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	<title>Nibiru - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nibiru&amp;diff=671593&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Zwönitz am 16. April 2026 um 19:57 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-16T19:57:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nibiru&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neberu, Nebiru&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; &amp;lt;sup&amp;gt;[[Dingir|d]]&amp;lt;/sup&amp;gt;né-bé-ru, &amp;lt;sup&amp;gt;mul&amp;lt;/sup&amp;gt;ni-bi-rum) ist einerseits der Name einer [[Sumer|sumerischen]] und [[Babylon|babylonischen]] [[Gott]]heit, andererseits die [[Sumerische Religion|sumerische]] und [[Babylonische Religion|babylonische]] [[Mythologie|mythologische]] Bezeichnung eines [[Astronomisches Objekt|Himmelsobjekts]] in Verbindung mit einer [[Konstellation|astronomischen Konstellation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zuordnung als Gottheit ==&lt;br /&gt;
Im Werk der babylonischen Weltschöpfungserzählung [[Enuma Elisch|Enûma elîš]] (&amp;#039;&amp;#039;Als oben [der Himmel noch nicht genannt war]&amp;#039;&amp;#039;) wird in der fünften Tafel Nibiru als eine der wichtigsten Gottheiten des [[Marduk]] erwähnt: &amp;#039;&amp;#039;Als Marduk die Standorte (manzazu) des Nibiru, [[Enlil]] und [[En-Ki|Ea]] am Himmel festsetzte&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=Weidner&amp;gt;Ernst Weidner in: &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Assyriologie und vorderasiatischen Archäologie]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2, de Gruyter, Berlin 1978, S. 381.&amp;lt;/ref&amp;gt; In anderen babylonischen Texten wird statt der babylonischen Gottheit Ea auch die Himmelsgottheit [[An (Gottheit)|Anu]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zuordnung als Himmelsobjekt ==&lt;br /&gt;
Die Nennungen in babylonischen [[Keilschrift]]tafeln lassen offen, ob die Gottheit Nibiru ein Himmelsobjekt oder eine bestimmte Konstellation am [[Nachthimmel]] repräsentiert. In den Aufzählungen wird Nibiru an verschiedenen [[Astronomie|astronomischen]] Erscheinungspunkten in Verbindung mit Positionen von [[Stern]]en oder [[Planet]]en genannt.&amp;lt;ref name=Weidner /&amp;gt; Die jeweiligen Sterne oder Planeten unterlagen dabei keinen festen Zuordnungen. Der &amp;#039;&amp;#039;Stern des Ea&amp;#039;&amp;#039; wurde beispielsweise an verschiedensten &amp;#039;&amp;#039;Offenbarungspunkten&amp;#039;&amp;#039; beschrieben, der wahlweise als Gestirn [[Segel des Schiffs]], [[Fomalhaut]] oder [[Venus (Planet)|Venus]] benannt wurde. Ähnliche Zuweisungen erfuhren auch die anderen &amp;#039;&amp;#039;Sterne der Götter&amp;#039;&amp;#039;, weshalb ebenso bestimmte [[Astronomische Koordinatensysteme|Himmelskoordinaten]] in Frage kommen, an denen die &amp;#039;&amp;#039;Sterne der Götter&amp;#039;&amp;#039; auftauchten.&amp;lt;ref name=Weidner /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Himmelsposten Nibiru ===&lt;br /&gt;
Auf einer vollständig erhaltenen Keilschrifttafel wird Nibiru näher beschrieben:&amp;lt;ref&amp;gt;Übersetzung Wolfram von Soden In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Assyriologie]] (ZA), Nr. 47&amp;#039;&amp;#039;, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat|Nibiru, der die Übergänge von Himmel und Erde besetzt halten soll, weil jeder oben und unten Nibiru befragt, wenn sie den Durchgang nicht finden. Nibiru ist Marduks Stern, den die Götter am Himmel sichtbar werden ließen. Nibiru steht als Posten am Wendepunkt. Zum Posten Nibiru mögen die andern sagen: “Der die Mitte des Meeres ([[Tiamat]]) ohne Ruhe überschreitet, sein Name sei Nibiru, denn er nimmt die Mitte davon ein”. Die Bahn der Sterne des Himmels sollen unverändert gehalten werden.|Nibiru-Beschreibung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böhl nennt den Text &amp;#039;&amp;#039;die sachlich schwierigste Passage, obwohl sie in ihrer Gesamtheit erhalten ist. Eine wesentliche Hilfe zur Aufklärung stellt die Nibiru-Tafel nicht dar&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;F.M.T. Böhl In: &amp;#039;&amp;#039;Die 50 Namen des Marduk&amp;#039;&amp;#039;, [[Archiv für Orientforschung]] (AfO) Nr. 11, 1936, S. 210.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nibiru als Planeten- oder Kometengleichsetzung ===&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Historiker geht bei Nibiru von einem beweglichen Himmelsobjekt aus. Bei der Zuordnung als Gleichsetzung mit Planeten oder Kometen gehen die Spekulationen weit auseinander. [[Jupiter (Planet)|Jupiter]], [[Canopus]], Venus und der [[Halleyscher Komet|Komet Halley]] werden als mögliche Kandidaten für Nibiru &amp;#039;&amp;#039;gehandelt&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=Dechend&amp;gt;Giorgio de Santillana, Hertha von Dechend: &amp;#039;&amp;#039;Hamlet’s Mill: An Essay on Myth and the Frame of Time: A Essay Investigating the Origins of Human Knowledge and Its Transmission Through Myth&amp;#039;&amp;#039;, David R. Godine, S. 430–436; [http://www.bibliotecapleyades.net/hamlets_mill/hamletmill_appendixes.htm online (engl.), Appendix 39] (abgerufen am 9. April 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Text hinsichtlich des babylonischen [[Akitu|Akitu-Fests]] werden in der [[Ritus|rituellen]] Befragung am [[Nisan (Monat)|5. Nisannu]] die verehrten Gottheiten beschrieben: &amp;#039;&amp;#039;Die Festlichkeiten des 5. Nisannu begannen 4 Stunden vor dem Nachtende und mit den gleichen Anfangszeremonien des 4. Nisannu. Statt der Segensformel [[Pegasus (Sternbild)|Pegasus]] wurden nun die Worte gesprochen: [[Dimmer-ankia]] als Entscheider der Schicksale, [[Ninki|Nunki]] als Sprecher der Weisheit, [[Marduk|Asari (Marduk)]] als Schenker des Kulturlandes, Jupiter als Signalgeber, [[Merkur (Planet)|Merkur]] als Regenbringer, [[Saturn (Planet)|Saturn]] als Wahrheit und Gerechtigkeit, [[Mars (Planet)|Mars]] als Bringer des wilden Feuers, [[Sirius]] als Ausloter des Meerwassers, [[Bärenhüter|Bootes]] als Herr des Enlils, [[Aldebaran|Nenegar]] aus sich selbst entstanden, [[Numušda]] als Bringer des Dauerregens, die [[Antares|Brust des Skorpions]] als Zieher über das Meer, [[Sonne]] und [[Mond]] beruhigen alle Herren. Gibt es einen anderen Gott außer meinem Gott? … [auf Antwort wartend] … Nein? Niemand ist wie mein Gott.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Kaiser (Theologe)|Otto Kaiser]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Texte aus der Umwelt des Alten Testaments]] Bd. 2 – Religiöse Texte&amp;#039;&amp;#039;, Gütersloh 1991, ISBN 3-579-00071-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein schlüssiger Beweis für die jeweiligen Zuordnungstheorien konnte bisher nicht erbracht werden, auch wenn die [[Interpretation]]en der keilschriftlichen Aussagen gut begründet waren.&amp;lt;ref name=Dechend /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Nibiru-Punkt ===&lt;br /&gt;
Andere Historiker, wie [[Immanuel Benzinger]], brachten Nibiru mit dem astronomischen Begriff [[Kulmination (Astronomie)|Kulminationspunkt]] in Zusammenhang, da er seine These mit Bezug auf die Erforschung des [[Hebräische Sprache|hebräischen]] [[Pessach]]-Festes begründete. In Anlehnung an Passagen aus dem [[Altes Testament|Alten Testament]] leitet Benzinger seine Ansicht zur Bestimmung des richtigen Zeitpunkts für das Pessach-Fest mit der Formulierung des &amp;#039;&amp;#039;verschonenden Vorübergehens des Mondes durch den Pass (ma’bara)&amp;#039;&amp;#039; ab. Den &amp;#039;&amp;#039;Pass&amp;#039;&amp;#039; setzt Benzinger mit dem &amp;#039;&amp;#039;Nibiru-Punkt&amp;#039;&amp;#039; gleich,&amp;lt;ref&amp;gt;Immanuel Benzinger: &amp;#039;&amp;#039;Hebräische Archäologie&amp;#039;&amp;#039;, Olms, Hildesheim 1974, S. 382.&amp;lt;/ref&amp;gt; und fixiert ihn in den verschiedenen Kalenderformen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird der &amp;#039;&amp;#039;Nibiru-Punkt&amp;#039;&amp;#039; andernorts beispielsweise als Mond-Nordpunkt zum Zeitpunkt der [[Äquinoktium#Frühlingspunkt und Herbstpunkt|Wintersonnenwende]] als Neujahrsbeginn verwendet. Der &amp;#039;&amp;#039;Nibiru-Punkt&amp;#039;&amp;#039; ist damit der markante Kulminationspunkt, der hauptsächlich vom Mond erreicht wird und den Beginn eines neuen Jahres in den verschiedenen Kulturen anzeigt. Insoweit beschreibt der &amp;#039;&amp;#039;Nibiru-Punkt&amp;#039;&amp;#039; keine astronomisch feststehende Position am Himmel, sondern richtet sich immer nach den Vorgaben der jeweiligen Länder.&amp;lt;ref name=Benzinger2&amp;gt;Immanuel Benzinger: &amp;#039;&amp;#039;Hebräische Archäologie&amp;#039;&amp;#039;, Olms, Hildesheim 1974, S. 168–169.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Altes Ägypten|Alten Ägypten]] lag der &amp;#039;&amp;#039;Nibiru-Punkt&amp;#039;&amp;#039; vergleichsweise im Sommer und unterlag dort den Gesetzmäßigkeiten von Mond und Sirius.&amp;lt;ref name=Benzinger2 /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Esoterik und Pseudowissenschaft ==&lt;br /&gt;
Im Zuge der Hypothesen zum [[Maya-Kalender#„Weltuntergangstag“|Weltuntergang 2012]] wurde auch wiederholt Nibiru als Quelle des Untergangs bezeichnet. Nach der Hypothese würde es sich um einen Planeten auf einer rund 3.600-jährigen [[Umlaufbahn]] um die Sonne handeln; einige Hypothesen bezeichneten Nibiru auch als [[Brauner Zwerg|Braunen Zwerg]]. Die [[NASA]] erklärte daraufhin, dass keine Anzeichen für ein solches astronomisches Objekt vorliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Büchern von [[Zecharia Sitchin]] ist Nibiru die Heimatwelt der [[Anunnaki]], welche vor 432.000 Jahren die Erde kolonisiert und die Menschen als Arbeitssklaven erschaffen hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dietz-Otto Edzard]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ernst Friedrich Weidner|Ernst Weidner]].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ber – Ezur und Nachträge.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 1978, ISBN 3-11-004450-1 ([[Reallexikon der Assyriologie und vorderasiatischen Archäologie]], Bd. 2; Nachdruck der Beiträge 1933–1938).&lt;br /&gt;
* [[Giorgio de Santillana]], [[Hertha von Dechend]]: &amp;#039;&amp;#039;Hamlet’s Mill. An Essay on Myth and the Frame of Time.&amp;#039;&amp;#039; Godine, Boston 1969, ISBN 978-0-87923-215-3.&lt;br /&gt;
* Immanuel Benzinger: &amp;#039;&amp;#039;Hebräische Archäologie.&amp;#039;&amp;#039; Olms, Hildesheim 1974, ISBN 3-487-05165-6 (Nachdruck Ausgabe Leipzig 1927).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.astro.uni-bonn.de/~deboer/nibiru/nibirunsinn.html Nibiru von K.S. de Boer] – Argelander Institut für Astronomie, Universität Bonn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Babylonische Astronomie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sumerische Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sumerischer Begriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Babylonische Astronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zwönitz</name></author>
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