<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Nieder-Wiesen</id>
	<title>Nieder-Wiesen - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Nieder-Wiesen"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nieder-Wiesen&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-27T10:16:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nieder-Wiesen&amp;diff=1228279&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gustav moenus: Ergänzungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nieder-Wiesen&amp;diff=1228279&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-10-25T11:25:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Art               = Ortsgemeinde&lt;br /&gt;
|Wappen            = DEU Nieder-Wiesen COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 49.7305&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 7.97853&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Nieder-Wiesen in AZ.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Rheinland-Pfalz&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Alzey-Worms&lt;br /&gt;
|Verbandsgemeinde  = Alzey-Land&lt;br /&gt;
|Höhe              = 225&lt;br /&gt;
|PLZ               = 55234&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 06736&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 07331051&lt;br /&gt;
|Adresse-Verband   = Weinrufstraße 38&amp;lt;br /&amp;gt;55232 Alzey&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.nieder-wiesen.de/ www.nieder-wiesen.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Holger Waldschmidt&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel = Ortsbürgermeister&lt;br /&gt;
|Partei            = FWG&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nieder-Wiesen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Ortsgemeinde (Rheinland-Pfalz)|Ortsgemeinde]] im [[Landkreis Alzey-Worms]] in [[Rheinland-Pfalz]]. Sie gehört der [[Verbandsgemeinde Alzey-Land]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
In Nieder-Wiesen geht das [[Rheinhessisches Hügelland|rheinhessische Hügelland]] in die Ausläufer des [[Nordpfälzer Bergland]]es über. So verläuft auch 500&amp;amp;nbsp;m südlich des Dorfes dem [[Wiesbach (Nahe)|Wiesbach]] entlang die alte Grenzlinie zwischen dem [[Großherzogtum Hessen]] („GH“) und dem pfälzischen Gebiet des [[Königreich Bayern|Königreiches Bayern]] („KB“). Am Grenzverlauf finden sich heute noch die alten Grenzsteine mit den genannten Initialen. Auch die Kreisgrenze zwischen dem [[Landkreis Alzey-Worms]] und dem [[Donnersbergkreis]] sowie der Übergang der [[Evangelische Kirche in Hessen und Nassau|Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau]] zur [[Evangelische Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche)|Protestantischen Kirche der Pfalz]] folgen noch heute dieser historischen Grenzlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Am Ende des [[HRR|Alten Reichs]] gehörte Nieder-Wiesen den [[Hunolstein (Adelsgeschlecht)|Freiherren zu Hunolstein]].&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Kraft: &amp;#039;&amp;#039;Ortsverzeichnis zur Historischen Karte der Pfalz und Rheinhessens 1789&amp;#039;&amp;#039;. [[Landesarchiv Speyer]] 2009, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Einnahme des [[Linkes Rheinufer|linken Rheinufers]] durch [[französische Revolution]]struppen wurde die Region 1793 von [[Erste Französische Republik|Frankreich]] [[Annexion|annektiert]].&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Mainzer Republik}}&lt;br /&gt;
Verzögert durch die [[Koalitionskriege]] wurde die Annexion erst nach 1797 konsolidiert und Nieder-Wiesen gehörte von 1798 bis 1814 zum [[Kanton Alzey]] im [[Departement Donnersberg]]. Gerichtlich war im Bereich des Kantons für die [[Zivilgerichtsbarkeit (Deutschland)|Zivilgerichtsbarkeit]] das [[Friedensgericht Alzey]] zuständig, für die Angelegenheiten der [[Freiwillige Gerichtsbarkeit (Deutschland)|freiwilligen Gerichtsbarkeit]] im übrigen [[Notariat]]e.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Lehne: &amp;#039;&amp;#039;Historisch-statistisches Jahrbuch des Departements vom Donnersberge für das Jahr 9 der fränkischen Republik&amp;#039;&amp;#039;. Pfeiffer, Mainz 1801, S. 174. ([https://gdz.sub.uni-goettingen.de/download/pdf/PPN715895273/LOG_0012.pdf#page=15 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund 1815 auf dem [[Wiener Kongress]] getroffener Vereinbarungen und eines 1816 zwischen dem [[Großherzogtum Hessen]], [[Kaisertum Österreich|Österreich]] und [[Königreich Preußen|Preußen]] geschlossenen Staatsvertrags kam Rheinhessen, und damit auch die Gemeinde Nieder-Wiesen, zum Großherzogtum Hessen, das das neu erworbene Gebiet als [[Rheinhessen (Provinz)|Provinz Rheinhessen]] organisierte. Nach der Auflösung der [[Kanton (Großherzogtum Hessen)|Kantone]] in der Provinz kam der Ort 1835 zum neu errichteten [[Landkreis Alzey|Kreis Alzey]], zu dem er bis 1969 gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Friedensgericht Alzey wurde 1879 aufgelöst und durch das [[Amtsgericht Alzey]] ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://starweb.hessen.de/cache/hessen/regierungsblatt/hessisches_regierungsblatt_1879.pdf#page=197 &amp;#039;&amp;#039;Verordnung zur Ausführung des Deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes und des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze&amp;#039;&amp;#039;] vom 14. Mai 1879. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt]]&amp;#039;&amp;#039; Nr. 15 vom 30. Mai 1879, S. 197 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gehörte die Gemeinde zur [[Französische Besatzungszone|französischen Besatzungszone]] und wurde 1946 Teil des neu gebildeten Landes [[Rheinland-Pfalz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
Nieder-Wiesen ist ein weitgehend protestantisch geprägtes Dorf. Es gibt eine evangelische Kirche, eine katholische Kirche ist erst in den Nachbardörfern zu finden. Bis zur Verfolgung und Vernichtung durch die Nationalsozialisten lebte in Nieder-Wiesen eine bemerkenswert große jüdische Gemeinde, die etwa ein Drittel der Bevölkerung ausmachte. Die damals bestehende Synagoge wurde im Zusammenhang mit der [[Novemberpogrome 1938|Reichspogromnacht 1938]] gebrandschatzt und zerstört. Davon zeugt heute eine Gedenktafel an der evangelischen Kirche. An die jüdische Gemeinde erinnert noch ein ca. 400&amp;amp;nbsp;m südlich des Ortsgebietes liegender  [[Jüdischer Friedhof Nieder-Wiesen|jüdischer Friedhof]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Der [[Gemeinderat (Deutschland)|Gemeinderat]] in Nieder-Wiesen besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der [[Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz 2024|Kommunalwahl am 9.&amp;amp;nbsp;Juni 2024]] in einer [[Kommunalwahlrecht (Rheinland-Pfalz)#PV|personalisierten Verhältniswahl]] gewählt wurden, und dem [[ehrenamt]]lichen [[Ortsbürgermeister]] als Vorsitzendem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sitzverteilung im Gemeinderat:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:4em&amp;quot;| Wahl || style=&amp;quot;width:4em&amp;quot; | [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] || style=&amp;quot;width:4em&amp;quot; | [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] || style=&amp;quot;width:4em&amp;quot; | [[Wählergruppe|FWG]] || style=&amp;quot;width:6em&amp;quot; | Gesamt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2024 || 5 || – || 7 || 12 Sitze&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://rlp-kw24.wahlen.23degrees.eu/wahlen/ratswahlen-gemeindeebene/3310105100 |titel=Nieder-Wiesen, Gemeinderatswahl 09.06.2024 |werk=Kommunalwahlergebnisse Nieder-Wiesen |hrsg=Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz |abruf=2024-08-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2019 || 5 || – || 7 || 12 Sitze&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz |url=https://www.wahlen.rlp.de/de/kw/wahlen/kg/ergebnisse/3310105100.html |titel=Gemeinderatswahl 2019 Nieder-Wiesen |abruf=2019-09-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2014 || 4 || 4 || 4 || 12 Sitze&amp;lt;ref&amp;gt;Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: [https://www.wahlen.rlp.de/kw/wahlen/2014/gemeinderatswahlen/ergebnisse/3310105100.html &amp;#039;&amp;#039;Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2009 || 4 || 3 || 5 || 12 Sitze&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2004 || 5 || 3 || 4 || 12 Sitze&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
* FWG = Freie Wählergruppe Nieder-Wiesen e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsbürgermeister ===&lt;br /&gt;
* Wilhelm Grauer (1948–1956)&lt;br /&gt;
* Philipp Heck – SPD (1956–1974)&lt;br /&gt;
* Klaus-Wolfgang Haarmann – SPD (1974–1975)&lt;br /&gt;
* Walter Fröhlich – SPD (1975–1991)&lt;br /&gt;
* Hans Wilhelm Kern – SPD (1991–1999)&lt;br /&gt;
* Friedrich Brunk – SPD (1999–2004)&lt;br /&gt;
* Hans Wilhelm Kern – FWG (2004–2014)&lt;br /&gt;
* Gernot Heck – CDU (2014–2016)&lt;br /&gt;
* Holger Waldschmidt – FWG (seit 2016)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nieder-wiesen.de/nw/leben/geschichte.php?navid=23 Nieder-Wieser Geschichte]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Kommunalwahlrecht (Rheinland-Pfalz)#BM|Direktwahl]] am 26.&amp;amp;nbsp;Mai 2019 wurde Holger Waldschmidt mit einem Stimmenanteil von 87,57 %&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz |url=https://www.wahlen.rlp.de/de/kw/wahlen/kd/gebiete/3310000000000.html |titel=Direktwahlen 2019 |kommentar=siehe Alzey-Land, Verbandsgemeinde, 21. Ergebniszeile |abruf=2019-09-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und am 9.&amp;amp;nbsp;Juni 2024 als einziger Bewerber mit 77,6 % für jeweils fünf weitere Jahre in seinem Amt bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://rlp-kw24.wahlen.23degrees.eu/wahlen/direktwahlen-gemeindeebene/3310105100 |titel=Nieder-Wiesen, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024 |werk=Kommunalwahlergebnisse Nieder-Wiesen |hrsg=Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz |abruf=2024-08-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
|Blasonierung= In Silber zwischen zwei roten Leisten die schwarzen [[Initialwappen|Initialen]] N und W, beseitet von zwei roten Steinen; über der oberen Leiste vier rote Steine, unterhalb der unteren Leiste zwei rote Steine.&lt;br /&gt;
|Quelle      = &lt;br /&gt;
|Begründung  = Für das heutige Ortswappen wurde das Wappen  der [[Freiherr]]n von [[Hunolstein (Adelsgeschlecht)|Hunolstein]], die das Schloss in Nieder-Wiesen erbauten, um die Abkürzung des Ortsnamens erweitert.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Einrichtungen ==&lt;br /&gt;
=== Freizeit- und Sportanlagen ===&lt;br /&gt;
Die Sportanlage (Fußball-Rasenplatz mit TuS-Sportheim) liegt etwas außerhalb des Ortes Richtung „Schniftenberger Hof“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein großer Jugendzeltplatz befindet sich im Wiesbachtal neben dem Sportgelände mit Übernachtungsmöglichkeit in einer Blockhütte und Gemeinschaftshaus, im Sommerhalbjahr sind zusätzlich die Zelte aufgebaut. Der Platz eignet sich hervorragend für Zelt- und Kinder/Jugendfreizeiten in Natur- und Waldnähe. Es besteht dabei die Möglichkeit, am waldpädagogischen Programm des Forstamtes Alzey teilzunehmen. Betreiber des Jugendzeltplatzes ist der Landkreis Alzey-Worms, Alzey. Ein Grillplatz des Zweckverbandes Erholungsgebiet Rheinhessische Schweiz mit großer Grillhütte nebst Zubehör liegt gegenüber den Sportanlagen am Waldrand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Wanderparkplatz liegt vor dem Jugendzeltplatz mit Info- und Schautafeln über die ausgewiesenen markierten Wanderwege und Nordic-Walking-Strecken durch das Forstrevier Vorholz. Es existiert ein permanenter IVV-Wanderweg (Vorholz-Rundwanderweg), der 10&amp;amp;nbsp;km durch die Rheinhessische Schweiz führt. Start und Ziel befinden sich am Sportheim des TuS Nieder-Wiesen am Sportplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt mehrere Ferienwohnungen zum Übernachten und Urlauben, teilweise im Besitz der Eigentümer des Wasserschlosses. Weitere Möglichkeiten bestehen unter anderem im „Dembacher Hof“, der direkt gegenüber dem Wasserschloss gelegen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerhaus/Gemeindehalle ===&lt;br /&gt;
Als Gemeindehalle dient die umgebaute Scheune einer ehemaligen [[Hofreite]], deren ursprünglicher Charakter bewahrt wurde. Sie wird für Veranstaltungen und Feiern genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bürgerhaus mit Küche und großem Saal ist Teil der ehemaligen Schule und wird ebenfalls für Feste genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kindergarten ===&lt;br /&gt;
Der kommunale Kindergarten ist eingruppig und bietet Platz für 25 Kinder. Die Einrichtung ist vom Land Rheinland-Pfalz als Bewegungskindergarten zertifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Die nächsten Bahnhöfe sind [[Bahnhof Alzey|Alzey]] (11&amp;amp;nbsp;km östlich von Nieder-Wiesen mit halbstündigen Regionalexpressverbindungen nach Mainz und stündlichen Regionalbahnverbindungen nach Worms, Bingen und Kirchheimbolanden) und [[Bahnhof Alsenz|Alsenz]] (17&amp;amp;nbsp;km westlich mit Taktverbindungen nach Bad Kreuznach und Kaiserslautern.) Eine Busverbindung von und zur Kreisstadt Alzey bzw. über Wendelsheim nach Bad Kreuznach gibt es im Zwei-Stunden-Takt mit der Linie 425 des [[Omnibusverkehr Rhein-Nahe|Omnibusverkehrs Rhein-Nahe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Evangelische Kirche:&amp;#039;&amp;#039; Barocker Saalbau, im Jahre 1723 als damalige Residenzkirche der [[Hunolstein (Adelsgeschlecht)|Freiherren von Hunolstein]] an Stelle eines Vorgängerbaus von 1462 errichtet. Reste des Adelsstuhls sind im Inneren noch erkennbar. Das Gotteshaus ist ausgestattet mit der ältesten und kleinsten [[Stumm-Orgel]] in Rheinhessen (um 1725) mit stilvoller Disposition (acht Register). An der Seitenwand die Grablege eines Ehepaares von Hunolstein, ihr gegenüber an der Westwand eine Kartusche mit Relief einer Auferstehung Christi (um 1600, vermutlich noch aus dem Vorgängerbau), unweit davon der Grabstein von Pfarrer Johann Wilhelm Fresenius († 1727), dessen Sohn Johann Philipp nicht nur bis 1734 als Pfarrer in Nieder-Wiesen amtierte, sondern später als Seniorpfarrer in Frankfurt die Eltern von Johann Wolfgang Goethe traute und den Dichter kurz nach seiner Geburt taufte. Außerdem begründeten die Nachfahren der Pfarrersfamilie Fresenius das heute weltweit tätige [[Fresenius (Unternehmen)|Pharmazieunternehmen Fresenius]] sowie das chemische Analyseinstitut [[SGS Institut Fresenius]]. Bis zum Jahre 2013 lebten Nachfahren der Fresenius auch in Nieder-Wiesen. Aus dieser Familie stammt der in Nieder-Wiesen aufgewachsene Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow (*&amp;amp;nbsp;1956).&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche Nieder-Wiesen.jpg|mini|Ev. Kirche Nieder-Wiesen, erbaut 1723]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Johann Wilhelm Fresenius.jpg|mini|Grabstein des Pfarrers Johann Wilhelm Fresenius +1727]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barocke Bauernmalereien zieren die Kanzel mit den vier Evangelisten und die Gesamtbreite der Emporenbrüstung ist mit Darstellungen der zwölf Apostel mit Jesus in der Mitte versehen. Aus früherer lutherischer Zeit stammt noch die Abendmahlsschranke, die den Altarbereich umsäumt. Seit 1822 ist die Gemeinde evangelisch-uniert. Unter dem Altar befand sich früher die Familiengruft der Hunolsteiner, die allerdings bei einer Restaurierung der Kirche 1838 zugeschüttet wurde.&lt;br /&gt;
Der Taufstein stammt aus dem Jahr 1971, war ursprünglich in der Immanuel-Kirche in Königstein/Ts. aufgestellt und kam über einen Umweg in Ringleben (Kyffhäuser) im Jahre 1996 nach Nieder-Wiesen. Künstlerisch wertvoll sind die [[Antependium|Altarantependien]], u.&amp;amp;nbsp;a. eine Ausführung in Applikationstechnik nach einem Entwurf des Darmstädter Künstlers Prof. [[Thomas Duttenhoefer]] von 1989 „Einzug Jesu in Jerusalem“. Die Stadt Jerusalem erschließt sich allerdings bei näherem Hinsehen als der Ort Nieder-Wiesen mit der brennenden ehemaligen Synagoge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dachboden der Kirche wird genutzt für ein Fledermaus- bzw. Schleiereulenprojekt als Maßnahme zur Bewahrung der Schöpfung.&lt;br /&gt;
Im Jahre 2000 wurde das Kirchengebäude einer umfassenden Außenrenovierung unterzogen, im Jahre 2008 erfolgte eine Innenrenovierung.&lt;br /&gt;
Das Eingangsportal ist versehen mit dem Wappenspruch der Pfarrersfamilie Fresenius aus Psalm 92: „Die gepflanzt sind im Hause des Herrn, werden in den Vorhöfen unseres Gottes grünen“, darüber das ehemalige Hunolsteiner Wappen mit der Adelskrone.&lt;br /&gt;
Das Wappen – nun allerdings ohne Adelskrone – mit dem Gemerk „NW“ als Ortswappen von Nieder-Wiesen wurde im Jahre 2000 in das Straßenpflaster auf dem Kirchenvorplatz eingefasst. Gegenüber der Kirche am Rande des Wiesbaches steht eine im Jahre 1999 von der Weinbruderschaft Rheinhessen erstmals gepflanzte „Resista-Ulme“ als Maßnahme gegen das [[Ulmensterben]] und zum Erhalt der kulturellen Bedeutung dieser Baumart in Rheinhessen.&lt;br /&gt;
Einige Meter weiter finden wir das sehr stilvoll gestaltete Ehrenmal zum Andenken der Opfer des Ersten und Zweiten Weltkrieges.&lt;br /&gt;
Seit dem Jahre 2022 ist die Kirche über den Kirchgarten barrierefrei zugänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Schloss Nieder-Wiesen:&amp;#039;&amp;#039; Im Dorf gibt es ein ehemaliges [[Wasserschloss (Gebäude)|Wasserschloss]]; heute fließt allerdings kein Wasser mehr im Schlossgraben. Erbaut wurde das Wasserschloss 1722 von den Freiherren von [[Hunolstein (Adelsgeschlecht)|Hunolstein]], die der Region durch den Abbau von [[Quecksilber]] zu Ansehen und Wohlstand verhalfen. Heute ist das kleine Schloss mit barock gestalteter Gartenanlage in Privatbesitz. An der Stuckdecke im ehemaligen Empfangssaal finden sich noch allegorische Darstellungen der vier Jahreszeiten. Der ehemalige [[Marstall]] dient heute mit seinem Kreuzgewölbe als Festsaal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Furt in Nieder-Wiesen.jpg|mini|Furt in Nieder-Wiesen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Furt Nieder-Wiesen:&amp;#039;&amp;#039; Für die heutige Zeit recht ungewöhnlich und in Deutschland sehr selten ist eine [[Furt]] im Ortsgebiet durch den [[Wiesbach (Nahe)|Wiesbach]]. Man kann den in dieser Stelle etwa 4&amp;amp;nbsp;m breiten Bach auch mit Fahrzeugen durchfahren. Allerdings empfiehlt es sich, vorher den Wasserstand zu prüfen. Der Platz vor der Furt wurde gestaltet als Ruheort auf dem Nieder-Wiesen durchziehenden Napoleon-Kneipp-Wanderweg mit einem Kneipp-Armbadebecken und Informationstafel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Neumühle mit Wasserrad:&amp;#039;&amp;#039; Etwa einen Kilometer vor dem Ort in Richtung Wendelsheim befindet sich die Neumühle, ein ehemaliges Hunolsteiner Gehöft. Sehenswert ist das funktionstüchtige oberschlächtige Wasserrad, das heute zur regenerativen Stromgewinnung vom Wasser des Wiesbaches angetrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch: [[Liste der Kulturdenkmäler in Nieder-Wiesen]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Streuobstwiese „An der Gipp“:&amp;#039;&amp;#039; Am Ortsausgang Richtung Wendelsheim im Jahre 1991 angelegte, ca. ein Hektar große Streuobstwiese mit Anpflanzung alter heimischer Obstbaumsorten, wie sie früher das Dorf Nieder-Wiesen in großer Anzahl umsäumten. Ökologische Bewirtschaftung durch die Ev. Kirchengemeinde (Jährlich wiederkehrendes „Apfelsaftprojekt“). Hinweistafel mit Erläuterung der Obstbäume am unteren Rand. Am oberen Ende befindet sich ein 2008 errichtetes „Insektenhotel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Gemeinde ===&lt;br /&gt;
* [[Johann Philipp Fresenius]] (1705–1761), evangelisch-lutherischer Theologe (u.&amp;amp;nbsp;a. Seniorpfarrer in Frankfurt/M.)&lt;br /&gt;
* [[Gernot Heck]] (1940–2021), Politiker (CDU)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Personen in Verbindung mit der Gemeinde ===&lt;br /&gt;
* [[Bodo Ramelow]] (* 1956), Politiker (Die Linke), Ministerpräsident des Freistaates Thüringen (seit 2014), wuchs in Osterholz-Scharmbeck und Nieder-Wiesen auf und ist ein direkter Nachfahre des Johann Wilhelm Fresenius (erster Pfarrer in Nieder-Wiesen von 1704–1727).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur/Quellen ==&lt;br /&gt;
* Eberhard Philipp Heck, Stefan Grathoff: Artikel &amp;#039;&amp;#039;Nieder-Wiesen.&amp;#039;&amp;#039; im &amp;#039;&amp;#039;Pfälzischen Burgenlexikon&amp;#039;&amp;#039; unter Zuhilfenahme von: [[Heinrich Bechtolsheimer]] 1916, S.&amp;amp;nbsp;319; Böhn 1958, S.&amp;amp;nbsp;175; [[Karl Johann Brilmayer]] 1905, S.&amp;amp;nbsp;343; [[Dehio]], Rheinland-Pfalz/Saarland 1984, S. 750f; Frey 1836/37, S. 297; Kofler 1884, S.&amp;amp;nbsp;43; Lucae 1993, S.&amp;amp;nbsp;166ff.; Stephan 1965, S.&amp;amp;nbsp;109ff.; Stümpel 1971, S.&amp;amp;nbsp;64f.; Tillmann 1958–1961, S.&amp;amp;nbsp;735.&lt;br /&gt;
* Tobias Kraft: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte Nieder-Wiesens.&amp;#039;&amp;#039; Eigenherausgabe des Ev. Pfarramts Nieder-Wiesen, 2005&lt;br /&gt;
* Tobias Kraft: &amp;#039;&amp;#039;Die Nieder-Wiesener Pfarrer Fresenius – eine Familiengeschichte im Pietismus der frühen Aufklärung&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;500 Jahre Reformation in Rheinhessen – Ein Lesebuch für Alzey und Umgebung&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt/M. 2017, S. 271–280&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.alzey-land.de/content/5_og/5-1-1_content-ortsgemeinden-nieder-wiesen.htm Informationen] der Verbandsgemeinde Alzey-Land über Nieder-Wiesen&lt;br /&gt;
* [http://www.ev-pfarrei-nieder-wiesen.de/ Ev. Pfarrei Nieder-Wiesen]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://altes.rheinhessenarchiv.de/archiv/001074.html |text=Rheinhessenarchiv: GeneaLog |wayback=20120301180859}}&lt;br /&gt;
* {{RPB ORT|nr=o33101051}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Ortsgemeinden in der Verbandsgemeinde Alzey-Land&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Alzey-Worms&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=5272607-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Niederwiesen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Alzey-Worms]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gustav moenus</name></author>
	</entry>
</feed>