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	<title>Neutropenie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T19:09:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Neutropenie&amp;diff=281853&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WikiHelper232: Infobox ergänzt.</title>
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		<updated>2025-11-17T18:45:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Infobox ergänzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = 4B00.0&lt;br /&gt;
| Data-01 = Neutropenie&lt;br /&gt;
| Code-02 = 4B00.00&lt;br /&gt;
| Data-02 = Konstitutionelle Neutropenie&lt;br /&gt;
| Code-03 = 4B00.01&lt;br /&gt;
| Data-03 = Erworbene Neutropenie&lt;br /&gt;
| Code-04 = KA8D&lt;br /&gt;
| Data-04 = Transitorische Neutropenie beim Neugeborenen&lt;br /&gt;
| Code-05 = KA8E&lt;br /&gt;
| Data-05 = Alloimmune Neutropenie beim Neugeborenen&lt;br /&gt;
| Code-06 = 4B00.0Z&lt;br /&gt;
| Data-06 = Neutropenie, nicht näher bezeichnet&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neutropenie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (synonym sind &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neutrozytopenie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Granulozytopenie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) beschreibt die Verminderung der [[Neutrophiler Granulozyt|neutrophilen Granulozyten]] im [[Blut]]. Sie ist die häufigste Form der [[Leukopenie]], also der Abnahme der Zahl der weißen Blutkörperchen ([[Leukozyt]]en).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl neutrophiler Granulozyten im Blut eines gesunden Menschen ist variabel und liegt zwischen 1.800 und ca. 8.000 Zellen pro Mikroliter. Bei einem Absinken neutrophiler Granulozyten bis 1.000 pro Mikroliter spricht man von einer leichten Form der Neutropenie, bei 500 bis 1.000 neutrophilen Granulozyten pro Mikroliter von einer moderaten Form und bei einer Neutrophilenzahl von unter 500 pro Mikroliter von einer schweren Form der Neutropenie.&amp;lt;ref&amp;gt;A.V. Hoffbrand: &amp;#039;&amp;#039;Grundkurs Hämatologie&amp;#039;&amp;#039;. Blackwell Verlag, 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine fiebrige Neutropenie liegt bei zusätzlich länger als eine Stunde anhaltendem Fieber über 38&amp;amp;nbsp;°C oder einmaligem Fieber über 38,5&amp;amp;nbsp;°C vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neutrophile Granulozyten sind für die Abwehr von Infektionen wichtig und Teil des unspezifischen Abwehrsystems des Körpers. Daher kommt es bei Patienten mit einer Neutropenie leicht zu [[Infektion]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Link et al.: &amp;#039;&amp;#039;Infektionen bei Neutropenie – Diagnostik und Therapie. Empfehlungen für die Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Arbeitsgemeinschaft Infektionen in der Hämatologie und Onkologie (AGIHO) der DGHO, 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die schwerste Form der Neutropenie ist die [[Agranulozytose]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathogenese und assoziierte Erkrankungen ==&lt;br /&gt;
=== Verminderte Bildung der Granulozyten ===&lt;br /&gt;
Eine Knochenmarksschädigung ist die wichtigste Ursache für Bildungsstörungen. Mögliche Auslöser sind dabei [[Arzneimittel]] ([[Nebenwirkung]] von [[Diuretikum|Diuretika]], [[Sulfonamide]]n,  [[Griseofulvin]], [[Chloramphenicol]] und anderen [[Antibiotikum|Antibiotika]], außerdem [[Chemotherapeutikum|Chemotherapeutika]]) sowie giftige [[Chemikalie]]n und Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch infektiöse ([[Parvoviridae|Parvoviren]], [[Panleukopenie]], das [[Felines Leukämievirus|Katzen-Leukämievirus]], [[Ehrlichia]]) oder [[Neoplasie|neoplastische]] (z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Leukämie]]n, [[Myelofibrose]]) oder [[Autoimmunerkrankung|immunbedingte]] [[Knochenmark]]sschädigungen können die Ursache sein. Nach [[Stammzelltransplantation]]en kommt es in der frühen Posttransplantationsphase (vor der [[Lymphoproliferative Erkrankung nach Transplantation|mittleren Posttransplantationsphase]])&amp;lt;ref&amp;gt;[[Marianne Abele-Horn]]: &amp;#039;&amp;#039;Antimikrobielle Therapie. Entscheidungshilfen zur Behandlung und Prophylaxe von Infektionskrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; Unter Mitarbeit von Werner Heinz, Hartwig Klinker, Johann Schurz und August Stich, 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Peter Wiehl, Marburg 2009, ISBN 978-3-927219-14-4, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu einer Neutropenie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Erniedrigung der Zahl der neutrophilen Granulozyten wird eine vorübergehende Unterdrückung des Immunsystems hervorgerufen. Ausmaß und Dauer der Neutropenie und somit das Risiko von Infektionen hängen auch von der Art der Schädigung ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erhöhter Verbrauch der Granulozyten ===&lt;br /&gt;
Neutrophile werden in akuten Entzündungen in großem Umfang verbraucht. Wenn der Bedarf dabei die Bildungskapazität im Knochenmark übersteigt, kommt es zu einer Abnahme der Zellzahl im Blut. Dabei kann gleichzeitig eine [[Kernverschiebung|Linksverschiebung]] auftreten, weil nur noch unreife Neutrophile und [[Metamyelozyt]]en (Vorläuferzellen der Neutrophilen) freigesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kommt eine Neutropenie vor allem in der akuten Phase sehr schwerer Allgemeinerkrankungen wie [[Sepsis]], [[Peritonitis]] (Bauchfellentzündung), [[Metritis]] oder [[gangrän]]oser [[Mastitis]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dysgranulopoese ===&lt;br /&gt;
Eine gestörte Bildung Neutrophiler (&amp;#039;&amp;#039;Dysgranulopoese&amp;#039;&amp;#039;) kann ebenfalls eine Neutropenie verursachen. Sie kann durch einen arretierten Entwicklungszyklus oder durch reduzierte Knochenmarksfreisetzung trotz ausreichender Bildung begründet sein. Mögliche Krankheitsursachen sind die [[Myelodysplasie]], die [[akute myeloische Leukämie]] und virale Infektionen ([[AIDS]], [[Immundefizienzsyndrom der Katzen]], [[Katzenleukämie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Angeborene Neutropenie ===&lt;br /&gt;
Eine angeborene Neutropenie tritt beim [[Kostmann-Syndrom]]&amp;lt;ref&amp;gt;R. Kostmann: &amp;#039;&amp;#039;Infantile genetic agranulocytosis; agranulocytosis infantilis hereditaria.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Acta Paediatr Suppl.&amp;#039;&amp;#039; 1956 Feb;45(Suppl 105), S. 1–78. PMID 13326376.&amp;lt;/ref&amp;gt; und der [[Von-Gierke-Krankheit|Glykogenose Typ 1b]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Orphanet |ID=364 |Name=Glykogenose Typ 1 |Abruf= }}&amp;lt;/ref&amp;gt; auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verstärkte Margination ===&lt;br /&gt;
Eine Verlagerung der Neutrophilen aus dem zirkulierenden Anteil in den sogenannten marginalen Neutrophilenpool (an die [[Endothel]]zellen kleiner [[Blutgefäß]]e gebundene Neutrophile) kann eine akute, aber vorübergehende Neutropenie verursachen. Mögliche Auslöser sind [[Anaphylaxie]] oder [[Endotoxin]]e. Meist ist diese Neutropenie aber bereits wieder zurückgebildet, bevor der Arzt oder Tierarzt aufgesucht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Die Therapie richtet sich nach der Grunderkrankung. Symptomatisch werden Granulozyten-koloniestimulierende Faktoren [[G-CSF]] eingesetzt. G-CSF sind [[Wachstumsfaktor (Protein)|Wachstumsfaktoren]] für Granulozyten.&lt;br /&gt;
Unter Umständen ist eine [[Umkehrisolierung]] notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine fiebrige Neutropenie (s.&amp;amp;nbsp;o.) wird im Allgemeinen umgehend mit Antibiotika behandelt, wobei die Art der antibiotischen Therapie von einer Einstufung des Patienten in eine von drei Risikostufen abhängt.&amp;lt;ref&amp;gt;Marianne Abele-Horn: &amp;#039;&amp;#039;Antimikrobielle Therapie. Entscheidungshilfen zur Behandlung und Prophylaxe von Infektionskrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; Unter Mitarbeit von Werner Heinz, Hartwig Klinker, Johann Schurz und August Stich, 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Peter Wiehl, Marburg 2009, ISBN 978-3-927219-14-4, s. 41–44 (&amp;#039;&amp;#039;Fieber bei Leukopenie&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeine Maßnahmen ===&lt;br /&gt;
Die Entwicklung einer Neutropenie erfordert eine Reihe von vorbeugenden und behandelnden Maßnahmen. Es sollten allgemeine [[Basishygiene|hygienische]] Vorkehrungen getroffen werden. Patienten mit lang anhaltender Neutropenie sollte nur mit [[Mund-Nasen-Schutz (Medizin)|Mund-Nasen-Schutz]] und desinfizierten Händen begegnet werden. Gegebenenfalls ist die [[Isolierung (Medizin)|isolierte]] Unterbringung in einem Einzelzimmer erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einsatz von Wachstumsfaktoren ===&lt;br /&gt;
G-CSF ist ein spezifischer Wachstumsfaktor, der die Reifung neutrophiler Granulozyten anregt. Als Arzneistoff wird G-CSF [[Rekombinantes Protein|rekombinant]] entweder aus [[Escherichia coli|&amp;#039;&amp;#039;E. coli&amp;#039;&amp;#039;]] (&amp;#039;&amp;#039;Filgrastim&amp;#039;&amp;#039;) oder aus Säugerzellen ([[CHO-Zellen]], &amp;#039;&amp;#039;Lenograstim&amp;#039;&amp;#039;) hergestellt. Die [[Aminosäuresequenz]] von Filgrastim und Lenograstim ist identisch. Zusätzlich existiert G-CSF auch in [[PEGylierung|PEGylierter]] Form (&amp;#039;&amp;#039;Pegfilgrastim&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G-CSF wird in der supportiven Krebstherapie eingesetzt, um neutropenische Infektionen zu vermeiden oder die Antibiotikatherapie im Falle einer schweren Infektion zu unterstützen. Die vier führenden Fachgesellschaften [[Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie|DGHO]], [[National Comprehensive Cancer Network|NCCN]], [[American Society of Clinical Oncology|ASCO]] und [[EORTC]] empfehlen eine vorsorgliche, primärprophylaktische G-CSF-Behandlung, wenn das Risiko einer fieberhaften Neutropenie bei 20 Prozent liegt. G-CSF wird darüber hinaus gegeben, um Chemotherapien protokoll- und zeitgerecht verabreichen zu können. Ein in den Leitlinien skizzierter Algorithmus legt eine GCSF-Gabe in bestimmten Fällen (Komorbiditäten, schlechter Allgemeinzustand, weibliches Geschlecht) auch bei einem Risiko zwischen 10 und 20 Prozent nahe. Sekundärprophylaktisch wird der Einsatz von G-CSF in den folgenden Zyklen nach Auftreten von Fieber in der neutropenischen Phase des zuvor durchgeführten Chemotherapiezyklus empfohlen, wenn die Erhaltung der Dosisintensität sowie die zeitgerechte Gabe der [[Chemotherapie]] für den Behandlungserfolg entscheidend ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dgho-onkopedia.de/de/onkopedia/leitlinien/behandlung-mit-haematopoetischen-wachstumsfaktoren Behandlung mit hämatopoetischen Wachstumsfaktoren (008).] DGHO&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je intensiver die verabreichte Chemotherapie ist, desto länger dauert die Phase der Neutropenie. Durch den Einsatz von Wachstumsfaktoren wie G-CSF wird die Zeit der Neutropenie um mehrere Tage verkürzt. Auch die Einhaltung der Abstände zwischen den Chemotherapiezyklen kann durch die vorbeugende Gabe von G-CSF positiv beeinflusst werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bayerische Krebsgesellschaft e.&amp;amp;nbsp;V.:&amp;#039;&amp;#039; Neutropenie. Unerwünschte Begleiterscheinung der Chemotherapie. Ein Ratgeber für Tumorpatienten in der Chemotherapie&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.scner.de/handbooks/Handbuch_de.pdf Handbuch &amp;#039;&amp;#039;Schwere Chronische Neutropenie&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 1015&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blutbild]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Immunologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pathophysiologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ru:Фебрильная нейтропения]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WikiHelper232</name></author>
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