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	<title>Nguni - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T22:18:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nguni&amp;diff=59231&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Funke: korr wikilink</title>
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		<updated>2026-04-19T15:44:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;korr wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Young Ngoni Warriors, Livingstonia, Malawi, ca.1895, cut.jpg|miniatur|Junge Ngoni-Krieger (1895)]]&lt;br /&gt;
Unter dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nguni&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, nach Norden hin auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ngoni&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, werden verschiedene [[Ethnie]]n der [[Bantu]] zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
‚Nguni‘ ist ein Sammelbegriff, der eine ethnische Einheit suggeriert. Nachweisbar ist lediglich eine [[Linguistik|linguistische]] Verwandtschaft (siehe auch [[Nguni-Sprachen]]). Die unter diesem Sammelbegriff zusammengefassten Bantu verstehen sich nicht als Nguni. Für sie steht die jeweilige Gesellschaft im Vordergrund. Eine weitere, ebenfalls umstrittene Unterteilung differenziert zwischen den Nördlichen Nguni, bestehend aus [[Zulu (Volk)|Zulu]] und [[Swasi]], und den Südlichen Nguni, zu welchen die [[Xhosa (Volk)|Xhosa]], [[Thembu]], [[Mfengu]], [[Mpondo]] und die [[Mpondomise]] gezählt werden. Darüber hinaus gibt es Nguni in [[Malawi]], [[Mosambik]], [[Sambia]], [[Simbabwe]] ([[Ndebele (Simbabwe)|Ndebele]]) und [[Tansania]], die im 19. Jahrhundert wegen der Kriege des Zulukönigs [[Shaka]] aus dem heutigen [[Südafrika]] nach Norden flohen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensraum ==&lt;br /&gt;
Die Nguni lebten bis zu den Kriegen des Shaka in der südöstlichen Region von Südafrika, zwischen dem inneren [[Highveld]] und dem [[Indischer Ozean|Indischen Ozean]]. Ihr Territorium umfasste zunächst nur [[Natal (Provinz)|Natal]], ab 1800 auch den Osten der heutigen Provinz [[Ostkap]], Teile des damaligen [[Basutoland]] sowie Gebiete bis nach [[Eswatini]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Ernährung betrieben die Nguni [[Weide (Grünland)|Weidewirtschaft]] und auf [[Brandrodung]] basierenden Ackerbau. Daneben kannten sie aber auch die [[Jagd]] und das Sammeln von [[Wildfrucht|Wildfrüchten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Südafrikanische Nguni ==&lt;br /&gt;
Die oberste Einheit der Nguni bildeten die [[Lineage]]s, die auf je einem männlichen Vorfahren basierten. Die Lineages wurden von einem Chief geführt, wonach Lineage ein Synonym des umstrittenen Begriffes &amp;#039;&amp;#039;Stamm&amp;#039;&amp;#039; ist, sowie der ebenfalls oft verwendeten Bezeichnung „Chiefdom“. Einflussreiche Männer versuchten sich selbstständig zu machen, indem sie eine eigene Lineage gründeten. Die Macht eines Häuptlings hing oft davon ab, wie gut sie ihre Lineage zusammenhalten konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nördliche Nguni ===&lt;br /&gt;
Bis zum 18. Jahrhundert unterschieden sich die Südlichen Nguni kulturell kaum von den Nördlichen Nguni. Beide Untergruppen bestanden aus einer Vielzahl von recht kleinen Chiefdoms. Erst danach traten die wichtigsten Unterschiede der sozio-politischen Struktur durch die Tendenz der Nördlichen Nguni zum [[Zentralismus]] zutage. So tauchten bei den Nördlichen Nguni bis zum Ende des 18. Jahrhunderts die ersten mächtigen Chiefdoms auf, wobei insbesondere die Zulu zu erwähnen sind. Die Zulu erlangten große Macht durch militärische Eroberungen. Etliche Lineages wurden in das &amp;#039;&amp;#039;Königreich Zulu&amp;#039;&amp;#039;, wie es bis heute heißt, einverleibt. Es sorgte nicht, wie damals allgemein üblich, jede Familie für sich selbst. Vielmehr waren nur einige Leute für die Lebensmittelgewinnung anderer Leute zuständig. Daraus resultierte ein Überschuss an Arbeitskräften, der es den Zulu erlaubte, eine Armee aufzubauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Südliche Nguni ===&lt;br /&gt;
Die im Gebiet der heutigen Provinz [[Ostkap]] lebenden Südlichen Nguni bildeten weitere Gesellschaften. Das wohl bekannteste Volk der Südlichen Nguni sind die Xhosa. Wie bei den Zulu spricht man auch bei den Xhosa von einem Königtum, wobei der jeweilige König über große Macht verfügte. So hatte er beispielsweise das Recht, das gesamte Königtum für einen Krieg zu mobilisieren. Er war auch der oberste Richter bei sämtlichen Disputen. Dieser mächtige Status des Königs erlaubte eine erheblich größere Stärke und Stabilität als bei den meisten Chiefdoms. Trotz dieser Stärke war die politische Struktur nie zu vergleichen mit dem Staatsapparat der Zulu. Ein spezifisches Merkmal der Xhosa war der intensive regionale [[Handel]]. Sie tauschten insbesondere Vieh und Tabak gegen Esswaren aus dem [[Thembuland]], Häute vom [[Pondoland]] sowie [[Eisen]] und [[Kupfer]] von den [[Batswana]] ein. Durch die Ankunft der Weißen taten sich für die Xhosa weitere Handelsmöglichkeiten auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zentralafrikanische Nguni ==&lt;br /&gt;
Die Nguni in Malawi, Mosambik, Sambia, Simbabwe und Tansania führen ihre Wurzeln auf die Zulu in Natal in der heutigen Republik Südafrika zurück. Der Verwandtschaftsgrad dieser Nguni-Stämme untereinander ist allerdings keineswegs klar. Einige Ethnologen gehen sogar davon aus, dass sie genetisch nichts miteinander zu tun haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1817 geriet das [[Mthethwa-Konföderation|Mthethwa-Bündnis]], dem die Zulu angehörten, in Konflikt mit dem der [[Ndwandwe]] und besiegte es 1819 in der Schlacht am Fluss Umhlatuze nahe [[Nkandla]] in Natal. In den folgenden 20 Jahren flohen viele Gruppen des Ndwande-Bündnisses nach Norden. Einer der Kommandeure, Zwangendaba kaHlatshawyo (1780–1848), Oberhaupt des Jere- oder Gumbi-Stammes, führte eine kleine Gruppe durch Mosambik und Simbabwe in die Region des [[Viphya Plateau|Viphya-Plateaus]] im heutigen Malawi um das heutige [[Mzimba]]. Einige siedelten in Sambia um das heutige [[Lundazi (Sambia)|Lundazi]] und einige in Tansania um [[Matema (Ort)|Matema]]. Sie wandten dabei Kampftechniken und Strategien der Zulu an, die sie die örtlichen Stämme besiegen und integrieren ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Zwangendaba 1848 zerfielen die Nguni in fünf Gruppen, die jeweils für sich ein eigenes Land suchten:&lt;br /&gt;
* Jere Ngoni von [[Mchinji]] unter Oberhaupt Mpezeni (dessen Residenz nahe dem heutigen [[Chipata]] in [[Sambia]] liegt)&lt;br /&gt;
* Jere Ngoni von Mzimba unter Oberhaupt M’Mbelwa&lt;br /&gt;
* Maseko Ngoni von [[Dedza]] unter den Oberhäuptern Kachindamoto und Kachere&lt;br /&gt;
* Maseko Ngoni von [[Ntcheu]] unter Oberhaupt Gomani&lt;br /&gt;
* Maseko Ngoni von [[Thyolo]] unter Oberhaupt Vumbwe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute werden in diesen Gebieten rund eine Million Nguni gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unterscheiden ist diese Wanderung von der des Matabelekönigs [[Mzilikazi]] nach [[Matabele]]land in Simbabwe. Er flüchtete 1823 mit seinen Stämmen aus Natal, zog erst nach Mosambik, dann nach Westen und Norden bis nach [[Barotseland]] und von dort, durch die [[Kololo (Ethnie)|Kololo]] und [[Lozi (Volk)|Lozi]] geschlagen, zurück nach Süden in das Gebiet um [[Bulawayo]], wo diese Nguni als Matabele bis heute siedeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ngoni von Tansania ==&lt;br /&gt;
Maseko Ngoni unter dem Anführer Mputa überquerten etwa 1844 den [[Rovuma]], besiegten die [[Wayao]] und ließen sich in der [[Ruvuma (Region)|Ruvuma]]-Region im heutigen Südwest[[tansania]] nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jene Ngoni, die das Nordende des [[Malawisee]]s umrundet hatten, trafen unter den Anführern Zulu Gama und Mbonani Tawete 1856 in der Ruvuma-Region ein, wo sie auf die Maseko Ngoni stießen. Da diese zahlenmäßig überlegen waren, einigte man sich friedlich, dass Mputa die Oberherrschaft übernehmen solle. Mputa wurde somit der erste König (&amp;#039;&amp;#039;nkosi&amp;#039;&amp;#039;) der Tansania-Ngoni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge vermischten sich die Ngoni mit der altansässigen Bevölkerung ([[Nindi]], [[Ndendeule]], [[Pangwa]], [[Matengo (Ethnie) |Matengo]], [[Nyanja]], [[Wayao|Yao]]). Mit der Zeit wurde auch das Nguni der Eroberer, das Alt-Kingoni, von den Sprachen der altansässigen Bevölkerung überlagert, und es entstand das Neu-Kingoni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der tansanische Zensus von 1967 zählte in der Ruvuma-Region 29.686 Ngoni, davon 19.535 im [[Songea|Songea-Distrikt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Bantusprachen]]&lt;br /&gt;
* [[isiZulu]]&lt;br /&gt;
* [[isiXhosa]]&lt;br /&gt;
* [[Nord-Ndebele]]&lt;br /&gt;
* [[Siswati]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* J. D. Omer-Cooper: &amp;#039;&amp;#039;The Zulu Aftermath. A Nieneteenth-Century Revolution in Bantu Africa.&amp;#039;&amp;#039; London 1966, (2)1975.&lt;br /&gt;
* Hans Stirnimann: &amp;#039;&amp;#039;Nguni und Ngoni. Eine kulturgeschichtliche Studie.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1963.&lt;br /&gt;
* W. E. Rau: &amp;#039;&amp;#039;Mpezeni’s Ngoni in Eastern Zambia, 1870–1920.&amp;#039;&amp;#039; Los Angeles 1974.&lt;br /&gt;
* G. J. Liesegang: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte des Reiches der Gaza Nguni im südlichen Mocambique.&amp;#039;&amp;#039; Köln 1967.&lt;br /&gt;
* Rupert Moser: &amp;#039;&amp;#039;Aspekte der Kulturgeschichte der Ngoni in der Mkoa wa Ruvuma.&amp;#039;&amp;#039; Wien und Bern 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4075365-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Afrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Malawi]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Mosambik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Sambia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Simbabwe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Südafrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Tansania]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[af:Nguni-taalfamilie]]&lt;br /&gt;
[[es:Idioma nguni]]&lt;br /&gt;
[[fr:Langues nguni]]&lt;br /&gt;
[[it:Lingue nguni]]&lt;br /&gt;
[[nl:Ngunitalen]]&lt;br /&gt;
[[pt:Nguni]]&lt;/div&gt;</summary>
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