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	<title>Nieder Prauske - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T13:28:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nieder_Prauske&amp;diff=1389462&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wivoelke: Einw-Quelle; Fläche; Einleitung; Weblinks</title>
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		<updated>2026-04-10T08:26:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einw-Quelle; Fläche; Einleitung; Weblinks&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Nieder Prauske&lt;br /&gt;
| Alternativname         = {{lang|hsb|Delnje Brusy}}&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Rietschen&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51/23/10/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 14/46/20/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Sachsen&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 146 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = 351&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2009-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref name=&amp;quot;MA Rietschen&amp;quot;&amp;gt;Angabe des Einwohnermeldeamtes Rietschen mit Stand vom 31. Dezember 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1938-04-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 02956&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 035772&lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Rietschen Nieder-Prauske Aerial.jpg|mini|Luftbild 2019]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nieder Prauske&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{OrtsnSorb|hsb|Delnje Brusy|Audio=Hsb-Delnje-Brusy.ogg}}, ist ein [[Dorf]] uns seit 1933 eine [[Ortslage]] in der [[Sachsen|sächsischen]] Gemeinde [[Rietschen]] im [[Landkreis Görlitz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Namenspräfix &amp;#039;&amp;#039;Nieder&amp;#039;&amp;#039; dient zur Unterscheidung von der etwa 20 Kilometer südwestlich liegenden Ortschaft [[Ober Prauske]]. Beide Orte befinden sich im [[Sorbisches Siedlungsgebiet|sorbischen Siedlungsgebiet]] in der [[Oberlausitz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Nieder Prauske liegt südwestlich von Rietschen an der von dort nach [[Boxberg (Oberlausitz)|Boxberg]] führenden [[Staatsstraße (Sachsen)|Staatsstraße]]&amp;amp;nbsp;131. Umliegende Ortschaften sind die zur Gemeinde Rietschen gehörenden Orte [[Neuliebel]] im Westen, [[Hammerstadt (Rietschen)|Hammerstadt]] im Nordwesten, [[Werda (Rietschen)|Werda]] im Norden, Rietschen und [[Neuhammer (Rietschen)|Neuhammer]] im Nordosten und [[Teicha (Rietschen)|Teicha]] im Osten. Südlich von Nieder Prauske liegt die zum [[Niesky]]er Ortsteil [[Kosel (Niesky)|Kosel]] gehörende Siedlung Zedlig. [[Daubitz]], zu dessen Kirchspiel Nieder Prauske bis ins 20. Jahrhundert gehörte, liegt etwa fünf Kilometer nordöstlich entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während zwischen den Ortschaften der Gemeinde Rietschen große Feldflächen und nur wenige Wälder liegen, schließen sich südlich der Achse Neuliebel–Nieder Prauske–Teicha weiträumige Wälder an, wobei die drei Ortschaften jeweils von einem kleinen Feldgürtel umgeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich von Nieder Prauske verlaufen aus Rietschen kommend die [[Bundesstraße 115]] in Richtung Niesky und die [[Bahnstrecke Berlin–Görlitz]] in Richtung [[Hähnichen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ortsgeschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:PC nebst HM - Viereichen.png|mini|hochkant=2|Ausschnitt aus einer [[:Datei:Priebussischer Creis nebst Herrschaft Muska.png|Karte der Herrschaft Muskau]] (1745) mit der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Brausberg&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gräberfunde belegen eine Besiedlung der Gemarkung bereits in der [[Bronzezeit]]. Nachdem weite Teile der nördlichen [[Oberlausitz]] seit der [[Völkerwanderung]] jahrhundertelang unbesiedelt waren, setzte deren Wiederbesiedlung zumeist im 12. und 13. Jahrhundert ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wann Nieder Prauske angelegt wurde, ist heute unklar, zumal auch die Namensähnlichkeit und geographische Nähe zu Ober Prauske keine eindeutige Zuordnung früher Urkunden zulassen. So ist beispielsweise bei zwei Dokumenten im Bautzener Domstiftsarchiv aus dem Jahr 1293, die &amp;#039;&amp;#039;uilla Bruzk&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;villa Bruzch&amp;#039;&amp;#039; nennen, unklar, ob sie sich auf Nieder Prauske beziehen. Auch bei &amp;#039;&amp;#039;Heyne de Prusig&amp;#039;&amp;#039;, der 1389 in einer Görlitzer Ratsrechnung genannt wird, lassen sich keine eindeutigen Rückschlüsse auf seinen Wohnsitz finden. Eine gesicherte urkundliche Erwähnung fand 1456 unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Prawsk&amp;#039;&amp;#039; statt. Die Form des Dorfes als erweiterter [[Rundweiler]] lassen auf eine sorbische Ortsgründung schließen, die von deutschen Siedlern während der Zeit der [[Deutsche Ostsiedlung|Ostsiedlung]] erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens seit der [[Reformation]] war Nieder Prauske nach Daubitz eingepfarrt. Nachdem die Daubitzer Grundherrschaft im 17. Jahrhundert das [[Rittergut]] Rietschen erwarb, wurde das [[Gutshof|Gut]] Nieder Prauske als [[Vorwerk (Gutshof)|Vorwerk]] in Erbpacht mit diesem verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Königreich Sachsen]] musste 1815 viele Landesteile an Preußen abtreten, da es in den [[Befreiungskriege|napoleonischen Kriegen]] an französischer Seite kämpfte. So kamen unter anderem die seit dem [[Prager Frieden (1635)|Prager Frieden]] zu Sachsen gehörige [[Niederlausitz]] und der nordöstliche Teil der Oberlausitz an Preußen. Infolgedessen wurde Nieder Prauske 1816 dem neu gegründeten [[Landkreis Rothenburg (Ob. Laus.)|Landkreis Rothenburg]] ([[Provinz Schlesien]]) zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1847 wurde eine Schule gebaut, die 1912 gegen einen Neubau ersetzt wurde. Das Gebäude wird jetzt als Wohnhaus genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Einführung der [[Amtsbezirk (Preußen)|Amtsbezirke]] in Preußen wurde die Landgemeinde Nieder Prauske 1874 zusammen mit den Landgemeinden Rietschen und Werda und den gleichnamigen [[Gutsbezirk]]en dem Amtsbezirk Rietschen zugeordnet. Im Laufe der Zeit wurde der Amtsbezirk vergrößert und die Gutsbezirke in die jeweiligen Gemeinden eingegliedert. Am 1. April 1938 wurden Werda (seit 1936 &amp;#039;&amp;#039;Inselheide&amp;#039;&amp;#039;) und Nieder Prauske nach Rietschen eingegliedert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amtsbezirk Rietschen&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://territorial.de/ndschles/rothenbg/rietsch.htm |titel=Territoriale Veränderungen in Deutschland und deutsch verwalteten Gebieten 1874–1945: Amtsbezirk Rietschen |zugriff=2014-10-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nieder Prauske wurden zwei [[Ziegelei]]en betrieben. Die Produktion der Gutsziegelei wurde 1915 eingestellt, die andere Ziegelei wurde gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] durch Kampfeinwirkungen zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg kam der schlesische Teil der Oberlausitz wieder an Sachsen. Mit der Auflösung der Länder in der DDR wurde Rietschen 1952 dem [[Kreis Weißwasser]] im [[Bezirk Cottbus]] zugeordnet. 1956 wurde Nieder Prauske von Daubitz nach Rietschen umgepfarrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schule wurde 1977 geschlossen, seitdem erhalten die Schüler in Rietschen und Daubitz Unterricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1990 bis 1993 wurde Nieder Prauske in Richtung Rietschen um eine Wohnsiedlung erweitert, die für vom [[Tagebau Reichwalde]] betroffene Umsiedler aus der Gemeinde [[Viereichen]] angelegt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1825&amp;lt;ref name=&amp;quot;HOV&amp;quot;&amp;gt;{{HOV|URL=Prauske, Nieder-}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ||align=right| 237&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1871 ||align=right| 388&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1885 ||align=right| 439&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1905 ||align=right| 504&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1925 ||align=right| 625&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1938&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heimatbuch NOL&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Von der Muskauer Heide zum Rotstein&amp;#039;&amp;#039;, S. 249&amp;lt;/ref&amp;gt; ||align=right| 662&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2002 ||align=right| 374&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 ||align=right| 351&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1777 wirtschafteten in Nieder Prauske 4&amp;amp;nbsp;[[Hufner|besessene Mann]], 7&amp;amp;nbsp;[[Gärtner#Der Gärtner als Kleinbauer|Gärtner]] und 17&amp;amp;nbsp;[[Häusler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1825 und 1925 stieg die Einwohnerzahl von 237 um mehr als das Doppelte auf 625 an. Bis zur 1938 erfolgten Eingemeindung ist nochmals ein Anstieg um etwa 40 Einwohner zu verzeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus [[Arnošt Muka]]s Statistik der Sorben in der Oberlausitz geht hervor, dass Nieder Prauske Anfang der 1880er Jahre bereits nahezu gänzlich deutsch besiedelt war. Er zählte unter 408 Einwohnern 10 [[Sorben]]. Auch in Neuliebel, Hammerstadt, Werda, Rietschen, Neuhammer, Daubitz und Teicha war der Anteil der sorbischen Bevölkerung ähnlich gering, während in den westlicher gelegenen Orten [[Altliebel]], [[Mocholz]] und [[Viereichen]] eine umgekehrte Struktur vorlag.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Muka&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ernst Tschernik |Titel=Die Entwicklung der sorbischen Landbevölkerung |Reihe=Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin – Veröffentlichungen des Instituts für Slawistik |BandReihe=4 |Verlag=Akademie-Verlag |Ort=Berlin |Datum=1954 |Seiten=116–123}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsname ===&lt;br /&gt;
Der Ortsname entwickelte sich, von den unsicheren Nennungen Bruzk, Bruzch und Prusig abgesehen, von Prawsk (1456) über Prawssigk (1515), Brauske (1732), Brausberg (1745), Prauska (1791) zu Prauske (1845). Wie bei [[Ober Prauske]] leiten sich der deutsche und der obersorbische Name vom altsorbischen Wort &amp;#039;&amp;#039;{{lang|wen|brus}}&amp;#039;&amp;#039; „[[Wetzstein]]“ ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ernst Eichler (Linguist)|Ernst Eichler]]/[[Hans Walther (Onomastiker)|Hans Walther]] |Titel=Ortsnamenbuch der Oberlausitz – Studien zur Toponymie der Kreise Bautzen, Bischofswerda, Görlitz, Hoyerswerda, Kamenz, Löbau, Niesky, Senftenberg, Weißwasser und Zittau. I Namenbuch |Reihe=Deutsch-slawische Forschungen zur Namenkunde und Siedlungsgeschichte |BandReihe=28 |Verlag=Akademie-Verlag |Ort=Berlin |Datum=1975 |Seiten=233}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Von der Muskauer Heide zum Rotstein. Heimatbuch des Niederschlesischen Oberlausitzkreises |Verlag=Lusatia Verlag |Ort=Bautzen |Datum=2006 |ISBN=3-929091-96-8 |Seiten=249&amp;amp;nbsp;f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Nieder Prauske/Delnje Brusy}}&lt;br /&gt;
* {{HOV|Niederprauske|Nieder Prauske}}&lt;br /&gt;
* [https://www.rietschen-online.de/leben/sehenswuerdigkeiten/zahlen-fakten-ortsgeschichte &amp;#039;&amp;#039;Ortsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;] In: Webauftritt der Gemeinde Rietschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Rietschen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Oberlausitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Görlitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Görlitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Rietschen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1938]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wivoelke</name></author>
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