<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Nidation</id>
	<title>Nidation - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Nidation"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nidation&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-27T10:39:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nidation&amp;diff=27522&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Uwe Gille: /* Ort der Nidation */ erg.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nidation&amp;diff=27522&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2023-07-17T09:01:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ort der Nidation: &lt;/span&gt; erg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Blastocyst, day 5.JPG|mini|Blastozyste zum Zeitpunkt der Nidation]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nidation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|nidus|de=Nest}}) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Implantation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|implantare|de=einpflanzen}}) ist die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einnistung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der aus der befruchteten [[Eizelle]] hervorgegangenen [[Blastozyste]] in die [[Endometrium|Gebärmutterschleimhaut]]. Die Nidation beginnt beim Menschen am fünften oder sechsten Tag nach der [[Befruchtung]] der Eizelle. Die sich einnistende Blastozyste schüttet das [[Hormon]] [[humanes Choriongonadotropin]] (hCG) aus, das die Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut im Rahmen der [[Menstruation]] verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Befruchtung und Einnistung beim Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Blastozyste.svg|mini|Schematischer Aufbau der [[Blastozyste]]]]&lt;br /&gt;
Die [[Befruchtung|Verschmelzung von Eizelle und Spermium]] erfolgt 12 bis 24 Stunden nach dem [[Eisprung]] (&amp;#039;&amp;#039;Ovulation&amp;#039;&amp;#039;) im [[Eileiter]] (&amp;#039;&amp;#039;Tuba uterina&amp;#039;&amp;#039;). Die befruchtete Eizelle, auch als [[Zygote]] bezeichnet, teilt sich und wird durch den [[Zilie]]n&amp;amp;shy;schlag der Eileiterzellen Richtung [[Gebärmutter]] bewegt. Etwa im 12–16-Zellen-Stadium erreicht die Zygote – zu diesem Zeitpunkt als [[Morula]] bezeichnet – am dritten Tag nach der Befruchtung die Gebärmutterhöhle. Durch weitere Teilungen und Strukturänderungen entsteht aus der Morula die Blastozyste. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass die Zellen, aus denen der [[Embryo]] hervorgeht ([[Embryoblast]]), sich an einer Seite der Blastozyste anhäufen. Die Wand der Blastozyste wird von abgeflachten Zellen gebildet, die als [[Trophoblast]] bezeichnet werden. Der Trophoblast umschließt die Blastozystenhöhle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nidation beginnt mit der Anheftung der Blastozyste an der Gebärmutterschleimhaut ([[Endometrium]]) zwischen dem 5. und 6. Tag. Danach dringen diejenigen Trophoblastzellen, die sich an dem Pol der Blastozyste befinden, an dem der Embryoblast liegt, zwischen die Oberflächenzellen ([[Epithel]]zellen) der Gebärmutterschleimhaut ein. Hierfür schütten die Trophoblastzellen [[Enzym]]e aus, die [[Protein|Strukturproteine]] des [[Bindegewebe]]s der Schleimhaut auflösen ([[Peptidasen|proteolytische Enzyme]]). Auch die Zellen der Schleimhaut der Gebärmutter unterstützen die Einnistung der Blastozyste. Der gesamte Prozess der Einnistung dauert bis zum Ende der zweiten Entwicklungswoche an. Die Blastozyste ist dann vollständig in die obere Schicht der Gebärmutterschleimhaut eingedrungen und wird von neugebildetem Epithel bedeckt. Es handelt sich also tatsächlich um eine Implantation in den Uterus und nicht bloß um eine Anheftung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Implantation ist mit der Öffnung einiger Blutgefäße der Gebärmutterschleimhaut verbunden, sodass es zu einer leichten Blutung, der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Implantationsblutung&amp;#039;&amp;#039;, kommen kann. Da zu diesem Zeitpunkt auch die nächste, nun ausbleibende Menstruationsblutung fällig wäre, kann die Implantationsblutung mit dieser verwechselt werden.  Die Frau kann somit zu diesem Zeitpunkt irrtümlich annehmen, sie sei nicht schwanger.&amp;lt;ref&amp;gt;Keith L. Moore, T. Vidhya N. Persaud: &amp;#039;&amp;#039;Embryologie. Entwicklungsstadien, Frühentwicklung, Organogenese, Klinik.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Urban &amp;amp; Fischer, München 2007, ISBN 978-3-437-41112-0, S. 123.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ort der Nidation ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fertilization.jpg|mini|Erste [[Mitose|Zellteilungen]] ([[Morula]], [[Gastrula]], [[Blastula]]) während der Wanderung des Embryos in den Uterus zur Einnistung]]&lt;br /&gt;
Die Nidation erfolgt beim Menschen meist an der Hinterwand der [[Gebärmutter]], sehr selten auch außerhalb der Gebärmutter, falls es zu Passagestörungen im Bereich des [[Eileiter]]s kommt. In diesen Fällen entsteht eine [[Extrauteringravidität]], die in 99 % der Fälle den Eileiter selbst zum Ort hat, was als [[Eileiterschwangerschaft]] bezeichnet wird. In den restlichen Fällen nistet sich der Embryo/die Blastozyste in der [[Bauchhöhle]], meist im [[Douglas-Raum]] oder dem [[Mesenterium]] ein. Solche Schwangerschaften außerhalb des Uterus werden auch &amp;#039;&amp;#039;ektopisch&amp;#039;&amp;#039; genannt (von [[Altgriechische Sprache|griech.]] {{lang|grc-Latn|&amp;#039;&amp;#039;ek&amp;#039;&amp;#039;|de=außerhalb}}, und {{lang|grc-Latn|&amp;#039;&amp;#039;topos&amp;#039;&amp;#039;|de=Ort}}), da sie sich außerhalb des für eine Schwangerschaft natürlichen Ortes befinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Extrauteringravidität kann das Leben der Mutter in hohem Maße gefährden, besonders weil mit dem Größerwerden des Embryos Blutgefäße zerreißen können. Dennoch kommt es in seltenen Fällen auch zur Geburt eines ektopisch ausgetragenen Kindes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Tieren mit mehreren Nachkommen zeigen die einzelnen Blastozysten eine gerichte räumliche Verteilung („spacing“) in der Gebärmutter, die unter Progesteroneinfluss durch das [[Myometrium]] gesteuert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmung der Nidation ==&lt;br /&gt;
Bei einigen Methoden zur [[Empfängnisverhütung]] wird als möglicher Mechanismus eine Hemmung der Nidation diskutiert. Insbesondere bei [[Intrauterinpessar]]en („Spirale“), bei der  [[Notfallkontrazeption]] („[[Pille danach]]“) und der [[Minipille]] könnte die Hemmung der Nidation zur empfängnisverhütenden Wirkung beitragen. In der Regel wird die sogenannte „Spirale danach“ eingesetzt, um eine [[Interzeption (Gynäkologie)|Interzeption]] (Verhinderung der Einnistung der Eizelle nach erfolgter Befruchtung) durchzuführen. Beweise für eine nidationshemmende Wirkung der genannten Methoden bestehen nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;R. Rivera, I. Yacobson, D. Grimes: &amp;#039;&amp;#039;The mechanism of action of hormonal contraceptives and intrauterine contraceptive devices.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Am J Obstet Gynecol.&amp;#039;&amp;#039; 181(5 Pt 1), 1999 Nov, S. 1263–1269. PMID 10561657.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;W. L. Larimore, J. B. Stanford: &amp;#039;&amp;#039;Postfertilization effects of oral contraceptives and their relationship to informed consent.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Arch Fam Med.&amp;#039;&amp;#039; 9(2), 2000 Feb, S. 126–133. PMID 10693729&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund der möglichen nidationshemmenden Wirkung werden diese Methoden von einigen Kirchen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. den [[Orthodoxe Kirchen|orthodoxen Kirchen]] und der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen Kirche]], abgelehnt, da nach ihrer Ansicht das menschliche Leben mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Timothy Ware: &amp;#039;&amp;#039;The Orthodox Church.&amp;#039;&amp;#039; Penguin, ISBN 0-14-014656-3, S. 296.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach deutschem Strafrecht beginnt die Schwangerschaft erst mit Abschluss der Einnistung. Maßnahmen, deren Wirkung vor Abschluss der Nidation eintritt, gelten nicht als [[Schwangerschaftsabbruch]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{§|218|stgb|juris}} Abs. 1 S. 2 [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Quellen ==&lt;br /&gt;
* T. Sadler: &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Embryologie.&amp;#039;&amp;#039; 10. Auflage. Thieme, Stuttgart 2003, ISBN 3-13-446610-4, S. 25–44.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Plazentation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gynäkologie und Geburtshilfe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reproduktionsmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebärmutter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reproduktionsmedizin bei Tieren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Uwe Gille</name></author>
	</entry>
</feed>