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	<title>Niederlausitz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Yoursmile: +Wikt</title>
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		<updated>2026-02-22T08:27:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Wikt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Niederlausitz Wappen.png|mini|hochkant|[[Vollwappen]] der Niederlausitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Niederlausitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{dsbS|Dolna Łužyca}}, {{hsbS|Delnja Łužica}}, {{plS|Dolne Łużyce}}) ist eine [[Region]] und ein ehemaliges Territorium im Süden des Landes [[Brandenburg]], im nördlichen [[Sachsen]] und im Westen [[Polen]]s. Ihr Zentrum ist die Stadt [[Cottbus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist der nördliche Teil der [[Lausitz]]. In der Niederlausitz ist, wie auch in der südlich angrenzenden [[Oberlausitz]], das [[Westslawen|westslawische]] Volk der [[Sorben]] beheimatet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Majestätssiegel König Wenzels IV. von Böhmen 1363 (Pelzel).jpg|mini|Majestätssiegel König Wenzels IV. von Böhmen 1363. Unter dem Thron das Wappen der Niederlausitz.]]&lt;br /&gt;
Ein Landeswappen der Niederlausitz ist erstmals 1363 im großen Majestätssiegel des Böhmischen Thronfolgers [[Wenzel (HRR)|Wenzel&amp;amp;nbsp;IV.]] belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ivan Hlaváček |Titel=Das Urkunden- und Kanzleiwesen des böhmischen und römischen Königs Wenzel (IV.) 1376-1419. Ein Beitrag zur spätmittelalterlichen Diplomatik |Reihe=Schriften der Monumenta Germaniae historica |BandReihe=23 |Ort=Stuttgart |Verlag=Hiersemann |Datum=1970 |Seiten=76}} Eine Abbildung des Siegels bei {{Literatur |Autor=Otto Posse |Titel=Die Siegel der deutschen Kaiser und Könige von 751 bis 1806 |Band=2 |Ort=Dresden |Verlag=Baensch |Datum=1910 |Fundstelle=Tfl. 7 |Online=https://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN840591233}} Eine Umzeichnung gibt {{Literatur |Autor=František Martin Pelcl |Titel=Lebensgeschichte des Römischen und Böhmischen Königs Wenceslaus |Band=1 |Ort=Prag |Datum=1788 |Fundstelle=Tfl. 1, Abb. 3 |Online=https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10010853?page=499}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenig später führt das Wappen auch Herzog [[Bolko II. (Schweidnitz)|Bolko II. von Schweidnitz]]  in seinem Siegel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Bauch |Titel=Die Siegel Herzog Bolkos II. von Schweidnitz, Pfandherr der Lausitz mit besonderer Berücksichtigung des ältesten Wappens der Lausitz resp. Niederlausitz |Sammelwerk=Schlesiens Vorzeit in Wort und Bild |Band=4 |Nummer=48 |Datum=1881 |Seiten=39-44 |Online=https://archive.org/details/kpbc.umk.pl.Gromadzenie_POPC_030_03_252471/page/39}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Farben beschreibt anlässlich des Trauerzugs für Kaiser [[Karl IV. (HRR)|Karl IV.]] erstmals 1378 die Augsburger Chronik in Gestalt der Landesfahne als &amp;#039;&amp;#039;ain panier weizz mit ainem rotten ochsen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Die Chronik der Stadt Augsburg |Sammelwerk=Die Chroniken der Schwäbischen Städte |Band=1 |Reihe=Die Chroniken der Deutschen Städte vom 14. bis ins 16. Jahrhundert |BandReihe=4 |Ort=Leipzig |Verlag=Hirzel |Datum=1865 |Seiten=61 |Online=https://archive.org/details/diechronikender11kommgoog/page/n124}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erste farbige Darstellung findet sich im [[Wappenbuch]] von Bergshammar aus der Mitte des 15. Jahrhunderts.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Bergshammars vapenbok |Kommentar=ca. 1440 |Fundstelle=S. 16 |Online=https://sok.riksarkivet.se/bildvisning/R0001216_00012}} Dort als &amp;#039;&amp;#039;Querlets&amp;#039;&amp;#039; ([[Johann (Görlitz)|Herzogtum Görlitz]]) bezeichnet, dem  der östliche Teil der Niederlausitz von 1377 bis 1396 angehörte. Weitere Fundstellen in Wappenbüchern, vgl. {{Literatur |Autor=Steen Clemmensen |Titel=The Lyncenich Armorial |Online=https://www.armorial.dk/french/Lyncenich.pdf |Seiten=96}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wappen stellt einen mal stehenden, mal schreitenden roten [[Stier (Wappentier)|Stier]] in Silber dar. Wie das [[Wappen der Stadt Bautzen|Wappen der Oberlausitz]] entspricht das Wappen der Niederlausitz dem einer der landesherrlichen Städte, jedoch nicht dem Sitz der Niederlausitzer Landvogtei [[Lübben (Spreewald)|Lübben]], sondern dem der Stadt [[Luckau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Geschichte der Niederlausitz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlausitz tritt erstmals im [[Bayerischer Geograph|Bayerischen Geograph]] als Siedlungsgebiet der slawischen [[Lusitzi]] in das Licht schriftlicher Überlieferung. Im Verlauf des 10. Jahrhunderts werden diese unterworfen, tributpflichtig gemacht und in die [[Sächsische Ostmark]] und das [[Bistum Meißen]] einbezogen. Vom 11. bis zum 14. Jahrhundert war das als Mark Lausitz bezeichnete Gebiet immer wieder zwischen den benachbarten Fürstengeschlechtern der [[Haus Wettin|Wettiner]], [[Askanier]] und [[Piasten]] umstritten. 1364 erwarben die [[Haus Luxemburg|Luxemburger]] die Niederlausitz und machten sie zu einem böhmischen Kronland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am hochmittelalterlichen Landesausbau hatte die slawische Bevölkerung einen ebenso hohen Anteil wie Einwanderer aus den westlichen Reichsgebieten. In großen Teilen des Landes herrschte bis weit in die Neuzeit die [[Niedersorbische Sprache|sorbische (wendische) Sprache]] vor. Auch in den Städten der Niederlausitz gab es einen bedeutenden slawischsprachigen Bevölkerungsanteil. Herausragende Wirtschaftsfaktoren waren schon im 12. Jahrhundert Fischfang bzw. [[Fischzucht]], der seit der Eisenzeit betriebene Abbau von [[Raseneisenstein|Raseneisenerz]] und der [[Weinbau]] um [[Guben]]. Die dominierende politische Kraft im Land waren die [[Standesherrschaft|Standesherren]]. Mit Ausnahme des bis 1817 fortbestehenden [[Kloster Neuzelle|Klosters Neuzelle]] wurde die Niederlausitz nach der [[Reformation]] protestantisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] erwarben 1635 die Wettiner Ober- und Niederlausitz. Die [[Herrschaft Cottbus]] befand sich allerdings bereits seit 1445 im Besitz der brandenburgischen [[Hohenzollern]], was zusammen mit dem [[Traditionsrezess]] die Entwicklung der [[Absolutismus|absolutistischen]] Landesherrschaft erheblich behinderte. Zollstreitigkeiten hemmten auch die Entwicklung der Niederlausitzer Wirtschaft. Auf dem [[Wiener Kongress]] wurde die Niederlausitz 1815 [[Königreich Preußen|Preußen]] zugesprochen und in dessen Verwaltungsstruktur integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor der [[Industrialisierung]] entwickelten sich besonders solche Gewerbe, die von den naturräumlichen Vorteilen der Niederlausitz profitierten, zum Beispiel ein auf den Export nach Berlin ausgerichteter Obst- und Gemüseanbau (Guben, [[Spreewald]]), sowie eine auf Holz-, später [[Braunkohle]], als Energieträger aufbauende Glas- und Hüttenindustrie. Durch [[Autarkie]]politik und Kohleverstromung getrieben, entwickelte sich besonders seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts der Braunkohlenbergbau rasant. In den Städten der Niederlausitz dominierte die Textilindustrie. Staatliche [[Unterdrückungspolitik gegenüber Sorben in Preußen und im Nationalsozialismus|Germanisierungspolitik]] und die gesellschaftlichen Umwälzungen der Industriegesellschaft führten seit dem 19. Jahrhundert zu einem sukzessiven Rückgang der [[Niedersorbische Sprache|niedersorbischen Sprachausübung]], dem sich Vereine wie die [[Maćica Serbska|Maśica Serbska]] und später die [[Domowina]] entgegenstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Gründung des [[Bezirk Cottbus|Bezirks Cottbus]] entstand 1952 erstmals seit 1815 wieder ein politisches Territorium, dass hauptsächlich aus dem historischen Kerngebiet der Niederlausitz bestand. Explizit als „Energiebezirk“ gebildet, war er durch Braunkohlenabbau und -verstromung geprägt. Daneben wurde die Textilindustrie ([[VEB Chemiefaserwerk Guben]]) entwickelt. Prägend war auch die starke Militarisierung der DDR-Gesellschaft mit ihren zahlreichen Militärstandorten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1990 ist die Niederlausitz Teil des Landes Brandenburg. Die Kreisreform von 1993 nahm auf die historische Landschaft Niederlausitz nur bedingt Rücksicht und richtete vorrangig die Kreise auf das wirtschaftliche Zentrum Berlin aus. Durch Konfrontation mit dem [[Weltmarkt]], Abwanderung, [[Friedensdividende|Entmilitarisierung]], [[Ökonomisierung]] des Braunkohlenbergbaus und in den letzten Jahren auch eine gezielte [[Dekarbonisierung]]spolitik befindet sich das Gebiet der Niederlausitz in einem anhaltenden, tiefgreifenden [[Regionaler Strukturwandel|Strukturwandel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie und Natur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lausitz map 18thC.jpg|mini|hochkant=1.2|Die Niederlausitz (grün) zu Beginn des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
Das Territorium der Niederlausitz ist begrenzt durch die Flüsse [[Spree]] im Norden, [[Bober]] im Osten, [[Schwarze Elster]] im Süden und [[Dahme (Fluss)|Dahme]] im Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nördliche Grenze der Niederlausitz verläuft nördlich von [[Golßen]] bis Hartmannsdorf, folgt dem Spreebogen bzw. der Spree über [[Schlepzig]], [[Pretschen]] weiter nördlich bis Zaue zum [[Schwielochsee]]. Von dort geht es nördlich [[Friedland (Niederlausitz)|Friedland]] und [[Mixdorf]] in der [[Ziltendorfer Niederung]] an die Oder und schließlich ostwärts bis Niemaschkleba (poln. [[Chlebowo (Gubin)|Chlebowo]]), einem Teil der Landgemeinde [[Gubin]], in Polen. Die östliche Grenze verläuft in Polen etwa entlang der Linie Niemaschkleba–Sommerfeld.&lt;br /&gt;
Der Ort Sommerfeld (poln. [[Lubsko]]) selbst gehört nicht zur Niederlausitz. Die Grenze folgt dann ab Legel (poln. Lagoda) bis Christianstadt (poln. [[Krzystkowice]]) dem [[Bober]] und biegt westlich des Bober nach Kunzendorf (poln. Kunice Żarskie), einem südöstlichen Stadtteil von Sorau (poln. [[Żary]]) ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Südosten bildet etwa die Linie Kunzendorf bis Groß Särchen (poln. [[Żarki Wielkie]]) an der Lausitzer Neiße die Grenze und folgt von dort entlang der ehemaligen brandenburgisch-sächsischen Grenze (bis zum Jahr 1952) zur Schwarzen Elster dieser dann bis [[Lauchhammer]] (früher Mückenberg). Im Südwesten wechselte die Grenze für die Niederlausitz als Verwaltungsgebiet (u.&amp;amp;nbsp;a. Markgrafschaft) mehrfach. So gehörten Finsterwalde, Senftenberg, Doberlug-Kirchhain und Sonnewalde, jede Stadt für sich, in unterschiedlichen Epochen auch mal zu sächsischem Gebiet. Auf Karten ist die Grenze zwischen der Herrschaft Dobrilugk, heute &amp;#039;&amp;#039;Doberlug-Kirchhain&amp;#039;&amp;#039; und der [[Grafschaft Brehna]] als am stabilsten erkennbar. Seit 1993 gibt es den [[Landkreis Elbe-Elster]], abgeleitet vom [[Elbe-Elster-Land]], womit man die westliche Grenze entweder der alten Linie [[Buchhain]] über [[Trebbus]] und [[Luckau]] bis Schenkendorf (westlich von [[Golßen]]), oder entlang des [[Landkreis Oberspreewald-Lausitz|Landkreises Oberspreewald-Lausitz]] sehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:SreuobstHl3.jpg|mini|hochkant=1.2|Landschaftsbild der Niederlausitz]]&lt;br /&gt;
Das in Deutschland liegende Teilgebiet der Niederlausitz gehört zum [[Norddeutsches Tiefland|norddeutschen Tiefland]]. Durch sie zieht sich der [[Lausitzer Grenzwall]], ein Teil des [[Südlicher Landrücken|südlichen Landrückens]], der sich nordwestlich im [[Fläming|Niederen Fläming]] fortsetzt. Es handelt sich dabei um die Haupt[[endmoräne]] des Warthestadiums der [[Saale-Komplex|Saaleeiszeit]]. Die höchste Erhebung des Lausitzer Grenzwalls (und damit der Niederlausitz) ist der 227&amp;amp;nbsp;m hohe [[Rückenberg]] ({{plS|Góra Żarska}}) bei [[Żary]]. Der Südliche Landrücken stellt hier eine [[Wasserscheide]] dar. Entlang einer breiten parallelen Linie durch [[Finsterwalde]] bis [[Calau]] ([[Calau#Geografie|&amp;#039;&amp;#039;Calauer Schweiz&amp;#039;&amp;#039;]]) entspringen kleine Flüsse wie die [[Kleine Elster]] und Bäche, die meist nach Norden fließen und im [[Spreewald]] in die [[Spree]] münden. Durchbrüche haben die von Süden kommenden Flüsse [[Dahme (Fluss)|Dahme]], Spree und [[Lausitzer Neiße|Neiße]] geschaffen. Südlich des Lausitzer Grenzwalls schließt sich das [[Urstromtal]] der [[Schwarze Elster|Schwarzen Elster]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit des frühen [[Weichsel-Kaltzeit|Weichselhochglazials]] war während des Brandenburger Stadiums (vor ca. 19.600 bis 19.000 Jahren) nur die nördliche Niederlausitz vergletschert. Die Reste der stark verwitterten und teilweise völlig abgetragenen Endmoränenzüge dieses Stadiums und die dazugehörigen [[Sander]]flächen befinden sich nördlich des Spreewaldes. Zu dieser jüngeren [[Glaziale Serie|glazialen Serie]] gehört als Abflussrinne das [[Glogau-Baruther Urstromtal]], deren Bett in der Niederlausitz von der [[Malxe]] und der [[Spree]] genutzt wird, die sich hier zum [[Spreewald]] verzweigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oberfläche der Niederlausitz wurde grundlegend im ausgehenden [[Mittelpleistozän]] vor ca. 150.000 Jahren geschaffen und in den folgenden Epochen des [[Pleistozän|Jungpleistozäns]] und des [[Holozän]]s glaziär, vor allem aber [[Periglazial|periglaziär]] durch Verwitterung, Abtragung, Ausspülung und Verwehung sowie durch [[Äolisches Sediment|äolische]] und [[Fluviatiles Sediment|fluviatile Sedimentation]] geformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Bodenschätzen finden sich neben Braunkohle und Kies auch tiefliegende Vorkommen von Kupfer, die sich von Spremberg und Weißwasser bis ins polnische [[Lubin]] erstrecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzte tiefgreifende Veränderungen in der Landschaft entstanden seit den 1930er Jahren, sowie verstärkt zu [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]-Zeiten durch das Anlegen großer [[Braunkohlebergbau|Braunkohletagebaue]], denen über 100 [[Liste der abgebrochenen Orte im Lausitzer Kohlerevier|Dörfer zum Opfer fielen]]. Bis in die Gegenwart werden Orte zerstört, so [[Horno (Jänschwalde)|Horno]], [[Lakoma]] oder [[Kausche (Drebkau)|Kausche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewässer und Landschaften ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lausitzer Seenland 2008.jpg|mini|Lausitzer Seenland]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kiefernwald.JPG|mini|Typischer Kiefernforst (Plantagenwald) der Niederlausitz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Spreewald 04-2016 img03 Spree near Luebbenau.jpg|mini|Spreewald bei Lübbenau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ &amp;#039;&amp;#039;Siehe auch: [[Lausitzer Seenland]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flüsse ====&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* [[Berste]]&lt;br /&gt;
* [[Lausitzer Neiße]]&lt;br /&gt;
* [[Malxe]]&lt;br /&gt;
* [[Oder]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* [[Oelse (Oder-Spree)|Oelse]]&lt;br /&gt;
* [[Schlaube]]&lt;br /&gt;
* [[Schwarze Elster]]&lt;br /&gt;
* [[Spree]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Landschaften und Naturräume ====&lt;br /&gt;
* [[Lausitzer Grenzwall]]&lt;br /&gt;
* [[Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft]], zum Teil im heutigen [[Elbe-Elster-Land]]&lt;br /&gt;
* [[Naturpark Niederlausitzer Landrücken]]&lt;br /&gt;
* [[Naturpark Schlaubetal]]&lt;br /&gt;
* [[Spreewald]]&lt;br /&gt;
* [[Mehßower Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Klimadiagramm-Cottbus-Deutschland-metrisch-deutsch.png|mini|links|Klimadiagramm von Cottbus]]&lt;br /&gt;
Die Niederlausitz gehört zu den niederschlagärmsten Regionen Deutschlands. In lediglich drei bis vier Monaten pro Jahr wird eine monatliche Niederschlagsmenge von mehr als 50&amp;amp;nbsp;mm erreicht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:left;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Städtische Entwicklung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rathaus und Kreuzkirche in Spremberg.jpg|mini|Spremberger Stadtmitte (2007)]]&lt;br /&gt;
Städtische Zentren waren und sind [[Cottbus]] (Chóśebuz) als größte Stadt, die historischen Hauptstädte des Landes [[Lübben (Spreewald)]] (Lubin ((Błota))) und [[Luckau]] (Łukow) sowie [[Guben]] (Gubin), [[Calau]] (Kalawa), [[Finsterwalde]] (Grabin), [[Forst (Lausitz)|Forst]] (Baršć), [[Senftenberg]] (Zły Komorow), [[Spremberg]] (Grodk), [[Lübbenau/Spreewald]] (Lubnjow/Błota), [[Vetschau/Spreewald]] (Wětošow/Błota) und im Südwesten [[Doberlug-Kirchhain]] (früher Dobrilugk) und [[Lauchhammer]] (Łuchow; &amp;lt;small&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Obersorbische Sprache|obersorbisch]]:&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/small&amp;gt; Železarnje), siehe auch [[Elbe-Elster-Land]], sowie im polnischen Teil die Stadt [[Żary]] (Žarow; &amp;lt;small&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Liste deutscher Bezeichnungen polnischer Orte|deutsch]]:&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/small&amp;gt; Sorau).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenwärtig ist das Gebiet der Niederlausitz innerhalb des Bundeslandes Brandenburg in mehrere Kreise aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Landkreise und kreisfreie Städte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Cottbus]] (kreisfreie Stadt) (CB)&lt;br /&gt;
* [[Landkreis Elbe-Elster]] (EE), teilweise&lt;br /&gt;
* [[Landkreis Dahme-Spreewald]] (LDS), teilweise&lt;br /&gt;
* [[Landkreis Oberspreewald-Lausitz]] (OSL)&lt;br /&gt;
* [[Landkreis Oder-Spree]] (LOS), teilweise&lt;br /&gt;
* [[Landkreis Spree-Neiße]] (SPN)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlausitz ist, ungeachtet der relativ dünnen Besiedlung, wie alle Regionen Mitteleuropas eine von den Menschen intensiv gestaltete Kulturlandschaft. Sie ist durch [[Waldkiefer|Kiefernforste]], [[Heide (Landschaft)|Heiden]] und [[auwald]]artige [[Bruchwald|Erlenbruchwälder]], aber auch durch landwirtschaftliche Nutzflächen, [[Grünland|Grünländer]] und [[Acker|Äcker]], geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
=== Industrie ===&lt;br /&gt;
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 ist in den ersten Folgejahren der deutsche Teil der Niederlausitz weitgehend deindustrialisiert worden. Von der vormals bedeutenden [[Glasindustrie]], dem [[Textilindustrie|Textilgewerbe]] und der [[Holzverarbeitung]] existieren nur noch kleine Reste. Durch den Kapitalmangel und durch die viel effizientere Technik besonders im Hauptwirtschaftszweig Energiegewinnung hat ein Gros der Arbeitnehmer die Niederlausitz wieder verlassen. Die [[Braunkohle]]verstromung ist mit drei Braunkohlekraftwerken immer noch der größte Arbeitgeber, der Export der elektrischen Energie in das deutsche Verbundnetz Haupterwerbszweig. Allein durch die erneuerbaren Energien soll der Eigenstrombedarf in einigen Regionen gedeckt werden. Entsprechend befinden sich auch kleine und mittlere Unternehmen der Metallverarbeitung und des Maschinenbaus in der Region. Forschung und Entwicklung wird in der Biotechnologie und chemischen Industrie (BASF) betrieben. Daneben gehen seit Mitte der 2000er Jahre mehrere der größten Solarparks wie der [[Solarpark Finsterwalde]] und der [[Solarpark Lieberose]] in Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Problem beim Ausbau der erneuerbaren Energien stellt hier die Leitungskapazität und der schleppende Ausbau des Leitungsnetzes in den Süden Deutschlands dar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Simone Wendler]] |url=http://www.lr-online.de/nachrichten/Tagesthemen-Windstrom-in-Elbe-Elster-gelangt-nicht-ins-Netz;art1065,3694790 |titel=Windstrom in Elbe-Elster gelangt nicht ins Netz |werk=[[Lausitzer Rundschau]] |hrsg=Lausitzer VerlagsService GmbH |datum=2012-02-23 |abruf=2014-01-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der wirtschaftlichen Neufindung scheiterten zunächst auch Projekte wie die Produktion für Luftschiffe ([[Cargolifter AG|Cargolifter]]), wurden aber durch andere wie heute der Urlaubspark Tropical Islands kompensiert.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
   VE MG Cottbus.jpg|Verwaltungsgebäude der Leag&lt;br /&gt;
   Kraftwerk Schwarze Pumpe 1.JPG|Braunkohlekraftwerk Schwarze Pumpe&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um [[Spremberg]] und Weißwasser sollten ab etwa 2015 ca. 200 Mio. Tonnen Kupfererz aus 1500&amp;amp;nbsp;m Tiefe abgebaut werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/wirtschaft/2010-04/kupfer-brandenburg-lausitz &amp;#039;&amp;#039;Der Schatz von Spremberg.&amp;#039;&amp;#039;] [[Die Zeit|Zeit Online]], 15. April 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/geologie/14840.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Kupfererzvorkommen in der sächsisch-brandenburgischen Lausitz.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20110926143337}} auf: &amp;#039;&amp;#039;sachsen.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lausitzer Seenland wird als neuer Wirtschaftszweig der Tourismus seit den 2000er Jahren etabliert und gewinnt an Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/reise/article8534090/Die-Mondlandschaft-Lausitz-soll-wieder-bluehen.html &amp;#039;&amp;#039;Die Mondlandschaft Lausitz soll wieder blühen.&amp;#039;&amp;#039;] [[Die Welt|Welt Online]], 21. Juli 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Infrastruktur ===&lt;br /&gt;
[[Datei:BahnhofCB2.JPG|mini|[[Cottbus Hauptbahnhof|Cottbuser Hauptbahnhof]]]]&lt;br /&gt;
Das Eisenbahnnetz ist sehr gut ausgebaut, jede Stadt ab ca. 8.000 Einwohnern bietet dadurch Anbindung an die umliegenden Großstädte Berlin, Cottbus, Dresden und Leipzig. Alle betriebenen Strecken sind seit Ende der 1980er Jahre bis auf die Hauptbahn [[Bahnstrecke Berlin–Görlitz|Cottbus–Görlitz]] zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert. Der Anschluss an das polnische Netz ist nur auf eingleisigen Strecken möglich. Die Ausnahme ist die [[Bahnstrecke Węgliniec–Roßlau|Strecke über Hoyerswerda]] und Kohlfurth (Węgliniec) nach [[Breslau]] (Wrocław).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bahnverbindungen ====&lt;br /&gt;
* [[Bahnstrecke Berlin–Dresden|Berlin–Zossen–Luckau/Uckro–Doberlug-Kirchhain–Elsterwerda–Großenhain–Dresden]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnstrecke Berlin–Görlitz|Berlin–Lübben(Spreewald)–Lübbenau/Spreewald–Cottbus–Spremberg–Weißwasser–Görlitz]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnstrecke Cottbus–Forst (Lausitz)|Cottbus–Forst (Lausitz)]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnstrecke Cottbus–Guben|Cottbus–Guben]] und [[Niederschlesisch-Märkische Eisenbahn|Guben–Frankfurt (Oder)]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnstrecke Halle–Cottbus|Leipzig/Halle–Torgau–Falkenberg/Elster–Doberlug-Kirchhain–Finsterwalde–Calau–Cottbus]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnstrecke Lübbenau–Kamenz|Kamenz(Oberlausitz)–Senftenberg–Calau–Lübbenau]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnstrecke Węgliniec–Roßlau|Węgliniec in Polen–Hoyerswerda–Ruhland–Senftenberg–Lauchhammer–Elsterwerda–Bad Liebenwerda–Falkenberg/Elster]] &amp;#039;&amp;#039;Niederschlesische Gütermagistrale&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Bahnstrecke Großenhain–Cottbus|Dresden–Großenhain–Senftenberg–Cottbus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Straßen ====&lt;br /&gt;
Das Straßennetz wird neben den Landesstraßen von den Bundesstraßen [[Bundesstraße 87|87]], [[Bundesstraße 96|96]], [[Bundesstraße 97|97]], [[Bundesstraße 102|102]], [[Bundesstraße 112|112]], [[Bundesstraße 115|115]], [[Bundesstraße 156|156]], [[Bundesstraße 169|169]], [[Bundesstraße 179|179]] und [[Bundesstraße 320|320]] gebildet, wobei geplant ist, die B&amp;amp;nbsp;169 nach dem [[Autobahnähnliche Straße#2+1-System|2+1-System]] auszubauen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lr-online.de/regionen/senftenberg/Drei-Jahre-Staustress-B-169-wird-ab-2013-ausgebaut;art1054,2646493 &amp;#039;&amp;#039;Drei Jahre Staustress: B 169 wird ab 2013 ausgebaut.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Lausitzer Rundschau.&amp;#039;&amp;#039; 18.&amp;amp;nbsp;August 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um besseren Anschluss nach Norden und Westen zu erreichen, wird auch der 2+1-Ausbau der B&amp;amp;nbsp;87 von Leipzig nach Frankfurt (Oder) gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.l-iz.de/Politik/Region/2011/03/Regionale-Unternehmen-fordern-Ausbau-B87n.html &amp;#039;&amp;#039;Nach Stopp für vierspurige B&amp;amp;nbsp;87: Regionale Unternehmen fordern Ausbau in geplanter Form.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Leipziger Internet Zeitung&amp;#039;&amp;#039; 3. März 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Nord-Süd-Ost-Richtungen verlaufen die Autobahnen [[Bundesautobahn 13|13]] und [[Bundesautobahn 15|15]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung und Gesundheit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Universitaet Bibliothek.JPG|mini|Universitätsbibliothek Cottbus]]&lt;br /&gt;
Die Bildungs- und Versorgungseinrichtungen sind mit der [[Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg|Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg]] und beispielsweise der [[Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem|Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem]] und dem [[Klinikum Niederlausitz]] gut ausgebaut, wobei der steigende Hausärztemangel ein großes Problem darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
Die [[Landwirtschaft]] auf relativ mageren Böden bei Deutschlands niederschlagsärmstem [[Klima]] ist nur begrenzt ertragreich. So werden vor allem [[Gemeiner Lein|Flachs]] für [[Leinöl]], [[Mais]], [[Raps]] und [[Gemüsespargel|Spargel]] um Calau angebaut. Einige landwirtschaftliche Produkte aus der Niederlausitz, insbesondere aus dem Spreewald, haben deutschlandweit einen sehr guten Ruf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;float-right&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
   F Drehna Südwestseite 800px.jpg|[[Wasserschloss Fürstlich Drehna|Schloss Fürstlich Drehna]] zwischen Crinitz und Luckau&lt;br /&gt;
   Rostigernagel.JPG|Der [[Rostiger Nagel (Aussichtsturm)|Aussichtsturm „Rostiger Nagel“]] am [[Sornoer Kanal]] aus [[COR-TEN-Stahl]]&lt;br /&gt;
   SchlossZinnitzTurmFlagge001.JPG|[[Schloss Zinnitz|Schloss und Park Zinnitz]]&lt;br /&gt;
   Geierswalde - Geierswalder See 0002.jpg|Geierswalder See&lt;br /&gt;
   Lausitz.JPG|IBA-Terrassen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von touristischer Bedeutung ist traditionell der [[Spreewald]]. Bedeutsam sind auch die Stadt Cottbus sowie die aus gartenarchitektonischer Sicht bedeutenden Parks des [[Hermann von Pückler-Muskau|Fürsten Pückler]], der [[Branitzer Park]] in (Cottbus-)[[Branitz (Cottbus)|Branitz]] und der [[Fürst-Pückler-Park Bad Muskau]]. Durch die Renaturierung und Flutung der ehemaligen [[Braunkohletagebau|Tagebaue]] ist zudem die Tourismusregion [[Lausitzer Seenland]] im Entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlausitz wird von [[Radwanderweg|Radfern-]] und -regionalwegen erschlossen. Im Osten begrenzt der [[Oder-Neiße-Radweg]] die Region. Zentral wird sie vom [[Spreeradweg]] durchquert. Als regionale Routen bieten sich der [[Froschradweg]] und die [[Niederlausitzer Bergbautour]] (länderübergreifend [[Brandenburg]] und [[Sachsen]]) an. Im Norden im Spreewaldraum schließen der [[Gurken-Radweg]] und die [[Fürst-Pückler-Weg|Fürst-Pückler-Tour]] an. Im Südwesten leitet der [[Elster-Radweg]] zum [[Elberadweg]].&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Lausitz#Tourismus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
An Unterhaltungsmöglichkeiten sind mehrere Theater und Ensembles in Cottbus, etwa das [[Staatstheater Cottbus]] mit dem [[Philharmonisches Orchester Cottbus|Philharmonischen Orchester Cottbus]], die [[Neue Bühne Senftenberg|Neue Bühne]] in Senftenberg, und die mehr als 100 Jahre alten vorführenden Kinozweckbauten, zwei der ältesten, das [[Filmtheater Weltspiegel|Weltspiegel Cottbus]] und das Weltspiegel Finsterwalde erwähnenswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich des Niederlausitzer Brauchtums und der Rituale sind besonders die in der Lausitz verankerten [[Sorben|sorbischen]] Traditionen zu erwähnen, wie beispielsweise das [[Zampern]] &amp;#039;&amp;#039;(camprowanje)&amp;#039;&amp;#039;, Hahnrupfen &amp;#039;&amp;#039;(kokot)&amp;#039;&amp;#039;, das Verzieren von [[Sorbisches Osterei|Ostereiern]] oder die [[Vogelhochzeit]]. Einen Teil der Volkskultur stellen auch die [[Sorbische Trachten|sorbischen Trachten]] dar – insbesondere die [[Spreewaldtracht]] – die jedoch heute fast nur noch an Festtagen sowie zu touristischen Zwecken angelegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprache ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Smoler korta01.jpg|mini|Zentrales sorbisches Sprachgebiet im Jahr 1843 nach [[Jan Arnošt Smoler]]]]&lt;br /&gt;
In der Niederlausitz werden heute im Wesentlichen die [[Niederlausitzer Mundart]] des Deutschen sowie von etwa 7.000–10.000 Menschen [[Niedersorbische Sprache|Niedersorbisch]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Wendisch&amp;#039;&amp;#039; genannt) gesprochen. Noch im 18. Jahrhundert war das gesamte Gebiet der Niederlausitz mit Ausnahme der deutsch geprägten Städte einsprachig sorbisch. Die Landbevölkerung beherrschte in den meisten Orten kaum Deutsch. Das traf bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts noch auf den zentralen Teil der Niederlausitz zu, wogegen in der Peripherie, v.&amp;amp;nbsp;a. in den Gebieten östlich von Neiße und Oder, im Luckauischen Kreis und in der Gegend um Doberlug-Kirchhain der Sprachwechsel zum Deutschen bedingt durch eine aktive Germanisierungspolitik in Schule und Kirche bereits erfolgt war. Nach der Statistik von [[Arnošt Muka]] aus den 1880er Jahren sprachen zu dieser Zeit noch 59,3 % der Einwohner des Kreises Cottbus Niedersorbisch; im Kreis Spremberg waren es 42,1 % und im Kreis Calau etwa 20 %.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Tschernik: &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung.&amp;#039;&amp;#039; Akademie-Verlag, Berlin 1954, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt; Muka wies in seinen ausführlichen Berichten aus den Orten besonders des Kreises Cottbus explizit darauf hin, dass es in vielen Dörfern kaum Einwohner gebe, die Deutsch beherrschten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lauf des 20. Jahrhunderts geriet das Niedersorbische bedingt durch die in den ersten fünf Jahrzehnten verstärkten Germanisierungsbestrebungen seitens des Staates, durch den massenhaften Zuzug einerseits von Arbeitskräften v.&amp;amp;nbsp;a. in die Braunkohlenindustrie und andererseits von deutschsprachigen Umsiedlern aus den ehemaligen Ostgebieten nach 1945 sowie durch andere Assimilationsfaktoren auch in den zentralen Niederlausitzer Kreisen endgültig in die Rolle der Minderheitensprache. Noch 1956 war es zwar in 24 Gemeinden des Kreises Cottbus die Sprache der Mehrheit, der Anteil an der Gesamtbevölkerung des Kreises war jedoch auf 29 % geschrumpft.&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben aus der Sorben-Statistik von Ernst Tschernik in: Ludwig Elle: &amp;#039;&amp;#039;Sprachpolitik in der Lausitz.&amp;#039;&amp;#039; Domowina-Verlag, Bautzen 1995, S. 259.&amp;lt;/ref&amp;gt; In vielen Dörfern erfolgte der Sprachwechsel innerhalb von nur zwei bis drei Generationen.&amp;lt;ref&amp;gt;Für [[Horno (Jänschwalde)|Horno]] am Ostrand des niedersorbischen Sprachgebietes gibt Arnošt Muka 1884, dass fast alle Einwohner Sorbisch sprechen, viele dagegen kein Deutsch. Ernst Tschernik zählt nur 70 Jahre später noch 71 von 674 Einwohnern mit aktiven sorbischen Sprachkenntnissen, darunter lediglich vier Kinder und Jugendliche.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute ist die niedersorbische Sprache in allen Orten eine Minderheitensprache und am meisten noch in den Gemeinden nördlich von Cottbus ([[Dissen-Striesow]], [[Schmogrow-Fehrow]], [[Teichland]], [[Turnow-Preilack]] etc.) in Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
{{Portal|Lausitz}}&lt;br /&gt;
* [[Deutsch-niedersorbische Ortsnamensliste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Besiedlung der Lausitz in der Frühgeschichte und im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Günter Wetzel (Prähistoriker)|Günter Wetzel]]: &amp;#039;&amp;#039;Germanen – Slawen – Deutsche in der Niederlausitz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bericht der Römisch-Germanischen Kommission.&amp;#039;&amp;#039; Band 83. 2002, S. 206–242.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neuere Geschichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Günter Bayerl]]: &amp;#039;&amp;#039;Peripherie als Schicksal und Chance – Studien zur neueren Geschichte der Niederlausitz.&amp;#039;&amp;#039; Waxmann, Münster / New York / München / Berlin 2011, ISBN 978-3-8309-2365-7  (= &amp;#039;&amp;#039;Die Niederlausitz am Anfang des 21. Jahrhunderts – Geschichte und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, Band 1); {{Google Buch |BuchID=p6nRO8Aqp_QC |Linktext=Google Books-Vorschau}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Lehmann (Historiker)|Rudolf Lehmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Niederlausitz.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin 1963; {{DNB|452752043}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kultur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Anne Gehrmann, Dirk Schumann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dorfkirchen in der Niederlausitz. Geschichte – Architektur – Denkmalpflege.&amp;#039;&amp;#039; Lucas-Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-86732-054-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädische Artikel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* {{Meyers-1905 |Lemma=Lausitz |Band=12 |Seite=254 |SeiteBis=257 |zenoID=20006981801}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reiseführer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Anja Pohontsch, Mirko Pohontsch, Rafael Ledschbor, Guido Erbrich: &amp;#039;&amp;#039;Wo der Wendenkönig seine Schätze versteckt hat – Unterwegs in der sorbischen Niederlausitz.&amp;#039;&amp;#039; Domowina-Verlag, Bautzen 2011, ISBN 978-3-7420-1985-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ortslexika&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Lehmann (Historiker)|Rudolf Lehmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Ortslexikon für die Niederlausitz&amp;#039;&amp;#039;. Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Einleitung und Übersichten. Die Kreise Luckau, Lübben und Calau&amp;#039;&amp;#039;. Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde, Marburg 1979, ISBN 3-921254-96-5. Nachdruck: Klaus Becker Verlag, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-89-1; [[doi:10.35998/9783830542971]].&lt;br /&gt;
* Rudolf Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Ortslexikon für die Niederlausitz&amp;#039;&amp;#039;. Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Die Kreise Cottbus, Spremberg, Guben und Sorau&amp;#039;&amp;#039;. Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde, Marburg 1979, ISBN 3-921254-96-5. Nachdruck: Klaus Becker Verlag, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-90-7, [[doi:10.35998/9783830542988]] (Open Access).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lower Lusatia|Niederlausitz}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4042205-7}}&lt;br /&gt;
* [https://www.niederlausitz.de/ Informationen zur Niederlausitz]&lt;br /&gt;
* [http://lodka.sorben.com/orte/Ortew.htm Deutsch-Sorbisches Ortsnamenlexikon der Niederlausitz]&lt;br /&gt;
* [http://www.verschwundene-orte.de/ Archiv verschwundener Orte]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51/45/00/N |EW=14/30/0/E |type=landmark |region=DE-BB}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4042205-7|LCCN=n81133984|VIAF=130200150}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederlausitz| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Brandenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brandenburgische Landschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sorben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Landschaft oder Region in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Yoursmile</name></author>
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