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	<title>Niccolò Niccoli - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-11-29T17:29:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Commons hinzugefügt, Leerzeichen in Überschrift, deutsch, Links normiert, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Niccolò Niccoli&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1365]] in [[Florenz]]; † [[3. Februar]] [[1437]] ebenda) war ein italienischer [[Kaufmann]] und bedeutender Vertreter des [[Renaissance-Humanismus#Italienischer Humanismus|Renaissance-Humanismus]]. Er übernahm politische Verantwortung in seiner Heimatstadt und schuf um das Jahr 1423&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Daniel Luger |Titel=Humanismus und humanistische Schrift in der Kanzlei Kaiser Friedrichs III. |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Böhlau |Ort=Wien |Datum=2016 |ISBN= |Seiten=20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; mit der &amp;#039;&amp;#039;[[Humanistische Kursive|humanistischen Kursive]]&amp;#039;&amp;#039; den [[Muster|Archetyp]] der lateinischen [[Schreibschrift]] und die Voraussetzungen für die Entwicklung der ersten kursiven [[Drucktype]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernd Roeck |Titel=Der Morgen der Welt |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=1 |Verlag=C.H. Beck |Ort=Heidelberg |Datum=2017 |ISBN= |Seiten=464}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niccolò Niccoli entstammt einer Familie, die bereits seit Beginn des 14. Jahrhunderts in Florenz ansässig war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lauro Martines |Titel=The Social World of Florentine Humanists, 1390-1460 |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=1 |Verlag=Princeton University Press |Ort=Princeton |Datum=1963 |Sprache=en |Seiten=160}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war der älteste der sechs Söhne Jacopo, Giovanni, Bernardo, Piero und Vettori.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lauro Martines |Titel=The Social World of Florentine Humanists, 1390-1460 |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=1 |Verlag=Princeton University Press |Ort=Princeton |Datum=1963 |ISBN= |Seiten=163}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Vater war [[Bartolomeo Niccoli]], der die Familie Niccoli bereits um das Jahr 1350 als Wollhändler zu großem Wohlstand brachte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Das Verhältnis mit seinen Brüdern war nach dem Tod seines Vaters in den 1380er Jahren von Konflikten finanzieller Natur geprägt, mitunter trugen die betroffenen Brüder ihre Konflikte öffentlich vor Gericht aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arthur Field |Titel=The Intellectual Struggle for Florence |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=1 |Verlag=Oxford University Press |Ort= |Datum=2017 |ISBN= |Seiten=236}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit nach dem Tod seines Vaters übernahm Niccoli das Handelsgeschäft für einige Jahre selbst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arthur Field |Titel=The Intellectual Struggle for Florence |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=1 |Verlag=Oxford University Press |Ort= |Datum=2017 |Sprache=en |ISBN= |Seiten=235}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Niccoli wandte sich jedoch im Laufe der 1390er Jahre dem [[Humanismus]] zu und gab seine Tätigkeit als Kaufmann auf. Bekannt war Niccoli auch deshalb, da er mit dem geerbten Vermögen begann, in systematischer Weise [[Manuskript|Handschriften]] und [[Antiquität|Altertümer]] zu sammeln.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ludwig Geiger |Titel=Renaissance und Humanismus: in Italien und Deutschland |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Salzwasser Verlag |Ort= |Datum=1882 |ISBN=978-3-7428-6541-0 |Seiten=92}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arthur Field |Titel=The Intellectual Struggle for Florence |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=1 |Verlag=Oxford University Press |Ort= |Datum=2017 |ISBN= |Seiten=243}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine private Büchersammlung habe mit feinen Bindungen („&amp;#039;&amp;#039;libri ben legati“&amp;#039;&amp;#039;) bestochen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arthur Field |Titel=The Intellectual Struggle for Florence |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=1 |Verlag=Oxford University Press |Ort= |Datum=2017 |ISBN= |Seiten=249}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Großteil seiner Zeit widmete Niccoli auch der griechischen Literatur, wobei er für Sprachunterricht und für die Beschaffung von Kodizes mit großen Kosten konfrontiert war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernd Roeck |Titel=Der Morgen der Welt |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=1 |Verlag=C.H. Beck |Ort= |Datum=2017 |ISBN= |Seiten=463}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Giannozzo Manetti]] beschrieb Niccoli in seiner [[Autobiografie|Autobiographie]] als „&amp;#039;&amp;#039;liebenswürdige, anmutige und humorvolle Person“&amp;#039;&amp;#039;. So habe Niccoli bei der Teilnahme an Diskussionen der Gelehrten, was er angeblich zur Entspannung tat, Anekdoten und spöttische Bemerkungen in einer Art und Weise von sich gegeben, die die Zuhörer lange zum Lachen brachten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arthur Field |Titel=The Intellectual Struggle for Florence |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=1 |Verlag=Oxford University Press |Ort= |Datum=2017 |Sprache=en |ISBN= |Seiten=238-239}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1400er Jahre soll Niccoli einen radikalen Lebenswandel vollzogen und sich eine Parallelwelt geschaffen haben, wonach Niccoli die zeitgenössische Gesellschaft ablehnte, insbesondere die von den drei Florentiner Kronen (&amp;#039;&amp;#039;„tre corone“&amp;#039;&amp;#039;) [[Dante Alighieri|Dante]], [[Francesco Petrarca|Petrarca]] und [[Giovanni Boccaccio|Boccaccio]] beeinflusste Kultur.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arthur Field |Titel=The Intellectual Struggle for Florence |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=1 |Verlag=Oxford University Press |Ort= |Datum=2017 |Sprache=en |ISBN= |Seiten=239-240}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Stattdessen wollte sich Niccoli in individueller Weise Einzelheiten der Geschichte widmen und sich auf ein „modernes“ Lernen konzentrieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; Niccoli vertrat wiederholt gegenüber [[Leonardo Bruni]] die Auffassung einer Bedeutungslosigkeit der wahrgenommenen Kultur.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arthur Field |Titel=The Intellectual Struggle for Florence |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=1 |Verlag=Oxford University Press |Ort= |Datum=2017 |ISBN= |Seiten=240}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Um belesen zu werden, bedürfe es eines neuen Lernprozesses, der auch mit der Wiederentdeckung des klassischen Altertums einhergehe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt; [[Poggio Bracciolini|Poggio]] zufolge verfügte Niccoli über ein hervorragendes Wissen der antiken Geschichte und sei in der Lage gewesen, aus Büchern und Werken antiker Gelehrter zu zitieren, wobei Poggio in seiner späteren Traueransprache über ihn schrieb, Niccoli hätte ein solches Wissen über die Antike verfügt, als habe er dort selbst gelebt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arthur Field |Titel=The Intellectual Struggle for Florence |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=1 |Verlag=Oxford University Press |Ort= |Datum=2017 |ISBN= |Seiten=245; vgl. auch Fn. 72}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lebensjahre des Niccolò Niccoli geben in der Literatur und Wissenschaft teilweise Rätsel auf&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Berthold Louis Ullman |Titel=The Origin and Development of Human Script |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Roma : Edizioni di Storia e letteratura |Ort=Rom |Datum=1960 |ISBN= |Seiten=59}}&amp;lt;/ref&amp;gt;: So soll Niccoli zu dem Wirkungskreis von [[Coluccio Salutati]] gehört haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Jedoch sind keine Briefe von Salutati an Niccoli überliefert. Niccoli war indes mit anderen Größen der italienischen Renaissance befreundet, was sich aus Briefen entnehmen lässt, die er unter anderem von [[Poggio Bracciolini]], Leonardo Bruni und [[Ambrogio Traversari]] erhielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Antwortschreiben von Niccoli sind jedoch nicht überliefert mit Ausnahme eines Briefes an [[Cosimo de’ Medici]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;, dessen Kreis Niccoli im weiteren Verlaufe seines Lebens angehörte&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Rupprich |Titel=Die deutsche Literatur vom späten Mittelalter bis zum Barock - Erster Teil: Das ausgehende Mittelalter, Humanismus und Renaissance |Hrsg= |Sammelwerk= |Band=VI/1 |Nummer= |Auflage= |Verlag=C.H. Beck |Ort= |Datum=1973 |ISBN= |Seiten=438}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sein Interesse an der Geschichte teilte er auch mit [[Carlo Marsuppini da Arezzo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Niccoli ist kein einziges Werk überliefert. Guarino zufolge jedoch verfasste Niccoli ein Werk über das korrekte Schreiben (&amp;#039;&amp;#039;„De&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Ortographia“&amp;#039;&amp;#039;). Wiederholt und lautstark kritisierte er in der öffentlichen Diskussion die Rechtschreibung der Gelehrten in Florenz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arthur Field |Titel=The Intellectual Struggle for Florence |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=1 |Verlag=Oxford University Press |Ort= |Datum=2017 |ISBN= |Seiten=244}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Tod im Jahr 1437 löste [[Cosimo de’ Medici]] an die 800 Manuskripte bei seinen Gläubigern aus und verbrachte sie im Jahr 1444 in das Dominikanerkloster [[San Marco (Florenz)|San Marco]] in Florenz, das so zur ersten öffentlichen [[Bibliothek]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches Wirken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1392 wurde Niccoli zur florentinischen Volksvertretung (&amp;#039;&amp;#039;Consiglio del Popolo&amp;#039;&amp;#039;) berufen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lauro Martines |Titel=The Social World of Florentine Humanists 1390-1460 |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=1 |Verlag=Princeton University Press |Ort=Princeton |Datum=1963 |Sprache=en |ISBN= |Seiten=161}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischen Februar und November 1413 war Niccoli Teil der sechs hohen Beamten, die für den Abbau der Stadtschulden zuständig waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; 1414 wurde er in das Direktorium der [[Universität Florenz]] (&amp;#039;&amp;#039;Studio Fiorentino&amp;#039;&amp;#039;) berufen, wo er jedoch erst im November 1434 nach der Exil-Rückkehr der Medici Brüder, [[Cosimo de’ Medici]] und [[Lorenzo di Giovanni de’ Medici]], nach einer erneuten Berufung in Erscheinung trat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Niccoli soll bis zur Rückkehr der Medici nach Florenz die politische Klasse verachtet haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arthur Field |Titel=The Intellectual Struggle for Florence |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=1 |Verlag=Oxford University Press |Ort= |Datum=2017 |ISBN= |Seiten=237}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Wegbereiter der lateinischen Schreibschrift und der kursiven Antiqua-Type ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:De rerum natura Niccoli.jpg|320px|mini|Humanistische Kursive von Niccolo Niccoli]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
 | align     = rechts&lt;br /&gt;
 | Richtung  = vertical&lt;br /&gt;
 | Breite      = 320 &lt;br /&gt;
 | Bild1       = Niccolo de Niccoli italic handwriting.jpg  &lt;br /&gt;
 | Untertitel1 = Humanistische Kursive: Schreibschrift von Niccolò Niccoli&lt;br /&gt;
 | Bild2       = Poggio handwriting.jpg&lt;br /&gt;
 | Untertitel2 = Humanistische Minuskel: Leseschrift von Poggio Bracciolini &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Niccolò Niccoli leistete einen nachhaltigen Beitrag zur Entwicklung der lateinischen [[Schreibschrift]]. Durch seine reichen Erfahrungen als [[Kalligrafie|Kalligraf]] entwickelte er beim zügigen Kopieren vieler antiker [[Manuskripte]], die vor allem in [[karolingische Minuskel|karolingischer Minuskel]] geschrieben waren, eine neuartige Handschrift (erstmals 1423 nachgewiesen). Sie ist als [[humanistische Kursive]] (engl. &amp;#039;&amp;#039;italic&amp;#039;&amp;#039;, franz. &amp;#039;&amp;#039;italique&amp;#039;&amp;#039;) in die Schriftgeschichte eingegangen.&lt;br /&gt;
Diese Schrift, die keine Vorbilder hatte, zeichnete sich durch Geläufigkeit und Klarheit aus. Die schräggestellten Kleinbuchstaben waren durch eine Synthese zwischen den italienischen Formen der [[Gotische Kursive|Gotischen Kursive]] und karolingischen Schriftelementen der [[Humanistische Minuskel|Humanistischen Minuskel]] charakterisiert. Sie waren nicht gebaut, sondern einzügig zu schreiben und häufig miteinander verbunden. Die geradestehenden Großbuchstaben waren aus der [[Capitalis monumentalis]] übernommen. So bildete die Humanistische Kursive als dynamisch akzentuierte [[Gebrauchsschrift]] ein gelungenes Pendant zur statischen Buchschrift, der Humanistischen Minuskel (Vorläuferin der [[Antiqua]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niccolò Niccoli schuf mit seiner Handschrift den Archetyp der lateinischen Schreibschrift. Seine Kursive wurde von vielen humanistischen Gelehrten und Künstlern übernommen ([[Julius Pomponius Laetus]] hatte zu ihrer Verbreitung beigetragen). Zugleich schuf Niccoli die Voraussetzungen für die Entwicklung der ersten kursiven Drucktype. Mit der stilistischen Vervollkommnung zur sogenannten [[Cancellaresca]] wurde die Schrift 1500 von dem [[Stempelschneider]] [[Francesco Griffo]] geschnitten und 1501 von [[Aldus Manutius]] für den [[Buchdruck in Venedig]] eingesetzt. Damit stabilisierte sich ihr Formenaufbau zu einem Prototyp von Kursiv, der danach nur noch im Detail variiert wurde. Der französische Stempelschneider [[Claude Garamond]] (1480–1561) war der erste, dem es gelang, die Kursive mit der geradestehenden [[Antiqua]] zu einer ästhetischen Einheit zu verbinden. Seitdem gehört zu jeder [[Schriftfamilie]] der Antiqua die Gestaltung der Kursive als Auszeichnungsschrift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;139&amp;quot; heights=&amp;quot;140&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vat. lat. 3311, 101v of Claud. Ruf. 1361–1376 by Julius Pomponius Laetus.png| Handschrift von Julius Pomponius Laetus&lt;br /&gt;
Pervigilium Veneris codex V page 1.png| Handschrift des Dichters [[Jacopo Sannazaro]]&lt;br /&gt;
Virgil 1501 Aldus Manutius (Italika).jpg|Die erste kursive Drucktype bei Aldus Manutius in der Vergilausgabe von 1501&lt;br /&gt;
Garamond.gif|Antiqua und Antiqua-Kursiv von Garamond&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Bischoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Paläographie des römischen Altertums und des abendländischen Mittelalters Berlin.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Germanistik&amp;#039;&amp;#039; 24). Schmidt, Berlin 1979, S. 188f., 295f. ISBN 3-503-01282-6.&lt;br /&gt;
* [[Bernd Roeck]] (Einleitung und Übersetzung): &amp;#039;&amp;#039;Grosse Männer und Frauen der Renaissance: achtunddreissig biographische Porträts: [[Vespasiano da Bisticci]].&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1995, ISBN 3-406-39683-6, S. 347–356.&lt;br /&gt;
* [[Albert Kapr]]: &amp;#039;&amp;#039;Schriftkunst. Geschichte, Anatomie und Schönheit der lateinischen Buchstaben.&amp;#039;&amp;#039;  Verlag der Kunst, Dresden 1971, ISBN 3-364-00624-5, S. 90.&lt;br /&gt;
* Donatella Coppini: &amp;#039;&amp;#039;Niccoli, Niccolò.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon des Mittelalters]].&amp;#039;&amp;#039; Band 6: &amp;#039;&amp;#039;Lukasbilder – Plantagenêt.&amp;#039;&amp;#039; Studienausgabe. Metzler, Stuttgart 1999, ISBN 3-476-01742-7, Sp. 1125–1126.&lt;br /&gt;
* [[Stephen Greenblatt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Wende. Wie die Renaissance begann.&amp;#039;&amp;#039; Siedler Verlag, München 2012, ISBN 978-3-88680-848-9.&lt;br /&gt;
* Rodney Potter Robinson: &amp;#039;&amp;#039;The Inventory of Niccolò Niccoli.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Classical Philology.&amp;#039;&amp;#039; 16, 1921, {{ISSN|0009-837x}}, S. 251–255.&lt;br /&gt;
* [[Berthold Louis Ullman]]: &amp;#039;&amp;#039;The Origin and Development of Humanistic Script.&amp;#039;&amp;#039; Rom 1960.&lt;br /&gt;
* {{DBI|Verfasser=Concetta Bianca|ID=nicolo-niccoli_(Dizionario-Biografico)/|Lemma=Niccoli, Nicolò|Band=78|SeiteVon=|SeiteBis=|Kommentar=|kurz=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://opac.regesta-imperii.de/lang_de/suche.php?qs=&amp;amp;ts=Niccoli&amp;amp;ps=&amp;amp;tags=&amp;amp;sprache=&amp;amp;objektart=alle&amp;amp;pagesize=20&amp;amp;sortierung=d&amp;amp;ejahr= Veröffentlichungen über Niccoli] im [[RI-Opac]]&lt;br /&gt;
*  Humanistische Kursive: [http://digi.vatlib.it/view/bav_pal_lat_1598/0009/image?sid=4acf796c8c6ee98e9bdfe42551d26d2c#current_page Sammelhandschrift. Italien 1440]  im digitalen Angebot der [[Biblioteca Apostolica Vaticana]] (Pal. lat. 1598)&lt;br /&gt;
* [http://www.britannica.com/EBchecked/topic/413928/Niccolo-Niccoli &amp;#039;&amp;#039;Niccolò Niccoli&amp;#039;&amp;#039;] auf britannica.com&lt;br /&gt;
* {{NNDB Name|501/000103192}}, abweichendes Geburtsjahr 1363&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=100954359|LCCN=n/50/78908|VIAF=69286472}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Niccoli, Niccolo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frühhumanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altphilologe (15. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliophiler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Person (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1365]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1437]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Niccoli, Niccolò&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Niccoli, Niccolo&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienischer Humanist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1365&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Florenz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Februar 1437&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Florenz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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