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	<title>Nieder-Weisel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nieder-Weisel&amp;diff=961025&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Söhne und Töchter des Ortes */</title>
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		<updated>2025-08-18T14:58:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Söhne und Töchter des Ortes&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Butzbach&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen Nieder-Weisel (Butzbach).png&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung= Wappen von Nieder-Weisel&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 50/24/55/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 8/40/56/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-HE&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 176 &amp;lt;!-- Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 17.02&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 3252&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2022&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref name=&amp;quot;EW2022&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wetteraukreis.de/statistik/bevoelkerung-einwohner/-innen-nach-ortschaften |titel=Wetteraukreis: Bevölkerung: Einwohner/-innen nach Ortschaften |abruf=2023-09-11 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20230810230213/https://wetteraukreis.de/statistik/bevoelkerung-einwohner/-innen-nach-ortschaften |archiv-datum=2023-08-10 |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1970-12-31&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 35510&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 06033&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Bild                   = Aerial fg022 DSC 1120 Niederweisel.JPG&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Luftaufnahme (2007)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nieder-Weisel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Stadtteil von [[Butzbach]] im [[Hessen|hessischen]] [[Wetteraukreis]], am nordöstlichen Übergang des [[Taunus]] zur [[Wetterau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Nieder-Weisel (179&amp;amp;nbsp;m ü. [[Normalnull|NN]]) liegt südlich von Butzbach in der Wetterau in Hessen. Westlich liegt der Stadtteil [[Hoch-Weisel]] mit 252&amp;amp;nbsp;m ü. NN erheblich höher. Im Osten wird es durch die [[Autobahn]] A5 von [[Frankfurt am Main]] Richtung [[Kassel]] begrenzt. Nach Süden liegt [[Ober-Mörlen]]. Zu Nieder-Weisel gehört die Waldsiedlung, die geographisch direkt an das Stadtgebiet Butzbachs grenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Butzbach-Nieder-Weisel ev Pfarrkirche.jpg|mini|hochkant|Turm der Dorfkirche in Nieder-Weisel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nieder-Weisel ist seit der [[Linearbandkeramische Kultur|Bandkeramik]] fast ununterbrochen Siedlungsgebiet. Der heutige Ort entstand etwa im 6. und 7. Jahrhundert. Vermutlich wurde Nieder-Weisel erstmals 772 unter dem Namen „Wizele“ urkundlich erwähnt. Eine Trennung zwischen Nieder- und Hoch-Weisel fand damals noch nicht statt. Im 12. Jahrhundert kam Nieder-Weisel zum Besitztum der Herren von [[Hagen-Münzenberg|Arnsburg-Münzenberg]]. Reichs[[kämmerer]] [[Kuno I. von Münzenberg]] stattete den [[Johanniterorden]] nach 1185 großzügig mit Gütern in und um Nieder-Weisel aus. Dies führte zur Gründung der [[Kommende]] in Nieder-Weisel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem 12. Jahrhundert stammt der Turm der Dorfkirche. Diese hat einen, noch heute erkennbaren, wehrhaften Charakter. Das heutige Kirchenschiff wurde im 17. Jahrhundert fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Komturkirche Niederweisel 01.jpg|mini|links|[[Komturkirche Nieder-Weisel|Komturkirche]] in Butzbach Nieder-Weisel aus dem 12. oder 13. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
Ungefähr ab 1195 wurde in Nieder-Weisel die romanische Komturkirche des [[Johanniterorden]]s errichtet. Die Kirche findet sich 1245 erstmals in schriftlichen Urkunden über die Errichtung der Kommende. Die Kommende wurde endgültig ab 1557 evangelisch. Im Mittelalter wurde das Obergeschoss der zweigeschossigen Kirche nie fertiggestellt, vermutlich weil der Förderer der Kommende, Kuno I., verstarb. Um 1550 stockte der Johanniterorden das Obergeschoss aus eigenen Mitteln auf. Der Bau wurde erst im 19. Jahrhundert nach der Rückgabe an den Johanniterorden restauriert und vollendet. Die Übergänge vom alten Bauabschnitt zum neuen sind deutlich erkennbar, da die Fertigstellung mit Bruchsteinen erfolgte, während das Untergeschoss aus behauenen Steinen mit Steinmetzarbeiten ausgeführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nieder-Weisel lag an dem mittelalterlichen Handelsweg [[Weinstraße (Wagenstraße)]] von [[Frankfurt-Höchst]] nach [[Bremen]] bzw. [[Lübeck]]. Die Weinstraße teilte sich zwischen Höchst und Butzbach den Verlauf mit der [[Kurze und lange Hessen|durch die langen Hessen]] genannten Handelsstraße von Frankfurt nach [[Eisenach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. Mai 1761 wurden 54 Häuser, 74 Scheunen und 75 größere Ställe Opfer eines Brandes entlang der Straße aus Butzbach. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.users.bigpond.net.au/haintz/index.html | wayback=20080515163245 | text=The Nieder-Weisel-Story}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1806 blieb der [[Souveräner Malteserorden|Malteserorden]] Eigentümer der [[Kommende]], zu der auch die Komturkirche und landwirtschaftliche Nutzflächen bis nach [[Lich]] und [[Wetzlar]] gehörten. Mit der [[Rheinbundakte]] fielen die Besitzungen an das [[Großherzogtum Hessen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://opacplus.bsb-muenchen.de/title/12460996 L. Ewald: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Landeskunde&amp;#039;&amp;#039;]. In: Grossherzogliche Centralstelle für die Landes-Statistik (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Statistik des Grossherzogthums Hessen&amp;#039;&amp;#039;. Jonghaus, Darmstadt 1862, S. 56, Buchstabe Q.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gut und die Kirche wurden 1811 von Freiherr von Wiesenhütten gekauft, das Erdgeschoss der Kirche nutzte er als Kuhstall. Die Enteignung der Johanniter hatte erhebliche wirtschaftliche Folgen für die Nieder-Weiseler Bauern, bewirtschafteten sie doch bis dahin die Güter des Ordens als Pächter. Der Freiherr ließ nun sein Gut selbst bewirtschaften, und dies führte zu einer großen Auswanderungswelle. Die Einwohnerzahl sank von ca. 2300 im Jahr 1849 bis auf ca. 1300 im Jahr 1893.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 sollte die Kirche abgerissen werden. Der evangelische Pfarrer in Nieder-Weisel, Wilhelm Kayser, konnte den Abriss 1866 gerade noch verhindern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.johanniter-orden-hessen.de/_private/komturkirche.htm | wayback=20080609205719 | text=Geschichte der Komturkirche}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Nieder-Weisel Johanniter-Herrenhaus.JPG|miniatur|Ehem. Krankenhaus des Johanniterordens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hessische Genossenschaft des Ordens erhielt die Kirche 1867 vom hessischen Fiskus geschenkt. Ab 1868 restaurierte [[Hugo von Ritgen]] sie im Auftrag des Ordens. Dieser kaufte 1869 auch das ehemalige Gutshaus zurück. Es wurde von 1870 bis 1973 als Krankenhaus genutzt. Heute ist es das Ordenshaus der hessischen Genossenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1851 bis etwa 1875 wanderten über 300 Familien oder Personen aus Nieder-Weisel nach [[Victoria (Australien)|Victoria]] in Australien aus, um nach dem dort ausgebrochenen [[Goldrausch]] Arbeit und Einkommen zu finden. Zur Erinnerung an die Auswanderer wurde im Jahr 2010 eine mit Spenden finanzierte Gedenktafel im Kirchhof der Pfarrkirche enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Juni 1893 brannte es verheerend in der Hintergasse; bei diesem Brand wurde auch die Pfarrkirche beschädigt. In der Folge wurde die noch heute aktive [[Freiwillige Feuerwehr]] Nieder-Weisel mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung am 28. Dezember 1893 gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.feuerwehr-nieder-weisel.de/chronik.html | wayback=20081020002028 | text=Aus Chronik der Freiwilligen Feuerwehr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1835 erbaute [[Synagoge]] wurde während der [[Novemberpogrome 1938]] geschändet und geplündert. Die Ruine wurde abgerissen und mit einem Wohnhaus überbaut.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.alemannia-judaica.de/nieder-weisel_synagoge.htm Die Synagoge in Nieder-Weisel bei Alemannia Judaica]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden zahlreiche [[Heimatvertriebene]] in Nieder-Weisel angesiedelt und die &amp;#039;&amp;#039;Waldsiedlung&amp;#039;&amp;#039; als eigener, jedoch von der Ortsmitte Nieder-Weisels mehrere Straßenkilometer entfernter Ortsteil gegründet. Die Siedlung grenzt mittlerweile unmittelbar an die Kernstadt Butzbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1961 wurde in der Komturkirche in Nieder-Weisel die [[Allianz der Orden vom Hl. Johannes]] gegründet. Mitglieder der Allianz sind die [[Johanniterorden|Balley Brandenburg]] (Deutschland), [[Order of Saint John|The Most Venerable Order of St. John]] (Großbritannien), [[Johanniter Orde in Nederland]] (Niederlande) und [[Johanniterorden i Sverige]] (Schweden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hessische Gebietsreform (1970–1977)&lt;br /&gt;
Zum 31. Dezember 1970 erfolgte im Zuge der [[Gebietsreform in Hessen]] auf freiwilliger Basis die [[Eingemeindung]] der bis dahin [[selbständige Gemeinde]] Nieder-Weisels als Stadtteil nach Butzbach.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=STAZ |hrsg=Der Hessische Minister  des Innern |titel=Eingliederung der Gemeinden Hoch-Weisel, Nieder-Weisel, Ostheim und Pohl-Göns in die Stadt Butzbach im  Landkreis Friedberg |nr=52 |jahr=1970 |datum=1970-12-10 |seite=11 |seiten=2447 |fundstelle=Punkt 2466 |kbytes=4780}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-17-003263-1|Seite=360}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Nieder-Weisel wurde, wie für alle Stadtteile von Butzbach, ein [[Ortsbezirk]] mit [[Ortsbeirat]] und [[Ortsvorsteher]] gebildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://stadt-butzbach.de/wp-content/uploads/sb_satz-1.1.pdf?action=purge |titel=Hauptsatzung |titelerg=§&amp;amp;nbsp;5|werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Butzbach |format=PDF;&amp;amp;nbsp;304&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2024-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsgeschichte im Überblick ===&lt;br /&gt;
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Bis zur [[Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung]] waren die [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Ämter]] und frühen Gerichte sowohl [[Gericht]] als auch [[Öffentliche Verwaltung|Verwaltungsorgan]].&amp;lt;/ref&amp;gt; denen Nieder-Weisel angehört(e):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=land_hessen.html|name=Land Hessen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibOCLC|162730471|Seite=RA1-PA12|Seiten=12 ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* vor 1718: [[Heiliges Römisches Reich]], [[Solms-Hohensolms-Lich|Grafschaft Solms-Hohensolms]], [[Amt Nieder-Weisel]]&lt;br /&gt;
* ab 1718: Heiliges Römisches Reich, [[Solms-Hohensolms-Lich|Grafschaft Solms-Hohensolms-Lich]], Amt Nieder-Weisel&lt;br /&gt;
* ab 1806: [[Großherzogtum Hessen]] ([[Dominiallande|Souveränitätslande]]),&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;[[Mediatisierung]] infolge der [[Rheinbundakte]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Oberhessen (Provinz Hessen-Darmstadt)|Fürstentum Oberhessen]], Amt Nieder-Weisel (des Grafen Solms-Hohensolms-Lich)&amp;lt;ref name=&amp;quot;PR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1815: [[Oberhessen (Provinz Hessen-Darmstadt)|Provinz Oberhessen]] (Souveränitätslande), Amt Nieder-Weisel (des Grafen Solms-Hohensolms-Lich)&amp;lt;ref name=&amp;quot;NLVK&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Nieder-Weisel&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;[[Patrimonialgericht]]: Standesherrliches Amt Nieder-Weisel des Grafen Solms-Hohensolms-Lich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, [[Landratsbezirk Hungen]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;STH-Oberhessen&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Trennung zwischen Justiz ([[Landgericht Lich]]; 1822 gingen die Rechte des „standesherrlichen Amts Nieder-Weisel“ an das Landgericht über, wo sie im Namen der Standesherren ausgeübt wurden) und Verwaltung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1837: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, [[Landkreis Friedberg (Hessen)|Kreis Friedberg]]&lt;br /&gt;
* ab 1848: Großherzogtum Hessen, [[Regierungsbezirk Friedberg]]&lt;br /&gt;
* ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg&lt;br /&gt;
* ab 1867: [[Norddeutscher Bund]]&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Der Norddeutsche Bund war der erste deutsche [[Bundesstaat (föderaler Staat)|Bundesstaat]] unter der Führung [[Königreich Preußen|Preußens]]. Er war die [[Geschichte Deutschlands|geschichtliche]] Vorstufe des [[Deutsche Reichsgründung|Deutschen Reichs]]. Infolge des [[Deutscher Krieg|Deutschen Krieges]] wurde die Provinz Oberhessen dort zwangsweise Mitglied.&amp;lt;/ref&amp;gt; Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg&lt;br /&gt;
* ab 1871: [[Deutsches Reich]], Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg&lt;br /&gt;
* ab 1918: Deutsches Reich ([[Weimarer Republik]]), [[Volksstaat Hessen]], Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg&lt;br /&gt;
* ab 1938: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen, [[Landkreis Friedberg (Hessen)|Landkreis Friedberg]]&amp;lt;ref name=RB1937 /&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Im Zuge der [[Volksstaat Hessen#Verwaltungsgliederung|Gebietsreform 1938]] wurde die Provinz Oberhessen aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1945: [[Amerikanische Besatzungszone]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Groß-Hessen]], [[Regierungsbezirk Darmstadt]], Landkreis Friedberg&lt;br /&gt;
* ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, [[Hessen]], Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Friedberg&lt;br /&gt;
* ab 1949: [[Bundesrepublik Deutschland]], Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Friedberg&lt;br /&gt;
* ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Friedberg, Stadt Butzbach&lt;br /&gt;
* ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, [[Wetteraukreis]], Stadt Butzbach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerichte seit 1803 ===&lt;br /&gt;
In der [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt]] wurde mit Ausführungsverordnung vom 9. Dezember 1803 das Gerichtswesen neu organisiert. Für das [[Oberhessen (Provinz Hessen-Darmstadt)|Fürstentum Oberhessen]] (ab 1815 Provinz Oberhessen) wurde das „Hofgericht Gießen“ eingerichtet. Es war für normale bürgerliche Streitsachen Gericht der zweiten Instanz, für standesherrliche Familienrechtssachen und Kriminalfälle die erste Instanz. Übergeordnet war das [[Oberappellationsgericht Darmstadt]]. Die Rechtsprechung der ersten Instanz wurde durch die [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Ämter]] bzw. [[Standesherr (Deutscher Bund)|Standesherren]] vorgenommen und somit war für Nieder-Weisel ab 1806 das „Patrimonialgericht der Grafen Solms-Hohensolms-Lich“ in Nieder-Weisel zuständig. Nach der Gründung des [[Großherzogtum Hessen|Großherzogtums Hessen]] 1806 wurden die Aufgaben der ersten Instanz 1821–1822 im Rahmen der Trennung von Rechtsprechung und Verwaltung auf die neu geschaffenen Land- bzw. Stadtgerichte übertragen. Ab 1822 ließen die Grafen Solms-Hohensolms-Lich ihre Rechte am Gericht durch das Großherzogtum Hessen in ihrem Namen ausüben. „[[Landgericht Lich]]“ war daher die Bezeichnung für das erstinstanzliche Gericht, das für Nieder-Weisel zuständig war. Auch auf sein Recht auf die zweite Instanz, die durch die Justizkanzlei in Hungen ausgeübt wurde verzichtete der Graf 1823.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PF&amp;quot; /&amp;gt; Erst infolge der [[Märzrevolution]] 1848 wurden mit dem „Gesetz über die Verhältnisse der Standesherren und adeligen Gerichtsherren“ vom 15. April 1848 die standesherrlichen Sonderrechte endgültig aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=HRBL |hrsg=Großherzog von Hessen |titel=Gesetz über die Verhältnisse der Standesherren und adeligen Gerichtsherren |nr=40 |jahr=1848 |datum=1848-08-07 |seite=233 |seiten=237–241 |kbytes=42900}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu Beginn des Jahres 1837 wurde Nieder-Weisel mit Hausen-Oes dem [[Landgericht Friedberg (Hessen)|Landgericht Friedberg]] zugeteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Bekanntmachung, die Zutheilung der Orte Södel und Niederweisel mit Hausen und Oes zu dem Kreise und dem Landgericht Friedberg betr. vom 30. November 1836 ({{Google Buch|Linktext=Hess. Reg. Bl. S. 544|KeinText=1|BuchID=5wNGAAAAcAAJ|Seite=544}})&amp;lt;/ref&amp;gt; Nieder-Weisel mit Hausen-Oes wurde zum 1. Juli 1840 vom Landgericht Friedberg abgetrennt und bildeten mit weiteren Gemeinden den Bezirk des neu errichteten [[Amtsgericht Butzbach|Landgerichts Butzbach]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bekanntmachung, die Errichtung eines neuen Landgerichts zu Butzbach betreffend vom 1. Juni 1840 ([http://books.google.de/books?id=LgRGAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Hess. Reg.Bl.] S. 195–196)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Einführung des [[Gerichtsverfassungsgesetz]]es mit Wirkung vom 1. Oktober 1879, infolge derer die bisherigen großherzoglichen Landgerichte durch Amtsgerichte an gleicher Stelle ersetzt wurden, während die neu geschaffenen Landgerichte nun als Obergerichte fungierten, kam es zur Umbenennung in „Amtsgericht Butzbach“ und Zuteilung zum Bezirk des [[Landgericht Gießen|Landgerichts Gießen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=HRBL |hrsg=Großherzog von Hessen und bei Rhein  |titel=Verordnung zur Ausführung des Deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes und des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze |nr=15 |jahr=1879 |datum=1879-05-14 |seite=197 |seiten=197–211|kbytes=17800}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
2004 wurde das Amtsgericht Butzbach aufgelöst und in das [[Amtsgericht Friedberg (Hessen)|Amtsgericht Friedberg]] integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohnerstruktur 2011&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Erhebungen des [[Zensus 2011]] lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Nieder-Weisel 2394 Einwohner. Darunter waren 141 (5,9 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 450 Einwohner unter 18 Jahren, 1053 zwischen 18 und 49, 483 zwischen 50 und 64 und 408 Einwohner waren älter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt; Die Einwohner lebten in 1011 Haushalten. Davon waren 315 [[Alleinstehender|Singlehaushalte]], 273 [[Ehe|Paare]] ohne Kinder und 315 Paare mit Kindern, sowie 81 [[Alleinerziehender|Alleinerziehende]] und 27 [[Wohngemeinschaft]]en. In 186 Haushalten lebten ausschließlich [[Senior]]en und in 787 Haushaltungen lebten keine Senioren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohnerentwicklung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LAGIS Einwohner Diagramm|Name=Nieder-Weisel|width=450|float=none|maxEinwohner=3300&lt;br /&gt;
|1743|1916|2028|2291|2002|1298|1326|1289|1325|1342|1348|1451|1503|1579|2408|2456|2301|2424|2496&lt;br /&gt;
|nach1967=(1970,2562)(1980,-1)(1990,-1))(2008,2514)(2010,2373)(2015,2353)(2022,3352)&lt;br /&gt;
|quelle=LAGIS&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;; 2008–2015&amp;lt;ref name=&amp;quot;DF&amp;quot; /&amp;gt;; 2022&amp;lt;ref name=&amp;quot;EW2022&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Religion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1961 wurden 1906 evangelische (= 78,63 %) und 460 katholische (= 18,98 %) Einwohner gezählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1938 war gab es in Nieder-Weisel neben der evangelischen Gemeinde eine [[Kehillah|jüdische]], deren [[Synagoge]] sich ab 1835 in der Weingartenstraße 1 befand. Die jüdische Bevölkerung machte bis zu 6 % aus. Heute erinnern daran der [[Jüdischer Friedhof (Nieder-Weisel)|jüdische Friedhof]] sowie 13 Stolpersteine in Nieder-Weisel.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Liste der Stolpersteine in Butzbach#Nieder-Weisel|Stolpersteine in Nieder-Weisel]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs der Anteil katholischer Einwohner durch den Zuzug von Flüchtlingen. Eine eigene katholische Kirchengemeinde besteht nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
|Kurzdarstellung = Wappen von Nieder-Weisel&lt;br /&gt;
|Blasonierung = Geteilt von Gold und Rot, oben der wachsende rotbewehrte blaue [[Solms (Adelsgeschlecht)|Solmser]] Löwe, unten das silberne [[Malteserkreuz|Johanniterkreuz]].&lt;br /&gt;
|Zusatz = Das Siegel vom AMT NIEDER WEISL des 17. Jahrhunderts zeigt im runden, beschindelten Siegelfeld den gekrönten solmsischen Löwen als Zeichen der damaligen Ortsherrschaft. Da dieses Siegelbild so als Ortswappen nicht zu gebrauchen ist, ist der wachsende solmsische Löwe mit dem Johanniterkreuz vereinigt worden, da der Ort vor 1245 Sitz einer [[Komturei|Johanniterkommende]] wurde und die 1869 dem [[Johanniterorden]] wieder überwiesene Kirche auch heute noch Sitz des neubegründeten Ordens ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen wurde am 24. September 1953 amtlich genehmigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=STAZ |hrsg=Der Hessische Minister des Inneren |titel=Genehmigung zur Führung eines Wappens an die Gemeinde Nieder-Wesel im Landkreis Friedberg, Regierungsbezirk Darmstadt |fundstelle=Punkt 1163 |nr=41 |jahr=1953 |datum=1953-09-24 |seite=4 |seiten=892 |kbytes=2390}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Quelle = [[Karl Ernst Demandt]], [[Otto Renkhoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Hessisches Ortswappenbuch.&amp;#039;&amp;#039; C.&amp;amp;nbsp;A.&amp;amp;nbsp;Starke Verlag, Glücksburg/Ostsee 1956, S.&amp;amp;nbsp;131.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsbeirat ===&lt;br /&gt;
Bei der Kommunalwahl am 27. März 2011 ergab sich folgende Sitzverteilung:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Parteien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sitze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|CDU&lt;br /&gt;
|[[Christlich Demokratische Union Deutschlands]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot; |2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
| |SPD&lt;br /&gt;
| |[[Sozialdemokratische Partei Deutschlands]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot; |2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
| FDP&lt;br /&gt;
| [[Freie Demokratische Partei]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot; |1&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gesamt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot; |&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;5&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Ortsvorsteher ist Bernd Winter von der CDU.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://butzbach.gremien.info/committee.php?id=17 Ortsbeiräte Stand Juni 2024] (PDF; 46&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Städtepartnerschaften === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Theater === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Museen === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Musik === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturdenkmäler in Butzbach#Nieder-Weisel|titel1=Liste der Kulturdenkmäler in Nieder-Weisel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 12. bis 13. Jahrhundert ====&lt;br /&gt;
[[Evangelische Kirche Nieder-Weisel|Evangelische Pfarrkirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm der [[Wehrkirche]] entstammt in seinen Grundzügen vermutlich der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Der Turmhelm wurde um 1655 aufgesetzt. Das heutige Kirchenschiff entstand unter teilweiser Verwendung romanischer Bausubstanz zwischen 1545 und 1613. Die Innenausstattung stammt vermutlich aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Komturkirche Nieder-Weisel]] der Kommende Nieder-Weisel des Johanniterordens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romanische zweigeschossige Kirche mit einer östlichen vorgebauten halbrunden Apsis und zwei Apsiden in den Seitenschiffen. Die Datierung des Baues ist nicht vollständig geklärt. Der Bau dürfte ab Mitte des 12. Jahrhunderts bzw. im 13. Jahrhundert entstanden sein. Der Krankensaal im Obergeschoss blieb unvollendet und wurde im 16. Jahrhundert mit einer Flachdecke auf Holzbalken vervollständigt. Ab 1868 wurde die Komturkirche von [[Hugo von Ritgen]] restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 14. bis 18. Jahrhundert ====&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Altes Rathaus&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alte Rathaus in der Butzbacher Straße 2 stammt aus dem Jahr 1555. 1860 umgebaut, wurde 1887 das Schulhaus rechtwinklig angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Herrenhaus der Johanniter&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herrenhaus entstand 1780. 1913 wurde es winkelförmig erweitert, um dem größeren Platzbedarf des Krankenhauses gerecht zu werden. Stilistisch wurden die Anbauten dem Mittelbau angeglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Fachwerkbauernhöfe im alten Ortskern&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ortskern Nieder-Weisels finden sich noch heute gut erhaltene Bauernhöfe als teilweise verputzte Fachwerkbauten aus dem 17. bis 20. Jahrhundert. Der alte Ortskern steht als Gesamtanlage unter Denkmalschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{DenkXweb|objekt=5036|titel=Gesamtanlage Nieder-Weisel}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soldatenfriedhof Nieder-Weisel ====&lt;br /&gt;
Auf diesem Friedhof ruhen deutsche Soldaten aus den Abwehrkämpfen gegen die Amerikaner in der Umgebung, aber auch viele Gefallene aus dem westlichen Thüringen, so 78 Tote aus der [[Schlacht bei Struth]] und 47 Tote aus [[Dörna]] vom 7. April 1945.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Parks === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Naturdenkmäler === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Sport === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Regelmäßige Veranstaltungen === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Kulinarische Spezialitäten === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
==== Straße ====&lt;br /&gt;
Nieder-Weisel liegt westlich der [[Bundesautobahn 5]] an der Ausfahrt 13 &amp;#039;&amp;#039;Bad Nauheim&amp;#039;&amp;#039;. Im Norden führt die [[Bundesstraße 3]] an Nieder-Weisel vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== ÖPNV ====&lt;br /&gt;
Die Trasse der [[Main-Weser-Bahn]] schneidet den Ortsrand im Westen. Der nächste Haltepunkt befindet sich im benachbarten Ostheim. Nieder-Weisel gehört zum [[Rhein-Main-Verkehrsverbund]]. Durch Nieder-Weisel führt die Buslinie FB-56, welche von der [[ESE Verkehrsgesellschaft mbH]] betrieben wird und zum Fahrplanjahr 2024 die [[HLB Hessenbus]] ablöste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rmv.de/c/de/start/vgo/die-vgo/pressearchiv/pressemeldungen-2023/zov-verkehr-und-vgo-haben-mehrere-linienbuendel-fuer-den-busverkehr-zum-fahrplanjahr-2024-neu-vergeben |titel=ZOV-Verkehr und VGO haben mehrere Linienbündel für den Busverkehr zum Fahrplanjahr 2024 neu vergeben |hrsg=[[Verkehrsgesellschaft Oberhessen]] |datum=2023-12-07 |abruf=2024-08-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
* Die evangelische Kirchengemeinde Nieder-Weisel betreibt einen Kindergarten.&lt;br /&gt;
* In Nieder-Weisel befindet sich die Haingrabenschule ([[Grundschule]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter des Ortes ==&lt;br /&gt;
* [[Johannes Junius]] (1573–1628), [[Bamberg]]er Bürgermeister und Ratsherr, prominentes Opfer der [[Bamberg#Frühe Neuzeit|Hexenverfolgung in Bamberg]]&lt;br /&gt;
* [[Horst Bürkle]] (1925–2015), katholischer Theologe&lt;br /&gt;
* [[Roswitha Moxter]] (1926–2004), Handweberin und Textil-Restauratorin&lt;br /&gt;
* [[Klaus-Detlev Grothusen]] (1928–1994), Historiker und ordentlicher Professor für Moderne osteuropäische Geschichte&lt;br /&gt;
* [[Werner Flach (Politiker)|Werner Flach]] (1936–2023), ehemaliger [[Abgeordneter]] des Hessischen Landtags ([[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]])&lt;br /&gt;
* [[Norbert Fischer (Philosoph)|Norbert Fischer]] (* 1947), Philosoph und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
* [[Wolf Seesemann]] (* 1947), deutscher [[Regisseur]], [[Schauspieler]], [[Autor]], [[Dramaturg]], [[Projektmanager]] und Produzent für Neue Medien&lt;br /&gt;
* [[Gerd Jürgen Häuser]] (* 1948), Politiker, MdB&lt;br /&gt;
* [[Norbert Kartmann]] (* 1949), deutscher [[Politiker]] (CDU). Er ist seit 2003 Präsident des [[Hessischer Landtag|Hessischen Landtages]].&lt;br /&gt;
* [[Armin Häuser]] (* 1964), deutscher Politiker (CDU). War von 2011 bis 2017 hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt [[Bad Nauheim]].&lt;br /&gt;
* [[Martin Guth]] (* 2. Februar 1970) bildet zusammen mit [[Dietrich Faber]] das [[Kabarett]] [[FaberhaftGuth]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anmerkungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einzelnachweise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot;&amp;gt;{{LAGIS|ref=nein|DB=OL|ID=440005110|titel=Nieder-Weisel, Wetteraukreis| datum=2018-04-17}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;PF&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
| Hrsg   = Theodor Hartleben&lt;br /&gt;
| Titel  = Allgemeine deutsche Justiz-, Kameral- und Polizeifama, Teil 1&lt;br /&gt;
| Band   = 2&lt;br /&gt;
| Verlag = Johann Andreas Kranzbühler&lt;br /&gt;
| Ort    = &lt;br /&gt;
| Datum  = 1832&lt;br /&gt;
| Seiten = 271&lt;br /&gt;
| Online = {{Google Buch|Linktext=online bei Google Books|KeinText=1|BuchID=Kx9NAAAAMAAJ|Seite=271}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;PR&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{BibOCLC|165696316|Seiten=22, 439 ff|Seite=PA22-IA56}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;NLVK&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
| Titel    = Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände.&lt;br /&gt;
| TitelErg = Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte.&lt;br /&gt;
| Band     = 22&lt;br /&gt;
| Ort      = Weimar&lt;br /&gt;
| Datum    = 1821&lt;br /&gt;
| Seiten   = 424&lt;br /&gt;
| Online   = {{Google Buch|Linktext=online bei Google Books|KeinText=1|BuchID=Z7PdlcTHFukC|Seite=424}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;STH-Oberhessen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor  = Georg W. Wagner&lt;br /&gt;
| Titel  = Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Oberhessen&lt;br /&gt;
| Band   = 3&lt;br /&gt;
| Verlag = Carl Wilhelm Leske&lt;br /&gt;
| Ort    = Darmstadt&lt;br /&gt;
| Datum  = 1830&lt;br /&gt;
| Seiten = 135&lt;br /&gt;
| Online = {{Google Buch|Linktext=online bei Google Books|KeinText=1|BuchID=bJcAAAAAcAAJ|Seite=135}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;RB1937&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{HessAmtsBL&lt;br /&gt;
| typ      = HRBL&lt;br /&gt;
| hrsg     = Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler&lt;br /&gt;
| jahr     = 1937&lt;br /&gt;
| nr       = 8&lt;br /&gt;
| datum    = 1937-04-01&lt;br /&gt;
| titel    = Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen&lt;br /&gt;
| seiten   = 121 ff&lt;br /&gt;
| seite    = 125&lt;br /&gt;
| kbytes   = 11200&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_a.pdf#page=54 |seiten=50 und 104 |titel=Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen |werk=[[Zensus 2011]] |hrsg=[[Hessisches Statistisches Landesamt]] |abruf=2022-04 |format=PDF;&amp;amp;nbsp;1,8&amp;amp;nbsp;MB |abruf-verborgen=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210711150906/https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_a.pdf#page=54 |archiv-datum=2021-07-11 |offline=1}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;DF&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.stadtentwicklung-butzbach.de/standort-butzbach/zahlen-daten-und-fakten.html |titel=Einwohnerzahlen der einzelnen Stadtteile |hrsg=Stadt Butzbach |werk=Webauftritt|archiv-url=https://web.archive.org/web/20170625113104/http://www.stadtentwicklung-butzbach.de/standort-butzbach/zahlen-daten-und-fakten.html |zugriff=2018-05-22}} (archivierte Zahlen)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HessBib |NAME=Nieder-Weisel |GND=2020348-2}}&lt;br /&gt;
* {{HessBib |NAME=Nutzbach-Nieder-Weisel |GND=2043318-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|3=S}}&lt;br /&gt;
* [http://www.stadtentwicklung-butzbach.de/standort-butzbach/stadtteile/ebersgoens.html &amp;#039;&amp;#039;Stadtteile.&amp;#039;&amp;#039;] In: Webauftritt der Stadt Butzbach.&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.stadt-butzbach.de/nieder-weisel0.html?&amp;amp;MP=769-818 | wayback=20090113163508| text=&amp;#039;&amp;#039;Geschichte von Nieder-Weisel&amp;#039;&amp;#039;}} In: Webauftritt der Stadt Butzbach.&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=OL|ID=440005110|titel=Nieder-Weisel, Wetteraukreis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile von Butzbach}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=2043318-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Niederweisel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Wetteraukreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Butzbach)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Wetteraukreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komtursitz (Johanniterorden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1970]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
	</entry>
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