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	<title>Neues Palais - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das &amp;#039;&amp;#039;Neue Palais&amp;#039;&amp;#039; in Potsdam. Zu anderen Bauwerken mit diesem Namen siehe [[Neues Palais (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Potsdam Sanssouci 07-2017 img4.jpg|mini|350px|Neues Palais im Park Sanssouci]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neues Palais Sanssouci.jpg|mini|350px|Luftbild Neues Palais]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Potsdam Luftbild Neues Palais Schlösser westlich im Park Sanssouci Foto Wolfgang Pehlemann Wiesbaden IMG 0059.jpg|mini|Neues Palais mit den Communs während einer Sanierung (2008)]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neue Palais&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine ehemalige [[Sommerresidenz]] der [[König von Preußen|Könige von Preußen]] im [[Park Sanssouci]] in [[Potsdam]]. Die [[Gebäudetrakt|Dreiflügelanlage]] wurde 1763 bis 1769 durch [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich den Großen]] von [[Johann Gottfried Büring]], [[Heinrich Ludwig Manger]] und [[Carl von Gontard]] im [[Rokoko]]stil erbaut. Hervorzuheben sind der &amp;#039;&amp;#039;Grottensaal&amp;#039;&amp;#039;, das &amp;#039;&amp;#039;Schlosstheater&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Marmorsaal&amp;#039;&amp;#039;. Als Teil der [[Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin]] wurde es 1990 in die [[UNESCO-Welterbe]]liste eingeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.unesco.de/kultur-und-natur/welterbe/welterbe-deutschland/schloesser-und-parks-von-potsdam-und-berlin |titel=UNESCO-Welterbe Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin {{!}} Deutsche UNESCO-Kommission |sprache=de |abruf=2024-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von der [[Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg|Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg]] verwaltete Schloss ist als Museum zugänglich. In den [[#Communs|Communs]], den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden, sind Fakultäten und Teile der Verwaltung der [[Universität Potsdam]] untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Castle Howard Vit Brit2 edited.jpg|mini|Castle Howard, Aufriss im &amp;#039;&amp;#039;[[Colen Campbell#Vitruvius Britannicus|Vitruvius Britannicus]]&amp;#039;&amp;#039;, der sich in Friedrichs fünf Bibliotheken befand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Trippenhuis Kloveniersburgwal 29 Amsterdam 004.jpg|mini|Trippenhuis in Amsterdam, das Friedrich 1755 gesehen hatte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grundriss-Neues-Palais.jpg|mini|Grundriss des Neuen Palais Potsdam]]&lt;br /&gt;
Den Entwurf und die Auswahl des Bauplatzes für das Neue Palais hatte Friedrich noch vor dem Siebenjährigen Krieg festgelegt. Abweichend vom bisher gepflegten Stil des [[Friderizianisches Rokoko|Friderizianischen Rokokos]] wünschte Friedrich sich einen Bau im Stil des [[Palladianismus]]. Als vorbildlich galten ihm [[Castle Howard]] in England und das [[Trippenhuis]] am [[Kloveniersburgwal]] Nr. 29 in Amsterdam. Noch zu Friedenszeiten hatte Friedrich 1756 in Potsdam das &amp;#039;&amp;#039;Haus Am Kanal 41&amp;#039;&amp;#039; fertigstellen lassen, um die Bauweise steinsichtiger Ziegel mit [[Haustein]] zu erproben, die ihn bei einem Besuch in den [[Niederlande]]n 1755 beeindruckt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Joachim Giersberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich als Bauherr. Studien zur Architektur des 18. Jahrhunderts in Berlin und Potsdam&amp;#039;&amp;#039;. Siedler, Berlin 1986, ISBN 978-3-88680-222-7; zu Friedrichs Bibliothek S. 31; zur Vorbildfunktion des Hauses Am Kanal 41  S. 163, Abbildung: {{Webarchiv |url=http://kunstmuseum-hamburg.de/wp-content/uploads/2016/07/Potsdam-Am-Kanal-41.jpg |text=Am Kanal 41 (1945 kriegszerstört). |wayback=20161201015832}} Kunstmuseum Hamburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der prächtige und kostspielige Bau des Neuen Palais konnte erst nach dem für [[Preußen]] günstig ausgegangenen Siebenjährigen Krieg im Jahr 1763 beginnen. Jetzt erfüllte der Schlossbau für Friedrich den Großen nicht nur praktische Aufgaben, vielmehr sollte er Preußens neue Rolle unter den Mächtigen Europas verkünden, wie Friedrich selbst mit seinem Begriff der „Fanfaronade“ (Prahlerei, Angeberei) bekräftigte.&amp;lt;ref&amp;gt;Adrian von Buttlar, Marcus Köhler: &amp;#039;&amp;#039;Tod, Glück und Ruhm in Sanssouci. Ein Führer durch die Gartenwelt Friedrichs des Großen.&amp;#039;&amp;#039; Ostfildern 2012, S. 132 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1769 wurde das Neue Palais fertiggestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Dehio 1906, S. 349.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gilt als letzte bedeutende Schlossanlage des [[Barock]] in Preußen und als eines der Hauptwerke des [[Friderizianisches Rokoko|Friderizianischen Rokokos]]. Der Schaufunktion des Gebäudes diente nicht zuletzt der überreiche Skulpturenschmuck. Das ikonographische Programm lässt insbesondere im zentralen Bereich des Mittelrisalits der Gartenfront auf die Absicht des Bauherrn schließen, sich mit dem Gebäude ein Denkmal als siegreicher Feldherr zu setzen. Diese Deutung wird durch das programmatische auf Friedrich bezogene „[[Non soli cedit|Nec soli cedit]]“ („Selbst der Sonne weicht er nicht“) als Inschrift an den Kartuschen der Mittelrisalite unterstrichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hüneke&amp;quot;&amp;gt;Saskia Hüneke: &amp;#039;&amp;#039;„Net soli cedit“. Dekoration und Bauskulptur am Neuen Palais.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Friederisiko. Friedrich der Große. Die Ausstellung.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: Generaldirektion der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin–Brandenburg. München 2012, S. 286 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus diente das Neue Palais zur Zeit Friedrichs des Großen als prunkvolles Sommergästehaus, in dem glanzvoll gefeiert werden konnte, so programmatisch veranschaulicht durch drei die Hauptkuppel des Palastes bekrönende Grazien: [[Aglaia (Charis)|Aglaia]] (die Glänzende), [[Euphrosyne (Mythologie)|Euphrosyne]] (der Frohsinn) und [[Thalia (Charis)|Thalia]] (die Festfreude). Zwischen April und Oktober reisten die Besucher zu den alljährlichen Festwochen an. Dies waren in erster Linie die Geschwister von König Friedrich und deren Familien, die aus unterschiedlichen deutschen und europäischen Herrscherhäusern stammten, handverlesene Mitglieder des Berliner Hofes sowie fürstliche Gäste.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Graf&amp;quot;&amp;gt;Henriette Graf: &amp;#039;&amp;#039;Das Neue Palais König Friedrichs des Großen. Funktion, Nutzung, Raumdisposition und Möblierung, 1763–1784.&amp;#039;&amp;#039; In: Henriette Graf, Nadja Geißler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wie friderizianisch war das friderizianische Zeremoniell? Raumdisposition und Möblierung ausgewählter europäischer Schlösser am Ende des Ancien Régime.&amp;#039;&amp;#039; Beiträge einer internationalen Konferenz vom 2. Juni 2012  (Friedrich300 – Colloquien, 6). [https://www.perspectivia.net/content/publikationen/friedrich300-colloquien/friedrich_friderizianisch/graf_palais/ Onlinepublikation.] [[perspectivia.net]], 20. Dezember 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Neue Palais bildete bei diesen Festlichkeiten die prächtige Bühne für das Aufeinandertreffen der [[Hohenzollern]]dynastie, von dem die Öffentlichkeit durch eine umfassende Hofberichterstattung in Kenntnis gesetzt wurde. Potential und Macht der Dynastie und damit des dynastischen Fürstenstaates wurden bei diesen Ereignissen im Neuen Palais sinnbildlich und öffentlichkeitswirksam demonstriert&amp;amp;nbsp;– sowohl in den eigenen Herrschaftsbereich hinein als auch als machtpolitische Demonstration nach außen.&amp;lt;ref&amp;gt;Karoline Zielosko: &amp;#039;&amp;#039;Verwandtenbesuch. Das Neue Palais als Bühne dynastischer Selbstinszenierung.&amp;#039;&amp;#039; In: Michael Kaiser, [[Jürgen Luh]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Friedrich der Große und die Dynastie der Hohenzollern.&amp;#039;&amp;#039; Beiträge des fünften Colloquiums in der Reihe „Friedrich300“ vom 30. September bis 1. Oktober 2011. [http://www.perspectivia.net/content/publikationen/friedrich300-colloquien/friedrich-dynastie/zielosko_verwandtenbesuch/ Onlinepublikation.] [[perspectivia.net]]; abgerufen am 21. Februar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den fürstlichen Gästen standen 200 Räume, vier Festsäle und ein [[Rokoko]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;theater&amp;lt;/nowiki&amp;gt; zur Verfügung. Für gelegentliche Aufenthalte ließ sich Friedrich den südlichen Seitenflügel&amp;amp;nbsp;– die so genannte &amp;#039;&amp;#039;Königswohnung&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Friedrichswohnung&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;– herrichten. Neben der &amp;#039;&amp;#039;Königswohnung&amp;#039;&amp;#039; und zwei &amp;#039;&amp;#039;Fürstenquartieren&amp;#039;&amp;#039; für besonders wichtige Gäste befanden sich im Palais eine Wohnung für den langjährigen Weggefährten Friedrichs [[Jean-Baptiste de Boyer, Marquis d’Argens|Marquis d’Argens]], die &amp;#039;&amp;#039;Marquis-d’Argens-Wohnung&amp;#039;&amp;#039;. [[Heinrich von Preußen (1726–1802)|Prinz Heinrich]], der älteste noch lebende Bruder Friedrichs des Großen, hatte mit der &amp;#039;&amp;#039;Heinrichwohnung&amp;#039;&amp;#039; ebenfalls eigene Räumlichkeiten. Der Thronfolger Prinz von Preußen [[Friedrich Wilhelm II. (Preußen)|Friedrich Wilhelm]] residierte in der &amp;#039;&amp;#039;Thronfolgerwohnung&amp;#039;&amp;#039;. Die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Prinzesswohnung&amp;#039;&amp;#039; diente Prinzessin [[Amalie von Preußen|Anna Amalie]] –&amp;amp;nbsp;der unverheirateten Schwester von Friedrich dem Großen und Äbtissin von Quedlinburg&amp;amp;nbsp;– als repräsentative Unterbringung. Sie fungierte bei den Feierlichkeiten auch als Dame des Hauses, da die [[Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern|Königin Elisabeth Christine]] auf Wunsch des Königs nie zugegen war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Graf&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Friedrichs des Großen im Jahr 1786 nutzte der Hof das Neue Palais nur noch selten für größere Festlichkeiten. Im Jahr 1859 bezog Kronprinz Friedrich Wilhelm, der spätere Kaiser [[Friedrich III. (Deutsches Reich)|Friedrich&amp;amp;nbsp;III.]], das Barockschloss mit seiner Familie in den Sommermonaten. Das Palais hieß während der nur 99 Tage dauernden Regierungszeit – vom 9. März bis zum 15. Juni 1888 – &amp;#039;&amp;#039;Schloss Friedrichskron&amp;#039;&amp;#039;. Bis [[Deutscher Kaiser|Kaiser]] Friedrich hier starb, wurden ein um das Palais herumführender Wassergraben zugeschüttet sowie einige Modernisierungsmaßnahmen ergriffen. Sein Sohn, der spätere Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]], führte sie fort, wie die Installation einer Dampfheizung und von elektrischem Licht sowie der Einbau von Badezimmern und Toiletten in den einzelnen Quartieren und 1903 eines Aufzugs im Nordtreppenhaus. Von 1888 bis zur [[Novemberrevolution]] 1918 blieb das Neue Palais für Wilhelm II. und seine Gemahlin [[Auguste Viktoria von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg|Auguste Viktoria]] die Hauptresidenz. Eine Besichtigung der Innenräume war von Anfang Januar bis Mitte Mai möglich, sonst nur während der Abwesenheit der Kaiserfamilie. Nach der Novemberrevolution 1918, der Abdankung Wilhelms&amp;amp;nbsp;II. und dem Thronverzicht des Kronprinzen [[Wilhelm von Preußen (1882–1951)|Wilhelm]] 1919 diente das Neue Palais ab 1926 als Museumsschloss. Bis zum [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] und der danach erfolgten Plünderung durch die Sowjetarmee war es im Wesentlichen wie zu Zeiten Friedrichs des Großen im &amp;#039;&amp;#039;[[Friderizianisches Rokoko|friderizianischen Rokoko]]&amp;#039;&amp;#039; ausgestattet. 1967 plante die DDR-Führung, das Neue Palais zu einem [[Interhotel|Devisenhotel]] umzubauen, wodurch große Teile der originalen Bausubstanz zerstört worden wären. Das Vorhaben scheiterte letztendlich an einem zu geringen Kosten-Nutzen-Verhältnis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://recs.hypotheses.org/12720 Texte des RECS #61: Ein Luxushotel im Neuen Palais – Das kühne Projekt des Rates des Bezirkes Potsdam]&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute wird das Neue Palais von der [[Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg|Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg]] verwaltet. In den [[#Communs|Communs]], den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden, sind Fakultäten und Teile der Verwaltung der [[Universität Potsdam]] untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:20030430620NR Potsdam-Sanssouci Neues Palais SO-Pavillon.jpg|mini|hochkant|Königspavillon]]&lt;br /&gt;
Anders als bei dem im Stil des Rokoko errichteten Schloss [[Sanssouci]] bevorzugte Friedrich der Große in der Architektur des Neuen Palais die Formen des [[Barock]], jedoch mit einigen Abweichungen. Der König hielt bis an sein Lebensende an diesen beiden Baustilen fest, obwohl in Europa bereits der [[Klassizismus|Frühklassizismus]] bevorzugt wurde. [[Johann Gottfried Büring]] –&amp;amp;nbsp;der im Park das [[Chinesisches Haus|Chinesische Haus]] und die [[Bildergalerie (Sanssouci)|Bildergalerie]] errichtet hatte&amp;amp;nbsp;– erhielt den Auftrag zur Planung des Gästeschlosses. Ihm zur Seite stand [[Heinrich Ludwig Manger]]. Nach Unstimmigkeiten mit dem schwierigen Bauherrn und dem anschließenden Weggang Bürings übernahm [[Carl von Gontard]] ab 1764 die Gesamtleitung. Sein Anteil am Hauptgebäude war vor allem die Anlage und Gestaltung der Innenräume, da der Außenbau weit fortgeschritten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Neue Palais ist eine Dreiflügelanlage mit einer Frontlänge von 220 Metern. Der Mittelteil des zweieinhalbgeschossigen Gebäudes wird von einer mächtigen 55 Meter hohen [[Kuppel]] bekrönt. Auf ihr tragen drei Grazien auf einem Kissen die Königskrone. Die Kuppel ist lediglich architektonische Dekoration, um die Außenwirkung des Schlosses zu steigern; es gibt keinen kuppelüberwölbten Saal unter ihr, und das Innere besteht lediglich aus dem [[Gebälk]], das sie trägt. Goldfarbene Adler auf [[Laterne (Architektur)|Laternen]] bekrönen die beiden kleineren Kuppeln der eingeschossigen Nebengebäude im Süden und Norden. Der überwiegende Teil der Außenwände bekam einen Anstrich, der rotes Backsteinmauerwerk vortäuscht. Da der Ziegelnachschub zeitweise ins Stocken geriet und das saubere Verfugen zu viel Zeit benötigte, wurde diese täuschend echt aussehende Methode angewandt. Nur der südliche Seitenflügel, die &amp;#039;&amp;#039;Königswohnung&amp;#039;&amp;#039;, ist aus rotem Backstein gemauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fünfachsige [[Mittelrisalit]] des [[Corps de Logis]] ist auf der Garten- und Hofseite mit Ausnahme der Giebelreliefs identisch ausgeführt und jeweils um eine halbe Achse herausgeschoben. Drei Fensterachsen der beiden Mittelvorlagen werden jeweils von einem Dreiecksgiebel überspannt. Die Mittelrisalite werden zusätzlich durch die zu Köpfen ausgestalteten Schlusssteine der Rundbogenfenster bzw. Fenstertüren im Erdgeschoss hervorgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fassade ist durch kannelierte korinthische [[Pilaster]] aus Sandstein in Kolossalordnung gegliedert. Die [[Attika (Architektur)|Attika]] ist als [[Balustrade]] ausgeführt. An den Verlängerungen der Pilaster befinden sich Postamente mit Attikaskulpturen&amp;amp;nbsp;– insgesamt 267 überlebensgroße Statuen am Hauptbau, 196 Puttengruppen an den kleinen Seitenflügeln. Ungewöhnlich ist die Anordnung von 163 weiteren Statuen im Erdgeschoss vor den Pilastern, ebenso die Anordnung von 244 figürlich gestalteten Fensterschlusssteinen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hüneke&amp;quot; /&amp;gt; Der Skulpturenschmuck wurde von zahlreichen Bildhauern geschaffen, so unter anderem von [[Johann Peter Benkert]], [[Johann Mathias Gottlieb Heymüller]], den Brüdern [[Johann David Räntz]] sowie von [[Johann Lorenz Räntz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schlossräume ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2022-09-07 09-11 Berlin 245 Potsdam, Neues Palais - 52389880987.jpg|mini|Grottensaal]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2022-09-07 09-11 Berlin 257 Potsdam, Neues Palais - 52391108069.jpg|mini|Marmorsaal]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Das Kleine Schlafzimmer im unteren Fürstenquartier des Neuen Palais, Potsdam.jpg|mini|hochkant=0.5|Sterbezimmer Kaiser Friedrichs III.]]&lt;br /&gt;
Neben den prachtvoll ausgestatteten Fürstenwohnungen befinden sich vier Festsäle im Mittelteil des Schlosses. Der &amp;#039;&amp;#039;Grotten- oder Muschelsaal&amp;#039;&amp;#039; im Erdgeschoss bekam an den Wänden und Pfeilern einen Belag aus Muscheln, Glas und Mineralien aus der ganzen Welt. Als Vorbild diente vermutlich [[Matthäus Daniel Pöppelmann|Pöppelmanns]] Grottensaal von 1712/1713 im [[Zwinger (Dresden)|Dresdner Zwinger]]. Im 19. Jahrhundert wurden die Wände durch Mineralien, Fossilien und Halbedelsteine bereichert, darunter 1890 mit der „[[Kilimandscharo#Erstbesteigung|Spitze des Kilimandscharos]]“ aus &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsch-Ostafrika]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die südlich angrenzende &amp;#039;&amp;#039;Marmorgalerie&amp;#039;&amp;#039; führte zu den Gemächern des Königs. Roter [[Jaspis]] und weißer Marmor aus [[Carrara]] bestimmen das Bild in diesem langgestreckten Saal. Fenstertüren lassen viel Licht in das Innere. Drei durch eine reiche Goldornamentik verbundene Deckenbilder versinnbildlichen die Tageszeiten – &amp;#039;&amp;#039;Die Nacht&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Der Morgen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Der Mittag&amp;#039;&amp;#039;. Es sind Werke des Malers [[Bernhard Rode]]. Die Feldereinteilung und rahmenden [[Stuck]]aturen lehnen sich in ihrer Art an die Deckengestaltung der wesentlich kleineren Galerie im Schloss Sanssouci an.&lt;br /&gt;
Über dem Grottensaal liegt im Obergeschoss der &amp;#039;&amp;#039;Marmorsaal&amp;#039;&amp;#039;. Der Hauptfestsaal, der sich über zwei Etagen erstreckt, ist an Wänden und Fußboden mit edlen Marmorsorten verkleidet, bzw. ausgelegt. Große Wandgemälde mit Szenen aus der antiken Mythologie und zwölf Marmorstatuen schmücken den Saal. Die Plastiken stellen acht [[brandenburg]]ische [[Kurfürst]]en und vier Kaiser&amp;amp;nbsp;– [[Gaius Iulius Caesar|Julius Cäsar]], [[Konstantin der Große|Kaiser Konstantin]], [[Karl der Große|Karl den Großen]] und [[Rudolf II. (HRR)|Rudolf&amp;amp;nbsp;II. von Habsburg]]&amp;amp;nbsp;– dar. Friedrich der Große wollte seinerzeit den Saal möglichst schnell fertigstellen lassen, weshalb der Marmorboden bei der Errichtung zu schnell hintereinander abgeschliffen wurde. Dabei drang das zum Schleifen benötigte Wasser bis in das hölzerne Gebälk ein. In der Folge begann es sehr schnell zu schimmeln und die Feuchtigkeit zog zudem auch in die Wände. Der Saal war deshalb schon öfter einsturzgefährdet. Das in goldfarbener Ornamentik reich eingefasste Deckengemälde von [[Charles-Amédée-Philippe van Loo|Charles Amédée Philippe van Loo]] zeigt die zum gemeinsamen Mahl versammelten olympischen Götter und die Einführung des [[Ganymed (Mythologie)|Ganymed]]. Es ist mit 240&amp;amp;nbsp;m² Fläche das größte Leinwanddeckengemälde nördlich der Alpen. Die Kronleuchter lieferte die schlesische [[Batorów#Glashütte Friedrichsgrund|Glashütte Friedrichsgrund]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Obere Galerie&amp;#039;&amp;#039; südlich neben dem Marmorsaal ist mit sechs großen Wandgemälden italienischer Barockmalerei ausgestattet. Goldfarbene Girlanden, Rundmedaillons an und über den Türen zeigen hingegen Motive des [[Klassizismus|Frühklassizismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schlosstheater ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 170-660, Potsdam, Sanssouci, Theater im Neuen Palais.jpg|mini|links|Altes Bild vom Schlosstheater im Neuen Palais]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Theater New Palace Potsdam (Neues Palais).jpg|mini|Schlosstheater im Neuen Palais, 2005]]&lt;br /&gt;
Das „Schlosstheater im Neuen Palais“ wird zu den schönsten noch erhaltenen Theaterräumen des 18. Jahrhunderts gerechnet. Es nimmt die beiden oberen Stockwerke des gesamten Südflügels ein. Die Farben rot und weiß dominieren, geschmückt von goldfarbenen [[Herme]]n und Ornamentik. Die Sitzreihen sind einem antiken Theater ähnlich im Halbrund angeordnet. Eine Königsloge findet sich nicht; Friedrich der Große wohnte den Aufführungen in der dritten Parkettreihe bei. Da der König die deutsche Kunst geringschätzte, wurden hauptsächlich italienische und französische Künstler engagiert. Die alte Bühnentechnik ist nicht mehr vorhanden. Bis in die heutige Zeit finden hier Vorstellungen statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Communs ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Potsdam Sanssouci 07-2017 img3.jpg|mini|Die Communs, die einen Teil der [[Universität Potsdam]] beherbergen]]&lt;br /&gt;
Ganz im Westen, noch hinter der Frontseite des Neuen Palais und der [[#Mopke|Mopke]], wird der [[Park Sanssouci|Schlosspark]] von den Communs abgeschlossen. Zweck und Name der beiden Gebäude entsprachen dem Vorbild der [[Grand Commun]] am [[Schloss Versailles]]. Wie dort in direkter Beziehung zum Palais errichtet, dienten sie ebenfalls neben der Unterbringung von dessen Küchen und anderer Wirtschaftsräume auch als Unterkünfte für Gäste und Beamte des Königs sowie für deren Dienerschaft. Nach von ihm verbesserten Entwürfen des Architekten [[Jean Laurent Legeay]] errichtete [[Carl von Gontard]] diese repräsentativen Bauten in den Jahren 1766 bis 1769. Große doppelläufige Freitreppen, Säulengänge, Kuppeln und eine reiche Verzierung lassen den ehemals praktischen Zweck nicht erkennen. Ihre Verbindung über den Kolonnadenbogen mit dem [[#Triumphtor|Triumphtor]] macht sie zu einem einheitlichen Ganzen, und sie geben dem Neuen Palais ein wirkungsvolles Gegenüber, bevor sich noch weiter westlich unbesiedelte Waldgebiete anschließen. Ergänzungsbauten entstanden 1769 für die [[Garde#Brandenburg/Preußen|Garde]] im Süden und den [[Kastellan]] im Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Ende der [[Preußische Armee|preußischen Armee]] hatte ihr „Lehrinfanteriebataillon“ im nördlichen Pavillon sein Quartier&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Bauer, Hartmut Knitter, Heinz Ruppert: &amp;#039;&amp;#039;Vernichtet. Vergessen. Verdrängt. Militärbauten und militärische Denkmäler in Potsdam.&amp;#039;&amp;#039; Mittler, Berlin / Bonn / Herford 1993, ISBN 3-8132-0413-8, S. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] im gesamten Komplex die „[[Reichsschule des Deutschen Arbeitsdienstes]]“. Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde er 1948 Heimstatt der &amp;#039;&amp;#039;Brandenburgischen Landeshochschule&amp;#039;&amp;#039; (später &amp;#039;&amp;#039;Pädagogische Hochschule „Karl Liebknecht“&amp;#039;&amp;#039;) &amp;#039;&amp;#039;Potsdam&amp;#039;&amp;#039;. Heute beherbergen die Communs und die angrenzenden Marställe die Philosophische Fakultät sowie die Institute für Mathematik, Physik und Sport der Nachfolge-Einrichtung [[Universität Potsdam]]. Kleinere Teile der Anlage werden jedoch auch weiterhin oder wieder durch Abteilungen der [[Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg]] genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Triumphtor ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Neues Palais Potsdam durch Triumphbogen.jpg|hochkant|mini|Blick auf das Neue Palais durch das Triumphtor]]&lt;br /&gt;
Direkt gegenüber dem Neuen Palais, auf der parkabgewandten Seite, steht mittig zwischen den [[#Communs|Communs]] das 24&amp;amp;nbsp;Meter hohe kuppelgekrönte Triumphtor. Am Nord- und Südende flankieren es [[Kolonnade]]nbögen mit 158 Säulen und Pavillongebäuden an den Enden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.pnn.de/potsdam/891449 |text=&amp;#039;&amp;#039;Das Triumphtor ist geöffnet.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20171107222526}} pnn.de, 12. September 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ensemble hatte König Friedrich&amp;amp;nbsp;II. unmittelbar nach dem [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] in der Zeit von 1763 bis 1769 erbauen lassen. Die ersten Pläne mit allen Elementen der späteren Ausführung legte [[Jean Laurent Legeay]] vor, ab 1765 leitete [[Carl von Gontard]] den Bau. Vernachlässigung und unsachgemäße Restaurierungsmaßnahmen hatten es schon gefährdet, als am Ende des Zweiten Weltkrieges eine Fliegerbombe die Kuppel zerstörte. In der Zeit der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] verfiel das Ensemble bis zur Einsturzgefahr, so dass in den 1980er Jahren Teile der Nordkolonnade abgebaut werden mussten. Zwar wurden 1982 Sicherungsmaßnahmen eingeleitet, doch erst in den Jahren von 2008 bis 2014 kam es zu einer umfassenden Sanierung, zu der auch die Wiederherstellung der Kuppel gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spsg.de/nc/presse-foto-film/2014-09-11-wiedereroeffnung-der-kolonnade-am-neuen-palais/ Triumphtor des Königs. Kolonnade am Neuen Palais nach umfassender Sanierung wiedereröffnet.] [[Stiftung Preußische Schlösser und Gärten]], 11. September 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Mopke}} Mopke ==&lt;br /&gt;
Durch den Bau der [[#Communs|Communs]] und des [[#Triumphtor|Triumphtors]] entstand auf der Fläche bis zum [[Ehrenhof (Schloss)|Ehrenhof]] des Schlosses ein Platz&amp;amp;nbsp;– der als &amp;#039;&amp;#039;die Mopke&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde. Der Name ging auf die Pflasterung mit hochkant gesetzten [[Mauerziegel]]n zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Torsten Harmsen |url=https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/verschollene-worte-schmeiss-maln-paar-mopke-rueba-li.146206 |titel=Verschollene Wörter: „Schmeiß mal’n paar Mopke rüba!“ |datum=2021-03-21 |sprache=de |abruf=2024-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Hofstaat|Hof]] nutzte die Mopke als Veranstaltungsort von großangelegten Festen und zum Abhalten von Militärzeremonien.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Nölte: &amp;#039;&amp;#039;Potsdam – wie es wurde, was es ist&amp;#039;&amp;#039;. Terra Press, Berlin 2018, ISBN 978-3-942917-35-3, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von den Treppen und Säulenhallen der Communs aus konnte das Publikum die Darbietungen gut verfolgen. Wilhelm&amp;amp;nbsp;II. ließ 1896 unter der Mopke einen unterirdischen Verbindungsgang zwischen dem Schloss und den Pavillonbauten errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Park ==&lt;br /&gt;
[[Datei:KulTour Parkanlage Sanssouci Heckentheater am Neuen Palais-3356.jpg|mini|Heckentheater von den Zuschauerplätzen aus gesehen]]&lt;br /&gt;
Das Neue Palais befindet sich am westlichen Ende des [[Park Sanssouci|Schlossparks von Sanssouci]], wo die &amp;#039;&amp;#039;Große Allee&amp;#039;&amp;#039; endet. Zu seiner Erbauungszeit war es noch in einen barocken Gartenbereich integriert, der jedoch bei der Umgestaltung durch [[Peter Joseph Lenné]] dem heutigen Landschaftspark weichen musste. Seit dieser Zeit stehen dort, direkt östlich der beiden äußeren Schlossflügel, auch der [[Antikentempel|Antiken-]] und der [[Freundschaftstempel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt nördlich neben dem Schlossbau befindet sich das [[Heckentheater]] des Parks und symmetrisch dazu, im Süden, ein &amp;#039;&amp;#039;Gartensalon&amp;#039;&amp;#039; mit rosenbewachsenen Laubengängen. Beides stammt aus der Entstehungszeit des Schlosses, wobei das Heckentheater, das vor allem im Sommer für Theateraufführungen, Konzerte und Lesungen genutzt wird, die längste Zeit überwuchert im Verborgenen lag.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spsg.de/tagen-feiern/eventlocation/neues-palais-heckentheater &amp;#039;&amp;#039;Neues Palais, Heckentheater&amp;#039;&amp;#039;] Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemälde ==&lt;br /&gt;
Ein Verzeichnis der Gemälde im Neuen Palais wurde bereits von Gerd Bartoschek erstellt,&amp;lt;ref&amp;gt;Bartoschek 1983&amp;lt;/ref&amp;gt; das aber heute nicht mehr aktuell ist, da Gemälde nach der Wiedervereinigung auf andere Schlösser verteilt wurden, andere wiederum nach Potsdam zurückkehrten. Zudem hat sich die Zuschreibung von Gemälden geändert. Beispielsweise ist der unten gelistete Zyklus &amp;#039;&amp;#039;Götterpaare aus der griechischen Mythologie&amp;#039;&amp;#039; in Bartoschek&amp;#039;s Verzeichnis mit „Unbekannter Künstler“ vermerkt, heute aber [[Jacob van Schuppen]] zugeschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Liepe 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Teil der Gemäldesammlung ist online zugänglich,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=SPSG Gemäldesammlung |url=https://brandenburg.museum-digital.de/collection/217 |titel=SPSG Gemäldesammlung |datum= |abruf=2024-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ergänzende Informationen finden sich in der gelisteten Literatur und aktuelle Museumsführer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Marmorgalerie von [[Bernhard Rode]], Deckenbilder-Zyklus &amp;#039;&amp;#039;Apollo vertreibt die Finsternis&amp;#039;&amp;#039;, Öl auf Leinwand, je ca. 850 × 540 cm:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Luna und die fliehende Göttin der Nacht (Nox)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Göttin der Morgenröte (Aurora)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Apollo auf dem Sonnenwagen mit Ceres und Pomona&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Marmorsaal:&lt;br /&gt;
* [[Charles-Amédée-Philippe van Loo|Charles Amédée Philippe van Loo]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Olymp mit den zum Mahl versammelten Göttern&amp;#039;&amp;#039;, Deckenbild, Öl auf Leinwand, B2265 × H1250 cm&lt;br /&gt;
* [[Jean Restout der Jüngere]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Triumphzug des Bacchus und der Ariadne&amp;#039;&amp;#039;, Öl auf Leinwand, B608 × H442 cm&lt;br /&gt;
* Jean-Baptiste Marie Pierre: &amp;#039;&amp;#039;Das Urteil des Paris&amp;#039;&amp;#039;, Öl auf Leinwand, B637 × H413 cm&lt;br /&gt;
* [[Antoine Pesne]] (vollendet von [[Bernhard Rode]]): &amp;#039;&amp;#039;Der Raub der Helena&amp;#039;&amp;#039;, Öl auf Leinwand, B637 × H413 cm&lt;br /&gt;
* [[Charles André van Loo]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Opferung der Iphigenie&amp;#039;&amp;#039;, Öl auf Leinwand, B613 × H426 cm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Oberen Galerie:&lt;br /&gt;
* [[Guido Reni]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Freitod der Lukretia&amp;#039;&amp;#039;, Öl auf Leinwand, H215 × B151 cm&lt;br /&gt;
* [[Guido Reni]]: &amp;#039;&amp;#039;Diogenes in der Tonne&amp;#039;&amp;#039;, Öl auf Leinwand, H193 × B143 cm&lt;br /&gt;
* [[Artemisia Gentileschi]]: &amp;#039;&amp;#039;Tarquinius bedroht Lukretia&amp;#039;&amp;#039;, Öl auf Leinwand, H261 × B226 cm&lt;br /&gt;
* [[Artemisia Gentileschi]]: &amp;#039;&amp;#039;Bathseba im Bade&amp;#039;&amp;#039;, Öl auf Leinwand, H258 × B218 cm&lt;br /&gt;
* [[Luca Giordano]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Urteil des Paris&amp;#039;&amp;#039;, Öl auf Leinwand, B361 × H254 cm&lt;br /&gt;
* [[Luca Giordano]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Raub der Sabinerinnen&amp;#039;&amp;#039;, Öl auf Leinwand, B365 × H260 cm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unteren Fürstenquartier (&amp;#039;&amp;#039;Tamerlanzimmer&amp;#039;&amp;#039;):&lt;br /&gt;
* [[Andrea Celesti]]: &amp;#039;&amp;#039;Der gefangene Sultan Bajazeth vor Tamerlan&amp;#039;&amp;#039;, Öl auf Leinwand, B800 × H369 cm&lt;br /&gt;
Im Unteren Fürstenquartier (&amp;#039;&amp;#039;Konzertzimmer&amp;#039;&amp;#039;) von [[Jacob van Schuppen]], Zyklus &amp;#039;&amp;#039;Götterpaare aus der griechischen Mythologie&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Diana und Endymion&amp;#039;&amp;#039;, Öl auf Leinwand, H314 × B140 cm&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Acis und Galatea&amp;#039;&amp;#039;, Öl auf Leinwand, B315 × H283 cm&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Venus und Adonis&amp;#039;&amp;#039;, Öl auf Leinwand, ca. B400 × H315 cm&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zyphyr und Flora&amp;#039;&amp;#039;, Öl auf Leinwand, ca. B315 × H283 cm&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bacchus und Ariadne&amp;#039;&amp;#039;, Öl auf Leinwand, H311 × B134 cm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Roten Damastkammer:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Paolo De Matteis]]: &amp;#039;&amp;#039;Mars und Venus, von Vulkan überrascht&amp;#039;&amp;#039;, Öl auf Leinwand, B185 × H185 cm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Großen Kammer (Vorzimmer des Oberen Fürstenquartiers):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Peter Paul Rubens]]: &amp;#039;&amp;#039;Boreas entführt Oreithyia&amp;#039;&amp;#039;, Öl auf Leinwand, H149 × B144 cm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kleinen Schlafzimmer des unteren Fürstenquartiers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Adolph von Menzel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Krönung Wilhelms I. in Königsberg 1861&amp;#039;&amp;#039;, Öl auf Leinwand, B450 × H350 cm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Königswohnung, Blaue Kammer:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Pompeo Batoni]]: &amp;#039;&amp;#039;Alexander und die Frauen des Darius&amp;#039;&amp;#039;, Öl auf Leinwand, B270 × H223 cm&lt;br /&gt;
* [[Peter Paul Rubens]] (und [[Anthonis van Dyck]]): &amp;#039;&amp;#039;Die Anbetung der Könige&amp;#039;&amp;#039;, Öl auf Leinwand, B263 × H 216 cm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Drei-Grazien-Kommode]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gert Streidt, Klaus Frahm: &amp;#039;&amp;#039;Potsdam. Die Schlösser und Gärten der Hohenzollern.&amp;#039;&amp;#039; Könemann Verlagsgesellschaft, Köln 1996, ISBN 3-89508-238-4.&lt;br /&gt;
* Amtlicher Führer der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg: &amp;#039;&amp;#039;Das Neue Palais von Sanssouci.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. Potsdam 2001.&lt;br /&gt;
* [[Adrian von Buttlar]], Marcus Köhler: &amp;#039;&amp;#039;Tod, Glück und Ruhm in Sanssouci. Ein Führer durch die Gartenwelt Friedrichs des Großen.&amp;#039;&amp;#039; Ostfildern 2012.&lt;br /&gt;
* Saskia Hüneke: &amp;#039;&amp;#039;[[Non soli cedit|„Nec soli cedit“]]. Dekoration und Bauskulptur am Neuen Palais.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Friederisiko. Friedrich der Große. Die Ausstellung.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: Generaldirektion der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin–Brandenburg. München 2012, S. 286–293.&lt;br /&gt;
* Karoline Zielosko: &amp;#039;&amp;#039;Verwandtenbesuch. Das Neue Palais als Bühne dynastischer Selbstinszenierung.&amp;#039;&amp;#039; In: Michael Kaiser, [[Jürgen Luh]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Friedrich der Große und die Dynastie der Hohenzollern.&amp;#039;&amp;#039; Beiträge des fünften Colloquiums in der Reihe „Friedrich300“ vom 30. September bis 1. Oktober 2011. [http://www.perspectivia.net/content/publikationen/friedrich300-colloquien/friedrich-dynastie/zielosko_verwandtenbesuch/ Onlinepublikation.] [[perspectivia.net]]; abgerufen am 21. Februar 2013.&lt;br /&gt;
* Henriette Graf: &amp;#039;&amp;#039;Das Neue Palais König Friedrichs des Großen. Funktion, Nutzung, Raumdisposition und Möblierung, 1763–1784.&amp;#039;&amp;#039; In: Henriette Graf, Nadja Geißler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wie friderizianisch war das friderizianische Zeremoniell? Raumdisposition und Möblierung ausgewählter europäischer Schlösser am Ende des Ancien Régime.&amp;#039;&amp;#039; Beiträge einer internationalen Konferenz vom 2. Juni 2012  (Friedrich300 – Colloquien, 6). [https://www.perspectivia.net/content/publikationen/friedrich300-colloquien/friedrich_friderizianisch/graf_palais/ Onlinepublikation.] [[perspectivia.net]], 20. Dezember 2013.&lt;br /&gt;
* [[Jörg Kirschstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Neue Palais in Potsdam. Familienidyll und kaiserlicher Glanz.&amp;#039;&amp;#039;  Bebra, Berlin 2017, ISBN 978-3-86124-690-9.&lt;br /&gt;
* Gerd Bartoschek: &amp;#039;&amp;#039;Die Gemälde im Neuen Palais&amp;#039;&amp;#039;. Staatliche Schlösser und Gärten Potsdam-Sanssouci, 4. Auflage, 1983&lt;br /&gt;
* Heidrun Liepe: &amp;#039;&amp;#039;Neues Palais. Gästeschloss Friedrichs des Großen im Park Sanssouci&amp;#039;&amp;#039;. Prestel, 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Neues Palais (Potsdam)}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4264411-2}}&lt;br /&gt;
* {{Denkmaldatenbank des Landes Brandenburg|09156912}}&lt;br /&gt;
* [https://www.spsg.de/schloesser-gaerten/objekt/neues-palais/ Neues Palais.] Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.&lt;br /&gt;
* [https://www.potsdam-park-sanssouci.de/neuepalais.html Neues Palais.] potsdam-park-sanssouci.de&lt;br /&gt;
* [https://www.museumsportal-berlin.de/de/museen/neues-palais-stiftung-preuische-schlosser-und-garten-berlin-brandenburg/ Neues Palais.] museumsportal-berlin.de&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=3AuouxT3ML4 Schlossrundgang.] youtube.com&lt;br /&gt;
* [https://www.trimachine.com/projekte/virtueller-rundgang-in-3d-das-neue-palais-im-park-sanssouci/ Virtueller 3D-Rundgang.] trimachine.com&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=52.401212|EW=13.015773|type=landmark|region=DE-BB}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser in Potsdam}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4264411-2|LCCN=n86081187|VIAF=438149066390965600989}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Neues Palais}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildung und Forschung in Potsdam]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Potsdam]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1760er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barocktheater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Potsdam]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk in Potsdam]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
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