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	<title>Neuroborreliose - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T11:13:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Neuroborreliose&amp;diff=1124906&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-21202-54: Korrektur Link zum RKI</title>
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		<updated>2026-04-06T15:29:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Korrektur Link zum RKI&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = A69.2+&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Lyme-Krankheit&lt;br /&gt;
| 02-CODE = G01*&lt;br /&gt;
| 02-BEZEICHNUNG = Meningitis bei anderenorts klassifizierten bakteriellen Krankheiten&lt;br /&gt;
| 03-CODE = G63.0*&lt;br /&gt;
| 03-BEZEICHNUNG = Polyneuropathie bei anderenorts klassifizierten infektiösen und parasitären Krankheiten&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = 1C1G.10&lt;br /&gt;
| Data-01 = Lymeneuroborreliose&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neuroborreliose&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Neuro-Borreliose&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Manifestationsform der [[Lyme-Borreliose]], einer Infektionserkrankung, die durch das Bakterium &amp;#039;&amp;#039;[[Borrelia burgdorferi]]&amp;#039;&amp;#039; hervorgerufen wird. Dieser Erreger wird in [[Europa]] überwiegend durch den [[Gemeiner Holzbock|Gemeinen Holzbock]] (&amp;#039;&amp;#039;Ixodes ricinus&amp;#039;&amp;#039;) übertragen, sehr selten auch durch fliegende Insekten (Pferdebremsen, Stechmücken).&amp;lt;ref&amp;gt;{{AWMF|http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/030-071.html|Neuroborreliose||[[Deutsche Gesellschaft für Neurologie|Deutschen Gesellschaft für Neurologie]]|2005}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Borreliose ist eine [[systemische Erkrankung]], die verschiedene Organsysteme betreffen kann, unter anderem befällt sie auch das [[Zentralnervensystem|zentrale]] und [[Peripheres Nervensystem|periphere Nervensystem]]. Eine Neuroborreliose ist mit etwa 50 % nach dem [[Erythema chronicum migrans|Erythema migrans]] die häufigste Krankheitsmanifestation einer Borrelieninfektion in Europa und auch in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Lyme-Borreliose#Krankheitsverlauf|titel1=Abschnitt Krankheitsverlauf im Artikel Lyme-Borreliose}}&lt;br /&gt;
Im Anfangsstadium (&amp;#039;&amp;#039;frühes lokalisiertes Stadium&amp;#039;&amp;#039;) der Borreliose-Erkrankung tritt zwischen dem 3. und dem 30.&amp;amp;nbsp;Tag nach einem [[Zeckenstich]] bei etwa der Hälfte der Patienten eine ringförmige Rötung (&amp;#039;&amp;#039;[[Erythema chronicum migrans]]&amp;#039;&amp;#039;), häufig am Ort des Zeckenstiches auf. Atypische Formen wie ein Lymphozytom sind möglich, weitere Symptome einer Infektion können grippeähnliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Erschöpfungsgefühl und erhöhte Temperatur sein. Wenn das Erythema migrans nicht zeitnah oder nicht lange und hoch genug dosiert mit Antibiotika behandelt wird, besteht die Gefahr, dass sich die Erreger ausbreiten (&amp;#039;&amp;#039;[[disseminiert]]es oder generalisiertes Stadium&amp;#039;&amp;#039;). Das Auftreten von grippeähnlichen Symptomen, insbesondere von Fieber, Abgeschlagenheit, Muskelschmerzen (&amp;#039;&amp;#039;Myalgien&amp;#039;&amp;#039;), jedoch ohne Husten und Schnupfen, weist auf einen Übergang in das [[Dissemination|disseminierte]] Stadium hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der [[Zeckenstich]] in der Regel schmerzlos ist, sich bei etwa 50&amp;amp;nbsp;Prozent der Betroffenen kein Erythema migrans entwickelt und dieses häufig bei Auftreten an schwer einsehbaren Körperregionen übersehen wird, kann die Krankheit weiter voranschreiten und alle Organe, aber insbesondere das zentrale und periphere Nervensystem, die Muskeln und Gelenke sowie das Herz befallen. Häufig entwickelt sich die Neuroborreliose bereits im frühen disseminierten Stadium. Sie kann auch zeitgleich mit einem Erythema migrans auftreten. Aufgrund möglicher längerer [[Inkubationszeit|Inkubations-]] und Latenzzeiten kann sich die Krankheitsmanifestation auch erst Monate oder in Einzelfällen Jahre nach einer erfolgten Infektion entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krankheitszeichen ==&lt;br /&gt;
Im frühen disseminierten Stadium tritt häufig eine [[Meningitis]] und [[Bannwarth-Syndrom|Meningoradikulitis (Garin-Boujadoux-)Bannwarth]] auf. Typisch sind vor allem nachts heftige Schmerzen im Versorgungsgebiet einzelner Nerven oder Nervenwurzeln, oft mit begleitenden Lähmungen. Es kann zu Hirnnervenausfällen kommen, geradezu exemplarisch ist die oft auch beidseitige [[Fazialislähmung|Periphere Fazialisparese]]. Ein isolierter Befall des peripheren Nervensystems im Sinne einer Entzündung von Nerven &amp;#039;&amp;#039;([[Neuritis]])&amp;#039;&amp;#039; ist möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den europäischen und deutschen Empfehlungen zur Lyme-Borreliose werden folgende späte Formen der Neuroborreliose genannt:&lt;br /&gt;
* Neurologische, neuropsychiatrische Erkrankungen&lt;br /&gt;
* Radikulitis spinaler Nerven und Hirnnerven,&lt;br /&gt;
* Neuritis peripherer Nerven,&lt;br /&gt;
* Meningitis,&lt;br /&gt;
* Myelitis,&lt;br /&gt;
* zerebrale Vaskulitis,&lt;br /&gt;
* Myositis, dermatomyositisartige Verläufe,&lt;br /&gt;
* Enzephalitis, Enzephalopathie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei folgenden Krankheitszeichen sollte auch an eine Neuroborreliose gedacht werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Starke Nervenschmerzen, die nicht auf Schmerzmittel oder die üblichen entzündungshemmenden Schmerzmittel (NSAR) ansprechen,&lt;br /&gt;
* Lähmungen, insbesondere an den Beinen und im Gesicht&lt;br /&gt;
* Taubheitsgefühle im Gesicht und/oder an den Extremitäten&lt;br /&gt;
* Hitze und Kältegefühl bzw. Schüttelfrost&lt;br /&gt;
* Starke anhaltende kappenförmige Kopfschmerzen&lt;br /&gt;
* Schwindelgefühle und Gleichgewichtsstörungen&lt;br /&gt;
* Sehstörungen (z.&amp;amp;nbsp;B. Sehnerventzündung)&lt;br /&gt;
* Gehstörungen (staksiger Gang)&lt;br /&gt;
* kognitive Beeinträchtigungen, z.&amp;amp;nbsp;B. Konzentration, Merkfähigkeit, [[Aphasie|Wortfindungsstörungen]]&lt;br /&gt;
* Anhaltende und schwere Abgeschlagenheit und Müdigkeit&lt;br /&gt;
* Wesensveränderungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühe akute Neuroborreliose geht meist mit sehr schweren Krankheitszeichen einher. Der spätere Verlauf kann schleichend sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik ==&lt;br /&gt;
Die Diagnosestellung einer Neuroborreliose ist häufig schwierig. Sie kann in 10 % aller Fälle aufgrund einer [[Liquor cerebrospinalis#Diagnostik|Nervenwasseruntersuchung]] gesichert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{AWMF|http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/030-071.html|Neuroborreliose||[[Deutsche Gesellschaft für Neurologie|Deutschen Gesellschaft für Neurologie]]|2005}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Folgende diagnostische Kriterien werden in der Fachliteratur zur Diagnose der Neuroborreliose angegeben:&lt;br /&gt;
* Ein entsprechendes Krankheitsbild;&lt;br /&gt;
* das Vorliegen von [[intrathekal]] produzierten Antikörpern (Liquor-/Serum-Index, IgG und IgM &amp;gt; 2,0 (bzw. 1,5), um sicherzugehen, dass die Antikörper nicht passiv aus dem Serum übertragen worden sind, sondern eine Antikörperproduktion im Liquor stattgefunden hat;&lt;br /&gt;
* eine Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen im Liquor (lymphozytäre Pleozytose);&lt;br /&gt;
* als mögliche zusätzliche Kriterien die Feststellung des Albuminquotienten zum Nachweis einer Blut-Liquor-Schrankenstörung und von spezifischen [[oligoklonal]]en Banden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nachdem welche Kriterien erfüllt sind, wird die Neuroborreliose als gesichert, wahrscheinlich oder möglich bezeichnet. Die Wertung der diagnostischen Kriterien ist jedoch strittig. So können insbesondere bei einem Befall des peripheren Nervensystems die Entzündungszeichen im Liquor fehlen. In der Frühphase einer Neuroborreliose mit einer Beteiligung des Zentralen Nervensystems sind häufig noch keine Antikörper und damit auch keine intrathekalen Antikörper im Liquor zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Es werden [[Penicillin]]e,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Günter&amp;quot;&amp;gt;G. Günther, M. Haglund: &amp;#039;&amp;#039;Tick-borne encephalopathies : epidemiology, diagnosis, treatment and prevention.&amp;#039;&amp;#039; [[CNS Drugs]]. 2005; 19(12), S. 1009–1032. PMID 16332143.&amp;lt;/ref&amp;gt; Cephalosporine ([[Ceftriaxon]],&amp;lt;ref&amp;gt;Logigian u. a. &amp;#039;&amp;#039;Successful treatment of Lyme encephalopathy with intravenous ceftriaxone.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[J Infect Dis]].&amp;#039;&amp;#039; 1999 Aug; 180(2), S. 377–383. PMID 10395852&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Cefotaxim]]) oder [[Doxycyclin]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Günter&amp;quot; /&amp;gt; eingesetzt.  In der Regel wird drei bis vier Wochen [[Antibiotika|antibiotisch]] behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die optimale Therapie der Neuroborreliose ist jedoch strittig. In einer aktuellen amerikanischen Studie wurde untersucht, ob die Lyme-Enzephalopathie auf eine erneute und länger verabreichte Behandlung mit Ceftriaxon anspricht. Es wurden lediglich kurzzeitige Besserungen festgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Brian A. Fallon u. a.: &amp;#039;&amp;#039;A randomized, placebo-controlled trial of repeated IV antibiotic therapy for Lyme encephalopathy.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neurology.&amp;#039;&amp;#039; 2007, [[doi:10.1212/01.WNL.0000284604.61160.2d]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Der medizinische [[Dissens]] betrifft die Art des Antibiotikums, die Dauer der Behandlung, die Dosierung des jeweiligen Antibiotikums, Nebenwirkungen und mögliche Wiederholungen bei Therapieversagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{AWMF|http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/030-071.html|Neuroborreliose||[[Deutsche Gesellschaft für Neurologie|Deutschen Gesellschaft für Neurologie]] (DGN)|2012}}&lt;br /&gt;
* [https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-071l_S3_Neuroborreliose_2018-4.pdf Leitlinie Neuroborreliose der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN). Stand 2018, gültig bis 12.04.2021. PDF-Version]&lt;br /&gt;
* Lyme-Borreliose, Berghoff Walter, Verlag Berghoff Rheinbach, 2016, ISBN 978-3-9817705-0-6&lt;br /&gt;
* Borreliose Wissen Nr. 38, „Neuroborreliose“, 2018, Borreliose und FSME Bund Deutschland e.&amp;amp;nbsp;V. www.borreliose-bund.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/B/Borreliose/borreliose-node.html Robert Koch-Institut: Informationen zur Borreliose]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zoonose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entzündliche Krankheit des Zentralnervensystems]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Borreliose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berufskrankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bakterielle Infektionskrankheit bei Hunden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bakterielle Infektionskrankheit bei Pferden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bakterielle Infektionskrankheit bei Tieren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-21202-54</name></author>
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