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	<title>Niederkaina - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Niederkaina&amp;diff=514601&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: doppelten Link entfernt</title>
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		<updated>2026-03-20T18:18:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;doppelten Link entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Alternativname         = Delnja Kina&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Bautzen&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51/11/30/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 14/28/40/E&lt;br /&gt;
| Höhe-von               = 165&lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = 201&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 27.46&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Gindex&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geoindex.io/gemarkungen/141561 |titel=Gemarkung Niederkaina, Stadt Bautzen |werk=GEOindex |abruf=2026-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = {{Metadaten Einwohnerzahl Bautzen}}&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = {{Metadaten Einwohnerzahl Bautzen|DAT=1}}&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bautzen.de/fileadmin/media/statistik_wahlen/Bautzen-in-Zahlen-2025.pdf |titel=Bautzen in Zahlen 2025 |werk=www.bautzen.de |abruf=2026-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1994-01-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 02625&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 03591&lt;br /&gt;
| Lagekarte              = Delnja Kina – Locator map Budyšin (2020).png&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = Lage von Niederkaina in Bautzen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Delnja Kina – knježi dom (2008).jpg|mini|Das Gutshaus in Niederkaina]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Niederkaina&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{OrtsnSorb|hsb|Delnja Kina|Audio=Delnja_Kina.ogg}}, ist ein [[Dorf]] in [[Sachsen|Ostsachsen]] und seit 1994 Ortsteil der Kreisstadt [[Bautzen]]. Außerdem ist Niederkaina der Name der [[Ortschaft]] Niederkaina der aus den Stadtteilen Niederkaina und [[Basankwitz]] besteht. Als Ortschaft nach der [[Sächsische Gemeindeordnung|Sächsischen Gemeindeordnung]] hat sie gemäß ihrer [[Ortschaftsverfassung]] einen [[Ortschaftsrat]] und [[Ortsvorsteher]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.bautzen.de/fileadmin/media/ortsrecht/allgemeine-verwaltung/hauptsatzung2024-12-21.pdf |titel=Hauptsatzung |titelerg=§&amp;amp;nbsp;16 |werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Bautzen |format=PDF;&amp;amp;nbsp;227&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2026-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Ortsteil liegen die Siedlungen Niederkaina&amp;lt;ref&amp;gt;{{HOV}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Basankwitz&amp;lt;ref&amp;gt;{{HOV|Basankwitz|Basankwitz}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und hat rund 500 Einwohner. Besonders bekannt ist Niederkaina durch das hier gefundene prähistorische Gräberfeld, das der bronze- und eisenzeitlichen [[Lausitzer Kultur]] zugeordnet wird. Niederkaina zählt zum offiziellen [[Sorbisches Siedlungsgebiet|sorbischen Siedlungsgebiet]] in Sachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Geografie ==&lt;br /&gt;
Niederkaina befindet sich im östlichen Stadtgebiet auf {{Höhe|165|DE-NN}} am [[Albrechtsbach]] gelegen. Basankwitz befindet sich wenige hundert Meter östlich von Niederkaina flussabwärts an der Bundesautobahn 4 und circa 1,5 km (süd)westlich von [[Kreckwitz]] und den [[Kreckwitzer Höhen]]. Die Ortschaft war bis 1936 eine eigenständige Gemeinde und wurde dann nach Niederkaina eingemeindet. Die Gemeinde Niederkaina wurde zum 1. Januar 1994 nach Bautzen eingegliedert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.statistik.sachsen.de/download/010_GB-Gebiet/GST_AEND_1994.pdf |titel=Gebietsänderungen ab 1. Januar 1994 bis 31. Dezember 1994 |hrsg=[[Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen]] |seiten=1 |format=PDF; 64&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2012-12-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis ins 20. Jahrhundert sprach ein Großteil der Bevölkerung [[Obersorbische Sprache|Sorbisch]]. [[Arnošt Muka]] ermittelte für seine Statistik der Lausitzer [[Sorben]] 1884/85 eine Gesamteinwohnerzahl von 276, davon 261 Sorben (95 %) und 15 Deutsche.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ernst Tschernik |Titel=Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung |Verlag=Akademie-Verlag |Ort=Berlin |Datum=1954 |Seiten=57}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der südlich von Niederkaina befindliche Schafberg erhebt sich in Nord-Süd-Richtung auf bis zu 201 m ü. NN und ist auf seiner Westflanke stark bewaldet. Auf seinem südlichen Bergrücken befindet sich heute ein Solarpark auf einem renaturierten Deponiegelände, wodurch der Schafberg heute eine etwa 10 m höhere Gesamthöhe aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Norden liegt der Nachbarort [[Burk (Bautzen)|Burk]]. In dieser Richtung steigt das Gelände wieder stark an und erreicht seinen höchsten Punkt auf dem Burker Berg auf 199 m ü. NN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Das prähistorische Gräberfeld auf dem Schafberg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Anfang des 19. Jahrhunderts wurden beim Sandabbau erste archäologische Funde sichergestellt. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden verschiedene Ausgrabungen vom Stadtmuseum Bautzen organisiert. Um das gefundene Gräberfeld vor der drohenden Vernichtung durch den Sandabbau zu retten, wurden zwischen 1948 und 1972 vom [[Landesmuseum für Vorgeschichte Dresden]] verschiedene [[Rettungsgrabung]]en durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gräberfeld auf dem Schafberg fanden sich Grabfunde vom [[Neolithikum]] bis zur [[Eisenzeit]]. Mit mehr als 2000 Bestattungen und einem Hauptbelegungszeitraum von etwa 2000 Jahren gehört es zu den besonders wichtigen und großen Fundstellen Deutschlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Besiedlung der [[Oberlausitz]] im [[Mesolithikum]] (7000–6000 v. Chr.) nahm der Schafberg eine zentrale Stellung als Bestattungsort in der neu entstehenden Kulturlandschaft ein. Aus dieser Zeit sind allerdings verhältnismäßig wenig Funde belegt. Spätestens in der [[Jungsteinzeit]] ([[Schnurkeramik]], 2500–2000 v. Chr.) wurde ein ausgedehnter Friedhof mit Körperbestattungen angelegt. Bis etwa 600 v. Chr. wurde die Stätte mit wechselnder Intensität kontinuierlich für Bestattungen genutzt. Danach sind für mehrere Jahrhunderte keine Grabfunde an dieser Stelle bzw. auch keine Besiedlung in der Oberlausitz nachweisbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit mehr als 20.000 Fundstücken gilt der Fundort Niederkaina als einer der Hauptschlüssel für das Verständnis prähistorischer Kulturen im östlichen Mitteleuropa, vor allem der Lausitzer Kultur, die im heutigen [[Ostdeutschland]], in [[Polen]], in [[Tschechien]] und in der [[Slowakei]] verbreitet war. Über 600 Urnengräber gehören in den bronzezeitlichen Abschnitt der Lausitzer Kultur. Mit etwa 1200 Urnengräbern ist die [[Billendorfer Kultur|Billendorfer Stufe]] (früheisenzeitlicher Abschnitt der Lausitzer Kultur) am umfangreichsten vertreten. Anhand von Importen werden hier ab zirka 1050 v. Chr. enge Beziehungen nach [[Böhmen]] und [[Mähren]] sichtbar, die über mehrere Jahrhunderte hinweg gepflegt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich des ehemaligen Gräberfeldes befinden sich heute eine Kiesgrube und eine Mülldeponie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngerer Zeit wurden vom [[Landesamt für Archäologie Sachsen mit Landesmuseum für Vorgeschichte|Landesamt für Archäologie Sachsen]] umfangreiche vielbändige Veröffentlichungen zum Gräberfeld am Schafberg erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grab 1968-I/31 aus Niederkaina wird im [[Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz|Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz]] ausgestellt. Es veranschaulicht das entwickelte eisenzeitliche Bestattungsritual.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Niederkaina Gedenktafel.jpg|mini|hochkant|Alte Gedenktafel in Niederkaina]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. April 1945 wurde Niederkaina von sowjetischen Truppen erobert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bautzener Tageblatt]] vom 2. Mai 1945, &amp;#039;&amp;#039;Bericht über die Kämpfe um Bautzen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Drei Tage später ereignete sich hier im zeitlichen Umfeld der [[Schlacht um Bautzen]] eines von vielen Kriegsverbrechen auf beiden Seiten, bei dem 195 Soldaten einer [[Volkssturm]]kompanie in einer von einem sowjetischen [[SMERSCH]]-Sonderkommando, laut Gedenktafel Angehörige der [[1. Ukrainische Front|1. Ukrainischen Front]], nach anderen Angaben von Angehörigen der [[Polnische Volksarmee|2. Polnischen Armee]], angezündeten Scheune verbrannten. Weitere 181 deutsche Kriegsgefangene seien auf dem Gelände des Schießstandes getötet worden. Daran erinnert eine Gedenktafel im Ort, die in der Nacht zum 21. April 2018 zerstört&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Entsetzen und Gedenken in Niederkaina&amp;#039;&amp;#039;, [https://www.alles-lausitz.de/entsetzen-und-gedenken-in-niederkaina.html Alles-Lausitz.de] und [https://www.saechsische.de/entsetzen-und-gedenken-in-niederkaina-3922325.html saechsische.de], abgerufen am 23. April 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; und im Oktober desselben Jahres erneuert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.alles-lausitz.de/neue-gedenktafel-in-niederkaina.html |titel=Neue Gedenktafel in Niederkaina |werk=Oberlausitzer Kurier |abruf=2018-10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Niederkaina&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Werner Bergmann (Kameramann)|Werner Bergmann]] (1921–1990), Kameramann&lt;br /&gt;
* [[Helmut Bergmann (Kameramann)|Helmut Bergmann]] (1926–1998), Kameramann&lt;br /&gt;
* [[Jěwa Wórša Lanzyna]] (1928–2020), sorbische Malerin, Grafikerin, Keramikerin und Buchgestalterin&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Basankwitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Handrij Dučman]] (&amp;#039;&amp;#039;Andreas Dutschmann&amp;#039;&amp;#039;; 1836–1909), Geistlicher, Schriftsteller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturdenkmale in Niederkaina]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Niederkaina/Delnja Kina}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen: Nieder Kayna}}&lt;br /&gt;
* {{HOV |23133}}&lt;br /&gt;
* [https://www.archaeologie.sachsen.de/der-vorgeschichtliche-bestattungsplatz-in-niederkaina-5692.html Niederkaina bei Bautzen. Analyse des größten Bestattungsplatzes der Lausitzer- und Billendorfer Kultur]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Bautzen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4447195-6|LCCN=nr97015142|VIAF=236545563}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Bautzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz (Bronzezeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz (Eisenzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gräberfeld in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz im Landkreis Bautzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Oberlausitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bautzen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1994]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grabbau in Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grabbau in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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