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	<title>Neustadt am Main - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Dk1909: gr</title>
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		<updated>2026-04-02T09:59:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;gr&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Name              = Neustadt a.Main&lt;br /&gt;
|Wappen            = DEU Neustadt am Main COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 49/55/51/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 09/34/03/E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Neustadt am Main in MSP.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Bayern&lt;br /&gt;
|Regierungsbezirk  = Unterfranken&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Main-Spessart&lt;br /&gt;
|Verwaltungsgemeinschaft = Lohr am Main&lt;br /&gt;
|Höhe              = 150&lt;br /&gt;
|PLZ               = 97845&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 09393&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 09677166&lt;br /&gt;
|Gliederung        = 4 [[Gemeindeteil]]e&lt;br /&gt;
|Adresse-Verband   = Schloßplatz 2&amp;lt;br /&amp;gt;97816 Lohr a.Main&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.neustadt-erlach.de/ neustadt-erlach.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Stephan Morgenroth&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.neustadt-erlach.de/gemeinderat |titel=Aktueller Gemeinderat |hrsg=Gemeinde Neustadt am Main |abruf=2020-09-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel= [[Bürgermeister#Bayern|Erster Bürgermeister]]&lt;br /&gt;
|Partei            = Bürgerliste&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Neustadt a M, MSP - Kloster v NO, Main 01.jpg|mini|Neustadt am Main mit [[St. Michael und St. Gertraud (Neustadt am Main)|St. Michael und St. Gertraud]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neustadt am Main&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (amtlich: &amp;#039;&amp;#039;Neustadt a.Main&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Gemeinde (Deutschland)|Gemeinde]] im [[Unterfranken|unterfränkischen]] [[Landkreis Main-Spessart]]. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Die Gemeinde liegt in der Region Würzburg. Der [[Gelände|topographisch]] höchste Punkt der Gemeinde befindet sich mit {{Höhe|553|DE-NHN}} {{Coordinate|type=landmark|text=(Lage)|NS=49.954|EW=9.51043|region=DE-BY|name=Höchster Punkt der Gemeinde Neustadt am Main}} am Gipfel der [[Klosterkuppel]], der niedrigste liegt im Main auf {{Höhe|147.1|DE-NHN}} {{Coordinate|type=landmark|text=(Lage)|NS=49.9105|EW=9.58775|region=DE-BY|name=Niedrigster Punkt der Gemeinde Neustadt am Main}}. Die Klosterkuppel ist die höchste Erhebung des Landkreises Main-Spessart, die vollständig im Kreisgebiet liegt. In der Nähe entspringt der [[Silberlochbach]], der durch Neustadt am Main fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
Es gibt vier [[Gemeindeteil]]e (in Klammern ist der [[Siedlungstyp]] angegeben):&amp;lt;ref&amp;gt;{{BLO Ortsdatenbank |objekt=Gemeinde Neustadt am Main |val=1737 |abruf=2021-04-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BayernPortal Ortsteile |val=17885847656 |objekt=Gemeinde Erlach a.Main |abruf=2025-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Aurora (Neustadt am Main)|Aurora]] ([[Einöde]])&lt;br /&gt;
* [[Erlach am Main]] ([[Kirchdorf (Siedlungstyp)|Kirchdorf]])&lt;br /&gt;
* [[Margarethenhof (Neustadt am Main)|Margarethenhof]] (Einöde)&lt;br /&gt;
* [[Neustadt (Neustadt am Main)|Neustadt am Main]] ([[Pfarrdorf]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auf dem Gemeindegebiet die [[Gemarkung]]en Erlach a.Main und Neustadt a.Main.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ldbv.bayern.de/service/publikationen/arbeitshilfen.html |titel=Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis |hrsg=Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung |werk=ldbv.bayern.de |datum=2025-04-17 |abruf=2026-01-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
| NORD = Stadt&amp;lt;br /&amp;gt;[[Lohr am Main]]&lt;br /&gt;
| NORDOST = Gemeinde&amp;lt;br /&amp;gt;[[Steinfeld (Unterfranken)|Steinfeld]]&lt;br /&gt;
| OST = Gemeinde&amp;lt;br /&amp;gt;[[Roden (Unterfranken)|Roden]]&lt;br /&gt;
| SUEDOST = Stadt&amp;lt;br /&amp;gt;[[Marktheidenfeld]]&lt;br /&gt;
| SUED = Stadt&amp;lt;br /&amp;gt;[[Rothenfels]]&lt;br /&gt;
| WEST = [[Fürstlich Löwensteinscher Park]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Gemeindefreies Gebiet)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| NORDWEST = [[Forst Lohrerstraße]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Gemeindefreies Gebiet)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
=== Etymologie ===&lt;br /&gt;
Wovon sich der ursprüngliche Ortsname &amp;#039;&amp;#039;Rorinlacha&amp;#039;&amp;#039; tatsächlich ableitet, ist nicht genau bekannt. Es bestehen zwei mögliche Theorien:&lt;br /&gt;
* Er besteht aus den [[Althochdeutsche Sprache|althochdeutsch]]en Wörtern &amp;#039;&amp;#039;rorīn&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;lahha&amp;#039;&amp;#039;. Es bedeutet „ein mit [[Röhrichtpflanze|Röhricht]] bewachsener Sumpf“.&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Schnetz: Ältere Geschichte von Neustadt am Main. Lohr 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Namenswurzel ist auch im Namen von Erlach zu finden (&amp;#039;&amp;#039;erl lahha&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Laut Heinrich Wagner könnte er auch aus dem Personennamen „Roggo“, ein Verwandter von Megingaud, und „Lacha“ für umgrenztes Gebiet, bedeuten. Danach bedeutet er &amp;#039;&amp;#039;Ort des Roggo&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Da sich das keltische Heiligtum Locoritum im Tal von Neustadt befand, ist es am wahrscheinlichsten, dass „Rorinlacha“ für einen mit Röhricht bewachsenen Sumpf steht.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Weyer: &amp;#039;&amp;#039;Vom Keltenheiligtum zum karolingischen Missionskloster – Neustadt am Main.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2019, ISBN 978-3-8260-6740-2, S. 9–20&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Errichtung des dritten Klosters in Rorinlacha, an der „Neuen Statt“, wurde der Ort zuerst Niuwenstat, dann Neustadt genannt. Er besteht aus den althochdeutschen Wörtern &amp;#039;&amp;#039;niuwe&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;stat&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|978-3-406-59131-0|Seite=160}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die gleiche Namenswurzel steckt auch im Ort [[Neuendorf (Unterfranken)|Neuendorf in Unterfranken]], wobei Neuendorf 1325 erstmals als Nuwendorf, als Dorf und nicht als Stadt, erwähnt wurde. Der Zusatz &amp;#039;&amp;#039;am Main&amp;#039;&amp;#039; unterscheidet Neustadt von weiteren gleichnamigen Orten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühere Schreibweisen ===&lt;br /&gt;
Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden: &amp;lt;!--Jedes Jahr sollte mit einem separaten Hinweis deklariert werden.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:50%;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* 150 Locoritum&amp;lt;ref&amp;gt;Klaudios Ptolemaios, Geographike Hyphegesis, Germania&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 738 Michilstat&amp;lt;ref&amp;gt;Vita Burkardi II, Buch 2, Kap. 3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 754 Michilstat&amp;lt;ref&amp;gt;Vita Burkardi II, Buch 2, Kap. 12&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 769 Rorinlacha&lt;br /&gt;
* 812 Rorenlacha&lt;br /&gt;
* 817 Nuuenstat&lt;br /&gt;
* 835 Niunstat&lt;br /&gt;
* 976 Nuenstat&lt;br /&gt;
* 993 Niuuuenstat&lt;br /&gt;
* 1003 Niuenstat&lt;br /&gt;
* 1150 Nůwenstat&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* 1157 Nuwestat&lt;br /&gt;
* 1276 Nuenstat&lt;br /&gt;
* 1336 Nuewenstat&lt;br /&gt;
* 1494 Newenstat&lt;br /&gt;
* 1562 Neuenstatt am Mayn&lt;br /&gt;
* 1594 Neuestatt am Main&lt;br /&gt;
* 1648 Neuenstadt am Mäyn (Matthäus Merian)&lt;br /&gt;
* 1801 Neustadt am Mayn&lt;br /&gt;
* 1832 Neustadt am Main&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Bis zur Gemeindegründung ===&lt;br /&gt;
Der Ort wurde erstmals um 150 n. Chr. in der Geographike Hyphegesis des Klaudius Ptolemaios als Locoritum erwähnt. Übersetzt heißt Locoritum: „Furt im See“. Der See im Tal war ein keltisches Heiligtum und existierte wahrscheinlich schon um 1200 vor Christus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
769 n. Chr. wurde der Ort als Rorinlacha erwähnt. Übersetzt heißt das laut Joseph Schnetz: „Ein mit Röhricht bewachsener Sumpf“. Der heilige keltische See war jetzt offenbar ein Sumpf. Ab 738/39 wurde der Sumpf trockengelegt und dann mit dem Kloster an der Alten Statt überbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich von der Alten Statt, eingeweiht um 740, wurde die Neue Statt ab 772 gebaut und 781 eingeweiht. Die alten Namen im Tal von Neustadt a.Main passen zusammen. Zuerst See, dann Sumpf, und dann Neue Statt. Wenn es eine Neue Statt gab, muss es auch eine „Ältere Statt“ gegeben haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein genaues Datum, wann das Kloster Neustadt gegründet wurde, ist laut Theodor Ruf im Jahr 2019 nicht bekannt, es liegt im Zeitraum von 741/742 (Bistumsgründung) bis 814 (Tod Karls des Großen). Im gleichen Artikel von 2019 existiert auch eine andere Aussage von Theodor Ruf: Bereits vor der Resignation kann er (Megingaud) auch angefangen haben, eine kleine Kirche zu bauen, die sich mutmaßlich „um 750“ datieren lässt.&amp;lt;ref&amp;gt;Theodor Ruf: &amp;#039;&amp;#039;Kaum Licht im Nebel. 769 – vor 1250 Jahren – wurde das Kloster Neustadt am Main (vielleicht) gegründet.&amp;#039;&amp;#039; In: Würzburger katholisches Sonntagsblatt 18/2019, Würzburg 4. Mai 2019, S. 18–19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Eine Rezension zu dem Artikel von Theodor Ruf im Würzburger Sonntagsblatt 18/2019 findet man auf http://www.weyer-neustadt.de/content/Portals/57ad7180-c5e7-49f5-b282-c6475cdb7ee7/Theodor%20Ruf-Kaum%20Licht%20im%20Nebel_Artikel%20im%20W%C3%BCrzburger%20katholischen%20Sonntagsblatt%2018-2019.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenfassung in Rufs Buch, Kloster Neustadt am Main 769 (?) – 1300, Untersuchungen und Regesten, Würzburg Nov. 2022, auf der Rückseite ist: &amp;quot;Im Jahr 769 wurde das Kloster Neustadt gegründet. Soll das Kloster gegründet worden sein. Wurde es, vielleicht, „gegründet“. Vielleicht aber auch erst einige Jahre später. Oder ein paar Jahre früher. Vom ehemaligen Würzburger Bischof Megingaud. Oder auch nicht&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein keltischer Thingplatz auf dem Gaiberg steht unter Denkmalschutz (D-6-6023-0014) und ist eine vorgeschichtliche (keltische) Abschnittsbefestigung. Dass die Ungarn 910, nach ihrem Sieg am Lechfeld südlich von Augsburg, nach Franken gezogen und Würzburg und Umgebung verwüstet hätten, ist wenig glaubwürdig,&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Wendehorst: &amp;#039;&amp;#039;Germania Sacra, Das Bistum Würzburg Teil 1.&amp;#039;&amp;#039; Walter De Gruyter &amp;amp; Co, Berlin 1969, S. 56&amp;lt;/ref&amp;gt; es existiert auch keine Quelle auf dem Berg. Philipp Meller hat 2021 bewiesen, dass man in keiner einzigen Quelle Hinweise findet, dass Mainfranken konkret von den Ungarneinfällen ab 899 betroffen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1,2 km südwestlich von der Margarethenhof-Quelle und 857 m südöstlich vom Ruhbrunnen, erstmals 772 erwähnt als Erphenbrunnen, befindet sich ein denkmalgeschützter Platz (D-6-6023-0030), der Glasbrunnen. Dort soll eine frühneuzeitliche Glashütte gestanden sein, allerdings gibt es keine Beweise für eine ehemalige Glashütte, keine archäologischen Funde an der Silberlochbach-Quelle und der zugehörigen Lichtung und keine Schriftquellen, auch nicht vom Kloster Neustadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Benediktinerabtei Neustadt am Main|Benediktinerabtei]] wurde schon 738 auf dem Michaelsberg in Rorinlacha (die &amp;#039;&amp;#039;Michilstat&amp;#039;&amp;#039;) gegründet. Es war der erste von insgesamt vier Standorten. Es folgten auf dem trockengelegten keltischen See im Tal die &amp;#039;&amp;#039;Alte Statt&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;Neue Statt&amp;#039;&amp;#039; und am Ende die &amp;#039;&amp;#039;Romanische Statt&amp;#039;&amp;#039;. Das Kloster wurde 1803 im Zuge der [[Säkularisation]] aufgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Weyer: &amp;#039;&amp;#039;Vom Keltenheiligtum (Locoritum, 150 n. Chr.) zum karolingischen Missionskloster – Neustadt am Main.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2019, ISBN 978-3-8260-6740-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Teil des Amtes Rothenfels des [[Hochstift Würzburg|Hochstifts Würzburg]] fiel der Ort im [[Reichsdeputationshauptschluss]] im Jahr 1803 an die Fürsten [[Löwenstein-Wertheim#Haus Löwenstein-Wertheim-Rochefort / später Rosenberg|Löwenstein-Wertheim-Rosenberg]]. Nach der Mediatisierung 1806 durch das [[Fürstentum Aschaffenburg]] fiel es mit diesem (nun ein Departement des [[Großherzogtum Frankfurt|Großherzogtums Frankfurt]]) 1814 an das [[Königreich Bayern]]. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem [[Gemeindeedikt von 1818]] die heutige Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsgeschichte ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1862 wurde das [[Bezirksamt Lohr am Main]] gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Neustadt lag. 1871 kam Neustadt anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter zum [[Bezirksamt Marktheidenfeld]], kehrte jedoch am 1. Januar 1880 ins Bezirksamt Lohr zurück. Wie überall im [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschen Reich]] wurde 1939 die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Neustadt war dann eine der 26 Gemeinden im [[Landkreis Lohr am Main]]. Mit der Auflösung des Landkreises Lohr am Main kam Neustadt am Main am 1. Juli 1972 in den neu gebildeten Landkreis Mittelmain, der zehn Monate später seinen endgültigen Namen [[Landkreis Main-Spessart]] erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindungen ===&lt;br /&gt;
Die Gemeinde [[Erlach am Main]] wurde im Rahmen der [[Gebietsreform in Bayern]] am 1. Mai 1978 eingemeindet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeindeverzeichnis1970bis1982&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|3-17-003263-1| Seiten = 763}} &amp;lt;!--Gemeindeverzeichnis--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
Im Zeitraum 1987 bis 2017 sank die Einwohnerzahl um 4,4 %.&lt;br /&gt;
* 1961: 1078 Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeindeverzeichnis1970bis1982&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1970: 1204 Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeindeverzeichnis1970bis1982&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1987: 1301 Einwohner&lt;br /&gt;
* 1991: 1389 Einwohner&lt;br /&gt;
* 1995: 1398 Einwohner&lt;br /&gt;
* 2000: 1343 Einwohner&lt;br /&gt;
* 2005: 1349 Einwohner&lt;br /&gt;
* 2010: 1259 Einwohner&lt;br /&gt;
* 2015: 1288 Einwohner&lt;br /&gt;
* 2020: 1248 Einwohner, 14,49% bis 18 Jahre, 25,86% ab 66 Jahre&lt;br /&gt;
* 2022: 1311 Einwohner&lt;br /&gt;
* 2024: 1174 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Gemeinde ist Mitglied der [[Verwaltungsgemeinschaft Lohr am Main]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Zur Gemeinderatswahl 2014 und [[Kommunalwahlen in Bayern 2020|Gemeinderatswahl 2020]] kandidierte einzig die Bürgerliste, die alle Sitze im Gemeinderat erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://okvote.osrz-akdb.de/OK.VOTE_UF/Wahl-2020-03-15/09677166/html5/Gemeinderatswahl_Bayern_110_Gemeinde_Gemeinde_Neustadt_aMain.html |titel=Wahl des Gemeinderats – Kommunalwahlen 2020 in der Gemeinde Neustadt a.Main – Gesamtergebnis |abruf=2020-12-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit gab es auch nur einen Kandidaten für das Bürgermeisteramt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
[[Bürgermeister#Bayern|Erster Bürgermeister]] ist seit 1. Mai 2014 Stephan Morgenroth (Bürgerliste); dieser wurde am 15. März 2020 mit 94,2 % der Stimmen für weitere sechs Jahre gewählt. Es gab nur eine Partei und keine Gegenkandidaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Vorgängerin war Karin Berger (Freie Wählergemeinschaft Erlach = FWE). Damals gab es noch 3 Parteien, die CSU, SPD und FWE. Seit 2014 ist nur noch eine Partei in Neustadt am Main aktiv.&amp;lt;!-- Wie ist denn das passiert? Nur eine Partei. Bayern gliedert sich in 2.056 Gemeinden, wie viel haben nur eine Partei?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
|Kurzdarstellung= Wappen von Neustadt am Main&lt;br /&gt;
|Blasonierung   = [[Gespaltener Schild|Gespalten]] von Silber und Rot; vorne ein von einem schwarzen Kreuzchen überhöhter schwarzer unzialer Großbuchstabe N, hinten ein [[gestürzt]]es Flammenschwert mit goldenem Griff&lt;br /&gt;
|Quelle         = {{HdBG GKZ}}&lt;br /&gt;
|Begründung     =&lt;br /&gt;
|Zusatz         =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Neustadt in Europa.png|mini|Arbeitsgemeinschaft [[Neustadt in Europa]]]]&lt;br /&gt;
Neustadt ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft [[Neustadt in Europa]], in der sich 36 Städte (Stand: September 2008) mit Namen &amp;#039;&amp;#039;Neustadt&amp;#039;&amp;#039; aus Deutschland, Österreich, Ungarn, Tschechien, Polen und der Slowakei zusammengeschlossen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baudenkmäler ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Baudenkmäler in Neustadt am Main}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bodendenkmäler ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Bodendenkmäler in Neustadt am Main}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Es gab am 30. Juni 2020 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 42 und im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe 21 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 56 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 479. Am Stichtag 30. September 2020 gab es in Neustadt keine Betriebe des verarbeitenden Gewerbes oder landwirtschaftliche Betriebe.&lt;br /&gt;
Es existiert kein Lebensmittelmarkt und kein Arzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2021):&lt;br /&gt;
* Kindergarten: 30 Kindergartenplätze, 22 betreute Kinder&lt;br /&gt;
* Keine Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Burkard]], Abt in Rorinlacha von 738 bis Ende 741. Ab März 742 erster Bischof von Würzburg, bis zu seinem Rücktritt Anfang 754.&lt;br /&gt;
* [[Megingaud von Würzburg]], Abt in Rorinlacha von 742 bis 783. Von 754 bis Anfang 769 zweiter Bischof von Würzburg.&lt;br /&gt;
* Bernhard Krieg, von 1703 bis 1729 Abt von Kloster Neustadt.&lt;br /&gt;
* [[Plazidus Reich]] (1695–1764), Abt von Neustadt am Main 1733 bis 1763.&lt;br /&gt;
* [[Georg Link (Pfarrer)|Georg Link]] (1815–1901), Pfarrer von 1848 bis 1901 in Neustadt am Main. Er holte die Franziskanerinnen nach Neustadt.&lt;br /&gt;
* Bürgermeister Franz Greser&lt;br /&gt;
* Bürgermeisterin Karin Berger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Eine legendäre Sage berichtet, dass die Ehefrau &amp;lt;!-- welche?--&amp;gt;von Kaiser [[Karl der Große|Karl dem Großen]], die zusammen mit ihrer Tochter Gertrudis&amp;lt;!--?--&amp;gt; verbannt worden war, sich mit ihrer Tochter in der vom Kaiser gegründeten [[Benediktinerabtei Neustadt am Main]] aufhielt und auf Wunsch Gertrudis eine Gerichtsverhandlung erhielt, bei der die Unschuld der Kaiserin festgestellt wurde. Gertrudis soll auch bei Neustadt trockenen Fußes den Main durchschritten haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Christine Demel u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Leinach. Geschichte – Sagen – Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Gemeinde Leinach, Leinach 1999, S. 533 f. (&amp;#039;&amp;#039;Kaiser Karls Gericht&amp;#039;&amp;#039;); gemäß Christa Hinze, Ulf Diederichs (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fränkische Sagen.&amp;#039;&amp;#039; 1980, ISBN 978-3-424-01148-7, S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.neustadt-erlach.de/ Website Neustadt-Erlach]&lt;br /&gt;
* Klaus Weyer: [http://www.weyer-neustadt.de/ &amp;#039;&amp;#039;Neustadt am Main – Gestern und Heute&amp;#039;&amp;#039;] (Private Website seit 2005. Fränkische Geschichte von den Kelten bis Heute).&lt;br /&gt;
* {{LStDV GKZ|9677166}}&lt;br /&gt;
* [http://www.weyer-neustadt.de/CONTENT/DesktopDefault.aspx?tabid=315 Die Früh-Geschichte von Neustadt am Main]&lt;br /&gt;
* [https://www.1250-jahre-neustadt.de/ 1250-Jahr-Feier von Neustadt a. Main, 2019]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Johann Adolph Kraus: &amp;#039;&amp;#039;Die Benediktiner-Abtei Neustadt am Main.&amp;#039;&amp;#039; Historische Monografie, Würzburg 1856.&lt;br /&gt;
* Georg Link: &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung der Benedictinerabtei, Neustadt am Main.&amp;#039;&amp;#039; Festgabe zur feierlichen Einweihung der ehemaligen Abteikirche daselbst, Würzburg 1872.&lt;br /&gt;
* Georg Link: &amp;#039;&amp;#039;Klosterbuch der Diöcese Würzburg.&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Benediktinerklöster.&amp;#039;&amp;#039; Würzburg 1873.&lt;br /&gt;
* Joseph Schnetz: &amp;#039;&amp;#039;Ältere Geschichte von Neustadt am Main.&amp;#039;&amp;#039; Lohr 1914.&lt;br /&gt;
* Rudolf Kuhn: &amp;#039;&amp;#039;Kloster Neustadt am Main, Versuch zur Ausdeutung von Funden aus dem Abbruch der Klosterruine.&amp;#039;&amp;#039; Lohr 1963.&lt;br /&gt;
* Rudolf Langhans, Bernd Bippus: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zur 1200-Jahr-Feier des Klosters Neustadt am Main.&amp;#039;&amp;#039; Festausschuss, Neustadt am Main 1969.&lt;br /&gt;
* Erika Haindl: &amp;#039;&amp;#039;Neustadt am Main – Biographie eines Dorfes.&amp;#039;&amp;#039; Echter, Würzburg 1994, ISBN 3-429-01591-X.&lt;br /&gt;
* Theodor Ruf: &amp;#039;&amp;#039;Kaum Licht im Nebel. 769 – vor 1250 Jahren – wurde das Kloster Neustadt am Main (vielleicht) gegründet.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger katholisches Sonntagsblatt&amp;#039;&amp;#039; 18/2019, Würzburg 4. Mai 2019, S. 18–19.&lt;br /&gt;
* Sybille Grübel, Sandra Hartung, Udo Aull: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift 1250 Jahre Neustadt a.Main.&amp;#039;&amp;#039; Gemeinde Neustadt a.Main 2019.&lt;br /&gt;
* Klaus Weyer: &amp;#039;&amp;#039;Vom Keltenheiligtum (Locoritum, 150 n. Chr.) zum karolingischen Missionskloster – Neustadt am Main.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2019, ISBN 978-3-8260-6740-2.&lt;br /&gt;
* Klaus Weyer: &amp;#039;&amp;#039;Via publica und Heristrata, Zwei Grenzen und Fernwege im Spessart.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch Kreuzwertheim 2021.&amp;#039;&amp;#039; Band 34, S. 142–157, Kreuzwertheim 2022.&lt;br /&gt;
* Klaus Weyer: &amp;#039;&amp;#039;Die neuen Erkenntnisse zur Lokalisierung des Ptolemaios Ort Locoritum.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mainfränkisches Jahrbuch.&amp;#039;&amp;#039; Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte e. V. Würzburg, Würzburg  2022, ISBN 978-3-949015-05-2, S. 341–357.&lt;br /&gt;
* Heinrich Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Die Äbte des Klosters Neustadt am Main im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger Diözesangeschichtsblätter.&amp;#039;&amp;#039; Band 46, 1984, {{ISSN|0342-3093}}, S. 5–60.&lt;br /&gt;
* Heinrich Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Zur Neustadter Privilegienfrage.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für Diplomatik.&amp;#039;&amp;#039; Band 46, 2000 {{ISSN|0066-6297}}, S. 49–154.&lt;br /&gt;
* Heinrich Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Die Würzburger Bischöfe 741–842.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger Diözesangeschichtsblätter.&amp;#039;&amp;#039; Band 65, 2003, S. 17–43.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neustadt am Main| ]]&lt;/div&gt;</summary>
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