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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-02-14T16:06:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Wikt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Insel. Zur Provinz siehe [[New Ireland Province]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Insel&lt;br /&gt;
|BILD1= NewIrelandOMC.png&lt;br /&gt;
|BILD1-TEXT= Karte von Neuirland&lt;br /&gt;
|BILD2= New Ireland Topography.png&lt;br /&gt;
|BILD2-TEXT= Topographische Karte&lt;br /&gt;
|GEWAESSER= [[Bismarcksee]]&lt;br /&gt;
|GRUPPE= [[Bismarckarchipel]]&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD= 4/4/32/S&lt;br /&gt;
|LAENGENGRAD= 152/45/46/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO= PG&lt;br /&gt;
|KARTE= &lt;br /&gt;
|POSKARTE= &lt;br /&gt;
|LAENGE= &lt;br /&gt;
|BREITE= &lt;br /&gt;
|FLAECHE= 8650&lt;br /&gt;
|ERHEBUNG= [[Mount Taron]]&lt;br /&gt;
|HOEHE= 2379&lt;br /&gt;
|HOEHE-BEZUG= &lt;br /&gt;
|HAUPTORT= [[Kavieng]]&lt;br /&gt;
|EINWOHNER= 100000&lt;br /&gt;
|ZENSUS= &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neuirland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|New Ireland}}), deutsch ehemals &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neumecklenburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinrich Schnee |Titel=Neumecklenburg |Sammelwerk=Deutsches Kolonial-Lexikon |Band=2 |Verlag=Quelle &amp;amp; Meyer |Ort=Leipzig |Datum=1920 |Seiten=633 |Online=https://archive.org/details/bub_gb_roszAQAAMAAJ/page/n757/mode/1up |Abruf=2025-03-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine etwa 8.650&amp;amp;nbsp;km² große Insel im [[Bismarck-Archipel]] in [[Papua-Neuguinea]], auf der rund 110.000 Menschen leben.&amp;lt;!--118.350 in der gesamten Provinz 2000--&amp;gt; Sie gehört zusammen mit vielen kleinen vorgelagerten Inseln zur [[New Ireland Province|Provinz New Ireland]] mit der Hauptstadt [[Kavieng]] im Norden der Hauptinsel. Ihr Name in der papuanischen Verkehrssprache [[Tok Pisin]] lautet &amp;#039;&amp;#039;Niu Ailan&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Neuirland liegt am östlichen Rand des [[Bismarck-Archipel|Bismarckarchipels]], 5&amp;amp;nbsp;Grad südlich des Äquators, zwischen dem 149. und 154.&amp;amp;nbsp;Grad östlicher Länge. Die Insel erstreckt sich in nordwestlich-südöstlicher Richtung über 470&amp;amp;nbsp;Kilometer und ist an ihrer engsten Stelle nur 10&amp;amp;nbsp;Kilometer breit. An ihre Ostseite grenzt der Pazifik, an ihre Westseite im Norden die [[Bismarcksee]] und im Süden der &amp;#039;&amp;#039;Saint George’s Channel&amp;#039;&amp;#039;, der die Insel von der westlich benachbarten [[Neubritannien|Insel Neubritannien]] sowie den vorgelagerten [[Duke-of-York-Inseln]] trennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Relief Neuirlands ist gebirgig; die höchste Erhebung bildet der [[Mount Taron]] mit 2379&amp;amp;nbsp;[[Höhe über dem Meeresspiegel|m.&amp;amp;nbsp;ü.&amp;amp;nbsp;M.]] im südlichen [[Hans-Meyer-Gebirge]]. Den Nordteil der Insel durchzieht mittig das [[Schleinitz-Gebirge]]. Den nördlichsten Punkt Neuirlands bildet das so genannte &amp;#039;&amp;#039;Nordkap&amp;#039;&amp;#039;, den südlichsten das [[Kap]] St.&amp;amp;nbsp;Georg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Malanggan-Masken Berlin-Dahlem.jpg|mini|links|[[Malanggan]]-Masken aus Neuirland ([[Ethnologisches Museum Berlin]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnitzwerke aus Neuirland waren schon im 19. Jahrhundert in Europa bekannt, bevor europäische Künstler die Arbeiten außereuropäischer Kunst für sich entdeckten. 1907 sandte das Berliner Königliche Museum für Völkerkunde eine Expedition aus, um den mythologischen und sprachlichen Hintergrund dieser Kunstwerke zu erforschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Malanggan]] (auch Malagan) ist ein umfangreicher Ritenkomplex, zu welchem durchbrochen geschnitzte und mehrfarbige stehende Holzfiguren, Reliefbretter, Tanzmasken und Kopfaufsätze mit komplexen Arrangements von Menschen-, Tier- und Pflanzenfiguren (oft mit angesetzten Ohrflügeln) sowie das Reibholz [[Lounuat]] gehören. Neben sakralen Tänzen gibt es zahlreiche theaterähnliche Pantomimen, die teils Bezug auf mythische Erzählungen, historische oder aktuelle Ereignisse nehmen, Initiationsrituale, Begräbnisrituale, bei denen die Träger der Masken die Besitztümer der Verstorbenen symbolisch in Besitz nehmen und den Lebenden übergeben, ferner Reinigungsrituale und Tänze zur Aufhebung von Tabus. Diese geheimbündischen Rituale finden oft in der Nähe der Friedhöfe statt. Die Malanggan-Masken unterliegen einem strikten Urheberschutz und dürfen nur an bestimmte Personen in mütterlicher Linie (vom Mutterbruder an den Schwestersohn) weitergegeben werden. Form, Farben und Materialien (z.&amp;amp;nbsp;B. Augen aus Schneckenhäusern) haben symbolische Bedeutungen, die jedoch kaum öffentlich preisgegeben werden. Die Schnitzwerke werden als lebendig angesehen und verfielen nach der zeremoniellen Verwendung rasch bzw. wurden zerstört; ihr Ende im Wald oder in europäischen Museen gilt als ihr Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oft aus [[Bast (Pflanze)|Rindenbast]] hergestellten, weiß grundierten &amp;#039;&amp;#039;Kipang&amp;#039;&amp;#039;-Masken stellen kleine, behaarte, weniger gefährliche humanoide Buschgeister dar und dienen der Unterhaltung oder der Einstimmung auf die Geheimrituale; der Umgang mit ihnen ist weniger restriktiv und der Künstler genießt die Freiheit, neue Formen und Stile zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurden die aus härterem Holz geschnitzten [[Uli-Figuren]] mit prallen Brüsten und großen Penissen in der Mitte der Insel entdeckt, die der Erinnerung an Verstorbene oder der Verkörperung von Totenseelen dienten und unter Mitwirkung von Schamanen hergestellt wurden. Der Aspekt der Doppelgeschlechtlichkeit verweist auf die nährende Funktion und kriegerische Kraft der großen Clan-Anführer. Der Umgang mit den Toten war nicht einheitlich: Je nach Region, Alter und Status verbrannte man den Leichnam, bestattete ihn oder übergab ihn dem Meer. Die Gebeine prominenter Anführer wurden oft nach einem Jahr exhumiert, der Schädel wurde gewaschen, bemalt oder übermodelliert. Im Anschluss an die Uli-Feiern wurde der Schädel oft wieder verbrannt oder ein zweites Mal bestattet; teils schmückte er die Dächer der Männerhäuser, die den jeweiligen Clans mit ihren Landrechten gehörten.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Gunn, Philippe Peltier: &amp;#039;&amp;#039;Welt der Schatten ― Kunst der Südsee.&amp;#039;&amp;#039; Katalog zur Ausstellung des Ethnologischen Museums Berlin (2007) in Verbindung mit dem Saint Louis Art Museum und dem Musée du quai Branly Paris. Berlin 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen expressionistischen Maler zeigten sich von diesen Kunstwerken fasziniert. Missionare, Wissenschaftler und Künstler wie Emil Nolde sammelten solche Masken und Figuren. Heute sind etwa 200.000 Schnitzwerke aus Neuirland auf über 200 Museen verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachen ==&lt;br /&gt;
Auf Neuirland werden 19 Sprachen gesprochen; alle bis auf die isolierte Sprache [[Kuot]] sind [[austronesische Sprachen]] und miteinander verwandt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Clive H. Beaumont |url=https://doi.org/10.15144/PL-C39.387%C2%A0 |titel=Austronesian Languages: New Ireland |werk=New Guinea area languages and language study, Vol. 2, Austronesian languages |hrsg=Pacific Linguistics |datum=1976 |format=PDF; 3,29 MB |sprache=en |abruf=2025-03-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Früheste menschliche Spuren reichen über 30.000 Jahre zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europäische Entdeckung und erste Kontakte ===&lt;br /&gt;
Von europäischer Seite wurde Neuirland erstmals im 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert von dem Spanier [[Pedro Fernández de Quirós]] gesichtet und 1616 von den niederländischen Seefahrern [[Jakob Le Maire]] und [[Willem Cornelisz Schouten|Willem Schouten]] wiederentdeckt. Im August 1767 erkannte [[Philipp Carteret]], dass es sich bei dem Eiland um eine selbständige Insel handelte, die nicht mit Neubritannien und Neuhannover durch Landmassen verbunden war, wie man europäischerseits bis dahin angenommen hatte. Carteret gab Neuirland den Namen „Nova Hibernia“, der später im Englischen und Deutschen zu analogen Namensbildungen führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Frühzeit europäischer Kontakte war der im Süden gelegene [[Philipp Carteret|Carterethafen]] wegen seiner Süßwasservorkommen ein beliebter Anlaufpunkt für spanische und niederländische Handelsschiffe. Nach Gründung der britischen Strafgefangenenkolonie [[New South Wales|Neusüdwales]] in Australien (1788) gewann er für englische Schiffe an Bedeutung, da der Südzipfel Neuirlands an der sogenannten „inneren Route“ von Sydney nach Hongkong lag. Ab 1830 wurde entlang des St.-Georgs-Kanals auch vermehrt Tauschhandel von US-amerikanischen Walfangschiffen getrieben;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gray 1989&amp;quot; /&amp;gt; und um 1840 siedelte erstmals eine Gruppe von achtzehn Europäern, Deserteuren aus [[Sydney]], im westlich des Kap St. Georg gelegenen Port Praslin. Von passierenden Handelsschiffen waren zuvor schon Europäer gemeldet worden, die als Einzelne bei Einheimischen in Stranddörfern lebten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moore 2003&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europäer bekamen frühzeitig Einblicke in [[Kannibalismus|kannibalistische]] Praktiken der einheimischen Bevölkerung. So berichtet Missionar George Brown von der [[Methodistische und Wesleyanische Kirchen|Wesleyanischen Mission]], dass er 1875 bei seinen ersten zaghaften Bekehrungsversuchen dahingehende Erfahrungen sammelte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haberberger&amp;quot;&amp;gt;Simon Haberberger: &amp;#039;&amp;#039;Kolonialismus und Kannibalismus.&amp;#039;&amp;#039; 2007, S. 67–72.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er sah nicht nur umherliegende Knochen von Menschen, vielmehr berichteten Einheimische unumwunden, dass Menschenfleisch verzehrt würde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brown&amp;quot;&amp;gt;George Brown: &amp;#039;&amp;#039;Autobiography.&amp;#039;&amp;#039; 1908, S. 124 f. und 133 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anlässlich eines späteren Besuchs überzeugte sich die Mission hiervon dann selbst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brown&amp;quot; /&amp;gt; Gegen 1900 ließ sich feststellen, dass sogar aus indigener Sicht fortgeschrittene Abkehr vom Kannibalismus zu verzeichnen war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haberberger&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Marq-de-Rays-Kolonie Neuirland 1880.tif|mini|links|hochkant=0.8|Marquis-de-Rays-Kolonie in Likiliki, 1880. Tableau in der &amp;#039;&amp;#039;Sydney Mail&amp;#039;&amp;#039; vom 30. Oktober d.&amp;amp;nbsp;J., nach einer Fotografie des Rev. G. Brown]]&lt;br /&gt;
Nach der Forschungsreise der Korvette &amp;#039;&amp;#039;[[Gazelle (Schiff, 1862)|Gazelle]]&amp;#039;&amp;#039; 1875 entstanden die ersten wissenschaftlichen Veröffentlichungen über Neuirland. Einen verstärkten Zuzug von Europäern verzeichnete die Insel ab dem Januar 1880 wegen des Kolonialprojekts [[Charles du Breil|Charles Bonaventure du Breils]], Marquis de Rays, der nach einem diplomatischen Misserfolg, an der Westküste Australiens einen eigenen Staat zu gründen, den Süden Neuirlands für ein „freies Neufrankreich in der Südsee“ ausgewählt hatte (&amp;#039;&amp;#039;La Nouvelle France, Colonie Libre du Port Breton&amp;#039;&amp;#039;, nicht zu verwechseln mit dem französischen Staatsgebiet &amp;#039;&amp;#039;La Nouvelle-France&amp;#039;&amp;#039; in Nordamerika). Bis zum Januar 1882 kamen auf insgesamt vier Auswandererschiffen schätzungsweise 500 Siedler französischer, italienischer, deutscher und griechischer Abstammung nach Neuirland, die nach vergeblichen Rodungs- und Ackerbauversuchen in [[Kambotorosch Harbour|Port Praslin]], [[Likiliki Bay|Likiliki]], Irish Cove, [[Lassim Bay|Port Breton]] und Bay Marie entweder nach [[Nouméa]] (Neukaledonien) bzw. Sydney (Australien) weiterzogen, oder von den auf Neubritannien und den Duke-of-York-Inseln ansässigen Handelsfirmen angestellt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mouton 1974&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der spätere Hamburger Kaufmann [[Eduard Hernsheim]] erkundete im Februar 1880 die Steffenstraße im Norden der Insel, vermaß erstmals den Naturhafen beim Nordkap und gründete auf dem vorgelagerten Hafeneiland [[Nusa (Insel)|Nusa]] und im Dorf Pakail (heute Kavieng) Stationen für seine Firma &amp;#039;&amp;#039;[[Hernsheim &amp;amp; Co]]&amp;#039;&amp;#039;. Bis 1881 folgten durch Hernsheims Agenten Friedrich Schulle weitere Stationsgründungen an der neuirischen Ostküste: in Kablaman, Butbut, Navangai, Lamerotte, Lagumbanje, Lauaru und Kapsu. Zugleich wurde ein „Arbeiterverkehr“ zur Hauptniederlassung auf [[Matupi]] eingerichtet (Blanchebucht, Neubritannien), wo junge Neuirländer während einer dreimonatigen Lehrzeit in die [[Kopra]]-Produktion eingewiesen wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anderhandt 2012-345&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882/83 wurden diese von &amp;#039;&amp;#039;Hernsheim &amp;amp; Co&amp;#039;&amp;#039; etablierten, friedlichen Beziehungen von anderen Handelskapitänen ausgenutzt, um unter Vorspiegelung eines nächsten Arbeitsaufenthaltes auf Matupi rund 1300 Neuirländer als Hilfskräfte für Kokos- und Zuckerrohrplantagen nach [[Queensland]] (Australien), [[Fidschi]] und [[Samoa]] zu verschleppen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anderhandt 2012-102&amp;quot; /&amp;gt; Nach Protesten des britischen Kommissars H.H. Romilly und Eduard Hernsheims folgte englischerseits im März 1884 und deutscherseits im März 1886 ein Verbot dieser Entführungen, des „[[Blackbirding]]s“ oder „Schwarzdrosselns“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vKotze&amp;quot; /&amp;gt; Das deutsche Gesetz war allerdings auf den Norden Neuirlands beschränkt und wurde auf Betreiben der &amp;#039;&amp;#039;[[Neuguinea-Kompagnie]]&amp;#039;&amp;#039; im September 1887 wieder aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutsche Kolonialherrschaft (1885–1914) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Eingeborener aus Neumecklenburg - Witwer mit Abzeichen seiner Trauer - schwarze Bemalung des Gesichts, schwarzes Halstuch und schwarze Tabakspfeife.jpg|mini|links|Einwohner zur deutschen Kolonialzeit um 1910]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach deutschen Flaggenhissungen auf Nusa und in Kapsu (beide 12. November 1884) war Neuirland unter dem Namen „Neu-Mecklenburg“ von 1885 bis 1899 Teil des Schutzgebiets der &amp;#039;&amp;#039;Neuguinea-Kompagnie&amp;#039;&amp;#039;, von 1899 bis 1918 Teil des [[Deutsches Kaiserreich|kaiserlich-deutschen]] [[Deutsche Kolonien und Schutzgebiete|Schutzgebiets]] [[Deutsch-Neuguinea]]. Zur Versorgung der Pflanzungen im Nordteil der Insel wurde ab etwa 1900 auf Initiative des Bezirksvorstehers [[Franz Boluminski|Boluminski]] an der Nordküste eine Straße angelegt, die heute die Orte Samo, [[Namatanai]], Kanam, Malom, Logia und Mangai mit der Provinzhauptstadt [[Kavieng]] verbindet (seit 1975 „Boluminski-Highway“). Zum Bau wurden u.&amp;amp;nbsp;a. verurteilte Kannibalen eingesetzt. Mit Unterstützung der indigenen Oberschicht gelang es, einheimische Arbeitskräfte zum Aufbau einer Infrastruktur zu gewinnen, Versuchspflanzungen einzurichten, intensive Feldwirtschaft zu betreiben und den Nusa-Hafen zum Anlaufhafen für Kavieng zu entwickeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seiferling 1902&amp;quot; /&amp;gt; 1907–1909 erforschte eine deutsche Marineexpedition die Insel, 1908 durchquerte die [[Sapper-Friederici-Expedition]] das mittlere Neuirland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg und australische Mandatsverwaltung (1914–1975) ===&lt;br /&gt;
Im September 1914 kapitulierten die wenigen Soldaten des Schutzgebietes Deutsch-Neuguinea. Die deutschen Pflanzer, Missionare und Verwaltungsbeamten blieben vorerst unbehelligt, wurden aber nach 1921 ausgewiesen. Die australische Militäradministration ließ in den 1930er Jahren verstärkte Feldforschung durchführen, die von [[Hortense Powdermaker]] und [[William Groves]] geleitet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde Neuirland im Januar 1942 von der [[Kaiserlich Japanische Armee|japanischen Armee]] besetzt. Die Kapitulationszeremonie der [[Japanisches Kaiserreich|Japaner]] auf Neuirland wurde am 18. September 1945 an Bord der [[Sloop]] [[Swan (Schiff, 1937)|HMAS &amp;#039;&amp;#039;Swan&amp;#039;&amp;#039;]] abgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unabhängigkeit und jüngste Geschichte (seit 1975) ===&lt;br /&gt;
Die australische Verwaltung endete 1975 mit der Unabhängigkeit des heutigen Staates Papua-Neuguinea.&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft| Politische Entwicklungen bis heute; wichtigste Wirtschaftssektoren heute, wichtigste Im- und Exportgüter}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Neubritannien]] (westliche Nachbarinsel New Britain, ehemals Neupommern)&amp;lt;!--schon im Text verlinkt, dient hier zur Navigation!--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Liste deutscher Bezeichnungen papua-neuguineischer Orte]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Provinzen von Papua-Neuguinea]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hermann J. Hiery (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Südsee 1884–1914. Ein Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; 2., durchgesehene Auflage. Schöningh, Paderborn / München / Wien / Zürich 2002, ISBN 3-506-73912-3. ([http://www.uni-hamburg.de/oag/noag/noag2004_rez_17.pdf Rezension von Gerhard Krebs, Uni Hamburg:] PDF; 15&amp;amp;nbsp;kB; 3 Seiten).&amp;lt;!--ohne Google-Teilansicht--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Simon Haberberger: &amp;#039;&amp;#039;Kolonialismus und Kannibalismus. Fälle aus Deutsch-Neuguinea und Britisch-Neuguinea 1884–1914&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Forschungen zur Südsee. Reihe B.&amp;#039;&amp;#039; Forschungen 3). Harrassowitz, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-447-05578-9.&lt;br /&gt;
* George Brown: &amp;#039;&amp;#039;Pioneer-Missionary and Explorer: a narrative of forty-eight years’ residence and travel in Samoa, New Britain, New Ireland, New Guinea, and the Solomon Islands.&amp;#039;&amp;#039; Hodder &amp;amp; Stoughton, London 1908. (Autobiographie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|New Ireland Province|New Ireland (Neuirland)}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Heinrich Schnee]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Neumecklenburg (Neuirland)&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=[[Deutsches Kolonial-Lexikon]]&lt;br /&gt;
   |Band=2&lt;br /&gt;
   |Verlag=Quelle und Meyer&lt;br /&gt;
   |Ort=Leipzig&lt;br /&gt;
   |Datum=1920&lt;br /&gt;
   |Seiten=633 ff.&lt;br /&gt;
   |Online=http://www.ub.bildarchiv-dkg.uni-frankfurt.de/Bildprojekt/Lexikon/php/suche_db.php?suchname=Neumecklenburg&lt;br /&gt;
   |Abruf=2013-08-01}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.newirelandtourism.org.pg/ |text=Welcome to New Ireland. |wayback=20120216200351}} New Ireland Tourism Bureau, Papua-Neuguinea. (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Robert Eklund |url=http://www.ida.liu.se/~g-robek/PNG-NiuAilan.htm |titel=New Ireland (Niu Ailan) |hrsg=[[Universität Linköping]], Schweden, [2010?] |sprache=en |abruf=2013-08-01 |kommentar=Private Homepage, reine Bilderseite}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Steven M. Albert |url=http://www.everyculture.com/Oceania/Lak.html |titel=Lak |werk=Countries and Their Cultures |datum=1997 |sprache=en |abruf=2013-08-01}}&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Info: &amp;#039;&amp;#039; Albert verfasste seine Doktorarbeit nach Feldstudien 1985–1986 beim matrilinearen Lak-Volk im Süden der Insel Neuirland.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Steven M. Albert&lt;br /&gt;
   |Titel=Tubuan: Masks and Men in Southern New Ireland&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Expedition&lt;br /&gt;
   |Band=29&lt;br /&gt;
   |Datum=1987&lt;br /&gt;
   |Seiten=17–26&lt;br /&gt;
   |Sprache=en&lt;br /&gt;
   |Kommentar=5 eingescannte Doppelseiten mit Fotos&lt;br /&gt;
   |Online=http://www.penn.museum/documents/publications/expedition/PDFs/29-1/Albert.pdf&lt;br /&gt;
   |Format=PDF&lt;br /&gt;
   |KBytes=2380&lt;br /&gt;
   |Abruf=2013-08-01}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gray 1989&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alastair C. Gray: &amp;#039;&amp;#039;Trading Contacts in the Bismarck Archipelago during the Whaling Era, 1799–1884.&amp;#039;&amp;#039; (englisch). In: &amp;#039;&amp;#039;The Journal of Pacific History.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang&amp;amp;nbsp;34, Nummer&amp;amp;nbsp;1, Juni 1999, S.&amp;amp;nbsp;23–43.&amp;#039;&amp;#039; (Info:&amp;#039;&amp;#039; Ursprünglich eine Doktorarbeit von 1989 an der [[University of Otago]] in Dunedin, Neuseeland)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moore 2003&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Clive Moore: &amp;#039;&amp;#039;New Guinea: Crossing Boundaries and History.&amp;#039;&amp;#039; (englisch). University of Hawaii Press, Honolulu 2003, S.&amp;amp;nbsp;160 ({{Google Buch |BuchID=Sn6-x8lo3a8C |Land=DE |Seite=160 |Linktext=Direktlink zur Seite 160}}).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mouton 1974&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einen knappen Überblick über die Kolonialgründung und ihre Fehlschläge gibt die von Peter Biskup geschriebene Einleitung zu: Jean Baptiste Octave Mouton: &amp;#039;&amp;#039;The New Guinea Memoirs of Jean Baptiste Octave Mouton.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Pacific History Series.&amp;#039;&amp;#039; Nr.&amp;amp;nbsp;7). (englisch). Australian National University Press, Canberra 1974.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anderhandt 2012-345&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jakob Anderhandt: &amp;#039;&amp;#039;Eduard Hernsheim, die Südsee und viel Geld.&amp;#039;&amp;#039; Biographie in 2 Bänden. MV-Wissenschaft, Münster 2012, ISBN 978-3-86991-627-9, hier: Band&amp;amp;nbsp;1, S.&amp;amp;nbsp;345–349.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anderhandt 2012-102&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jakob Anderhandt: &amp;#039;&amp;#039;Eduard Hernsheim, die Südsee und viel Geld.&amp;#039;&amp;#039; Biographie in 2 Bänden. MV-Wissenschaft, Münster 2012, ISBN 978-3-86991-627-9, hier: Band&amp;amp;nbsp;1, S.&amp;amp;nbsp;102.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;vKotze&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Begriff des „Schwarzdroßlers“ ist belegt in: Stefan von Kotze: &amp;#039;&amp;#039;Südsee-Erinnerungen: aus Papuas Kulturmorgen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1925, S.&amp;amp;nbsp;118. (Zitiert nach: Jürgen Römer: [http://stuzzel.info/media/Neu$20Guinea.pdf &amp;#039;&amp;#039;„Ein Bild von märchenhaftem Zauber“ – Deutsche in Finschhafen (Neu Guinea) 1885–1888.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 132&amp;amp;nbsp;kB). Marburg 1991, S.&amp;amp;nbsp;17. Abgerufen am 1. August 2013.)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seiferling 1902&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seiferling: &amp;#039;&amp;#039;Der Bismarck-Archipel und seine Zukunft.&amp;#039;&amp;#039; D.i. derselbe an Chef der Admiralität, 2. Dezember 1902, in: &amp;#039;&amp;#039;Akte betreffend S.M.S. Möwe von October 1902 bis [leergelassen]&amp;#039;&amp;#039;, [[Bundesarchiv-Militärarchiv]], Freiburg im Breisgau, RM3/3115.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4493033-1|VIAF=236996274}}&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Yoursmile</name></author>
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