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	<title>Nienborg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-02-14T00:44:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Dorf im Münsterland; zu weiteren Bedeutungen siehe [[Nienborg (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Nienborg&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Gemeinde&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Heek&lt;br /&gt;
| Ortswappen             = DEU Nienborg COA.svg&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = Wappen der ehemaligen Gemeinde Wigbold Nienborg&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 52/8/4/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 7/6/16/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-NW&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 50 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 28.55&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 3134&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2020-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gemeinde Heek |url=https://www.heek.de/portal/seiten/zahlen-und-fakten-900000047-24120.html |titel=Zahlen und Fakten |sprache=de |abruf=2024-03-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1969-07-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 48619&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 02568&lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Bild                   = &lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nienborg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Dorf in der Gemeinde [[Heek]] im westlichen [[Münsterland]]. Zu Nienborg gehören die Bauerschaften Wext, Wichum, Callenbeck und Ammert.&amp;lt;ref&amp;gt;Hubert Steinweg: &amp;#039;&amp;#039;800 Jahre Burg und Dorf Nienborg&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Westmünsterland. Jahrbuch des Kreises Borken&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 1998, S. 67–69, hier S. 68.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Besonderes Interesse fiel Ende der 1980er Jahre auf den kleinen Ort im Westmünsterland. In der [[Bauerschaft]] Wext, die zu Nienborg gehört, wurde bei Feldarbeiten ein [[Kreisgrabenanlage|Kreisgrabenfriedhof]] freigelegt, der auf eine Besiedlung bereits weit vor der Geburt Christi hinweist und diese auch belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1198 wird die [[Landesburg]] [[Burg Nienborg|Nienborg]] als „castrum novum“ (lat.: &amp;#039;&amp;#039;neue Burg&amp;#039;&amp;#039;) auf dem bischöflich-münsterischen [[Tafelgut]] Bedinghoff im [[Kirchspiel]] Heek durch Fürstbischof [[Hermann II. von Katzenelnbogen]] errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Hubert Steinweg: &amp;#039;&amp;#039;800 Jahre Burg und Dorf Nienborg&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Westmünsterland. Jahrbuch des Kreises Borken&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 1998, S. 67–69, hier S. 67.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dieses Jahr wird die Gründung von Nienborg datiert. 1256 wurde sie als &amp;#039;&amp;#039;Nyenborch&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Nienborg erfolgte 1308. Die Burg bestand aus zwei Teilen, einer Ober- und einer Unterburg. Die obere Anlage wird 1311 urkundlich erwähnt und war wohl die Hauptburg; an diese schloss sich durch eine Befestigung getrennt die ovale Unterburg an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Achtzigjähriger Krieg|Spanisch-Niederländischen Krieg]] wurde die Burg 1593 zerstört, aber um 1600 neu aufgebaut, ehe sie im 17. Jahrhundert verfiel. Anfang des 18. Jahrhunderts gehörte die Burg zum Gut [[Haus Bevern]]. Erhalten sind von der ehemaligen Landesburg nur drei Burgmannenhäuser, &amp;#039;&amp;#039;Hohes Haus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Langes Haus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Keppelborg&amp;#039;&amp;#039; sowie das [[Torhaus]] und Reste der romanischen [[Ringmauer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Burg war mit bischöflichen [[Burgmann]]en besetzt. Diese errichteten sich Wohnsitze auf dem Areal. Hinter den bis zu 10 m hohen Mauern war Platz für über 30 [[Burgmannshof|Burgmannshöfe]]. Seit dem 15. Jahrhundert verlor die Burg ihre strategische Bedeutung als Sicherung des Handelsweges von Münster nach [[Deventer]]. 1765 wurde verfügt, aus Sicherheitsgründen alle baufälligen Teile auf der Burg niederzulegen; 1812 wurde das &amp;#039;&amp;#039;Corpus Burgmannorum&amp;#039;&amp;#039; offiziell aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur drei der Burgmannshöfe haben sich erhalten: &amp;#039;&amp;#039;Hohes Haus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Langes Haus&amp;#039;&amp;#039; und der Burgmannshof von Keppel, die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Keppelborg&amp;#039;&amp;#039;. Sie ist als Zweiflügelbau im Zuge der alten Burgmauer errichtet worden. Der ältere Gebäudeteil besteht aus einem zweistöckigen, unterkellerten Herrenhaus, im jüngeren Abschnitt war der Wirtschaftstrakt. Der Kern des Gebäudes stammt aus dem 15. oder 16. Jahrhundert. Besitzer waren die Familien von Sasse und von Münster, ab 1560 durch Heirat die von Keppel und ab 1729 durch Erbgang die [[Heyden (westfälisches Adelsgeschlecht)|von Heyden]], von denen es die jetzigen Besitzer vom Hofe erbten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.keppelborg.de/index.php/geschichte |wayback=20190705125715 |text=Website Keppelborg |archiv-bot=2024-04-01 01:07:45 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Ehewappen weisen auf Umbauten im 18. Jahrhundert hin: Das [[Allianzwappen]] über dem Tor des Wirtschaftstraktes aus dem 18. Jahrhundert zeigt die Wappen von Keppel und [[Schwansbell (Adelsgeschlecht)|von Schwansbell]]; das andere Wappen an der Schmalwand nach Westen ist datiert mit 1702 und trägt ebenfalls die Wappen von Keppel und Schwansbell; sie stammen von Dieterich Otto von Keppel und seiner zweiten Frau Chatarina Alexandrina von Schwansbell. Ein weiteres Indiz für umfangreiche Baumaßnahmen ist die an der südlichen Außenwand aus der Maueranker geformte Inschrift: „AO 1702“. In dieser Zeit wurden vermutlich die Giebel beseitigt und durch ein Walmdach ersetzt. Die an der Westseite noch sichtbare Burgmauer wurde 1962 wiederhergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reste der [[Burg Nienborg]] bzw. ihrer Burgmannshöfe:&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hohes Haus, Nienborg (08517).jpg|Hohes Haus&lt;br /&gt;
Heek Nienborg - Burg - Langes Haus 08 ies.jpg|Langes Haus&lt;br /&gt;
Heek Nienborg - Burg - Keppelborg 02 ies.jpg|Keppelborg&lt;br /&gt;
Heek Nienborg - Burg - Torhaus 02 ies.jpg|Torhaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Juli 1969 gehört Nienborg zur Gemeinde [[Heek]]. Die Gemeinde trug bis dahin den Namen [[Minderstadt#Wigbold|Wigbold Nienborg]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Martin Bünermann|Titel=Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen|Jahr=1970|Verlag=Deutscher Gemeindeverlag|Ort=Köln|Seiten=94}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nienborg ist seit 1989 Sitz der [[Landesmusikakademie NRW|Landesmusikakademie]] [[Nordrhein-Westfalen]] und blickt auf eine langjährige Geschichte als Landesburg zurück. Erhalten sind lediglich einige Burghäuser und das historische Burgtor, das sich auch im Gemeindewappen wiederfindet. 1998 feierte Nienborg sein 800-jähriges Bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport ==&lt;br /&gt;
Dem größten Verein des Ortes, dem SC Rot Weiß Nienborg 1923 e. V., gehören ca. 1400 Mitglieder (Stand Januar 2007) an. Allein in der Fußballabteilung des SC Rot Weiß Nienborg nehmen drei Senioren- und 16 Jugendmannschaften (Stand September 2015) am Spielbetrieb teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus ==&lt;br /&gt;
Nienborg bietet seinen Besuchern mit der Wassermühle und dem alten Burggelände historische Bauwerke, die zum Teil einer modernen Nutzung unterlegen sind. Führungen durch den Ort werden durch den Heimatverein Nienborg angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Söhne und Töchter ==&lt;br /&gt;
* [[Johannes Kridt]] (16. Jahrhundert), Weihbischof in Münster&lt;br /&gt;
* [[Nicolaus Schaten]] (* 6. Mai 1608), Jesuit und Historiker&lt;br /&gt;
* [[Felix Uppenkamp]] (* 25. April 1881), Propst von St. Lamberti in Münster und Unterstützer von Clemens August Graf von Galen&lt;br /&gt;
* [[Martin Lammers]] (* 22. Dezember 1939), katholischer Bischof, emeritierter Prälat von Óbidos in Brasilien&lt;br /&gt;
* [[Alois Nacke]] (* 15. Mai 1960), Jurist und Richter am Bundesfinanzhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mit Nienborg verbundene Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Josef Haring]] (20. Dezember 1940), katholischer Bischof von [[Bistum Limoeiro do Norte|Limoeiro do Norte]] in Brasilien, ist in Nienborg aufgewachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Der Wilde Bernd]] ist eine legendäre Person, ein Denkmal gewidmet ist. &lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Baudenkmäler in Heek}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Aloys Nacke: &amp;#039;&amp;#039;Nienborg&amp;#039;&amp;#039; ([[Westfälische Kunststätten]], Heft 34). Westfälischer Heimatbund, Münster 1984.&lt;br /&gt;
* Hubert Steinweg: &amp;#039;&amp;#039;800 Jahre Burg und Dorf Nienborg&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Westmünsterland. Jahrbuch des Kreises Borken&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 1998, S. 67–69.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Nienborg}}&lt;br /&gt;
* [https://www.westfaelische-geschichte.de/arc123 Urkundenregesten aus dem Archiv Schloss Loburg mit Bestand zu Nienborg und Horstmar / Digitale Westfälische Urkunden-Datenbank (DWUD)]&lt;br /&gt;
* [https://www.nienborg.de Nienborg.de] – Webseite des Ortes Nienborg&lt;br /&gt;
* {{LWLGDK|253618|Regional bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich K 04.08 Raum Nienborg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kreis Borken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heek]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Kreis Borken)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Münsterland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wigbold in Nordrhein-Westfalen]]&lt;/div&gt;</summary>
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