<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Niederstwertprinzip</id>
	<title>Niederstwertprinzip - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Niederstwertprinzip"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Niederstwertprinzip&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-22T03:01:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Niederstwertprinzip&amp;diff=74519&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Süffisante Miene: /* Arten */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Niederstwertprinzip&amp;diff=74519&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-02-09T12:24:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Arten&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Niederstwertprinzip&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist bei der [[Bilanzierung]] und im [[Rechnungswesen]] einer der [[Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung]], wonach [[Vermögensgegenstand|Vermögensgegenstände]], für die mehrere [[Wertkonvention]]en in Frage kommen, mit dem niedrigeren [[beizulegender Wert|beizulegenden Wert]] in der [[Bilanz]] angesetzt werden &amp;#039;&amp;#039;müssen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;können&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Die Vermögensgegenstände müssen vor dem [[Bilanzstichtag]] [[Anschaffung|angeschafft]] oder [[Produktion|hergestellt]] worden sein, so dass bei ihnen bis zum Bilanzstichtag eine Wertveränderung ([[Wertminderung]] oder [[Zuschreibung (Rechnungswesen)|Werterhöhung]]) eintreten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vermögensgegenstand kann mehrere Wertkonventionen wie [[Anschaffungskosten|Anschaffungs-]] oder [[Herstellungskosten]], [[Börsenpreis]]e oder [[Marktpreis]]e aufweisen. Sind diese Werte für denselben Vermögensgegenstand unterschiedlich, so muss oder kann der niedrigste Wert bei der [[Bewertung  (Rechnungswesen)|Bewertung]] am Bilanzstichtag zugrunde gelegt werden. Diese Bewertungsvorschriften regeln, welcher [[Buchwert]] einer [[Bilanzposition]] zugeordnet werden kann oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Das_neue_Lexikon_der_Betriebswirtschafts/eWbpBQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Niederstwertprinzip+lexikon&amp;amp;pg=PA642&amp;amp;printsec=frontcover Wolfgang Hufnagel/Wolfram Holdt, &amp;#039;&amp;#039;Jahrsabschluss nach deutschem Recht&amp;#039;&amp;#039;, in: Siegfried G. Häberle (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Das neue Lexikon der Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 642]&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch das Niederstwertprinzip werden mögliche [[Jahresfehlbetrag|Verluste]] bereits vor ihrer [[Veräußerung|Realisation]] berücksichtigt, wodurch der [[Bilanzierungsgrundsätze|Bilanzierungsgrundsatz]] des Niederstwertprinzips gleichzeitig auch das [[Vorsichtsprinzip|Vorsichts-]], [[Realisationsprinzip|Realisations-]] und das [[Imparitätsprinzip]] erfüllt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Kompakt_Lexikon_Modernes_Rechnung/CKsdBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Niederstwertprinzip+lexikon&amp;amp;pg=PA195&amp;amp;printsec=frontcover Wolfgang Becker/Stefan Lutz, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Kompakt-Lexikon Modernes Rechnungswesen&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 195]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
[[Rechtsgrundlage]] für das Niederstwertprinzip ist {{§|253|hgb|juris}} [[Handelsgesetzbuch|HGB]]. In diesem [[Rechnungslegungsstandard]] wird zwischen [[Anlagevermögen|Anlage-]] und [[Umlaufvermögen]] unterschieden:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Expert_Lexikon_Bilanzierung/z0Z8lR3LeZcC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Niederstwertprinzip+lexikon&amp;amp;pg=PA154&amp;amp;printsec=frontcover Ernst Hache/Heinz Sander, &amp;#039;&amp;#039;Expert-Lexikon Bilanzierung&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 154]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;gemilderte Niederstwertprinzip&amp;#039;&amp;#039; des § 253 Abs. 3 HGB gilt für das [[Anlagevermögen]]. Hier sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten um planmäßige [[Abschreibung]]en zu vermindern. Liegt &amp;#039;&amp;#039;keine&amp;#039;&amp;#039; voraussichtlich dauernde [[Wertminderung]] vor, &amp;#039;&amp;#039;müssen&amp;#039;&amp;#039; die Anschaffungs- oder Herstellungskosten beibehalten werden.&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;strenge Niederstwertprinzip&amp;#039;&amp;#039; des § 253 Abs. 4 HGB gilt beim [[Umlaufvermögen]]. Sind am Bilanzstichtag die Börsenkurse oder Marktpreise niedriger als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, &amp;#039;&amp;#039;müssen&amp;#039;&amp;#039; die Börsenkurse oder Marktpreise angesetzt werden. Steigt der Wert nicht abnutzbarer Teile des Anlagevermögens in späteren [[Geschäftsjahr]]en wieder oder fallen die Gründe für die Abschreibungen weg, &amp;#039;&amp;#039;muss&amp;#039;&amp;#039; eine [[Zuschreibung (Rechnungswesen)|Zuschreibung]] vorgenommen werden, wobei der neue Ansatz die fortgeführten Anschaffungskosten nicht überschreiten darf ({{§|253|hgb|juris}} Abs. 5 HGB).&lt;br /&gt;
Ob das strenge oder gemilderte Niederstwertprinzip gilt, hängt von drei Voraussetzungen ab:&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Hache/Heinz Sander, &amp;#039;&amp;#039;Expert-Lexikon Bilanzierung&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 155&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ob Anlage- oder Umlaufvermögen von der Wertminderung betroffen ist,&lt;br /&gt;
* ob die Wertminderung bloß temporär oder dauerhaft ist und&lt;br /&gt;
* welche [[Rechtsform]] das bilanzierende Unternehmen aufweist.&lt;br /&gt;
Bei der Rechtsform wird unterschieden zwischen [[Personengesellschaft|Personen-]] und [[Kapitalgesellschaft]]en:&amp;lt;ref&amp;gt;Jochen Sigloch, &amp;#039;&amp;#039;Betriebswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Harm Peter Westermann]]/Johannes Wertenbruch (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Personengesellschaften&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1994, S. 554; ISBN 978-3-504-33152-8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Bilanzposition]]&lt;br /&gt;
! gemildertes &amp;lt;br /&amp;gt; Niederstwertprinzip&lt;br /&gt;
! strenges &amp;lt;br /&amp;gt; Niederstwertprinzip&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Anlagevermögen]]&lt;br /&gt;
| {{ja}} || {{nein}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Umlaufvermögen]]&lt;br /&gt;
| {{nein}} || {{ja}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiervon gibt es Ausnahmen. Bei [[Kreditinstitut]]en dürfen gemäß {{§|340e|hgb|juris}} Abs. 1 HGB [[Wertpapier]]e und [[Forderung]]en ([[Kredit]]e) des [[Finanzanlage]]vermögens nach dem &amp;#039;&amp;#039;gemilderten Niederstwertprinzip&amp;#039;&amp;#039; bewertet werden. Im [[Bankwesen]] können verlustbringende, nicht nur temporäre Wertminderungen aus Kursrückgängen bei [[Anleihe]]n als [[Aktiva]] (wie bei der [[Silicon Valley Bank]] im März 2023) in den [[EU-Mitgliedstaaten]] dadurch verhindert werden, dass nach {{§|340e|hgb|juris}} Abs. 1 HGB (oder gleichlautenden Vorschriften in anderen EU-Mitgliedstaaten) eine [[Bankbilanz-Bewertung#Umwidmung|Umwidmung]] dieser [[Finanzinstrument]]e vom [[Held for Trading]] ([[Umlaufvermögen]]) in [[Held to Maturity]] ([[Finanzvermögen]]) vorgenommen wird. Die Voraussetzung für eine [[Umwidmung]] aus dem [[Handelsbuch]] in das [[Anlagebuch]] ist ausnahmsweise gegeben, wenn außergewöhnliche Umstände zu einer Aufgabe der Handelsabsicht durch das Kreditinstitut führen (§ 340e Abs. 3 HGB) und die Finanzinstrumente eine [[Laufzeit (Wirtschaft)|Restlaufzeit]] von mindestens einem Jahr aufweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Institut der Wirtschaftsprüfer]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;RH HFA 1.014 Umwidmung&amp;#039;&amp;#039;, 2022, S. 59&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein „außergewöhnlicher Umstand“ kann eine [[Marktstörung]] in Form einer [[Finanzkrise]] sein wie beispielsweise die [[Subprime-Krise]] ab 2007.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BT-Drs|16|12407}} vom 24. März 2009, &amp;#039;&amp;#039;Beschlussempfehlung und Bericht des Rechtsausschusses (6. Ausschuss) zu dem Gesetzentwurf der Bundesregierung&amp;#039;&amp;#039;, S. 80 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Gaber, &amp;#039;&amp;#039;Bankbilanz nach HGB&amp;#039;&amp;#039;, 2018, S. 193 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Höchstwertprinzip ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Höchstwertprinzip}}&lt;br /&gt;
Das für [[Verbindlichkeit]]en und [[Rückstellung]]en geltende Höchstwertprinzip ergibt sich durch analoge Anwendung des Niederstwertprinzips auf der [[Passivseite]] der Bilanz und besagt, dass [[Schulden]] (insbesondere [[Fremdwährungsschuld]]en) mit dem höchstmöglichen Rückzahlungsbetrag zu bilanzieren sind und Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach [[Vernünftige kaufmännische Beurteilung|vernünftiger kaufmännischer Beurteilung]] notwendigen [[Erfüllungsbetrag]]es zu passivieren sind (§ 253 Abs. 1 HGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Steuerbilanz ==&lt;br /&gt;
In der [[Steuerbilanz]] kann nur bei voraussichtlich &amp;#039;&amp;#039;dauerhafter&amp;#039;&amp;#039; Wertminderung auf den niedrigeren [[Teilwert]] abgeschrieben werden ({{§|6|estg|juris}} Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 [[Einkommensteuergesetz (Deutschland)|EStG]]). Seit der Neufassung des {{§|5|estg|juris}} Abs. 1 Satz 1 letzter Hs. EStG können steuerliche Wahlrechte – wie bspw. der Ansatz des niedrigeren Teilwerts – unabhängig von dem Ansatz in der Handelsbilanz ausgeübt werden. Die bis zum [[BilMoG]] bestehende Abschreibungspflicht auf den niedrigeren Wert auf Grund der [[Maßgeblichkeitsprinzip|Maßgeblichkeit]] nach {{§|5|estg|juris}} Abs. 1 Satz 1 EStG findet somit nur noch in Altfällen Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== International ==&lt;br /&gt;
;{{AUT}}&lt;br /&gt;
Die Regelung des Niederstwertprinzips entspricht der in Deutschland. Das gemäßigte Niederstwertprinzip des {{§|204|UGB|RIS-B|DokNr=NOR40214161}} Abs. 2 [[Unternehmensgesetzbuch|UGB]] sieht vor, dass Gegenstände des Anlagevermögens bei voraussichtlich dauernder Wertminderung ohne Rücksicht darauf, ob ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist, außerplanmäßig auf den niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert abzuschreiben sind. Bei Finanzanlagen dürfen solche Abschreibungen auch vorgenommen werden, wenn die Wertminderung voraussichtlich nicht von Dauer ist. Beim strengen  Niederstwertprinzip des {{§|207|UGB|RIS-B|DokNr=NOR40214162}} UGB sind bei Gegenständen des Umlaufvermögens Abschreibungen vorzunehmen, um sie mit dem Wert anzusetzen, der sich aus dem niedrigeren Börsenkurs oder Marktpreis am Abschlussstichtag ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;{{CHE}}&lt;br /&gt;
Das [[Vorsichtsprinzip]] ist in {{Art.|960|OR|ch}} Abs. 2 [[Obligationenrecht (Schweiz)|OR]] kodifiziert. Bestehen nach Art. 960 Abs. 3 OR konkrete Anzeichen für eine Überbewertung von Aktiven oder für zu geringe Rückstellungen, so sind die Werte zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Bei ihrer Ersterfassung müssen die Aktiven höchstens zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet werden ({{Art.|960a|OR|ch}} OR), in der Folgebewertung dürfen Aktiva nicht höher bewertet werden als zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten. {{Art.|960b|OR|ch}} OR: In der Folgebewertung dürfen Aktiva mit Börsenkurs oder einem anderen beobachtbaren Marktpreis in einem aktiven Markt zum Kurs oder Marktpreis am Bilanzstichtag bewertet werden, auch wenn dieser über dem [[Nennwert]] oder dem Anschaffungswert liegt. {{Art.|960c|OR|ch}} OR: Liegt in der Folgebewertung von Vorräten und nicht [[Fakturierung|fakturierten]] [[Dienstleistung]]en der Veräußerungswert unter Berücksichtigung noch anfallender Kosten am Bilanzstichtag unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, so muss dieser Wert eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;IFRS&lt;br /&gt;
Die [[IFRS]] kennen kein allgemeines Niederstwertprinzip, jedoch finden sich in zahlreichen Standards Regelungen zum Ansatz eines niedrigeren Werts bei Wertverlusten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Rechnungslegung_und_Bilanztheorie/NUPpBQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Niederstwertprinzip&amp;amp;pg=PA149&amp;amp;printsec=frontcover Joachim S. Tanski, &amp;#039;&amp;#039;Rechnungslegung und Bilanztheorie&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 149 FN 567]&amp;lt;/ref&amp;gt; So gelten für die Bewertung des [[Lagerbestand]]s nicht die Anschaffungskosten (wie beim HGB), sondern die Netto-[[Verkaufspreis]]e ({{enS|net realisable value}}).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/IFRS/VOpqijdy6q8C?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Niederstwertprinzip+ifrs&amp;amp;pg=PA63&amp;amp;printsec=frontcover Jörg Wöltje, &amp;#039;&amp;#039;IFRS&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 63]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach [[IAS 36]].59 f. ist ein überhöhter Buchwert der [[Lagerbestand|Vorräte]] durch eine Wertminderung am Bilanzstichtag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Die vom HGB abweichenden Vorschriften der IFRS &amp;#039;&amp;#039;müssen&amp;#039;&amp;#039; von deutschen [[kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft|kapitalmarktorientierten Kapitalgesellschaften]] übernommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Während beim gemilderten Niederstwertprinzip eine lediglich temporäre Wertminderung am Bilanzstichtag zur Beibehaltung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten führt, spielt beim strengen Niederstwertprinzip die Dauer der Wertminderung keine Rolle – der niedrigere Buchwert ist stets anzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Bilanzen/AVDNBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Niederstwertprinzip&amp;amp;pg=PA92&amp;amp;printsec=frontcover Gerhard Kostka, &amp;#039;&amp;#039;Bilanzen&amp;#039;&amp;#039;, 1978, S. 92]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Niederstwertprinzip schränkt das Realisationsprinzip für Wertminderungen ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Lexikon_der_Betriebswirtschaft/N5BdDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Niederstwertprinzip+lexikon&amp;amp;pg=PA64&amp;amp;printsec=frontcover Günter Wöhe, &amp;#039;&amp;#039;Bewertungsgrundsätze&amp;#039;&amp;#039;, in: Wolfgang Lück (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Betriebswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 87]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das strenge Niederstwertprinzip sorgt dafür, dass nicht realisierte Gewinne nicht berücksichtigt werden dürfen, dafür aber potenzielle Verluste zu berücksichtigen sind (Imparitäts-, Realisations- und Vorsichtsprinzip werden erfüllt). Dadurch wird die [[Ertragslage]] tendenziell ungünstiger dargestellt als sie ohne Niederstwertprinzip wäre. Das Niederstwertprinzip dient deshalb auch dem [[Gläubigerschutz|Gläubiger-]] und [[Anlegerschutz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Adolf G. Coenenberg]], Axel Haller, Gerhard Mattner, Wolfgang Schultze: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in das Rechnungswesen: Grundzüge der Buchführung und Bilanzierung&amp;#039;&amp;#039;, 4. Auflage. Schäffer-Poeschel Verlag, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-7910-3085-2&lt;br /&gt;
* Siegfried Schmolke, Manfred Deitermann, u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Industrielles Rechnungswesen IKR. Finanzbuchhaltung – Analyse und Kritik des Jahresabschlusses – Kosten- und Leistungsrechnung&amp;#039;&amp;#039;, 38. Auflage, Winklers Verlag 2009, ISBN 978-3-8045-6652-1&lt;br /&gt;
* Gerhard Scherrer: &amp;#039;&amp;#039;Rechnungslegung nach neuem HGB&amp;#039;&amp;#039;, 3. Auflage, Vahlen Verlag, München 2010, ISBN 978-3-8006-3787-4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bilanzrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bilanzrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bilanzsteuerrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchführung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechnungswesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Süffisante Miene</name></author>
	</entry>
</feed>