<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Niedwald</id>
	<title>Niedwald - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Niedwald"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Niedwald&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T09:26:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Niedwald&amp;diff=2706718&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, Komma ergänzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Niedwald&amp;diff=2706718&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-07-23T16:55:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, Komma ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Nied Gemarkung Karte 1870.jpg|mini|Karte der Gemarkung von Nied, 1870. Rechts oben der Niedwald]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Niedwald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein etwa 60 [[Hektar]] großes Waldstück im Westen der Stadt [[Frankfurt am Main]] im deutschen Bundesland [[Hessen]]. Der seit dem 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert urkundlich belegte Wald entstand durch natürlichen Bewuchs sowie durch [[Aufforstung]] von zuvor landwirtschaftlich genutzten Flächen. Der Niedwald liegt am [[Orographie|orografisch]] linken, [[Geografie|geografisch]] südlichen Ufer des Flusses [[Nidda (Fluss)|Nidda]] und gehört zum Gebiet des [[Frankfurter Grüngürtel]]s. Durch den Wald führt ein Abschnitt des historischen Handelsweges &amp;#039;&amp;#039;[[Antsanvia]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Selzerbrunnen.jpg|mini|Selzerbrunnen]]&lt;br /&gt;
Der Niedwald bildet den östlichen Teil der &amp;#039;&amp;#039;Nieder Auen&amp;#039;&amp;#039; (→ [[Flussaue|Aue]]) am Rande von bebautem Gebiet auf der Gemarkung der Orte Nied und Griesheim, seit 1928 eingemeindet als [[Frankfurt-Nied]] und [[Frankfurt-Griesheim]]. Im Norden grenzt der Niedwald an die Nidda sowie an deren in den 1920er-Jahren durch Flussbegradigung entstandene [[Altwasser (Fluss)|Altarme]] &amp;#039;&amp;#039;Waldspitze&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Grill’scher Altarm.&amp;#039;&amp;#039; Im Westen stößt der Wald an die [[Eisenbahnsiedlung]] Nied, im Nordosten und Osten an das Autobahnkreuz [[Westkreuz Frankfurt]] und an die [[Bundesautobahn 5]], im Süden an die Trasse der [[Taunus-Eisenbahn]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gruenguertelkarte&amp;quot;&amp;gt;Stadt Frankfurt am Main, Umweltamt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die GrünGürtel Freizeitkarte&amp;#039;&amp;#039;. 7. Auflage, 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Waldstück wird durch die &amp;#039;&amp;#039;Oeserstraße&amp;#039;&amp;#039; in einen nördlichen und einen südlichen Teil geschieden. Die beiden Nidda-Altarme bestimmen die Erscheinung des Nordteils, der Südteil wird von der Infrastruktur des ehemaligen [[Wasserwerk]]s Griesheim – Gebäude, Überlaufbecken und Gräben – dominiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FrankfurtSeite&amp;quot;&amp;gt;{{FrankfurtSeite|ArtikelID=101674|Objekt=Niedwald}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischen den beiden Altarmen im Nordteil verläuft ein künstlich angelegter Bachlauf durch den Wald.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stadtgewaesser&amp;quot;&amp;gt;Stadt Frankfurt: &amp;#039;&amp;#039;Stadtgewässer – Flüsse, Bäche, Altarme entdecken,&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;65&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der nordwestlichen Ecke des Niedwaldes befindet sich ein 38 Meter tiefer [[Mineralwasser]]-Brunnen, der &amp;#039;&amp;#039;Selzerbrunnen,&amp;#039;&amp;#039; der im Jahr 1855 erstmals in einem amtlichen Bericht erwähnt wurde. Sein Wasser, das einen hohen Härtegrad aufweist, ist chlorid- und eisenhaltig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stadtgewaesser&amp;quot;/&amp;gt; Die sumpfige Wiese, in der sich die Mineralquelle bis in die 1920er-Jahre befunden hatte, wurde um diese Zeit trockengelegt, ein Brunnenschacht wurde gebohrt, mit einem [[Standrohr (Bohrtechnik)|Standrohr]] versehen und in Stein eingefasst. Die gegenwärtige Brunnenfassung stammt aus dem Jahr 1939.&amp;lt;ref&amp;gt;Adalbert Vollert: &amp;#039;&amp;#039;Nied am Main,&amp;#039;&amp;#039; S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Brunnenwasser ist trinkbar (niedriger [[Nitrate|Nitratgehalt]], keine bakterielle Belastung);&amp;lt;ref&amp;gt;{{FrankfurtSeite|ArtikelID=31927|Objekt=Selzerbrunnen}}&amp;lt;/ref&amp;gt; es hat wegen seiner Inhaltsstoffe einen stark „metallischen“ Geschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Spätantike bis 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Nied Gemarkung Karte 1810.jpg|mini|Karte aus dem Jahr 1810, Ergebnis der kartografischen Vermessung]]&lt;br /&gt;
Die in südwest-/nordöstlicher Richtung durch den Niedwald führende Oeserstraße ist ein Abschnitt der [[Altstraße]] namens &amp;#039;&amp;#039;Antsanvia,&amp;#039;&amp;#039; eines historischen [[Handelsweg]]es.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FrankfurtSeite&amp;quot;/&amp;gt; Beiderseits der Straße wurden römische Ruinen gefunden, die als Reste einer befestigten römischen Raststation oder Herberge &amp;#039;&amp;#039;([[Mansio]])&amp;#039;&amp;#039; interpretiert werden. Der im Volksmund „Heidenschloss“&amp;lt;ref&amp;gt;Die Geschichtswerkstatt Gallus berichtet, Historisches und Aktuelles, 50. Ausgabe: Februar 2017, Blicke übern Tellerrand 1: &amp;#039;&amp;#039;Das Heidenschloss im Griesheimer Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; genannte und auf Karten vermerkte Komplex&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe oben: Canalbaukarte von 1870 (Ausschnitt ISG Frankfurt) der Gemarkung Nied&amp;lt;/ref&amp;gt; auf einer Fläche von etwa 32&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;24 Metern bestand aus einer Befestigungsmauer, in deren Umfassung mehrere Holzbauten standen. Die Anlage soll an der Kreuzung der [[Via Regia]] mit einer [[Römerstraße]] etwa in Richtung der späteren südmainischen Ortschaft [[Frankfurt-Schwanheim|Schwanheim]] gestanden haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Waldwerk1&amp;quot;&amp;gt;[https://waldwerk.mnjk.de/2015/07/05/das-waldwerk-im-historischen-kontext/ &amp;#039;&amp;#039;Wasserwerk wird „Waldwerk“ – das Waldwerk im historischen Kontext&amp;#039;&amp;#039;] auf &amp;#039;&amp;#039;waldwerk.mnjk.de&amp;#039;&amp;#039; (abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;April 2017)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Raststation war von der Straße aus durch ein etwa acht Meter breites befestigtes Tor zugänglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Adalbert Vollert: &amp;#039;&amp;#039;Nied am Main,&amp;#039;&amp;#039; S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt; Untersucht und vermessen wurde die Anlage 1892 von [[Georg Wolff (Archäologe)|Georg Wolff]], der die Ergebnisse 1900 mit einer Skizze veröffentlichte.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Wolff: &amp;#039;&amp;#039;Die römische Strasse von Heddernheim nach Nied und das Heidenschloss;&amp;#039;&amp;#039; aus:  Verein für Geschichte und Alterthumskunde zu Frankfurt am Main: &amp;#039;&amp;#039;Mittheilungen über römische Funde in Heddernheim III,&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt 1900&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang des 20. Jahrhunderts wurde an der Stelle das Ausflugslokal &amp;#039;&amp;#039;Schützenhaus&amp;#039;&amp;#039; gebaut. Nach dessen Abriss wurde dort ein großes Hotel (Ramada, danach öfters umbenannt) errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bekannte urkundliche Erwähnung des Niedwaldes stammt aus dem 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Diese Urkunde spricht dem Mariengredenstift &amp;#039;&amp;#039;(→&amp;amp;nbsp;[[St. Maria ad Gradus (Mainz)|St.&amp;amp;nbsp;Maria ad Gradus]])&amp;#039;&amp;#039; in [[Mainz]] die Nutzung des Waldes zu.&amp;lt;ref&amp;gt;Adalbert Vollert: &amp;#039;&amp;#039;Nied am Main,&amp;#039;&amp;#039; S. 45. Dem Stift wurden möglicherweise die Einkünfte aus dem Waldstück zugesprochen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1474 fiel das Recht zur Nutzung des Niedwaldes an das [[Bistum Mainz|Erzbistum Mainz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vollert45&amp;quot;&amp;gt;Adalbert Vollert: &amp;#039;&amp;#039;Nied am Main,&amp;#039;&amp;#039; S. 45&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Antsanvia verband die entlang der Nidda liegenden Besitztümer der kirchlichen [[Grundherrschaft]] mit dem Bischofssitz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FrankfurtSeite&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 17. Jahrhundert erhielt die Gemeinde Nied das Recht an der Nutzung des Waldstücks. Unterlagen aus dieser Zeit belegen die Nutzung des Niedwaldes als Viehweide ([[Hutewald]]) und als Brennholzlieferant. Die Gemeinde unterhielt darüber hinaus seit dem späten 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert einen [[Feldschütze|Flurschützen]], der für die Forstaufsicht zuständig war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vollert45&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fläche des Niedwaldes wurde im Laufe seiner Geschichte mit unterschiedlichen Zahlen angegeben. Im Jahr 1783 maß man 376 [[Morgen (Einheit)|Morgen]]; ungefähr 94&amp;amp;nbsp;Hektar. Die erste überlieferte genaue [[Landesvermessung]] des Gemeindewaldes von Nied fand im Jahr 1810 statt. Die Vermessung ergab eine Fläche des Waldes von 418&amp;amp;nbsp;Morgen, 81&amp;amp;nbsp;[[Rute (Einheit)|Ruten]] (ca. 100&amp;amp;nbsp;Hektar). Eine weitere offizielle Vermessung und Markierung des Waldstücks mit [[Grenzstein]]en („Aussteinung“) erfolgte im Jahr 1846.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vollert45&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seit dem 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Meyer5 Frankfurt Rebstock.jpg|mini|Niedwald und Umgebung 1893: Die Ausläufer des [[Frankfurt (Main) Hauptgüterbahnhof|Rangierbahnhofs]] dehnen sich von Osten gen Waldrand aus.]]&lt;br /&gt;
Im 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert nahm die forstwirtschaftliche Nutzung des Niedwaldes zugunsten wasserwirtschaftlicher Nutzung ab. Im Jahr 1902 ließ die damals selbstständige Gemeinde Griesheim im südlichen Teil des Waldes ein [[Pumpwerk|Pump-]] und Filterwerk mit [[Wasserturm]] errichten, die durch eine Quellgalerie sowie einen Waldsee ergänzt wurden. Die tägliche Menge des dort geförderten [[Trinkwasser]]s betrug bis zu 150.000 Liter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Waldwerk1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DSC06176 Kaiserbahnweg Schild Niedwald.jpg|mini|Ein Wegschild am &amp;#039;&amp;#039;Kaiserbahnweg&amp;#039;&amp;#039; erinnert an den Verlauf der einstigen [[Bäderbahn Bad Nauheim–Wiesbaden|Kaiser- oder Bäderkurve]] durch den Niedwald.]]&lt;br /&gt;
Als Nied im Jahr 1928 nach Frankfurt eingemeindet wurde, war die Waldfläche deutlich kleiner geworden. Durch Abtretungen an Eisenbahn-Unternehmen, teilweise Umwandlung in landwirtschaftlich genutzte Flächen sowie durch zunehmende Bebauung umfasst der Niedwald seit dieser Zeit nur noch etwa 60&amp;amp;nbsp;Hektar. Am südlichen Waldrand verlief ab 1839 die [[Taunus-Eisenbahn]] von Frankfurt nach Höchst und schließlich Wiesbaden. Im Westen des Waldes war bis 1918 das [[Ausbesserungswerk Frankfurt (Main) Nied|Eisenbahn-Ausbesserungswerk Nied]] entstanden samt dazugehöriger [[Eisenbahnersiedlung]], von Osten stießen die [[Rangiergleis]]e des [[Frankfurt (Main) Hauptgüterbahnhof|Hauptgüterbahnhofs]] an den Waldrand und verliefen an diesem entlang bis zur Einmündung in die parallel verlaufende Taunus-Eisenbahn. Diagonal hindurch verlief bereits 1905 bis 1963 die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Kaiser- oder Bäderkurve&amp;#039;&amp;#039; der [[Bäderbahn Bad Nauheim–Wiesbaden]]. Heute erinnert der &amp;#039;&amp;#039;Kaiserbahnweg&amp;#039;&amp;#039; an einen Teil dieser Trasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Eingemeindung Nieds wurde das Forstamt der Stadt Frankfurt die für [[Hege]] zuständige Behörde. Der Betrieb des Wasserwerks wurde 2007 eingestellt. Dessen Gelände und Gebäude wurden im Jahr 2015 von der Gesellschaft [[Hessenwasser]] durch den Verein &amp;#039;&amp;#039;Waldwerk e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; übernommen, der dort die Einrichtung eines öffentlichen naturkundlichen Zentrums plant.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://waldwerk.mnjk.de/2015/07/05/das-waldwerkeine-perle-in-der-kette-frankfurter-gruenguertel/ &amp;#039;&amp;#039;Das Waldwerk – Perle in der Kette Frankfurter Grüngürtel&amp;#039;&amp;#039;] auf &amp;#039;&amp;#039;waldwerk.mnjk.de&amp;#039;&amp;#039; (abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;April 2017)&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Niedwald wird seitdem ausschließlich als [[Naherholungsgebiet]] genutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vollert45&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora und Fauna ==&lt;br /&gt;
[[Datei:FFM Nutria Nidda-Altarm 2011 7.jpg|mini|Biberratten (Nutrias) im Grill’schen Altarm der Nidda]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bufo bufo2.jpg|mini|Erdkröten beim Ablaichen]][[Datei:Niedwald.jpg|mini|Bärlauchblüte im Niedwald]]&lt;br /&gt;
Das Waldstück ist vom Typus ein Hartholz-[[Auwald]]. Trotz der [[Flussbegradigung]] der Nidda in den 1920er-Jahren, seit der Niedwald nicht mehr regelmäßig überschwemmt wird, hat sich dort der botanische Typus des Auwaldes erhalten können. Im Niedwald vorherrschende Baumarten sind [[Hainbuche]] (&amp;#039;&amp;#039;Carpinus betulus&amp;#039;&amp;#039;), [[Vogel-Kirsche|Wildkirsche]] (&amp;#039;&amp;#039;Prunus avium&amp;#039;&amp;#039;), [[Eschen (Pflanzengattung)|Esche]] (&amp;#039;&amp;#039;Fraxinus&amp;#039;&amp;#039;) und [[Ahorne|Ahorn]] (&amp;#039;&amp;#039;Acer&amp;#039;&amp;#039;) sowie vereinzelte große, etwa 250 Jahre alte [[Stieleiche]]n (&amp;#039;&amp;#039;Quercus robur&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;FrankfurtSeite&amp;quot;/&amp;gt; In der [[Stratifikation (Ökologie)|Krautschicht]] stehen in hoher Dichte [[Bärlauch]] (&amp;#039;&amp;#039;Alium ursinum&amp;#039;&amp;#039;), [[Hohler Lerchensporn]] (&amp;#039;&amp;#039;Corydalis cava&amp;#039;&amp;#039;) und [[Scharbockskraut]] (&amp;#039;&amp;#039;Ficaria verna&amp;#039;&amp;#039;), das unscheinbare [[Moschuskraut]] (&amp;#039;&amp;#039;Adoxa moschatellina&amp;#039;&amp;#039;) sowie [[Buschwindröschen]] (&amp;#039;&amp;#039;Anemone nemorosa&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Verschiedene Autoren: &amp;#039;&amp;#039;Kreuz und quer durch den Frankfurter Grüngürtel,&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;16. CoCon-Verlag, Hanau 1996, ISBN 3-928100-42-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Artenvielfalt des Niedwaldes gewinnt besonders durch den weit in den Wald hineinragenden &amp;#039;&amp;#039;Grill’schen Altarm,&amp;#039;&amp;#039; mit 29.000&amp;amp;nbsp;m² Wasserfläche der größte Nidda-Altarm, sowie durch den Altarm &amp;#039;&amp;#039;Waldspitze&amp;#039;&amp;#039;. In beiden befinden sich größere Bestände der [[Gelbe Teichrose|Gelben Teichrose]] (&amp;#039;&amp;#039;Nuphar lutea&amp;#039;&amp;#039;). Am und im Wasser leben [[Eisvogel]] (&amp;#039;&amp;#039;Alcedo atthis&amp;#039;&amp;#039;), [[Graureiher]] (&amp;#039;&amp;#039;Ardea cinerea&amp;#039;&amp;#039;), [[Teichfrosch|Teichfrösche]]  (&amp;#039;&amp;#039;Pelophylax&amp;#039;&amp;#039; kl. &amp;#039;&amp;#039;esculentus&amp;#039;&amp;#039;), [[Erdkröte]]n (&amp;#039;&amp;#039;Bufo bufo&amp;#039;&amp;#039;, Laichgewässer), verschiedene Arten von [[Libellen]] (&amp;#039;&amp;#039;Odonata&amp;#039;&amp;#039;) und viele weitere einheimische Tierarten. Im Altarm wohnt ebenso eine kleine Population von [[Biberratte]]n (&amp;#039;&amp;#039;Myocastor coypus&amp;#039;&amp;#039;). Die Tiere stammen aus einer aufgegebenen Zucht am Altarm &amp;#039;&amp;#039;Holler&amp;#039;&amp;#039; am gegenüberliegenden, [[Frankfurt-Sossenheim|Sossenheimer]] Nidda-Ufer &amp;#039;&amp;#039;(→&amp;amp;nbsp;[[Sossenheimer Unterfeld]])&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stadtgewaesser&amp;quot;/&amp;gt; Ein weiteres [[Neozoon]] ist die [[Rotwangen-Schmuckschildkröte]] (&amp;#039;&amp;#039;Trachemys scripta elegans&amp;#039;&amp;#039;), die dort vermutlich von privaten Haltern ausgesetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr, zur Laichzeit der im Niedwald heimischen Erdkröte, wird südlich der Oeserstraße ein Amphibienzaun errichtet, um die zu den nördlich der Straße gelegenen Nidda-Altarmen wandernden Tiere („[[Erdkröte#Fortpflanzung|Krötenwanderung]]“) vor dem Autoverkehr zu schützen. Der Amphibienzaun wird vom [[Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland|BUND]] Frankfurt betreut.&amp;lt;ref&amp;gt;Jutta Erich: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.bund-frankfurt.de/amphibien.html | wayback=20120426215137 | text=Ergebnisbericht Krötenwanderung der Erdkröte (&amp;#039;&amp;#039;Bufo bufo&amp;#039;&amp;#039;) in der Oeserstraße in Frankfurt am Main (Niedwald) 2008}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehrsanbindung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:FFM Nidda Grillscher Altarm Nordufer Steg.jpg|miniatur|Grill’scher Altarm und Niedwald, vom Grüngürtel-Radweg aus gesehen]]&lt;br /&gt;
Der Niedwald kann mit Kraftfahrzeugen (Individualverkehr, öffentliche Verkehrsmittel), mit dem Fahrrad und zu Fuß erreicht werden. Die Buslinie 59 der [[Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main|Frankfurter Verkehrsgesellschaft VgF]] hat zwei Haltestellen an der Oeserstraße in kurzer Entfernung vom Waldrand, &amp;#039;&amp;#039;Neumarkt&amp;#039;&amp;#039; im Westen und &amp;#039;&amp;#039;Neufeld&amp;#039;&amp;#039; im Osten des Waldstücks.&amp;lt;ref&amp;gt;Rhein-Main Verkehrsverbund (RMV): &amp;#039;&amp;#039;Gesamtlinienplan Frankfurt am Main, Ausgabe 2012&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Westen ist der Niedwald über die [[Bundesautobahn 648]] erreichbar. In der Nähe der Autobahn-Anschlussstelle &amp;#039;&amp;#039;Ffm.-Neufeld (Messe-Abfahrt)&amp;#039;&amp;#039; befindet sich ein öffentlicher Parkplatz, erreichbar über &amp;#039;&amp;#039;Oeserstraße&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Neufeld&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gruenguertelkarte&amp;quot;/&amp;gt; Am Nordrand des Niedwaldes ist die Nidda zu beiden Seiten von Grüngürtel-Rundwanderweg beziehungsweise Grüngürtel-Radweg gesäumt, die Überquerung des Flusses ist an dem gegenüber dem &amp;#039;&amp;#039;Grill’schen Altarm&amp;#039;&amp;#039; liegenden &amp;#039;&amp;#039;Wehr Sossenheim&amp;#039;&amp;#039; möglich. Beide Wege sind ausgeschildert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gruenguertelkarte&amp;quot;/&amp;gt; Die Wanderwege im Niedwald selbst sind größtenteils unbefestigt und ebenerdig, durch den Wald führt ebenso ein Reitweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Adalbert Vollert: &amp;#039;&amp;#039;Nied am Main – Chronik eines Frankfurter Stadtteils&amp;#039;&amp;#039;. Heimat- und Geschichtsverein Nied e. V., Frankfurt&amp;amp;nbsp;1998&lt;br /&gt;
* Stadt Frankfurt am Main, Umweltamt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die GrünGürtel Freizeitkarte&amp;#039;&amp;#039;. 7. Auflage, 2011&lt;br /&gt;
* Stadt Frankfurt am Main, Umweltamt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stadtgewässer – Flüsse, Bäche, Altarme entdecken,&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt 2004. Darin: Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Altarme Nidda III – Griesheim, Sossenheim und Nied,&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;64&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{FrankfurtSeite|ArtikelID=101674|Objekt=Niedwald}}&lt;br /&gt;
* {{FrankfurtSeite|ArtikelID=31927|Objekt=Selzerbrunnen}}&lt;br /&gt;
* [https://waldwerk.mnjk.de/ Website des Vereins &amp;#039;&amp;#039;Waldwerk e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039;] (abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;April 2017)&lt;br /&gt;
* Die Geschichtswerkstatt Gallus berichtet Historisches und Aktuelles, 50. Ausgabe, Februar 2017, Blicke übern Tellerrand&amp;amp;nbsp;1: [https://www.caritas-frankfurt.de/cms/contents/caritas-frankfurt.de/medien/dokumente/quartiersmanagement/die-geschichtswerkst/50-die_geschichtswerkschaft_gallus_berichtet.pdf?d=a&amp;amp;f=pdf Das Heidenschloss im Griesheimer Wald (PDF-Datei)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=50.10919|EW=8.59205|type=landmark|region=DE-HE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in Hessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parkanlage in Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frankfurter Grüngürtel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frankfurter Stadtwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frankfurt-Griesheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frankfurt-Nied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Untermainebene]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>