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	<title>Neurotizismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T07:41:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Neurotizismus&amp;diff=554043&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tool29: Überarbeitung des Artikels</title>
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		<updated>2026-04-22T18:38:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Überarbeitung des Artikels&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neurotizismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (abgeleitet von [[Neurose]]) beschreibt eine Persönlichkeitseigenschaft, die mit negativer [[Affektivität]] zusammenhängt. Der Begriff und das Konzept gehen auf den Psychologen [[Hans Jürgen Eysenck]] zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Jürgen Eysenck |Titel=Dimensions of personality |Verlag=Transaction Publishers |Datum=1947 |Online=https://books.google.de/books?id=yetzyOzYl-4C&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein alternativer Begriff im Zusammenhang mit der &amp;#039;&amp;#039;Eysenckschen Theorie&amp;#039;&amp;#039; ist &amp;#039;&amp;#039;Emotionale Labilität&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neurotizismus bildet zusammen mit [[Introversion und Extraversion|Extraversion]], [[Verträglichkeit (Psychologie)|Verträglichkeit]], [[Offenheit (Psychologie)|Offenheit]] und [[Gewissenhaftigkeit]] das Fünf-Faktoren-Modell, auch bekannt als [[Big Five (Psychologie)|Big Five]].&amp;lt;ref&amp;gt;P. T. Costa, Jr., R. R. McCrae: &amp;#039;&amp;#039;The NEO Personality Inventory manual.&amp;#039;&amp;#039; Psychological Assessment Resources, Odessa, Florida 1985, {{OCLC|634727695}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Neurotizismus korreliert mit der Häufigkeit und Intensität negativer Emotionen. Stark ausgeprägter Neurotizismus gilt in vielen sozialen Kontexten als eher unerwünscht. Allerdings kann die erhöhte emotionale Sensibilität  – besonders wenn sie mit Feinfühligkeit verbunden ist – auch als faszinierend oder vielschichtig wahrgenommen werden. Ein niedriger Neurotizismus hingegen wird meist positiv bewertet, kann jedoch auch den Eindruck von mangelnder Sensibilität hervorrufen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; details=&amp;quot;Seite 144.&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Franz J. Neyer, Jens Asendorpf |Titel=Psychologie der Persönlichkeit |Auflage=6., vollständig überarbeitete Auflage, Online-Ausgabe |Verlag=Springer |Ort=Berlin [Heidelberg] |Datum=2018 |Reihe=Springer-Lehrbuch |ISBN=978-3-662-54941-4 |Abruf=2026-04-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Neurotizismus spielt eine große Rolle bei dem, was alltagssprachlich als [[Schüchternheit]] bezeichnet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; details=&amp;quot;Seite 111.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Facetten ==&lt;br /&gt;
Neurotizismus umfasst sechs Facetten:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; details=&amp;quot;Seite 144.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ängstlichkeit]] (angstfrei, unerschütterlich, unerschrocken vs. ängstlich, beunruhigt, nervös)&lt;br /&gt;
* [[Reizbarkeit]] (ausgeglichen, nicht schnell beleidigt, [[Gelassenheit|gelassen]] vs. empfindlich, gereizt, übellaunig)&lt;br /&gt;
* [[Depression]] (hoffnungsvoll, sorglos, zuversichtlich vs. bedrückt, entmutigt, [[Melancholie|schwermütig]])&lt;br /&gt;
* Soziale Befangenheit ([[Selbstsicherheit|selbstsicher]], unbefangen, ungezwungen vs. gehemmt, [[Verlegenheit|verlegen]], schüchtern)&lt;br /&gt;
* [[Impulsivität]] ([[Frustrationstoleranz]], [[Selbstkontrolle|kontrolliert]], widersteht [[Versuchung|Versuchungen]] vs. genusssüchtig, leicht verführbar, unkontrolliert)&lt;br /&gt;
* [[Vulnerabilität|Verletzlichkeit]] (stabil, [[Stresstoleranz|stressresistent]] vs. sensibel, stressanfällig, verletzlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theoretischer Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Eysenck konstruierte seine Persönlichkeitsdimensionen mittels einer [[Faktorenanalyse]]. Allen Persönlichkeitsmerkmalen liegt laut Theorie zugrunde, dass sie relativ stabil, [[Konsistenz (Psychologie)|konsistent]] und zeitlich überdauernd sind. Der Faktor Neurotizismus lässt sich laut Eysenck in die Dimensionen &amp;#039;&amp;#039;Labilität-Stabilität&amp;#039;&amp;#039; aufteilen. Er weist faktorenanalytisch enge Zusammenhänge mit den damals verwendeten Begriffen „schlecht organisierte Persönlichkeit“, „abhängig“ oder „abnormal vor der Krankheit“ auf. Eysenck bezeichnete ihn auch als „Fehlen von Persönlichkeitsintegration“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eysenck sah den Ursprung in Unterschieden zwischen Individuen hinsichtlich der [[Autonomes Nervensystem|autonomen]] [[Erregung (Physiologie)|physiologischen Erregung]]. Demnach reagieren Persönlichkeiten mit hohen Neurotizismuswerten stärker auf angst- und stresserregende Situationen als emotional stabile Individuen. Zudem benötigen sie nach derartiger Erregung länger, um wieder in ihren Ursprungszustand zurückzukehren. Als Erklärung diente Eysenck das [[Limbisches System|limbische System]], das unter anderem für die Verarbeitung von Emotionen zuständig ist. Neurotizistisches Verhalten ist damit das Ergebnis einer starken Reaktion des limbischen Systems auf externe Reize. Damit kommt es bei Personen mit hohem Neurotizismuswert öfter zu [[Neurose]]n, weil externe Reize stärker emotional kodiert und damit [[Klassische Konditionierung|konditioniert]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuellere Persönlichkeitsforschung legt nahe, Neurotizismus in die Teilaspekte „Rückzug“ und „Flüchtigkeit“ aufzuteilen, um ein Modell mit höherer Trennschärfe als die Big Five zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Colin G. DeYoung, Lena C. Quilty, Jordan B. Peterson |url=https://www.researchgate.net/publication/5863998_Between_Facets_and_Domains_10_Aspects_of_the_Big_Five |titel=Between facets and domains-10 aspects of the Big Five |werk=researchgate.net |sprache=en |abruf=2020-02-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Messung ==&lt;br /&gt;
Der Neurotizismuswert wird meist zusammen mit anderen Persönlichkeitsmerkmalen durch psychologische Fragebogenverfahren (Tests) erfasst. Solche umfassenderen Tests sind z.&amp;amp;nbsp;B. der 566&amp;amp;nbsp;Fragen umfassende MMPI-Persönlichkeitsfragebogen ([[Minnesota Multiphasic Personality Inventory]]) oder der [[NEO-FFI]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenhang mit psychischen Störungen ==&lt;br /&gt;
Neurotizismus unterliegt, wie auch andere Persönlichkeitsmerkmale, mäßigen bis substanziellen Einflüssen durch Vererbung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Thomas J. Bouchard,  Jr.]], Matt McGue |Titel=Genetic and environmental influences on human psychological differences |Sammelwerk=Journal of Neurobiology |Band=54 |Datum=2003 |Seiten=4–45 |DOI=10.1002/neu.10160}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Zwillingsstudie]]n haben gezeigt, dass sowohl die Neurotizismus-Werte als auch unipolare [[Depression]] &amp;#039;&amp;#039;(major depressive disorder)&amp;#039;&amp;#039; in einem ähnlichen Umfang wie viele  Persönlichkeitseigenschaften erblich sind, nämlich zu 40 bis 50&amp;amp;nbsp;Prozent. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neurotizismus ist ein Risikofaktor für [[Dysphorie]], [[Angst]]störungen und [[Anspannung (Psychologie)|Angespanntheit]]. Es konnte gezeigt werden, dass sehr hohe prämorbide Neurotizismus-Werte das spätere Eintreten einer Depression zuverlässig voraussagen. Daher wird vermutet, dass Neurotizismus und Depression zumindest teilweise durch gemeinsame Genvarianten verursacht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Douglas F. Levinson |Titel=The Genetics of Depression: A Review |Sammelwerk=Biological Psychiatry |Datum=2006 |DOI=10.1016/j.biopsych.2005.08.024 |PMID=16300747}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[ICD-11]] kann ein sehr hoher Neurotizismuswert durch das Merkmal 6D11.0 Negative Affektivität erfasst werden, falls die Voraussetzungen für die Diagnose [[Persönlichkeitsstörung]] vorliegen. Neurotizismus ist bei Persönlichkeitsstörungen generell erhöht, spielt allerdings eine besondere Rolle für die [[Paranoide Persönlichkeitsstörung|paranoide]] und die [[Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung|ängstlich-vermeidende]] Persönlichkeitsstörung. Das Persönlichkeitsmerkmal ist ebenfalls bei der [[Borderline-Persönlichkeitsstörung]] und der [[Schizotypische Persönlichkeitsstörung|schizotypen Störung]] stark erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Douglas B. Samuel, Thomas A. Widiger |Titel=A meta-analytic review of the relationships between the five-factor model and DSM-IV-TR personality disorders: A facet level analysis |Sammelwerk=Clinical Psychology Review |Band=28 |Nummer=8 |Datum=2008-12-01 |ISSN=0272-7358 |DOI=10.1016/j.cpr.2008.07.002 |Seiten=1326–1342}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird außerdem in Verbindung mit niedriger Verträglichkeit (Antagonismus) mit den vulnerablen Anteilen der [[Narzisstische Persönlichkeitsstörung|narzisstischen Persönlichkeitsstörung]] assoziiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joshua D. Miller, Donald R. Lynam, Colin Vize, Michael Crowe, Chelsea Sleep, Jessica L. Maples‐Keller, Lauren R. Few, W. Keith Campbell |Titel=Vulnerable Narcissism Is (Mostly) a Disorder of Neuroticism |Sammelwerk=Journal of Personality |Band=86 |Nummer=2 |Datum=2018-04 |ISSN=0022-3506 |DOI=10.1111/jopy.12303 |Seiten=186–199}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* M. Amelang, D. Bartussek: &amp;#039;&amp;#039;Differentielle Psychologie und Persönlichkeitsforschung&amp;#039;&amp;#039;. Kohlhammer, Stuttgart 2001, ISBN 3-17-016641-7.&lt;br /&gt;
* J. Asendorpf: &amp;#039;&amp;#039;Psychologie der Persönlichkeit&amp;#039;&amp;#039;. Springer, Berlin 2012, ISBN 978-3-642-30263-3.&lt;br /&gt;
* L. Pervin et al.: &amp;#039;&amp;#039;Persönlichkeitstheorien&amp;#039;&amp;#039;. UTB, 2005, ISBN 3-8252-8035-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4171600-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Differentielle und Persönlichkeitspsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeitstheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tool29</name></author>
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