<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Neufrach</id>
	<title>Neufrach - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Neufrach"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Neufrach&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T12:24:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Neufrach&amp;diff=868171&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Firobuz: genauer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Neufrach&amp;diff=868171&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-21T18:38:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;genauer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindename            = Salem (Baden)&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = Salem&lt;br /&gt;
| Ortswappen              = Wappen Neufrach.png&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = Ehemaliges Gemeindewappen von Neufrach&lt;br /&gt;
| Breitengrad             = 47/45/42/N&lt;br /&gt;
| Längengrad              = 09/18/38/E&lt;br /&gt;
| Bundesland              = DE-BW&lt;br /&gt;
| Höhe                    = 435 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug              = NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                  = 10.30&lt;br /&gt;
| Einwohner               = 2595&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum   = 2024-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle        = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Kommunaldaten&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.salem-baden.de/de/gemeinde-salem/zahlen-daten/einwohner-flaeche |titel=Einwohnerzahl und Fläche Gemeinde Salem |abruf=2025-10-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum     = 1972-04-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1           = 88682&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2           = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1                = 07553&lt;br /&gt;
| Vorwahl2                = &lt;br /&gt;
| Lagekarte               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung  = &lt;br /&gt;
| Bild                    = Neufrach, Luftbild - LABW - Staatsarchiv Sigmaringen N 1-96 T 1 Nr. 740.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung       = Luftbild von Neufrach, rechts davor Leutkirch (1983)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neufrach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Ortsteil]] der Gemeinde [[Salem (Baden)|Salem]] im [[Bodenseekreis]] in [[Baden-Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Neufrach-PK1967 Luftbild P1968.tif|mini|Neufrach um 1968 mit Kirche und Sportplatz]]&lt;br /&gt;
Dorf am Ostrand des Salemer Tals mit teilweiser Hanglage an den Ausläufern des [[Gehrenberg]]s. Im Norden und Westen wird der Ort von der [[Deggenhauser Aach]] umflossen. Ein großes Neubaugebiet liegt auf der Talebene im Westen, neue Hangbebauung im Norden. Ein Gewerbegebiet befindet sich in der Nähe des Bahnhofes Salem.&amp;lt;ref name=&amp;quot;leobw&amp;quot;&amp;gt;[https://www.leo-bw.de/web/guest/detail-gis/-/Detail/details/ORT/labw_ortslexikon/18250 Neufrach auf Landeskunde entdecken online – leobw]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gliederung ===&lt;br /&gt;
Zur Gemeinde Neufrach gehörten das [[Dorf]] Neufrach, die [[Weiler]] [[Leutkirch (Salem)|Leutkirch]], [[Birkenweiler (Salem)|Birkenweiler]] und [[Haberstenweiler]] (ehemals &amp;#039;&amp;#039;Habertsweiler&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.leo-bw.de/detail-gis/-/Detail/details/DOKUMENT/labw_gemarkungsplaene/labw-4-468992/Neufrach+Salem+FN+Birkenweiler+und+Habertsweiler+Bild+1 &amp;#039;&amp;#039;Neufrach (Salem FN), Birkenweiler und Habertsweiler.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;), und die Wohnplätze Beim steinernen Brückle, Fischerhaus und Tobelhof. Ebenfalls auf der Gemarkung liegen die Anstalt Wespach und die beiden Bahnhofsgebäude &amp;quot;Mittelstenweiler&amp;quot; und &amp;quot;Salem&amp;quot;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amtliche Beschreibung&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Salem f) Neufrach&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4. S. 593&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schutzgebiet ===&lt;br /&gt;
Das Gemarkungsgebiet westlich der [[Deggenhauser Aach]] gehört zum [[Wasserschutzgebiet]] „Salemer Becken“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ur- und Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
Für eine Besiedlung des Gebietes vor der alemannischen Landnahme gibt es verschiedene Hinweise, insbesondere im nördlichen Gemarkungsgebiet zwischen Hardtwald und [[Deggenhauser Aach]]. Der Standort der zu den frühkeltischen Salemer Grabhügeln zugehörigen Siedlung ist noch unbestimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jasmin Rauhaus: Salemer Grabhügel als Spiegel von Tradition und Wandel, in: Linzgau-Mosaik, Band 1 2016 S. 216 ff&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso fehlen noch Ergebnisse zu einem vermuteten römischen Gutshof in diesem Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beginn der Besiedlung des Ortes liegt vermutlich im 7./8. Jahrhundert, in der zweiten fränkischen Siedlungsperiode.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GommeringerWappen62&amp;quot;&amp;gt;Hugo Grommeringer: &amp;#039;&amp;#039;Neufrach.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bilder der Geschichte – Salemer Wappen; Salem im Jahr 2000.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag, 2000, S. 62&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter und frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Neufrach wird urkundlich erstmals 1162 als „Niuveron“ in Zusammenhang mit dem Ortsadeligen Heinrich erwähnt, ein [[Ministeriale]] des Klosters Reichenau. Der Besitz der Herren von Callenberg, der Ritter von Bodman, der Freiherren von Gundelfingen und der Grafen von Heiligenberg war jeweils Reichenauer Lehen. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erwarb das [[Reichsabtei Salem|Kloster Salem]] große Teile des Grundbesitzes im Ort. Auch in dieser Zeit lässt sich ein Ortsadel belegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Kuratorium Heimat und Arbeit (Hrsg.) (1972): Die Gemeinden im oberen und unteren Linzgau, Neufrach, in: Der Kreis Überlingen / Überlingen und der Linzgau am Bodensee. S. 330&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ortsherrschaft war seit etwa 1260 beim Kloster Salem. Die [[Blutgerichtsbarkeit|Hochgerichtsbarkeit]] erwarb das Kloster im Jahr 1637 von den Grafen von Heiligenberg. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] wurde der ganze Ort 1632 von den Schweden zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leutkirch mit der 1180 erstmals genannten Pfarrkirche wurde 1210 von dem [[Rohrdorf (Adelsgeschlecht)|Herren von Rohrdorf]] dem Kloster Salem übertragen und 1477 dem Kloster inkorporiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haberstenweiler und Birkenweiler kamen Ende des 13. Jahrhunderts als Schenkung an Salem.&amp;lt;ref&amp;gt;F. X. Conrad Staiger (ND 2008): Neufrach, in: Salem oder Salmansweiler … Constanz 1863. S. 242&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moderne ===&lt;br /&gt;
Nach der Enteignung des Klosters Salem im Zuge der [[Säkularisation]] 1803 gehört der Ort zum standesherrlichen badischen Oberamt, ab 1813 zum großherzoglichen badischen [[Bezirksamt Salem]] im [[Seekreis (Baden 1832 bis 1864)|Seekreis]], ab 1857 zum [[Bezirksamt Überlingen]] im [[Großherzogtum Baden]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-17-003263-1|Seite=503}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigene Gemarkungen und teilweise Verwaltungen besaßen im 19. Jahrhundert Haberstenweiler sowie der Hof Birkenweiler, die zusammen mit dem Dorf Neufrach die „Samtgemeinde“ Neufrach bildeten. 1932 drängte das badische Innenministerium auf Auflösung von kleinen Gemeinden und Gemarkungen, so auch im Falle der Gemeinde Neufrach.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeinde Salem (Hrsg. 2009): Findbuch Gemeindearchiv. Daten zur Geschichte der Altgemeinde Neufrach.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Gebietsreform in Baden-Württemberg]] schloss sich 1972 die bis dahin im [[Landkreis Überlingen]] selbständige Gemeinde mit sieben weiteren Orten zur Gemeinde Salem zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Statistisches Landesamt BW: Gemeindeliste III - Herkunft und Verbleib der Gemeinden nach Abschluss der Kreis- und Gemeindereform, Stuttgart 1999&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaft ==&lt;br /&gt;
=== Bevölkerung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Neufrach Einwohner1834-2024.png|mini|Einwohnerentwicklung in Neufrach ab 1834]]&lt;br /&gt;
Die Zahl der Einwohner in Neufrach ist im 19. Jahrhundert nur langsam angestiegen. Der Anstieg beschleunigte sich dann, ab den 1980er Jahren rasant.&amp;lt;ref name=&amp;quot;leobw&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Peter und Paul Neufrach.jpg|mini|Pfarrkirche St. Peter und Paul (2011)]]&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung war bis zur Aufhebung der Klosterherrschaft 1803 katholisch. Dies ändert sich im 19. Jahrhundert nur minimal. In den 1950er Jahren ist ein deutlicher Anstieg der evangelischen Bevölkerung auf etwas über 15 % zu verzeichnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;leobw&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Teilorte von Neufrach gehörten zur katholischen Pfarrei Leutkirch. Diese wurde 1967, nach dem Neubau einer Pfarrkirche in Neufrach, umbenannt in Pfarrei Neufrach. Ab 2026 ist diese nun ein Teil der Pfarrei Markdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätromanischen Ursprungs ist die dem Heiligen Martin und Markus geweihte Kapelle an der Weildorfer Straße in Neufrach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GommeringerWappen62&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politik ===&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat von Salem wurde von 1972 bis 2004 in einer [[unechte Teilortswahl]] gewählt. Das System garantierte jedem Ortsteil eine bestimmte Anzahl von Sitzen. In der Gemeinde Salem gibt es für jeden Ortsteil einen Ortsreferenten.&lt;br /&gt;
==== Bürgermeister ====&lt;br /&gt;
* 1882–1913 Georg Laur&lt;br /&gt;
* 1913–1923 Bernhard Heudorf&lt;br /&gt;
* 1923–1931 Josef Stickel&lt;br /&gt;
* 1931–1945 Josef Allgeyer&lt;br /&gt;
* 1945–1972 Hermann Auer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]: „Dreimal geteilt von Blau und [[Silber (Heraldik)|Silber]], mit einem wachsenden [[Krummstab]] mit [[Pannisellus]] in verwechselten Farben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen „Derer von Neuffra“ bestand aus einer bescheidenen Symbolik. Das Schild war dreimal geteilt von Blau und Silber. Um den jahrhundertelangen Einfluss des [[Reichsabtei Salem|Klosters Salem]] zu erfassen, wurde das Wappen mit einem Krummstab ergänzt (1971).&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Gommeringer: Neufrach, S. 62–65, in: Salemer Wappen, 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Einrichtungen ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1972 erbaute die Gemeinde Neufrach ein neues Rathaus mit Feuerwehrgerätehaus. Es beherbergte bis 2022 das Rathaus der Gemeinde Salem, jetzt dient es als Flüchtlingsunterkunft. Direkt daneben entstand 1999 das Dorfgemeinschaftshaus &amp;#039;&amp;#039;Prinz Max&amp;#039;&amp;#039; auf dem Gelände des ehemaligen gleichnamigen Gasthauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der 1967 neu gebauten Pfarrkirche im Zentrum des Dorfes entstand auch ein neuer katholischer Kindergarten. Dieser war bis dahin im Schwesternhaus in der Markdorfer Straße untergebracht. Die heutige Grundschule wurde 1953 als Volksschule neu gebaut. Bis dahin war die Schule in Leutkirch neben dem Gasthof Linde. 1989 wurde die Grundschule um eine kleine Turnhalle ergänzt. Im „Herzen des Ortes“ befindet sich der im Jahr 1949 angelegte Sportplatz, seit 1969 mit Clubhaus. Die Tennisanlage in der Schlossseeallee mit Tennishalle befindet sich auch auf Neufracher Gemarkung. Seit dem Jahr 2003 befindet sich in Neufrach ein Campingplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentrale Wasserversorgung wurde 1913 gebaut, der elektrische Strom folgte 1923.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am östlichen Rand gegen [[Bermatingen]] liegt Wespach. Das Anwesen war ab 1445 [[Siechenhaus]] und diente ab 1783/1784 als Armenhaus des Salemer Klosters. Es ist heute ein Alten- und Pflegeheim, das von der gleichnamigen Stiftung betrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Die historische Landstraße L205 von Überlingen nach Markdorf durchquert Neufrach von Westen nach Osten. Im großen Kreisel am Ortsanfang stoßen von Mimmenhausen die L206 und die „Alte Neufracher Straße“ dazu, von Buggensegel die K7759. Im Ortskern zweigen die K7759 nach Weildorf und die „Leutkircher Straße“ nach Leutkirch, Oberstenweiler und Mittelstenweiler ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Neufrach fahren die Buslinien 7381, 7396 und 7397 des [[Regionalverkehr Alb-Bodensee|Regionalverkehrs Alb-Bodensee]] (RAB) im [[Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund|Bodo]]-Verbund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bahnstrecke Stahringen–Friedrichshafen]] tangiert Neufrach seit 1901 südlich des Ortes. Auf der Gemarkung liegen zwei Bahnstationen. Der [[Haltepunkt]] Mittelstenweiler wird seit den 1950er Jahren nicht mehr bedient. Der heutige Bahnhof Salem hieß bis 1980 Mimmenhausen-Neufrach. Von hier aus führte die [[Bahnstrecke Mimmenhausen-Neufrach–Frickingen]], eine [[Nebenbahn]], von 1905 ab nach Frickingen und nach Unteruhldingen. Diese wurde nach dem Zweiten Weltkrieg schrittweise stillgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Neufrach-PK1905 Kapelle-Rathaus-... P1910.tif|mini|Postkarte Neufrach um 1910, mit Rathaus, GrünerBaum, Pfarrkirche, Handlung Koch]]&lt;br /&gt;
Neufrach war traditionell landwirtschaftlich geprägt. Aber schon 1972 lebte nur noch ein Drittel der Bevölkerung von Land- oder Forstwirtschaft. Die Molkereigenossenschaft eGmbH Neufrach wurde 1904 gegründet und 1977 aufgelöst. In den 1960er Jahren lieferten noch über 50 Betriebe Milch ab. Der Obstbau spielt heute noch eine große Rolle, sichtbar auch an den Gebäuden der „Salem Frucht GmH“, Nachfolgerin der Obstbau-Genossenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den kleinteiligen Einzelhandel haben große Einzelhandelsketten ersetzt. Die &amp;#039;&amp;#039;Handlung A. Koch&amp;#039;&amp;#039; und deren Nachfolger W. Koch, Allgayer und Raither bestanden von 1892 bis 1995 an markanter Stelle gegenüber dem Gasthof &amp;#039;&amp;#039;Prinz Max&amp;#039;&amp;#039;. Im Eckhaus Markdorfer-/Weildorfer Straße war die Bäckerei Stickel, später bis 1963 die Bäckerei Kollmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange Zeit prägte der &amp;#039;&amp;#039;Prinz Max&amp;#039;&amp;#039; das Dorfbild von Neufrach. Seit 1850 bis 1990 war hier Gastronomie mit großem Tanzsaal. Ebenfalls in den 1990er Jahren schloss auch der Gasthof Sternen, der noch aus der Tradition der &amp;#039;&amp;#039;Brauerei Stegmaier&amp;#039;&amp;#039; stammte. Das Neufracher Gasthaus der &amp;#039;&amp;#039;Grüne Baum&amp;#039;&amp;#039;, belegt seit 1814, hat alle Veränderungen überstanden. Mit der Eisenbahn siedelte sich im Jahr 1903 die &amp;#039;&amp;#039;Restauration zum Bahnhof&amp;#039;&amp;#039; mit Saal und Kegelbahn gegenüber dem [[Empfangsgebäude]] an, heute &amp;#039;&amp;#039;Reck´s Hotel-Restaurant&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das traditionelle landwirtschaftlich geprägte Handwerk ist verschwunden oder ist in das südlich der Bahnstrecke gelegene Gewerbegebiet umgesiedelt. Dieses zentrale Gewerbegebiet der Gemeinde Salem liegt komplett auf Neufracher Gemarkung, ebenso wie die nördlich entlang der Bahnstrecke angesiedelten Betriebe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Gemeinde Salem (2013): Das Neufracher Dorfbuch 1952-2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
=== Sehenswürdigkeiten ===&lt;br /&gt;
Unter [[Denkmalschutz]] stehen in Neufrach mehrere Objekte in Zusammenhang mit der Eisenbahn: Bahnhof Mittelstenweiler, Bahnhof Salem, Wirtshaussaal beim Gasthof Reck, Güterschuppen, Wohnhaus neben dem Bahnhof, Bahnwärterhaus und drei Eisenbahnbrücken.&lt;br /&gt;
[[Datei:Neufrach-DSC 3676.jpg|mini|St. Markus und Martin in Neufrach]]&lt;br /&gt;
Von besonderem Rang ist die romanische Kapelle St. Markus und Martin, die alte Schmiede in der Nüffernstraße und die Mühle aus dem 18. Jahrhundert. Mehrere Bauernhäuser, Nüffernstraße 21, Riedlestraße 12, Weildorfer Straße 16, ein Ofenhaus, ein Speichergebäude, ein [[Auszugshaus|Ausgedinghaus]] und das Fischerhaus haben ebenfalls einen Schutzstatus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kapelle St. Markus und Martin wurde wohl um 1200 erbaut und 1256 erstmals urkundlich erwähnt, bei der Renovierung fanden sich romanische Oberlichter. Sie wurde zwischen 1450 und 1500 durch Einbau von Fenster gotisiert. Die Kapelle hat des Weiteren spätgotische [[Seccomalerei]]en und den Hochaltar aus der Mitte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. Seit 1967 wird sie nur noch selten genutzt. Die &amp;#039;&amp;#039;Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul&amp;#039;&amp;#039; wurde 1965–1967 nach Plänen von M. Schätzle und Baurat Büchner erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Leutkirch sind die Pfarrkirche und das Pfarrhaus mit [[Kelter|Torkel]] zu nennen. Die &amp;#039;&amp;#039;Katholische Filialkirche Mariä Himmelfahrt&amp;#039;&amp;#039; in Leutkirch wurde um 1200 erbaut, Erweiterungen und Umbauten gab es im 15. und im 18. Jahrhundert; im Inneren neubarocke Raumfassung von 1903 mit älteren Ausstattungsstücken. Die ehemalige Pfarrkirche ist eine der ältesten Kirchen des [[Linzgau]]. Seit der Eröffnung der neuen Pfarrkirche in Neufrach 1967 ist sie Filialkirche. Das Pfarrhaus wurde um 1700 erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Haberstenweiler steht ein Wohnspeicher aus dem 18. Jahrhundert, eine Wegekapelle und ein Grenzstein von 1768.&amp;lt;ref&amp;gt;Regierungspräsidium Tübingen Referat26: Liste der Kulturdenkmale in Baden-Württemberg, Salem-Neufrach (Bodenseekreis) 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Schulisch gehörte die politische Gemeinde wohl seit 1787 zur Schulgemeinde der Volksschule Leutkirch. Hierzu zählten außerdem die politischen Gemeinden Mittelstenweiler, Oberstenweiler sowie der Hof Rimpertsweiler. 1910 schieden diese aus dem Verband aus. 1953 baute man am Ortsrand von Neufrach nahe Leutkirch ein neues Schulgebäude für die Grund- und Hauptschule. Seit der Einrichtung des Bildungszentrums Salem 1976 fungiert sie als Hermann-Auer-Grundschule.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeinde Salem (Hrsg. 2009): Findbuch Gemeindearchiv. Daten zur Geschichte der Altgemeinde Neufrach&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Vereine und Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
Der Sportverein Neufrach e.&amp;amp;nbsp;V. wurde 1948 als reiner Fußballverein gegründet. Nach der Übertragung des Spielbetriebes im Südbadischen Fußballverband an den RW Salem haben sich neue Abteilungen gegründet. Ab dem Jahre 1972 führte der Verein das internationale A-Jugend-Turnier an Pfingsten durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Musikverein Neufrach nennt sein Gründungsjahr 1919, wobei es schon seit 1850 eine musikalische Vereinigung gab. Ab 1973 ist er eingetragener Verein. Seine Aktivitäten liegen zum einen in den dörflichen Auftritten bei Festen, Jubiläen, Einweihungen als auch bei Treffen des Blasmusikverbandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Männergesangverein Eintracht 1860 Neufrach trägt sein Gründungsdatum im Vereinsnamen. Im Jahr 2012 wurde er mit dem Nachbarverein in Mimmenhausen verschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der katholische Kirchenchor St. Peter und Paul Neufrach wurde im Jahr 1774 zum ersten Mal in den Rechnungsbüchern der Sebastiani-Gesellschaft erwähnt. Seit der Zeit trägt er zur Gestaltung des religiösen Lebens in der Pfarrei bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Narrenverein Hardtwieble-Zunft Neufrach e.&amp;amp;nbsp;V. trat ein Jahr nach seiner Gründung 1964 dem [[Alemannischer Narrenring|Alemannischen Narrenring]] bei. Neben dem alle zwei Jahre stattfindenden gemeinschaftlichen Umzug der Salemer Narrenzünfte wird an zahlreichen auswärtigen Veranstaltungen teilgenommen. An Rosenmontag findet alljährlich ein Krämermarkt statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[William Straube|William Carl Johannes Bertram Straube]] (1871–1954), Maler in Berlin und Neufrach.&lt;br /&gt;
* [[Walter Eberhard Loch]] (1885–1979), Maler, Graphiker, Schriftsteller und Kunsthandwerker.&lt;br /&gt;
* [[Arthur Raither]] (1911–1988), Landwirt, Agrarpolitiker&lt;br /&gt;
* [[Hugo Gommeringer]] (* 1948), Autor historischer Bücher und Aufsätze speziell zu Neufrach.&lt;br /&gt;
* [[Abdullah Wagishauser]] (* 1950), seit 1984 amtierender Emir (Vorsitzender) der Ahmadiyya Muslim Jamaat in der Bundesrepublik Deutschland e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Stehle]] (* 1980), ehemaliger Fußballspieler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Kuratorium Heimat und Arbeit (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Gemeinden im oberen und unteren Linzgau, Neufrach.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Kreis Überlingen&amp;#039;&amp;#039;, 1972, ISBN 3-8062-0102-1, S. 330&lt;br /&gt;
* F. X. Conrad Staiger (1863, ND 2008: Neufrach, in: Salem oder Salmansweiler … Constanz). S. 253 ff&lt;br /&gt;
* Walter Eberhard Loch (1953): Das Neufracher Dorfbuch.&lt;br /&gt;
* Gemeinde Salem (2013): Das Neufracher Dorfbuch 1952–2012, ISBN 978-3-88812-232-3&lt;br /&gt;
* Hugo Gommeringer: &amp;#039;Neufrach&amp;#039; In: Salemer Wappen. 2000, ISBN 3-929551-09-8, S. 62 f&lt;br /&gt;
* Hugo Gommeringer (1988): Kirchenchor Neufrach 1774 – 1989.&lt;br /&gt;
* Gemeinde Salem (2009): Findbuch Gemeindearchiv. Daten zur Geschichte der Altgemeinde Neufrach.&lt;br /&gt;
* Regierungspräsidium Tübingen Referat 26 Denkmalpflege: Verzeichnis der unbeweglichen Bau- und Kunstdenkmale in Baden-Württemberg Bodenseekreis – Salem – Neufrach (2012)&lt;br /&gt;
* Adalbert Lohr (1998): Waldameisen gegen Sowjetbär.&lt;br /&gt;
* Rudolf Koch (2020): Pfarrer Hermann Legler – Häftling Nr. 131310 im KZ Dachau. (FGO-Circular 5 – 2020)&lt;br /&gt;
* Rudolf Koch (2021): Gleichschaltung auf dem Dorf – Neufrach im Jahr 1933. (FGO-Circular 8-2021)&lt;br /&gt;
* Hugo Gommeringer (2012): Wespach im Wandel der Zeit.&lt;br /&gt;
* Hugo Gommeringer: Kirchen und Kapellen in der Seelsorgeeinheit Salem, 2004, ISBN 3-7954-6483-8&lt;br /&gt;
Konrad Kranich: Die Flurnamen der Gemarkung Neufrach. Weingarten 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.salem-baden.de/de/gemeinde-salem/ortsteile-und-geschichte/ortsteile/neufrach/ Gemeinde Salem: Neufrach]&lt;br /&gt;
* [https://www.leo-bw.de/web/guest/detail-gis/-/Detail/details/ORT/labw_ortslexikon/18250/ort Neufrach auf leoBW-Landesarchiv online]&lt;br /&gt;
* {{GOV|objekt=Neufrach|val=NEUACHJN47PS|}}&lt;br /&gt;
* [https://wiki.genealogy.net/Neufrach Neufrach im GenWiki (Genealogisches Lexikon)]&lt;br /&gt;
[https://swb.bsz-bw.de/DB=2.1/SET=1/TTL=1/CMD?ACT=SRCHA&amp;amp;IKT=1016&amp;amp;SRT=RLV&amp;amp;TRM=Neufrach&amp;amp;MATCFILTER=N&amp;amp;MATCSET=N&amp;amp;NOABS=Y&amp;amp;SHRTST=20 Neufrach im Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7702273-7|VIAF=233946334}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Bodenseekreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Salem (Baden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1162]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Bodenseekreis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Firobuz</name></author>
	</entry>
</feed>