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	<title>Nieder Neuendorf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T12:38:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nieder_Neuendorf&amp;diff=453164&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-65799-5: Seit einiger Zeit fährt durch Nieder Neuendorf nicht mehr der Bus 136, welcher nur noch innerhalb Berlins fährt. Dafür wurde der neue Expressbus X36 eingeführt, welche diese Strecke übernimmt.</title>
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		<updated>2025-09-19T16:42:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Seit einiger Zeit fährt durch Nieder Neuendorf nicht mehr der Bus 136, welcher nur noch innerhalb Berlins fährt. Dafür wurde der neue Expressbus X36 eingeführt, welche diese Strecke übernimmt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Hennigsdorf&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 52/36/30/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 13/11/56/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-BB&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 31&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = &lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = &lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1923&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 16761&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 03302&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nieder Neuendorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, gelegentlich auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Niederneuendorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geschrieben, ist ein [[Wohnplatz]] der Stadt [[Hennigsdorf]] und liegt nordwestlich von [[Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Niederneuendorfer see 1982.jpg|mini|Nieder Neuendorfer See von [[Berlin-Heiligensee]] aus gesehen, 1982]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort erstreckt sich entlang der hier zum [[Nieder Neuendorfer See]] aufgeweiteten [[Havel]], in deren Mitte die Landesgrenze zwischen den Bundesländern Brandenburg und Berlin verläuft. Auf dem östlichen Seeufer liegt der Berliner [[Bezirk Reinickendorf]] (Ortsteil [[Berlin-Heiligensee|Heiligensee]]). Im Süden grenzt Nieder Neuendorf an den Ortsteil [[Papenberge (Hennigsdorf)|Papenberge]]. Im Norden wird Nieder Neuendorf vom Ortsteil Hennigsdorf durch den [[Havelkanal]] getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gut Nieder-Neuendorf Sammlung Duncker.jpg|mini|Gut Nieder Neuendorf um 1860, Sammlung [[Alexander Duncker]]]]&lt;br /&gt;
Im [[Mittelalter]] gewann der Ort Bedeutung durch den [[Fähre|Fährverkehr]] nach Heiligensee. Das &amp;#039;&amp;#039;Gut Nieder Neuendorf&amp;#039;&amp;#039; wurde 1885 von dem Verleger [[Emil Cohn (Verleger)|Emil Cohn]] erworben, der nach und nach weitere Grundstücke ringsum aufkaufte. Dessen Kinder verkauften das Gut und einen Teil der Grundstücke ab 1909 an die [[AEG]], die wenig später hier und im angrenzenden Hennigsdorf einen ihrer größten Produktionsstandorte errichtete. Westlich von Nieder Neuendorf entstand 1912 ein AEG-[[Werksflugplatz|Werkflugplatz]]. Emil Cohns Erben planten 1932, die restlichen Grundstücke zu parzellieren und als Bauland für den Bau von Einfamilienhäusern zu verkaufen. Die [[Machtergreifung|Machtübernahme]] der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] verhinderte die weitere Fortführung des Projektes. Die Erben wurden 1938 gezwungen, ihre Grundstücke unter Wert an die [[Gewobag]] zu verkaufen. Viele Mitglieder der Familie Cohn kamen in den [[Vernichtungslager]]n um. Der schon zu Beginn der 1940er Jahre angefangene Bau des &amp;#039;&amp;#039;Cohnschen Viertels&amp;#039;&amp;#039; (damals für „Rüstungsarbeiter der AEG“) wurde in den 1950er Jahren fortgesetzt (Nauener, Hirsch- und Fasanenstraße).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nieder Neuendorf wurde 1923 nach Hennigsdorf eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des [[Havelkanal]]s wurde 1951 unter dem Namen „Paretz-Niederneuendorfer Kanal“ begonnen, um den Schiffsverkehr um [[West-Berlin]] herumführen zu können. Nach der Fertigstellung 1953 hieß er zunächst „Kanal des Friedens“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die evangelische Gemeinde Nieder Neuendorf gehört zum [[Kirchenkreis]] Berlin Nord-Ost (bis 2008: &amp;#039;&amp;#039;Berlin-Pankow&amp;#039;&amp;#039;) im [[Sprengel (evangelisch)|Sprengel]] Berlin der [[Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz|Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg–schlesische Oberlausitz]].&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Euhausen: &amp;#039;&amp;#039;Nieder Neuendorf – Zur Geschichte eines märkischen Dorfes&amp;#039;&amp;#039;. 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauwerke ==&lt;br /&gt;
=== Dorfkirche ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Nieder Neuendorf church.jpg|mini|Dorfkirche in Nieder Neuendorf]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Dorfkirche Nieder Neuendorf}}&lt;br /&gt;
Mittelpunkt des Ortskerns ist die aus [[Feldstein (Baumaterial)|Feldsteinen]] errichtete &amp;#039;&amp;#039;[[Dorfkirche]]&amp;#039;&amp;#039;, die älteste im Stadtgebiet von Hennigsdorf. Das Altarkreuz und die Leuchter entwarf [[Karl Friedrich Schinkel]]. Den Innenraum prägt seit 1948 die sparsame Glasmalerei von [[Carl Crodel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grenzturm ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grenzturm-hdf.jpg|mini|hochkant|Alter Grenzturm in Nieder Neuendorf]]&lt;br /&gt;
Aus der Zeit der [[Deutsche Teilung|Teilung Deutschlands]] und der Abriegelung [[West-Berlin]]s durch die [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] zwischen 1961 und 1989 ist ein [[Beobachtungsturm der Grenztruppen der DDR|Grenzturm]] erhalten, in dem eine Ausstellung zur [[Berliner Mauer]] untergebracht ist.&lt;br /&gt;
Im südlich gelegenen Waldstück [[Papenberge (Hennigsdorf)|Papenberge]], unweit von diesem Grenzturm, liegen zwei ehemalige [[Exklave]]n West-Berlins, Fichtewiese und [[Erlengrund (Berlin)|Erlengrund]]. Diese wurden zu DDR-Zeiten von West-Berliner Bürgern als [[Kleingarten|Gartenkolonie]] genutzt. Die Exklave Erlengrund ließ sich nur per Boot aus dem gegenüberliegenden Berliner Stadtteil [[Berlin-Konradshöhe|Konradshöhe]] erreichen, die Exklave Fichtewiese bis zu einem Gebietsaustausch am 1. Juli 1988 nur durch ein Tor im Grenzzaun.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.stadtentwicklung.berlin.de/verkehr/mobil/fahrrad/radrouten/de/mauerweg_3/download/radkarte_mauerweg3.pdf |text=Berliner Mauerweg: Übersichtskarte. |format=PDF; 12&amp;amp;nbsp;MB |wayback=20160405213538 |archiv-bot=2019-05-03 23:41:19 InternetArchiveBot}} Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Boetzowbahn-spandau.jpg|mini|Gleise der Bötzowbahn zwischen Berlin-Spandau und Nieder Neuendorf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bahnhof Nieder Neuendorf 1.jpg|mini|Das ehemalige Bahnhofsgebäude in Nieder Neuendorf]]&lt;br /&gt;
Nieder Neuendorf liegt an der brandenburgischen Landesstraße 172, die von der Stadtgrenze Berlin ([[Berlin-Hakenfelde]]) bis nach Hennigsdorf verläuft. Eine von den [[Berliner Verkehrsbetriebe]]n (BVG) und der [[Oberhavel Verkehrsgesellschaft]] (OVG) gemeinsam betriebene Buslinie X36 verbindet Berlin-Spandau und Hennigsdorf mit vier Haltestellen in Nieder Neuendorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1909 und 1952 war Nieder Neuendorf Bahnstation an der Bahnstrecke Spandau–Bötzow der sogenannten [[Bötzowbahn]], die von den [[Osthavelländische Kreisbahnen|Osthavelländischen Kreisbahnen]] betrieben wurde. Die Gleise dieser Bahn benutzte zwischen 1923 und 1945 auch die [[Spandau-West–Hennigsdorfer Kleinbahn]]. Es handelte sich um eine straßenbahnähnliche [[Kleinbahn]], die als Linie 120 Bestandteil des [[Straßenbahn Berlin|Berliner Straßenbahnnetzes]] war. Den historischen Bezug zur einstigen Bahnanbindung stellt noch heute die Nieder Neuendorfer Bahnhofstraße her, die zum ehemaligen und noch erhaltenen Bahnhofsgebäude (heute Privateigentum) führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Nieder Neuendorf führen der [[Berliner Mauerweg]], der [[Radweg Berlin–Kopenhagen]] und der [[Havelradweg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Mit dem Ort verbunden ===&lt;br /&gt;
* [[Johann Georg von Ribbeck der Jüngere|Johann Georg II. von Ribbeck]] (1601–1666), Hauptmann von Spandau, Gutsbesitzer zu Nieder Neuendorf von 1633 bis 1640.&lt;br /&gt;
* [[Gustav von Bennigsen]] (1790–1867), preußischer Generalmajor.&lt;br /&gt;
* [[Emil Cohn (Verleger)|Emil Cohn]] (1832–1905), Verleger, Gutsbesitzer zu Nieder Neuendorf von 1885 bis 1905.&lt;br /&gt;
* [[Theodor Schauenburg]] (1885–1917), AEG-Testflieger und Fluglehrer, stürzte 1917 bei Looping-Versuchen in Nieder Neuendorf tödlich ab.&lt;br /&gt;
* [[Walter Hoefig]] (1889–1918), Flugpionier, Flieger bei der AEG in Hennigsdorf, stürzte 1918 in Nieder Neuendorf tödlich ab.&lt;br /&gt;
* [[Otto Nuschke]], (1883–1957), Vorsitzender der [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|Ost-CDU]] und stellvertretender Ministerpräsident der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] lebte nach seinem Berufsverbot 1933 als Landwirt in Nieder Neuendorf, wo er dann auch am 27. Dezember 1957 starb. Anfang der 1920er Jahre hatte er hier 70 [[Morgen (Einheit)|Morgen]] Ackerland erworben. 1924 bis 1926 ließ er einen kleinen Hof mit Wohnhaus und Stall errichten, den sein Sohn bewirtschaften sollte. Nach seiner 1923 verstorbenen ersten Ehefrau nannte er das Anwesen „Gertrudenhof“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
In Nieder Neuendorf mündete der im Zusammenhang mit der Entwässerung des [[Havelländisches Luch|Havelländischen Luchs]] angelegte [[Nieder Neuendorfer Kanal]] in die Havel. Mit dem [[Mauerbau]] direkt an der Havel wurde der Mündungsbereich des Kanals aufgegeben.&lt;br /&gt;
[[Datei:Havelkanal-Havel-Paretz-30-V-07-03.jpg|mini|Der Beginn des Havelkanals am Nieder Neuendorfer See der Havel]]&lt;br /&gt;
An der Ortsgrenze zu Hennigsdorf am [[Nieder Neuendorfer See]] nimmt der [[Havelkanal]] seinen Anfang, der von km&amp;amp;nbsp;0,41 an der Havel bis nach [[Paretz]] und wieder in die Havel bei km&amp;amp;nbsp;34,59 führt. Er wurde auf Beschluss des [[Ministerrat der DDR|Ministerrates der DDR]] vom 19. April 1951 angelegt, u.&amp;amp;nbsp;a. um die Schifffahrt auf der Havel durch [[West-Berlin]]er Gebiet (Spandau) zu umgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]] war die Einwohnerzahl des Wohnplatzes aufgrund der Lage an der DDR-Grenze auf 300 gesunken. Seitdem wurden durch umfangreiche Planungsmaßnahmen neue Gebiete erschlossen, insbesondere ein Wohngebiet am Yachthafen. Die Einwohnerzahl ist bis Ende 2008 auf fast 4500 gestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{SammlungDunckerGrafik |Titel=Nieder-Neuendorf |Band=11 |Blatt=611 |zlb=51}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gliederung Hennigsdorf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Oberhavel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hennigsdorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Havel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Oberhavel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-65799-5</name></author>
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