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	<title>Neurussland - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Neurussland&amp;diff=372632&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-35540-2: F, Satzbau, Layout</title>
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		<updated>2026-01-17T06:17:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;F, Satzbau, Layout&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die historische Region Neurussland; zur 2014 kurzzeitig bestehenden Region siehe [[Föderativer Staat Neurussland]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:New Russia on territory of Ukraine.png|mini|Neurussland (helles gelb), Krim (orange) und [[Bessarabien]] (dunkles gelb) im Russischen Kaiserreich um 1897]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neurussland 1855.png|mini|Eine deutsche Karte Neurusslands aus dem Jahre 1855]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neurussland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Новороссия|Noworossija}}) ist die historische russische Bezeichnung einer Region unmittelbar nördlich des [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meeres]]. Das Gebiet erstreckte sich in etwa über die südliche Hälfte der heutigen [[Ukraine]]. Das 1764 durch das [[Russisches Kaiserreich|Russische Kaiserreich]] gebildete, anfangs kaum bewohnte [[Gouvernement (Russland)|Gouvernement]] Neurussland diente der Neuansiedlung von Kolonisten ([[Slawenoserbien]], [[Neuserbien (historisches Territorium)|Neuserbien]]), aber auch als [[Militärgrenze]] gegen das [[Osmanisches Reich|Osmanische Reich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neurussland bestand anfangs aus den nördlichen Gebieten des Autonomen Herrschaftsgebiets der [[Saporoger Kosaken]]. Nach der Zerstörung der Saporoger [[Sitsch]] 1775 kamen die übrigen Kosakenterritorien hinzu. 1783 aufgelöst, lebte das Gouvernement zwischen 1796 und 1802 erneut auf, diesmal ergänzt um das [[Gouvernement Taurien]], welche aus dem 1783 annektierten [[Khanat der Krim|Krimkhanat]] gebildet worden war. Ebenso zählten einige den Osmanen abgerungene Gebiete dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Das Hinzufügen des Prefixes &amp;#039;&amp;#039;Neu-&amp;#039;&amp;#039; zu einem eroberten Gebiet, auf das die Bezeichnung der [[Kolonialismus|Kolonialmacht]] übertragen wurde, war im 17. und 18. Jahrhundert üblich. Beispiele hierzu sind: [[Neuengland]], [[Neuspanien]], [[Neufrankreich]] und [[Niederländisch-Brasilien|Neuholland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Das im weiteren Lauf der Geschichte unterschiedlich benannte und wechselnd organisierte Gebiet umfasste das Zentrum, vor allem aber den Süden der heutigen [[Ukraine]]. Ferner gehörten dazu das historische [[Bessarabien]], Gebiete der [[Ostukraine]] sowie Teile [[Südrussland]]s am [[Asowsches Meer|Asowschen]] und am [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meer]].&amp;lt;ref&amp;gt;С. А. Тархов: &amp;#039;&amp;#039;Изменение административно-территориального деления России за последние 300 лет.&amp;#039;&amp;#039; In: газета &amp;#039;&amp;#039;География.&amp;#039;&amp;#039; Moskau, 1. September 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Beauplan Poland XVII map.jpg|mini|Das Gebiet vor dem Entstehen Neurusslands, 1648, (Süden oben) mit einem breiten Streifen von „Loca deserta“ („[[Wildes Feld|verlassenen Gegenden]]“). Am linken Kartenrand links [[Asow]]. „Meotis Palus“ ist das Asowsche Meer]]&lt;br /&gt;
Vor der Eingliederung ins Russische Reich war das Gebiet Neurusslands lange Zeit zwischen [[Polen-Litauen]], dem [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] und dem Russischen Reich umkämpft. Dies und die regelmäßigen Überfälle der [[Tataren]] des [[Khanat der Krim|Krimkhanats]] und der [[Nogaier-Horde]] hatten zur Folge, dass diese [[Steppe]]ngebiete trotz ihrer fruchtbaren [[Schwarzerde]] nur gering besiedelt waren und den Namen „[[Wildes Feld]]“ trugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nördliche Teil der Provinz wurde ab dem 16. Jahrhundert zum Land der [[Saporoger Kosaken]], flüchtiger [[Ruthenien|ruthenischer]] Bauern aus Polen-Litauen und russischer Bauern und Leibeigener des [[Iwan IV. (Russland)|Zaren Iwan&amp;amp;nbsp;IV.]], die dort das [[Hetmanat]] der Dnjepr-Kosaken errichteten. Von dort überfielen und verwüsteten sie ihrerseits das Hinterland der osmanisch-tatarischen Küstenstädte. Das Hetmanat legte auf der Suche nach Verbündeten 1654 mit dem [[Vertrag von Perejaslaw]] den Treueeid auf den Zaren ab. Gegen die Kosaken war von den Osmanen das [[Eyâlet Silistra|Eyâlet Silistrien]] eingerichtet worden, das Teile der Gebiete umfasste, die später (wie auch das Krimkhanat) zum Gouvernement Neurussland gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grigory Potemkin.PNG|mini|hochkant|Fürst Grigori Potjomkin]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Catherine II by J.B.Lampi (1793, Hermitage).jpg|mini|hochkant|Katharina die Große]]&lt;br /&gt;
Eine breitangelegte Kolonisierung und Erschließung Neurusslands erfolgte während und nach dem [[Russisch-Türkischer Krieg (1768–1774)|Russisch-Türkischen Krieg 1768–1774]] unter der Führung des Fürsten [[Grigori Alexandrowitsch Potjomkin|Grigori Potjomkin]], der von Kaiserin [[Katharina II.]] als Feldherr und oberster Verwalter fast unbeschränkte Kompetenzen erhielt. Die dortigen Kosaken wurden teilweise in neue Kosakeneinheiten der russischen Armee eingegliedert und in die [[Kuban-Gebiet|Kuban-Region]] verlegt. „Andere blieben vor Ort, bildeten jedoch keine organisierte Streitmacht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Serhii Plokhy]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Tor Europas. Die Geschichte der Ukraine.&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann und Campe, Hamburg 2022, ISBN 978-3-455-01526-3, S. 211.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Land wurde an den russischen Adel verteilt, der Kolonisten aus Zentralrussland mitbrachte. Zudem wurden viele ausländische Kolonisten angeworben, überwiegend Deutsche, Serben und Griechen. Die Anzahl der [[Leibeigenschaft|Leibeigenen]] war geringer als in anderen Gebieten.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Kappeler: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte der Ukraine.&amp;#039;&amp;#039; S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt; In kurzer Zeit wurden neue Städte gegründet, darunter Jekaterinoslaw (heute: [[Dnipro]]), [[Cherson]], [[Odessa]], [[Sewastopol]], [[Simferopol]], Alexandrowsk (heute: [[Saporischschja]]), Nikolajew (heute: [[Mykolajiw]]), [[Mariupol]], [[Tiraspol]] und andere. Die Festung [[Noworossijsk]] wurde 1808 von russischen Truppen erobert und 1812 zerstört; 1838 wurde dort die Stadt Noworossijsk gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche, von 1764 bis 1783 existierende Gouvernement Neurussland mit der Hauptstadt [[Krementschuk]] wurde, unter Zar [[Paul I. (Russland)|Paul I.]], zwischen 1796 und 1802 wiedererrichtet. Anschließend wurde das Gebiet neu organisiert, indem man die Gouvernements [[Gouvernement Bessarabien|Bessarabien]], [[Gouvernement Cherson|Cherson]], [[Gouvernement Jekaterinoslaw|Jekaterinoslaw]] und [[Gouvernement Taurien|Taurien]] schuf. 1822 wurde das [[Generalgouvernement Neurussland-Bessarabien]] kreiert, das bis 1874 bestand. Die ersten Generalgouverneure waren freilich schon ab 1805 eingesetzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Bedeutung erlangte die Gründung und der Ausbau von Hafenstädten, um die russische [[Schwarzmeerflotte|Flotte im Schwarzen Meer]] gegen die Osmanen zu positionieren. Odessa entwickelte sich in dieser Zeit zu einem wichtigen Handelshafen und der (nach [[Sankt Petersburg]], [[Moskau]] und [[Warschau]]) viertgrößten Stadt des Kaiserreichs. Zum wichtigsten Kriegshafen wurde Sewastopol auf der Krim (siehe [[Flottenstützpunkt Sewastopol]]). Viele der Mitglieder der revolutionären [[Narodnaja Wolja]], die nach 1870 den [[Zarismus]] stürzen wollten, stammten aus dem multiethnischen Gebiet Neurusslands.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andreas Kappeler]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte der Ukraine.&amp;#039;&amp;#039; S. 134.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ksta.de/kultur/analyse-mit--neurussland--zu-alter-groesse,15189520,28309618.html &amp;#039;&amp;#039;Mit „Neurussland“ zu alter Größe.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Kölner Stadt-Anzeiger.&amp;#039;&amp;#039; 4. September 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Oktoberrevolution]] 1917 verschwand der Name &amp;#039;&amp;#039;Neurussland&amp;#039;&amp;#039; als Verwaltungseinheit und es existierten im südlichen Gebiet für zwei Monate die proklamierte [[Sowjetrepublik Odessa]] sowie per Dekret Lenins eine [[Sowjetrepublik Donez-Kriwoi Rog]], die weitere Gegenregierungen zur [[Ukrainische Volksrepublik|Ukrainischen Volksrepublik]] bilden sollten. Im östlichen Teil existierte auch ein [[Anarchismus|anarchistisches]] „Freies Territorium“. Bei der schließlich (aufgrund mangelnder Unterstützung in der Bevölkerung) militärischen Erschaffung der [[Ukrainische SSR|Ukrainischen SSR]] durch die [[Bolschewiki]] wurde ihr der Großteil des ehemaligen Neurussland angeschlossen, was die Ukraine zu mehr Loyalität bewegen sollte, unter anderen durch die Erhöhung des russischen Bevölkerungsanteils und durch einen höheren Anteil an Arbeiterbevölkerung. Damit sollte auch die einheitsrussische [[Weiße Bewegung]] geschwächt werden. Im Rahmen der bolschewistischen Nationalitätenpolitik ([[Korenisazija]] und [[Ukrainisierung]]) wurden die Namen &amp;#039;Neurussland&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;В. А. Дергачёв: &amp;#039;&amp;#039;Геополитическая трансформация украинского Причерноморья.&amp;#039;&amp;#039; Научные труды в семи книгах. — 1-е. — Издательский дом профессора Дергачёва. — Т. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Kleinrussland]] verboten (letzterer für den Norden der Ukraine).&lt;br /&gt;
1954 übergab [[Nikita Sergejewitsch Chruschtschow|Nikita Chruschtschow]] (er war nach Stalins Tod zu seinem Nachfolger geworden) die Halbinsel [[Krim]] an die Ukraine.&lt;br /&gt;
Die Halbinsel Krim hatte bis dahin (außer während der Besetzung durch die [[Wehrmacht]] 1941–1944) unter der Verwaltung der [[Russische SFSR|Russischen SFSR]] gestanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2013 begannen prowestliche Proteste in der Ukraine („[[Euromaidan]]“ in Kiew); im Februar 2014 stürzte die Regierung von [[Wiktor Janukowytsch]]. In der Folge schickte Russland Sondertruppen zur Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim und schürte Unruhen im Osten der Ukraine. Der [[Russisch-Ukrainischer Krieg|Krieg in der Ostukraine]] ging nicht von den [[Donbass]]-Bewohnern selbst, sondern von russischen bewaffneten Einheiten aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://novayagazeta.ru/articles/2014/11/20/108018-strelkov-spuskovoy-kryuchok-voyny-nazhal-ya |titel=Стрелков: Спусковой крючок войны нажал я |abruf=2023-05-11 |werk=[[Nowaja gaseta]] |datum=2014-11-20 |sprache=ru}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://meduza.io/feature/2022/03/02/chto-na-samom-dele-proishodilo-v-donbasse-v-poslednie-vosem-let-i-kak-eto-svyazano-s-nyneshney-voynoy |titel=Что на самом деле происходило в Донбассе в последние восемь лет? И как это связано с нынешней войной? |abruf=2023-05-11 |autor=Ljudmila Kusnezowa |werk=[[Meduza]] |datum=2022-03-02 |sprache=ru}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.interpretermag.com/day-968/#15291 |titel=Putin Claims Russia Was ‘Forced To Defend Russian-Speaking Population In Donbass’ |abruf=2023-05-11 |werk=interpretermag.com |datum=2016-12-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://kyivindependent.com/dutch-court-qualifies-russian-invasion-of-eastern-ukraine-in-2014-as-international-armed-conflict/ |titel=Dutch court qualifies Russian invasion of eastern Ukraine in 2014 as ‘international armed conflict’ |abruf=2023-05-11 |werk=[[The Kyiv Independent]] |datum=2022-11-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/vladimir-putin/12054164/Vladimir-Putins-annual-press-conference-2015-live.html |titel=Vladimir Putin admits: Russian troops &amp;#039;were in Ukraine&amp;#039; |abruf=2023-05-11 |autor=Roland Oliphant, Rozina Sabur |werk=ghostarchive.org |datum=2015-12-17 |archiv-url=https://ghostarchive.org/archive/20220109160137/https://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/vladimir-putin/12054164/Vladimir-Putins-annual-press-conference-2015-live.html |archiv-datum=2022-01-09 |offline= |archiv-bot=2024-03-30 22:43:48 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In prorussischen und russischen Kreisen – auch vom [[Präsident Russlands|russischen Präsidenten]] [[Wladimir Wladimirowitsch Putin|Putin]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/meinung/russland-und-der-konflikt-in-der-ukraine-putins-bluff/9871700.html &amp;#039;&amp;#039;Putins Bluff.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Der Tagesspiegel.&amp;#039;&amp;#039; 9. Mai 2014. Kommentar&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/ausland/ukraine-konflikt-was-ist-dieses-neurussland-von-dem-putin-spricht-2135010.html &amp;#039;&amp;#039;Was ist dieses Neurussland, von dem Putin spricht?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Stern.&amp;#039;&amp;#039; 3. September 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; – wird der Begriff „Neurussland“ seitdem vermehrt verwendet.&lt;br /&gt;
Bis Mai 2015 trat unter dem Namen „Neurussland“ die [[Föderativer Staat Neurussland|konföderative Union]] der proklamierten Volksrepubliken [[Volksrepublik Donezk|Donezk]] und [[Volksrepublik Lugansk|Lugansk]] auf. Im weitesten Sinne waren damit alle Gebiete des ukrainischen Südostens gemeint, in denen der Gebrauch der russischen Sprache in der Ukraine überwiegt, also auch die [[Oblast Charkiw]], die historisch zur [[Sloboda-Ukraine]] und nicht zu Neurussland gehörte. 2015 wurde das Projekt zur Ermöglichung der Umsetzung des [[Protokoll von Minsk|Abkommens von Minsk]] für eingefroren erklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gazeta.ru/politics/2015/05/19_a_6694441.shtml &amp;#039;&amp;#039;Neurussland ist beendet.&amp;#039;&amp;#039;] auf: &amp;#039;&amp;#039;gaseta.ru,&amp;#039;&amp;#039; 20. Mai 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://uatoday.tv/politics/russian-backed-novorossiya-breakaway-movement-collapses-428372.html &amp;#039;&amp;#039;Russian-backed &amp;#039;Novorossiya&amp;#039; breakaway movement collapses.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Ukraine Today]].&amp;#039;&amp;#039; 20. Mai 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwanderungspolitik ==&lt;br /&gt;
Das [[Amt für ausländische Vormundschaft]]&amp;lt;!-- [[:ru:Канцелярия опекунства иностранных]] --&amp;gt; (auch [[Tutor|Tutel]]-Kanzlei genannt) in [[Sankt Petersburg]] war bis ins Jahr 1766 für die Verwaltung der nichtrussischen Ansiedler zuständig. Danach entstand das &amp;#039;&amp;#039;Saratower Fürsorgekontor für ausländische Ansiedler&amp;#039;&amp;#039; in [[Saratow]]. Dieser Ansatz bewährte sich und so entstand 1799 das &amp;#039;&amp;#039;Neurussland-Fürsorgekontor für ausländische Ansiedler&amp;#039;&amp;#039; und 1803 ein [[Kontor]] unter der Leitung des [[Armand Emmanuel du Plessis, duc de Richelieu|Herzogs von Richelieu]] für die Siedler im Gebiet von Odessa. 1804 übernahm er zusätzlich noch die Leitung des &amp;#039;&amp;#039;Neurussland-Fürsorgekontors.&amp;#039;&amp;#039; Im Jahr 1818 beaufsichtigte das &amp;#039;&amp;#039;Neurussland-Fürsorgekontor&amp;#039;&amp;#039; 84 Kolonien mit 17.000 Bewohnern und das Kontor in Odessa 44 Kolonien mit 15.500 Bewohnern. Nach Jahren des Massenandrangs von Siedlern aus zahlreichen Ländern wurde im Jahr 1819 die offizielle Werbung um Kolonisten eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Kappeler: &amp;#039;&amp;#039;Russland als Vielvölkerreich. Entstehung – Geschichte – Zerfall.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. München 1993, ISBN 3-406-36472-1, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1818 wurde die Verwaltung der Siedler reorganisiert und das &amp;#039;&amp;#039;Fürsorgekomitee für ausländische Ansiedler in Südrussland&amp;#039;&amp;#039; in Cherson gegründet, welches drei Niederlassungen in den Gouvernements [[Gouvernement Jekaterinoslaw|Jekaterinoslaw]] (heute: [[Dnipro]]), [[Gouvernement Cherson|Cherson (mit Odessa)]] und [[Gouvernement Bessarabien|Bessarabien]] hatte, welche jeweils die wirtschaftlichen und rechtlichen Probleme in ihrem Gebiet regelten. Das Komitee bestand bis 1871 bis zur Abschaffung der Privilegien für die Kolonisten. Siedler wurden unter anderem auch im deutschsprachigen Raum angeworben, daraus entstanden die in verstreuten Ortschaften lebenden [[Schwarzmeerdeutsche]]n. Viele Siedler in der Steppe Neurusslands westlich des [[Dnepr]] und südlich von Krementschug waren [[Geschichte der Juden in Polen#Die polnischen Juden im Russischen Reich (1795–1918)|polnische Juden]]. Sie kamen vor allem von 1839 bis 1882 aus dem Gebiet des heutigen [[Belarus]] östlich von [[Mahiljou|Mogilew]] am Dnepr, das durch die [[Teilungen Polens|erste Teilung von Polen-Litauen]] im Jahre 1772 russisch geworden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Julius Elk: &amp;#039;&amp;#039;Die Jüdischen Kolonien in Russland.&amp;#039;&amp;#039; Georg Olms Verlag, 1970.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Kolonisten blieben in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gegenüber den ukrainischen und russischen Bauern privilegiert. Sie hatten umfangreicheren Landbesitz, Steuerprivilegien und die Befreiung von Militärdienst erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Kappeler: &amp;#039;&amp;#039;Russland als Vielvölkerreich. Entstehung – Geschichte – Zerfall.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. München 1993, ISBN 3-406-36472-1, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Boris Belge: &amp;#039;&amp;#039;Neoimperiale Fantasien. Wie „Neu-Russland“ von der Utopie des 18. zur Dystopie im 21. Jahrhundert wurde.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Franziska Davies]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Ukraine in Europa. Traum und Trauma einer Nation.&amp;#039;&amp;#039; wbg Theiss, Darmstadt 2023, ISBN 978-3-8062-4565-3, S. 232–247.&lt;br /&gt;
* Tilman Plath: &amp;#039;&amp;#039;„Neurussland“ als anti-ukrainisches Konstrukt im Donbass nach 2014.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Benz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Ukraine. Kampf um Unabhängigkeit. Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Metropol, Berlin 2023, ISBN 978-3-86331-697-6, S.&amp;amp;nbsp;353–363.&lt;br /&gt;
* [http://www.runivers.ru/lib/book3213/10419/ &amp;#039;&amp;#039;Губернии Российской империи. История и руководители. 1708–1917.&amp;#039;&amp;#039;] Объединенная редакция. МВД России, Moskau 2003.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Novorossiya|Neurussland}}&lt;br /&gt;
* [http://karty.narod.ru/great/nvr/nvr.html Karte Neurusslands (russisch)]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|url=http://www.russlanddeutschegeschichte.de/Kulturarchiv/Quellen/kolonistengesetze_1854_ag1875.htm | wayback=20071007134856 | text=Kolonistengesetze 1854}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dekoder.org/de/gnose/noworossija-historische-region-politische-kampfvokabel Boris Belge, &amp;#039;&amp;#039;Noworossija – historische Region und politische Kampfvokabel.&amp;#039;&amp;#039;] dekoder.org, 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1022653903}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bessarabien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Ukraine)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Geographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Russisches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Landschaft oder Region in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-35540-2</name></author>
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