaften |archiv-bot=2024-04-01 01:15:55 InternetArchiveBot }}. Abgerufen am 23. März 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; dies wird durch drei [[Kugel (Heraldik)|Kugeln]] symbolisiert. Die obere Wappenhälfte erinnert an die [[Grafschaft Dassel|Grafen von Dassel]], die für den ersten Ausbau des Ortes im Mittelalter sorgten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsrat ===&lt;br /&gt;
Nienover hat einen fünfköpfigen [[Ortsbeirat|Ortsrat]], der seit der [[Kommunalwahlen in Niedersachsen 2021|Kommunalwahl 2021]] ausschließlich von Mitgliedern der [[Wählergruppe]] Amelith-Nienover-Polier besetzt ist. Die Wahlbeteiligung lag bei 65,42 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://votemanager.kdo.de/20210912/03155002/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=225&amp;amp;stimmentyp=0&amp;amp;id=ebene_8_id_2655 |titel=Ergebnis Ortsratswahl 2021 |abruf=2022-07-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
=== Vereine ===&lt;br /&gt;
Zu den bekannten Vereinen gehört die [[Freiwillige Feuerwehr]]. Sie wurde 1934 gegründet. Ab 1939 bestand eine Pflichtfeuerwehr. 1951 erfolgte die Neugründung als Freiwillige Feuerwehr. 1979 wurde die alte Schule zum [[Feuerwehrhaus]] umgebaut, das 1996 durch ein neues in Amelith ersetzt wurde. Die Feuerwehr ist mit einem Tragkraftspritzenfahrzeug [[TSF-W]] ausgestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.feuerwehr-amelith.de/Chronik.html |text=Chronik |wayback=20150214130217}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2012 wurde ein [[Feuerwehrverein|Feuerwehrförderverein]] gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.feuerwehr-amelith.de/ |text=Jahreshauptversammlung 2013 |wayback=20130612012957 |archiv-bot=2019-05-04 01:07:20 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Nienover Living History 2017 4.jpg|mini|hochkant|Leben im mittelalterlichen Alltag, dargestellt als [[Living History]], 2017]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Sommermonaten finden auf dem Areal der Stadtwüstung Nienover [[Living History|Living-History]]-Veranstaltungen statt. Dargestellt werden [[Reenactment]] mittelalterlicher Lebensszenen sowie an historischen Fragmenten orientierte Musikaufführungen. Fachliche Aufsicht und Beratung im Sinne einer [[Experimentelle Archäologie|experimentellen Archäologie]] erfolgen durch [[Petra Lönne]] für den Landkreis Northeim. Die Organisatoren stellen den authentischen Ort zur Verfügung und bieten Gelegenheit für realitätsnahe Darstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dauereinrichtung besteht auf der Westseite Nienovers das [[Hutewaldprojekt im Naturpark Solling-Vogler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Hier gewirkt ===&lt;br /&gt;
* [[Ludolf II. von Dassel]] (* vor 1174; † nach 1209)&lt;br /&gt;
* [[Ludolf IV. von Dassel]] (* vor 1183; † um 1223)&lt;br /&gt;
* [[Ludolf V. von Dassel]] (* vor 1266; † nach 1299)&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Wilhelm Compe]] (1751–1827), war zwischen 1786 und 1788 Administrator des [[#Amt|Amts Nienover]]&lt;br /&gt;
* [[August Seidensticker]] (1820–1899), war zeitweise in Nienover als Förster angestellt&lt;br /&gt;
* [[Gustava Schefer-Viëtor]] (1932–2016), Pädagogin, Erziehungswissenschaftlerin, Geschlechterforscherin und Feministin, lebte ab 1972 in Nienover&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hier geboren ===&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth von Braunschweig-Calenberg]] (1526–1566)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{MerianTopo |Titel=Nienover |Band=15 |Seite=163}}&lt;br /&gt;
* Hannes Blieschies: &amp;#039;&amp;#039;In den Sollingwäldern. Heimatkundliche Streifzüge&amp;#039;&amp;#039;. Mitzkat, Holzminden 2007. S. 235–247 (2 historische Ansichten)&lt;br /&gt;
* Petra Widmer: &amp;#039;&amp;#039;Gärten im Weserbergland. Eine Reise zu Parks und Gärten entlang der Weser&amp;#039;&amp;#039;. Mitzkat, Holzminden 2004. S. 85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.muehlen-dgm-ev.de/pages/Detailed/768.php Wassermühle Nienover]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Bodenfelde}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4217424-7|VIAF=136169758}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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