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	<title>Neuweltmäuse - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T19:56:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Neuweltm%C3%A4use&amp;diff=604744&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Simeon vom Dahl: /* Ernährung */ Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2023-05-18T12:41:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ernährung: &lt;/span&gt; Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Alternatives Taxon}}&lt;br /&gt;
[[Bild:Sigmodon hispidus1.jpg|mini|[[Baumwollratte]] (&amp;#039;&amp;#039;Sigmodon hispidus&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Neotoma cinerea.jpg|mini|[[Amerikanische Buschratten|Amerikanische Buschratte]] (&amp;#039;&amp;#039;Neotoma cinerea&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neuweltmäuse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind eine Gruppe [[mäuseartige]]r [[Nagetiere]] aus der Familie der [[Wühler]] (Cricetidae). Es ist eine formen- und artenreiche (rund 500 Arten) Gruppe, die auf dem gesamten [[amerika]]nischen Kontinent verbreitet ist. Die Neuweltmäuse haben keinen wissenschaftlichen Namen und keinen systematischen Rang, sondern teilen sich in drei Unterfamilien, [[Neotominae]], [[Sigmodontinae]] und [[Tylomyinae]]. Es ist unklar, ob die Neuweltmäuse eine [[monophyletisch]]e Gruppe bilden (das heißt näher miteinander verwandt sind als mit allen anderen Tieren).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Neuweltmäuse sind eine vielgestaltige Gruppe, die verschiedenste [[ökologische Nische]]n besetzt hat und dementsprechend unterschiedliche Körperformen aufweist. Viele Arten ähneln [[Mäuse]]n oder [[Ratten]], es gibt aber auch [[Wühlmäuse|wühlmaus]]-, [[Maulwürfe|maulwurf]]-, [[Rennmäuse|rennmaus]]- und [[Spitzmäuse|spitzmaus]]-ähnliche Vertreter. Die Kopfrumpflänge variiert je nach Art von 5 bis 35 Zentimetern und das Gewicht zwischen 6 und 450 Gramm. Zu den größten Vertretern zählen die [[Südamerikanische Riesenratten|Südamerikanischen Riesenratten]] (&amp;#039;&amp;#039;Kunsia&amp;#039;&amp;#039;), zu den kleinsten die [[Amerikanische Zwergmäuse|Amerikanischen Zwergmäuse]] (&amp;#039;&amp;#039;Baiomys&amp;#039;&amp;#039;). Die Beschaffenheit des [[Fell]]s variiert ebenso wie die Färbung, die meisten Arten sind aber in Braun-, Grau- oder Schwarztönen gehalten, wobei die Unterseite und oft auch die Füße heller sind. Die Schwanzlänge ist je nach Lebensweise variabel, ebenso der Bau der Gliedmaßen. Die einzelnen Unterfamilien unterscheiden sich in der [[Morphologie (Biologie)|Morphologie]] des [[Penis der Säugetiere|Penis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zahnformel]] lautet bei fast allen Arten [[Schneidezahn|I]] 1/1 - [[Eckzahn|C]] 0/0 - [[Prämolar|P]] 0/0 - [[Molar (Zahn)|M]] 3/3, insgesamt also 16 Zähne. Lediglich die Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Neusticomys]]&amp;#039;&amp;#039; hat pro Kieferhälfte nur 2 Molaren und insgesamt 12 Zähne. Die Molaren haben Wurzeln, die Anordnung der Kauhöcker ist variabel, der hinterste Molar ist meist verkleinert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
Neuweltmäuse sind auf dem gesamten amerikanischen Kontinent beheimatet, ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von [[Alaska]] und dem nördlichen [[Kanada]] bis [[Feuerland]]. Dort haben sie nahezu jeden Lebensraum besiedelt, sie finden sich in Grasländern und Steppen ebenso wie in Wüsten und tropischen Regenwäldern und auch in Gebirgsregionen bis über 5000 Meter Seehöhe. Einige Arten haben sich als [[Kulturfolger]] an die Nähe des Menschen angepasst und bewohnen auch Felder und Plantagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Peromyscus maniculatus.jpg|mini|[[Hirschmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Peromyscus maniculatus&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
So unterschiedlich die Körperformen und Lebensräume, so vielfältig sind auch die Lebensweisen der Neuweltmäuse. Die meisten Arten sind Bodenbewohner, viele können aber gut klettern und einige haben sich auf eine baumbewohnende Lebensweise spezialisiert. Daneben gibt es auch Arten, die eine unterirdisch-grabende Lebensweise führen und auch semiaquatische (teilweise im Wasser lebende) Formen. Sie können nacht-, dämmerungs- oder tagaktiv sein, sie halten keinen [[Winterschlaf]], fallen aber während der kühlen Jahreszeit manchmal in eine Kältestarre ([[Torpor]]). Auch das Sozialverhalten ist variabel, neben einzelgängerischen gibt es auch in Gruppen lebende Arten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung ==&lt;br /&gt;
Viele Arten sind Pflanzenfresser, die unter anderem Gräser, Samen, Früchte, Nüsse, Pilze, Knollen und andere Pflanzenteile zu sich nehmen. Daneben gibt es aber auch etliche allesfressende Arten, die ihren Speiseplan um tierische Kost (Insekten, Spinnen, Skorpione, Krebse, Regenwürmer, kleine Wirbeltiere, Eier und anderes) ergänzen. Einige Gruppen wie die [[Grashüpfermäuse]] und die [[Fischratten]] haben sich sogar gänzlich an eine fleischfressende Ernährung angepasst, was für Nagetiere eher untypisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung ==&lt;br /&gt;
Neuweltmäuse sind generell sehr fruchtbare Tiere mit einer hohen Fortpflanzungsrate. In wärmeren Gebieten kann die Paarung meist das ganze Jahr über erfolgen, die Weibchen tragen etliche Würfe im Jahr aus. Die Tragzeiten sind mit meist 20 bis 40 Tagen sehr kurz, die Wurfgrößen betragen typischerweise zwei bis fünf Jungtiere (in Einzelfällen können es über zehn sein). Die Neugeborenen sind [[Nestling|Nesthocker]], wachsen aber schnell. Nach rund ein bis zwei Wochen öffnen sich ihre Augen, nach zwei bis vier Wochen werden sie entwöhnt. Die Geschlechtsreife tritt mit einem bis vier Monaten ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lebenserwartung ist gering. Zahlreiche Fressfeinde wie [[Raubtiere]], [[Schlangen]], [[Greifvögel]], [[Eulen]] und andere sorgen dafür, dass Tiere in freier Wildbahn selten über ein Jahr alt werden. In menschlicher Obhut sind hingegen Alter von bis zu 5 Jahren möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neuweltmäuse und Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Oryzomys palustris.jpg|mini|[[Reisratten|Reisratte]] (&amp;#039;&amp;#039;Oryzomys palustris&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
Einige Arten haben sich als Kulturfolger an den Menschen angepasst und zeigen schon in ihrem Namen ihre Vorliebe für Plantagenfrüchte ([[Baumwollratten]], [[Reisratten]] oder [[Zuckermäuse]]). Sie gelten mancherorts als Plage und werden verfolgt. Manche Arten sind auch als Träger von Viren (etwa [[Hantaviren]]) gefürchtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etliche Arten zählen in ihrem Verbreitungsgebiet zu den häufigsten Säugetieren, andere haben nur einen kleinen Lebensraum und sind gefährdet. Besonders bedroht sind [[Endemit|Inselendemiten]] – Arten, die nur auf einzelnen Inseln vorkommen. Mehrere dieser Arten sind bereits ausgestorben, wie die [[Karibische Riesenreisratten|Karibischen Riesenreisratten]], die Buschratte &amp;#039;&amp;#039;[[Neotoma bryanti bunkeri]]&amp;#039;&amp;#039;, die [[Fernando-de-Noronha-Ratte]], die [[Galápagos-Riesenratte]] und andere. Die Gründe für deren Aussterben liegen meist in der Einschleppung von [[Ratten]], [[Hauskatze|Katzen]] oder [[Mungo]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Die Neuweltmäuse bilden zusammen mit den [[Wühlmäuse]]n (Arvicolinae) und den [[Hamster]]n (Cricetinae) die Familie der [[Wühler]] (Cricetidae). Mit den [[Altweltmäuse]]n, die oft die gleichen ökologischen Nischen besetzen und eine ähnliche Lebensweise führen, sind sie hingegen entfernter verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute werden die Neuweltmäuse in drei Unterfamilien geteilt:&lt;br /&gt;
* Die [[Neotominae]] umfassen rund 125 Arten und sind in Nord- und Mittelamerika verbreitet.&lt;br /&gt;
* Die [[Tylomyinae]] sind eine artenarme Gruppe (10 Arten) baumbewohnender Tiere aus Mittelamerika.&lt;br /&gt;
* Die [[Sigmodontinae]] sind mit rund 375 Arten die artenreichste Gruppe haben ihren Verbreitungsschwerpunkt in Südamerika – nur wenige Vertreter leben in Nord- und Mittelamerika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionell wurden alle Neuweltmäuse in einer gemeinsamen Unterfamilie, Sigmodontinae zusammengefasst, die Aufspaltung in die drei heutigen Unterfamilien gründet in Unterschieden im Bau des Penis und der Hinterfüße und wurde auch durch [[Molekulargenetik|molekulargenetische]] Untersuchungen bestätigt. Ob die drei Unterfamilien eine monophyletische Gruppe bilden oder nicht, ist umstritten. Die Untersuchung von Jansa und Weksler (2004) könnte darauf hindeuten, dass die Sigmodontinae näher mit den Wühlmäusen als mit den übrigen Neuweltmäusen verwandt sind. Diese Übereinstimmungen sind jedoch nur schwach ausgeprägt, der molekulare Befund ist unklar, sodass die Frage der Monophylie der Neuweltmäuse derzeit nicht beantwortet werden kann. Fest steht, dass sich die drei Unterfamilien etwa zur gleichen Zeit wie die anderen Unterfamilien voneinander getrennt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Sharon A. Jansa, Marcelo Weksler: &amp;#039;&amp;#039;Phylogeny of Muroid Rodents: Relationships Within and Among Major Lineages as Determined by IRBP Gene Sequences.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Molecular Phylogenetics and Evolution.&amp;#039;&amp;#039; Jg.&amp;amp;nbsp;31, Nr.&amp;amp;nbsp;1, April 2004, {{ISSN|1055-7903}}, S.&amp;amp;nbsp;256–276, {{DOI|10.1016/j.ympev.2003.07.002}}, (online: [http://static.msi.umn.edu/rreports/2004/81.pdf PDF], 755&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
* Ronald M. Nowak: &amp;#039;&amp;#039;Walker&amp;#039;s Mammals of the World.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. 6. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD u. a. 1999, ISBN 0-8018-5789-9.&lt;br /&gt;
* [[Don E. Wilson]], DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. 3. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://animaldiversity.ummz.umich.edu/site/accounts/information/Sigmodontinae.html Sigmodontinae], [http://animaldiversity.ummz.umich.edu/site/accounts/information/Neotominae.html Neotominae] und [http://animaldiversity.ummz.umich.edu/site/accounts/information/Tylomyinae.html Tylomyinae] bei Animal Diversity Web&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Neuweltmause}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alternatives Taxon (Säugetier)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wühler|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Simeon vom Dahl</name></author>
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