<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Niedriglohnland</id>
	<title>Niedriglohnland - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Niedriglohnland"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Niedriglohnland&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T21:44:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Niedriglohnland&amp;diff=279385&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Risiken der Produktionsverlagerung in Niedriglohnländer */ Tippfehler entfernt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Niedriglohnland&amp;diff=279385&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-08-22T20:13:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Risiken der Produktionsverlagerung in Niedriglohnländer: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Niedriglohnland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (umgangssprachlich auch &amp;#039;&amp;#039;Billiglohnland&amp;#039;&amp;#039;, {{enS|low-wage country}}) gelten [[Staat]]en, in denen die [[Arbeitskosten]] deutlich unter dem Durchschnitt anderer Staaten liegen (so genanntes „Lohngefälle“). Gegensatz ist das [[Hochlohnland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Maßstab ist die [[volkswirtschaftliche Kennzahl]] der Arbeitskosten. Diese sind von Staat zu Staat für vergleichbare [[Erwerbstätigkeit]]en unterschiedlich, so dass sie Ursache für eine [[Arbeitsmigration]] sein können. Durch das [[Bestimmungslandprinzip]] (oder durch einen [[Mindestlohn]]) schützt ein Hochlohnland einerseits seine erworbene [[Produktivität]] und seinen [[Wohlstand]], andererseits gibt es den Niedriglohnländern die Möglichkeit, durch [[Lohnkonvergenz]] nachzuziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=i0eHudQx2FQC&amp;amp;pg=PA81&amp;amp;dq=hochlohnland&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwj4ipeGy-nhAhUKr6QKHXDOBb4Q6AEIUjAI#v=onepage&amp;amp;q=hochlohnland&amp;amp;f=false Heiner Flassbeck, &amp;#039;&amp;#039;50 einfache Dinge, die Sie über unsere Wirtschaft wissen sollten&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 81]&amp;lt;/ref&amp;gt; Denn die Arbeitsmigration kann dazu führen, dass im Niedriglohnland [[Arbeitskraft|Arbeitskräfte]] [[Knappheit|knapp]] werden und im Hochlohnland ein [[Angebotsüberschuss]] an Arbeitskräften – also [[Arbeitslosigkeit]] – entsteht. Daraus ergibt sich eine Nivellierungstendenz der Arbeitskosten (steigende im Niedriglohnland, sinkende im Hochlohnland).&amp;lt;ref&amp;gt;Eckhard Jesse/Armin Mitter, &amp;#039;&amp;#039;Die Gestaltung der deutschen Einheit: Geschichte, Politik, Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, 1992, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Niedriglohn|Niedriglöhne]] gibt es auch in [[Industriestaat|hochentwickelten Industrienationen]], darunter in den [[Vereinigte Staaten|USA]] und zunehmend auch in [[Deutschland]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/fernsehen/article6825950/Deutschland-ist-ein-Niedriglohnland-geworden.html Welt.de vom 18. März 2010, &amp;#039;&amp;#039;Deutschland ist Niedriglohnland geworden&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie gehören deshalb jedoch nicht zu den Niedriglohnländern, weil statistisch die Niedriglöhne lediglich einen geringen Anteil an den durchschnittlichen Arbeitskosten ausmachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft gehen mit den Niedriglöhnen auch schlechtere [[Arbeitsbedingungen (Betriebsverfassungsgesetz)|Arbeitsbedingungen]] einher mit geringen Standards bei [[Arbeitssicherheit]], [[Arbeitsschutz]], erlaubte [[Kinderarbeit]], fehlender [[Kündigungsschutz]] oder niedriger [[Qualifikation (Personalwesen)|Qualifikation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einstufung als Niedriglohnland ==&lt;br /&gt;
Wann ein Staat als Niedriglohnland eingestuft werden kann, ist umstritten. Die [[Weltbank]] bezeichnet alle Länder mit einem durchschnittlichen [[Pro-Kopf-Einkommen]] von weniger als 995 US-Dollar pro Jahr als Niedriglohnland.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.cesifo-group.de/de/ifoHome/facts/Glossar/11-Deutschland-in-der-Weltwirtschaft/Niedriglohnlaender.html |titel=CESifo-Gruppe München - Niedriglohnländer |zugriff=2018-09-12 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere Autoren gehen davon aus, dass alle Staaten als Niedriglohnland gelten, wenn ihr Lohnniveau mindestens 50 % unter dem Niveau Deutschlands liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=JsjlAgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA28&amp;amp;dq=Niedriglohnl%C3%A4nder&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiQ9JiL6-vhAhWM3KQKHSO8A00Q6AEILTAB#v=onepage&amp;amp;q=Niedriglohnl%C3%A4nder&amp;amp;f=false Ulrich Jürgens/Martin Krzywdzinski, &amp;#039;&amp;#039;Die neue Ost-West-Arbeitsteilung&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 28]&amp;lt;/ref&amp;gt; So standen im Jahr 2004 dem durchschnittlichen [[Arbeitsentgelt|Monatsgehalt]] von mehr als 4.000 Euro eines [[Softwareentwickler]]s in Deutschland ein durchschnittliches Monatseinkommen von 850 Euro in [[Lettland]], 450 Euro in [[Indien]], oder gar nur 50 bis 150 Euro in der südostasiatischen Region gegenüber. Beide Definitionen sind problematisch, weil erhebliche Unterschiede in der [[Geldwert|Kaufkraft]] einen Vergleich erschweren. Das kann durch [[Kaufkraftparität|Kaufkraftbereinigung]] oder einen [[Kaufkraftstandard]] behoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Der [[Ökonom]] [[Adam Smith]] ging im März 1776 davon aus, dass sich [[Außenhandel]] dann lohnt, wenn ein Gut in einem Land kostengünstiger hergestellt werden kann als im Ausland; hieraus entwickelte er in seinem Werk [[Der Wohlstand der Nationen]] die Theorie der [[Absoluter Kostenvorteil|absoluten Kostenvorteile]].&amp;lt;ref&amp;gt;Adam Smith, [[An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations]], 1776/1978, S. 64 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Smith betrachtete lediglich die Arbeitskosten, so dass ein Land mit höheren Arbeitskosten bestimmte Produkte von einem anderen Land importieren kann, wo die Arbeitskosten für diese Produkte niedriger sind. [[David Ricardo]] ging 1817 einen Schritt weiter und hielt Handel auch dann für vorteilhaft, wenn eines der Länder alle Produkte billiger anbieten kann ([[komparativer Kostenvorteil]]).&amp;lt;ref&amp;gt;David Ricardo, &amp;#039;&amp;#039;The Principles of Political Economy and Taxation&amp;#039;&amp;#039;, 1817, S. 184 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Einstufung der unterschiedlichen Arbeitskosten bedient sich der so genannten &amp;#039;&amp;#039;Atlas-Methode&amp;#039;&amp;#039; und erfolgt nach der Höhe des erwirtschafteten [[Bruttonationaleinkommen]]s ({{enS|gross national income}}, GNI) pro Kopf (Pro-Kopf-Einkommen). Das GNI ist im [[Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung|Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungssystem]] der UNO von 1993 an die Stelle der früher verwendeten volkswirtschaftlichen Kennzahl [[Bruttosozialprodukt]] (GNP) getreten. Es enthält alle von Inländern erzielten Einkommen, unabhängig davon, ob dies im Inland oder Ausland geschehen ist. Solange die hohen Arbeitskosten durch eine hohe [[Arbeitsproduktivität]] gerechtfertigt werden, stellen sie keinen [[Wettbewerbsnachteil]] zu anderen Staaten dar. Niedriglohnländer besitzen dagegen einen [[Wettbewerbsvorteil]] gegenüber Hochlohnländern, weil erstere wegen der geringen Arbeitskosten billiger produzieren können. Das ist jedoch nicht immer möglich, weil in Niedriglohnländern weder [[Qualifikation (Personalwesen)|qualifiziertes]] [[Arbeitsperson]]al noch die (industrielle) [[Infrastruktur]] vorhanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Globalisierung]] bedeutet auch, dass Teilbereiche der [[Wertschöpfungskette]] von Hochlohnländern in relativ arme Niedriglohnländer verlagert werden (etwa der Karosseriebau in der Automobilindustrie),&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=G4snBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA533&amp;amp;dq=hochlohnland+weltbank&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjyhZqVw-nhAhVGaFAKHcDhC90Q6AEINTAC#v=onepage&amp;amp;q=hochlohnland%20weltbank&amp;amp;f=false Paul J.J. Welfens, &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Wirtschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 533]&amp;lt;/ref&amp;gt; sofern Qualifizierung und Infrastruktur vorhanden sind. Diese Verlagerung heißt [[Outsourcing]] oder interkontinental [[Offshoring]]. So hat zwischen 1990 und 2007 stückzahlmäßig die Automobilproduktion in den Hochlohnländern um 5 % zugenommen, in den Niedriglohnländern jedoch um 251 %.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Jürgens/Martin Krzywdzinski, &amp;#039;&amp;#039;Die neue Ost-West-Arbeitsteilung&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 29&amp;lt;/ref&amp;gt; Wird in einem Hochlohnland produziert, kommen zur längeren [[Fertigungszeit]] noch die hohen Arbeitskosten und zusätzlich die höheren [[Gemeinkosten]] hinzu. Daraus ergeben sich bereits große Preisnachteile, die vom Markt kaum akzeptiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niedriglohnländer international ==&lt;br /&gt;
Kaufkraftbereinigt galt weltweit 2017 [[Liberia]] mit einem Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf von 710 US$ als ärmstes Niedriglohnland, gefolgt von [[Zentralafrikanische Republik]] (730), [[Burundi]] (770), [[Demokratische Republik Kongo]] (870), [[Niger]] (990), [[Malawi]] (1.180), [[Mosambik]] (1.200), [[Südsudan]] (1.440), [[Sierra Leone]] (1.480), [[Eritrea]] (1.500), [[Madagaskar]] (1.510), [[Komoren]] (1.570), [[Togo]] (1.620), [[Gambia]] (1.670), [[Guinea-Bissau]] (1.700), [[Burkina Faso]] (1.810) und [[Uganda]] (1.820). Erst danach folgte der erste nicht-afrikanische Staat mit [[Haiti]] (1.830). Das ärmste Niedriglohnland Europas ist der [[Kosovo]] (11.050), gefolgt von [[Albanien]] (12.120), [[Bosnien und Herzegowina]] (12:880), [[Serbien]] (14.040), [[Nordmazedonien]] (14.590), [[Montenegro]] (19.150), [[Bulgarien]] (20.500), [[Kroatien]] (24.700), [[Rumänien]] (25.150) oder [[Türkei]] (26.150).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berücksichtigt man die Arbeitskosten in Euro pro Stunde, so gehörten in der Europäischen Union folgende Staaten zu den Niedriglohnländern:&amp;lt;ref&amp;gt;Eurostat, Pressemitteilung 60/2018 vom 9. April 2018, &amp;#039;&amp;#039;Arbeitskosten in der EU&amp;#039;&amp;#039;, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|  class=&amp;quot;wikitable zebra sortable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-  &lt;br /&gt;
!| Land  || 2007 || 2017&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{EU}} || 22,80|| 26,80  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{BGR}} || 2,10|| 4,90&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{ROU}}  || 3,90|| 6,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{LTU}}  || 4,30|| 8,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{LVA}}  || 3,70 ||  8,10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{HUN}}  || 6,70||  9,10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{POL}}  || 6,70||  9,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische europäische Niedriglohnländer sind demnach Bulgarien, Rumänien oder Litauen. Je weiter östlich oder südöstlich ein Staat liegt, umso eher gehört er zu den Niedriglohnländern. Der Zeitvergleich zeigt die deutlich gestiegenen Arbeitskosten; ein empirischer Beweis für die eingetretene Lohnkonvergenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chancen und Risiken im globalisierten Wettbewerb ==&lt;br /&gt;
Das Lohngefälle zwischen Industrienationen und Niedriglohnländern bietet Unternehmen in Industrienationen Anreize zum [[Outsourcing]], [[Offshoring]] oder [[Nearshoring]], obgleich dem auch hohe [[Risiko|Risiken]] gegenüberstehen, welche die vermeintlichen [[Kostensenkung]]en konterkarieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chancen der Produktionsverlagerung in Niedriglohnländer ===&lt;br /&gt;
* Vorteilhaft ist u.&amp;amp;nbsp;a. die Chance auf [[Wirtschaftswachstum]] und Entstehung zahlreicher [[Arbeitsplatz|Arbeitsplätze]] – auch in wirtschaftlich benachteiligten Regionen.&lt;br /&gt;
* Während in Industrieländern gering entlohnte Arbeit und teilweise ganze [[Produktionsprozess]]e aus Gründen der Kostenersparnis an Outsourcing- und [[Subunternehmen]] ausgelagert werden, erlaubt es die Lohnstruktur der meisten Niedriglohnländer, diese Aufgaben im eigenen Unternehmen zu halten.&lt;br /&gt;
* Günstige Preise für Verbraucher.&lt;br /&gt;
* [[Lohndumping]] verschafft in den exportierenden Niedriglohnländern für dortige Exporteure [[Wettbewerbsvorteil]]e gegenüber konkurrierenden Exporteuren aus Hochlohnländern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Grundlagen_und_Probleme_der_Betriebswirt/XiHRDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Niedriglohnland+lohndumping&amp;amp;pg=PT73&amp;amp;printsec=frontcover Helmut Schmalen/Hans Pechtl, &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen und Probleme der Betriebswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2019, S. 69]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Auch niedrige oder fehlende [[Sozialstandard]]s durch geringe oder fehlende [[Lohnnebenkosten]] und [[Arbeitsbedingungen (Betriebsverfassungsgesetz)|Arbeitsbedingungen]] ([[Arbeitssicherheit]], [[Arbeitsschutz]], [[Kinderarbeit]] usw.) verbessern die Wettbewerbsvorteile in Niedriglohnländern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Risiken der Produktionsverlagerung in Niedriglohnländer ===&lt;br /&gt;
* [[Statistische Signifikanz|Signifikanter]] Mehraufwand für [[Kommunikation]], [[Koordination]], technische Infrastruktur.&lt;br /&gt;
* Erhebliche [[Geopolitik|geopolitische]] Unsicherheiten und [[Politisches Risiko|politische Risiken]] (regionale Kriege, ethnische und religiöse Konflikte sowie Terrorgefahren).&lt;br /&gt;
* Massive Infrastrukturprobleme (Gesundheitsversorgung, hygienische Zustände, Strom- und Wasserversorgung, Verkehrswegeanbindung).&lt;br /&gt;
* Starke [[Fluktuation|Mitarbeiterfluktuation]].&lt;br /&gt;
* Führungsprobleme (ergänzend auch Weigerung des Managements oder der Familienangehörigen zum Wohnortwechsel).&lt;br /&gt;
* Kulturelle Unterschiede und sprachliche Schwierigkeiten, die oft Missverständnisse auslösen.&lt;br /&gt;
* Nachteilig ist das häufige Fehlen von [[Arbeitsschutz]] und [[Arbeiter]]rechten, was die [[sozial]]e Problematik mittelfristig verstärken kann, sowie Probleme mit einseitigen [[Import]]-[[Export]]-Verhältnissen und im [[Umweltschutz]] (Mangel an entsprechenden Regelungen).&lt;br /&gt;
* Ein Sonderfall der Thematik ist die [[Maquila]]-Industrie in [[Lateinamerika]]. Sie hat beispielsweise den Norden [[Mexiko]]s zu einer dynamischen [[Wirtschaftszone]] gemacht, hat aber schlechte Arbeitsbedingungen, soziale Spannungen und Umweltverschmutzung zur Folge.&lt;br /&gt;
* Die Einhaltung der [[Umweltstandard]]s ist nicht immer gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bemühungen um eine Verbesserung für Beschäftigte ==&lt;br /&gt;
Viele [[Multinationale Unternehmen|Transnationale Unternehmen]] (TNU) sind inzwischen bemüht, bei ihren [[Lieferant]]en die Einhaltung von [[Sozialstandard]]s durchzusetzen. Ein wesentlicher Grund ist die öffentliche Kritik an den katastrophalen Arbeitsbedingungen etwa in der [[Bekleidungsindustrie]]. Das schädigt den Ruf bei verantwortungsbewussten Käufern aus Hochlohnregionen, die sich nicht auf Kosten schlechtbezahlter Arbeiter bereichern wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings kontrollieren nicht alle TNU die gesamte [[Zulieferkette]]. Die &amp;#039;&amp;#039;Clean Clothes Campaign&amp;#039;&amp;#039; hat eine Aktion gegen die Verletzung von Sozialstandards in [[Textilindustrie in Bangladesch|Tchibo-Zulieferbetrieben in Bangladesch]] gestartet: Die Arbeitszeiten betragen dort bis zu 90 Stunden die Woche. Arbeiterinnen werden entlassen, wenn sie sich gewerkschaftlich organisieren wollen. Viele dieser Aktionen bleiben aber halbherzig, da den schlechten Arbeitsbedingungen in diesen Ländern [[Wettbewerbsvorteil]]e bei den Kunden gegenüberstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist das [[Kaufverhalten]] in den Hochlohnregionen ein wesentlicher Beitrag zur Ausgestaltung der Arbeitsbedingungen in Niedriglohnländern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Verhandlungen um das [[Nordamerikanisches Freihandelsabkommen#Neue Verhandlungen 2018 und 2019|United States Mexico Canada Agreement]] (USMCA-Abkommen) ging es in den USA in den Verhandlungen mit Mexiko ausdrücklich auch darum, Mexikos Niedriglohnvorteil durch strengere Regeln zum [[Arbeitsrecht]] einschließlich einer Überwachung durch unabhängige Experten zu begrenzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.theguardian.com/us-news/2019/dec/10/us-mexico-canada-trade-deal-nafta|titel=US, Mexico and Canada sign revised trade deal to replace Nafta|werk=The Guardian|datum=2019-12-10|zugriff=2019-12-14|sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Zwar wird ein Teil des Lohnunterschieds durch eine höhere [[Kaufkraft (Konsum)|Kaufkraft]] in diesen Ländern aufgefangen, jedoch bezieht sich dieser überwiegend auf [[Dienstleistung]]en und vorwiegend lohnintensive Produkte, während sich Waren wie Medikamente bei vergleichbarer [[Qualität]] nur geringfügig im Preis unterscheiden. Billigeren Wohnungen stehen in diesen Ländern meist schlechte Wohnverhältnisse gegenüber. Zum Erwerb von [[Investitionsgut|Investitionsgütern]] müssen Arbeitnehmer eines Niedriglohnlandes ein Vielfaches an [[Arbeitszeit]] aufwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begleiterscheinungen der Niedriglöhne sind in diesen Ländern oft unsichere [[Arbeitsverhältnis]]se, mangelnde [[Hygiene]] und [[Arbeitssicherheit]], eine fehlende soziale Absicherung und [[Kinderarbeit]], da die Löhne der Eltern zum Unterhalt der Familien oft nicht ausreichend sind. Eine gewerkschaftliche Organisation ist in vielen dieser Länder mit hohen Risiken für die Arbeitnehmer verbunden, da sie von den Arbeitgebern systematisch behindert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Länder nach Bruttonationaleinkommen pro Kopf]]&lt;br /&gt;
* [[Sweatshop]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Niedriglohnland|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
* [http://www.iab.de/194/section.aspx/Publikation/k130722301 IAB: Erwerbseinkommen - Deutsche Geringverdiener im europäischen Vergleich]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1180513487|VIAF=7878155286601187180007|REMARK=Ansetzungsform GND: „Low-income Countries“.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitsmarkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Choronym]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Globalisierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Globalisierungskritischer Begriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsgeographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Geographie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>