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	<title>Niemcza - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T18:02:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Niemcza&amp;diff=200429&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hodsha: Link erg., siehe Ziellemma</title>
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		<updated>2025-11-27T15:47:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link erg., siehe Ziellemma&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Polen&lt;br /&gt;
| Ort                = Niemcza&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Nimptsch&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Wappen             = [[Datei:POL Niemcza COA.svg|111px|Wappen von Niemcza]]&lt;br /&gt;
| Woiwodschaft       = Niederschlesien&lt;br /&gt;
| Powiat             = Dzierżoniowski&lt;br /&gt;
| PowiatLink         = Dzierżoniowski&lt;br /&gt;
| Gemeinde           = Niemcza&lt;br /&gt;
| GemeindeLink       = Gmina Niemcza&lt;br /&gt;
| Breitengrad        = 50&lt;br /&gt;
| Breitenminute      = 43&lt;br /&gt;
| Breitensekunde     = &lt;br /&gt;
| Längengrad         = 16&lt;br /&gt;
| Längenminute       = 50&lt;br /&gt;
| Längensekunde      = &lt;br /&gt;
| OrtEinwohner       = {{Metadaten Einwohnerzahl PL-02|0202073-URB}}&lt;br /&gt;
| OrtEinwDatum       = {{EWD|PL|0202073}}&lt;br /&gt;
| OrtFläche          = 19.8&lt;br /&gt;
| Höhe               = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl       = 58-230&lt;br /&gt;
| Telefonvorwahl     = 74&lt;br /&gt;
| KFZ-Kennzeichen    = DDZ&lt;br /&gt;
| Straße1            = [[Europastraße 67|E&amp;amp;nbsp;67]] [[Kłodzko]]–[[Breslau]]&lt;br /&gt;
| Schienen1          = &lt;br /&gt;
| Flughafen1         = [[Flughafen Breslau|Breslau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Niemcza general view 2014 P02.JPG|mini|Stadt und landschaftliche Umgebung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2016 Baszta Bramy Górnej w Niemczy 02.jpg|mini|Turm des Obertors, Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2016 Koscioł Niepokalanego Poczęcia NMP w Niemczy 01.jpg|mini|[[Mariä-Empfängnis-Kirche (Niemcza)|Mariä-Empfängnis-Kirche]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2016 Niemcza, ul. Królowej Jadwigi 1 02.jpg|mini|Wohnhäuser aus dem Ende des 19. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Niemcza by Werner.jpg|mini|[[Friedrich Bernhard Werner]]: Nimptsch 1752]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Niemcza&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈɲɛmʧa}}] (deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Nimptsch&amp;#039;&amp;#039;; {{csS}} &amp;#039;&amp;#039;Němčí&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Stadt im [[Powiat Dzierżoniowski]] der [[Woiwodschaft Niederschlesien]] in [[Polen]]. Sie ist Sitz der [[Gmina Niemcza|gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde]] mit {{FormatZahl|{{Metadaten Einwohnerzahl PL-02|0202073}}}} Einwohnern (Stand {{EWD|PL|0202073}}). Durch Niemcza verläuft in Nord-Süd-Richtung die [[Droga krajowa 8|Landesstraße&amp;amp;nbsp;8]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Die Stadt liegt im südwestlichen Teil [[Niederschlesien]]s an der [[Ślęza|Lohe]] (&amp;#039;&amp;#039;Ślęza&amp;#039;&amp;#039;), einem linken Nebenfluss der [[Oder]], etwa 14 Kilometer östlich von [[Dzierżoniów]] (&amp;#039;&amp;#039;Reichenbach im Eulengebirge&amp;#039;&amp;#039;) und 50 Kilometer südlich von [[Breslau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtteile ==&lt;br /&gt;
* [[Jasin (Niemcza)|Jasin]] (&amp;#039;&amp;#039;Johannisthal&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Piotrkówek (Niemcza)|Piotrkówek]] (&amp;#039;&amp;#039;Petrikau&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Stasin (Niemcza)|Stasin]] (&amp;#039;&amp;#039;Pangel&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Stadt war in der Frühzeit eine der bedeutendsten Siedlungen [[Schlesien]]s. Sie lag ursprünglich am „Böhmersteig“, einem uralten Verbindungsweg, der von [[Prag]] über [[Hradec Králové|Königgrätz]], [[Kłodzko|Glatz]] und Breslau zur [[Ostsee]] führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Besiedlungsfunde der [[Lausitzer Kultur]] stammen aus der [[Bronzezeit]]. Etwa 1000 v. Chr. wurde auf dem Stadtberg oberhalb der Lohe eine erste Burganlage errichtet, die um 500 v. Chr. zerstört wurde. Im 4. Jahrhundert entstand auf dem Berg eine befestigte Ansiedlung als [[Gau]]ort der [[Silingen|Silinger]], die als einzige bekannte im ostdeutschen Raum gilt. Sowohl durch Grabungen von 1935 bis 1936 als auch von 1960 bis 1965 wurde bestätigt, dass sich Sippen der Silinger nicht der [[Völkerwanderung]] angeschlossen hatten, sondern in einem Siedlungsraum zwischen dem [[Ślęża|Zobtenberg]] (&amp;#039;&amp;#039;mons Silencii&amp;#039;&amp;#039;) und der Lohe (&amp;#039;&amp;#039;Selenza&amp;#039;&amp;#039;) verblieben waren. Zur Zeit der [[Slawen|slawischen]] Besiedlung im 6. Jahrhundert entstand der Name der Siedlung aus dem Wort &amp;#039;&amp;#039;Nemzi&amp;#039;&amp;#039; („Stumme“, „Fremde“) für die hier lebenden [[Germanen]]. Um 700 hat sich diese Kultur mit der slawischen vermischt, wie Funde einer slawischen Burganlage bestätigen. &amp;#039;&amp;#039;Nemzi&amp;#039;&amp;#039; wurde zum Hauptort des Gaues der [[Slensanen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
990 wurde die zuvor zu [[Böhmen]] gehörende [[Burg Nimptsch]] von den [[Polen]] erobert. Der dabei von [[Monachus Sazavensis]] aus dem [[Kloster Sázava]] schriftlich belegte Ortsname &amp;#039;&amp;#039;Nemzi&amp;#039;&amp;#039; stellt den ältesten überlieferten Ortsnamen in Schlesien dar. Die strategisch bedeutsame Anlage am Hauptverkehrsweg nach Böhmen spielte bei den Ansprüchen Böhmens und Polens auf Schlesien eine gewichtige Rolle. 1017 berichtete [[Thietmar von Merseburg]] von einer vergeblichen Belagerung durch Kaiser [[Heinrich II. (HRR)|Heinrich II.]] Ebenso scheiterte Herzog [[Břetislav II.]] von Böhmen im Jahre 1093 bei seiner beabsichtigten Besetzung Schlesiens. Die Burg verblieb in polnischem Besitz. Der 1137 in Glatz zwischen dem polnischen Herzog [[Bolesław III. Schiefmund|Bolesław III. „Schiefmund“]] und dem böhmischen Herzog [[Soběslav I.]] abgeschlossene [[Pfingstfrieden von Glatz]] wurde in Nimptsch feierlich besiegelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Aus diesem Anlass übernahm Bolesławs III. Sohn und Nachfolger [[Władysław II. (Polen)|Władysław II.]] die Patenschaft über den jüngsten Sohn des Herzogs Soběslav I., [[Wenzel II. (Böhmen, Herzog)|Wenzel II.]];&amp;lt;br /&amp;gt;Rudolf Žáček: &amp;#039;&amp;#039;Dějiny Slezska v datech.&amp;#039;&amp;#039; Prag 2004, ISBN 80-7277-172-8, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nach dem Tod des Herzogs Bolesław III. „Schiefmund“ Polen in einzelne Teilgebiete zerfallen war, gelangte Schlesien 1138 an Herzog [[Władysław II. (Polen)|Władysław II.]], der die Linie der [[Schlesische Piasten|Schlesischen Piasten]] begründete und erster Herzog des [[Herzogtum Schlesien|Herzogtums Schlesien]] war. Während seiner Vertreibung erhielt Nimptsch 1155 eine [[Kastellanei]], deren Bezirk etwa die Grenzen der späteren Landkreise [[Kreis Strehlen|Strehlen]], [[Kreis Frankenstein i. Schles.|Frankenstein]] und [[Kreis Reichenbach (Eulengebirge)|Reichenbach]] umfasste. Auf dem Stadtberg befanden sich neben der hölzernen [[Kastellan]]sburg mit der [[Mariä-Empfängnis-Kirche (Niemcza)|Peterskapelle]] noch eine Stadtsiedlung in der in [[Mährerreich|Großmähren]] üblichen steinernen Bauweise innerhalb der Wallanlagen sowie ein vorgelagerter Marktflecken um die nach 1039 gegründete Adalbertkirche. Direkter Besitz der Kastellane waren die [[Burg Wojaczów|Wasserburg Vogelgesang]] und die Güter [[Gmina_Niemcza#Gliederung|Woislowitz]] und Pangel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da nach dem Tod des Seniorherzogs [[Mieszko III.]] das für Gesamtpolen seit 1138 geltende [[Senioratsprinzip]] aufgegeben wurde, erlosch 1202 die staatsrechtliche Verbindung der schlesischen Gebiete zu Polen. Bei der Teilung des Herzogtums Schlesiens gelangte Nimptsch 1249 an das [[Herzogtum Breslau]], das an Herzog [[Heinrich III. (Schlesien)|Heinrich III.]] gefallen war. Während der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert entstand auf der altpolnischen Anlage ein eingeengtes Städtchen, das 1282 [[Stadtrecht]] erhielt und neben dem sich um die Adalbertkirche die &amp;#039;&amp;#039;Altstadt&amp;#039;&amp;#039;, ein polnisches Waldhufen- und Stadtdorf entwickelte. Die 1295 begründete Marienkirche (&amp;#039;&amp;#039;nach der Reformation Peter- und Paul-Kirche&amp;#039;&amp;#039;) der Stadt war der Adalbertkirche unterstellt und wurde von der polnischen und deutschen Bevölkerung gemeinsam, aber getrennt genutzt. Zum gleichen Zeitpunkt entstand die heute noch teilweise erhaltene Stadtmauer mit zwei Stadttoren, und anstelle der Burg entstand das Stadtschloss in steinerner Bauweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Teilung des Herzogtums Breslau 1311 gehörte Nimptsch zum [[Herzogtum Brieg]], das an Herzog [[Bolesław III. (Schlesien)|Boleslaw III.]] zugeteilt wurde. Am 22. Mai 1322 verpfändete er Stadt und [[Weichbild]] Nimptsch an [[Bernhard II. (Schweidnitz)|Bernhard II. von Schweidnitz]], von dem das Pfandrecht 1326 an seinen Bruder [[Bolko II. (Schweidnitz)|Bolko II.]] überging. Er benutzte während seiner Fehden mit dem Böhmenkönig [[Johann von Böhmen|Johann von Luxemburg]] die günstige Lage von Nimptsch zur Sperrung einer Teilstrecke der Straße von [[Kłodzko|Glatz]] nach [[Breslau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit dem Herzogtum Brieg unterstellte Herzog Boleslaw am 9. Mai 1329 Nimptsch unter die Lehenshoheit der [[Länder der Böhmischen Krone|Krone Böhmen]], was 1335 mit dem [[Vertrag von Trentschin]] bestätigt wurde. Bei dem im 15. Jahrhundert einsetzenden Niedergang des Herzogtums Brieg durch Aufsplittung in mehrere Teilherzogtümer und Herrschaften entging Herzog [[Ludwig III. (Liegnitz-Lüben)|Ludwig III.]] nur dadurch dem Verlust der Fürstenwürde, dass das für ihn errichtete &amp;#039;&amp;#039;Herzogtum Nimptsch&amp;#039;&amp;#039; nicht zustande kam, weil 1430 die [[Hussiten]] die Stadt besetzt hatten. Erst 1434 gelang ihm in der siebenten Belagerung die Einnahme von Nimptsch, das anschließend [[Schleifung|geschleift]] wurde. Im Jahre 1455 erhielt die Stadt das [[Meilenrecht]], 1481 verlor sie jedoch den Sitz der Amtsverwaltung des Amtes Teich, später Rothschloss (&amp;#039;&amp;#039;Białobrzezie&amp;#039;&amp;#039;), an das zentral gelegene Dorf Schlottnitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Niedergang von Nimptsch wurde durch das Wachstum der benachbarten Städte [[Ząbkowice Śląskie|Frankenstein]] und [[Dzierżoniów|Reichenbach]] beschleunigt, die für die Entwicklung bessere Voraussetzungen boten als das eingeengte Städtchen auf dem Berg über der Lohe, das von [[Rittergut|Adelsgütern]] umgeben war. Hinzu kam die Lage der Stadt im äußersten Westen des Herzogtums Brieg und am Rande des eigenen Weichbildes; auch war der alte Böhmersteig nicht mehr die einzige Hauptverbindung Böhmens nach Breslau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Zerstörungen durch die [[Hussitenkriege]] konnte der Wiederaufbau der Stadt erst im 16. Jahrhundert abgeschlossen werden. Die Stadtbefestigung wurde wieder errichtet und das Schloss als sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Hedwigsburg&amp;#039;&amp;#039; 1585 zur Residenz der Herzöge von Nimptsch umgebaut, das jedoch von den Herzögen von Brieg, die diesen Titel innehatten, zu keiner Zeit genutzt worden ist. Ab 1513 besaß Nimptsch das [[Marktrecht]] und 1579 erlangte es das [[Braurecht]]. 1534 hielt die [[Reformation]] in Nimptsch Einzug. An der Stelle der Adalbertskirche entstand 1612 die evangelische Georgskirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Phase der Erholung der Stadt wurde durch den [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] beendet. 1633 wurde Nimptsch durch die Truppen [[Wallenstein]]s niedergebrannt, nur das Schloss blieb erhalten. Es folgte eine [[Pest]]epidemie, nach der 91 der 103 Grundstücke keinen Besitzer mehr hatten. 1642 erfolgte ein Einfall des schwedischen Heeres unter Feldmarschall [[Lennart Torstensson|Torstensson]]. Mateo Marchese de Moncada y Cardona, kaiserlicher Obrist im Dreißigjährigen Krieg, erschloss 1650 einen Mineralbrunnen zu Nimptsch, der jedoch bald wieder verfiel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Antonio Schmidt‐Brentano |Titel=Die kaiserlichen Generale 1618 – 1655. Ein biographisches Lexikon. |Hrsg=Österreichisches Staatsarchiv |Ort=Wien |Datum=2022 |Seiten=330 |Online=https://www.oesta.gv.at/dam/jcr:2857f1c1-09bf-43b5-9f2e-1effc837552b/Antonio%20Schmidt-Brentano%20-%20Die%20kaiserlichen%20Generale%202022.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod des letzten [[Schlesische Piasten|Schlesischen Piasten]], Herzog [[Georg Wilhelm I. (Liegnitz-Brieg-Wohlau)|Georg Wilhelm]] 1675 fielen dessen Herzogtümer [[Herzogtum Liegnitz|Liegnitz]], [[Herzogtum Wohlau|Wohlau]] und [[Herzogtum Brieg|Brieg]] durch [[Heimfall]] an die Krone Böhmen, die seit 1526 die [[Habsburg]]er innehatte. Anschließend wurde in dem bisher seit der Reformation evangelischen Gebiet die [[Gegenreformation]] durchgeführt. Die Errichtung der katholischen Kirchengemeinde, der von 1701 bis 1707 die Stadtkirche St. Peter und Paul zugesprochen war, führte zu einem Streit zwischen beiden Konfessionen in der Stadt. 1712 wurde für die Katholiken am Schloss die Hedwigskirche errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Stadtbrand zerstörte im Jahre 1735 Teile des Schlosses und die katholische Kirche. Während die Hedwigskirche schon 1736 wieder errichtet wurde, erfolgte der Wiederaufbau des Schlosses erst 1830 als schmuckloses Bauwerk, bei dem vom alten Schloss nur das aus der [[Renaissance]]zeit stammende [[Oktogon (Architektur)|Oktogon]] mit wertvoller [[Sgraffito]]ausgestaltung erhalten blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Schlesischer Krieg|Ersten Schlesischen Krieg]] 1742 fiel Nimptsch, wie der größte Teil Schlesiens, an [[Preußen]]. Während der [[Koalitionskriege|Napoleonischen Kriege]] kam es in Nimptsch zwischen 1805 und 1807 mehrfach zu Plünderungen durch Truppen des [[Rheinbund]]es. 1853 brannte das Rathaus nieder und im Jahre 1859 wurden erneut Teile der Stadt durch ein Schadfeuer zerstört. Die Stadtkirche St. Peter und Paul, die 1852 wegen Baufälligkeit geschlossen worden war, wurde 1864 im [[Neoromanik|neoromanischen]] Stil neu errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 erhielt Nimptsch mit der [[Bahnstrecke Kobierzyce–Piława Górna|Strecke nach Heidersdorf]] einen Anschluss an das [[Eisenbahnnetz]], der zugleich eine Fortsetzung der Bahnstrecke Strehlen–Heidersdorf darstellte. 1894 wurde die Strecke bis nach [[Piława Górna|Gnadenfrei]] verlängert, die einen Anschluss zur Verbindung zwischen [[Dzierżoniów|Reichenbach]] und [[Ząbkowice Śląskie|Frankenstein]] bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Neugliederung Preußens 1816 war Nimptsch ab 1818 Sitz des [[Kreis Nimptsch|gleichnamigen Kreises]], der 1932 mit dem [[Kreis Reichenbach (Eulengebirge)|Kreis Reichenbach]] vereinigt wurde, mit dem Nimptsch bis 1945 verbunden blieb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=reichenbach.html|name=Landkreis Nimptsch}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde in Nimptsch ein [[Liste der Außenlager des KZ Groß-Rosen|Außenlager]] des [[KZ Groß-Rosen]] errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=[[Wolfgang Benz]], [[Barbara Distel]] |Titel=Der Ort des Terrors |TitelErg=Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager |Verlag=Verlag C. H. Beck |Ort=München |Datum= |Kommentar=9&amp;amp;nbsp;Bände; 2005–2009}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1945 bis zur Gegenwart ==&lt;br /&gt;
Gegen Kriegsende verließen am 6. Mai 1945 die letzten deutschen Truppen die Stadt, die den Krieg unversehrt überstanden hatte. Danach wurde Nimptsch von der [[Rote Armee|Roten Armee]] besetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Erwin Stieglitz: [http://www.nexusboard.net/sitemap/6365/vertreibung-aus-schlesien-t297271 &amp;#039;&amp;#039;Das Ende der deutschen Stadt Nimptsch – Die Rote Armee besetzt die Stadt&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Sommer 1945 wurde Nimptsch zusammen mit fast ganz Schlesien von der [[sowjetisch]]en Besatzungsmacht unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt und erhielt den polnischen Ortsnamen &amp;#039;&amp;#039;Niemcza&amp;#039;&amp;#039;. Die deutschen Bewohner wurden 1945/1946 von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde aus Nimptsch [[Flucht und Vertreibung aus den deutschen Ostgebieten|vertrieben]]. Die polnischen Neusiedler kamen zum großen Teil aus den im Rahmen der [[Westverschiebung Polens]] an die [[Sowjetunion]] gefallenen Gebieten aus [[Kresy|Ostpolen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der kommunistischen Herrschaft verfielen zahlreiche Gebäude der Stadt. 1964 wurden die Hedwigskirche und das Oktogon des Schlosses abgerissen. Die aus der [[Barock]]zeit stammende Inneneinrichtung der Kirche gelangte in das [[Nationalmuseum Breslau]]. Die verbliebenen Teile des Schlosses wurden zu einer Fabrik umgebaut. Lediglich die Stadtkirche St. Peter und Paul, die barocken Stadthäuser am [[Ring (Marktplatz)|Ring]] und die 1966 erneut restaurierte Stadtbefestigungsanlage blieben ohne größere Schäden erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2016 Niemcza, pl. Rynek 10 01.jpg|mini|hochkant|Rathaus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2016 Rynek w Niemczy 04.jpg|mini|Ring mit barocken Häusern und der Mariä-Empfängnis-Kirche]]&lt;br /&gt;
* [[Mariä-Empfängnis-Kirche (Niemcza)|Mariä-Empfängnis-Kirche]], 1854–1865 nach Entwurf von [[Friedrich August Stüler]].&lt;br /&gt;
* Schloss (nach einem Brand in 1830 wiederaufgebaut), mit einem Renaissance-Oktogon mit [[Sgraffito]]-Dekoration.&lt;br /&gt;
* Neugotisches Rathaus, erbaut 1853–1862 nach Entwurf von Friedrich August Stüler.&lt;br /&gt;
* Barocke Häuser am Ring.&lt;br /&gt;
* Erhaltende Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung mit Obertorturm.&lt;br /&gt;
* Auf dem Friedhof zu Niemcza befindet sich die 1784 errichtete Grabstätte für [[Friedrich Bernhard von Prittwitz]] (1720–1793). Die Ruine dieses Mausoleums wurde 2001 restauriert.&lt;br /&gt;
* Das [[Arboretum Wojsławice]] geht auf den unter [[Kanitz (Adelsgeschlecht)|Rudolph von Canitz und Dallwitz]] im Jahre 1825 angelegten Gutspark Woislowitz zurück. Der [[Dendrologie|Dendrologe]] [[Oheimb (Adelsgeschlecht)|Fritz von Oheimb]] gestaltete den 150 ha großen Park zu einem [[Rhododendren|Rhododendronpark]], der seit 1977 Bestandteil des [[Botanischer Garten|Botanischen Gartens]] der Universität Breslau ist.&lt;br /&gt;
* Renaissance-[[Schloss Guhlau]], Fassaden verziert mit [[Sgraffito]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerungsentwicklung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
! Anmerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1740 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 1150 ||&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| 1787 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 1256 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1825 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 2182 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1875 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 2069 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;Rademacher&amp;quot;&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=reichenbach.html#ew39rchbnimptsc}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1880 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 2215 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;Rademacher&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1890 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 2172 || davon 1.645 Evangelische, 716 Katholiken und sechs Juden&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rademacher&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1905 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 2216 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1933 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 3214 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;Rademacher&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 3526 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;Rademacher&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1961 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 2557 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1970 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 3772 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 3144 ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtwappen ==&lt;br /&gt;
Das [[Wappen|Stadtwappen]] von Nimptsch zeigt in einem Schild einen Turm, über dem der [[Schlesischer Adler (Wappentier)|Schlesische Adler]] mit dem Silbermond zu sehen ist. Der Turm ist beidseitig von Eichenlaub umgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städtepartnerschaften ==&lt;br /&gt;
* [[Gladenbach]], Deutschland (seit 1998)&lt;br /&gt;
* [[Letohrad]], Tschechien&lt;br /&gt;
* [[Monteux]], Frankreich (seit 2009)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeinde ==&lt;br /&gt;
Zur [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde Niemcza]] gehören die Stadt selbst und sieben Dörfer mit Schulzenämtern.&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Gmina Niemcza}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich von Logau]] (1605–1655), Dichter&lt;br /&gt;
* [[Daniel Casper von Lohenstein]] (1635–1683), Dichter&lt;br /&gt;
* [[Johann Georg Hoffmann (Komponist)|Johann Georg Hoffmann]] (1700–1780), deutscher Organist und Komponist&lt;br /&gt;
* [[Johann Fulde]] (1718–1796), Musiker und evangelischer Pastor&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Bernhard von Prittwitz]] (1720–1793), Landesältester&lt;br /&gt;
* [[Christian Gregor]] (1723–1801), Kirchenmusiker&lt;br /&gt;
* [[Carl Gottlob Schmeidler]] (1772–1838), Maler&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Hoffmann (Mediziner, 1820)|Friedrich Hoffmann]] (1820–1863), Psychiater&lt;br /&gt;
* [[Erich Joachim]] (1851–1923), Archivar&lt;br /&gt;
* [[Georg Schuster-Woldan]] (1864–1933), Maler und Grafiker&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Wolff (Grafiker)|Heinrich Wolff]] (1875–1940), Grafiker&lt;br /&gt;
* [[Fritz Heinrich Geburtig]] (1883–1952), Erfinder&lt;br /&gt;
* [[Alfred Loeser]] (1887–1962), Arzt&lt;br /&gt;
* [[Hermann Wennrich]] (1892–1974), Bundesrichter&lt;br /&gt;
* [[Ernst Schenke]] (1896–1982), Mundartdichter&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Bayer (Mediziner)|Wilhelm Bayer]] (1900–1972), Pädiater und NS-Verbrecher im Rahmen der Kinder-Euthanasie&lt;br /&gt;
* [[Carl Wiggert]] (1903–1983), Landwirt, Verwaltungsjurist und Bankier&lt;br /&gt;
* [[Gottfried Klapper]] (1917–2003), deutscher Theologe&lt;br /&gt;
* [[Wendelin Kusche]] (1926–2003), deutscher Maler&lt;br /&gt;
* [[Heinz Dietrich]] (1927–2014), Sportfunktionär&lt;br /&gt;
* [[Werner Hubrich (Politiker, 1934)|Werner Hubrich]] (1934–2019), Politiker (CDU)&lt;br /&gt;
* [[Jo Brauner]] (* 1937), Nachrichtensprecher&lt;br /&gt;
* [[Hans-Friedrich von Ploetz]] (* 1940), Jurist und Diplomat&lt;br /&gt;
* [[Sigmar Wittig]] (* 1940), Forscher und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
* [[Katja Ebstein]] (* 1945), Sängerin und Schauspielerin&lt;br /&gt;
* [[Paweł Sibik]] (* 1971), Fußballspieler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{MerianTopo |Titel=Nimptsch |Band=11 |Seite=166}}&lt;br /&gt;
* [[Hugo Weczerka]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der historischen Stätten]].&amp;#039;&amp;#039; Band: &amp;#039;&amp;#039;Schlesien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 316). Kröner, Stuttgart 1977, ISBN 3-520-31601-3, S. 116–123, S. 361–365.&lt;br /&gt;
* [[Historische Kommission für Schlesien]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Schlesiens.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Sigmaringen 1988, ISBN 3-7995-6341-5, S. 68, 70, 76, 152 und 167.&lt;br /&gt;
* Martin Illig: &amp;#039;&amp;#039;Der Kreis Nimptsch im Laufe der Geschichte. Ein Beitrag zur Heimatkunde.&amp;#039;&amp;#039; 1922.&lt;br /&gt;
* Ernst Rauch: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Bergstadt Nimptsch.&amp;#039;&amp;#039; 1936.&lt;br /&gt;
* Jürgen Schölzel: &amp;#039;&amp;#039;Nimptsch in Schlesien. Vorzeit, Frühzeit, Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; 1974.&lt;br /&gt;
* Jürgen Schölzel: &amp;#039;&amp;#039;Nimptsch in Schlesien 1282–1982. Fundsachen zum Jubiläum.&amp;#039;&amp;#039; 1982.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.um.niemcza.pl/ Homepage der Stadt und Gmina]&lt;br /&gt;
* [https://www.langenbielau.de/nimptsch/ Informationen zur Stadtgeschichte] (deutsch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4075409-1|LCCN=n2007039143|VIAF=142116726}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Niederschlesien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gmina Niemcza]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1282]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hodsha</name></author>
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