<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Neuroblastom</id>
	<title>Neuroblastom - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Neuroblastom"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Neuroblastom&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-31T09:43:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Neuroblastom&amp;diff=47285&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DocTree26: Sorry, hätte ein Edit sein sollen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Neuroblastom&amp;diff=47285&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-20T11:57:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sorry, hätte ein Edit sein sollen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;C74&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bösartige Neubildung der Nebenniere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 02-CODE = C74.1&lt;br /&gt;
| 02-BEZEICHNUNG = Nebennierenmark&lt;br /&gt;
| 03-CODE = &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;C48&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 03-BEZEICHNUNG = &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bösartige Neubildung des Retroperitoneums und des Peritoneums&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 04-CODE = C48.0&lt;br /&gt;
| 04-BEZEICHNUNG = Retroperitoneum&lt;br /&gt;
| 05-CODE = C47&lt;br /&gt;
| 05-BEZEICHNUNG = Bösartige Neubildung der peripheren Nerven und des autonomen Nervensystems&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = 2A00.11&lt;br /&gt;
| Data-01 = Zentraler primitiver neuroektodermaler Tumor&lt;br /&gt;
| Code-02 = 2A02.11&lt;br /&gt;
| Data-02 = Paraspinales Neuroblastom&lt;br /&gt;
| Code-03 = 2C20.3&lt;br /&gt;
| Data-03 = Olfaktorius-Neuroblastom&lt;br /&gt;
| Code-04 = 2D11.2&lt;br /&gt;
| Data-04 = Neuroblastom der Nebenniere&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neuroblastom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist mit sieben bis acht Prozent aller [[Krebs (Medizin)|Krebserkrankungen]] im Kindesalter die dritthäufigste [[Liste der Neubildungen nach ICD-10|bösartige Neubildung]] bei Kindern. Vom [[Autonomes Nervensystem|autonomen Nervengewebe]] – der embryonalen [[Neuralleiste]] – ausgehend handelt es sich um einen Tumor, dessen Zellen (sogenannte [[Neuroblast]]en) in einem unreifen Stadium verblieben sind. Er ist vor allem in den Nebennieren, entlang der Wirbelsäule, im Kopf-, Hals- und Nackenbereich sowie im Brust-, Bauch- und Beckenraum entlang des zervikalen, thorakalen und abdominalen [[Grenzstrang]]es sowie in den [[Paraganglion|Paraganglien]] anzutreffen. Circa 70 Prozent liegen außerhalb des Bauchraumes im [[Retroperitonealraum]] und etwa 20 Prozent zwischen den Lungenflügeln im [[Mediastinum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Häufigkeit ==&lt;br /&gt;
Von einem Neuroblastom ist etwa eines von 100.000 Kindern betroffen, in Deutschland jährlich rund 150 Kinder. Ein Drittel dieser Kinder erkrankt bereits im ersten Lebensjahr, 90 Prozent der Tumoren treten vor Schulbeginn auf, das mittlere Erkrankungsalter liegt bei zwei Jahren. Mit zunehmendem Alter sinkt das Risiko einer Erkrankung, jedoch können in seltenen Fällen auch Erwachsene betroffen sein. In der Hälfte der Fälle sind zum Zeitpunkt der [[Diagnose]] bereits Metastasen vorhanden, besonders in den regionalen und entfernten [[Lymphknoten]], in [[Knochenmark]], [[Knochen]], [[Leber]], [[Haut]], selten im [[Zentralnervensystem]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptomatik ==&lt;br /&gt;
Das Beschwerdebild des Neuroblastoms wird durch den Ort des [[Primärtumor]]s oder der [[Metastase]]n bestimmt. Bei im Grenzstrang gelegenen Tumoren finden sich neurologische Symptome bis zur [[Querschnittlähmung|Querschnittsymptomatik]] durch das Einwachsen in den Wirbelsäulenkanal, bei Auftreten im Halsbereich in 15 bis 20 Prozent ein [[Horner-Syndrom]]; bei Auftreten im Brustbereich kann es zu Luftnot, bei im Bauchbereich oder retroperitoneal gelegenen Tumoren zu Bauch- und Rückenschmerzen, Harnwegs-, Darmproblemen kommen. Metastasen verursachen einen reduzierten Allgemeinzustand, [[Schmerz]]en, Blässe, [[Fieber]] und Gewichtsabnahme. Bluthochdruck oder Durchfälle können durch die hormonelle Aktivität des Tumors auftreten. [[Brillenhämatom]]e sind Hinweis auf ein retrobulbäres Neuroblastom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Neuroblastoma 102.jpg|mini|Computertomographie eines Neuroblastoms mit [[Lymphknotenmetastase]]n und Ummauerung der Aorta]]&lt;br /&gt;
Die [[Diagnose]] erfolgt in den Frühstadien meist zufällig mittels Ultraschall, [[Computertomografie]] (CT) oder [[Magnetresonanztomografie]] (MRT), die aus anderen Anlässen angefertigt wurden. In der Folge führt die [[MIBG-Szintigraphie]] zur Lokalisierung des [[Primärtumor]]s und der eventuell schon vorhandenen Metastasen. Die [[Skelett-Szintigraphie]] mittels [[Technetium]]-Phosphonaten wird zur Unterscheidung zwischen Knochenmarks- und [[Knochenmetastase]]n herangezogen. Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;histologische Abgrenzung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; von Neuroblastomen zu anderen Tumorgruppen sowie die Einschätzung ihrer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;biologischen [[Dignität (Medizin)|Dignität]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; erfolgen üblicherweise auf Grundlage der international anerkannten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;International Neuroblastoma Pathology Classification (INPC)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Ergänzend zur morphologischen Klassifikation hat sich die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;genetische Analyse des Tumorgewebes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; als ein wertvolles Instrument zur präziseren Einschätzung der Aggressivität des Tumors ([[Dignität (Medizin)|Dignität]]) etabliert. Auf Basis einer großen Zahl molekulargenetisch gut charakterisierter Neuroblastome konnte in internationalen Studien eine differenziertere &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Stratifikation (Medizin)|Risikostratifizierung]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; entwickelt werden, die genetische Merkmale der Tumorzellen berücksichtigt. Die Kombination aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;klinischen Daten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;bildgebenden Verfahren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;morphologischen Befunden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;genetischen Profilen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bildet die Grundlage für ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;personalisiertes therapeutisches Vorgehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie es unter anderem im Rahmen der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;International Neuroblastoma Risk Group (INRG)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;INRG-Biologie-Initiative&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; publiziert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Susan L. Cohn, Andrew D.J. Pearson, Wendy B. London, Tom Monclair, Peter F. Ambros, Garrett M. Brodeur, Andreas Faldum, Barbara Hero, Tomoko Iehara, David Machin, Veronique Mosseri, Thorsten Simon, Alberto Garaventa, Victoria Castel, Katherine K. Matthay |Titel=The International Neuroblastoma Risk Group (INRG) Classification System: An INRG Task Force Report |Sammelwerk=Journal of Clinical Oncology |Band=27 |Nummer=2 |Datum=2009-01-10 |Seiten=289–297 |ISSN=0732-183X |DOI=10.1200/JCO.2008.16.6785 |Online=[https://ascopubs.org/doi/10.1200/JCO.2008.16.6785 Online] |Abruf=2025-07-21 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=P F Ambros, I M Ambros, G M Brodeur, M Haber, J Khan, A Nakagawara, G Schleiermacher, F Speleman, R Spitz, W B London, S L Cohn, A D J Pearson, J M Maris |Titel=International consensus for neuroblastoma molecular diagnostics: report from the International Neuroblastoma Risk Group (INRG) Biology Committee |Sammelwerk=British Journal of Cancer |Band=100 |Nummer=9 |Datum=2009-05 |Seiten=1471–1482 |ISSN=0007-0920 |DOI=10.1038/sj.bjc.6605014 |PMC=2694415 |Online=[https://www.nature.com/articles/6605014 Online] |Abruf=2025-07-21 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich Laboruntersuchungen ist zu erwähnen, dass die bis vor kurzem zum [[Tumorscreening]] eingesetzten [[Tumormarker]] [[Vanillinmandelsäure]], [[Homovanillinsäure]], [[Dopamin]] und die [[neuronspezifische Enolase]] (NSE) noch ihre Bedeutung zur Therapie- und Verlaufskontrolle haben (siehe unten). Ein weiterer Tumormarker ist das Ferritin. Sowohl NSE als auch Ferritin dienen vor allem der Verlaufskontrolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Knochenmarkpunktion]] ist bei Verdacht auf ein Neuroblastom unerlässlich. Sie dient zum Nachweis (Stadium IV) oder Ausschluss eines Befalls des [[Knochenmark]]s durch das Neuroblastom. Typischerweise erfolgt im Gegensatz zum Standardvorgehen bei Knochenmarkpunktion eine Punktion an vier Stellen des [[Beckenkamm]]s (zwei Punktionsstellen vorderes Becken, zwei Punktionsstellen hinteres Becken). Ein Befall liegt dann vor, wenn sich in einer der vier Punktionsstellen [[Zytodiagnostik|zytologisch]], [[Immunhistochemie|immunohistochemisch]] oder molekularbiologisch Neuroblastomzellen nachweisen lassen. Auf eine Knochenmarkpunktion kann nur ausnahmsweise verzichtet werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:Neuroblastoma cell matruration.jpg|mini|Histologie des Neuroblastoms]]&lt;br /&gt;
Bei der mikroskopischen Untersuchung besteht das Tumorgewebe häufig aus Zellen mit dichten Kernen, die nur wenig [[Zytoplasma]] enthalten. Charakteristisch ist die Ausbildung eines [[Pseudorosette]]n-Musters. Vereinzelt finden sich einzelne [[Ganglienzelle]]n. Sollten zahlreiche Ganglienzellen vorhanden sein, kann der Tumor bereits zu einem [[Ganglioneuroblastom]] ausdifferenziert sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadieneinteilung, Therapie, Prognose ==&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;International Neuroblastoma [[Stadienbestimmung (Onkologie)|Staging]] System&amp;#039;&amp;#039; (INSS) unterscheidet zwischen folgenden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krankheitsstadien:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1: Lokalisierter Tumor auf Ursprungsort begrenzt,&lt;br /&gt;
* 2a: Lokalisierter Tumor infiltriert Umgebung, ohne die Mittellinie zu überschreiten, kein Lymphknotenbefall,&lt;br /&gt;
* 2b: Lokalisierter Tumor infiltriert Umgebung, ohne die Mittellinie zu überschreiten, homolateraler Lymphknotenbefall,&lt;br /&gt;
* 3: Lokalisierter Tumor überschreitet Mittellinie, regionale Lymphknoten können beidseits befallen sein,&lt;br /&gt;
* 4: Hämatogene Fernmetastasen,&lt;br /&gt;
* 4-S: wie 1 oder 2, aber mit Fernmetastasen in Leber, Haut; darf dabei nur minimal auf das Knochenmark übergreifen; tritt nur im Säuglingsalter auf und kann sich spontan rückbilden, sodass bei klinisch stabilen Säuglingen und sorgfältiger Überwachung abgewartet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die histologische Einteilung („[[Grading (Tumoren)|Grading]]“) erfolgt nach Hughes, des Weiteren werden molekulargenetische Untersuchungen des Tumormaterials durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Therapie:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Im Stadium 1 und 2 wird die alleinige operative Tumorentfernung angestrebt, in den höheren Stadien wird der Operation eine [[Chemotherapie]] vorgeschaltet. Im Stadium 4 kann bei ausgewählten Tumorlokalisationen zusätzlich eine [[Strahlentherapie]] angewandt werden. Im Anschluss erfolgt eine [[autologe Stammzelltransplantation]] mit vorheriger Konditionierung durch eine Hochdosischemotherapie. Diese wird häufig mit einer MIBG-Therapie (Radiorezeptortherapie) kombiniert. Im Rezidivfall kommen die haploidente [[Stammzelltransplantation]], die Antikörpertherapie und ggf. eine nochmalige MIBG-Therapie infrage. Zur Erhaltungstherapie stehen [[Retinoide]] und das [[Arsentrioxid]] zur Verfügung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prognose:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die 5-Jahres-Überlebensrate beträgt für alle Stadien zusammen ca. 55 % und hängt sehr stark vom Stadium selbst ab: Im Stadium 1 bis 2 meist über 90 %, im Stadium 3 ca. 75 %, im Stadium 4 weniger als 20 %.&lt;br /&gt;
Ein entscheidender Tumormarker ist das [[Onkogen]] &amp;#039;&amp;#039;MYCN&amp;#039;&amp;#039; ([[Genprodukt]]: N-Myc). Eine starke Amplifikation ist gleichbedeutend mit einem ungünstigen Verlauf und einer hohen [[Rezidiv]]-Wahrscheinlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls eine N-Myc-Amplifikation nicht festgestellt wurde, beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate ca. 72 %, falls ja, nur ca. 31 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chance auf eine [[Spontanheilung]] ist im Gegensatz zu anderen Krebsarten sehr hoch. Im Stadium 2a sind in 50 %, im seltenen Stadium 4 S sogar bei 80 % der Fälle Spontanheilungen zu erwarten.&amp;lt;ref&amp;gt;J. L. Weinstein, H. M. Katzenstein, S. L. Cohn: &amp;#039;&amp;#039;Advances in the diagnosis and treatment of neuroblastoma.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Oncologist]].&amp;#039;&amp;#039; Band 8, Nummer 3, 2003, S.&amp;amp;nbsp;278–292, {{ISSN|1083-7159}}. PMID 12773750. (Review).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Reduktion des Rückfallrisikos kann außerdem der Arzneistoff [[Eflornithin]] eingesetzt werden. Zulassungsstudien zeigten bei mit Eflornithin behandelten Patienten ein um 52 % geringeres Risiko für Krankheitsprogression, Rückfall, Zweitkrebserkrankungen oder Tod (EFS) und ein um 68 % gegenüber der Kontrollgruppe reduziertes Sterberisiko aus jeglicher Ursache (OS).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38917371/ US Food and Drug Administration Approval Summary: Eflornithine for High-Risk Neuroblastoma], J Clin Oncol. 2024 Sep 1;42(25):3047-3057. [[doi:10.1200/JCO.24.00546]]. Epub 2024 Jun 25. PMID 38917371; PMCID: {{PMC|11365752}}, abgerufen am 28. Februar 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;  In den USA erteilte die Food and Drug Administration (FDA) dem Medikament im Dezember 2023 die Zulassung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fda.gov/drugs/resources-information-approved-drugs/fda-approves-eflornithine-adult-and-pediatric-patients-high-risk-neuroblastoma FDA approves eflornithine for adult and pediatric patients with high-risk neuroblastoma], PM FDA vom 13. Dezember 2023 (englisch), abgerufen am 28. Februar 2025&amp;lt;/ref&amp;gt; In Europa befindet es sich derzeit im Zulassungsverfahren der [[Europäische Arzneimittel-Agentur|Europäischen Arzneimittel Agentur (EMA)]], Antragssteller ist die Firma [[Norgine]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.onclive.com/view/eu-approval-is-sought-for-eflornithine-in-high-risk-neuroblastoma EU Approval Is Sought for Eflornithine in High-Risk Neuroblastoma], OncLive vom 7. Januar 2025 (englisch), abgerufen am 28. Februar 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neuroblastomscreening ==&lt;br /&gt;
Aufgrund dieser stadienabhängigen Verschlechterung der [[Überlebensrate]] wurde intensiv nach verlässlichen [[Früherkennung von Krankheiten|Früherkennungsmethoden]] gesucht. An der Kinderklinik in [[Graz]] wurde schließlich ein Neuroblastomscreening entwickelt und 1991 eingeführt. In den Jahren 1991 bis 1995 ergab sich bei 125.201 Erstanalysen nur ein einziges [[falsch-negativ]]es Ergebnis; in 16 Fällen wurde eine Erkrankung festgestellt und rechtzeitig behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Test war einfach und billig: Im Harn feststellbare [[Tumormarker]] – [[Vanillinmandelsäure]] (VMS) und [[Homovanillinsäure]] (HVS) – als Abbauprodukte von durch den Tumor selbst gebildeten [[Hormon]]en wurden in einem kombinierten Verfahren getestet, indem ein Teststreifen im Alter zwischen 7 und 12 Monaten von den Eltern in die Windel eingelegt wurde. Die Kosten für ein österreichweites Screening wären mit ca. 350.000&amp;amp;nbsp;€ extrem günstig und gleich hoch gewesen wie die intensivmedizinische Behandlung zweier fortgeschrittener Tumorerkrankungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses [[Screening]] konnte die Erwartungen nicht erfüllen, wie zwei im April 2002 im [[The New England Journal of Medicine|NEJM]] veröffentlichte unabhängige und wesentlich größere Studien zeigten. Weder im kanadischen [[Québec]]&amp;lt;ref&amp;gt;W. G. Woods, R. N. Gao, J. J. Shuster, L. L. Robison, M. Bernstein, S. Weitzman, G. Bunin, I. Levy, J. Brossard, G. Dougherty, M. Tuchman, B. Lemieux: &amp;#039;&amp;#039;Screening of infants and mortality due to neuroblastoma.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The New England Journal of Medicine]].&amp;#039;&amp;#039; Band 346, Nummer 14, April 2002, S.&amp;amp;nbsp;1041–1046, {{ISSN|1533-4406}}. [[doi:10.1056/NEJMoa012387]]. PMID 11932470.&amp;lt;/ref&amp;gt; noch in sechs deutschen Bundesländern&amp;lt;ref&amp;gt;F. H. Schilling, C. Spix, F. Berthold, R. Erttmann, N. Fehse, B. Hero, G. Klein, J. Sander, K. Schwarz, J. Treuner, U. Zorn, J. Michaelis: &amp;#039;&amp;#039;Neuroblastoma screening at one year of age.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The New England Journal of Medicine]].&amp;#039;&amp;#039; Band 346, Nummer 14, April 2002, S.&amp;amp;nbsp;1047–1053, {{ISSN|1533-4406}}. [[doi:10.1056/NEJMoa012277]]. PMID 11932471.&amp;lt;/ref&amp;gt; konnte durch das Screening gegenüber den Vergleichsgruppen eine Senkung der [[Mortalität|Sterblichkeit]] erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die deutsche Studie wurden rund 1,5 Millionen Kinder mit dem genannten Urintest untersucht, um ein Neuroblastom frühzeitig zu erkennen. Etwa 150 Neuroblastome wurden in dieser Gruppe diagnostiziert und etwa 100 dieser Kinder wurden durch Operationen oder Chemotherapien behandelt. Eine Kontrollgruppe umfasste ca. 2,1 Millionen Kinder, bei denen nicht aktiv nach einem Neuroblastom gesucht wurde und die folglich nicht behandelt wurden, sofern kein Neuroblastom auf herkömmlichem Weg diagnostiziert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtsterblichkeit konnte in der Gruppe, die am Screening teilgenommen hatte, gegenüber der Kontrollgruppe nicht gesenkt werden. Der Grund dafür ist, dass die Behandlungserfolge derjenigen Neuroblastome, die ohne Behandlung zum Tod geführt hätten, nicht größer waren als die Risiken bei der Behandlung – teils bis zum Tod der Patienten führend – derjenigen Neuroblastome, die sich ohne Behandlung von selbst zurückgebildet hätten. Die Mediziner, die diese Studie durchgeführt haben, raten deshalb beim gegenwärtigen Stand der Behandlungsmöglichkeiten von einem Screening nach Neuroblastomen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besondere Aspekte ==&lt;br /&gt;
Die richtige Interpretation der Überlebensdaten klinischer Krebsstudien kann schwierig sein, und Fallstricke im Zusammenhang mit der Natur der Kaplan-Meier-Analysen können zu falschen Schlussfolgerungen führen. Bei der Auswertung einer [[Randomisierung|randomisierten]] kontrollierten Studie zur Behandlung von Hochrisikopatienten mit Neuroblastom stießen die Autoren einer Methodenstudie auf einige statistische Probleme, die offensichtlich schwer zu erkennen waren und möglicherweise mit einer Fehlinterpretation der Überlebensfunktionen verbunden sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid29877035&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal |author=Peinemann F |date=2018-06 |title=Issues possibly associated with misinterpreting survival data: a method study |journal=Journal of Evidence-Based Medicine |volume=11 |issue=3 |pages=208–215 |doi=10.1111/jebm.12301 |pmid=29877035 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen Themen gehörten die angenommene Kreuzung von Überlebenskurven, die Änderung des statistischen Ansatzes in der Nachuntersuchung, die unterschiedliche Vorbehandlung zwischen den Gruppen und das ereignisfreie Überleben als primäres Ergebnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Leitlinien ===&lt;br /&gt;
* {{AWMF|https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/025-008.html|Neuroblastom|S1|Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH)|2011}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachartikel ===&lt;br /&gt;
* J. M. Maris: &amp;#039;&amp;#039;Recent advances in neuroblastoma.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The New England journal of medicine]].&amp;#039;&amp;#039; Band 362, Nummer 23, Juni 2010, S.&amp;amp;nbsp;2202–2211, {{ISSN|1533-4406}}. [[doi:10.1056/NEJMra0804577]]. PMID 20558371. (Review).&lt;br /&gt;
* https://www.kinderkrebsinfo.de/sites/kinderkrebsinfo/content/e1676/e9032/e68518/e5376/download5379/Protokoll_NB97_ger.pdf&lt;br /&gt;
* Thorsten Simon, Catherina Annika Niemann, Barbara Hero, Günther Henze, Meinolf Suttorp, Freimuth H. Schilling, Frank Berthold: „Short- and long term outcome of patients with spinal cord compression by neuroblastoma“ In: „Developmental Medicine &amp;amp; Child Neurology.“ Nummer 54, Februar 2012, S. 347–352&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Neuroblastoma|Neuroblastom|audio=0|video=1}}&lt;br /&gt;
* [https://www.kinderkrebsinfo.de/e9031/e10591/e77083/e63943/index_ger.html Neuroblastom-Kurzinformation bei www.kinderkrebsinfo.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Tumoren des Nervensystems}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bösartige Tumorbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Kinderheilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Kinderchirurgie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinderonkologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Onkologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DocTree26</name></author>
	</entry>
</feed>