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	<title>Nickhaut - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T19:31:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nickhaut&amp;diff=221363&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 15. April 2026 um 03:53 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-15T03:53:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bird blink.jpg|mini|Nickhautschlag bei einem [[Maskenkiebitz]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Common buzzard yawning, with nictitating membrane visible, in slow motion.webm|mini|[[Zeitlupe]]naufnahme eines gähnenden [[Mäusebussard]]s, dabei ist die Nickhaut bei beiden Augen kurz sichtbar.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nictitating membrane - Nickhaut - Membrana nittitante - (Balearica pavonina - Weltvogelpark 2013).jpg|mini|Nickhaut eines [[Kronenkranich]]s ([[Augenlid]] jedoch geöffnet). Deutlich sichtbar ist ein Gefäßnetz, das die gesamte Nickhaut versorgt.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nictating membrane of a blue shark.tiff|mini|Nickhaut eines [[Blauhai]]s]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gray892.png|mini|Rudimentäre Nickhaut des Menschen (im Bild mit &amp;#039;&amp;#039;Plica semilunaris&amp;#039;&amp;#039; beschriftet)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nickhaut Hundeauge.jpg|mini|Nickhaut eines [[Haushund]]es]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Teichfrosch mit erkennbarer Nickhaut.jpg|alternativtext=Teichfrosch im Wasser mit der Nickhaut auf etwa halber höhe vom Augapfel gut sichtbar in Form eines hellen Strichs|mini|Teichfrosch mit gut erkennbarer Nickhaut]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nickhaut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, lateinisch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Plica semilunaris conjunctivae&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Membrana nictitans&amp;#039;&amp;#039;), als entwicklungsgeschichtlicher Rest&amp;lt;ref&amp;gt;Detlef Kießling, Sabine Stannat: &amp;#039;&amp;#039;Anatomie am Lebenden.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Jungjohann, Heidelberg 1981, ISBN 3-88454-104-8, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt auch „drittes [[Augenlid]]“ (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Palpebra tertia&amp;#039;&amp;#039;), ist eine zusätzliche [[Bindehaut]]falte im nasenseitigen Augenwinkel. Bei vielen Wirbeltieren ist sie transparent und kann wie eine Schutzbrille vor das [[Wirbeltierauge|Auge]] geklappt werden. Beim Menschen und den meisten anderen Primaten ist die halbmondförmige Bindehautfalte nur [[rudiment]]är; eine Ausnahme ist der [[Gewöhnlicher Bärenmaki|Gewöhnliche Bärenmaki]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau ==&lt;br /&gt;
Die Nickhaut besteht aus einer Eigenschicht, in der der T-förmige Blinzknorpel (&amp;#039;&amp;#039;Cartilago palpebrae III&amp;#039;&amp;#039;) eingelagert ist. Die Eigenschicht wird von einem mehrschichtigen [[Epithel]] mit [[Becherzelle]]n überzogen. In der Schleimhaut der Nickhaut befinden sich zahlreiche [[Lymphfollikel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die Nickhaut sind, tierartlich verschieden, [[Drüse]]n eingelagert, die zusätzliche [[Tränendrüse]]n darstellen. Die oberflächliche Nickhautdrüse (&amp;#039;&amp;#039;Glandula palpebrae tertiae superficialis&amp;#039;&amp;#039;) liegt am nasenseitigen Querbalken des Blinzknorpels. Die tiefe Nickhautdrüse (&amp;#039;&amp;#039;Glandula palpebrae tertiae profunda&amp;#039;&amp;#039;) – auch als &amp;#039;&amp;#039;Harder-Drüse&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet – kommt nicht bei allen Tieren vor. Ausgeprägt ist sie beispielsweise bei Nagetieren, Rindern und Schweinen. Die Nickhautdrüsen produzieren zusammen mit der Tränendrüse die mittlere Schicht des [[Tränenfilm]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nickhaut besitzt bei vielen Wirbeltieren eingelagerte [[Muskelfaser]]n, die das dritte Augenlid aktiv horizontal über die Hornhaut verlagern können. Bei den meisten Säugetieren ist die Nickhautmuskulatur rudimentär, eine Ausnahme stellen Katzen dar. Bei den Tieren ohne Nickhautmuskulatur führt ein Zurückziehen des Augapfels ([[Enophthalmus]]) zu einer passiven Vorverlagerung der Nickhaut. Diesen Sachverhalt macht man sich auch bei der Untersuchung der Nickhaut zunutze: Durch leichtes Eindrücken des Augapfels durch die Lider hindurch wird die Nickhaut vorverlagert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blutversorgung erfolgt durch die &amp;#039;&amp;#039;Arteria palpebrae tertiae&amp;#039;&amp;#039; aus der [[Arteria malaris]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
Die Nickhaut schützt wie eine Schutzbrille die Hornhaut vor mechanischen Einflüssen und kann wie ein Scheibenwischer zur Entfernung von Fremdkörpern eingesetzt werden. Bei einigen wasserlebenden Tieren ([[Biber]], [[Rundschwanzseekühe]]) wird sie während des Tauchens vor die Hornhaut verlagert. Bei anderen aquatischen Säugetieren wie den [[Ohrenrobben]] wird sie dagegen nur beim Landaufenthalt eingesetzt und verhindert das Eindringen von Staubkörnern. Bei [[Eisbär]]en fungiert die Nickhaut wie eine [[Schneebrille]] und schützt vor [[Schneeblindheit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Vögeln sind in die Nickhaut zwei Muskeln eingelagert, der &amp;#039;&amp;#039;[[Musculus quadratus membranae nictitantis]]&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;[[Musculus pyramidalis membranae nictitantis]]&amp;#039;&amp;#039;. Sie ermöglichen einen aktiven [[Lidschlag]] der Nickhaut, die bei Vögeln eine größere Rolle für die Verteilung der Tränenflüssigkeit spielt als die Lider selbst. Beim Haushuhn vollführt die Nickhaut etwa 35 Lidschläge pro Minute.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz-Viktor Salomon, Maria-Elisabeth Krautwald-Junghanns: &amp;#039;&amp;#039;Anatomie der Vögel.&amp;#039;&amp;#039; In: Franz-Viktor Salomon, Hans Geyer, Uwe Gille (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anatomie für die Tiermedizin.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Enke, Stuttgart u. a. 2008, ISBN 978-3-8304-1075-1, S. 806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinische Bedeutung {{Anker|Prolapsus}} ==&lt;br /&gt;
Ein pathologischer Vorfall der Nickhaut (&amp;#039;&amp;#039;Prolapsus membranae nicitantis&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Protrusio palpebrae tertiae&amp;#039;&amp;#039;) wird bei einem Einsinken des Augapfels ([[Enophthalmus]]) beobachtet, beispielsweise bei [[Tetanus]] durch Krampf des [[Musculus retractor bulbi|Augenrückziehers]]. Auch Vergiftungen, [[Horner-Syndrom]], [[Feline Dysautonomie]], [[Kachexie]], [[Phthisis bulbi]], [[Konjunktivitis]] und [[Haw-Syndrom]] können zu einem Nickhautvorfall führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Hypertrophie]] der Lymphfollikel (&amp;#039;&amp;#039;Conjunctivitis follicularis&amp;#039;&amp;#039;) auf der hornhautseitigen Fläche der Nickhaut kommt relativ oft bei jungen Hunden vor. Die vergrößerten Lymphfollikel wirken dann wie eine Reibeplatte und führen zu einer mechanischen Reizung der Hornhaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Blinzknorpelknick|Blinzknorpeleversion]] ist eine Abknickung des Blinzknorpels. Beim [[Nickhautdrüsenvorfall]] kommt es zu einem Vorfall der Nickhautdrüse. Beide Erkrankungen werden zumeist chirurgisch versorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nickhaut kann als [[Nickhautschürze]] zur Abdeckung der Hornhaut verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Nictitating membrane}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Paul Simoens: &amp;#039;&amp;#039;Sehorgan, Organum visus.&amp;#039;&amp;#039; In: Franz-Viktor Salomon, Hans Geyer, Uwe Gille (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anatomie für die Tiermedizin.&amp;#039;&amp;#039; Enke, Stuttgart u. a. 2004, ISBN 3-8304-1007-7, S. 578–611.&lt;br /&gt;
* Uwe Gränitz, Vera Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Nickhautvorfall.&amp;#039;&amp;#039; In: Marian C. Horzinek, Vera Schmidt, Hans Lutz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Krankheiten der Katze.&amp;#039;&amp;#039; 4., überbearb. Aufl. Enke, Stuttgart 2005, ISBN 3-8304-1049-2, S. 492–493.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anatomie des Auges]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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