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	<title>Neulautern - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T09:24:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Neulautern&amp;diff=913010&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-64470-5: /* Geographie */ Stocksberg hat deutlich weniger Einwohner als Neulautern, vgl. Angaben in den Ortsartikeln.</title>
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		<updated>2026-03-04T21:46:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geographie: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php/Stocksberg&quot; title=&quot;Stocksberg&quot;&gt;Stocksberg&lt;/a&gt; hat deutlich weniger Einwohner als Neulautern, vgl. Angaben in den Ortsartikeln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = &lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Wüstenrot&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen Neulautern.png&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 49.059816&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 9.432484&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 360&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 2.53&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 485&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum = 2022&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://citypopulation.de/en/germany/settlements/badenwurttemberg |titel=Citypopulation |abruf=2025-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1973-01-01&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 07194&lt;br /&gt;
| Lagekarte              = Wuestenrot Ortsteile.svg&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = Lage von Neulautern in der Gemeinde Wüstenrot&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Neulautern 20100427-3.jpg|mini|Neulautern von Westen gesehen. Im Hintergrund das Tal des Buchenbachs]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neulautern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ort, der seit 1973 zur Gemeinde [[Wüstenrot]] im [[Landkreis Heilbronn]] im nordöstlichen [[Baden-Württemberg]] gehört. Er entstand um 1530 im Tal der namengebenden „Spiegelberger“ [[Lauter (Murr)|Lauter]] als [[Glashütte]] mit Wohnsiedlung und hat gegenwärtig rund 530 Einwohner.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KB&amp;quot;&amp;gt;Einwohnerzahl und Fläche nach &amp;#039;&amp;#039;Wüstenrot.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Landkreis Heilbronn.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Landesarchiv Baden-Württemberg in Verbindung mit dem Landkreis Heilbronn. Thorbecke, Ostfildern 2010, ISBN 978-3-7995-6188-4, S. 490–509&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ehemals selbstständige Gemeinde ist heute im Wesentlichen ein Wohnort mit etwas Landwirtschaft und Tourismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Neulautern, der südlichste der fünf Wüstenroter Ortsteile, liegt auf etwa {{Höhe|360|DE-NN}} im oberen Tal der [[Lauter (Murr)|Lauter]], eines weiter nördlich entspringenden kleinen Nebenflusses der [[Murr (Fluss)|Murr]], in den dort der aus Nordosten zufließende [[Buchenbach (Lauter)|Buchenbach]] mündet. Gegenüber der Buchenbachmündung erstreckt sich der Ort auch auf eine schmale [[Klinge (Geomorphologie)|Klinge]], die Hansenklinge. Das Lautertal liegt in den [[Löwensteiner Berge]]n, die zum Naturraum [[Schwäbisch-Fränkische Waldberge]] gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet der ehemaligen Gemeinde ist mit einer Fläche von 253&amp;amp;nbsp;[[Hektar|ha]] relativ klein und überwiegend mit Wald bedeckt, der die Höhen beiderseits des schmalen Wiesentals der Lauter bedeckt. Größere Nachbarorte sind [[Spiegelberg]] ([[Rems-Murr-Kreis]]) im Süden, Wüstenrot im Nordosten sowie der deutlich kleinere [[Beilstein (Württemberg)|Beilsteiner]] Weiler [[Stocksberg]] im Westen. Die Stadt [[Löwenstein]], bis 1806 Sitz der Neulauterner Herrschaft, liegt rund sieben Kilometer entfernt im Nordwesten. Direkte Nachbarorte im Tal der Lauter sind im Süden der zu Spiegelberg gehörende Weiler Eisenlautern, im Norden der Wüstenroter Weiler Lohmühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Neulautern Fabrikanlage 20100426.jpg|mini|Fabrikanlage Lautertal]]&lt;br /&gt;
Zu Neulautern gehören die Weiler Altlautern (nördlich von Lohmühle) und Buchenbach (östlich der Lauter, an Neulautern direkt angrenzend, hieß früher &amp;#039;&amp;#039;Pfarrhaus Neulautern&amp;#039;&amp;#039;, bis 1970 zu Spiegelberg) sowie der 1850 als Fabrik errichtete Wohnplatz Lautertal am Südende der [[Gemarkung]]. Altlautern, eine Neulauterner Gemarkungs-[[Exklave]], ist durch die Gemarkungen Wüstenrot und Stocksberg von der Hauptgemarkung Neulauterns getrennt; die Gemarkung Stocksberg reicht zwischen Alt- und Neulautern bis ins Lautertal und umfasst auch den Neulauterner Sportplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher gehörten auch die weiter südlich, Richtung Spiegelberg, gelegenen Weiler Eisenlautern (seit 1857) und Gräfliche Roßstaig zu Neulautern; bei einem Gebietsausgleich am 1. Januar 1970 kamen sie zur Gemeinde Spiegelberg. Vom 26. Mai 1945 bis zum 1. Juli 1950 gehörte auch der Weiler Stocksberg zu Neulautern.&amp;lt;ref&amp;gt;Zusätzliche Quellen für den Abschnitt Geographie: &amp;#039;&amp;#039;Topographische Karte 1:25 000. Blatt 6922 Wüstenrot&amp;#039;&amp;#039;. 8. Auflage. Landesvermessungsamt Baden-Württemberg, Stuttgart 2001, ISBN 3-89021-071-6&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band II: Die Gemeinden vor und nach der Gebietsreform. Landeskundlich-statistische Grunddaten.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 1975, ISBN 3-17-002349-7, S. 135&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1, S. 150–153&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Geodatenviewer&amp;#039;&amp;#039; bei www.geoportal-bw.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stangenbach 779 Codex Eberhardi.jpg|mini|hochkant|Die fragliche Stelle im Codex Eberhardi. &amp;#039;&amp;#039;Stangebach&amp;#039;&amp;#039; etwa in der Bildmitte, &amp;#039;&amp;#039;Luttera&amp;#039;&amp;#039; in der Zeile darunter]]&lt;br /&gt;
Eine im [[Codex Eberhardi]] enthaltene, im Zeitraum 1150 bis 1160 entstandene [[Abschrift]] einer [[Urkunde]] aus dem Jahr 779 erwähnt anlässlich einer Schenkung an das [[Kloster Fulda]] diverse Orte, darunter neben dem heute zu Wüstenrot gehörenden Weiler &amp;#039;&amp;#039;Stange(n)bach&amp;#039;&amp;#039; auch einen Ort namens &amp;#039;&amp;#039;Luttera&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;In der Literatur auch als &amp;#039;&amp;#039;Stangbach&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Luutra&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Lutera&amp;#039;&amp;#039; wiedergegeben. Abgedruckt u.&amp;amp;nbsp;a. in:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wirtembergisches Urkundenbuch&amp;#039;&amp;#039;, Band II, Stuttgart 1858, Nr. NA, S. 437–438, online [http://www.wubonline.de/wubpdf.php?fs=true&amp;amp;id=79 hier] (PDF, 283&amp;amp;nbsp;kB) oder [[:Datei:De Wirtembergisches Urkundenbuch 2 413.jpg|hier]]&lt;br /&gt;
* Gustav Bossert (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Württembergisches aus dem Codex Laureshamensis, den Traditiones Fuldenses und aus Weissenburger Quellen&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1895, S. 236, online [http://www.archive.org/stream/WuerttembergischesAusRoemischenArchiven#page/n245/ hier]&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Nennung wurde auf den später zu Neulautern gehörenden Weiler Altlautern bezogen,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfram Angerbauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Erste urkundliche Nennung von Stangenbach und Lautern im Jahre 779.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wüstenroter Heimatbuch&amp;#039;&amp;#039;. Gemeindeverwaltung Wüstenrot, Wüstenrot 1979, S. 139–141&amp;lt;/ref&amp;gt; anders als bei Stangenbach ist aber eine sichere Bestimmung des gemeinten Ortes wegen der Häufigkeit des Ortsnamenselements &amp;#039;&amp;#039;Lautern&amp;#039;&amp;#039; hierfür kaum möglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lorenz&amp;quot;&amp;gt;Sönke Lorenz: &amp;#039;&amp;#039;Von der Vorgeschichte bis ins Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wüstenrot. Geschichte einer Gemeinde im Schwäbisch-Fränkischen Wald.&amp;#039;&amp;#039; (s. Literatur), S. 9–32&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1488 wurde Altlautern in einer Beschreibung der [[Grafschaft Löwenstein]], zu der es nun gehörte, wieder erwähnt. Es bestand dort eine [[Glashütte]], die [[Waldglas]] produzierte. Das abgelegene Lautertal war zwar reich bewaldet, aber unwegsam, wegen der stark zerklüfteten Hänge lohnten sich die Holzwirtschaft und der Abtransport des hier wachsenden Holzes kaum. Die Glasmacher fanden hingegen hier alles, was sie zur Glasherstellung brauchten, neben dem Holz noch [[Quarz]] (in Form von [[Sand]] oder [[Kies]]eln) und viel Wasser zum Betrieb von [[Stampfmühle]]n, und siedelten sich deswegen hier an. Auch anderswo in den [[Löwensteiner Berge]]n und im [[Mainhardter Wald]] entstanden Glashütten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keyler&amp;quot;&amp;gt;Regina Keyler: &amp;#039;&amp;#039;Glasmacher und Glashütten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wüstenrot. Geschichte einer Gemeinde im Schwäbisch-Fränkischen Wald.&amp;#039;&amp;#039; (s. Literatur), S. 67–85&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1530 wurde die Glashütte im eine Viertelwegstunde flussabwärts von Altlautern gelegenen &amp;#039;&amp;#039;Neulautern&amp;#039;&amp;#039; betrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hasenmayer&amp;quot;&amp;gt;Marianne Hasenmayer: &amp;#039;&amp;#039;Die Glashütten im Mainhardter Wald und in den Löwensteiner Bergen.&amp;#039;&amp;#039; In: Paul Strähle: &amp;#039;&amp;#039;Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Theiss, Stuttgart 2006, ISBN 3-8062-2033-6, S. 108–128.&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem Zinsverzeichnis wurde 1545 &amp;#039;&amp;#039;Neulautern&amp;#039;&amp;#039; als „Newe Hutten genannt die Mittellauter“ erstmals genannt. 1551 trat zum ersten Mal der Name „in der Newen Lauter“ auf. Zeitweise hieß der Ort wegen der Glashütte auch &amp;#039;&amp;#039;Glaslautern.&amp;#039;&amp;#039; Um die Hütte siedelten sich ihre Beschäftigten an, der Ort Neulautern entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hütte gehörte den Grafen von Löwenstein, die sie verpachteten. In den ersten etwa 150 Jahren war sie anscheinend sehr lohnend, sie durfte 1588 Fenster für das [[Neues Lusthaus Stuttgart|Stuttgarter Lusthaus]] liefern, und 1643 war ihr Hüttmeister mit 1.600 [[Römer (Glas)|Römern]] auf der [[Messe Frankfurt|Frankfurter Messe]]. Nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] begann der Niedergang der Glashütten in den Löwensteiner Bergen und im Mainhardter Wald. Die Neulauterner Hütte konnte sich mit Mühe halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lageplan Neulautern 18Jahrhundert.jpg|mini|hochkant|Nach Süden ausgerichteter Lageplan von Neulautern im 18. Jahrhundert. Das große Gebäude C ist die Glashütte, die Gebäude D (Scheune) und E (Haus des Hüttmeisters) gehören ebenfalls zur Hütte.]]&lt;br /&gt;
Um 1746 sorgte in Neulautern und Umgebung eine Räuberbande um Caspar „Kasperle“ Neumeister für Unruhe, die sich in den leerstehenden Gebäuden der naheliegenden [[Neuhütte im Joachimstal]] einquartiert hatte. Am 19. Februar 1746 wurden zwei der Brüder Neumeisters von Militäreinheiten in Neulautern gefasst, Caspar Neumeister selbst entkam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 18. und frühen 19. Jahrhundert war die Familie &amp;#039;&amp;#039;Wenzel&amp;#039;&amp;#039; weit in Wüstenrot verbreitet. Aus ihr entstammten neben mehreren Schultheißen und Gastwirten vor allem zahlreiche Hüttenmeister der Glashütte in Neulautern. Der Bundeskanzler [[Helmut Schmidt]], dessen Vater anfangs noch den Nachnamen Wenzel trug, stammt von dem um 1800 aus Wüstenrot nach Hamburg verzogenen Christian Heinrich Wenzel ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Irmscher: &amp;#039;&amp;#039;Die Wenzel-Ahnen des Altbundeskanzlers Helmut Schmidt und die Wanderungsbewegung der Glasmacher Wenzel im deutschen Südwesten&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Genealogie&amp;#039;&amp;#039;, Heft 7–8/1997, S. 597–625.&amp;lt;/ref&amp;gt; Johann Conrad I. Wentzel, ein Bruder des Schmidt-Ahnen Leonhard Friedrich Wentzel, gründete außerdem 1736 die Glashütte in [[Großerlach|Erlach]].&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Irmscher: &amp;#039;&amp;#039;Johann Conrad I. Wentzel, der Gründer der Erlacher Glashütte, und die Wanderungsbewegung der Glasmacher Wenzel im deutschen Südwesten&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Genealogie&amp;#039;&amp;#039;, Heft 1–2/1998, S. 19–35.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1772/73 erfasste ein „Silberrausch“ Wüstenrot und Umgebung, und auch in Neulautern wurde – vergeblich – nach [[Silber]] gegraben. 1806 kam die Grafschaft Löwenstein ganz zum [[Königreich Württemberg]] und bildete dort zunächst die &amp;#039;&amp;#039;Altwürttembergische Reservaten-Vogtei Löwenstein&amp;#039;&amp;#039;. Neulautern wurde eine eigene Gemeinde und 1810 zunächst dem [[Oberamt Backnang]], 1812 dem [[Oberamt Weinsberg]] zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Jahr ohne Sommer]] 1816 kam es in Württemberg zu einer Auswanderungswelle, von der auch Neulautern erfasst wurde. Nach Anwerbung durch die russische Krone wanderten 1817 ein Landwirt, ein Glasfabrikant, ein Arbeiter und ein Maurer mit ihren Familien nach [[Südrussland]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Axel Hindemith: [http://www.hindemith.eu/Hindemith%20schlesischer%20Familienname%20Bessarabien.pdf &amp;#039;&amp;#039;Hindemith – ein schlesischer Familienname in Bessarabien, Mitbegründer von Hoffnungstal&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 333 kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1821 kam das endgültige Ende der Glashütte. Erfolglos wurde nach [[Steinkohle]] gegraben. Die Bevölkerung, die sich von kärglicher Landwirtschaft und als Hausierer ernähren musste, verarmte zunehmend. 1835 wurde eine Armenkasse gegründet. Durch einen hohen [[Geburtenüberschuss]] nahm die Bevölkerung von 1824 bis 1847 um 20&amp;amp;nbsp;Prozent zu, 1847 verzeichnete das württembergische Staatshandbuch 547 Ortsangehörige in Neulautern, 63 in Altlautern. Um 1850 erreichte die Einwohnerzahl ihren Höchststand und nahm dann durch Abwanderung und – teils staatlich geförderte – [[Auswanderung]] wieder ab. 1910 verzeichnete eine Zählung des [[Deutscher Zollverein|Zollvereins]] noch 287 Einwohner in Neulautern und 20 in Altlautern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Waibel&amp;quot;&amp;gt;Raimund Waibel: &amp;#039;&amp;#039;Vom Zeitalter Napoleons bis zum Ersten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wüstenrot. Geschichte einer Gemeinde im Schwäbisch-Fränkischen Wald.&amp;#039;&amp;#039; (s. Literatur), S. 95–145&amp;lt;/ref&amp;gt; 1855 kam Neulautern zusammen mit einer Reihe benachbarter Gemeinden wegen großer Armut der Bevölkerung und infolgedessen ungenügender Finanzen unter Staatsaufsicht, die in Neulautern bis 1876 andauerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine 1850 errichtete neue Fabrik südlich des Ortes (heute der Wohnplatz &amp;#039;&amp;#039;Lautertal&amp;#039;&amp;#039;) stellte zunächst [[Steingut]] her und fungierte dann bis 1897 als [[Weben|Weberei]]. 1905 übernahm der [[Heilbronn]]er Fabrikant [[Gustav Hauck (Unternehmer)|Gustav Hauck]] mit seinem Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;Joh. Ludw. Reiner&amp;#039;&amp;#039; die Fabrik und stellte dort [[Zigarre]]n her, was mit Unterbrechungen bis 1951 anhielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Waibel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Briefkopf Fabrik Lauterthal.jpg|mini|Briefkopf der Weberei mit Ansicht des Fabrikgebäudes Ende des 19. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
Mit der Auflösung des [[Oberamt Weinsberg|Oberamts Weinsberg]] kam Neulautern 1926 zum [[Oberamt Heilbronn]] (ab 1934 Kreis Heilbronn, ab 1938 [[Landkreis Heilbronn]]). Die [[Weltwirtschaftskrise]] wirkte sich, u.&amp;amp;nbsp;a. durch die Schließung der Zigarrenfabrik 1930/31, auch auf Neulautern aus; bei der Volkszählung im Juni 1933 waren von 226 Berufstätigen im Ort 11,9 % arbeitslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zeit des Nationalsozialismus]] brachte neben staatlichen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen einen verkleinerten und gleichgeschalteten, nur noch mit [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]-Mitgliedern besetzten [[Gemeinderat (Deutschland)|Gemeinderat]] sowie eine [[NSDAP-Ortsgruppe]] (ab 1937, vorher [[Struktur der NSDAP|&amp;#039;&amp;#039;Stützpunkt&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Zelle&amp;#039;&amp;#039;]] der Ortsgruppe Wüstenrot). 1935 bis 1937 betriebene Versuche der Nachbargemeinde Spiegelberg, Neulautern eingemeinden zu lassen, führten nicht zum Erfolg. Gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] kam Neulautern vom 14. bis 18. April 1945 unter amerikanischen Artilleriebeschuss, der die Kirche schwer beschädigte. Die beschossenen deutschen Truppen zogen sich, nachdem sie in der Nacht zum 17. April alle drei in den Ort führenden Brücken gesprengt hatten, zurück, sodass die US-Truppen Neulautern am 18. April ohne Widerstand besetzen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zur Stadt [[Beilstein (Württemberg)|Beilstein]] gehörende Weiler [[Stocksberg]], westlich und oberhalb von Neulautern gelegen, kam durch eine Eingemeindungsverfügung des von den Amerikanern eingesetzten Heilbronner Landrats [[Emil Beutinger]] vom 26. Mai 1945 zu Neulautern. Nach einer Bürgerversammlung und Abstimmung in Stocksberg, die zu Gunsten Beilsteins ausging, hob das württemberg-badische Innenministerium diese Verfügung zum 1. Juli 1950 auf, und Stocksberg kehrte zu Beilstein zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm Neulautern über 100 Heimatvertriebene auf, die Bevölkerungszahl wuchs von 318 (1939) auf 434 (1950). Sie nahm danach wieder ab, sank auf 402 im Jahr 1956 und 390 im Jahr 1961. Ein Gebietsausgleich mit der südlichen Nachbargemeinde [[Spiegelberg]] zum 1. Januar 1970 beseitigte ein jahrhundertealtes Grenzkuriosum: Östlich der Lauter reichte das Spiegelberger Gebiet bis zum nördlich Neulauterns gelegenen Weiler Lohmühle, westlich des Flusses hingegen reichte das Neulauterner Gebiet bis vor die Tore Spiegelbergs, was zur Folge hatte, dass in beiden Gemeinde Teile der Bebauung auf der jeweils anderen Gemarkung und damit in einem anderen Landkreis standen. Der Gebietsausgleich brachte nicht nur die Neulauterner Pfarrkirche erstmals auf eigenes Gebiet, sondern mit dem seit 1950 bestehenden &amp;#039;&amp;#039;Café Waldeck&amp;#039;&amp;#039; auch den bedeutendsten Fremdenverkehrsbetrieb des Ortes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der sich abzeichnenden [[Gebietsreform in Baden-Württemberg|baden-württembergischen Kommunalreform]] zu Beginn der 1970er-Jahre entschied sich Neulautern für ein Zusammengehen mit Wüstenrot und wurde zum 1. Januar 1973 eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3170032631|Seite=451}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Genau ein Jahr später schloss sich Wüstenrot mit [[Finsterrot]], [[Maienfels]] und [[Neuhütten (Wüstenrot)|Neuhütten]] zur neuen Gemeinde Wüstenrot zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3170032631|Seite=465}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei Neubaugebiete ließen die Einwohnerzahl anwachsen. Heute ist Neulautern im Wesentlichen ein Wohnort mit etwas Landwirtschaft und Tourismus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Waßner&amp;quot;&amp;gt;Manfred Waßner: &amp;#039;&amp;#039;Wüstenrot und seine Teilorte seit 1945.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wüstenrot. Geschichte einer Gemeinde im Schwäbisch-Fränkischen Wald.&amp;#039;&amp;#039; (s. Literatur), S. 199–230&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Neulautern Neuapostolische Kirche 20100426.jpg|mini|Neuapostolische Kirche Neulauterns]]&lt;br /&gt;
Neulautern gehörte kirchlich anfangs zu Löwenstein, wo auch der Gottesdienst besucht wurde, obwohl Löwenstein deutlich weiter entfernt lag als Wüstenrot, das aber württembergisch war. Wie Löwenstein war Neulautern [[Evangelische Kirche|evangelisch]]. 1848 erhielt die Gemeinde eine Pfarrverweserei, der Gottesdienst wurde im Schulhaus gehalten. 1852 wurde Neulautern zur eigenen Kirchengemeinde, der 1865 der zu Beilstein gehörende Weiler Stocksberg zugeordnet wurde. Am 19. Mai 1867 konnte dann die evangelische Pfarrkirche eingeweiht werden. Die heutige &amp;#039;&amp;#039;evangelische Kirchengemeinde Neulautern&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;rdhsNeulautern&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wuestenrot-evangelisch.de/unsere-kirchengemeinde/neulautern/ Website der Evangelischen Kirchengemeinde Neulautern]&amp;lt;/ref&amp;gt; umfasst den gleichnamigen Ortsteil Neulautern der Gemeinde [[Wüstenrot]] sowie den kleinen Weiler Stocksberg der Stadt [[Beilstein (Württemberg)|Beilstein]] und gehört zum [[Kirchenbezirk Weinsberg|Kirchenbezirk Weinsberg-Neuenstadt]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;rdhsWeinsberg-Neuenstadt&amp;quot;&amp;gt;[https://www.kirchenbezirk-weinsberg-neuenstadt.de/ Website des Evangelischen Kirchenbezirks Weinsberg-Neuenstadt]&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[Evangelische Landeskirche in Württemberg|Evangelischen Landeskirche in Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Geschichte Neulauterns wurden [[Täufer]] (1586), [[Baptisten]] (1846) und [[Methodistische und Wesleyanische Kirchen|Wesleyaner]] (Methodisten, um 1860) erwähnt. Die Neuapostolische Kirche verfügt über eine seit 1933 bestehende Kirchengemeinde in Neulautern.&amp;lt;ref&amp;gt;Roland Gampper: [https://www.nak-backnang.de/wuestenrot-neulautern/chronik &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Gemeinde Wüstenrot-Neulautern&amp;#039;&amp;#039;] (Stand: Oktober 2008) nak-backnang.de; abgerufen am 25. März 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr Kirchengebäude wurde 2018 entwidmet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Neuapostolische Kirche im Kirchenbezirk Backnang |url=https://www.nak-backnang.de/db/158070/Aktuelles/Entwidmung-der-Kirche-Neulautern-und-Heilige-Versiegelung |titel=Entwidmung der Kirche Neulautern und Heilige Versiegelung |sprache=de |abruf=2023-11-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ansässigen Katholiken gehören zur Kirchengemeinde ([[Obersulm]]-) Affaltrach, die in [[Neuhütten (Wüstenrot)|Neuhütten]] die St.-Barbara-Kirche besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Neulautern.png|mini|hochkant|Wappen Neulauterns]]&lt;br /&gt;
=== Ortschaftsrat und Ortsvorsteher ===&lt;br /&gt;
Neulautern ist im rechtlichen Sinne eine [[Ortschaft]] innerhalb Wüstenrots mit einem [[Ortsbeirat|Ortschaftsrat]], der sechs Mitglieder hat. Auf den Vorschlag des Ortschaftsrates hin wählt der Wüstenroter Gemeinderat einen ehrenamtlichen [[Ortsvorsteher]] Neulauterns. Diese Gremien sind zu wichtigen die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ortsvorsteher ist (Stand 2. November 2023) Joachim Weiß.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gemeinde-wuestenrot.de/index.php?id=51 |titel=Gemeinde Wüstenrot {{!}} Ortschaftsräte {{!}}  |abruf=2023-11-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
Die [[Blasonierung]] des Neulauterner Wappens lautet: &amp;#039;&amp;#039;In geteiltem Schild oben in Silber ein grüner Glaskrug, unten in Blau eine schwimmende silberne Forelle.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Glaskrug erinnert an die bis 1821 bestehende Neulauterner [[Glashütte]], während die [[Forelle]] ein Hinweis auf die forellenreiche Lauter ist. Die Gemeinde Neulautern nahm das Wappen 1930 auf Vorschlag der württembergischen Archivdirektion an.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle für den Abschnitt Wappen: Eberhard Gönner: &amp;#039;&amp;#039;Wappenbuch des Stadt- und des Landkreises Heilbronn mit einer Territorialgeschichte dieses Raumes&amp;#039;&amp;#039;. Archivdirektion Stuttgart, Stuttgart 1965 (&amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg.&amp;#039;&amp;#039; Heft 9), S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauwerke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Neulautern Martin-Luther-Kirche 20100426 2.jpg|mini|hochkant|Die Martin-Luther-Kirche]]&lt;br /&gt;
Die am südöstlichen Ortsende gelegene &amp;#039;&amp;#039;Martin-Luther-Kirche&amp;#039;&amp;#039;, eine nach Nordosten ausgerichtete [[Saalkirche]] aus [[Sandstein]], ist die evangelische [[Pfarrkirche]] Neulauterns. Sie entstand durch staatliche Veranlassung und aus Finanzmitteln des evangelischen Kirchenguts als &amp;#039;&amp;#039;Martin-Luther-Kirche&amp;#039;&amp;#039; samt Pfarrhaus 1865 bis 1867 nach Plänen des [[Heilbronn]]er Baurates [[Albert Barth (Architekt)|Albert Barth]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hennze&amp;quot;&amp;gt;Joachim Hennze: &amp;#039;&amp;#039;Streng und schön. Evangelische Kirchen des Landkreises Heilbronn im Stilwandel des 19. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;; in: Heilbronnica. Beiträge zur Stadt- und Regionalgeschichte. Band 3, 2006, S. 269–298&amp;lt;/ref&amp;gt; Die nordwestliche Längsseite wurde 1945 durch Kriegseinwirkungen stark beschädigt und danach vereinfacht wiederhergestellt. Eine Innenrenovierung 1971/72 veränderte den ursprünglichen Raumcharakter durch Entfernen der alten Ausstattung und einer u-förmigen [[Empore]] weitgehend. Der Glaskünstler [[Hans Gottfried von Stockhausen]] schuf die Farbverglasungen der drei Chorfenster: 1951 zum Gedenken an die Toten des Zweiten Weltkriegs das Mittelfenster mit dem Auferstehungsmotiv, im Zusammenhang mit der Renovierung 1972 die beiden anderen Fenster (Geburt und Passion Jesu). Direkt neben der Kirche steht das &amp;#039;&amp;#039;evangelische Pfarrhaus&amp;#039;&amp;#039;, 1865/66 ebenfalls nach Plänen Albert Barths aus Sandsteinquadern errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1838 erbaute &amp;#039;&amp;#039;ehemalige Schul- und Rathaus&amp;#039;&amp;#039; in der Ortsmitte Neulauterns, ein verputztes [[Fachwerkhaus]] mit [[Klassizismus|klassizistischer]] Fassade, wurde 1930 umgebaut und 1978 renoviert. Seit 1975 ist es Bürgerhaus. Nicht weit entfernt steht an der Durchgangsstraße das ehemalige Gasthaus zum Löwen, früher das Hütthaus der Glashütte, das auf einem Schlussstein mit 1782 datiert ist, 1807 an den Löwenwirt verkauft und 1898 erweitert wurde. Das Erdgeschoss ist massiv ausgeführt, ab dem Obergeschoss ist das Haus aus verputztem Fachwerk. An einer Querstraße befindet sich ein vermutlich um 1800 erbautes Kleinbauernhaus (Erdgeschoss massiv, Obergeschoss Fachwerk) mit einer &amp;#039;&amp;#039;Hungertafel&amp;#039;&amp;#039;, die Lebensmittelpreise von 1772 bis zum Jahr 1817 verzeichnet, in dem die Getreidepreise nach Missernten im [[Jahr ohne Sommer]] 1816 stark anstiegen.&amp;lt;ref&amp;gt;John D. Post: &amp;#039;&amp;#039;A Study in Meteorological and Trade Cycle History: The Economic Chrisis Following the Napoleonic Wars&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The Journal of Economic History&amp;#039;&amp;#039; 34 (1974), S. 315–349.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa einen Kilometer südlich des Ortes befindet sich an der Straße nach Spiegelberg die ehemalige &amp;#039;&amp;#039;Fabrikanlage Lautertal&amp;#039;&amp;#039;, ein 1850 als [[Steingut]]fabrik errichteter langer Fachwerkbau mit mehreren Nebengebäuden in einem kleinen Park. Nach dem Konkurs der Steingutfabrik 1852 beherbergte das Ensemble bis 1897 eine mechanische [[Weben|Weberei]], 1898 bis 1904 ein [[Luftkur]]haus, 1906 bis 1951 (mit Unterbrechungen) eine Zigarrenfabrik, dann bis 1975 ein Möbellager. Seither befindet sich die Anlage in Privatbesitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle für den Abschnitt Bauwerke: Christoph Seeger: &amp;#039;&amp;#039;Katalog der Baudenkmale in Wüstenrot.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wüstenrot. Geschichte einer Gemeinde im Schwäbisch-Fränkischen Wald.&amp;#039;&amp;#039; (s. Literatur), S. 231–244&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Neulautern Pfarrhaus 20100426.jpg|Pfarrhaus&lt;br /&gt;
Neulautern Schul- und Rathaus 20100426.jpg|Ehemaliges Schul- und Rathaus&lt;br /&gt;
Neulautern Gasthaus zum Loewen 20100427.jpg|Gasthaus zum Löwen&lt;br /&gt;
Neulautern Hungertafel 20101025.jpg|„Hungertafel“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereine ==&lt;br /&gt;
Größter Verein in Neulautern ist der Fußballverein &amp;#039;&amp;#039;FC Neulautern 1928&amp;#039;&amp;#039; mit 156 Mitgliedern&amp;lt;ref&amp;gt;Stand 2003&amp;lt;/ref&amp;gt; und einem Sportplatz im Lautertal oberhalb Neulauterns.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fc-neulautern.de/html/chronik.htm &amp;#039;&amp;#039;Chronik&amp;#039;&amp;#039;] auf fc-neulautern.de; abgerufen am 1. Mai 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1888 besteht in Neulautern eine Feuerwehr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.feuerwehr-neulautern.de/html/neulautern.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte des Ortes&amp;#039;&amp;#039;. |wayback=20040610052432}} feuerwehr-neulautern.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Die das Lautertal entlang verlaufende [[Landesstraße 1066]] führt flussaufwärts zur [[Bundesstraße 39]] und nach Löwenstein, flussabwärts nach Spiegelberg und weiter nach [[Sulzbach an der Murr]], wo Anschluss an die [[Bundesstraße 14]] besteht. Die Landesstraße 1090 führt den Buchenbach entlang nach Wüstenrot, die das Lautertal weiter nördlich bei dem Weiler Lohmühle querende Kreisstraße 2098 stellt die Verbindung zum Wüstenroter Ortsteil Stangenbach im Osten und zum [[Beilstein (Württemberg)|Beilsteiner]] Weiler [[Stocksberg]] im Westen her. Der [[Öffentlicher Personennahverkehr|ÖPNV]] wird mit Bussen abgewickelt, die Neulautern mit Sulzbach an der Murr, [[Backnang]], Wüstenrot, Löwenstein und [[Obersulm]]-Willsbach verbinden. In Sulzbach an der Murr besteht Anschluss an die [[Bahnstrecke Waiblingen–Schwäbisch Hall-Hessental]], in Willsbach an die [[Bahnstrecke Crailsheim–Heilbronn]] mit der [[Stadtbahn Heilbronn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Neulautern noch über einen eigenen [[Kindergarten]] verfügt, wurde die örtliche [[Grundschule]] 1975 aufgelöst, die Schüler des Ortes gehen seitdem zur Grundschule in Wüstenrot. Dort gibt es auch eine [[Werkrealschule]]. Weiterführende Schulen der Umgebung sind unter anderem die [[Realschule]]n in Obersulm und [[Mainhardt]] und die [[Gymnasium|Gymnasien]] in [[Weinsberg]] und Obersulm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ernst Schlagenhauf: &amp;#039;&amp;#039;Neulautern.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wüstenroter Heimatbuch&amp;#039;&amp;#039;. Gemeindeverwaltung Wüstenrot, Wüstenrot 1979, S. 101–114.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wüstenrot. Geschichte einer Gemeinde im Schwäbisch-Fränkischen Wald.&amp;#039;&amp;#039; Gemeinde Wüstenrot, Wüstenrot 1999, ISBN 3-00-005408-1 (&amp;#039;&amp;#039;Gemeinde im Wandel.&amp;#039;&amp;#039; Band 8).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[s:Beschreibung des Oberamts Weinsberg/Kapitel B 21|Neulautern]]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung des Oberamts Weinsberg&amp;#039;&amp;#039;. 1861 ([[Wikisource]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|5. Januar 2010|83325023}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Wüstenrot}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Wüstenrot)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Heilbronn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Heilbronn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 779]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1973]]&lt;/div&gt;</summary>
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