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	<title>Niederflurtechnik - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Niederflurtechnik&amp;diff=31579&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Yen Zotto: &quot;Auch Sattelzugomnibusse sind niederflurig&quot; - nicht immer</title>
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		<updated>2026-04-25T16:06:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&amp;quot;Auch Sattelzugomnibusse sind niederflurig&amp;quot; - nicht immer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Tram Hochflur vs Niederflur.svg|mini|Anordnung von elek&amp;amp;shy;trischer Ausrüs&amp;amp;shy;tung, Lauf&amp;amp;shy;werk und Antrieb in hoch- und nieder&amp;amp;shy;flurigen Straßen&amp;amp;shy;bahn&amp;amp;shy;wagen (nach Ihme 2019)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joachim Ihme |Titel=Schienenfahrzeugtechnik |Auflage=2., überarbeitete |Verlag=Springer Vieweg |Ort=Wiesbaden |Jahr=2019 |ISBN=978-3-658-24922-9 |DOI=10.1007/978-3-658-24923-6 |Seiten=192 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:MVV OEG AG MB O405N2.jpeg|mini|Niederflurbus MB O&amp;amp;#x202f;405&amp;amp;#x202f;N2]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Niederflurtechnik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die Ausführung von [[Fahrzeug]]en vor allem des [[Öffentlicher Personennahverkehr|öffentlichen Personennahverkehrs]] mit besonders tiefliegenden Böden (oder Fluren) im Innenraum. Durch solche Niederflur-Bereiche, vereinzelt auch &amp;#039;&amp;#039;Niedrigflur&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Tiefflur&amp;#039;&amp;#039; genannt, wird vor allem [[Passagier|Fahrgästen]] mit behinderungs- oder altersbedingten Einschränkungen der [[Räumliche Mobilität|Mobilität]] und mit Fahrzeugen wie [[Rollstuhl|Rollstühlen]] und [[Kinderwagen]] die weitgehend [[Barrierefreiheit|barrierefreie]] Nutzung ermöglicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.mobi-wissen.de/begriff/niederflurtechnik |wayback=20140116090425 |text=Niederflurtechnik }} auf Mobi-Wissen, Busse und Bahnen von A bis Z&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiterer Vorteil sind die kürzeren [[Fahrgastwechselzeit]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinn wird mit dem Begriff die Technologie der auf die speziellen Bedürfnisse der [[Rollende Landstraße|Rollenden Landstraße]] zugeschnittenen Autotransportwagen (Niederflurwagen) mit durchgängig über den ganzen [[Zug (Schienenverkehr)|Zug]] hinweglaufenden Fahrspuren und mit kleinen Raddurchmessern bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnung ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Niederflurtechnik&amp;#039;&amp;#039; grenzt diesen zunehmend verbreiteten Standard gegenüber der früher und heute noch bei Fernverkehrs-Fahrzeugen verbreiteten Bauweise ab, bei der die Innenraumböden weitgehend mit einfacher Konstruktion durchgehend oberhalb der Fahrzeuglaufwerke eingebaut wurden, wobei zwangsläufig durch die hochgelegene Ebene immer mehrere Stufen beim Einstieg überwunden werden mussten – zumindest sofern keine [[Hochbahnsteig]]e vorhanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausführungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Neoplan interior, part of a Deutz V 8 Diesel engine - MVG Museum.jpg|mini|Platzmangel: Motorraum des Diesel&amp;amp;shy;motors hinten links im Fahrgast&amp;amp;shy;raum („Turmmotor“, hier ein Modell von [[Neoplan]], Bj.&amp;amp;#x202f;1986)]]&lt;br /&gt;
Die Niederflur-Bauweise wird je nach Fahrzeug-Hersteller und Fahrzeugart mit unterschiedlichen konstruktiven Maßnahmen erreicht. Mit aufwändigerer Konstruktion werden prinzipiell die Fahrzeugböden tiefer und zwischen den Achsen „hängend“ angeordnet oder die Flurhöhe mit kleineren Rädern und flacheren Laufwerken abgesenkt. Die niedrige Bodenhöhe lässt sich häufig jedoch nicht im gesamten Bereich eines Fahrzeugs ausführen, so lassen sich vor allem Übergänge zu gelenkig verbundenen Wagenteilen nur begrenzt tieferlegen, um den nötigen Raum für die Kupplungen und Laufwerke an den Wagenenden zu bewahren. Vielfach wird daher die Niederflurbauweise vor allem im mittleren Teil der Fahrzeuge und bei [[Omnibus|Bussen]] von vorn bis zur Tür in der Mitte durchgeführt, während der hintere Abschnitt und die Übergänge oft nach oben geneigte Flächen oder Stufen haben. Diese Bauweise wird bei Bussen [[Low-Entry-Bus|Low Entry]] (LE) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederflurtechnik erfordert den Einsatz möglichst kompakter [[Motor|Antriebsaggregate]] oder zumindest andere Anordnungen der [[Antriebstechnik]] und Nebenaggregate, z.&amp;amp;#x202f;B. beim Bus-[[Motor]] hinten quer zur Fahrtrichtung stehend statt hinten liegend. [[Starterbatterie]]n, Tanks, Elektrik- und Druckluftsysteme können in Kästen unter den Fahrgastsitzen oder in Dachkanälen untergebracht sein. Für den Antrieb der Fahrzeuge sind in der Regel auch Sonderkonstruktionen erforderlich wie abgesenkte [[Portalachse]]n mit seitlich liegendem [[Differenzialgetriebe]], um auch im Heckbereich einen stufenlosen Wagenboden zu realisieren. Zusätzlich kann bei Bussen eine [[Pneumatik|pneumatische]] Absenkung auf der Einstiegsseite durchgeführt werden &amp;#039;&amp;#039;([[Kneeling]]).&amp;#039;&amp;#039; In Verbindung mit sogenannten Hochbordsteinen an den Bushaltestellen wird ein nahezu ebenerdiger Einstieg ermöglicht. Zusätzlich können die Fahrzeuge mit [[Rollstuhlrampe|Rampen]] oder [[Hublift]]systemen für Rollstuhlfahrer ausgerüstet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Kosten- und Wartungsgründen greifen die Verkehrsbetriebe in letzter Zeit häufiger auf Low-Entry-Busse zurück, die nur teilweise niederflurig gebaut sind, oder auf Niederflurbusse mit stehendem [[Turmmotor]], womit der Bodenbereich sich weitgehend ohne Podeststufen oder steile Anstiege realisieren lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Straßenbahnen-[[Gelenkwagen (Straßenbahn)|Gelenktriebwagen]], die bisher meist mit [[Jakobs-Drehgestell]]en ausgerüstet waren, wurden neue Laufwerkskonzepte nötig, Infolge des fehlenden Platzes unter dem Fahrzeugboden befindet sich die komplette elektrische Steuerung auf dem Dach, was erhöhte Anforderungen an die Stabilität der [[Wagenkasten|Wagenkästen]] stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Weiterentwicklung der Niederflurtechnik ist die &amp;#039;&amp;#039;Niederstflurtechnik&amp;#039;&amp;#039; ([[Ultra Low Floor]]), die insbesondere bei [[Straßenbahn]]wagen zum Einsatz kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Straßenbahnfahrzeuge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Budapest subway 1896.jpg|mini|Triebwagen der Budapester &amp;#039;&amp;#039;Földalatti&amp;#039;&amp;#039; von 1896]]&lt;br /&gt;
[[Datei:New York Railways stepless car.jpg|mini|1912 eingeführter &amp;#039;&amp;#039;stepless car&amp;#039;&amp;#039; in New York]]&lt;br /&gt;
[[Datei:London Metropolitan Tramways &amp;quot;Feltham&amp;quot; Tram No.331, National Tramway Museum, Crich.JPG|mini|1930 gebauter Londoner Doppelstockwagen mit Niederflureinstieg im Unterdeck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Průvod tramvají 2015, 09b - tramvaj 357 a 1314.jpg|mini|Ein Prager Krasin-Beiwagen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anfänge ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weltweit erste Niederflurwagen wurde 1891 für die [[Straßenbahn Wien|Wiener Pferdebahn]] geschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Alois Benedikt Weidmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Fahrgastwechsel im öffentlichen Personenverkehr.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation ETH Nr. 10630. ETH Zürich, 1994, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1896 verkehrten dann auch bei der &amp;#039;&amp;#039;[[Linie M1 (Metró Budapest)|Földalatti]]&amp;#039;&amp;#039;, der heute M1 genannten ersten Linie der [[Metró Budapest]], Niederflurwagen. Der Anlass für diese Bauweise bei der als [[Unterpflasterbahn]] angelegten Strecke war ein vorhandener Abwassersammelkanal, der nur eine Tunnelhöhe von 2,85 Metern erlaubte. Hierfür konstruierte man niedrige Vierachser, deren Wagenboden zwischen den [[Drehgestell]]en durch Bodenrahmen mit an beiden Wagenenden gekröpften Langträgern abgesenkt war. Eine Konsequenz dieser Bauweise war allerdings, dass nur der Raum zwischen den Drehgestellen als Fahrgastraum nutzbar war. Über den Drehgestellen befanden sich die [[Führerstand|Führerstände]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten serienreifen [[Straßenbahn#Niederflurtechnik und Modulbauweise|Niederflur-Straßenbahnwagen]] wurden 1911 für die &amp;#039;&amp;#039;New York Railways Co.&amp;#039;&amp;#039; gebaut, die innerhalb kurzer Frist 176 solcher &amp;#039;&amp;#039;stepless cars&amp;#039;&amp;#039; beschaffte und die Strecke auf dem [[Broadway (Manhattan)|Broadway]] in [[New York City|New York]] komplett auf Niederflurbetrieb umstellte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nytimes.com/1911/12/31/archives/new-york-railways-company-is-formed-shonts-is-elected-president-and.html |titel=New York Railway Company is formed, Shonts Is Elected President, and Surface Lines Go Under New Control To-night |werk=[[The New York Times]] |datum=1911-12-31 |format=PDF; 98,5 kB |zugriff=2014-01-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Deutschland]] wurden die ersten drei Niederflur-[[Beiwagen (Bahn)|Beiwagen]] 1914 an die [[Straßenbahn Bonn–Godesberg–Mehlem]] geliefert. Die [[Straßenbahn Wien]] erhielt 1914 zwei doppelstöckige Prototypen der Baureihe F. Um Höhe für das Oberdeck einzusparen, war das Unterdeck niederflurig ausgeführt. Die Einstiegshöhe dort lag bei nur 190 Millimetern über Schienenoberkante.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein 1923 gebauter Niederflurwagen wurde 1924 von der [[DUEWAG|Waggonfabrik Uerdingen]] an die [[Frankfurter Lokalbahn]] geliefert, die diesen auf den [[Überlandstraßenbahn|Überlandstrecken]] nach [[Oberursel (Taunus)|Oberursel]] und [[Bad Homburg vor der Höhe|Bad Homburg]] einsetzte. Das Fahrzeug sollte aus Sicht des Herstellers neue Aufträge generieren, blieb jedoch ein Einzelstück und wurde 1954 außer Dienst gestellt. Es befindet sich heute im [[Verkehrsmuseum Frankfurt am Main|Frankfurter Verkehrsmuseum]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hsf-ffm.de/nc/aktuelles/news-presse/archiv/newsmeldung/artikel/internationaler-museumstag-tag-der-niederflurstrassenbahn-im-verkehrsmuseum.html Historische Straßenbahn der Stadt Frankfurt - von der &amp;quot;Badewanne&amp;quot; zur S(uper-)Klasse], abgerufen am 15. Januar 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Große Leipziger Straßenbahn bestellte 1925 bei den Herstellern [[Waggon- und Maschinenbau Görlitz|WUMAG Görlitz]] und [[Christoph &amp;amp; Unmack]] aus Niesky je einen Mitteleinstieg-Probezug, bestehend aus einem zweiachsigen Trieb- und zwei ebenfalls zweiachsigen Beiwagen. Die Wagen erhielten erstmals in Leipzig einen Achsstand von 3600 Millimetern mit dazwischen sehr flach gehaltenem Laufgestell. Damit konnte die zwischen den Radsätzen liegende Einstiegsplattform trotz zweistufiger Federung auf 400&amp;amp;#x202f;Millimeter über Schienenoberkante abgesenkt werden. Die beiden Fahrgasträume waren von der Mittelplattform über eine weitere Stufe zugänglich. Wegen des vergleichsweise langen Achsstandes erhielten die Radsätze Peckham-Pendel. Während die WUMAG-Wagen massive Bodenrahmen in Fischbauchform und darauf aufgesetzte hölzerne Wagenkästen erhielten, waren die Nieskyer Wagenkästen deutlich filigraner wirkende Ganzstahlkonstruktionen. Diese Bauweise wurde für die 100 Serienbeiwagen übernommen. Sie wurden 1928 geliefert und blieben bis in die 1970er Jahre im Einsatz. Ausgemustert wurden die Wagen, die von den [[Leipziger Verkehrsbetriebe]]n als Typ 61 geführt wurden, zwischen 1972 und 1975, weil die Bauart den Einbau von [[Magnetschienenbremse]]n nicht ermöglichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr ähnliche Beiwagen in größeren Serien beschafften wenig später auch die [[Straßenbahn Prag]] und die [[Straßenbahn Bukarest]]. [[Ringhoffer-Werke|Ringhoffer]] lieferte von 1930 bis 1946 280 Niederflur-Mitteleinstiegswagen in die tschechische Hauptstadt, die später als &amp;#039;&amp;#039;Krasin&amp;#039;&amp;#039; bekannt wurden. Erst später entstanden mit der Reihe 3005 bis 3068 auch passende Triebwagen, diese jedoch als [[Einrichtungswagen]]. In der rumänischen Hauptstadt stellte die Hauptwerkstätte in den Jahren 1929 und 1930 selbst solche Beiwagen her.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://orasulluibucur.blogspot.com/2014/02/pagini-de-istorie-iv.html orasulluibucur.blogspot.com], abgerufen am 16. Oktober 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Versuche in Richtung Niederflur-Straßenbahnwagen führte die Süddeutsche Eisenbahn-Gesellschaft (SEG) 1926 auf ihren später zur [[Essener Verkehrs-AG]] (EVAG) gehörenden Strecken durch. Initiiert wurden diese Versuche durch den Leiter des Essener Betriebs [[Walter Prasse]]. Die zusammen mit den Lieferanten [[Waggonfabrik Gebrüder Gastell|Gastell]] aus [[Mainz-Mombach|Mainz]] entwickelten Fahrzeuge hatten mit 740 Millimetern einen für damalige Verhältnisse niedrigen Boden. Zudem wiesen sie Mitteleinstiege auf, was ebenfalls eine Seltenheit in jener Zeit war. Nach diesem Muster wurden 25 Trieb- und 40 Beiwagen hergestellt. 1930 wurde der [[Tschechoslowakei|tschechoslowakische]] [[Ingenieur]] [[Eugen-Widolt de Montrose-Oster]] als Berater bei der SEG eingestellt. Dieses Engagement erwies sich als Glücksgriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit ihm und dem Unternehmen [[Orenstein &amp;amp; Koppel]] (O&amp;amp;K) wurde 1932 die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Badewanne auf Rädern&amp;#039;&amp;#039; entwickelt. Mit diesem zweiachsigen [[Losradsatz|Losradwagen]] mit langem Achsstand und Einzelradaufhängung führte man zunächst [[Testfahrt|Versuchsfahrten]] im Stadtgebiet von [[Essen]] durch, um die Alltagstauglichkeit des Laufwerkes herauszufinden. Dabei wurden die Lenkgestelle zunächst nicht verkleidet, um ihr Laufverhalten studieren zu können. 1933 war die Erprobungsphase angeschlossen, und man orderte einen zeitgemäßen [[Wagenkasten]] für das Versuchsfahrzeug. Im Juni 1934 konnte der Wagen der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Bis zum Kriegsjahr 1943 wurde er in der Regel auf der Strecke zwischen &amp;#039;&amp;#039;Alfredusbad&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Gelsenkirchen-Horst&amp;#039;&amp;#039; eingesetzt. Am 5. März des Jahres wurde der Wagen bei einem [[Luftkrieg|Luftangriff]] zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;|&lt;br /&gt;
Ekebergtrikken 1918.jpeg|Triebwagen der norwegischen [[Straßenbahn Oslo#Ekeberg|Ekebergtrikken]], 1918&lt;br /&gt;
Niederflurbeiwagen 1300 Schwanheim 30092007.JPG|Niederflur[[Beiwagen (Straßenbahn)|bei&amp;amp;shy;wa&amp;amp;shy;gen]] der [[Frankfurter Lokalbahn|Frank&amp;amp;shy;fur&amp;amp;shy;ter Lo&amp;amp;shy;kal&amp;amp;shy;bahn]], ge&amp;amp;shy;baut 1923 von der [[Waggonfabrik Uerdingen|Wag&amp;amp;shy;gon&amp;amp;shy;fa&amp;amp;shy;brik Uer&amp;amp;shy;din&amp;amp;shy;gen]]&lt;br /&gt;
J36 212 Bw Wittenberger Straße, EB 2012.jpg|Niederflur&amp;amp;shy;serien&amp;amp;shy;beiwagen 2012, Leipzig&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nach dem Zweiten Weltkrieg ====&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Niederflurwagen begann nach langer Pause erneut 1984 bei der [[Straßenbahn Mailand]], wo probehalber zwei [[ATM-Baureihe 1500|Ventotto]]-Vierachser zu einem partiell niederflurigen Gelenkwagen zusammengefügt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20140419073111/http://www.milanotrasporti.org/spip.php?article5 &amp;#039;&amp;#039;Serie 4500 II&amp;#039;&amp;#039; auf milanotrasporti.org, archiviert auf web.archive.org, abgerufen am 2. April 2025]&amp;lt;/ref&amp;gt; Diesem Beispiel folgte 1985 die [[Straßenbahn Turin]], bei der [[Fiat S.p.A.|FIAT]] mit dem [[ATM-Baureihe 5000|Umbau-Prototyp 2800]] einen weiteren partiell abgesenkten Gelenkwagen vorstellte. Hierbei handelte es sich um einen dreiteiligen Sechsachser, der im Mittelbereich über eine Fußbodenhöhe von 340 Millimetern verfügte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tramditorino.it/prototipo_2800.htm Prototipo 2800] auf www.tramditorino.it&amp;lt;/ref&amp;gt; Der niederflurige Bereich umfasste etwa 70&amp;amp;#x202f;Prozent, in diesem Bereich lagen auch alle vier Einstiege. Das [[Jakobsdrehgestell]] des zweiteiligen Spenderwagens wurde dabei durch ein kurzes zweiachsiges Mittelteil ersetzt, auf das sich die sowohl die vordere als auch die hintere Wagenhälfte abstützten. Der Wagen war bis 2000 in Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste serienmäßig hergestellte Niederflurwagen erhielt ab 1987 die [[Strassenbahn Genf]] mit den 22 Sechsachsern der Reihe [[TPG Be 4/6|Be 4/6]] von [[DUEWAG|Düwag]] und [[Bombardier Transportation|Vevey]]. Anders als der Turiner Prototyp 2800 sind die Genfer Wagen zweiteilig und asymmetrisch, wobei ein Vorderwagen mit einem Drehgestell auf einem vierachsigen Hinterwagen aufgesattelt ist. Trotz den neuartigen – besonders kleinen – Laufrädern im abgesenkten Bereich des Hinterwagens beträgt die Fußbodenhöhe im Mittelteil allerdings noch 480 Millimeter, womit es sich eigentlich um &amp;#039;&amp;#039;Mittelflurwagen&amp;#039;&amp;#039; handelt. Deshalb muss beim Einstieg eine zusätzliche Stufe im Innenraum überwunden werden. Nach dem gleichen Konzept entstanden in den Jahren 1989/90 die [[SVB Be 4/8|zwölf Achtachser 731–742 des Typs Be 4/8]] für die [[Strassenbahn Bern|Straßenbahn Bern]]; auch sie haben noch eine Stufe im Innenraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchgängig niederflurige Straßenbahnwagen wurden erstmals 1989 von [[MAN]] für die [[Straßenbahn Bremen]] hergestellt. Der Prototyp der Baureihe [[GTxN/M/S|GT6N]] hatte eine durchgehende Bodenhöhe von 350&amp;amp;#x202f;mm, die im Türbereich auf 300&amp;amp;#x202f;mm abgesenkt war, und nahm den planmäßigen Fahrgastbetrieb im Juli 1990 auf. Die weltweit ersten in Serie produzierte Straßenbahnfahrzeuge, die über einen hundertprozentigen Niederfluranteil ohne Niveauunterschiede innerhalb des Fahrzeugs verfügten, waren 1993 die [[Fahrzeuge der Straßenbahn Frankfurt am Main#R|R-Wagen]] der [[Straßenbahn Frankfurt am Main]]. Diese [[Triebwagen]] wurden ursprünglich von Düwag entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kostenvergleich von Hoch- und Niederflur-Straßenbahnwagen zeigte eine Umfrage unter mehreren Straßenbahnbetreibern, dass für die Instandhaltung von 100-%-Niederflurwagen im Mittel Mehrkosten in Höhe von 20 % anfallen. Für die Instandhaltung der Infrastruktur werden um 15 % höhere Kosten angenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://regionsfraktion-gruene-hannover.de/sites/gruene-hannover.de/files/abschlussbericht_stadtbahn_hannover_2010_03_04.pdf |titel=Abschlussbericht - Entwicklung des Stadtbahnnetzes Hannover - Studie zum Einsatz von Niederflurfahrzeugen |autor=Thomas Siefer |hrsg=Institut für Verkehrswesen, Eisenbahnbau und -betrieb (TU Braunschweig) |datum=März 2010 |zugriff=2017-01-29 |seiten=111 |zitat=Eine weitere Erkenntnis der Unternehmen, die sowohl Hoch-, als auch Niederflur-Fahrzeuge im Einsatz haben, ist der direkte Kostenvergleich beider Systeme. Für die Wartung und Instandhaltung der Fahrzeuge werden im Mittel Mehrkosten in Höhe von 20 % genannt. Für die Wartung und Instandhaltung der Infrastruktur werden beim Einsatz von Niederflur-Fahrzeugen um 15 % höhere Kosten ermittelt. |format=PDF; 1,0 MB}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als wesentliche Gründe gelten die schnelle Einführung nicht langzeiterprobter Konstruktionsmerkmale in die Serienproduktion (unter anderem Laufwerke mit [[Losradsatz|Losrädern]], [[Radnabenmotor]]en) und solcher, die eigentlich aus Komfort- oder Verschleißgründen bereits als veraltet galten, unter den speziellen Anforderungen der Niederflurtechnik aber Vorteile versprachen (mit dem Wagenkasten drehsteif verbundene Laufgestelle statt [[Drehgestell]]e bei Multigelenkfahrzeugen, Verkleinerung oder Fortfall von [[Federung (Fahrzeug)|Federelementen]], sich im Gleis nicht selbstzentrierende [[Losradsatz|Losradsätze]]).&amp;lt;ref&amp;gt;H. Hondius: &amp;#039;&amp;#039;ÖPNV-Niederflur-Schienenfahrzeuge im Kommen.&amp;#039;&amp;#039; Folge 10, Teile 1 und 2. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Stadtverkehr (Zeitschrift)|Stadtverkehr]]&amp;#039;&amp;#039;, {{ISSN|0038-9013}}, Heft 1/1996, S. 21, und Heft 2–3/1996, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt; Andererseits können sorgfältig konstruierte Niederflurwagen auch weniger Verschleiß an Fahrzeug und Gleis als Hochflurwagen hervorrufen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dmg-berlin.info/page/downloads/vortrag_richter.pdf &amp;#039;&amp;#039;Der Avenio.&amp;#039;&amp;#039;] PDF auf ifs.rwth-aachen.de, S. 27 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Deshalb gingen einige Hersteller auch bei Fahrzeugen mit 100-%-Niederflurigkeit von festen Laufwerken zur Anwendung von Drehgestellen über, zum Beispiel bei den Fahrzeugtypen [[Škoda 15T|Škoda 15T ForCity]] und [[Alstom Citadis 304|Alstom Citadis X04]]. Niederflurige Jakobsdrehgestelle erfordern zwar einen im unteren Bereich schmaleren Durchgang, jedoch erübrigen sie die sonst in den Laufwerksmodulen erforderlichen Podeste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genve--genf-tpg-tram-714295.jpg|Einstiegs&amp;amp;shy;si&amp;amp;shy;tua&amp;amp;shy;tion bei den Gen&amp;amp;shy;fer Mit&amp;amp;shy;tel&amp;amp;shy;flur&amp;amp;shy;wagen&lt;br /&gt;
Bern-svb-bitte-eintreten--1263701.jpg|Berner Wagen mit Reklameaufschrift „Bitte eintreten..., nicht mehr einsteigen – Ihre SVB“&lt;br /&gt;
19911116a Landsberger Allee.jpg|Ein Bremer GT6N, hier auf Vor&amp;amp;shy;führ&amp;amp;shy;fahrt in Ber&amp;amp;shy;lin, einer der ers&amp;amp;shy;ten rei&amp;amp;shy;nen Nie&amp;amp;shy;der&amp;amp;shy;flur&amp;amp;shy;wa&amp;amp;shy;gen in Deutsch&amp;amp;shy;land&lt;br /&gt;
Basel BVB 1463Niederflur Nov2006.jpg|Basel: [[Schweizer Standardwagen|Schweizer Stan&amp;amp;shy;dard&amp;amp;shy;wa&amp;amp;shy;gen]] mit nach&amp;amp;shy;träg&amp;amp;shy;lich zwi&amp;amp;shy;schen den Dreh&amp;amp;shy;ge&amp;amp;shy;stel&amp;amp;shy;len ab&amp;amp;shy;ge&amp;amp;shy;senk&amp;amp;shy;tem Wa&amp;amp;shy;gen&amp;amp;shy;bo&amp;amp;shy;den&lt;br /&gt;
Škoda 15T, kryt podvozku.jpg|Prag: De&amp;amp;shy;tail&amp;amp;shy;an&amp;amp;shy;sicht ei&amp;amp;shy;nes Dreh&amp;amp;shy;ge&amp;amp;shy;stells eines Škoda 15T&lt;br /&gt;
Malaltplanka centra segmento.jpg|Innenansicht eines Wagens mit Niederflur&amp;amp;shy;mittelteil in Graz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:J26 997 Bf Schkeuditz, 1442 103.jpg|mini|Triebzug Talent 2 mit 600&amp;amp;#x202f;mm Einstiegshöhe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Eisenbahnverkehr ermöglichen Niederflurfahrzeuge stufenlose Einstiege, ohne die [[Bahnsteighöhe (Deutschland)|Bahnsteige auf 960&amp;amp;#x202f;mm]] über Schienenoberkante oder mehr anzuheben. Derart hohe Bahnsteige erschweren den Güterverkehr und insbesondere den Transport von großräumigen Ladungen auf [[Sonderwagen (Güterwagen der Gattung U)#Tiefladewagen|Tieflade- und Tragschnabelwagen]]. Einstiege vom Bodenniveau sind im Eisenbahnverkehr, von seltenen Ausnahmen abgesehen, nicht erforderlich. Angepasst an die im europäischen Netz üblichen [[Bahnsteighöhe#Europa|Bahnsteighöhen]] von 550 und 760&amp;amp;#x202f;mm liegen die Einstiegshöhen von niederflurigen Eisenbahnfahrzeugen zwischen 600 und 800&amp;amp;#x202f;mm über Schienenoberkante. Wegen der unter Fernbahnverhältnissen im Vergleich zu S- und U-Bahn-Systemen mit einheitlichem Fahrzeugpark nötigen größeren Differenz zwischen [[Lichtraumprofil|Lichtraum-]] und [[Fahrzeugbegrenzungslinie|Fahrzeugumgrenzungsprofil]] erfordern barrierefreie Einstiege zusätzlich eine Spaltüberbrückung zwischen Wagen und Bahnsteig, beispielsweise durch ausfahrbare Schiebetritte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbreitet wurden niederflurige Eisenbahnfahrzeuge ab den 1990er Jahren eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Roma - stazione Tuscolana - carrozza pilota a piano ribassato.jpg|Ab 1965 gebaute Serie der italienischen Staatsbahn&lt;br /&gt;
D-DB 55 80 22-75 014-2 Bpmdza Niebüll 15.04.2017.jpg|Ab 2005 betriebene [[Bombardier Married Pair|Bombardier-Married-Pair]]-Wagen&lt;br /&gt;
Ampz 19-91 203-3 Railjet 2.jpg|[[Railjet 2. Generation|Railjet-Wagen der zweiten Generation]], in Betrieb seit 2024&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Omnibus und Oberleitungsbus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogenannte „Niederflurbusse“ wurden vereinzelt schon vor dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] angeboten; sie entsprachen aber nicht der heutigen Definition des Begriffs. Diese Fahrzeuge, die man seinerzeit noch auf [[Lastkraftwagen|Lkw]]-[[Leiterrahmen]]-[[Fahrgestell]]e aufbaute, wiesen manchmal stufenarme Heckeinstiege hinter der Antriebsachse oder Stehperrons auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Entwicklungen von [[Theodor Pekol]] nach dem Zweiten Weltkrieg zu verschiedenen Neuerungen im deutschen Omnibusbau wie [[Heckmotor]], fahrgestellloser Leichtbauweise mit tiefem Schwerpunkt bekamen die &amp;#039;&amp;#039;[[Waggonbau Graaff|Niedersächsische Waggonfabrik Joseph Graaff GmbH]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Elze]], das [[Orion-Werk (Eschwege)|Orion-Werk]] in [[Eschwege]] sowie das [[Karosseriebauunternehmen]] &amp;#039;&amp;#039;[[Gebr. Ludewig]] GmbH&amp;#039;&amp;#039; in [[Essen]] je eine [[Lizenz]] zur Verwendung von Pekol-Entwicklungen zum Omnibusbau. Ludewig konstruierte daraufhin 1954 einen 8,215&amp;amp;nbsp;m langen Linienbus Ludewig H&amp;amp;#8239;4000 in Verbundbauweise mit einem Fahrgestell mit Heckmotor und einem stufenlosen Fußboden auf ca. 37&amp;amp;nbsp;cm Höhe über der Straßenebene, der damit einen frühen Niederflurbus für Einmannbetrieb darstellte. Der stufenlose Fußboden, der sich von vorn bis hinten erstreckte, beschränkte sich auf den Gang zwischen den Sitzen, die sich auf Podesten befanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Hanke: &amp;#039;&amp;#039;Niederflur anno 1954 · Ludewig H 4000&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Omnibusspiegel&amp;#039;&amp;#039;, Heft 25-2, S.&amp;amp;nbsp;22–28, Verlag Dieter Hanke, Bonn 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1960er Jahren gab es bei speziellen Bussen, besonders im Bereich der Mittel- oder Hecktür (hinter der Antriebsachse), niederflurige Lösungen, die aber noch nicht im Mittelpunkt des Interesses standen: [[Büssing AG#Senator/Präfekt|Büssing Senator&amp;amp;#x202f;DD]] ([[Doppeldeckerbus]] für Stockholm) und [[Trolleybus Solingen]] ([[Oberleitungsbus]] mit Wagenkästen von [[Gebr. Ludewig|Ludewig]] auf dreiachsigem Fahrwerk von [[Fried. Krupp Motoren- und Kraftwagenfabriken|Krupp]] für [[Solingen]]). Auch hatten die von der Fa. Ludewig gebauten [[Anderthalbdecker]] in der hinteren, doppelstöckigen Hälfte meist einen Niederflureinstieg im Untergeschoss. Aufgrund der seinerzeit vielfach verwendeten Mittelmotoren, die unterflur zwischen den Achsen montiert waren (erst mit der [[Standard-Bus|Standardisierung der Linienbusse]] ging man zu den ebenfalls unterflurigen Heckmotoren über), war es möglich, den Heckeinstieg nebst Stehplätzen stufenarm zu gestalten. Über Stufen im Mittelgang gelangte man in den übrigen Fahrgastraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den ersten „modernen“ Niederflurbus in Serie stellte [[Neoplan|Auwärter Neoplan]] 1976 vor (N&amp;amp;#x202f;814 mit Raddurchmesser von 832&amp;amp;#x202f;mm, Fußbodenhöhe 300&amp;amp;#x202f;mm mit stufenlosem Einstieg, aber zwei Stufen vor der Hinterachse, also eigentlich ein [[Low-Entry-Bus]]); es konnten jedoch nur wenige Exemplare verkauft werden, denn die Zeit war noch nicht reif für eine nennenswerte Nachfrage. Nachdem [[Kässbohrer Fahrzeugwerke|Kässbohrer]] 1984 mit dem [[Setra]] S&amp;amp;#x202f;300&amp;amp;#x202f;NC einen vollständigen, aber mäßig erfolgreichen Niederflurbus präsentiert hatte, versuchte Neoplan 1987 in Zusammenarbeit mit den [[Stadtwerke München|Stadtwerken München]] einen zweiten Anlauf und setzte eine stürmische Entwicklung in Gang. Nahezu alle zwischen 1987 und 1997 hergestellten [[Stadtbus (Fahrzeug)|Stadtbusse]] basierten auf dem [[Standard-Bus|Standard-Linienbus&amp;amp;#x202f;II]], der durch den [[Verband öffentlicher Verkehrsbetriebe]] (VÖV) ursprünglich als standardisierter Hochflur-Stadtbus entwickelt worden war. Hieraus entwickelten Auwärter Neoplan, Daimler-Benz und MAN erste Niederflur-Stadtbusse, zunächst noch mit [[Podest]]en auch unter den Sitzen im vorderen Bereich. Seit 1997 haben sich wieder nicht-standardisierte Lösungen herauskristallisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die komplizierte Antriebskonstruktion für Voll-Niederflurbusse teuer und die Zahl der Sitzplätze im Vergleich sehr klein ist, gibt es eine Kombination aus Niederflurbus und normalem Hochflurwagen: den &amp;#039;&amp;#039;[[Low-Entry-Bus]]&amp;#039;&amp;#039; (Tiefeinstiegsbus), bei dem nur der Vorderwagen einen niedrigen Boden hat, der Hinterwagen jedoch mit einer normalen Hinterachse mit einfacherem Antrieb mit unter dem Boden liegendem Dieselmotor und Getriebe verfügt und nur über Stufen oder eine Rampe erreichbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 stellte Neoplan mit dem [[N 4114 DE]] oder DES ein andersartiges Stadtbuskonzept vor: Der Fahrgastraum war durchgängig ebenerdig und ohne hintere Radkästen (Vorteile bei Wartung und Pflege). Der Motor war in einem „hinten angehängten“ Antriebsmodul über der lenkbaren Hinterachse untergebracht. Die Fahrzeuge hatten bereits einen [[dieselelektrisch]]en Antrieb. Je nach örtlichen Gegebenheiten hätten die Fahrzeuge individuell angepasst werden können (bis zu Trolley-Antrieb und Gelenkzügen mit 18,4&amp;amp;#x202f;m). Später verwendete Neoplan dieses Konzept auch beim [[Hybridantrieb|Hybrid]]-[[Midibus]] N&amp;amp;#x202f;6108. In beiden Fällen blieb es jedoch bei wenigen Exemplaren. Lediglich der [[Mercedes-Benz Cito]], ebenfalls ein dieselelektrischer Midibus, der nach denselben Prinzipien konstruiert war, brachte es auf größere Stückzahlen, wurde aber dennoch nach wenigen Jahren wegen unbefriedigenden Markterfolgs eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis heute sind [[Stadtbahn]]wagen und [[Regionalbus|Überlandbusse]] nicht in jedem Fall, [[Reisebus]]se fast nie niederflurig. Letztere sind wegen der langen Reiseweiten auf große Kofferräume angewiesen, die sich aus Platz- und Gründen der Fahrdynamik (Schwerpunktlage) nur zwischen den Achsen sinnvoll unterbringen lassen. Darüber hinaus wird bei diesen Fahrzeugen auch Wert auf eine hohe Sitzposition und gute Aussicht gelegt. Eine [[Barrierefreiheit]] kann in diesen Fahrzeugen daher nur über Rampen oder [[Hublift]]e ermöglicht werden, wie sie in speziell angefertigten [[Rollstuhlbus]]sen verwendet werden. Im Fernbus-Linienverkehr ist für Neuzulassungen seit 2016 der Einsatz von barrierefreien Fahrzeugen vorgeschrieben. Da Doppelstock- und bestimmte Superhochdecker-Reisebusse über stufenlose Einstiege verfügen, lassen sich dort ohne größeren konstruktiven Aufwand Stellflächen für Rollstühle und Kinderwagen schaffen. Die Kosten für einen konventionellen Niederflurbus mit Dieselantrieb liegen je nach Ausstattung und Modell bei 240.000–350.000&amp;amp;nbsp;Euro. Die Busse von Solaris sind in der Regel günstiger als Busse von MAN oder Mercedes-Benz. Als Kosten für einen konventionellen Niederflurbus mit Elektroantrieb wurden im Jahr 2017 zwischen 500.000 und 600.000&amp;amp;nbsp;Euro genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr |url=http://www1.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP18/Drucksachen/Schriftliche%20Anfragen/18_0001573.pdf |titel=Status quo des Einsatzes von Diesel-, Gas- und Elektrobussen in Bayern |werk=Bayrischer Landtag |hrsg=[[Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr]] |datum=2019-05-24 |seiten=3 |sprache=Deutsch |archiv-url=https://web.archive.org/web/20220430090738/http://www1.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP18/Drucksachen/Schriftliche%20Anfragen/18_0001573.pdf |archiv-datum=2022-04-30 |abruf=2022-04-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Trole mendocino.JPG|1967 war der [[Trolleybus Solingen|»Trolley&amp;amp;shy;bus Solingen«]] bereits partiell nieder&amp;amp;shy;flurig, hier 2008 in [[Mendoza (Argentinien)|Mendoza]], Argen&amp;amp;shy;tinien&lt;br /&gt;
Neoplan erster niederflurbus.jpg|1976 produ&amp;amp;shy;zierte [[Neoplan]] den ersten modernen Nieder&amp;amp;shy;flurbus&lt;br /&gt;
Passenger bus at Khudjand Airport, Tajikistan (2007-03-06).jpg|Auch [[Sattelzugomnibus|Sattelzug&amp;amp;shy;omnibusse]] sind oft niederflurig&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typische Fußbodenhöhen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mh strabtuer niederflur.jpeg|mini|Einstieg bei einem Niederflur-[[Straßenbahn]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;wagen in [[Darmstadt]]]]&lt;br /&gt;
Zum besseren Vergleich folgen einige typische Fußbodenhöhen:&lt;br /&gt;
* [[Ultra Low Floor|Niederstflur]]-Straßenbahnwagen: 200 mm (ULF, Sommerniveau)&lt;br /&gt;
* Niederflur-Straßenbahnwagen: 300–350 mm&lt;br /&gt;
* Eisenbahn niederflurig: 550 mm (neue [[Triebwagen|Trieb-]] oder [[Doppelstockwagen]])&lt;br /&gt;
* Hochflur-Straßenbahnwagen: über 600 mm&lt;br /&gt;
* Eisenbahn hochflurig: 800–1200 mm ([[Meterspur]]) oder 1300 mm ([[Regelspur]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für Niederflurfahrzeuge ==&lt;br /&gt;
=== Oberleitungsbusse und Omnibusse ===&lt;br /&gt;
* [[Mercedes-Benz-Bus|Mercedes-Benz]] [[Mercedes-Benz O 405 N|O 405 N]], O 520 ([[Mercedes-Benz Cito|Cito]]), O 530 ([[Citaro]]), [[Mercedes-Benz CapaCity|Capacity]]&lt;br /&gt;
* [[MAN Nutzfahrzeuge|MAN]] NL xx2, NL xx3, [[MAN Lion’s City|Lion’s City]]&lt;br /&gt;
* [[Solaris Bus &amp;amp; Coach|Solaris]] Urbino&lt;br /&gt;
* [[Neoplan]] N 814, N 40xx NF, Regioliner (N 30xx), Centroliner (N 44xx), [[Neoplan Centroliner Evolution|Centroliner Evolution (N 45xx)]]&lt;br /&gt;
* [[Setra]] S 300 NC, S 215 NR, S 315 NF, S 319 NF, [[Setra S 415 NF|S 415 NF]]&lt;br /&gt;
* [[Scania]] Omnicity, Omnilink&lt;br /&gt;
* [[Volvo Group|Volvo]] 7500, [[Volvo 7700]], 8500 LE, 8700 LE&lt;br /&gt;
* [[Carrosserie Hess|Hess]] [[Hess Swisstrolley|Swisstrolley]], [[Hess lighTram Trolley|lighTram Trolley]]&lt;br /&gt;
* [[Ikarus (Bushersteller)|Ikarus]] 412, 417, 489 Polaris, V127&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenbahnwagen ===&lt;br /&gt;
* [[Alstom Citadis]]&lt;br /&gt;
* [[Alstom RegioCitadis]]&lt;br /&gt;
* [[Alstom Cityway]]&lt;br /&gt;
* [[AnsaldoBreda]] [[AnsaldoBreda Sirio|Sirio]]&lt;br /&gt;
* [[Bombardier Transportation|Bombardier]] [[VBZ Be 5/6|Cobra]] der [[Verkehrsbetriebe Zürich|VBZ]]&lt;br /&gt;
* [[Bombardier Transportation|Bombardier]] [[Flexity 2]]&lt;br /&gt;
* [[Bombardier Transportation|Bombardier]] [[Flexity Outlook]] ([[Cityrunner]] und [[Eurotram]])&lt;br /&gt;
* [[Bombardier Transportation|Bombardier]] [[Flexity Classic]]&lt;br /&gt;
* [[Bombardier Transportation|Bombardier]] [[Flexity Berlin]]&lt;br /&gt;
* [[Bombardier Transportation|Bombardier]] [[Flexity Link]]&lt;br /&gt;
* [[Bombardier Transportation|Bombardier]] [[Flexity Swift]] (einige Varianten der Serie wie die K4000 und K4500 der [[Kölner Verkehrs-Betriebe|KVB]], umfasst aber auch [[hochflur]]ige Ausführungen)&lt;br /&gt;
* [[Bombardier Transportation|Bombardier]] [[Incentro]]&lt;br /&gt;
* [[CROTRAM]] [[ZET 2200]]&lt;br /&gt;
* [[DUEWAG|Duewag]] (später [[Siemens Mobility|Siemens]]) [[Fahrzeuge der Straßenbahn Frankfurt am Main#R|R-Wagen]] der [[Straßenbahn Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
* [[HeiterBlick]] [[Leoliner]] Eigenproduktion der [[Leipziger Verkehrsbetriebe]]&lt;br /&gt;
* [[Siemens Mobility|Siemens Avenio]]&lt;br /&gt;
* [[Siemens Mobility|Siemens]] [[Combino]]&lt;br /&gt;
* [[Siemens Mobility|Siemens]] [[Ultra Low Floor|ULF]] der [[Wiener Linien]]&lt;br /&gt;
* [[Škoda 03T]]&lt;br /&gt;
* [[Škoda 10T]]&lt;br /&gt;
* [[Škoda 15 T]]&lt;br /&gt;
* [[Škoda Elektra]]&lt;br /&gt;
* [[Stadler Rail|Stadler]] [[Variobahn]]&lt;br /&gt;
* [[Stadler Rail|Stadler]] [[Stadler Tango|Tango]]&lt;br /&gt;
* [[Tatra KTNF6]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahnfahrzeuge ===&lt;br /&gt;
* [[Alstom Coradia Continental]]&lt;br /&gt;
* [[Alstom Coradia LINT]]&lt;br /&gt;
* [[Alstom Coradia LIREX]]&lt;br /&gt;
* [[Bombardier Talent]]&lt;br /&gt;
* [[Bombardier ITINO]]&lt;br /&gt;
* [[Siemens Desiro Classic]]&lt;br /&gt;
* [[Stadler Regio-Shuttle RS1]]&lt;br /&gt;
* Niederflur-[[Doppelstockwagen]]&lt;br /&gt;
* [[Niederflurwagen (Schweiz, Schmalspur)|Niederflurwagen Schmalspur]]&lt;br /&gt;
* [[Bombardier Talent 2]]&lt;br /&gt;
* [[RegioSprinter]]&lt;br /&gt;
* [[Škoda RegioPanter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßenbahntechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentlicher Personennahverkehr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Omnibusse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Yen Zotto</name></author>
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